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Pat

Matrose

  • »Pat« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 60

Bootstyp: IF Boot

Heimathafen: Wendtorf

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1

Donnerstag, 4. Mai 2017, 20:36

4,5 to Boot trailern

Moin, moin,

mal eine Frage an (eventuell vorhandene) Experten:

Das IF-Boot segelt sich toll, ich liebe die Schiffsform und den Langkiel, aber die nicht vorhandene Stehhöhe ist etwas störend und etwas mehr Platz wäre auch nett (man wird ja leider nicht jünger).

Also liebäugle ich mit einer Marieholm 32e (ein IF-Boot für etwas ältere Leute :D :D ). Problem dabei ist, laut Werftangabe 4,2t, Sagen wir mal irgendwas zwischen 4,5 und 5t. Und ich möchte das Boot umfangreich refitten. Die Kenntnis habe ich, die Maschinen und Werkstatt zur Holz / GFK / Metallbearbeitung sind leider im Münsterland. Also müsste das Schiff (am liebsten jeden Winter, irgendwas ist immer zu tun) von der Ostsee nach Hamm.

PKW und Hänger scheiden aus.

Ich habe den alten Klasse 3 (1988 gemacht), und somit den CE (79). Bei der Bootslänge (knapp 10m) scheiden Tandemachsentrailer wohl aus, so dass es auf einen 4-achsigen Zug hinausläuft. Gemäss CE (79) darf das Gesamtgewicht des 4-achsigen Zuges "nur" 12t betragen. Wäre mehr als ausreichend, aber bedingt durch die Limitierung auf ein Zugfahrzeug von 7,5t und der Einschränkung, daß das zul. Gesamtgewicht des Anhängers nicht mehr als das Leergewicht des Zugfahrzeuges betragen darf, sieht das finster aus.

In einem anderem Forum (LKW und Allrad oder so) gab es vor zwei Jahren eine Diskussion, das zulassungsfreie Anhänger (reiner Bootsanhänger, grünes KZ) nicht unter die 3-Achsen Beschränkung fallen. Das BMVI hatte damals auf die Anfrage folgendermassen geantwortet:


Zitat:
Welche Zugkombination Altinhaber der Klasse 3 nach Umstellung in einen Kartenführerschein tatsächlich fahren dürfen, folgt jedoch nicht
Unmittelbar aus der Schlüsselung, sondern aus dem Verordnungstext der Anlage 9. Der Buchstabe L steht in dieser Schlüsselung für die Anzahl
der Achsen.
Die Schlüsselzahl 79 umfasst demnach folgende Fahrzeugkombinationen Zugfahrzeug jeweils max. 7500 kg):

- Dreiachszüge bis 18500 kg, ausgenommen Sattelzüge von mehr als 7 500 kg, weil die Klasse 3-alt schwerere Sattelzugkombinationen nicht umfasste (§ 5 Abs. 1 StVZO-alt) und die Schlüsselzahl 79 den Altbestand der Klasse 3 nicht erweitert.

- Mehrachsige Züge mit zulassungsfreien Anhängern, deren zulässige Gesamtmasse 12000 kg übersteigt, wobei land- und forstwirtschaftliche Anhänger bereits durch die einbezogenen Klassen L und T abgedeckt sind. Hierzu zählen insbesondere Anhänger als Schaustellerfahrzeuqe, Sportanhänger, Arbeitsmaschinen (z. B. Teerkocher) oder fahrbare Baubuden.

- Mehrachsige Züge, wobei die zulässige Gesamtmasse des Anhängers das Leergewicht des Zugfahrzeugs übersteigt (selbst wenn die zulässige Gesamtmasse eines solchen Zuges unter 12000 kg liegt, wird die Fahrberechtigung nicht von der Klasse C1E abgedeckt).


Demnach müsste ich doch eigentlich mit jedem beliebigen 7,5 Tonner mit Maulkupplung, Druckluftanlage und entsprechender Anhängelast einen Bootsanhänger (grünes Kennzeichen), zweiachsig, Gesamtgewicht 8t, Nutzlast 5,5t, ziehen dürfen, oder? Nach meinem Verständnis ist das Gesamtgewicht des Anhängers (egal wieviel Achsen) nur durch die eingetragene Anhängelast des Zugfahrzeuges limitiert?

Kann das jemand von Euch bestätigen / widerlegen?

Danke und viele Grüße,

Dirk

2

Donnerstag, 4. Mai 2017, 21:52

Dazu solltest du lieber die Behörden anschreiben...ein copierter Auszug aus dem SF hilft im Falle wohl recht wenig .... in deinem (speziellen) Fall...
(Nick)namen werden überbewertet. :nono:

andros762

Proviantmeister

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3

Freitag, 5. Mai 2017, 07:50

Interessant, Voraussetzung ist zumindest,dass du auf Checkkarte umgeschrieben wurdest.

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4

Freitag, 5. Mai 2017, 07:51

Ich kenne mich zwar mit solchen Sachen auch nicht aus,
aber bei uns im Verein transportiert jemand auch ein größeres Boot auf einem LKW.
Also nicht auf einem Hänger, sondern auf dem LKW selbst.

Das Bootsgewicht ist in dem Fall so bei 3t.
Keine Ahnung, was da geht.

Worüber ich nachdenken würde:
Es gibt viele hübsche, gut segelnde Kurzkieler mit tiefem V-Spant, die in der Größe merklich leichter sind.
Auch in wirklich exzellenter Bauqualität.
Wer mal so etwas wie die alte Linjett 32 aus den 80ern von innen gesehen hat, weiß was ich meine.

Vielleicht wäre so etwas eine Alternative.

Holger

Andreas29

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5

Freitag, 5. Mai 2017, 07:55

Hi,

ich glaube Du verwechselst zulassungsfrei mit steuerfrei.
Ein zulassungsfreier Anhänger darf m.M. nach nur mit max. 25 km/h gefahren werden.
Ansonsten braucht ein Anhänger (auch Sportbootanhänger) ein Kennzeichen, also Zulassung. Je nach Schlüsselung als Anhänger für Sportzwecke also dann mit grünem Kennzeichen als steuerfrei.

Grüße

Andreas
Jahrzehntelang haben sie die Kriegsgeneration gefragt, wie das alles passieren konnte.
Jetzt glauben sie jeden Mist aus dem Internet, schimpfen auf die Lügenpresse, verachten das Politikerpack, pöbeln gegen Flüchtlinge,
verunglimpfen den Rechtsstaat und wählen eine "Alternative für Deutschland".
So passiert das!

Der Beitrag von »Peterchen« (Freitag, 5. Mai 2017, 07:57) wurde vom Benutzer »Peterchen« gelöscht (Freitag, 5. Mai 2017, 08:33).

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7

Freitag, 5. Mai 2017, 08:12

Ein zulassungsfreier Anhänger darf m.M. nach nur mit max. 25 km/h gefahren werden.


Stimmt

- Dreiachszüge bis 18500 kg, ausgenommen Sattelzüge von mehr als 7 500 kg, weil die Klasse 3-alt schwerere Sattelzugkombinationen nicht umfasste (§ 5 Abs. 1 StVZO-alt) und die Schlüsselzahl 79 den Altbestand der Klasse 3 nicht erweitert.


Es gibt Trailer mit Tandemachse, Druckluftbremse und einer Zuladung von 5to. Auf solch einem wurde mein Boot seinerzeit transportiert, gezogen von einem 7,5to LKW. Das entspräche genau deinen Anforderungen. Interessant ist jedoch auch die Breite des Bootes bzw. des Trailers. Über 2,55m benötigst du eine Sondergenehmigung. Die bekommst du recht unkompliziert, sie kostet aber eine Gebühr.

Gruß
Georg

Pat

Matrose

  • »Pat« ist der Autor dieses Themas

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8

Freitag, 5. Mai 2017, 08:14

Moin,

um eine rechtsverbindliche Auskunft für diesen Sonderfall zu bekommen, habe ich das BMVI angeschrieben.Ich werde berichten.

@Andreas: Sportanhänger fallen unter die Kategorie "zulassungsfrei", benötigen aber ein amtliches Kennzeichen. :)

Scheckkarte habe ich, wie gesagt mit eingeschränktem CE (79).

Im Übrigen ist fast mein geschilderter Fall in einer Übungsklausur für Fahrerlaubnisrecht aus 2015 geschildert:

Zugfahrzeug: LKW, 2-achsig, 7,4t zgG. Anhänger: zulassungsfrei (Arbeitsmaschine), zwei Achsen, Leergewicht 4,8t, zgG 8,9t.

Nach drei Seiten "juristischer Schwafelei" ist das Ergebnis, dass das Gespann nicht mit C1E, jedoch mit CE (79) gefahren werden darf.

Dies ist eine recht interessante Lücke finde ich. :) :)

Ich werde mich melden, sobald ich eine ofizielle Antwort vom BMVI habe.

Grüße,

Dirk

x-molich

Seebär

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9

Freitag, 5. Mai 2017, 08:30

Hi,

ich habe das auch Durch und recherchiert und für mich hat sogar jemand beim Ministerium angefragt.

Wenn der Trailer als Sportgeräteanhänger zugelassen ist, gilt für Dich das:

Zitat

- Mehrachsige Züge mit zulassungsfreien Anhängern, deren zulässige Gesamtmasse 12000 kg übersteigt, wobei land- und forstwirtschaftliche Anhänger bereits durch die einbezogenen Klassen L und T abgedeckt sind. Hierzu zählen insbesondere Anhänger als Schaustellerfahrzeuqe, Sportanhänger, Arbeitsmaschinen (z. B. Teerkocher) oder fahrbare Baubuden.
Ist ein bestandsrecht vom alten Dreier. Bei zulassungsfreien Anhängern darfst Du ziehen, was das Zugfahrzeug hergibt, keine Beschränkung der Gesamtmasse, keine Beschränkung der Achszahl.

Was ich noch nicht raus habe, ist, wie das im Ausland ist. Ich könnte mir jedenfalls vorstellen, ans Mittelmeer zu trailern, weiß aber nicht, ob es da auch gilt. In Deutschland bist Du jedenfalls mit einem Bootsanhänger mit grünem Kennzeichen safe.

Und: Es gibt sehr wohl Tandemanhänger mit Druckluftbremse. Ich habe welche bis 8,5to zulässige Gesamtmasse gesehen, allerdings gebraucht wie Gold gehandelt und neu so ab 15 k€.


Muß man etwas suchen oder eine Lafette umbauen lassen.

Grüße
Sascha
Umwege erhöhen die Ortskenntnis!

Pat

Matrose

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10

Freitag, 5. Mai 2017, 08:35

@Sascha:

Danke!!!

Wobei ich denke es ist nicht schlecht irgendetwas schriftliches dabei zu haben um eventuellen stundenlangen Diskussionen mit der Polizei aus dem Wege zu gehen ;) ;) ;)

Gruß,

Dirk

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Bootstyp: Kein Schiff mehr

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11

Freitag, 5. Mai 2017, 09:29

Der zulassungsfreie Sportanhänger mit grünem Schild von dem du sprichst ist m.W. immer mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 25 km/h zu kennzeichen. Also so etwa wie die häufiger vertretenen landwirtschaftlich genutzten Anhänger.

Damit ist die stundenlange Diskussion mit der Polizei über deine Fahrerlaubnis dann eher Nebensache.
Von der Ostsee bis nach Münster dürftest du wg. Fahrverbot auf Autobahn und vielen Bundesstrassen dann tagelang unterwegs sein
......und dies 2x im Jahr.


Nachtrag:
Schau mal hier zum Führerschein auch wg. ärztlicher Untersuchung. Zusätzlich dürfte deine C79 zeitlich befristet sein (schau mal auf deinen Kartenführerschein Spalte 11) und muß vor Vollendung des 50. Lebensjahres auf Antrag (!) verlängert werden.
Die C79-Regelung kann im Ausland beanstandet werden (= Fahren ohne Führerschein).

Merkblatt Klasse CE 79
Bei der Umstellung der Klasse 3 auf die neuen Fahrerlaubnisklassen behält der Antragsteller
die Berechtigung, Kraftfahrzeuge bis 7,5 t zu führen. Dabei dürfen Anhänger gezogen
werden. Die Kombination (ziehendes Fahrzeug und Anhänger) darf 12 t nicht überschreiten
und das Gesamtgewicht des Anhängers darf nicht größer sein als das Leergewicht des
Zugfahrzeugs (z.B. ziehendes Kfz 6,1 t – Anhänger 5,9 t).
Darüber hinaus kann zusätzlich die Klasse CE 79 beantragt werden. Diese Klasse berechtigt
zum Führen von Kfz bis 7,5 t sowie einachsigen Anhängern bis 11 t.
Allerdings ist bei dieser Kombination ab Vollendung des 50. Lebensjahres die Vorlage einer
ärztlichen Bescheinigung sowie eines augenärztlichen Zeugnisses bzw. Gutachtens
erforderlich.

Schlüsselzahl 79 (C1E >12000kg, L<3) bei Eintragung im EU-Kartenführerschein unter
Ziffer 12 bei der Klasse CE bedeutet:
Beschränkung der Klasse CE aufgrund der aus der bisherigen Klasse 3 resultierenden
Berechtigung zum Führen von dreiachsigen Zügen mit Zugfahrzeug der Klasse C1 und
mehr als 12000 kg Gesamtmasse und von Zügen mit Zugfahrzeug der Klasse C1 und
zulassungsfreien Anhängern, wobei die Gesamtmasse mehr als 12000 kg betragen kann
und von dreiachsigen Zügen aus einem Zugfahrzeug der Klasse C1 und einem Anhänger,
bei denen die zulässige Gesamtmasse des Anhängers die Leermasse des Zugfahrzeugs
übersteigt (nicht durch C1E abgedeckter Teil).
Die vorgenannten Berechtigungen gelten nicht für Sattelfahrzeuge mit einer zulässigen
Gesamtmasse von mehr als 7, 5 t.
Der Buchstabe L steht in dieser Schlüsselung für die Anzahl der Achsen.
Gruß

Martin

Der Segler mit Zeit hat immer den richtigen Wind :)

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Heaven Can Wait« (5. Mai 2017, 09:43)


12

Freitag, 5. Mai 2017, 09:37

Auch wenn Du nicht ausdrücklich danach gefragt hast, würde ich die Kosten und den Aufwand für den Transport in ein realistisches Verhältnis zu den Vorteilen daraus setzen. Z.B. Mehrkosten für ein besser erhaltenes Boot, für längere Aufenthalte am Boot, zwei professionelle Yachttransporte ...
Naja, es kann ja sein, dass Du oft, aber immer nur stundenweise daran arbeiten kannst. Wenn du sie zum renovieren unbedingt bei Dir vor der Haustüre haben willst, ist die Lippe bei Hamm doch noch schiffbar? Oder ist sie nicht tief genug? Ob mit dem IF 32 über die Bahn oder über Feldwege - halte ich beides für unzweckmäßig.

Chris

Pat

Matrose

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13

Freitag, 5. Mai 2017, 10:40

Der zulassungsfreie Sportanhänger mit grünem Schild von dem du sprichst ist m.W. immer mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 25 km/h zu kennzeichen. Also so etwa wie die häufiger vertretenen landwirtschaftlich genutzten Anhänger.
Hier irrst Du. :) Die Begrifflichkeiten sind zugegebenerweise verwirrend: Ich rede von einem Anhänger für Sportgeräte (Pferde oder Boote oder Segelflieger oder ...). Diese gehören zu den "Zulassungsfreien Anhänger", sind jedoch Anmelde- und HU-pflichtig. Sie haben ein grünes Kennzeichen und dürfen ausschliesslich zum im Fahrzeugschein angegeben Zweck verwendet werden. (z.B Sportboottransport). Wenn man mit einem so zugelassenen Hänger Holz holt, oder Umzieht oder ähnliches wird es böse. (Je nach Gewichten "Fahren ohne FE, Steuerhinterziehung usw.) Aber diese Hänger dürfen selbstverständlich auf den BAB mit 80 km/h gezogen werden.

EDIT: Nachtrag: Das mit der Zweckbindung (Sportboottransport) kann sehr ernstgenommen werden. Es soll Fälle gegeben haben wo die Polizei Anzeige erstattet hat, weil Reisegepäck und Proviant schon im Boot gebunkert waren. Allerdings habe ich nichts über den Ausgang der Anzeige in Erfahrung bringen können.

@chris:

Diese Überlegungen habe ich auch im Hinterkopf, noch ist ja nichts entschieden und diese Saison bleibe ich auf jeden Fall noch beim IF-Boot:

Professioneller Yachttransport: Kosten liegen nach meiner Recherche zwischen 5000,00 und 7000,00 EURO für einmal Hin und Zurück. Sprich nach 2 Saisons hätten sich ein entsprechendes Gespann amortisiert (und stellt noch einen Gegenwert da). Ausserdem habe ich das Boot dann recht unflexibel bei mir auf dem Hof / in der Halle stehen. Dieses würde nur Sinn machen, wenn ich das Boot nur für eine Wintersaison "nach Hause" hole und refitte.

Da es bei mir aber genauso ist, wie Du angenommen hast (immer mal 2-4 Stunden Abends oder zwischendurch Zeit) ist ein längerer Aufenthalt im Norden am Schiff schwierig. Ausserdem stehen meine ganzen Maschinen hier, die kann man schlecht mit zum Boot hochnehmen. Und am Schiff ausmessen, zuhause nach Zeichnung fertigen, hochfahren und feststellen, daß irgendwas doch nicht genau so passt wie es soll, wieder zurück, nacharbeiten usw. ist eine ziemliche Zeitverschwendung.

Über den Wasserweg habe ich auch schon nachgedacht. Auf jeden Fall machbar (der Datteln Hamm Kanal ist nur 2 km entfernt). Sind ca. 250 bis 300sm. Wären dann mit 2er Crew 2-3 Tage pro Strecke. Dann bliebe nur noch der Transport zu mir, da gibt es sicher Lösungen (Freund hat Trecker :) ). Ich werde mich mal nach Kranmöglichkeiten hier umschauen. :)

@Alle:

Mir ging es im wesentlichen um die Fahrerlaubnis-Technische Situation. Diese ist Dank Sascha ja nun geklärt. Zumindest was Deutschland angeht. Ins Mittelmeer würde ich eh über den Wasserweg gehen. Danke nochmal an alle!

Gruß,

Dirk

Andreas29

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14

Freitag, 5. Mai 2017, 10:40



@Andreas: Sportanhänger fallen unter die Kategorie "zulassungsfrei", benötigen aber ein amtliches Kennzeichen. :)

Grüße,

Dirk


Hallo Dirk,

stimmt, ich hatte das falsch in Erinnerung (ich hatte für meinen damaligen Trailer eine Wahnsinnsrennerei um ein Kennzeichen zu bekommen).

Wenn man mal hier ließt, insbesondere die §§ 3 und 4 dann dürfen solche Sportanhänger wenn Sie über eine Typgenehmigung oder Einzelgenehmigung sowie Kennzeichen verfügen auch schneller als 25 km/h bewegt werden.

Viel Erfolg!

Grüße

Andreas
Jahrzehntelang haben sie die Kriegsgeneration gefragt, wie das alles passieren konnte.
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So passiert das!

x-molich

Seebär

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15

Freitag, 5. Mai 2017, 13:33

Hallo,

Sportgeräteanhänger sind zulassungsfrei und damit steuerfrei. Es ist eher eine behördliche Spitzfindigkeit, daß sie angemeldet werden müssen und der HU-Pflicht (bin mir nicht sicher) über 25 km/h unterliegen. Wegen der HU Pflicht haben sie ein Kennzeichen.
Bevor es die HU-Pflicht gab, konnten Sportgeräteanhänger mit Folgekennzeichen (also dem gleichen Kennzeichen wie das Zugfahrzeug) gezogen werden. Liegt aber m.E. mehr als 20 jahre zurück.

Wenn Du ein Stück Papier suchst, dann findest Du es in der Anlage 9 zur Fahrerlaubnisverordnung (FEV) zur Schlüssezhal 79:

Zitat

79 (C1E > 12000 kg, L ≤ 3): Beschränkung der Klasse
CE aufgrund der aus der bisherigen Klasse 3 resultierenden Berechtigung
zum Führen von dreiachsigen Zügen mit Zugfahrzeug der Klasse C1 und mehr
als 12000 kg Gesamtmasse und von Zügen mit Zugfahrzeug der Klasse C1 und zulassungsfreien Anhängern, wobei die Gesamtmasse mehr als 12000 kg betragen kann
und von dreiachsigen Zügen aus einem Zugfahrzeug der Klasse C1 und
einem Anhänger, bei denen die zulässige Gesamtmasse des Anhängers die
Leermasse des Zugfahrzeugs übersteigt (nicht durch C1E abgedeckter
Teil). Die vorgenannten Berechtigungen gelten nicht für Sattelzüge mit
einer zulässigen Gesamtmasse von mehr als 7,5 t.
Der Buchstabe L steht in dieser Schlüsselung für die Anzahl der Achsen.
Sprachlich ist das nicht ganz klar, wie die "und" im Satz zu verstehen sind.

Deswegen hat ein Bekannter beim BMVI angefragt und der Kern der Aussage war, daß man folgendes mit Schlüssel 79 in der Klasse C1E fahren darf:

Zitat

Welche Zugkombination Altinhaber der Klasse 3 nach Umstellung in einen
Kartenführerschein tatsächlich fahren dürfen, folgt jedoch nicht
Unmittelbar aus der Schlüsselung, sondern aus dem Verordnungstext der
Anlage 9. Der Buchstabe L steht in dieser Schlüsselung für die Anzahl
der Achsen.
Die Schlüsselzahl 79 umfasst demnach folgende Fahrzeugkombinationen Zugfahrzeug jeweils max. 7500 kg):

-
Dreiachszüge bis 18500 kg, ausgenommen Sattelzüge von mehr als 7 500
kg, weil die Klasse 3-alt schwerere Sattelzugkombinationen nicht
umfasste (§ 5 Abs. 1 StVZO-alt) und die Schlüsselzahl 79 den Altbestand
der Klasse 3 nicht erweitert.

- Mehrachsige Züge mit zulassungsfreien Anhängern, deren zulässige Gesamtmasse 12000 kg übersteigt, wobei land- und forstwirtschaftliche Anhänger bereits durch die einbezogenen Klassen L und T abgedeckt sind. Hierzu zählen insbesondere Anhänger als Schaustellerfahrzeuqe, Sportanhänger, Arbeitsmaschinen (z. B. Teerkocher) oder fahrbare Baubuden.

-
Mehrachsige Züge, wobei die zulässige Gesamtmasse des Anhängers das
Leergewicht des Zugfahrzeugs übersteigt (selbst wenn die zulässige
Gesamtmasse eines solchen Zuges unter 12000 kg liegt, wird die
Fahrberechtigung nicht von der Klasse C1E abgedeckt).
Wobei letztes m.E. nicht mehr stimmt, da man mittlerweile sehr wohl Anhänger deren zulässige Gesamtmasse die Leermasse des Zugfahrzeuges überschreitet, mit C1E ziehen darf.

Ich würde mir die Anlage 9 ausdrucken und bei Diskussionen mitnehmen!

Grüße
Sascha
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x-molich

Seebär

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16

Freitag, 5. Mai 2017, 13:46

Und weil hier viele immer davon sprechen, ob sich das lohnt oder nicht. Das kann man so nicht beantworten. Für mich spielen da noch andere Faktoren mit rein:
  • Unabhängigkeit mit dem Trailer und Revierwechsel
  • Durchführung von umfangreichen Refits (Motortausch, Teakdeck Überholung), die ich gerne selbst mache
  • Habenwollen Faktor von 7,5 to LKW
  • Weils geil ist mit einem 17m langen Gespann durch die Gegend zu fahren.
Ich lebe am Bodensee, habe mein Boot aber auf Fehmarn. Arbeiten sind immer mit viel Reise verbunden und unter großem Druck. Transport hätte zwischen € 3000 und € 4000 für eine Strecke gekostet.
Soviel hat auch der LKW gekostet und ich konnte ihn bislang für andere Dinge nutzen. Der LKW wird dieses Jahr seine H-Zulassung bekommen, wodurch der Unterhalt wirklich überschaubar bleibt. Man muß halt gerne schrauben. Das Trailerproblem ist etwas schwieriger. Die Trailer sind selten und teuer und ich habe es auch noch nicht zum gesetzten Preisrahmen gelöst, bin aber gerade dran.
Das Boot ist 12m lang und nur 2,55 m breit, sodaß ich auch nicht in Überbreitebeschränkungen europaweit laufe.
Dazu habe ich es etwa 650 km bis Venedig. Ist ne gute Tagesreise, aber machbar. Oder von Fehmarn aus nach Stockholm mit Trailer und von da weiter.

Man kann nicht alles mit Vernunft und Kosten begründen, it's part of the hobby.
Grüße
Sascha
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Pat

Matrose

  • »Pat« ist der Autor dieses Themas

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Heimathafen: Wendtorf

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17

Freitag, 5. Mai 2017, 15:03

Hallo Sascha,

da sprichst Du mir aus der Seele. :) :)

Wobei:
Weils geil ist mit einem 17m langen Gespann durch die Gegend zu fahren.
Das teile ich noch nicht so ganz. ;) Ich bin früher die Kombination Kombi und Hänger mit 8 Optis drauf gefahren, Gesamtlänge so um die 10-12m. Und das war teilweise (enge Durchfahrten, rückwärts usw.), ich sage mal "adrenalinfördernd" :D
Wenn ich mich für die 7,5t Zugfahrzeug und Hänger Variante entscheide werde ich auf jeden Fall vorher bei einem Freund (eigene Fahrschule) mal 2 oder 3 Stunden mit einem ähnlichen Gespann fahren.

In allen anderen Punkten bin ich absolut bei Dir. Es kommt natürlich immer auf die eigene Situation / die eigenen Hobbies und Interessen an.

Ich bin in der glücklichen Lage ein recht großes Grundstück nebst einigen Maschinen (Gabelstapler, Drehbank, Oberfräse, Tischkreissäge usw.) zu haben. Und ich habe Spass am selber machen. Ohne arrogant rüber kommen zu wollen, ich bin obendrein ein ziemlicher Perfektionist und war in der Vergangenheit mit sämtlichen fremdvergebenen Handwerkerleistungen im besten Fall bei: "Ist schon ok so, aber man hätte es besser machen können"

Und bei den Dingen die Du anführst sind aus meiner Sicht sogar die Kosten vernünftig. Transportkosten für Segelyachten sind extrem hoch. Mit einem eigenen Gespann ist man deutlich flexibler und der Wertverlust des Gespanns hält sich in Grenzen. Ein 7,5t kann auch zwischendurch mal ganz nützlich sein. Und was die Arbeiten am Schiff angeht, da spart man eine Menge Geld. Beispiel Motorrevision: Keine Ahnung was eine Werft nimmt, aber vor der "Haustür": Motor raus, auf Palette stellen. Zerlegen. Je nach Zustand der Kolben/Zylinder die Zylinder hohnen und neue Ringe oder auch Kolben mit Übergrösse rein. Im worst case noch neue Lager. Kosten bei DIY sind eher im Bereich Portokasse.

Natürlich darf man seine eigene Arbeitszeit nicht mit in die Kalkulation nehmen. Dann wird wahrscheinlich jede Werft günstiger sein. Aber ich verbringe Abends lieber noch 2, 3 oder 4 Stunden mit Arbeit am Schiff (die mir Spass macht, und auch einen gewissen Ausgleich zur alltäglichen Arbeit darstellt, als 2,3 oder 4 Stunden fernzusehen.

Diese grundsätzliche Entscheidung muss jeder für sich selber treffen, und nicht jeder hat die Möglichkeit ein 17m Gespann bei sich unterzubringen und umfangreiche Refit-Arbeiten durchzuführen.

Aber irgendwie gefällt mir der Gedanke :)

Time will tell....


Grüße,

Dirk

18

Freitag, 5. Mai 2017, 17:53

Ich bin in der glücklichen Lage ein recht großes Grundstück nebst einigen Maschinen (Gabelstapler, Drehbank, Oberfräse, Tischkreissäge usw.) zu haben.

Man könnte neidisch werden. ;(
Ein Freund ist, wer Dich für gutes Schwimmen lobt, nachdem Du beim segeln gekentert bist.

ESis

Proviantmeister

Beiträge: 322

Wohnort: Tostedt

Schiffsname: Lütt Matten

Bootstyp: Saga 27, leider ohne Segel

Heimathafen: Jork

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19

Freitag, 5. Mai 2017, 18:05

Mit Klasse 3 ...

... habe ich in der Vergangenheit 7,49-Tonner mit 1-achsigem Anhänger (10 to-Tandemachse), also Zuggewicht 17,5 to gefahren. Ladung meist über Limit (Psssst). z.B. Traktor auf LKW, Mähdrescher auf Anhänger. Das sollte mit altem 3er immer noch gehen. 10 m-Boot auf 1-Achser mit Tandemachse sehe ich nicht als Problem, wenn es gut austariert ist. Wenn es ein 2-achsiger Hänger werden soll, Weber u. ä. bieten ihre Trailer auch als 80 km/h-Version an.

Ich kann dein Vorhaben gut verstehen. Die Unabhängigkeit ist das einzig Wahre.

Matthias
Wer ständig zurück blickt, stolpert in die Zukunft.

Felix6875

Leichtmatrose

Beiträge: 29

Wohnort: Kiel

Bootstyp: Beneteau First 34.7

Heimathafen: Kiel

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20

Freitag, 5. Mai 2017, 20:04

Sattelzug

Moin!

ich fahre meine Dehler 29 (gute 3.5 to) auf einem Minisattelzug durch die Gegend. Minisattelzug hat den Vorteil, dass diese Fahrzeuge nicht unter das Sonntagsfahrverbot fallen.
Zugmaschine ist ein IVECO 35/12 mit zGM von 3,495 to. Das Fahrzeug muss versichert und versteuert werden. Wegen des Gewichtes und da der Iveco eine hydraulische Bremse hat, muss er alle 2 Jahre zur HU. Der Auflieger hat eine zGM von 5,5 to. Er ist als Anhänger für Sportgeräte (Sportboote) zugelassen und daher über die Zugmaschine mit versichert und steuerfrei (grünes Kennzeichen). Da er mit einer pneumatischen Bremse ausgerüstet ist, ist jedes Jahr eine HU fällig. Für die es interessiert: Die „Bremsluft“ wird vom Zugfahrzeug mit Hilfe eines elektrisch betriebenen Kompressors bereitgestellt.
Ich fahre den Zug mit einem umgeschriebenen „grauen Lappen“ der Klasse 3. Neu Klasse CE Ziffer 79. Ziffer 79 ist wichtig, da dieser Zusatz u.a. zum Führen von Sattelzügen von bis zu 7, 5 to zGM berechtigt.
Ziffer 79 muss aber alle 5 Jahre neu beantragt werden, was durchaus kostenaufwendige Tests des allgemeinen Gesundheitszustandes und der Augen erfordert. Und natürlich wird der Führerschein mit neuem Bild jedes Mal neu ausgestellt, was auch nicht umsonst ist.
Hoffe, dass diese Informationen helfen.

Gruß
Klaus

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