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Windstärken

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  • »bei.beckers« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 53

Wohnort: Arnstein

Schiffsname: SØSYG

Bootstyp: Scamp im Bau

Heimathafen: Margetshöchheim

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1

Sonntag, 17. Juni 2018, 13:21

Auswahl eines Trailers

Hallo Leute,

ich brauche mal Eure Hilfe für die Wahl meines Trailers. Ich baue eben an einer Scamp, ein Bötchen mit ca. 230kg , Flachboden mit 2 Kuven, 3,7m lang. Schwert, keiun Kiel. (Boot siehe Profilbild)

Dass der Trailer (ungebremst) zum Zuf- KfZ passen muss ist klar, auch dass Nutzlast und Lange passen muss. Wegen der geringen Zuglast meines Autos kann ich 100km/h vergessen => kein Kriterium.

Ich bin völliger Neuling beim Trailern, das Boot wird immer geslippt warden => das muss schnell & einfach gehen. Meine Idee war, die Kuven auf 2 Bohlen mit Gummiauflage zu platzieren und am Ende des Trailers 2 "Arme" mit Führungsrolle zum "einfangen" zu haben. Das Ganze wird mittels Winde abgelassen/aufgeholt.

1) Ist das so machbar/sinnvoll?

2) Muss der Rumpf zwischen die Radhäuser passen oder sitzt der typischerweise darüber? Welche Breite braue ich?

3) Wenn man einen alten Trailer kauft: gibt es besondere Probleme (z.B. "lahme Gummis" in der Achse), die nicht offensichtlich (marode Achslager, alte Reifen, Korrosion,...) sind?

Danke für Eure Schützenhilfe!



lg Martin

schwattwitt

Salzbuckel

Beiträge: 2 831

Wohnort: Ecklak 53°57'0.82"N, 9°14'43.87"E

Bootstyp: Lanaverre 590

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2

Sonntag, 17. Juni 2018, 14:13

Wenn ich dein Boot sehe und dein Vorhaben, dann würde ich mir glaube ich einen Trailer mit Slipwagen einer Varianta 65 oder K4 besorgen und anpassen.
Ich habe sowas mal hier in Neufeld gesehen. Da hat jemand seine Fam mit zu Wasser gelassen. Ging ratz fatz...
sowas hier: da steht dein Boot auf einem kleinen Wagen der samt Boot vom Trailer geschoben wird bzw. wieder zurück.
https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anze…099653-211-7631

3

Sonntag, 17. Juni 2018, 14:36

Hallo Martin,

nicht ganz, aber in etwa. Um mit dem Einfachsten anzufangen, den Rädern, deren Spurbreite natürlich geringer als die Rumpfbreite sein kann. Aber, je mehr Spurbreite umso stabiler die Fuhre und umso urlaubstauglicher, weil du nicht vor jeder Kurve runter musst. Ein schmaler Anhänger ist andererseits auf schmalen Straßen und in engen Gassen leichter zu bewegen.

Bohlen habe ich zum Abslippen des aufgebauten Katamarans, aber zum Straßentransport ist mir 4-Kantrohr vertrauenserweckender.
Gummiauflagen bremsen, was beim Fahren schön und beim Abslippen an flachen Slipprampen ein Fluch ist. Um wirklich mobil zu sein, sollte man das Boot alleine vom Trailer schieben können, ohne dass es dazu schon aufschwimmen muss. Dafür gibt es nämlich keine Winde (!) Der Nachteil ist, dass soviel Beweglichkeit mit einer starken Bugstütze aufgefangen werden muss. Baue die hintersten Rollen so an, dass das Boot beim Rausholen nicht an den Rahmen stoßen kann. Kann es das, wird es das eines Tages.

Unter den Slipprampen sind die kleinen, steilen am schönsten um das Boot reinzukriegen, die flachen schön für die Kupplung. Das Problem bei fast allen flachen Rampen ist, dass man nicht tief genug reinfahren kann, dass das Boot aufschwimmt. Spätestens, wenn die Auspufföffnung halb im Wasser steht ist Schluss. Es gibt zwar Geländewagenfahrer, die problemlos solche Watfahrten absolvieren, aber dazu muss man durchgehend gut auf dem Gas stehen. Tut man das nicht, kann der Staudruck so hoch sein, dass der Motor abstirbt und der Auspuff voll Wasser läuft (= 22 22 22)

Bei alten Trailern gibts alles mögliche, allen voran Standschäden, Korrosionsschäden und Schäden vom Überladen. Achsgummis können nicht nur lahm sein, sondern auch verhärtet. Radlager kennt man ... Reifen dürfen für den TÜV keine Risse haben, beim Alter gibt es unterschiedliche Empfehlungen, aber ab 10 Jahren sind sich die meisten einig, dass sie dann nicht mehr viel taugen. Solche Betonreifen fahren siich auch ohne sichtbare Schäden bei Regen schlecht. Korrosion sieht man für gewöhnlich. Weil die Zinkstärke ein Kostenfaktor ist, gibt es immer mal wieder dünn verzinkte Anhänger, die mit Felgensilber und Klarlack verjüngt werden. Das muss zwar kein Ausschlussgrund sein, sollte aber irgendwie in den Preis einfließen.

Bei ca. 230kg, Flachboden ... 3,70 lang, ausgerechnet einen Variantatrailer anpassen? Das wär fast die gleiche Arbeit wie ein Neubau. Ich würde mir einen (gebrauchten?) Motorboottrailer besorgen. Länge, Breite, Zuladung und das alles passen dann schon in etwa. Integrierte Slippwagen sind nutzlos, wenn man nicht eben ein Kielboot in den Bach fahren will.
Ratzfatz ist relativ. Wenn ich ankomme, nehme ich Plane, Lichtleiste und Gurte ab, lasse das Boot ins Wasser und der Anhänger steht nach 15 bis 20 Minuten leer auf dem Parkplatz.

Viele Grüße
Chris

horstj

Lotse

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Bootstyp: Jeanneau Microsail

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4

Sonntag, 17. Juni 2018, 18:46

besorg dir einen Trailer mit Slipwagen für einen Piraten oder Zugvogel und du brauchst fast nichts umbauen. Einwasser auch schonendn und perfekt möglich.
Bootslog und Refitblog Jeanneau Microsail https://microsail.wordpress.com/

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5

Sonntag, 17. Juni 2018, 21:26

Hallo Zusammen,

Danke erstmal. Hmmm. An einen Slipwagen dachte ich nicht, besonders weil der Tiefgang nicht mal 20cm beträgt. UK Auspuff meines Wagens liegt bei über 28cm. Außerdem kann ich den Trailer bei superflachen oder zu rutschigen Rampen mittels Flaschenzug Ablassen und hochziehen (Hangabtrieb ca. 120kg, 4- oder 6- fach untersetzt => ca. 2- 30 kg. Das sollte locker gehen!


@Chis


Spurweite is klar. Wenn's Bötchen zwischen die Räder passt sitzt sie tiefer= besser, für's Fahren UND für's Slippen. Bei den kleinen, leichten Trailer mit bis 500kg eher unwahrscheinlich...
Deim Kommentar zum Gummi + Slippen ist nachvollziehbar. Wie wäre Gummi nur am Heck (so 30 - 50cm)- da sollte die Fuhre ja recht früh hochkommen. Vorne dann nur eine Unterstützung ggf. aus je Seite einer Rolle.

Zum Thema "Bohle": nur für die Form, da wäre ein T- Profil oder Roht aus verzinktem Stah drunter...

alte Trailer: dach't ich mir. Und da neu neue Achse so richtig Asche koster, macht das einen Neuen wieder "billiger" im Vergleich. :kopfpatsch:

Was sind eigentlich typische Steigungen an Sliprampen?

lg Martin

horstj

Lotse

Beiträge: 1 834

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Bootstyp: Jeanneau Microsail

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6

Sonntag, 17. Juni 2018, 22:42

Hallole,
habe selbst oft und viel Wanderjollen und Kleinkreuzer geslippt. Den Slipwagen nicht man nicht, weil das Boot nicht auch vom Trailer reingeschoben werden könnte. Sondern weil besonders die kleinen Boote durch punktuelle Belastungen und anecken überproportional geschädigt werden. Daher siehst Du egal ob Korsar, Pirat, Zugvogel, Conger usw. zu 90% Slipwagen. Und was bequemeres zum Einwassern gibts auch nicht, selbst an steilen, schlechten oder kurzen Rampen oder sogar von Hand.
Wenn Du direkt vom Trailer slippen willst kannst Du mit den Bildern hier https://lisjollenkreuzer.wordpress.com/2…erkaufsanzeige/ evlt. etwas anfangen. Boot wog ausgerüstet ca. 250kg. Große Kurbelstützen mit Langauflagen in Kombination mit Rollenwippen, die das Boot beim Hochziehen selbst zentrierten. Hat sehr gut funktioniert. Vom Trailer versenken war ich schnell wieder abgekommen. Wie oben schon geschrieben sind besonders die kleinen Slippen manchmal etwas unberechenbar (kurz, miese Rampen), die großen oft sehr flach.
Bootslog und Refitblog Jeanneau Microsail https://microsail.wordpress.com/

7

Montag, 18. Juni 2018, 09:02

Bei der Länge und dem Gewicht handelt es sich ja eher um keine Reggattajolle, sondern wohl um was massiveres. Ein Trailer der überhaupt nicht zur Bootslännge passt, ist keine Hilfe sondern eine Krux. 3,70, 230 kg, flacher Boden ist vom Rumpf her, egal ob das ein Catrig oder nur ein Lichtmast drauf kommt, mehr Motorboot als Jolle. Große Kurbelstützen mit Langauflagen, Rollenwippen hört sich alles verlockend an, aber solange an dem Gewicht des Bootes keine Null hängt, wohl leicht 'oversized', wie man auf neuhessisch sagt. Wenn der Trailer so aussieht, wie 99% aller anderen für solche Boote wird er zumindest mal nicht vollkommen unbrauchbar sein?

Zu den Fragen:

Das Boot ist unten flach (!?) und man würde ggf. einen entsprechend breiten Trailer haben/finden, wo eine Achse mit genügend breitem Auflagemaß draufpasst. Ein bisschen könnte man noch mit der Einpresstiefe erreichen. Bei 3.70 wird das Boot ja nicht gerade 2 Meter breit sein. Trotzdem bleibt man mit einem breiten Anhänger in engen Gassen überall hängen ... und ist dafür König der Landstraße bei Seitenwind.
Was eine neue Achse kostet ist eine Sache. Ein neuer Trailer hat ja auch eine neue Achse und ein alter mit neuer Achse wird sicherlich günstiger sein, zumal du ja einen relativ popeligen Allerwelts-Motorboottrailer nehmen könntest. Trailerparts kennst Du? railerparts-Sachen werden auch von etlichen Händlern vertrieben.

Gummi am Heck klingt logisch, denn da sollte das Boot als erstes aufschwimmen. Tut es das nicht, kannst Du einpacken und weiterfahren. Heckrolle ist bei chronisch hecklastigen Motorbooten oft mehr wert als eine Rolle vorn.

Sliprampen sind ziemlich unterschiedlich. Trailerhellling.com kennst Du? Sind auch viele deutsche und etliche französische Sliprampen drin verzeichnet. Von vielen sieht man Fotos und es gibt teils kurze Beurteilungen. Frankreich-Suche mit "mise a l'eau" dazu eventuell "rampe, bateau, gratuite, peche, ... "
Bei 25% sollte man noch anfahren können um das Boot immer gut rauszukriegen. Flachere haben etwas weniger, 15 bis 18% vielleicht? Bei 10% würde eine Achse, die 3 Meter vom Kugelkopf entfernt ist, mal eben 30 cm tief im Wasser sein. Das wäre keine Sliprampe mehr. Je steiler die Rampe, je ungewisser ihr Verlauf, umso empfehlenswerter, die heilige Verbindung zwischen Trailer und Auto nicht zu trennen. Sowohl beim Runter- und wieder Raufschieben als auch beim Hochziehen hat man immer ein erhöhtes Risiko, dass der Trailer nach hinten überkippt. Bei einem kleinen kriegt man das dann zwar noch irgendwie gehändelt, aber oft geht was kaputt.

Trotzdem viel Spaß :P Chris

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8

Montag, 18. Juni 2018, 16:52

Hi Chris,

die Scamp ist 1,63m, also recht breit für lang :sarcastic_hand: ...und der Boden ist querschiffs flach mit 2 Kuven, laängsschifft aber gewölbt- Draufsicht etwa bügeleisenförmig. Zwischen die Räder würde also ca. 2,4m Breite oder so für den Trailer bedeuten- too much...
Habe mal ein Bild angerhängt.

Also möglichst weit runter, knapp am Radhaus vorbei mogeln. Da ich für die Fahrt eine feste Auflage mit Fläche deutlich bevorzuge (Vibrationen zermürben bei Punktlast Alles...) ist das Dielma: Gummi hat etwas µ von 0,5, d.h. man müsste ohne Rolle rund 1kN Kraft zum Runterschubsen haben.



Nun mal sehen, was es so angebootet. Beim Achsentausch wäre das Problem ja, dass die Auflageböcke zum Rahmen passen müssen- dann gibt es wieder keine Superbreitbauachse.



Den Link mit den Sliprampen kannte ich nicht, da ist meist aber kein Winkel angegeben- trotzdem cool, Danke!


lg Martin



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