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Koline

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21

Freitag, 10. Februar 2017, 01:34

Hallo,

ich muss Frank in vielem recht geben. Der Ost West Kurs ist wirklich ein großer Nachtteil. Das Silverrudder zeichnet sich durch die Abwechslung aus, mal Spi segeln, dann reach, meistens in der Nacht kreuzen, meist jedoch relativ geschützt mit vielen Möglichkeiten abzubrechen. Dies alles in Kombination mit dem dabei sein ist alles Gedanken macht den Reiz aus.

Jetzt zu meinen man kann das mit einer Fehmarn Rund von Kiel aus kopieren, sorry, das wird eher nichts.

Der Blue Ribbon Cup (jetzt Sydbank Cup) bietet wieder ein DH Wertung an, letztes Jahr waren dort nur drei Boote gemeldet. Wenn es dieses Jahr nicht deutlich mehr werden ist auch das DH Geschichte, schade.

Der Ansatz muss dem Konzept des SR folgen, dann begeistert man viele, die klassischen Regattakonzepte nur um SH und DH zu erweitern wird nicht zum Erfolg führen.

Gruß

Tom

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Koline« (10. Februar 2017, 07:06)


22

Freitag, 10. Februar 2017, 09:06

Mag sein, dass ich die Anzahl der potentiellen Teilnehmer in unserem Revier generell überschätze, aber das Konzept finde ich schon sehr reizvoll. Ist eben keine SR-Kopie, da nicht einmal im Kreis gesegelt wird, sondern, wie gesagt, überwiegend in Ost-West-Richtung mit der taktischen Komponente, in welcher Richtung und wie im Detail man Fehmarn rundet. Und auch Zweiercrew geht. Plus Vergütung. Durch den längeren Kurs über offenes Wasser kommt vielleicht sogar ein bisschen Offshore-Feeling auf ;) Und wenn es einmal um den Fastnet Rock und wieder zurück geht, ist das eben auch so. Und eine Kreuz von Fehmarn nach Kiel oder umgekehrt kann man schon aushalten. Und wenn es ballert, wird es eben etwas anspruchsvoller. Man kann ja auch in der Hohwachter Bucht bleiben, wenn man es etwas geschützter möchte ...

Schaut man auf die Schleimünde-Anholt-Challenge, wird die Sache mit dem Kurs noch viel extremer betrieben. Von ein paar Schlenkern rechts oder links um Fünen rum einmal abgesehen, geht es doch nur geradeaus in nordöstliche Richtung und am Ende sitzt man auf Anholt und muss sehen, wie man wieder zurück kommt, zumindest, wen man keinen Bootsurlaub dran gehängt hat. Und das finden auch viele Leute klasse ...

Für mich, dessen Boot in Kiel liegt, gibt`s am Ort natürlich nix zu meckern. Und wenn Heiligenhafen oder Rostock mit interessanten Formaten nachziehen, würde es mich ebenfalls sehr reizen.

Robert

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Robst« (10. Februar 2017, 09:46)


beautje

Lotse

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23

Freitag, 10. Februar 2017, 10:28

Der Ansatz muss dem Konzept des SR folgen, dann begeistert man viele, die klassischen Regattakonzepte nur um SH und DH zu erweitern wird nicht zum Erfolg führen.

:gooost:
So wird ein Schuh draus. Die klassischen Regatten schrecken Fahrtensegler ab ("da hab ich nichts verloren, denen fahr ich nur im Weg rum."). Als Einstieg reicht den Meisten die Herausforderung einfach mal allein oder zu zweit 90 Meilen Luftlinie am Stück zu segeln, gemeinsam mit anderen. Einige im Cruising-Modus, andere mit mehr Ehrgeiz, da finden sich von allein Regattafelder und Fahrgemeinschaften unter Gleichen. Viele, die sich für so ein Format begeistern können, haben vermutlich auch nicht den Regattakalender vor Augen. Da lässt sich sicher ein Termin finden. (Edit: Außer das Wochenende nach Pfingsten - da ist SF LATTE-CUP!!)

Also: Spinnt und dreht den Gedanken man ruhig weiter!!

Löhni

Salzbuckel

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24

Freitag, 10. Februar 2017, 10:55

Ich bin hin und her gerissen. Auf der einen Seite würde ich mich über eine attraktive, eher spaßorientierte Regatta mit vielen Teilnehmern und Magnetwirkung für die ganze Region sehr freuen, aber auf der anderen Seite teile ich die Bedenken, sowohl was den Ost/West-Kurs angeht, als auch was die Terminfindung angeht.
Vielleicht sollte man sich lieber mal zusammensetzen und überlegen, wie man die bestehenden Kieler "Langstreckenregatten" attraktiver gestalten kann?
Speziell die 24h Regatta hat nach meiner Meinung viel mehr Potential. Das 24-uurs auf dem Ijsselmeer lockt mehrere hundert Teilnehmer an und hier sind es nicht einmal 40.

Woran liegt das? Wäre eine Single-Hand-Wertung interessant? Gibt es zu weinig Bahnmarken/Häfen? Ist das Rahmenprogramm nicht ansprechend genug? Wären andere Preise und/oder Finischer-Shirts oder Caps ein Anreiz? Oder ist der Modus (z.B. das Festmachen in den Häfen und dem Einstecken der Postkarten) zu altmodisch?

Und vor allem: Wie kann man den Fahrtenseglern die Berührungsangst nehmen?
Gruß,
Jan

Lieber Wasser unterm Kiel :segeln:, als Kiel unter Wasser :tit:

beautje

Lotse

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25

Freitag, 10. Februar 2017, 11:21

Und vor allem: Wie kann man den Fahrtenseglern die Berührungsangst nehmen?

Schau dir die Formate an die funktionieren.
Dänemark: Silverrudder
Holland: 24 uurs - von Dir genannt.
Punkt 1: gibt es das Vorurteil (und in manchen Vorurteilen soll ja ein Funken Wahrheit sein), dass es in den genannten Ländern generell etwas entspannter zugeht. Ob das stimmt, soll jeder für sich entscheiden.
Punkt 2: Silverrudder = komplett Formelfrei
24 Uurs: von 544 Startern sind etwa 400 (!!) in der "Tocht" gefahren übersetzt "Tour". Mit rudimentärem Handicap, eher im Tourenmodus.
Bei beiden Veranstaltungen zählt eher das "dabei sein", finishen ist schon ein Erfolg. Und allen Teilnehmern ist bewusst, dass ein heterogenes Feld nicht nur geduldet sondern gewollt ist. Bei den 24 Uurs ist vom Renn-Trimaran bis zum Plattboden alles dabei. Bei einer "echten" Regatta anzutreten, da fühlen sich viele Fahrtensegler doch eher belächelt.

frank_x

Salzbuckel

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26

Freitag, 10. Februar 2017, 11:21

Da ich gerade auf ein Ergebnis warte, kann ich auch mal etwas länger ausholen ...

Ich bin 2014 beim SR gestartet (und war auch Finisher - sogar Klassen-2.) und werde auch dieses Jahr wieder dabei sein, wobei das mit dem Klassen-2. diesmal etwas schwerer wird /smile/

Warum mache ich das - 2014 bin ich nicht angetreten, um mal solo um Fünen herum zu segeln, sondern da gab es schon den Ehrgeiz in der (Classe)Mini-Wertung vorn mit zu fahren und nach Möglichkeit Morten etwas Konkurrenz zu zeigen. Ersteres hat geklappt, Letzteres eher nicht, da der Wind einfach zu löchrig war und Morten sowieso in einer etwas anderen Liga segelt ...

Ich bin aber in jedem Fall nicht als Fahrtensegler angetreten und das ist auch nicht der Anspruch des SR, ein Treffpunkt von "Fahrtenseglern" zu sein, die mal um Fünen herum cruisen wollen. Es ist viel mehr die Mischung, die es Solo-Neulingen erlaubt, sich mit anderen (Erfahreneren) zu messen ( wobei hier ganz klar ist, wer die jeweilige Konkurrenz ist ) gegen die man normalerweise nicht segelt. Es ist eine Challenge die einen fordert, die aber (fast) alle sportlich sehen, sprich es wird auch da, wenn auch mit einem Lächeln im Gesicht, um jede Sekunde gerungen.

Ich sehe das Ganze eher als "krönenden Abschluss" des Solo-Seminars der Yacht ( ein weiterer Punkt, den ich mit den Speedsailing-Leuten mal besprochen habe ) und - wenn man dann so ein "Seminar" nicht mehr braucht - als Treffpunkt unter "Gesinnungsgenossen ...

Also, wenn Ihr ein Fahrtenseglertreffen daraus machen wollt, dann kommt da sicher was anderes dabei raus, als ein SR oder gar eine Solo/DH-Regatta und ist zumindest für mich nicht so interessant.

Spannend wäre aber trotzdem eine halbwegs einfach zu erreichende Solo-DH-Regatta mit einer halbwegs fairen Vergütung und einer gewissen Mindestgröße. Ersteres gibt es mit dem Polonez-Cup ja schon. Allerdings fehlt da ganz klar die einheitliche Vergütung. Da segeln einfach noch zu viele - durchaus vergleichbare - Schiffe in unterschiedlichen Klassen.

Kann man das einfach als Zusatzwertung an ein bestehendes System ankoppeln - hmh, das scheint irgendwie nicht zu fliegen ( siehe RR/RB/Sydbank/RS). Also vlt. doch lieber eine eigene Veranstaltung in's Leben rufen mit ORC-Club als Vermessung um auch ordentliche Ratings zu haben und sich an eine weitere große Veranstaltung anhängen. SR ist ja, wie auch viele andere große Regatten ( siehe Frankreich ) inzwischen ein Ereignis für sich geworden ... Das kann man sicher auch anders herum starten ...

GiNsPaCe

Seebär

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27

Freitag, 10. Februar 2017, 12:03

Eigentlich wollte ich nichts schreiben... aber nunja ...

Ich finde die Idee Klasse und würde, wenn die Zeit das erlaubt, gerne Teilnehmen!

Ich habe 2016 ein über 45 Jahre altes Schiff gekauft. KEIN Performance Boot, es kann nicht gleiten und schiebt MÄCHTIG Wasser weg :D Aber es segelt!! Daher hält es mich nicht ab hier etwas zu verbessern und bei Veranstaltungen teilzunehmen.
2017 stehen neben ALS-Rundt, Fyn Rundt (PalbyCup), die SAC aus dem Forum als auch das Silverrudder fest im Plan. WIESO?
Weil ich Spaß habe ein Schiff an seiner Grenze zu bewegen, bzw auch selbstverständlich mich selbst und ggf die Crew. Ich bin WEIT entfernt von Konkurrenzfähig zu anderen Booten und das ist mir auch ....... egal :D
Ich nehme an solchen Veranstaltungen teil weil es Spaß bringt ... Sobald eine Wertung / Rating etc rein kommt, uhi dann bin ich raus. (|

Holger, falls ihr weiter planen wollt, ich würde gerne helfen wenn ich kann...

Also 2te Tour vom Forum aus, läuft :D

  • »ronja-express« ist der Autor dieses Themas

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28

Freitag, 10. Februar 2017, 12:11

Um das mal zu ergänzen:
Das muss nicht unbedingt von unserem Verein gemacht werden, die Idee ist im Raume und kann genutzt werden.

Die Idee rührt daher, dass das SR eben so erfolgreich ist, aber eben auch größerer Angang.
Deshalb die Idee, so etwas in ähnlicher Form, nur eben mit geringerer Logistik zu machen.
Evtl. auch als Einstieg zum Silverrudder o.ä..

Das muss aus meiner Sicht auch keine Riesenveranstaltung sein.
Wenn da 20-30 Boote auf die Bahn gingen, wäre das doch schon sehr gut.

Insofern muss eine solche Regatta auch nicht unbedingt attraktiv sein für auswärtige.
Wir haben hier ja mehrere Tausend Boote in den Häfen, da könnten evtl. schon genug Interessenten zusammenkommen.
Bei Aerö-Rund kommen nur wenige auswärtige und trotzdem starten da locker über 90 Boote.

Diese West-Ost-Ausrichtung wäre in meinen Augen gerade gut.
Ich will ja keine Straßenbahn.

Die Aerö-Rund ist sehr oft Halbwindgesegel und sehr wenig herausfordernd.
Da ziehen alle ihre größten Segel hoch und fahren eine Parade mit Rumpfgeschwindigkeit.
Ich würde das gerne vermieden wollen.
Ein bisschen Prüfung darf das schon sein.

Ich sehe das aus der Erfahrung vom 24h-Segeln, Aerö-Rund und den Berichten vom SR.
Ich würde mir etwas wünschen, das
- weniger anstrengend und vom Glück abhängig ist als das 24h-Segeln
- seglerisch mehr bietet als Aerö-Rund
- weniger aufwändig ist als SR, aber ein wenig von dem Reiz hat

Das ist so ungefähr das, was mir vorschwebte.

Die Yardstickwertung wäre nur Sahnehäubchen.
Klar, man kann noch ein paar Sonderpreise machen, aber ich würde das - ähnlich wie beim SR - nicht in den Vordergrund stellen.
Ich finde ja die in Dk beliebten Sachpreise immer super - da kommen auch (fast) alle hinterher zusammen.

Termin: Tja, ist immer schwierig.
Die Frage ist, ob andere Veranstaltungen hier in Kiel sterben und man so einen Termin nimmt.
Sonst besteht natürlich die Gefahr, sich gegenseitig Konkurrenz zu machen und alle haben zu wenig.
Und es ist eine Frage der Jahreszeit, zumindest wenn ich da etwas bestimmtes will (lange / kurze Nächte / Wärme).

Sind viele gute Anregungen / Meinungen hier im Forum, sehr gut.
Offenbar bin ich nicht der einzige Spinner... :D

Holger

frank_x

Salzbuckel

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29

Freitag, 10. Februar 2017, 12:39

Das gute an der Vermessung ist doch, dass man dadurch zumindest ansatzweise den Faktor Boot raus bekommt. Stimmt - das klappt nicht immer ( oder auch nie zu 100%) und es kostet etwas ( wenn auch nicht viel bei ORC-Club ). Aber ist es wirklich so, dass Du da nur im Wettstreit mit Dir selber sein möchtest oder den Faktor "Wettkampf" ganz raus nehmen willst ? Kann ich mir nicht so richtig vorstellen, bzw. kann ich für mich so nicht nachvollziehen.

Selbst beim SR gibt es ja die klasseninternen "Wertungen" - bei den SSCs, Minis, Bentes, X-99, ... und darüber hinaus gibt es zumindest einen Anhaltspunkt, wo die Potentiale der Boote im Shorthanded-Bereich fahren.

---------------------------------

Ich nehme an solchen Veranstaltungen teil weil es Spaß bringt ... Sobald eine Wertung / Rating etc rein kommt, uhi dann bin ich raus.

Meeresfee

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30

Freitag, 10. Februar 2017, 13:07

Der Kurs hat Anspruch und kann durch eine lange Kreuz zehrend sein. Must Bahnmarken sind um Fehmarn neben den äusseren Tonnen Puttgarden die Staberhuk Ost, die Fehmarnsund Ost und die Heil Nord. Fast alle TN werden, wenn sie nicht voll doof sind, so fahren, dass sie nicht im Fehmarnbelt sondern Sund kreuzen müssen. Das sollte bei Tageslicht geschehen. Also ein Start Samstag um 8.00 Uhr wäre ok. Am WE schiessen die auch nicht auf den Plätzen.
Ein Yardstick muss, sonst ist es unfair. Gerade alte Boote wie das von Ginspace haben dann auch noch gute Chance, was zu gewinnen.
Der Charakter muss aber Volkslauf sein. Alle kriegen ein Schirt, alle ne Tüte Kieler Brötchen und fehmarnschen Rapshonig dazu. Steiskals round Knust Race, das wär der Sponsor. Carsten

beautje

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31

Freitag, 10. Februar 2017, 13:41

Es gibt aus meiner Sicht zwei grundsätzliche Ansätze.

Ansatz 1: Regatta, an die ein "abgespeckter" Modus für Fahrtensegler angehängt wird, Modelle gibt es. Akzeptanz in der Zielgruppe so lala. Ein funktionierendes Modell übrigens hier: NRW-Cup Lelystad!!
Ansatz 2: Tour mit sportlichem Charakter, an die sich gern Regattasegler anschließen können.

Wenn Ziel sein soll, die Fahrtensegler hinterm Ofen hervor zu bekommen und ne Nacht über die Ostsee zu schicken, ist aus meiner Sicht Ansatz 2 der geeignete.
Bei Ansatz 1 sind reine Fahrtensegler nicht heimisch, kennen die Gepflogenheiten im Zirkus nicht und fühlen sich somit unwohl.
Da in (fast) jedem Regattasegler aber auch ein Fahrtensegler steckt, hängt er sich möglicherweise gern als willkommene Abwechslung oder Trainingseinheit an Ansatz 2.
Da kann er dann entweder Gas geben oder er lässt es mal locker angehen, ohne dabei sein Gesicht zu verlieren. Das geht auf der Bahn nicht.

Zum Faktor:
Vermessung - und sei es nur ORC Club - ist für viele Fahrtensegler sicher KO-Kriterium. Keine Lust, Zeit, Geld dafür. Bleibt Yardstick - das funktioniert beim Latte-Cup ganz gut (kann ich natürlich gut behaupten).
Yardstick hat aber das gleiche Problem wie jede Formel:
Keiner ist so ganz zufrieden
Die, die vorne segeln und hinten in der Liste stehen, sind viiiel zu schnell geratet, das kann ja kein Mensch raussegeln, schon gar nicht auf so einem unmöglichen Kurs - blablabla.
Die, die vorne in der Liste landen haben so ganz weit hinten im Kopf den Gedanken, dass sie vielleicht vom Rating bevorteilt wurden - sagt nur keiner. Sind mit dem Silber dann auch nur bedingt glücklich.

Ganz ohne Rating macht sich jeder sein Erfolgserlebnis selber.
Treten 4 vergleichbare Regattaboote an sind die schon mal ein Feld für sich. Siehe SR
Die ORC-Jäger können am Ende mit Blick in die Liste ihre Rangliste selber ausrechnen, wenn es sie glücklich macht.
Und dann der große Rest - die eigentliche Zielgruppe - die ohne Rating, Formel, Yardstick.
Die sind froh, den Fiete mit seiner Hansaria345 und dem nagelneuen Groß hinter sich gelassen zu haben, Kuddel haben sie stehen gelassen, weil der Trottel Fehmarn falsch gerundet hat. Ach ja, und der Typ mit dem abgewrackten Charterbomber, der sie versägt hat, der hatte ja auch wirklich Glück, dass da gerade diese Böe... und ich mit meiner alten Genua... und überhaupt hatte der ja auch schon beim Start das Messer zwischen den Zähnen... ich bin da ja sowieso viel lockerer reingegangen.

Ich verspreche Dir - bei der After-Show-Party sind alle viel entspannter (sofern sie schon an Land sind...)

  • »ronja-express« ist der Autor dieses Themas

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32

Freitag, 10. Februar 2017, 13:56

beautje: Ganz viel richtiges, finde ich.

Ich wäre auch für Ansatz 2.

Ich wäre nicht so pessimistisch in Sachen Yardstick.
Da gibt es hier manchmal / eher selten Gemecker.
Bei den entspannteren Wettfahrten eigentlich kaum.
Und die, die meckern, kommen häufig doch wieder. :D

Und mach mir den Kuddel nich' schlecht, der will auch mit. :rolleyes:

Carsten, wir verstehen uns glaube ich.
Genauso stelle ich mir das vor. T-Shirt/Polo hatte ich auch überlegt.
Ich arbeite übrigens quasi bei einem Steiskal-Headquarter nebenan...
Über die Bahnmarken kann man noch mal sinnieren.
Braucht man den frühen Start? Könnte einige abschrecken, oder?

Holger

Meeresfee

Salzbuckel

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33

Freitag, 10. Februar 2017, 14:08

Je eher daran,mje eher davon....die Bahnmarken sind selbsterklärend nach Studium der Seekarten. Sie sind nicht gewählt, um zu gängeln, sondern nur, um Schlimmstes zu verhüten. Die Kreuz im Sund muss Tageslicht haben, viele Tonnen unbeleuchtet, viele Gefahrenstellen neben der Rinne, teilweise Riesensteine 1 m unter Wasser. Es ist wichtig zu sehen, wo man ist. Die Kreuz im Belt ist Mord. Da heult der Strom sooo radikal bis dicht unter Land, das geht gar nicht. 3 kn Strom sind im Belt nicht selten und treten da schon bei wenig Wind auf. Besonders fies Südost.

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34

Freitag, 10. Februar 2017, 14:30

Kuddel haben sie stehen gelassen, weil der Trottel Fehmarn falsch gerundet hat
Hey, jetzt mal nicht persönlich werden ... sonst :zus(10): :schiessen:
;)
Fragt Fritzchen seinen Vater: „Papa,
ist der Stille Ozean den ganzen Tag still?“
:ueberlegen: darauf der Vater: :kopfkratz: „Kannst du mich nichts besseres fragen?“ Sohn: „Ok, woran ist dann das Tote Meer eigentlich gestorben?“ ?(


GiNsPaCe

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35

Freitag, 10. Februar 2017, 14:41

Aber ist es wirklich so, dass Du da nur im Wettstreit mit Dir selber sein möchtest oder den Faktor "Wettkampf" ganz raus nehmen willst ? Kann ich mir nicht so richtig vorstellen, bzw. kann ich für mich so nicht nachvollziehen.

Selbst beim SR gibt es ja die klasseninternen "Wertungen" - bei den SSCs, Minis, Bentes, X-99, ... und darüber hinaus gibt es zumindest einen Anhaltspunkt, wo die Potentiale der Boote im Shorthanded-Bereich fahren.
Ja und nein!
Beim SR wird es sicherlich so sein das ich die anderen Boote ausblenden werde. Da konzentriere ich mich auf mich selbst und auf das "finish"...
Und ja, den Wettkampfgedanken habe ich nicht mehr. Zu Beginn im Opti, Europe und 420er hat es mich angekotzt wie viel Druck aufgebaut wurde und wie die Stimmung auf dem Wasser bei Regatten war... daher habe ich lieber Wettleitung gemacht als Regatta zu segeln. Ich bin eher der Tourer mit sportlichem Touch .... :)
Und ich brauche keine Klasse, dafür habe ich weder das Boot noch die Ambitionen. Selbst wenn ich eine X-99 hätte... es wäre nicht meins!
Ein Yardstick muss, sonst ist es unfair. Gerade alte Boote wie das von Ginspace haben dann auch noch gute Chance, was zu gewinnen.
Den Blumentopf ?( ;)
Ansatz 2: Tour mit sportlichem Charakter, an die sich gern Regattasegler anschließen können.
GENAU!!!

Bei der SAC segelt ja auch Robert mit. Seine Dehler wird sicherlich 2 Tage vor mir auf Anhalt sein :O . Aber er wird da stehen und alle empfangen, und nicht da stehen, "... also nach Rating XYZ bin ich zwar hinter dir, aber ich war erster...." Glaube ich ... ;( DAS Verstehe ich unter einem solchen Event .... Unterschiedliche Boote ohne das gleich jemand seine 12 Mann Crew mit den 41 Segeln auffährt ....

beautje

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36

Freitag, 10. Februar 2017, 15:00

Oh sorry @Kuddel_2611: hatte dich gar nicht namentlich auf dem Zettel. Hätte eigentlich "Fritz" und "Heinz" schreiben sollen, fand Fiete und Kuddel im Norden aber irgendwie passender.

Yardstick ist sicher ein gangbarer Weg, wenn man den Freizeit-Spirit der Veranstaltung klar obenan stellt und Diskussionen über mehr oder weniger Punkte kurz und knapp hält, wie das Hans @Danziger: beim Latte-Cup praktiziert.
Der hat da ein ziemlich simples System zur Anpassung der Yardstickzahlen.
Das ist so ein Format das mir gefällt. Bisschen Regatta, bisschen Tour, nette Leute, abends Bierchen, Grill und Klönschnack.
Sowas in der Ostsee in länger sollte doch auch funktionieren...

Ach ja: Noch ein Aspekt: Lange Strecke - sehr unterschiedliche Boote - Abschlussparty: Was denkt ihr über einen gruppenweisen Känguruh-Start, damit zur Party die meisten wieder da sind? Hat Vorteile, hat auch Nachteile...

37

Freitag, 10. Februar 2017, 15:55

Macht doch gleich eine Serie draus: Immer Rund Fehmarn, einmal ab Kiel, einmal ab Lübeck, einmal ab Kühlungsborn oder Rostock...

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38

Freitag, 10. Februar 2017, 17:30

Fehmarn Challenge
In etwa so ? Start/Zeil vor Wendtorf, ginge auch in der Strander Bucht, dann muß aber das Fahrwasser gekreuzt werden.
Sind 82 Meilen.
»Foo Fighter« hat folgende Datei angehängt:
  • Download (2).jpg (328,77 kB - 31 mal heruntergeladen - zuletzt: 1. Dezember 2018, 08:42)
Gruß Foo

Toby

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39

Freitag, 10. Februar 2017, 18:30

super Idee

Gesendet von meinem SM-G920F mit Tapatalk
8o Eigentlich bin ich ganz anders, nur komme ich so selten dazu 8o

Danziger

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40

Freitag, 10. Februar 2017, 19:36

Wertung ausschließlich Einhand und Doublehand.
Berechnung nach Yardstick.
Nur Preise für erste drei Einhand und für erste drei Doublehand.


Hallo Holger,

wie Du Dir vorstellen kannst, finde ich Regatten immer toll. Aber man muss wissen, wie Beautje es schon formulierte, wer ist Deine Zielgruppe?

1. Regattasegler. Die haben eh schon genug Probleme den vollen Kalender "abzusegeln", Crew zu finden, das Boot auf Level zu halten. Denke diese Zielgrupp wäre nur als DH Rennen zu erreichen. Allerdings sind die schon mit diversen anderen Regatten ganz gut bedient, so ist das wenigstens in NL, hier hat jede größere Regatta eine DH Wertung mit eigenem Kurs. Im Umkreis von 30 Meilen kann ich bis auf Januar und Februar jeden Monat ein DH Rennen hier fahren. Neue DH Angebote werden in NL kaum gebraucht. Einhand ist hier nicht en vogue, warum auch immer. Würde mich allerdings nur ein bisschen reizen, mag Teamarbeit, will mich mit jemanden freuen, bin auch sportlich kein Einzelgänger .

2. Fahrtensegler. Eine, wie ich finde wichtige Gruppe, denn sie ist sehr heterogen und vielfach geprägt von der falschen Idee, Regattasegler tragen Mustobrillen und sind arrogant, ergo Wettbewerb ist doof. im Gegenteil ist es so, dass die große Mehrheit der Regattasegler auch Fahrtensegler sind, sagen wir mind. 80%. Auf typischen "Funregatten" will von denen aber keiner mitfahren will (ich auch nicht), weil dass wenig mit Segelsport zu tun hat (Motor muss am Start mitlaufen, keine bunten Tücher und so...). Da steht exzessiver Biergenuss am Abend im Vordergrund.

Aber wenn die Fahrtenseglerregatta eine Familienragatta ist, Kinder und Großeltern mitkommen, die schwarzen Tücher zu hause bleiben, Einhandsalzbuckel und DH Freunde gleich willkommen sind, kein ORC sondern YS, am besten so modifiziert, dass auch die Crew abgebildet wird, dann kann das bei dem einen oder anderen zu einer willkommen Abwechslung im Kalender werden, sozusagen statt das übliche WE Türchen im Kaffefahrtmodus ein WE Türchen mit sportlicher Auseinandersetzung - ohne Bruch, ohne schlimmen Muskelkater, aber mit Spaß und Party.

Wichtig dabei ist, dass es um Breitensport geht. Silverudder ist kein Breitensport, ORC Regatten auch nicht. Rund-X und andere Regatten, wo keine up'n down sets gefahren werden eher. Kreuzanteil unter 30% zu halten hilft auch, das ist bekanntermaßen die größte sportliche Herausforderung und größte Crewbelastung.

Am Ende ist es wichtig, dass die ersten Plätze nicht automatisch an die "Profis" gehen. Das Handicap muss so geplant werden, dass gut geführte Pärchen Bavarias gut gegen ausgebuffte Regattacrews bestehen können. YS alleine bietet das nicht. Das RC muss jedes Boot einzeln betrachten und einschätzen. Wer sich darüber beklagt, dass seine gepimte YS Kiste 2 Punkte weniger bekommt als der DSV ihm gibt, soll woanders segeln gehen, z.B. es ernst meinen und ORC segeln gehen. Da trifft er dann auf ganz anderen Wind und lernt kleine Brötchen zu backen.

Ok. Finde es wichtig die Breite zu fördern. Über solche Events wie unseren Lattecup wird das Interesse an weiteren Regatten geweckt, evtl. auch solche mit größerem sportlichem Anspruch. Und das ist was der Segelsport unbedingt braucht. Und last but not least, es macht einfach Spaß mit den Kindern minimalhanded ein Regattatürchen zu segeln. Auch das macht Zukunft.



Grüße!

Hans

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