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Florion

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1

Freitag, 21. April 2017, 19:14

Jollenkreuzer Regattatipps gesucht

Hallo zusammen,
ich habe ein Problem. Morgen findet unsere zweite Regatta in dieser Saison statt, und wir haben schon fleißig mit der Ixy geübt, allerdings hat dabei eine der Wanten ihren Dienst quittiert, und die neuen Wanten sind bis morgen nicht da. Ursprünglich wollten wir deshalb auf ein Vereinsboot ausweichen, die sind bis auf eine Jeton allerdings alle belegt, und die Jeton ist im Moment trotz monatelanger, professioneller, aber unvollendeter Reperatur immer noch nicht segelklar. Eigentlich würde ich nun gerne meinen 420 fahren, allerdings macht da erstens mein Kollege nicht mit, und zweitens ist das Segel beschädigt. Das bedeutet nun, dass wir morgen mit meinem Jollenkreuzer mitsegeln werden. Da ich mit diesem allerdings erst bei einer Regatta teilgenommen habe und sich seit dem einiges daran getan hat, möchte ich euch um Tipps bitten, wofür ich alle erdenklichen, möglicherweise relevanten Daten hier mal aufliste:

Zum Boot:
-Typ: Orion 20
-Länge: 6 Meter
-Breite: 2,05 Meter
-Masthöhe: 7,5 Meter
-Tiefgang: 0,3 bis 1,2 Meter mit 80kg schwerem Klappschwert
-Segelfläche: 21qm, bei mir eher 18qm aufgrund kleinerem Vorsegel
-Gewicht: 450-500kg

Trimmeinrichtungen:
-Baumniederholer, vom Cockpit aus verstellbar
-Unterliekstrecker, vom Cockpit aus verstellbar
-Genuaholepunkte lassen sich verstellen
-Anbau vom Vorliekstrecke für das Großsegel ist problemlos möglich
-Stehendes Gut kann vorher eingestellt werden
-Schwert lässt sich ohne Probleme auch während dem Segeln hoch und runter kurbeln

Zum erwartetem Wind (Laut Windfinder):
Erster Regattatag:
17-24 km/h / 3-4 Bft aus 321°
Zweiter Regattatag:
15-20 km/h / 3 Bft aus 331°

Ich wollte eigentlich noch ein Bild mit dem erwartetem Kurs anhängen, allerdings funktioniert das irgendwie nicht so ganz.

Danke schonmal im vorraus,
Flo
Gruß Flo :segeln:

Hier gibts Segel-Videos von mir

2

Freitag, 21. April 2017, 22:23

Gelöscht, irrelevant f. d. Themenersteller.
Moody 31 MkII Kimmkieler zu verkaufen https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anze…55527496-230-14
Moody 31 MkII

.....been there, done that....

Dieser Beitrag wurde bereits 6 mal editiert, zuletzt von »supra« (21. April 2017, 23:26)


Florion

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3

Samstag, 22. April 2017, 10:21

Wenn nichts kommt, habe ich mal eine konkrete Frage: Lohnt es sich den Anker vorne im Kasten zu lassen damit das Heck sich nicht so schnell festsaugt oder ist das doch eher kontraproduktiv?
Gruß Flo :segeln:

Hier gibts Segel-Videos von mir

4

Samstag, 22. April 2017, 10:50

Wirf raus was schwer ist.

Den Gewichtstrimm Macht ihr über die Besatzung. Bedenkt beim Segeln das der jolli nicht so schnell anspringt wie ein 420er Also versuchen so viel fährt wie möglich nach einer wende im Schiff zu haben.
Zwei Pfund Schlick, sind auch ein Kilo Watt.

5

Samstag, 22. April 2017, 12:11

Lohnt es sich den Anker vorne im Kasten zu lassen damit das Heck sich nicht so schnell festsaugt oder ist das doch eher kontraproduktiv?


Wenn der Anker mitmuss, dann eher in der Kajüte lagern (festes Gewicht mittig). Sonst halt trimmen, wie auf dem 420er gelernt.

Eine Idee: Du wirst vermutlich nicht gleich vorneweg und auf Sieg fahren. Also: Zuppel nicht unbedingt an allen Streckern gleichzeitig, sondern nimm Dir immer wieder einen Parameter vor, beobachte, wie er sich auswirkt (vielleicht findest Du ein eingetrimmtes Boot in der Nähe als Sparringpartner), dann den nächsten.

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6

Samstag, 22. April 2017, 12:22

Danke erstmal, den Anker lasse ich an Land. Wir sind gerade am See und haben ca. 4 Windstärken. Soll man da schon bei einer Wettfahrt reffen?
Gruß Flo :segeln:

Hier gibts Segel-Videos von mir

7

Samstag, 22. April 2017, 12:32

Das müsst ihr entscheiden. Ich würde nicht reffen.

Dann lieber mehr auf der Kante kämpfen und mehr Twist geben. Vorm Wind fehlt dir dann die Fläche.

Also Kreuz flach trimmen mit Twist vorm Wind eher niederholer fest um den Twist rauszunhemen.

Cunningham Würde Ich schauen wie der Bauch steht um den nach vorne zu ziehen.

Aber da haben die Regatta cracks sicher bessere Tips
Zwei Pfund Schlick, sind auch ein Kilo Watt.

8

Samstag, 22. April 2017, 15:02

Du hast Dir nie überlegt , wie der Jolli in einer Regatta gesegelt werden muß .
Jetzt ist es zu spät .
Also Segel hoch und los .
Reffen ist was fürs Fahrtensegeln . Bei 4 Bft. fängt der Jolli doch erst richtig an zu laufen .
Kann mir nicht vorstellen , dass auf eurem See durchgehen 4 Bft. stehen . Ohne Reff kommst
Du besser durch die Flautenlöcher . Die Wenden " weich " fahren , ohne Fahrtverlust .
Nicht vergessen : Viel und synchron mit den Schoten arbeiten und gut ausreiten ,um die einfallenden Böen zu nutzen .
Nach der Kreuz solltest Du den Jolli ins gleiten bringen . Das macht auf nem Jolli richtig Spaß .

Überlege nicht zu viel über den Trimm ( weil zu spät ) , lieber über die Taktik !!
Die bringt dich auf kleinen Binnenseen schneller vorwärts .

Florion

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9

Samstag, 22. April 2017, 16:48

Gerefft

So, erster Renntag ist für uns zu Ende. Nachdem wir auf der Startlinie trotz ausreiten und komplett offenen Segeln beinahe gekentert sind, habe ich mich sofort fürs treffen entschieden, was auch gut so war, denn trotz Reff sind wir trotzdem fast ein paar mal gekentert. Morgen sind noch zwei Läufe mit weniger Wind, und ich hoffe dass wir da noch was reißen können, denn gegen die ganzen modernen Trapezjollen hatten wir einfach keine Chance. Naja, wir warten die Rangliste ab. Wir haben schließlich 6 YS mehr als das zweitlangsamste Boot.
Gruß Flo :segeln:

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10

Samstag, 22. April 2017, 17:45

So, erster Renntag ist für uns zu Ende. Nachdem wir auf der Startlinie trotz ausreiten und komplett offenen Segeln beinahe gekentert


Wie kriegt man das hin? Bei "komplett offen" kann eigentlich nichts passieren, es sei denn, der Wind fasst dann doch irgendwie ins Tuch. - Sonst: Habt Ihr einen Traveller (vermutlich nicht, wenn ich die Liste oben lesen). Cunningham improvisieren, dicht ziehen, UL-Strecker auch.

Was für ein Reff habt ihr? Rollreff? Damit bekommst Du kein vernünftiges Profil (zuviel Bauch führt auch zu Krängung) hin, da kommst Du häufig mit Traveller und Streckern weiter.

Viel Glück für morgen.

Florion

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11

Samstag, 22. April 2017, 20:08

Wie wir das geschafft haben? Ganz blöder Fehler: Wir haben die Fockschoten innerhalb der Wanten geführt, um mehr Höhe laufen zu können, was auch ganz gut geklappt hat. Wenn man nun allerdings aufgefiert hat, blieb der Schäkel teilweise an einer der Wanten hängen und die Fock ging nicht weiter auf, wobei sich in der Fock ein gefährlicher Bauch bildete. Den Fehler haben wir dann auch schnell behoben, allerdings ließen wir das Reff drin, da wir trotzdem gut Schräglage hatten welche außerhalb der Skala vom Krängungsmesser lag (also über 45°). Das Segel wird beim Reffen normalerweise um den Baum gerollt, allerdings gab die Regattaleitung gerade als wir mit dem (vorher bei ihr angekündigten und noch nie vorher durchegührten) Reffen begangen das 5-Minuten-Signal, sodass keine Zeit mehr dafür blieb, also drehte ich das nun lose Unterliek einfach irgendwie so, dass es von der Reffleine gehalten wurde. Dafür, dass wir zum allererstem Mal das Boot refften (dann auch noch während dem Segeln) war es eigentlich ganz in Ordnung. Das Profil war wirklich ziemlich schlecht, aber wir kamen immerhin gut vorwärts. Morgen fahren wir aber ohne Reff, da weniger Wind angesagt ist.

Danke für das Daumen-Drücken,
Flo
Gruß Flo :segeln:

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12

Samstag, 22. April 2017, 20:20

Wundert mich doch etwas , denn die Wetterstation Roermond ( das ist die nächstgelegene ) hat lediglich
von 06:00 Uhr bis 07:00 Uhr und von 16:37 bis 17:24 Uhr Spitzenböen der Windstärke 4 gemessen .
Quelle : Windfinder , Ort : Effelder Waldsee , Messwerte .
Davon muß man natürlich noch den Baumbestand und Bewuchs bei Euch am See abziehen .
Sonst war Windstärke 3 oder weniger . Wie konntet Ihr da beinahe kentern ? Habt Ihr denn die Schoten dicht
gezogen und Euch nach Lee gesetzt ? In den Böen muss man schon mal dicht ziehen oder fieren , sonst wird es nichts.

Nach dem Yardsticksystem müßten die Trapezjollen bei Euch auf dem See bereits wieder an der Theke sitzen , bevor
Ihr die Startlinie überfahren habt . Es sei denn , es war ein " Kängurustart " . Ihr habt - nach meiner Kenntnis - eine
Yardstickzahl von 120 . Wenn Ihr normal segelt , dann wird es für die Trapezjollen sehr , sehr schwer , in der Wertung vor Euch
zu sein . Bummeln dürft Ihr dabei natürlich nicht .

Zu Deinem letzten Eintrag : ööhhm .... ja !!
( ..dringendes Besprechungskäffchen .. )

Florion

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13

Samstag, 22. April 2017, 20:37

Wie wir das geschafft haben steht ja in Beitrag 11. In Lee saßen wir aber nicht ;)
Die Trapezjollen YS-mäßig abzuhängen ist teilweise schwer. Erstens haben wir nicht die Original-Genua (s. Profilbild, die richtige geht nochmal höher), zweitens gibt es da eine Crew, die hat ein ziemlich starkes Boot welches sie auch beherrschen, und drittens gibt es gerade an den Tonnen viel zu viele Winddreher, die einem Boot das bei plötzlicher Windstille nicht noch ein Stück weiter schwimmt, das Runden ziemlich vermiesen kann. Wir hatten heute dreimal den Fall, dass der Wind gefühlt immer dann drehte, wenn wir wendeten. Naja, morgen wird nicht gerefft, wir haben ja weniger Wind und den größten Fehler haben wir ja schon behoben.

Zum Besprechungskäffchen: Mit wem? Mit der Regattaleitung? Ich finde ja, dass wir noch zwei drei Minuten mehr hätten bekommen können, zumal wir heute nur mit 5 Booten am Start waren, die auch locker noch was gewartet hätten.
Gruß Flo :segeln:

Hier gibts Segel-Videos von mir

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14

Samstag, 22. April 2017, 21:02

Ich möchte noch hinzufügen, dass 3 Bft untertrieben sind. Unsere älteste Crew hat sogar ein Startverbot bekommen,weil es zu stürmig war. Und die fahren keine Jolle sondern ne Falk! Meiner Meinung nach übertrieben.
Gruß Flo :segeln:

Hier gibts Segel-Videos von mir

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15

Sonntag, 23. April 2017, 20:08

Wir sind leider fünfter - von fünf.
Das liegt in meinen Augen vor allem daran, dass insgesamt vier Läufe angekündigt wurden, zwei gestern, zwei heute. Da nur drei gewertet werden und uns dann nur der sogenannte Streicher gefehlt hätte, sind wir gestern reingefahren. Hätten wir gewusst, dass nur drei stattfinden, hätten wir die Sturmfock gesetzt und weitergesegelt. Heute hieß es dann aber, die Regattaleitung hat noch einen Termin und ein vierter Lauf könne nicht stattfinden - für sowas habe ich absolut kein Verständnis. Bevor man eine Regatta ansetzt sollte man in seinen Terminkalender schauen. Die Dame bekommt jetzt Post von mir, denn ich war nicht der einzige Jugendliche den das gestört hat, sondern alle Mitgefahrenen aus der Jugendabteilung finden das nicht gerade gut. Und da ich nunmal Jugendsprecher bin...
Wer sich für den gesamten Ablauf der Regatta interessiert, kann ihn im Blog nachlesen.
Gruß Flo :segeln:

Hier gibts Segel-Videos von mir

16

Sonntag, 23. April 2017, 20:17

Wir sind leider fünfter - von fünf.
Das liegt in meinen Augen vor allem daran, dass insgesamt vier Läufe angekündigt wurden, zwei gestern, zwei heute. Da nur drei gewertet werden und uns dann nur der sogenannte Streicher gefehlt hätte, sind wir gestern reingefahren. Hätten wir gewusst, dass nur drei stattfinden, hätten wir die Sturmfock gesetzt und weitergesegelt. Heute hieß es dann aber, die Regattaleitung hat noch einen Termin und ein vierter Lauf könne nicht stattfinden - für sowas habe ich absolut kein Verständnis. Bevor man eine Regatta ansetzt sollte man in seinen Terminkalender schauen. Die Dame bekommt jetzt Post von mir, denn ich war nicht der einzige Jugendliche den das gestört hat, sondern alle Mitgefahrenen aus der Jugendabteilung finden das nicht gerade gut. Und da ich nunmal Jugendsprecher bin...
Wer sich für den gesamten Ablauf der Regatta interessiert, kann ihn im Blog nachlesen.
Wo ist der Lerneffekt in Sachen Trimmtechnik ?
Moody 31 MkII Kimmkieler zu verkaufen https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anze…55527496-230-14
Moody 31 MkII

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17

Montag, 24. April 2017, 11:42

insgesamt vier Läufe angekündigt <...> nur drei gewertet werden <...> der sogenannte Streicher <...> gewusst, dass nur drei stattfinden


Mall unabhängig von der Begründung für den Wegfall der 4. Wettfahrt: Es kann immer wieder sein - meist wg. Starkwind oder völliger Flaute -, dass eine Wettfahrt nicht stattfindet. Insofern ist das "Durchhalten" auch eine Art von "Risikomanagement". (Und ein dnf ist immer noch besser als ein dns...)

Sonst sind im - nett geschriebenen - Blog viele Punkte auffällig, an denen Ihr für Mehr-Wind-Situationen arbeiten könnt. Pinnenausleger ist ein Muss, ohne ihn geht Ausreiten nicht. (Meine ersten Regatten habe ich auch noch mit Gabelpinne gesegelt, gruselig...) Die Segel müssen flach getrimmt werden können: Gibt es einen Traveller, ein Cunningham, einen wirksamen UL-Strecker, einen Baumninederholer, kann das Fall ordentlich durchgesetzt werden, kann die Fock vernünftig geschotet werden? (Für Fockschoten innerhalb der Wanten müssen die Holepunkte passend liegen, auch das Segel sollte entsprechend geschnitten sein.)

18

Montag, 24. April 2017, 13:27

Wir sind leider fünfter - von fünf.
Das liegt in meinen Augen vor allem daran, dass insgesamt vier Läufe angekündigt wurden, zwei gestern, zwei heute. Da nur drei gewertet werden und uns dann nur der sogenannte Streicher gefehlt hätte, sind wir gestern reingefahren. Hätten wir gewusst, dass nur drei stattfinden, hätten wir die Sturmfock gesetzt und weitergesegelt. Heute hieß es dann aber, die Regattaleitung hat noch einen Termin und ein vierter Lauf könne nicht stattfinden - für sowas habe ich absolut kein Verständnis. Bevor man eine Regatta ansetzt sollte man in seinen Terminkalender schauen. Die Dame bekommt jetzt Post von mir, denn ich war nicht der einzige Jugendliche den das gestört hat, sondern alle Mitgefahrenen aus der Jugendabteilung finden das nicht gerade gut. Und da ich nunmal Jugendsprecher bin...
Wer sich für den gesamten Ablauf der Regatta interessiert, kann ihn im Blog nachlesen.

Was ist denn das für eine Auffassung von Sportlichkeit? Wenn man bei Hack kneift, und dann verliert, ist das nicht das Verschulden der WF-Leitung. Die, welche die ruppige Wettfahrt durchgestanden haben, liegen zu Recht vor Euch. Wenn 4 WF ausgeschrieben sind, heißt das noch lange nicht, dass die 4 WF auch gesegelt werden. Das heißt nur, dass es keine 5 werden...

Ich weiß nicht, wie das bei Euch so ist, bei uns sind die WF-Leiter Leute, die das in ihrer Freizeit machen. Und die selbst gern mitsegeln würden. Und die Familie haben, oder manche eine kleine Firma, oder sonstwie eingebunden sind. Es sind (jedenfalls bei uns) keine bezahlten Dienstleister. WF-Leiter müssen sich sowieso sehr vieles anhören, was sie alles falsch gemacht haben. Die Startreihenfolge ist grundsätzlich Mist, und die Bahn ist sowieso falsch ausgelegt... Na ja, und jetzt kommt dazu, dass der Favorit auf den Gesamtsieg letzter geworden ist, weil es keine 4 WF gab, und der Favorit bei der 2. gekniffen hat.

Nach meiner Erfahrung ist es übrigens so, dass am So sowieso dann mehr als eine WF gestartet wird, wenn man die noch braucht, um RL-Punkte verteilen zu können. Häufig auch im Interesse der von etwas weiter Anreisenden, die ja auch wieder zurückmüssen.

19

Montag, 24. April 2017, 15:16

In so einem kleinen Verein wie hier beschrieben ,
sind die Boote etwa alle gleich alt und in einem - wie auch immer - fast gleichen Zustand .
Kohlefaser Segel hat keiner und die Rümpfe sind nicht von 2016 . Selbst Ranglistensegler fehlen .
Da wäre es doch für alle ( Teilnehmer und WF-Leitung ) einfacher , wenn man einen Känguru-Start macht .
Dabei segelt jeder sein Rennen und wenn man nicht gewinnt , dann hat man schnell den Schuldigen , denn
man ist es selbst , bzw. die eigene Crew und im schlimmsten Fall das Boot ( wenn der Bademeister nicht schwimmen kann ,
dann liegt das immer an der Badehose ) .

Natürlich ist so eine Clubregatta nicht mit einer Ranglistenregatta zu vergleichen und auch nicht mit einem offshore race .
Gleichwohl sollte man ernsthaft segeln , sonst geht der Charakter eines Rennens verloren .
Dazu zählt auch die Regattaleirung . Ich habe Respekt vor denen , denn die opfern ihre Zeit und schlagen sich mit den Seglern rum .
( wurde hier schon geschrieben )
Gleichwohl muss die Regattaleitung die Fäden in der Hand halten . Ein häufiger Fehler besteht darin , dass am ersten Tag des Rennens
eine Steuermannsbesprechung gemacht wird und dann ist Ruhe . Bei Meisterschaften mag das ok sein , auf Kuchenregatten sollte die RL
an jedem Tag eine Steuermannsbesprechung durchführen . Dann haben alle den aktuellen Kenntnisstand .
Mit dem Knüppel nachträglich auf dir RL einzuprügeln , ist meistens nicht zielführend , denn deren Reaktion kann sein , dass sie den Krämpel
hin schmeißen und dann ist Ruhe .

Habe ich den Willen zu gewinnen ( und den sollte ich haben , sonst wäre ich besser dran , die RL zu unterstützen ) , dann muss ich so viel
Läufe wie möglich segeln . Der Streicher ergibt sich immer .

Zu den 80-jährigen :
Die RL kann Teilnehmer von eienem Rennen ausschließen , wenn technische oder körperliche Mängel erkannt werden . Steht so im Regelwerk .

Zum eigenen Boot :
Wäre ich in der Situation ( Bootswechsel vor dem Start ) , dann hätte ich die letzten 24 Stunden vor dem Start an meiner Kiste gebastelt ,um sie
rennfähig zu machen . Mit einem zusammengebundenem Boot geht man nicht ins Rennen . Es sei denn , ich entscheide mich dazu " Füllmasse " zu sein ,
um die Durchführung einer Regatta nicht zu gefährden . Aber auch dann muss das Boot in Ordnung sein .

Sicherheit :
Wenn ich meine auf meinem Boot Sicherheit herstellen zu müssen , dann ist das meine Sache . Reffe ich kurz vor dem Start und komme später über die
Linie , dann muss ich das hin nehmen . Beim Nächsten klemmt der Lenzer und der Dritte muss noch mal schnell zum Klo .

Ergebnis des Wochenendes : " Wir sollten bei uns noch an einigem arbeiten " .

Florion

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20

Montag, 24. April 2017, 15:46


Was ist denn das für eine Auffassung von Sportlichkeit? Wenn man bei Hack kneift, und dann verliert, ist das nicht das Verschulden der WF-Leitung. Die, welche die ruppige Wettfahrt durchgestanden haben, liegen zu Recht vor Euch. Wenn 4 WF ausgeschrieben sind, heißt das noch lange nicht, dass die 4 WF auch gesegelt werden. Das heißt nur, dass es keine 5 werden...

Wenn in der Einladung steht, wir fahren zwei Läufe am Samstag und zwei am Sonntag, dann stelle ich mich darauf auch ein, denn bisher wurden Läufe nur wegen keinem Wind oder Sturm abgesagt.

Irgendwie verstehen einige hier nicht so ganz, was eine Kenterung für mich bedeutet hätte. Der Schwertkasten wäre hin weil das Schwert reinknallt, der Mast hätte die Funktion des Ankers übernommen (der auch verloren gegangen wäre) und so weiter... Für eine Reparatur würde da ganz schön was zusammenkommen. Dabei sollte man bedenken dass ich gerade mal 15 Jahre alt bin und mein Hobby von meinem Taschengeld finanzieren muss - Für die Allermeisten von euch wäre so ein Schaden nicht so schlimm wie für mich, ihr habt ja schließlich, im Vergleich zu mir, eine Menge Geld.

Ruben, ich finde du hast das ganz gut zusammengefasst. An einen Kängurustart habe ich auch schon gedacht. Könnte vielleicht schwierig werden die anderen davon zu überzeugen, wäre aber sicher möglich.
Vor der Regatta habe ich auch noch leichte Umbauten am Boot vorgenommen (so viele Trimmeinrichtungen ins Cockpit wie möglich).
Meistens geschah das über Umlenkrollen, die ich an irgendwelchen vorhandenen Decksbeschlägen mittels Schäkel befestigte, denn für eine einzige Regatta will ich mir keine Schraublöcher ins Dach hauen.
Gruß Flo :segeln:

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