Sie sind nicht angemeldet.

Werbung

Boote kaufen

Windstärken

Windstärkentabelle

Olaf_P32

Kapitän

Beiträge: 568

Wohnort: Steinhagen

Schiffsname: Irrwisch

Bootstyp: 15m² Jollenkreuzer

Heimathafen: Mardorf

Rufzeichen: Hallo

  • Nachricht senden

21

Montag, 24. April 2017, 16:36

Irgendwie verstehen einige hier nicht so ganz, was eine Kenterung für mich bedeutet hätte. Der Schwertkasten wäre hin weil das Schwert reinknallt, der Mast hätte die Funktion des Ankers übernommen (der auch verloren gegangen wäre) und so weiter... Für eine Reparatur würde da ganz schön was zusammenkommen.
Nu mach mal halblang. Der Schwertkasten ist bei einer Jolle doch nach einer Kenterung nicht hin. Damit das Schwert hinreichend schnell wird musst du in einer irrsinnigen Geschwindigkeit das Boot nach kieloben drehen. Selbst wenn das Wasser dazu tief genug ist, dreht sich ein Boot die letzten 90° eher langsam. Ein krummer Mast ist da schon eher zu befürchten, aber auch selten. Klar, mit einem Jolli zu kentern ist absolut sch....., aber eben auch nicht der Weltuntergang. Hast du denn auch alle schweren Teile anständig befestigt ? Wenn einem bei einer Kenterung der Anker oder die Batterie aus der Backskiste entgegen kommt kann das sehr gefährlich werden.
Ein Leben ohne Boot ist möglich, aber ist es auch lebenswert ?
:wickie:

22

Montag, 24. April 2017, 16:44

Florion, ich segle auch einen Jollenkreuzer. Mit dem Unterschied, dass mein Stahl-Jolli nach dem Kentern wahrscheinlich auch absäuft. Ich habe bei Hack auch schon gekniffen. Wenn man ´ne WF nicht mitsegelt, dann wird´s halt Brühe mit dem Gewinnen.

Dass Du enttäuscht bist über ein schlechtes Abschneiden, das ist verständlich. Die Schuld bei Anderen zu suchen, ist auch irgendwie verständlich. Vielelicht ist die Entscheidung der WL zum Verzicht auf den 4. Start etwas unglücklich, vielleicht hat sie aber auch Gründe, vielleicht war´s auch am schwarzen Brett vermerkt...

Ursächlich für den Mißerfolg war, dass Ihr mental, körperlich und bootstechnisch dem Wetter nicht gewachsen wart. Wenn die Ansage "4 bft" lautet, dann ist auf einem kleinen Binnensee meist richtig Ballett, da die Böen (die dann i.d.R. bis gut 6 gehen) ziemlich überfallartig kommen, und meist mit Drehern. 4 bft im Binennland setzen sich zusammen aus Windloch mit 2, und Böen mit 6. Mittelt sich aus auf 4. Und, nein, es ist KEINE Schande, bei Hack gerefft zu segeln. Machen wir auch, macht auch der erfolgreichste Stahljollifahrer bei uns im Revier. Es ist nur blöd, wenn man das noch nie geübt hat. Vielleicht wär´s ja auch gegangen, nen Ixy-Groß o.Ä. anzuschlagen, statt das Normalgroß mit einem, nach Beschreibung, noch etwas unausgegorenen Bindereff zu einem Sack zu vergewaltigen.

Und dass der Schäkel der Fockschot in den Wanten hängenbleibt, dass DARF nicht passieren.

Auf Deinem Profilbild hast Du ein Vorsegel, was imho nicht zum Boot passt. Das VL zu kurz, und das UL zu lang. Überlappende Segel fährt man normalerweise außen, nicht innen. Innen fahren Jollen mit nicht überlappenden Vorsegeln, wie Pirat und 420er. Da sind die Fockösen fast gleichauf mit den Püttingen, so dass es keine Beeinträchtigung für den Stand des Vorsegels gibt.

Hier siehst Du Bilder einer Starkwindregatta bei uns im Revier: da siehst Du etliche Boote, auch Jollenkreuzer, die gerefft haben, oder mal die Fock weggedreht haben. Wenn man unter harten Bedingungen NICHT refft, bedingt das, ein sehr effektiv zu trimmendes Rigg zu habenn, (und es zu beherrschen). Das ist bei den gezeigten P-Booten mit Radialsegeln so, und bei ein paar R-Booten.

https://get.google.com/albumarchive/1130…_Gsm?source=pwa

holztoeter

Offizier

Beiträge: 221

Schiffsname: withe ghost

Bootstyp: Rommel Sportster

  • Nachricht senden

23

Montag, 24. April 2017, 16:48

Nun kommt mal runter. Erstens können die anderen auch irgendwie segeln, so meine Erfahrung, und zweitens erste Regatta auf dem Boot und das überstürzt weil das andere kaputt ist und dann noch etwas widrige Umstände. Die Lernkurve kann nur steigen und besser letzter im Ziel als erster im Wasser. Betrachtet es einfach olympisch.
Man kann über alles mit mir reden nur Kritik vertrage ich nicht.

Florion

Waldseekapitän

  • »Florion« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 788

Wohnort: Westdeutschland

Schiffsname: FireFly

Bootstyp: Orion 20, 420

Heimathafen: Effelder Waldsee

  • Nachricht senden

24

Montag, 24. April 2017, 17:54

"Normale" Schwerter tun so einem Schwertkasten sicher nichts. Aber ein 80kg schweres Stahlschwert, das unten eine Art flache Bombe besitzt mit der es zuerst aufschlagen würde, dürfte seine Spuren hinterlassen.

Und, nein, es ist KEINE Schande, bei Hack gerefft zu segeln. Machen wir auch, macht auch der erfolgreichste Stahljollifahrer bei uns im Revier. Es ist nur blöd, wenn man das noch nie geübt hat.


Eine Schande ist das natürlich nicht. Die Jollenfraktion wird mich wohl erstmal nicht mehr ernstnehmen, aber das ist mir relativ egal. Hätte ich ein paar Tage vorher gewusst, dass wir mit meinem Boot fahren und es so windig sein wird, hätte ich das Reffen vorher definitiv geübt. Bei 4 Bft und mehr gehe ich nicht raus, wenn kein Motorboot zur Absicherung auf dem See ist. Das liegt aber daran, dass der Wind mich beim Anlegen in die Box reindrückt.

Vielleicht wär´s ja auch gegangen, nen Ixy-Groß o.Ä. anzuschlagen, statt das Normalgroß mit einem, nach Beschreibung, noch etwas unausgegorenen Bindereff zu einem Sack zu vergewaltigen.

Und dass der Schäkel der Fockschot in den Wanten hängenbleibt, dass DARF nicht passieren.

Auf Deinem Profilbild hast Du ein Vorsegel, was imho nicht zum Boot passt. Das VL zu kurz, und das UL zu lang. Überlappende Segel fährt man normalerweise außen, nicht innen. Innen fahren Jollen mit nicht überlappenden Vorsegeln, wie Pirat und 420er. Da sind die Fockösen fast gleichauf mit den Püttingen, so dass es keine Beeinträchtigung für den Stand des Vorsegels gibt.


Das Ixy-Groß wäre eine gute Idee gewesen, hätte aber auch nicht mehr geholfen, denn als wir uns fürs Reff entschieden, kam schon das 5-Minuten-Signal.
Das Vorsegel ist im Moment auch so ne Sache. Ich möchte mir schon länger ein neues kaufen, wobei ich die Idealmaße für die Genua nicht kenne. Ich glaube ich frage da am Besten mal in der Orion-FB-Gruppe nach.
Gruß Flo :segeln:

Hier gibts Segel-Videos von mir

25

Montag, 24. April 2017, 18:40

Flori ,

zu Deiner Bordkasse : Ab zum Grabbelladen ( oder einfach deine Mutter fragen ) und ein Einkaufsnetz besorgen . Kostet max. : 1,20
Dazu ein Stück 4 oder 6 mm Tampen , Länge ca. 60 cm . Liegt immer irgenwo rum kostet : nix
Jetzt der wichtigste Gegenstand , ein ganz normaler , kleiner Ball aus Kunsstoff : 2,50
macht zusammen 3,70 Euronen ( wenn Du den Ball Deinem kleinen Neffen klaust , das Netz Deiner Mutter und das Stück Tampen Deinem
übelsten Gegener) . Jetzt : Ball in das Netz , mit Tampen zubinden , alles dicht an den Schäkel vom Großfall und zusammen mit dem Segel hoch
ziehen . Ergebnis : Solltest Du tatsächlich mal kentern , dann verhindert der Ball , dass das Boot durchkentert . Vorher mit 420er ausprobieren
und staunen , staunen , staunen . Nix mehr mit Mast im Dreck , Schwert im Kasten und Alupeitsche krum .
Während der Regatta gibt es nichts an Bord , was durch die Gegend fliegen kann . Das fliegt von Bord , bevor ich die Leinen los mache .

Zur Fockschot : Bei Dir sollte die Fockschot 8 , max. 10 mm haben . Abschlagen , aus dem Boot beide Enden nach vorne einfädeln . An die Fock
kommt ein Stück Tampen von 4-6 mm . Die beiden Enden des Tampens werden mittels Schotsteg jeweils an die Fockschotenden geknotet .
Vorteil : Der schwere Schäkel kommt weg . Der zieht die Fock bei Flaute nicht mehr runter und haut bei Wind keinem an die Birne .
Bei Wind braucht der Vorschoter nicht immer durch das Boot , weil er wieder mal die Schot verloren hat . Egal wo er die Schot zu packen kriegt ,
er hat immer das richtige Ende in der Hand . Jetzt noch heimlich ab in den Keller , den alten Kassettenrecorder suchen . Die Lieblingskassette von Deinem
Vater raus nehmen , Stücke von ca. 25 cm raus schneiden . Ersatzweise gehen auch Wollstücke , von denen Dir Deine Mutter Socken stricken wollte .
Diese Stücke mit einem kleinen Stück Tape als Trimmfäden ins Segel . Wo genau ?? - siehe google . Kosten ????

Auf meinem Heimatrevier weiß ich bei jeder Windrichtung , wo die Windlöcher sind . Die Mühe habe ich mir schon vor Jahren gemacht .
Also weiß ich auch , durch welche Windlöcher mich meine Bootsmasse durch schiebt . Ich weiß auch , wie lange die Winddreher anhalten und in welche Richtung
sie drehen . Danach entscheide ich in Sekunden , ob ich auffiere oder Wende , um einen Nutzen aus der Böe zu ziehen . Ich halte meinen Blick nicht auf den
Kränkungsmesser , sondern auf das Wasser , um sofort zu sehen , an welcher Stelle die Böe auftritt und wann sie bei mir ist . Also warte ich nicht bis ich
Kränung habe , sondern fiere vorher auf . Bloß keinen Fahrtverlust durch Kränkung und wenn doch , dann ganz schnell mal kurz in den Wind .
Das sind die ERSTEN Überlegungen für die Kreuz . .... und was kostet das ???? - richtig !

So , ab aufs Wasser .... üben ;)

Verwendete Tags

Jollenkreuzer, Regatta, Tipps

Counter:

Gezählt seit: 4. Februar 2014, 08:39, nur eingeloggte Mitglieder
 Zugriffe:   Hits heute: 1 510   Hits gestern: 2 399   Hits Tagesrekord: 5 297   Hits gesamt: 3 183 557   Hits pro Tag: 2 352,45 
 Seitenaufrufe:   Klicks heute: 10 272   Klicks gestern: 15 412   Klicks Tagesrekord: 154 353   Klicks gesamt: 26 869 500   Klicks pro Tag: 19 854,89 

Charterboote

Kontrollzentrum