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421

Montag, 21. Januar 2019, 14:21

Eigentlich nicht, steht alles in der "Yacht", mein Garmin wurde abgerissen und versenkt, mein Code 0 ist beim Schlagen zerbröselt und ein paar Latten gingen in den Bach, meinen Kiel spachtel ich selber und meinen Niederholer spleiße ich auch auf eigene Kosten neu.
Der Rest ist normale Abnutzung in im Gegenzug gab es seeeeehr viele Erfahrungen.

Nur wundere ich mich dass Leute am Schreibtisch oder an Land beurteilen wann etwas für ein Individuum "Grobe Fahrlässigkeit sein soll und daher möchte ich gerne Wissen ob es den Kollegen die teils DEUTLICH heftiger Schäden erlitten haben ähnlich ergeht.

Aber wenn ich eine große XP hätte deren Kiel und Ruder auf den Steinen gelitten hätte oder mir die Carbonpalme von oben gekommen währe und mir dann der Versicherer sagt "zahl den Schaden anteilig selbst" währe ich vermutlich ungehaltener .

Gruß

micha571

Admiral

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422

Montag, 21. Januar 2019, 14:38


Aber wenn ich eine große XP hätte deren Kiel und Ruder auf den Steinen gelitten hätte oder mir die Carbonpalme von oben gekommen währe und mir dann der Versicherer sagt "zahl den Schaden anteilig selbst" währe ich vermutlich ungehaltener .


Mal ganz ehrlich: Dass hier der Einwand der "groben Fahrlässigkeit" von den Versicherern kommt, war doch zu erwarten. Und dafür spielt es doch auch keine Rolle, ob man einen kleinen oder einen großen Schaden abbekommen hat.

423

Montag, 21. Januar 2019, 14:45

Bei mir sind Schäden am Segel durch Wind ausgeschlossen.
Gruß Odysseus

424

Montag, 21. Januar 2019, 17:26

Und das bei einem Segelboot....
Sind bei deinem Auto auch Schäden durch fahren mit dem Verbrennungsmotor ausgeschlossen? ;O))

Wofür gibt es denn Versicherungen wenn der Eintritt des Versicherungsfalles nur noch in Ausnahmen versichert ist??

frank_x

Salzbuckel

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425

Montag, 21. Januar 2019, 17:31

Patrik - das war Ironie ... solltest Du eigentlich zwischen en Zeilen lesen können ...

Zu Deinem Problem - also ich kann mir nicht vorstellen, dass sich Pant. quer stellt, wenn ich in einer Regatta ein teures Segel dermaßen zerlege, dass es den Selbstbehalt sprengt. Aber - auch bei mir hatten sie zuerst das Regattarisiko ausschließen wollen ... natürlich haben sie das gleich auf Anforderung geändert... Ich hoffe aber trotzdem, dass ich keine solchen Schäden produzieren werde ...

Und das bei einem Segelboot....
Sind bei deinem Auto auch Schäden durch fahren mit dem Verbrennungsmotor ausgeschlossen? ;O))

Wofür gibt es denn Versicherungen wenn der Eintritt des Versicherungsfalles nur noch in Ausnahmen versichert ist??

Henning

Salzbuckel

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426

Montag, 21. Januar 2019, 17:33

Zumal die Regatta ja auch von der Wettfahrtsleitung gestartet wurde. Wenn in der Police Wettfahrten inkludiert sind, würde ich auch auf eine Regulierung bestehen.
Versteckt den Rum! :sparrow:


"Das Dumme an Zitaten aus dem Internet ist, dass man nie weiß, ob sie wahr sind."
(Leonardo da Vinci)

da darf man auch schon mal ein bisschen ein mulmiges Gefühl haben während der Nordfriese noch draußen Uno spielt :-)

427

Montag, 21. Januar 2019, 17:34

Mal ganz ehrlich: Dass hier der Einwand der "groben Fahrlässigkeit" von den Versicherern kommt, war doch zu erwarten. Und dafür spielt es doch auch keine Rolle, ob man einen kleinen oder einen großen Schaden abbekommen hat.[/quote]
Mal ganz ehrlich: Dass hier der Einwand der "groben Fahrlässigkeit" von den Versicherern kommt, war doch zu erwarten. Und dafür spielt es doch auch keine Rolle, ob man einen kleinen oder einen großen Schaden abbekommen hat.


Na ja ich hab weder die Betonpfeiler getroffen noch mein Boot auf den Rockies geparkt wegen dem Wetter, Mannschaft und Boot wurden um Fynen gesegelt und die Schäden passierten auch nicht in den heftigsten Boen..
Wo ist denn jetzt die GROBE Fahrlässigkeit ??

Aber wie gesagt ich persönlich würde gerne wissen ob ich vielleicht bei der falschen Versicherung bin...

Grüße

Marinero

Salzbuckel

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428

Montag, 21. Januar 2019, 19:04

Wo ist denn jetzt die GROBE Fahrlässigkeit ??

Haben die dir das nicht begründet?

Ich würd einfach mal tippen "Auslaufen trotz Wettervorhersage mit 30 / 40 (oder noch mehr) Knoten Wind"

429

Montag, 21. Januar 2019, 19:05

Die Gribfiles und die örtliche Metereologin war aber bei 27-max 30 Knoten und ab Nachmittag abnehmend...

Marinero

Salzbuckel

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430

Montag, 21. Januar 2019, 19:15

:nixweiss1:

War nur so ne Idee. Es wird schon unterschieden, ob es dich unterwegs (unverschuldet) trifft oder ob man trotz Kenntnis des Wetterberichts den Hafen verlässt.

micha571

Admiral

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Heimathafen: Greifswald

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431

Montag, 21. Januar 2019, 19:29

Zitat

Wo ist denn jetzt die GROBE Fahrlässigkeit ??

Haben die dir das nicht begründet?

Ich würd einfach mal tippen "Auslaufen trotz Wettervorhersage mit 30 / 40 (oder noch mehr) Knoten Wind"


Grobe Fahrlässigkeit ist juristisch das Außerachtlassen der verkehrserforderlichen Sorgfalt. Also das Nichtbeachten dessen, was in der fraglichen Situation jedem hätte einleuchten müssen.

Bei einer Vorhersage mit Böen um 40kn,
https://www.yacht.de/regatta/news/sturmtief-ueber-fuenen-erzwingt-startverschiebung/a118563.html

dazu einem Kreuzstart, mit viel Strom von hinten, einer engen Brückendurchfahrt direkt nach dem Start im ohnehin engen Svendborgsund, mit Fährverkehr, dazu die Gewissheit, dass alle Starter allein sind und nicht in normaler Schnelligkeit manövrieren können - ich denke da muss jedem Starter klar gewesen sein, dass es Bruch geben kann und wird.
Versteh mich nicht falsch, ich bewundere den Mut derjenigen, die gestartet sind. Aber wer sich dafür entschieden hat, kann nach meiner Meinung nicht verlangen, dass die Versicherung einspringt, wenn’s schiefgeht, und das bewusst eingegangene Risiko auf die Versicherung verlagern. Dass die Versicherung da den Einwand der groben Fahrlässigkeit bringt, ist nicht ganz von der Hand zu weisen.



Gesendet von iPhone mit Tapatalk

432

Montag, 21. Januar 2019, 19:34

@Patrese: Segel sind Verschleissteile. Zählt deine KFZ Versicherung wegen Kavalierstart verschlissene Reifen ?

Gruß Odysseus

433

Montag, 21. Januar 2019, 19:38

Alles schön und gut, ich war ja dabei und bin gesegelt, nur der kausale Zusammenhang fehlt hier, denn wie gesagt sind die Schäden nicht wegen des Auslaufens entstanden oder weil ich mich maßlos überschätzt habe.
Z.B. hat sich die Fockschot einfach mal in der GPS Halterung verhakt und diese abgerissen, hätte auch bei 15 Knoten passieren können.

Vor 2 Jahren hat ein Kandidat seinen Mast an der zu niedrigen Beltbrückendurchfahrt abgestriffen und bezahlt bekommen....Er wollte wohl die ultimative Abkürzung fahren...
Pantaenius hat bezahlt...dazu hätte ICH jetzt eine andere Meinung...

Egal bitte daher nur noch eigene oder tatsächliche Regulierungserfahrungen von 2018.
Bei den ganzen Schäden muß doch noch mehr reguliert worden sein...
G.

wassergenug

Salzbuckel

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Bootstyp: Charter, mOcean

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434

Dienstag, 22. Januar 2019, 08:56

Vor 2 Jahren hat ein Kandidat seinen Mast an der zu niedrigen Beltbrückendurchfahrt abgestriffen und bezahlt bekommen....Er wollte wohl die ultimative Abkürzung fahren...
Pantaenius hat bezahlt...dazu hätte ICH jetzt eine andere Meinung...

Hat er das Geld von Pantaenius nicht gerade an den Dänen weiterreichen können? Normalerweise betrachten sie das Kollidieren mit der Brücke nicht als Kavaliersdelikt, ganz im Gegenteil.

Gruss, Michael
Bekennende flaue Flunder :-)

unregistriert

435

Dienstag, 22. Januar 2019, 09:27

Ich bin ja auch eher überrascht, dass sich solche "Dämlichkeiten" wie zu weit ins Flachwasser (mit umfangreicher Videodokumentation) und an der Brücke geschnippelt – zahlen aber bei ner Lapalie wie nem abgerissenen GPS nen Fass aufmachen.

Aber ich kann zu dem Thema eh nix erhellendes beitragen, kann nur Patreses Unverständnis nachvollziehen.

Marinero

Salzbuckel

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436

Dienstag, 22. Januar 2019, 10:56

Den Mast an einer Brücke abflexen weil man z.B. beim Blick in die Karte gepennt hat ist vielleicht doof, aber diese Doofheit (= Fehler / menschliches Versagen) ist über die Kasko gedeckt.

Sonst würde auch keine PKW-Vollkasko zahlen, wenn ich in mit dem Auto in den Graben bretter, warum auch immer.
Es ist aber etwas anderes wenn ich mit dem Auto bei Schnee auf Sommerreifen in den Graben bretter.


im Glossar bei Pantaenius steht

Zitat

Grobe Fahrlässigkeit
Grob fahrlässig handelt, wer die im Verkehr erforderliche Sorgfalt nach den gesamten Umständen in ungewöhnlich hohem Maß verletzt, einfachste Überlegungen nicht anstellt und/oder unbeachtet lässt, was im gegebenen Fall jedem einleuchten müsste.

btw @Patrese: da steht auch

Zitat

Bei Schadenfällen mit einer Gesamtschadenhöhe von bis zu EUR 10.000 verzichtet der Versicherer auf diesen Einwand.

ugies

Salzbuckel

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437

Dienstag, 22. Januar 2019, 10:59

... mein persönlicher Segelmacher war Leidtragender eines Schadens in fünfstelliger Höhe. Der Schaden wurde durch die gegnerische Versicherung innerhalb kürzester Zeit reguliert, so dass bereits drei Wochen nach dem Ereignis die Reparatur beauftragt werden konnte. Ob die Haftpflichtversicherung ihrerseits den Schadensverursacher in Regress nahm entzieht sich meiner Kenntnis. Möglich wäre es. Möglich Begründungen wurden oben genannt.
SF-Stander gibt es so:
PN oder E-Mail an ugies.
Adresse angeben
Stander kommt per Post mit offener Rechnung.
Überweisung und gut ;).

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »ugies« (22. Januar 2019, 11:55)


438

Dienstag, 22. Januar 2019, 11:53

Grobe Fahrlässigkeit ist juristisch das Außerachtlassen der verkehrserforderlichen Sorgfalt. Also das Nichtbeachten dessen, was in der fraglichen Situation jedem hätte einleuchten müssen.

Nicht ganz richtig: grob ist die Fahrlässigkeit erst dann, wenn die im Verkehr erforderliche Sorgfalt in besonders hohem Maße außer Acht gelassen wird. Häufig wird dafür auch der Begriff "leichtfertig" verwendet.
Ich kann nix zur Regulierung hier oder von Bootsschäden im Allgemeinen beitragen. Ich nehme an, dass diese Fälle so selten und so unterschiedlich sind, dass es schwer sein wird, aussagekräftige Vergleiche anzustellen. Ausgangspunkt einer juristischen Bewertung sind immer die konkreten Umstände des Falles (oder sollten sie sein): Das Aufbrummen oder der Mastbruch des einen kann auch bei viel Wind andere Ursachen gehabt haben als diese Schäden. Es sei denn, man meint, dass quasi jedweder Schaden bei den vorhergesagten Bedingunhen leichtfertig in Kauf genommen wird, weil der besonnene Segler bei einer Vorhersage mehr als 6 Bft nicht mehr ausläuft oder pronto umkehrt.. Würde mich aber wundern, wenn ein quasi Fach-Versicherer hier so argumentieren würde.

Auch dann aber sollte ein Schaden wegen eines Augenblicksversagens noch versichert sein, wenn dieselbe Unachtsamkeit, auch bei anderen Bedingungen den eingetretenen Schaden verursacht hätte.
Das ist nur meine unmaßgebliche Meinung. Entscheidend ist am Ende, ob oder wie sehr die Versicherung den Kunden behalten möchte oder, wenn der Kunde klagt, wie ein Gericht das sieht.

439

Dienstag, 22. Januar 2019, 15:15

... mein persönlicher Segelmacher war Leidtragender eines Schadens in fünfstelliger Höhe. Der Schaden wurde durch die gegnerische Versicherung innerhalb kürzester Zeit reguliert, so dass bereits drei Wochen nach dem Ereignis die Reparatur beauftragt werden konnte. Ob die Haftpflichtversicherung ihrerseits den Schadensverursacher in Regress nahm entzieht sich meiner Kenntnis. Möglich wäre es. Möglich Begründungen wurden oben genannt.


Das war aber glaub ich ein Haftpflichtschaden bei Jens Nickel nach einer Kollision.
Hier geht es um Kasko.

ugies

Salzbuckel

Beiträge: 7 205

Bootstyp: Bootskümmerer

Heimathafen: Kiel

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440

Dienstag, 22. Januar 2019, 16:57

glaub ich ein Haftpflichtschaden
Ich schrieb bereits oben, dass das ein Haftplichtschaden war.
SF-Stander gibt es so:
PN oder E-Mail an ugies.
Adresse angeben
Stander kommt per Post mit offener Rechnung.
Überweisung und gut ;).

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