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Windstärken

Windstärkentabelle

41

Montag, 15. Januar 2018, 13:54

@Disbeliever:
Lateralplan und Masseträgheit ist mit Sicherheit ein Thema. Deshalb ja meine Frage. Wie es bei Jollen funktioniert habe ich ganz grundsätzlich mal von relativ guten Leute gelernt. Also zumindest so, dass es für den gehobenen Hausgebrauch reicht.
Ja, es geht darum das „Beste“ rauszuholen. Und zwar im Durchschnitt bei nem Kielboot. Klar hat jedes Boot seine 100% wo bzw. wie anders. Aber zuverlässige 80% wären doch auch schon gut ;)
Deine Erfahrungen mit den Dickschiffen läuft ziemlich ähnlich. Ich hatte auch mal ne Kreuz mit sehr aktivem Steuerverhalten gesegelt und gefrustet die Konkurrenz davonziehen sehen. Und daraus meine Schlüsse gezogen. Und jetzt wollte ich mal sehen „was da noch geht“, bzw. was andere besser machen ;)

@norbaer:
Einheitsklasse wird es wohl nicht mehr. Und ich bin die letzten Jahre auch nicht mit „monolithischen Crews“ gesegelt. Das Manöverthema will ich deshalb hier mal ausklammern, da müssen zuerst andere „Fehler“ minimiert werden ;D
Außerdem sprengt das hier den Rahmen. Wobei ich mir das mit „Zeit nehmen und Minimalspeed testen“ durchaus im Hinterkopf behalte.
Punkt: 1, 2 habe ich schon mal versucht. Wobei das bei unserem häufig sehr böigem Wetter durchaus ne Herausforderung darstellt. Da ist „Butten“ durchaus sympathischer.
Punkt 3: Any Tips, wer so was anbietet? Wenn ich nach sowas suche, finde ich nur „Segellehrer“, bei deren Track-Record ich zwar vielleicht nicht mithalten, aber auch auch kein Geld für zahlen möchte ;D
Punkt 4: Danke, es muss nicht schnell sein. Eigentlich gehts mir nur darum eine Orientierung für die Ambitionen zu haben ;D

@Xtefan:
Danke. Ja das mit der Konzentration ist wirklich ein Thema und natürlich hat man nie die Crewkonstellation, wo man wirklich „nur steuert“ … zumindest auf meinem Clubniveau ;D Nicht weil die Crew „schlecht“ wäre, sondern, weils die Positionen gar nicht gibt. Hilft nur, dran arbeiten. Mir macht dieses „Konzentrationstraining“ allerdings beim Segeln mehr Spaß als wo anders ;D

@Yachtcoach:
„gut segeln“ ist das Thema. Das ich (ganz passabel) dem Kompass folgen kann und dabei die Wellenbewegungen sinnvoll kompensiere, setze ich voraus. Wobei ich bei Regatten – je nach Situation - eher nach Fäden als nach Kompass segle.

@Bruk:
Das mit dem „Boot verstehen“ ist bestimmt ne feine Sache. Und ob ein Boot „läuft oder nicht“, krieg ich grob auch hin. Aber auffallend ist, dass es Leute gibt, die das besser machen als ich. Und hier soll es darum gehen, mit dem ein oder anderen Tipp auch mal ne Stufe weiterzukommen. Wenn man sich immer nur im eigenen Sud dreht, ist das ja nicht zwangsläufig ne Spirale … und wenn ja, wer sagt einem, dass die nach „oben“ führt?

@Winterfalke:
An den Gegenbauch rantasten? … Laser? ;D
Ehrlich gesagt, kommt bei mir das Bimini runter, sonst bekomme ich Krätze. Aber ich segle auch normalerweise ohne Partnerin. Das reduziert deutlich das Konfliktpotenzial und hilft bei der Zielausrichtung ;D

PS: Keine Diskussion über Rad/Pinne … mach Dich nicht unglücklich! Bringt ja auch nix über die Ergonomie zu diskutieren, wenn man nicht weiß, wie man sein Werkzeug überhaupt optimal einsetzen soll ;D


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Marinero

Kapitän

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Bootstyp: Omega 42

Heimathafen: Marina Minde

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42

Montag, 15. Januar 2018, 13:55

Keine Angst, da springt keiner drauf an

:verstecken:


Mal zurück zum Steuern...
Wollen wir nicht mal wieder eine gepflegte Rad-vs.-Pinne-Diskussion vom Zaun brechen?

Dann lieber das Thema: Wer nicht in jungen Jahren auf der Jolle gelernt hat, wird das niemals wettmachen.

43

Montag, 15. Januar 2018, 13:55

@Meeresfee:
Vielen Dank für Deine Erfahrungen! Maintrimmer/Windspitzen heißt erst Achterstag und zweitens Traveller (wie z.B. beim H-Boot)? Kommuniziert ihr dafür oder arbeitet der Trimmer weitgehend autonom? Oder läuft das so: „Achtung Boe; kann nicht aussteuern, jetzt öffnen, ….“
An das Thema mit den Sollwerten taste ich mich noch ran. Die Theorie und die Praxis sind bekanntlich 2 Welten … und man soll sich ja nicht mit irgendwelchen Listen von den Fäden ablenken lassen. Zudem ist der Speed bei Wellengang durchaus nen ziemlich eratischer Wert. Letztlich läuft das doch dann nur über entsprechend umfangreiche „Durchschnittswerte“? Oder wie macht ihr das?
Also, ehrlich gesagt: Gleiten … habe ich mit Kielboot noch nicht erreicht. Ich versuche schon die Wellen auszusteuern, bzw. das „heruntersurfen“ mitzunehmen … unter Berücksichtigung von Spi. Ob das aber das „optimalste ist“ … keine Ahnung. Das mit dem Reggae teste ich mal ;)

@Tamako:
Zuerst mal … wer hat nen H5000 (Prozessor?) an Bord? Und was hilft mir das, um besser steuern zu lernen? Und davon abgesehen: Mit welchem Sensor erkennt Dein H5000 die anrollende Boe?!
Also, wir können zusammenfassen, dass Dein Autopilot die gemessenen Werte (ganz flott berechnet) und daraus eine optimale „Abwehrstrategie“ entwickelt. Vielleicht erkennt er auch noch ein „Wellenmuster“ und adaptiert das. Mag alles sein. Mehr ist aber nicht drin. Und eine Regatta … gewinne ich damit nur, wenn der Steuermann noch schlechter segeln würde.
Mag vielleicht auch der Grund sein, warum die VOR immer noch nicht vollautomatisch um die Welt gesegelt werden ... also außer im Online-Game.

@Danziger:
Nett formuliert und Rahmenbedingungen gut zusammengefasst. Ein etwas konkreteres „WIE“ wäre aber auch nett gewesen ;D

@Marinero:
Musst Du nicht …
Aber man merkt natürlich schon die unterschiedliche Ausbildung und Ausrichtung der Individuen hier im Forum. Die Spanne ist so weit, dass zum Teil nicht die Problematik an sich erkannt wird.


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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »TrampMuc« (15. Januar 2018, 14:07)


Meeresfee

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44

Montag, 15. Januar 2018, 14:12

Mit gleiten meine ich Surf. Gleitboote sind Kielschiffe sehr selten.
Sollwerte. Kann man dann auswendig.
Die Wichtigsten.
Sperd und Welle, da hilft nur Feeling. Bei glattem Wasser ist Speedo gut, bei viel See zu schwankend. Aber ne Tendenz zeigt es immer.
Spitzen ausgleichen. Ein guter Maintrimmer merkt selbst, wie es am Steuer geht. Er beobachtet Wasser, Steuermann, handelt voraus schauend. Mehr Traveller und Schot als Achterstag.

45

Montag, 15. Januar 2018, 14:26

Keine Angst, da springt keiner drauf an.

Na warten wir es mal ab... :D

@Winterfalke:
An den Gegenbauch rantasten? … Laser?
Ehrlich gesagt, kommt bei mir das Bimini runter, sonst bekomme ich Krätze. Aber ich segle auch normalerweise ohne Partnerin. Das reduziert deutlich das Konfliktpotenzial und hilft bei der Zielausrichtung

Mit dem Laser nicht. Ab so was in der Größe Flying Touring schon. Ist ja auch ne Jolle.
Ja ich weiß... Segeln mit Bimini oben... tut man nicht. :O
Bei 40° im Schatten auf der Adria tut man es aber doch! Erst recht, wenn die Admiralin das zur Bedingung macht. Bei knalliger Sonne den ganzen Tag im Cockpit - Sonnenstich garantiert. Und das ist weder gesund noch lustig.
Ahoi, Mario Falko.

Glück ist kein Ziel, sondern eine Reise.
:segeln:

Tamako

Klabauter

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46

Montag, 15. Januar 2018, 14:30

@TrampMuc: Du beurteilst einen AP Piloten den Du nicht kennst aufgrund von Katalogdaten. Es kommt immer auf die Aufgabenstellung an, wer mit dem VOR (und Crew) oder wie Norbaer/Danziger/..... mit Crew unterwegs ist, steuert sicher selber. Wer alleine z.B. das Silverrudder fährt hat garantiert einen AP an und steuert nur in besonderen Situationen selber.

47

Montag, 15. Januar 2018, 14:37

@TrampMuc: Du beurteilst einen AP Piloten den Du nicht kennst aufgrund von Katalogdaten. Es kommt immer auf die Aufgabenstellung an, wer mit dem VOR (und Crew) oder wie Norbaer/Danziger/..... mit Crew unterwegs ist, steuert sicher selber. Wer alleine z.B. das Silverrudder fährt hat garantiert einen AP an und steuert nur in besonderen Situationen selber.

Nein. Ich beurteile einen AP-Piloten nach Logik und Möglichkeiten welche diesen rein technisch limitieren. Die Kalogdaten kamen übrigens von Dir!

Und das ein AP ne feine Sache ist, wenn ich alleine unterwegs bin und zwangsläufig andere Positionen im Bootshandling übernehme, bzw. mich einfach erhole ... steht doch außer Frage!
Aber genauso steht außer Frage, dass er schlechter segelt als ein (ausgeruhter) guter Steuermann. Marketinggeschwurbel hin oder her.

Ehrlich gesagt ... falls es Dir nicht aufgefallen ist ... habe ich Dich beim letzten Post schon gefragt, in wie fern mir Dein(!) AP dabei hilft, besser zu steuern! ?(

VG


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48

Montag, 15. Januar 2018, 14:46

Und das ein AP ne feine Sache ist, wenn ich alleine unterwegs bin und zwangsläufig andere Positionen im Bootshandling übernehme, bzw. mich einfach erhole ... steht doch außer Frage!

Nicht nur Einhand ist der AP oder PiPi sehr hilfreich beim Manövrieren. Auch so, wenn die Crew entweder in der Pantry :kochen: oder auf dem Vorschiff den Speck :sonne: braun brutzelt. Allerdings hatte ich es nun schon öfter, das der AP bei Seegang die Nerven wegschmeißt. Auf langen Schlägen nervt mich das Geräusch. Da fummel ich lieber noch an der Segelstellung, so dass ich kaum noch nachsteuern muss. ;)
Ahoi, Mario Falko.

Glück ist kein Ziel, sondern eine Reise.
:segeln:

49

Montag, 15. Januar 2018, 14:51


Mit dem Laser nicht. Ab so was in der Größe Flying Touring schon. Ist ja auch ne Jolle.
Ja ich weiß... Segeln mit Bimini oben... tut man nicht. :O
Bei 40° im Schatten auf der Adria tut man es aber doch! Erst recht, wenn die Admiralin das zur Bedingung macht. Bei knalliger Sonne den ganzen Tag im Cockpit - Sonnenstich garantiert. Und das ist weder gesund noch lustig.

Mir sind Deine "erschwerten Bedingungen" durchaus bewusst :D
Segle eher nicht bei 40 Grad ... dafür mit Wind ...

@Winterfalke:
Soll aber nicht darum gehen, diesen Thread unnötig mit Urlaubserfahrungen zu zerschießen! Oder die Vorteile der eigenen (teuren) Steuerelektronik schönzureden.


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Segelalex

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50

Montag, 15. Januar 2018, 15:38

Langkieler sind einfach stumpf und stur aufm Ruder.

Sorry, aber das ist verallgemeinernder Blödsinn. Ich fahre einen Langkieler, habe ordentliche Ruderlager eingebaut und habe am Wind genau zwei Finger an der Pinne nötig und angenehmen, leichten Druck. Und wann sie raumwinds loslaufen will auf der Welle, weiß ich mittlerweile auch ganz gut. Zugegeben: Eine Winner brüllt einem im Vergleich geradezu zu, wenn man die Windkante erreicht hat, aber mit Einfühlungsvermögen geht das auf dem Langkieler. Zudem helfen ja noch die Fäden und der Popometer. Und gerade das macht die Sache doch aus: Dass es eben nicht simpel ist, sondern dass man sich in seinen Untersatz einfühlen muss. Und dafür braucht es, wie geschrieben, viel unverbissene Konzentration.

Wirklich segeln hab ich in Friesland auf Plattbodenschiffen gelernt. Zunächst sehr unklare Rückmeldung mit viel Übung aber durchaus schnell zu fahren. Wenn du dich da rantastetest, dann ist eine moderne Yacht geradezu simpel zu steuern. Natürlich nicht auf internationalem Einheitsklasseniveau, aber für viele Clubregatten kann es mit etwas Übung reichen.

Eine Geschichte zum Thema Steuern: Ich bin viel mit Behinderten Menschen gesegelt. Eben auf solchen PLattbodenschiffen. Ca. 10 Meter lang, Gaffel, Pinne, Seitenschwerter. Eines Tages kam ein Junge mit Downsyndrom an Bord. Er wollte an die Pinne. Klar, kein Thema, das ist Sinn der Sache. Nach ganz kurzer Zeit fuhr er das Schiff zuverlässig an der Windkante und zwar richtig gut. Auch nach diversen Wenden, auch am nächsten Tag. Das ist nicht leicht mit so einem Kahn. Er hatte es drauf. Warum? Er näherte sich dem Thema völlig unverkrmapft und hat einfach das gemacht, was sich am besten anfühlte. Ganz relaxt. Auf tieferen Kursen wollte/konnte er nicht mehr steuern. Aber am Wind gings bestens. Will sagen: Zum steuern verlasse ich mich gerne auf meine Intuition, mein Gefühl. Das zuzulassen, musste ich erst lernen...

Irgendwann lernt man dann den Wind in seinem Revier auch kennen. Klingt eigenartig, aber ich glaube in Friesland die Böen irgendwie lesen zu können. Kann gar nicht sagen wie. Aber bei der Frage: Kurzer Windstoß oder Bö die durchhält liege ich meistens richtig.

Am Ende kommt bei Regatten glaube ich noch ein Faktor hinzu: Man macht sich selbst Druck, glaubt alles perfekt machen zu müssen. Und gerade wenn man zum ertsen mal selbst lenkt, schauen alle ganz genau hin, besonders der Eigner des Schiffes, das man pilotiert. Bei solch einem Druck kann ich nicht steuern, fahre völlige Gurkenkurse. Die relaxtheit hat also offenbar viel mit gutem Steuern zu tun. Musik kann helfen, manchmal nervt es aber auch.

Gruß

Alex
Schatz, es liegt nicht an dir, es liegt am Steg...

51

Montag, 15. Januar 2018, 15:47

Soll aber nicht darum gehen, diesen Thread unnötig mit Urlaubserfahrungen zu zerschießen!

Ging doch um das Steuern von Segelbooten, oder? Das macht man für gewöhnlich als Segler im Urlaub oder Kurzurlaub. ;) Während der Arbeitszeit ist das bei uns leider nicht gestattet. ;( Hab wohl meinen Vertrag nicht gut ausgehandelt. :nixweiss1:
Ahoi, Mario Falko.

Glück ist kein Ziel, sondern eine Reise.
:segeln:

52

Montag, 15. Januar 2018, 16:01

Ging doch um das Steuern von Segelbooten, oder? Das macht man für gewöhnlich als Segler im Urlaub oder Kurzurlaub. ;) Während der Arbeitszeit ist das bei uns leider nicht gestattet. ;( Hab wohl meinen Vertrag nicht gut ausgehandelt. :nixweiss1:

Gerne ... dann aber im Sport- oder Regattamodus! Nicht im Pärchen, Wohlfühlmodus. Das ich das Boot irgendwie sicher von Bucht X in Marina Y bewege ohne das ich im Kreis segle setze ich da mal voraus. Und die Stellung – der Segel – ist weitgehend fix, denn es geht ums steuern – nicht um den Trimm – auch nicht den der eigenen Begleiterin ;)


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53

Montag, 15. Januar 2018, 16:20

es geht ums steuern – nicht um den Trimm – auch nicht den der eigenen Begleiterin

Haaach, wat für ne Steilvorlage...aber... :zu:
Ahoi, Mario Falko.

Glück ist kein Ziel, sondern eine Reise.
:segeln:

Bruk

Offizier

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Wohnort: Flensburg

Bootstyp: Marieholm 32E

Heimathafen: Augustenborg

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54

Montag, 15. Januar 2018, 18:56



Und die Stellung – der Segel – ist weitgehend fix, denn es geht ums steuern – nicht um den Trimm – auch nicht den der eigenen Begleiterin ;)


Wenn ich die Segel fixieren würde, wäre das nicht so gut für die Vorwärtsbewegung. Oft segele ich an modernen Entwürfen mühelos vorbei. Das liegt dann nie am genialen Steuern, sondern nur daran, dass die Segel auf dem anderen Boot fixiert sind, will sagen, meist wesentlich zu dicht gefahren werden. Und Traveller, Unterliekstrecker sowie Cunningham Hole unbeachtet. Kann mich nicht erinnern, jemals in der westlichen Ostsee oder den Belten Trimmeinrichtungen und Schoten länger als 10 Minuten unbeachtet gelassen zu haben. Auch Langkielerfans macht es Spaß, so viel wie möglich aus dem Klassiker rauszuholen. Alles, was jahrelang auf der Rennjolle täglich Brot war, lässt sich auch hier genauso anwenden.

Was das Rudergehen angeht: beim Langkieler ist das Ruder mehr eine Trimmklappe. Gut konstruiert, ist die Pinne filigran wie bei einer Jolle. 2 Finger genügen. Hartes Gegenruder usw. hat unmittelbar eine drastische Fahrteinbuße zur Folge. If-Boote und Marieholms liegen absolut feinfühlig auf dem Ruder. Druck nahezu null. Auch bei großer Krängung.

Langkieler ist heute ein Mythos. Nur wenige der jungen Segler haben je einen ausprobiert. Deshalb wahrscheinlich die häufigen irrigen Annahmen.

Ich empfehle, mal bei Chartership ein IF oder Marieholm 26 für einen Tag zu chartern. Bei dem einen oder anderen ist der Aha-Moment garantiert. :thumb:

Liebe Grüße

Klaus

55

Montag, 15. Januar 2018, 19:24

Wenn ich die Segel fixieren würde, wäre das nicht so gut für die Vorwärtsbewegung. Oft segele ich an modernen Entwürfen mühelos vorbei. Das liegt dann nie am genialen Steuern, sondern nur daran, dass die Segel auf dem anderen Boot fixiert sind, will sagen, meist wesentlich zu dicht gefahren werden. Und Traveller, Unterliekstrecker sowie Cunningham Hole unbeachtet. Kann mich nicht erinnern, jemals in der westlichen Ostsee oder den Belten Trimmeinrichtungen und Schoten länger als 10 Minuten unbeachtet gelassen zu haben. Auch Langkielerfans macht es Spaß, so viel wie möglich aus dem Klassiker rauszuholen. Alles, was jahrelang auf der Rennjolle täglich Brot war, lässt sich auch hier genauso anwenden.

Was das Rudergehen angeht: beim Langkieler ist das Ruder mehr eine Trimmklappe. Gut konstruiert, ist die Pinne filigran wie bei einer Jolle. 2 Finger genügen. Hartes Gegenruder usw. hat unmittelbar eine drastische Fahrteinbuße zur Folge. If-Boote und Marieholms liegen absolut feinfühlig auf dem Ruder. Druck nahezu null. Auch bei großer Krängung.

Langkieler ist heute ein Mythos. Nur wenige der jungen Segler haben je einen ausprobiert. Deshalb wahrscheinlich die häufigen irrigen Annahmen.

Ich empfehle, mal bei Chartership ein IF oder Marieholm 26 für einen Tag zu chartern. Bei dem einen oder anderen ist der Aha-Moment garantiert. :thumb:

Ja. Primär soll es hier ums "Steuern" gehen. Klar häufig muss der Steuermann auch das Großsegel trimmen und gerne auch aktiv steuern. Wir können die "laufende Großsegelanpassung" auch gerne mit aufnehmen. @Meeresfee: hat diesbezüglich ja auch schon Tipps beigesteuert und die beiden (Steuer und Großsegeladjustierung) gehören wohl sinnvoll zusammen bzw. sie können schlecht getrennt werden.

Grundsätzlich bitte jetzt kein Für- und Wider bestimmter Rumpfkonfigurationen. Ich bin selber jahrelang div. Schären gesegelt und kenne auch modernere Konstruktionen mit Profilkielen. Und das Problem des Langkielers ist mir Sicherheit nicht die Kreuz ;-) Aber das kann gerne in einem anderem Thread ausgiebig analysiert werden.

Also gerne weiter mit: Wie steuerst Du das Boot und wie reagierst Du auf Boeneinfall und wie passierst du die Wellen z.B. an der Kreuz. Das man bei längeren Winddrehern wendet ist natürlich klar ... nur die Frage ... woran erkenne ich einen längeren Winddreher (wo sich das Manöver lohnt) wäre eine Diskussion wert ;)


VG


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Bruk

Offizier

Beiträge: 182

Wohnort: Flensburg

Bootstyp: Marieholm 32E

Heimathafen: Augustenborg

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56

Montag, 15. Januar 2018, 20:30

An der Kreuz:

Fällt die Bö ohne vorlichen Dreher aus, kommt ja der scheinbare Wind jetzt raumer. Ich halte den Kurs, fiere die Segel entsprechend auf. Eventuell reagiere ich auch zuallererst mit Traveller weiter nach Lee und Großschot etwas dichter. Belohnt wird das durch mehr Fahrt und geringere Krängung. Ist die Bö sehr ausdauernd, hole ich den Cunningham dichter sowie das Unterliek. Beides bewirkt geringere Krängung und bessere Fahrt voraus. Den Block der Genualeitschiene nehme ich in diesem Fall bei Bedarf (Windbändsel) etwas nach achtern.Bei Durchgang der Welle falle ich gerinfügig ab (merkt man auch am Ruderdruck), danach versuche ich wieder, die alte Höhe zu halten. Niemals bolze ich durch die See. Bei meinem Boot gibt es ein nasses Anzeichen: Fliegt die Gischt in die Plicht, liegt das Boot zu hoch. Etwas abfallen und gut ist. Danach ohne nennenswerte Gischt weiter wie bisher.


Insgesamt ähnelt mein Steuern bei viel Wind meinen Gewohnheiten aus der Gleitjollenzeit: An der Windkante entlang, bringt immer den besten Speed. Vorausgesetzt, man will den Kurs halten.
Gruß

Klaus

P.S. Vielleicht sind Deine Vorstellungen vom guten Steuern zu sehr allein auf das Rudergehen beschränkt. Es ist immer eine komplexe Angelegenheit. Das eine geht nicht ohne das andere. Mit anderen Worten: Will man unter Regattabedingungen steuern, ist man ununterbrochen in Aktion. Ob langer oder kurzer Kiel, ganz egal. Je fauler, desto langsamer.

57

Montag, 15. Januar 2018, 20:51

Vielen Dank. So stelle ich mir das vor :D Werde ich ausprobieren.


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norbaer

Salzbuckel

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Schiffsname: Top Job

Bootstyp: J 111

Heimathafen: Colijnsplaat

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58

Dienstag, 16. Januar 2018, 08:14

An der Kreuz:

Fällt die Bö ohne vorlichen Dreher aus, kommt ja der scheinbare Wind jetzt raumer. Ich halte den Kurs, fiere die Segel entsprechend auf. Eventuell reagiere ich auch zuallererst mit Traveller weiter nach Lee und Großschot etwas dichter. Belohnt wird das durch mehr Fahrt und geringere Krängung. Ist die Bö sehr ausdauernd, hole ich den Cunningham dichter sowie das Unterliek. Beides bewirkt geringere Krängung und bessere Fahrt voraus. Den Block der Genualeitschiene nehme ich in diesem Fall bei Bedarf (Windbändsel) etwas nach achtern.Bei Durchgang der Welle falle ich gerinfügig ab (merkt man auch am Ruderdruck), danach versuche ich wieder, die alte Höhe zu halten. Niemals bolze ich durch die See. Bei meinem Boot gibt es ein nasses Anzeichen: Fliegt die Gischt in die Plicht, liegt das Boot zu hoch. Etwas abfallen und gut ist. Danach ohne nennenswerte Gischt weiter wie bisher.


Insgesamt ähnelt mein Steuern bei viel Wind meinen Gewohnheiten aus der Gleitjollenzeit: An der Windkante entlang, bringt immer den besten Speed. Vorausgesetzt, man will den Kurs halten.
Gruß

Klaus

P.S. Vielleicht sind Deine Vorstellungen vom guten Steuern zu sehr allein auf das Rudergehen beschränkt. Es ist immer eine komplexe Angelegenheit. Das eine geht nicht ohne das andere. Mit anderen Worten: Will man unter Regattabedingungen steuern, ist man ununterbrochen in Aktion. Ob langer oder kurzer Kiel, ganz egal. Je fauler, desto langsamer.


Hmm das sind aber schon sehr spezielle Bedingungen und Methoden die du da beschreibst!?

Bin ich auf der Kreuz nimm ich jeden Lift mit und bleibe beim selben Speed. Denn ich will ja Höhe haben. Bin ich auf einem Anliegekurs trimmt man die Segel nach um den Zuwachs an Wind in Speed umzusetzen.

Bei einer Böe spreche ich von 10-15 Sekunden. Dann ist das Ding durch. Dafür verstelle ich auch keine Holepunkte am Vorsegel. Maximal wird der den Barber fürs Vorsegel vertsellt. Weil den kann der Trimmer von der Hohen Kante aus einstellen. Das Groß wird natürlich permanent getrimmt.

Und zwar bei uns in dieser Reihefolge:
Schot (Feintrimm) permanent
Traveller in Böen
Achterstag bei Windstärkeänderungen von 3-4 kn

Cunningham und Achterholer sind eher Grundsetup für Windstärke und Kurs.


Wellen bei Choppy Konditionen (halben Meter +-) gehen wir einfach durch mit dem scharfen Steven.
Ab ca. 1m wird 2-3° tiefer gesteuert und die Segel bekommen mehr Punch (Tiefe) um auch wiederum dadurch zu knallen.
Ist also sehr Bootsabhängig.
»norbaer« hat folgende Datei angehängt:
  • J111am Start.jpg (216,67 kB - 5 mal heruntergeladen - zuletzt: Gestern, 08:02)

59

Dienstag, 16. Januar 2018, 08:51

Wie auch schon Norbert so habe auch ich mich gefragt, was das soll. An der Kreuz immer zuerst Höhe und die wird mitgenommen - mal abgesehen davon, dass mich die Böe sonst auf die Seite wirft. Da ich meist eher unterbesetzt bin, steure ich das Boot auch oft auf Targetspeed ( per Segeleinstellung / Mindesthöhe ), "Zielkrängung" 20..25 Grad und natürlich Windwinkel - Bändsel aber auch AWA Anzeige, da die Bändsel sowohl bei AWA 25 Grad wie auch AWA 30..35 Grad anliegen. Druck wird nach Möglichkeit durch anluven ausgesteuert.
Trimmänderungen kosten Zeit und Energie ( da z.B. der Platz gewechselt oder die Schot in die Hand genommen werden muss ) Das Achterstag ist hydraulisch - da pumpe/öffne ich nur, wenn der Grundspeed und insbesondere der Vorstagsdurchhang nicht stimmt.

An der Kreuz:

Fällt die Bö ohne vorlichen Dreher aus, kommt ja der scheinbare Wind jetzt raumer. Ich halte den Kurs, fiere die Segel entsprechend auf. Eventuell reagiere ich auch zuallererst mit Traveller weiter nach Lee und Großschot etwas dichter. Belohnt wird das durch mehr Fahrt und geringere Krängung. Ist die Bö sehr ausdauernd, hole ich den Cunningham dichter sowie das Unterliek. Beides bewirkt geringere Krängung und bessere Fahrt voraus. Den Block der Genualeitschiene nehme ich in diesem Fall bei Bedarf (Windbändsel) etwas nach achtern.Bei Durchgang der Welle falle ich gerinfügig ab (merkt man auch am Ruderdruck), danach versuche ich wieder, die alte Höhe zu halten. Niemals bolze ich durch die See. Bei meinem Boot gibt es ein nasses Anzeichen: Fliegt die Gischt in die Plicht, liegt das Boot zu hoch. Etwas abfallen und gut ist. Danach ohne nennenswerte Gischt weiter wie bisher.


Insgesamt ähnelt mein Steuern bei viel Wind meinen Gewohnheiten aus der Gleitjollenzeit: An der Windkante entlang, bringt immer den besten Speed. Vorausgesetzt, man will den Kurs halten.
Gruß

Klaus

P.S. Vielleicht sind Deine Vorstellungen vom guten Steuern zu sehr allein auf das Rudergehen beschränkt. Es ist immer eine komplexe Angelegenheit. Das eine geht nicht ohne das andere. Mit anderen Worten: Will man unter Regattabedingungen steuern, ist man ununterbrochen in Aktion. Ob langer oder kurzer Kiel, ganz egal. Je fauler, desto langsamer.
Rommel 33 zu verkaufen
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »frank_x« (16. Januar 2018, 09:38)


Segelalex

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Heimathafen: Workum

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60

Dienstag, 16. Januar 2018, 09:35

- Bändsel aber auch AWA Anzeige, da die Bändsel sowohl bei AWA 25 Grad wie auch AWA 30..35 Grad anliegen.

Dachte, wenn die Inneren vorne an der Fok beginnen zu steigen, dann bin ich ganz oben an der Windkante. Ist das nicht so? Wenn ich dann weiter anluve, geht der Druck raus.

Gruß

Alex
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