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norbaer

Salzbuckel

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1

Dienstag, 29. Mai 2018, 14:24

J Cup 2018 in Cowes Bericht Teil 1

Als zweites Einheitsklasse Rennwochenende stand dieses Jahr der J cup in Cowes bei uns auf dem Rennprogramm. Das ist ein 3 tägiger Event nur für J Boote in dem natürlich zu größtenteils Einheitsklasse gesegelt wird.
Neben den J 70 waren die J 111 mit 11 Booten die größte Einheitsklasse. Das lag sicher auch daran, das die Beneluxflotte in der wir auch fahren allein mit 5 Booten in den Solent gefahren sind.

Somit war das schon mal eine guter Vergleich wo wir stehen, bevor die Weltmeisterschaft der J111 im August in Breskens (NL) startet.

Neben dem Vorteil, dass die J111 Benelux Boote uns mal mit der „Englischen Flotte“ direkt messen konnten, haben wir den Engländern mal gezeigt: Come on Guys! Das ist kein großes Ding mal vom Solent nach Breskens zu segeln und dort mal ein paar Runden Segeln.
Ich glaube einige J111 von den Engländern haben noch nie den Solent verlassen!? Die haben ja auch alle wichtigen Events direkt vor der Haustür.

Wobei so ein Renn Wochenende / ganze Woche logistisch schon ein wenig Aufwand ist.
Boot hin und zurücksegeln. Nonstop ca. 30-36 Stunden
Material hin und zurückfahren. Bei uns Auto mit Anhänger via Fähre oder Kanaltunnel. Ca. 10-12 Stunden pro Fahrt.
Ferienhaus für die Crew mieten für 8-10 Personen 4-10 Tage (je nach Event)

Donnerstags sind wir abends nach dem die Crew komplett war, (Wir waren nur 7 statt 8) noch mal eine Runde auf den Solent gegangen um Manöver zu trainieren. Wir hatten einen Crewmitglied das noch nicht auf so einem Boot gesegelt ist an Bord. Und der musste erst mal die Manöverabläufe kennenlernen.
Es goss in Strömen bei wenig Wind. Aber jede Stunde auf dem Wasser zählt. Wir sind extra mit den Segeln gefahren die wir am Folgetag nicht brauchen würden. Damit diese nicht Nass und schwer sind bei leichtem Wind.

Freitag: Schönes Wetter und kein Wind! Um 15 Uhr kam die endgültige Absage: Keine Wettfahrten an diesem Tag. Shit! Wir wollen Segeln, dafür machen wir den ganzen Zirkus!

Abends war meine Frau und Ich zum J111 Owners Dinner eingeladen in die ehrwürdigen Hallen der Royal Yacht Squadron.
Immerhin laut Wikipedia: The Royal Yacht Squadron is one of the most prestigious yacht clubs in the world. Und nun fast 203 Jahre alt.

War schon beeindruckend in dem Gebäude. Ein einziges Marine und Yachtmuseum. Die Siegertafeln voller berühmter Namen.

norbaer

Salzbuckel

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2

Dienstag, 29. Mai 2018, 14:30

J Cup 2018 Bericht Teil 2

Samstag endlich Wind! Wir können Racen. Vorhersage 15 Kn zunehmend auf 25 kn!
1. Rennen mittelmäßiger Start aber an der ersten Marke wieder bis auf den 6 Platz nach Vorne gefahren. Downwind zu spät gehalst und wir waren Letzter. Unser Taktiker/Mastmann hat leider 3 über den Durst getrunken und war natürlich nicht voll zu gebrauchen. Und so waren wir total unterbesetzt mit 6,5 Leuten an Bord. Danach haben wir uns wieder auf den 9 Platz nach vorne gefahren.
2. Rennen. Das hat uns der Bowmann versaut. Er hatte die Jib nicht richtig eingefädeln, der Kopf hat sich aus dem Tuff Luff gezogen und bei der ersten Halse hatten wir den Spi und die Genua zusammen gefplochten zu einer Super Sanduhr. Wieder nur 9er von 11.
3. Rennen wir lagen bis mitte Rennen mittig im Feld, als schon wieder der Fuck Up Teufel zuschlug und das Vorliek der Jib sich so im Prefeeder verhederte das sie nicht mehr Vor und zurück ging. Wir mussten, 150-200m über das Downwindgate hinausfahren um den Mist zu beseitigen. Wieder nur 9.
Was ein bescheidener Tag.
Sonntag. Es soll irgendwann Wind geben nur wann??

Zuerst um 11 Uhr raus in den Solent und auf Wind wachten. Zwischendurch kam das Eisboot und verkaufte Eis an die Crews. Der Machte das Geschäft des Monats bei 60 Jachten mit 6-8 Poeple pro Boat.

Dann um ca. 13Uhr Wind aus Ost 8kn! Schön es kann los gehen.
1. Rennen. Wieder nur mittelmäßig gestartet aber erstes Boot an der Upwind Marke. Yes wir können es doch. Downwind auch noch vorne. Leider ein wenig zu früh den Spinnaker eingeholt. Schon war ein Boot wieder vorbei. Letztendlich hatten wir einen Vierten Platz. Das ist Prima und gut für die Moral!
2. Rennen total Kurios! Wir sind nicht optimal in Time und liegen ca. 1,5 Bootlängen hinter der Startlinie beim Startsignal. Und man glaubt es nicht! In dem Moment gibt es einen Winddreher und wir bleiben mit zwei anderen Booten stehen. Während 8 Boote die ca. 20 Meter weiter vorne liegen einfach wegsegeln. Nach ca. 2. Minuten beginnt der der Wind aus der entgegengesetzten Richtung zu wehen. Wir drei hängengebliebenen Boote setzen den Spinnaker und segeln mit Spinnaker in dieselbe Richtung wie die 8 Boote die 300m entfernt noch hoch am Wind kreuzen. Ich hoffe irgendjemand hat das Fotografiert! Es hat etwas gedauert aber die Rennleitung hat sich dann richtigerweise doch dazu entschieden das Rennen abzubrechen.
3. Rennen. Nach dem der Kurs um 180° neu Ausgerichtet wurde. Ging es noch mal auf die Bahn. Wir sind gut gestartet und an der ersten Marke 5 Boot. Dann auf dem Downwind noch einen Platz verloren und kurz vor dem Ziel noch taktisch clever von einem Boot ausgetrickst worden. Das Boot schob sich eine halbe Bootslänge vor uns über die Linie. 7. Platz

Der zweite Tag hat gezeigt wir haben den Speed, verlieren aber noch bei den Manövern einige Meter. Kommen dadurch in taktische Schwierigkeiten. Und die anderen Booten können sich dann vorbeischieben.


Durch den blöden ersten Tag sind wir nur 9. Von 11 geworden.
Insgesamt haben die anderen 4 Benelux Boote sich innerhalb der ersten 5 Plätze gefahren, und das auf dem Solent. Das wird die Engländer ein wenig geschockt haben. Wir währen gerne weiter vorne gewesen um mit zu schocken! :O

Klaus13

Coque au vin Meister

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Wohnort: Seestermühe

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Bootstyp: WINNER 9.00

Heimathafen: 8308 PX Schokkerhaven, Niederlande

Rufzeichen: DJKI2

MMSI: 211674410

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3

Dienstag, 29. Mai 2018, 14:49

Schöner Bericht Norbert,
begeister auch mich als Nochtregattasegler. Der Casus Cnacktus scheint ja immer wieder die Crew zu sein, die zu wenig Zeit hat, "nebenbei" zu trainieren. Das meine ich schon des öfteren aus Deinen Berichten herausgelesen zu haben. Wie machen das denn die andere Beneluxboote?: Die wohnen vermutlich näher am Wasser und haben daher mehr Trainigszeit?

Gruß Klaus
who fails to plan plans to fail

4

Dienstag, 29. Mai 2018, 15:23

Boah,
ich sehe erstmal den Aufwand. Mir reicht die 4-5er Koordination schon; mehr Köpfe müssen es nicht werden.
Sag mal,liest Deine Crew hier eigentlich auch mit? :O


Gruß
Andreas

5

Dienstag, 29. Mai 2018, 16:17

Moin Norbert,

schöner Bericht, schade das es für euch nicht etwas glücklicher gelaufen ist.

Aber was mich hoffen lässt für die Worlds, ihr habt jetzt den Bootsspeed gefunden, auch upwind?! (inkl. Masttrimm?)
Das wäre doch schon mal ein super Fortschritt!!

Das die Manöver teilweise noch nicht so glücklich gelaufen sind ist schade zu lesen und verwundert mich ein wenig...
Ok, der Fuckup am Bow kann leider immer passieren...aber vielleicht lag es auch ein wenig daran, dass ihr schon wieder mit nicht ganz eingespielter Crew unterwegs wart?!

@Quallenschubser:
ja, zumindest ich lese hier mit :-) Bin aber zeitlich bedingt nicht mehr so oft an Bord der Top Job....
...nur schnelles Segeln ist auch richtig schönes Segeln..... denn zwei Boote sind schon eine Regatta :D

norbaer

Salzbuckel

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6

Dienstag, 29. Mai 2018, 17:16

Schöner Bericht Norbert,
begeister auch mich als Nochtregattasegler. Der Casus Cnacktus scheint ja immer wieder die Crew zu sein, die zu wenig Zeit hat, "nebenbei" zu trainieren. Das meine ich schon des öfteren aus Deinen Berichten herausgelesen zu haben. Wie machen das denn die andere Beneluxboote?: Die wohnen vermutlich näher am Wasser und haben daher mehr Trainigszeit?

Gruß Klaus


Ja genau Klaus das ist unser Problem.

Wir haben leider keine konstante Crew, immer zu wenig, und zu wenig Training.
Und mein Budget ist zu klein. ;(

Wir sind ja die größte Einheitsklasse für Up & Down die offizell nur einen Profi (ISAF CAT 3 Segler) an bord haben darf und der Eigner steuern soll!
Aber die Jungs die auf den anderen Booten mitfahren sind zwar offiziell keine Profis oder Semiprofies, aber die bekommen auf die eine oder andere Weise "irgendwas" dafür das Sie auf diesem Boot mitsegeln. Entweder komplette Teamkleidung, Kost und Logie frei, oder pro Segeltag Bares.
All das kann ich mir nicht leisten neben den vielen anderen Kosten die so eine Campagne kostet.

Auf den Benelux Booten steuert kein Eigner mehr selber. Ich habe das nun dieses Jahr auch aufgeben. Nicht das ich mittlerweile nicht gut steuern könnte, aber meine Skills (Viel Kraft, Gewicht und wissen in Boathandling) sind nun als Jib Trimmer insgesamt besser für den Speed. Meine 100kg sind total kontraproduktiv im Heck. Aber auf der Kante ideal.

Viele der Top Boote fahren nun schon jahrelang mit annähernd der gleichen Crew.
Das vermeintlich Beste Boot de Jelvis aus Cowes fährt mit 4-5 Leuten die auch in der Fast 40 Classe mitsegeln. Das ist Vergleichbar wie 2. Bundesliga. (Wenn TP52 1. Liga ist)
Das junge Toptalente die unter 23 Jahre sind und fallen somit aus der CAT3 Regel heraus. Die Segeln jede Woche Training und jedes Wochenende Races.

norbaer

Salzbuckel

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7

Dienstag, 29. Mai 2018, 17:27

Boah,
ich sehe erstmal den Aufwand. Mir reicht die 4-5er Koordination schon; mehr Köpfe müssen es nicht werden.
Sag mal,liest Deine Crew hier eigentlich auch mit? :O


Gruß
Andreas

Boah,
ich sehe erstmal den Aufwand. Mir reicht die 4-5er Koordination schon; mehr Köpfe müssen es nicht werden.
Sag mal,liest Deine Crew hier eigentlich auch mit? :O


Gruß
Andreas


Nein die liest nicht mit, aber solche Dinge werden nach den Rennen offen Komuniziert gerade das Sie nicht wieder vorkommen.

Die Vordecks Fuckups sind eine Mischung aus zu kleiner Manschaft und neue Position.
Unser Tacticus hat am zweiten Tag vieles wieder ausgeglichen und echt gute Calls gegeben.

Moin Norbert,

schöner Bericht, schade das es für euch nicht etwas glücklicher gelaufen ist.

Aber was mich hoffen lässt für die Worlds, ihr habt jetzt den Bootsspeed gefunden, auch upwind?! (inkl. Masttrimm?)
Das wäre doch schon mal ein super Fortschritt!!

Das die Manöver teilweise noch nicht so glücklich gelaufen sind ist schade zu lesen und verwundert mich ein wenig...
Ok, der Fuckup am Bow kann leider immer passieren...aber vielleicht lag es auch ein wenig daran, dass ihr schon wieder mit nicht ganz eingespielter Crew unterwegs wart?!

@Quallenschubser:
ja, zumindest ich lese hier mit :-) Bin aber zeitlich bedingt nicht mehr so oft an Bord der Top Job....


Ja für den Mastrimm haben wir beim letzten Training Schützenhilfe von zwei Jungs von der Swenny bekommen. Die haben sich unseren Mast und die Settings mal genau angesehen. Die haben mir / uns Dinge gezeigt die ich nie gesehen hätte.
Das Ding wird jetzt viel Systematischer eingestellt. Bzw. Alle Settings vom Trimm werden nun aufgeschrieben in eine große Exceltabelle um eine Datenbank zubekommen was gut ist oder was schlecht ist.

Und wir haben ja nach van Uden Regatta beinahe alle Positionen verändert.

Paul b

Salzbuckel

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Wohnort: linker Niederrhein

Schiffsname: Generation X

Bootstyp: Comet 1050

Heimathafen: Stavoren Buiten Marina

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8

Mittwoch, 30. Mai 2018, 07:41

Hey Norbert, schade das es bei all dem Aufwand nicht ganz so toll gelaufen ist. 3 über den Durst trinken und das Team hängen lassen, geht gar nicht. Ich hoffe, ihr habt dem Knaben mal ordentlich den Kopf im Hafenbecken gewaschen!

Ansonsten liest es sich so als hättet ihr ordentliches Boatspeed, aber wegen der wechselnden Crews Manöverprobleme. Ich finde es riesig, dass du trotz kleinem Budget, was sicherlich auch schon ordentlich ist, dich nicht entmutigen lässt!
Eine feste Crew, die an allen Terminen kann und Trainings fährt ist der Schlüssel zum Erfolg, aber woran liegt es, dass du keine feste Crew unbezahlte zusammen bekommst? Sind die Segler in dem Bereich zu materialistisch, ist es zu viel zeitlicher Aufwand? Wenn ich mich richtig erinnere, gab es das Problem ja auch schon letzten Saison in Teilen.

Als Andy mir seinen Sommer Race Kalender vor etwa 6 Wochen geschickt hat, habe ich mich zwar gefreut, aber aus Gründen der mangelnden Zeit, da ich nicht an allen Terminen teilnehmen kann, abgesagt. Und von Trainings stand noch gar nichts drauf.
:fb: Mitsegeln?
:fb: Mitfahren?

9

Mittwoch, 30. Mai 2018, 07:52

Ja für den Mastrimm haben wir beim letzten Training Schützenhilfe von zwei Jungs von der Swenny bekommen. Die haben sich unseren Mast und die Settings mal genau angesehen. Die haben mir / uns Dinge gezeigt die ich nie gesehen hätte.
Das Ding wird jetzt viel Systematischer eingestellt. Bzw. Alle Settings vom Trimm werden nun aufgeschrieben in eine große Exceltabelle um eine Datenbank zubekommen was gut ist oder was schlecht ist.

Und wir haben ja nach van Uden Regatta beinahe alle Positionen verändert.



Na das klingt doch aber schon mal gut, wenn jetzt das Grundgerüst mit Masttrimm und Speed schon mal steht, wird sich der Rest auch noch geben!
Für die Worlds bin ich da eigentlich ganz zuversichtlich, dass es bezüglich Manöver ganz gut klappen wird (hoffe ich :D ). Was ist denn mit eurem Taktiker, fährt der jetzt immer mit/auch die Worlds?
Das war ja auch noch eine wichtige Schlüsselposition...

LG Andy
...nur schnelles Segeln ist auch richtig schönes Segeln..... denn zwei Boote sind schon eine Regatta :D

frank_x

Lotse

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Bootstyp: Rommel 33 / Pogo 40

Heimathafen: Berlin

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10

Mittwoch, 30. Mai 2018, 08:11

Die Wahrheit tut weh oder anders gesagt, man sollte seinen Platz in solchen Feldern (ein)schätzen und auch annehmen können. Ansonsten fehlt einem einfach irgendwann die Motivation da überhaupt noch hinein investieren zu wollen. Toll, dass Du das überhaupt auf relativ hohem Niveau machst. Ich gewinne zwar auch gern /smile/ aber ... der Spaß am Tun kommt immer zuerst und das Resultat passiert dann einfach. Dazu kommt, dass ich versuche das Crewproblem nahezu komplett zu umgehen. Geht auf Eurem Dampfer und den gewählten Rennen nicht - ist aber für mich ein Ausweg um die Koordination von Crewtrainings zu vermeiden - von Kostenersparnis ganz zu schweigen ...

Zum Thema Top-Crew - Da gibt es 2+ Philosophien : Suche Dir einen Pool von jungen ( oder nicht ganz so jungen ) Leuten zusammen, die super gern segeln, plane einige recht volle Saisons ( 1..2 Wassertage +/ Woche im Schnitt ) mit echten Highlights ( WMs / EMs / Langstrecke / ... ) und arbeite sie auf den jeweiligen Positionen richtig ein. Zumindest für Manöver werdet ihr richtig gut. Ein Beispiel dafür ist für mich die Tutima-Crew.

Oder suche Dir sehr erfahrene Allrounder ( in Frankreich und England gern möglichst Solo / DH-Segler ) denen Du ein interessantes "Eventpackage" zusammen stellst - die Leute können ja auch woanders segeln - das spart Training und bringt neue Aspekte - kostet aber u.U. etwas mehr - wenn nicht in Form von direkter oder indirekter Bezahlung dann sicher in Form von Motivation und Material ( die Leute wollen dann ja auch eine Chance auf den Sieg haben ... )

So oder so - einfach ist es sicher nicht und die " ... 3 über den Durst ... " muss man dann eben auch akzeptieren, ja sogar mit Humor nehmen. Wenn derjenige sich das - wie der Liverpool-Torhüter - dann so zu Herzen nimmt, dass ihm das nicht mehr passiert ... dann hatte es vlt. sogar einen positiven Effekt ...

11

Mittwoch, 30. Mai 2018, 08:51

Hallo Norbert,
Hut ab vor dem Aufwand, Danke für den Bericht! Nimm es mit Humor sonst geht der Spass verloren.
Das Training muss sein auch wenn es nur ein Nachmittag ist, eine Crewbildung dauert halt. Jeder muss seinen Platz und seine Handgriffe finden, Routine muss sich einstellen.
Vielleicht mal eine Action Cam mitlaufen lassen, dort sieht man dann wo es hängt.
Dann Systematisch die größten Fehler ausmerzen.

Gruß Andreas

norbaer

Salzbuckel

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Schiffsname: Top Job

Bootstyp: J 111

Heimathafen: Colijnsplaat

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12

Mittwoch, 30. Mai 2018, 09:20

Na ja das Hauptproblem mit der Crew ist:

Wir hatten mit der Corecrew von 6 Leuten das Programm 2018 im letzten Herbst durchgesprochen.
So weit so gut!

Dann bricht sich unser Mastmann so kompliziert den Arm das er die ganze Saison ausfällt.
Und unser Allrounder und Boatcapitän wird von seinem Arbeitgeber ins Ausland geschickt und hat so grade hinbekommen die Hauptregatten mitzusegeln. Aber halt keine Trainings und nicht die Tagesregatten.

Schon waren wir plötzlich Ende Januar nur noch noch zu viert. Und zu dem Zeitpunkt sind viele gute Segler schon in Campagnen auf anderen Booten "eingebunden". Und die Events laufen oft parallel.

Und viele die sich melden und wollen mal auf einer J111 mitsegeln, fehlt einfach die Vorstellung auf welchem sportlichen Niveau da schon gesegelt wird.

Ich denke du wirst es wissen aber nur mal so für die Mitleser: So ein Spinnakermanöver inklusive Vorsegelsetzen oder bergen dauert rund 20-25 Sekunden. Und dafür muss jeder Handgriff der 7-8 Leute im Sekundentakt sitzen.

Hier mal ein Filmchen zum J Cup. Wir sind 6 Sekunden lang zu sehen bei einem Spinnakerdrop. (5:57 bis 6:03 Minute) Da bekommt man kurz einen Eindruck wie schnell die 130m² Spinnaker weggeholt werden. Auch wenn das Video in doppelter Geschwindigkeit läuft.

J Cup 2018 Dronen Video

Erlkönig9-5

Proviantmeister

Beiträge: 313

Schiffsname: Wilde 13

Bootstyp: Rommel Speedster Competition

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13

Mittwoch, 30. Mai 2018, 10:01

Moin Norbert,

ich lese immer aufmerksam und gerne deine Berichte. Toll was ihr auf die Beine stellt.
Das Niveau ist hoch und ihr lasst euch nicht entmutigen oder abschütteln. Prima!
Ich drücke dir fest die Daumen, dass ihr ein glückliches Händchen bezüglich Mannschaft und Manöver habt.
Lasse uns ruhig an deinem Wissenszuwachs teilhaben, Trimm, Bootsbeherrschung und Manöverabläufe interessieren mich und viele andere hier.
Toi, toi, toi bei euren nächsten Auftritten.

Handbreit, Ansgar

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