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1

Sonntag, 10. März 2019, 12:03

Yardstick 2019 - wie geht Ihr im Verein damit um

Die Yardstickzahlen 2019 sind veröffentlicht worden.
Wenn ich mir die Zahlen bei uns im Verein ansehe, dann gibt es Abweichungen zu den gemeldeten Zahlen. Die Abweichungen gehen z.T. über die Korrekturen für Faltpropeller o.ä. hinaus.

Wie geht Ihr in Euren Vereinen mit den Veränderungen der Yardstick Zahlen um - für die Mittwochsregatten?
Korrigiert Ihr auf die DSV Liste?
Macht Ihr das über die Wettfahrtleitung oder habt Ihr eine Yardstickkomission o.ä.?

Wie gehen die Regattateilnehmer damit um, scheiden sie frustriert aus oder nehmen sie Veränderungen zu ihrem Ungunsten als Herausforderung auf?

Grundsätzlich wären mehr Teilnehmer das Ziel - nicht weniger.
Jan

2

Sonntag, 10. März 2019, 12:36

In der Regel gibt es ja lokale Listen von den Landesseglervverbänden oder auf noch feingranularer Ebene, in der ggf. revierspezifische Abweichungen (z.B. bei typischen Leichtwindrevieren) oder individuelle Boote festgelegt werden. Eine lokale Wettfahrtleitung kann sicherlich nochmal davon abweichen, das muss aber im Vorfeld kommuniziert werden.

Auf Grund einer einmaligen "falschen" YS-Zahl wird niemand das Regattasegeln aufhören, aber es könnte der Tropfen sein, welcher... Das hängt dann vom Event und von den Leuten ab. Eine YS-Regatta zum gemeinsamen Spanferkelessen als Eventziel und 20€ Startgeld inkl. Freibier verkraftet sicherlich schon mal eine fragwürdige YS-Vergabe als eine Landesmeisterschaft mit 50€+ Startgeld.

norbaer

Salzbuckel

Beiträge: 4 264

Schiffsname: Top Job

Bootstyp: J 111

Heimathafen: Colijnsplaat

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3

Sonntag, 10. März 2019, 13:04

Das Rating für sein Boot nimmt man wie ein Mann!

Leute die darüber immer Jammern und darum nicht mehr mitsegeln möchten kann mann so wie so vergessen.
Sollen sich die Jammerlappen ein ORC Club Rating für 70 € geben lassen und dann sehen Sie ob sie segeln können.

Es liegt meiner Meinung in 9 von 10 Fällen an der Skipper und Crew und nicht am Rating. Thats the nacked truth.

.... und weil es nicht am Boot liegt lande ich auch nur im vorderen Mittelfeld und nicht ganz vorne.

horstj

Lotse

Beiträge: 1 780

Wohnort: D - Meer - Berge = Münster

Bootstyp: Jeanneau Microsail

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4

Sonntag, 10. März 2019, 13:43

Jaja. Viel Spass..... :D





im Ernst: unterhalb einer Revierkomission würde ich mir die Diskussion nicht antun. Die DSV Yardsticks bevorteilen auf Binnenrevieren kleine kurze Boote natürlich sehr, da es dort dann keine nennenswerten Wellen gibt.
Die Landesseglerverbände halten sich zu Recht aus der Diskussion raus.
Wenn Du auf vereinsebene Yardsticks anpassen willst, was sachlich sehr viel Sinn machen kann, geht das nur über ein Konsensverfahren (mit Eignern/allen Clubmitgliedern). Denn es gibt keine Möglichkeit innerhalb des Yardsticksystems empirische Ergebnisse zu sammeln (bspw. gleiches Boot mit wechselnden Crews).
Bootslog und Refitblog Jeanneau Microsail https://microsail.wordpress.com/

5

Sonntag, 10. März 2019, 14:17


Die Landesseglerverbände halten sich zu Recht aus der Diskussion raus.


Sorry, war meine Stadtstaatenerfahrung.* Die Welt ist größer, ok:-)

*: Da gibt es unterhalb der Landesverbände nix mehr.

Denn es gibt keine Möglichkeit innerhalb des Yardsticksystems empirische Ergebnisse zu sammeln (bspw. gleiches Boot mit wechselnden Crews)


Hmm, Yardstick ist ja ein empirisches System, und wenn der Bootstyp x mit verschiedenen Crews immer vorne liegt, dann kann das durchaus am Boot liegen und der Wert wird angepasst. Die Listen weisen ja auch immer die jährlichen Unterschiede aus. Über einen längeren Zeitraum kann man es auch beobachten, wenn Boote im Revier (!) verkauft oder tatsächlich mal Crews getauscht werden oder sich die Crew x das Boot y ausleiht. Aber eine systematische "Testreihe" gibt es da in er Regel nicht, richtig.

6

Sonntag, 10. März 2019, 14:26

https://www.merkur.de/leben/karriere/rae…zr-8679488.html
(kein wirklich neues Rätsel)

Wenn zwei der Ansicht sind, jeder hätte die ungerechtere YS-Zahl, gibt es eine einfache Methode dies zu klären:
"Tauscht eure Boote für die nächste Regatta."

horstj

Lotse

Beiträge: 1 780

Wohnort: D - Meer - Berge = Münster

Bootstyp: Jeanneau Microsail

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7

Sonntag, 10. März 2019, 15:06



Denn es gibt keine Möglichkeit innerhalb des Yardsticksystems empirische Ergebnisse zu sammeln (bspw. gleiches Boot mit wechselnden Crews)


Hmm, Yardstick ist ja ein empirisches System, und wenn der Bootstyp x mit verschiedenen Crews immer vorne liegt, dann kann das durchaus am Boot liegen und der Wert wird angepasst. Die Listen weisen ja auch immer die jährlichen Unterschiede aus. Über einen längeren Zeitraum kann man es auch beobachten, wenn Boote im Revier (!) verkauft oder tatsächlich mal Crews getauscht werden oder sich die Crew x das Boot y ausleiht. Aber eine systematische "Testreihe" gibt es da in er Regel nicht, richtig.



Das war von mir missverständlich formuliert: ich wollte sagen, innerhalb eines Vereins oder auch kleinen Revieres hat man in der Regel keine Möglichkeit, diese Vergleichsdaten einzufahren.
Bootslog und Refitblog Jeanneau Microsail https://microsail.wordpress.com/

8

Sonntag, 10. März 2019, 15:12

Ja, das ist richtig. Manchmal gibt es in einem Verein eine kleine Flotte ähnlicher Boote, aber meist sind das dann Klassenboote, die schon einen (halbwegs) bewährten YS haben (Pirat, 420, ...). Hier oben gibt es auch manchmal Kleinserien, da haben ein paar Leute identische Schiffe gebaut, Aber da weiß man auch recht gut, wer schneller segeln kann und wer nicht....2 oder 3 Saisons, dann passt das eigentlich.

9

Montag, 11. März 2019, 22:16

Moin,

"unsere" lokale YS-Liste enthält Sonderlinge, Einzelbauten, modifizierte Schiffe. Also kein Konfliktpotenzial mit der DSV YS-Liste.

Gruß
Andreas

10

Donnerstag, 14. März 2019, 16:44

Mal direkt geantwortet knallhart DSV ;( , Jammerlappen können Zuhause bleiben.
Ich bin da auch ein wenig angenerft jeden Winter die gleiche Diskussion.
Habe schon über orc Vermessung nach gedacht. Eine echte Erholung im Jahr ist dann das Blaue Band vom Strelasund, vergütungsfrei. :D
Gruß Andreas

11

Donnerstag, 14. März 2019, 17:41


Habe schon über orc Vermessung nach gedacht.


Ja, für die regattaorientierten Segler. Für die Vereinsregatta - sofern man da ausgleichen möchte - kann man durchaus YS anwenden und ggf. auch etwas adaptieren, für den Blech-Piraten, das Folke mit Dschunkenrigg, die Wibo mit Klüver und Gallionsfigur, die Waarschip mit Starboot-Rigg, den Zugvogel mit Trapez, den IOR-Half mit einem verlängerten Mast, den Seefahrtkreuzer, dessen morsches Heck man abgesägt hat und daher auch das Groß-UL verkürzen musste, oder was auch immer. Das ist dann immer noch eine Regatta, aber man dar sie dann nicht ernster nehmen, als sie ist.

Das ist dann immer noch besser, als die Seawanhaka-Formel, nach der ich meine erste Vereinsregatta fuhr. Die Hälfte der Boote waren damals solche Freaks, ähnlich wie oben beschrieben (wobei es das Dschunken-Folke nicht bei uns im Revier gab.) Heute tauchen solche Boote kaum noch (unter Segel) bei einer Vereinsregatta auf.

Aber wer mit der systembedingten Ungerechtigkeit bei Yardstick nicht klarkommt, soll sich eine andere systembedingte Ungerechtigkeit aussuchen. Oder er darf keine Regatta mehr fahren. Auch in Einheitsklassen sind die Boote nicht identisch und auch beim Laser haben nicht alle das Geld, immer neuwertige Segel dabei zu haben.

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12

Donnerstag, 14. März 2019, 19:57

Das Problem von Yardstick ist, dass es entweder eine gewisse charakterliche Reife von allen beteiligten erfordert,
oder es wird eben mit extrem wenig seglerischem Ehrgeiz genutzt.
Wer Minderwertigkeitskomplexe oder Geltungsdrang o.ä. mitbringt zur Wettfahrt, kann den Spaß für alle kaputtmachen.

Einerseits müssen die Leute, die die Werte pflegen, ihren Job gut und korrekt machen.
Weil die 1%-Schritte ja nicht sehr präzise sind.
Also muss man sich da schon mal Mühe geben.

Und andererseits dürfen die Segler auf den Yardstickregatten nicht immer so tun,
als wenn sie internationale Weltmeisterschaften mitsegeln.
Der Ehrgeiz sollte dem Können da möglichst nicht vorauseilen.

Gut finde ich ja wenn das System tatsächlich ganz beweglich bleibt und man im Zweifelsfalls jedes Jahr die Werte anpasst.
Auch auf individuelle Boote bezogen.

Holger

13

Donnerstag, 14. März 2019, 20:24

Nicht das ihr mich falsch versteht, ich stehe zu meinem Yardstickzahl fahre genau DSV Vorgabe. Mich nerven nur die Segler die irgendwelche Yardstickwerte aus den Revierlisten z.B. Bodensee, auch an der Küste haben wollen. Am besten ist sowieso Einheitsklasse Express, keine Diskussionen...
Gruß Andreas

14

Donnerstag, 14. März 2019, 20:53

Volle Zustimmung, vielleicht sogar zu beidem:-)

scalar

Kapitänin

Beiträge: 771

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Im Marktplatz: 1

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15

Donnerstag, 14. März 2019, 21:02

Also wir finden die DSV Yardstickliste cool, in skandinavischen Lys Listen werden wird unser Boot 4-5 Yardstickpunkte schneller bewertet, mal schauen wie das bei den Regatten ausschaut, aber wir lernen ja noch (aber ein bisschen Polster haben wir ja schon einmal)

Zitat

Lieber in der Hölle regieren als im Himmel dienen.

-John Milton-

16

Freitag, 15. März 2019, 09:51

Wer Minderwertigkeitskomplexe oder Geltungsdrang o.ä. mitbringt zur Wettfahrt, kann den Spaß für alle kaputtmachen.
Die Frickler, Optimierer, Schiff-Pimperer, die dann trotzdem mit Werten für Serienschiffe antreten wollen.
Diese und Exoten/Einzelbauten stehen in unserer Revierliste. Originalschiffe fahren nachTabelle und darum gibt es hier eigentlich auch keine Scherereien.
Es sind die Exoten, die Stress bereiten. Ich denke, es kommt dabei auch etwas auf Kompetenz und Durchsetzungsfähigkeit der jeweiligen Revierkommissionen an.
Da sind wir in HH gerade recht gut dran.


Es gibt zudem durchaus Sportsgeist auf den Bahnen: ich kenne mindestens zwei Crews, die freiwillig mit niedrigeren Werten fahren als sie lt. Tabelle müssten*).
Ich habe aber noch nicht nachgeschaut, welche Konsequenzen das auf diesen Revieren für das Rating von Gegnern aus der gleichen Bootsklasse hat :D


Gruß
Andreas


*) Nennen wir es One Design-Bonus: wer regelmäßig auch Einheitsklasse segelt, hat sein Boot irgendwann derart gut im Griff, dass er seinen Rennwert in gemischten Feldern locker raussegeln kann.

17

Freitag, 15. März 2019, 11:27

Die Frickler, Optimierer, Schiff-Pimperer, die dann trotzdem mit Werten für Serienschiffe antreten wollen.
Diese und Exoten/Einzelbauten stehen in unserer Revierliste. Originalschiffe fahren nachTabelle und darum gibt es hier eigentlich auch keine Scherereien.
Es sind die Exoten, die Stress bereiten. Ich denke, es kommt dabei auch etwas auf Kompetenz und Durchsetzungsfähigkeit der jeweiligen Revierkommissionen an.
Da sind wir in HH gerade recht gut dran.


Andreas, machen die Boote oder deren Eigner der Revierkommission Stress? Als (ehemaliger) Waarschipper kenne ich natürlich das Herumbasteln, das macht man aber ja eigentlich nicht, um eine Revierkommission zu ärgern, sondern weil's Spaß macht. Und dann bin ich (persönlich) auch bereit, einen Punkt zu verlieren.

Verschiedene Rennwerte für den selben Typ kenne ich gerade auch bei den IOR-Tonnerklassen. Zu IOR-Zeiten noch vergütungslos gegeneinander gefahren, haben die Boote teilweise (leicht) differierende YS-Werte, mit Malus für die ganz erfolgreichen Crews, die aber immer noch vorne segeln:-) Woran das wohl liegt...

18

Freitag, 15. März 2019, 12:56

Naja, es kommt immer darauf an, wer den Stress hat.
Wenn Eigner mit kruden Vorstellungen sich durchsetzen können, haben alle Stress. Eine gute Revierkommission fängt ihn sozusagen ab.
Damit werden auch die Wettfahrtleiter entlastet, die sich die Einzeldiskussionen ersparen können.

Personifizierte YS-Werte halte ich für bedenklich. Wenn eine Crew gut ist, dann ist sie eben gut.

Gruß
Andreas

Beiträge: 1 059

Bootstyp: Albin Express

Heimathafen: Kiel

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19

Freitag, 15. März 2019, 14:19

Die Frage ist ja, was das Yardsticksystem leisten soll.

Soll es ausschliesslich das Boot fair bewerten?
Das alleine ist ja schon praktisch unmöglich mit einem Single-number-System.
Und es werden fast immer die gleichen gewinnen.

Benutzt man Yardstick aber mit dem Ziel, das möglichst viele Leute möglichst viel Spass haben,
dann muss man die Zahlen sehr beweglich machen.

Und ja, dann ist es eben kein möglichst faires Ratingsystem mehr.
Aber es könnte dieses niedrigschwellige sportliche Segeln für viele interessant machen.
Nichts ist doch langweiliger auf Dauer, als wenn die Favoriten gewinnen.
Aber wenn plötzlich Hein mit seiner Bandholm aufs Treppchen käme...

Letztlich werden sowieso alle wissen, wer gut segelt und wer nicht.
Wer Ambitionen hat, segelt ohnehin ORC oder Einheitsklasse.

Für eine kompetente Yardstick-Revierkommission braucht man aber ein paar echt gute Leute,
die auch ihre lokale Szene gut kennen.

Scalar: Wir sind ein paar Mal in Dk nach DH gesegelt.
Das war manchmal recht seltsam.
Ich hatte mich gefreut, das wir so günstig geratet wurden zu H-Booten, Späckies u.ä.
Leider fuhren die aber in Dk nicht so schön mit Abstand hinter uns her... :rolleyes:

Holger

nixxe

Ich bin 2 Øltanks

Beiträge: 17 576

Wohnort: S-H

Bootstyp: grinde

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20

Freitag, 15. März 2019, 14:23

Als (ehemaliger) Waarschipper


Was hasn du jetzt? :lupe:
Dansk sejlunion

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