Sie sind nicht angemeldet.

Werbung

Boote kaufen

Windstärken

Windstärkentabelle
  • »rchmiele« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 83

Wohnort: Königswinter

Bootstyp: Dehler Sprinta 70

Heimathafen: Segelclub Haltern am See

  • Nachricht senden

1

Dienstag, 25. Juni 2019, 13:21

Vorwindkurs

Hallo!

Ich habe im Internet (https://www.czajka.at/html/de/track.html) eine Seite über das Regattasegeln gefunden und bin auf folgenden Satz gestoßen:

Zitat

Da mit modernen Schiffen, egal ob mit Gennaker oder Spinnaker, nie direkt vor dem Wind gesegelt wird, haben wir auch am Vorwind die Qual der Wahl.


Sind mit modernen Booten Gleiter gemeint, die dann nicht ins Gleiten kommen oder gibt es andere Gründe?



Bin ich mit meinem "nicht Gleiter" ohne Spinnaker schneller, wenn ich wie in der Abbildung einen 45° Kurs fahre?

Ich würde verhindern, dass sich das Vorsegel im Windschatten des Groß befindet. Aber optimaler weise ist das eine rechts und das andere links.



Gruß, Ralf

Meeresfee

Salzbuckel

Beiträge: 4 404

Schiffsname: Gute Fee

Bootstyp: Winner 9.50

Heimathafen: Heiligenhafen

Rufzeichen: Tel.nummer

  • Nachricht senden

2

Dienstag, 25. Juni 2019, 13:27

Deine Sprinta ist nicht gemeint. Fahr vorm wind.

pks

Lotse

Beiträge: 1 894

Wohnort: Mittelfranken

Bootstyp: ehemals: Conger - Friendship 25 HK - Compromis C999

  • Nachricht senden

3

Dienstag, 25. Juni 2019, 13:36

Ich würde verhindern, dass sich das Vorsegel im Windschatten des Groß befindet. Aber optimaler weise ist das eine rechts und das andere links.

platt vorm Laken Schmetterling fahren, dazu brauchts nen Spibaum für das Vorsegel
ist anstrengend, man muss aufpassen dass es zu keiner Patenthalse kommt

auf Sicht ist Kreuzen vorm Wind schneller und entspannter

Deine Sprinta ist nicht gemeint. Fahr vorm wind.


das stimmt allerdings auch
Peter

4

Dienstag, 25. Juni 2019, 13:42

Wahrschau,

nach dieser Weisheit kreuzen viele vor dem Wind und verlieren Regatten ohne zu wissen warum.
Da steckt erstmal ein Körnchen Wahrheit drin, wie meistens. Tatsächlich sind raume Kurse immer schneller als platt vor dem Laken.
Aber leider führen sie nicht direkt ins Ziel, sondern man kreuzt mit ihnen vor dem Wind.
Im Unterschied zur echten Kreuz kann man den Halsewinkel allerdings taktisch selbst bestimmen.
Es handelt sich also um ein Optimierungsproblem: je höher der gesegelte Kurs, desto länger die Strecke im Vergleich zum direkten Weg platt vorm Laken. Dieser Umweg muss durch den Speedgewinn bei -sagen wir - 140° statt 175° Windeinfall überkompensiert werden.
Jetzt kommt leider noch hinzu, dass dieser Vorteil abhängig von der Windstärke ist.
Ab etwa 4 Bft kannst Du mit Anspitzen vermutlich nichts mehr gewinnen, möglicherweise auch bereits bei weniger Wind, je nach Boot.
Ich bin jetzt beim Spi.
Mit Gennaker ist es nahezu unumgänglich, anzuspitzen.
Gleichwohl, ein Vorteil ist das häufig nicht, eher eine Notwendigkeit.
Ich erinnere gemischte Felder Albin Express (YS 105) und J-80 (YS 94) auf Up and Down Kursen. Für die J-80 waren bei diesem Set Up keine spezifischen guten Kurse dabei.
Beide Klassen waren unter dem Strich gesegelt gleich schnell. Nur dass die J-80 auf dem Downwinder vor dem Wind kreuzend häufig im Weg waren, weil die Expressen mit ihren Spis straight vor dem Wind durchfuhren.

Gruß
Andreas

frank_x

Salzbuckel

Beiträge: 2 037

Bootstyp: Rommel 33 / Pogo 40

Heimathafen: Rostock

  • Nachricht senden

5

Dienstag, 25. Juni 2019, 13:52

Die Frage ist natürlich immer - bekomme ich meinen Spi nach Luv - geht bei klassischen symm. Spis, wird übelst bestraft bei asym. Spis am Spi-Baum und geht auch bei Konstruktionen wie in der ClasseMini. Damit sind dann TWA von >160 Grad segelbar. Das können "normale" Gennakerboote nicht.

Aber wie hoch oder tief ist jetzt am Besten. Nun, für die reine VMG down sagt Dir das Dein Polardiagramm ( für meine Pogo40 zwischen 136 Grad ( bei 4kn ) bis ca 162Grad (bei 35kn). Aber das ist ja nur die halbe Wahrheit, denn Du seglst nun ganz andere Kurse und vlt. musst Du einem Fahrwasser folgen, was Dich bei den hohen Kursen zu enorm vielen Manövern zwingen würde, die die Performance runter ziehen.

Will sagen - es kommt immer auf die Gesamtsituation an. Aber TWA 180Grad ist selten gut ...

BTW - Ich hatte ja am WE so eine nette 60sm-Up&Down Regatta. Das war mit dert Pogo40 Höchststrafe, denn das Handicap bezieht ja leider alle Kurse mit ein auch wenn die in Up&Downs nie gesegelt werden. Ich war zwar zeitweise ( downwind ) recht schnell ( 9..10kn bei ca 12kn Wind) aber musste dafür auch 140..145 TWA fahren, während die Konkurrenz mit TWA 160..170 stur und ohne Halsen auf's Ziel zufahren konnten.

BL

Offizier

Beiträge: 241

Schiffsname: ...ach was?!

Bootstyp: Dehler34/Optima106

Heimathafen: Greifswald

Rufzeichen: DF5853

  • Nachricht senden

6

Mittwoch, 26. Juni 2019, 14:09

Es gibt da einen Windeinfallswinkel, wo der Schmetterling nicht richtig steht, ansonsten aber die Fock auf der Seite des Groß voll abgedeckt wäre. Dennoch müßte man dann oft -wenn man den kürzesten Weg fahren will- ständig so im hin und her fahren. In solchen Fällen(Spi oder Gennaker mal völlig außer Acht gelassen) ist es mitunter schon wirklich sinnvoll, NICHT den kürzesten Weg zu fahren, sondern so, dass die Segel richtig ordentlich stehen und dann noch mal einen Schlag mit der anderen Segelstellung zu machen. Jedenfalls habe ich auf die Art zwei mal ein Podium rausgefahren, wozu ich ansonsten absolut zu blöd bin.
MIT Spi dürfte das anders sein. Beim Gennaker aber gibt's auch so'ne blöden Kurse zum Wind, wo man den einfach nicht richtig zum Stehen kriegt.

7

Mittwoch, 26. Juni 2019, 14:42

Wenn Du eine große Genua hast, würde ich an der Sprinta bei Kursen <180° das Groß bei auf die Seite setzen, auf der es der Genua den meisten Wind zuschaufelt. Wenn Du bei sehr leichtem Wind mit Spi fährst, wäre es möglich, dass er bei genau 180° zusammenfällt, bei etwas weniger aber noch steht.
Mit schnelleren Booten fällt der scheinbare Wind so vorlich ein, dass man raumschots quasi mit Halbwind-Segelstellung fährt. Man beginnt etwa mit Halbem, fällt mehr und mehr ab und schaut, wie lange es hält. In Böen kann das einiges sein. Optimal für die Geschwindigkeit ist der scheinbare Wind aus rund 90° und möglichst nicht allzuviel mehr. Fällt man noch weiter ab wird es erst langsamer, dann ist es wie ausgeknipst.
Als Fahrtensegler will man andererseits auch irgendwann mal irgendwohin. Dass das dann letztlich ein mathematisches Optimierungsproblem ist, wurde ja angetönt.

Chris

Counter:

Gezählt seit: 4. Februar 2014, 08:39, nur eingeloggte Mitglieder
 Zugriffe:   Hits heute: 1 782   Hits gestern: 2 215   Hits Tagesrekord: 5 374   Hits gesamt: 4 665 295   Hits pro Tag: 2 343,86 
 Seitenaufrufe:   Klicks heute: 12 102   Klicks gestern: 17 502   Klicks Tagesrekord: 154 353   Klicks gesamt: 37 075 702   Klicks pro Tag: 18 626,95 

Kontrollzentrum

Sailsquare

Mitsegelangebote finden bei Sailssquare