Sie sind nicht angemeldet.

Werbung

Boote kaufen

Windstärken

Windstärkentabelle

Hallo Besucher, willkommen im Segeln-Forum! Hier kannst Du Dich registrieren, um unser Forum in seiner vollen Pracht genießen zu können! - Weitere Infos zur Registrierung - Login für Mitglieder -

gobby

Proviantmeister

  • »gobby« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 224

Wohnort: in der Lausitz an der schönen Seenlandschaft

Schiffsname: OurMatch

Bootstyp: Bavaria 35 Match

Heimathafen: Kröslin

Rufzeichen: DG6648

MMSI: 211265430

  • Nachricht senden

1

Dienstag, 30. Juli 2019, 16:43

ORC vs Yardstick

Hallo in die Runde

Habe mal eine Frage ob mich mal jemand konkret aufklären kann.

ORC vs Yardstick

Wann darf ich in einer ORC starten und was sind Vor bzw Nachteile der ORC oder der Yardstickklasse?

Ist mit dem Hinweis auf den Segeln (siehe Bild) automatisch das Schiff vermessen und könnte in der ORC starten oder wie läuft das ab?


Danke schon mal im Voraus.
»gobby« hat folgende Datei angehängt:
  • IMG_9094kl.jpg (542,01 kB - 8 mal heruntergeladen - zuletzt: 2. August 2019, 13:12)

micha571

Admiral

Beiträge: 823

Bootstyp: Seaquest 36

Heimathafen: Greifswald

Im Marktplatz: 3

  • Nachricht senden

2

Dienstag, 30. Juli 2019, 16:53

Der Stempel bestätigt nur die Segelvermessung, nicht die Rumpf- und Riggvermessung Um unter ORC zu starten, brauchst Du einen ORC Meßbrief. Den kriegst Du vom DSV. Wende Dich am besten an Robert Jacobsen unter technik@dsv.org
Eine Vermessung des Schiffes / des Riggs wirst Du für Deine 35 Match aber nicht brauchen, weil es davon schon einige vermessene SChiffe gibt, der DSV hat dann die Daten in seiner Datenbank und kann die übernehmen. Du musst nur Deine größten Segel von einem Segelmacher vermessen lassen (falls die noch nicht vermessen sind) und dann ein Datenblatt ausfüllen und dem DSV schicken. Das Datenblatt gibt's hier:
https://www.dsv.org/app/uploads/orc-club…chutz_inter.pdf

Hier sind noch ein paar Infos zu ORC:
https://www.dsv.org/segeln/breitensport/…rmeln/orc-club/

Marinero

Salzbuckel

Beiträge: 3 173

Schiffsname: Lilla My

Bootstyp: Omega 42

Heimathafen: Aabenraa Sejl Club

Rufzeichen: DF5010

MMSI: 211391180

  • Nachricht senden

3

Dienstag, 30. Juli 2019, 17:17

was sind Vor bzw Nachteile der ORC oder der Yardstickklasse?

Unser Schiff ist nach Yardstick viel schlechter als in der ORC Datenbank (da steht derzeit auch nur eine drin).

Ich würde also immer nur bei Yardstick mitfahren. :D

gobby

Proviantmeister

  • »gobby« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 224

Wohnort: in der Lausitz an der schönen Seenlandschaft

Schiffsname: OurMatch

Bootstyp: Bavaria 35 Match

Heimathafen: Kröslin

Rufzeichen: DG6648

MMSI: 211265430

  • Nachricht senden

4

Dienstag, 30. Juli 2019, 17:40

was sind Vor bzw Nachteile der ORC oder der Yardstickklasse?

Unser Schiff ist nach Yardstick viel schlechter als in der ORC Datenbank (da steht derzeit auch nur eine drin).

Ich würde also immer nur bei Yardstick mitfahren. :D



jo, das beantwortet meine Fragen ?(

Marinero

Salzbuckel

Beiträge: 3 173

Schiffsname: Lilla My

Bootstyp: Omega 42

Heimathafen: Aabenraa Sejl Club

Rufzeichen: DF5010

MMSI: 211391180

  • Nachricht senden

5

Dienstag, 30. Juli 2019, 17:57

Hat Micha doch beantwortet.

Für ORC brauchst du nen Meßbrief. Yardstick geht immer. Unterschiede? Yardstick ist simpel, das ist der Vor- und auch gleichzeitig der Nachteil.


aus dem o.a. Link

Zitat von »dsv.org«

Sie interessieren sich für das Regattasegeln im Offshorebereich, dann ist ORC genau das Richtige für Sie. Das Segeln in der ORC Wertung unterscheidet sich in 2 Kategorien: ORC-Club und ORC-International

ORC-Club ist die wissenschaftliche Alternative zum empirischen Yardstick. Wem die Schätzwerte der Yardsticktabelle nicht mehr genügen, der kann seine Yacht nach ORC-Club vermessen lassen.

ORC-International (ORCi) ist das System für höchste Ansprüche an Transparenz und Fairness, da es auf vollständiger Vermessung und Auswertung der wissenschaftlich erhobenen Parameter basiert.


und zum Vergleich Erläuterung Yardstick siehe hier

JürgenG

Salzbuckel

Beiträge: 5 687

Wohnort: Kiel

Schiffsname: Skrållan

Bootstyp: Lady Helmsman II

Heimathafen: Kiel

  • Nachricht senden

6

Dienstag, 30. Juli 2019, 18:33

Der wesentliche Unterschied besteht zunächst darin, dass ORC ein berechnetes Vergütungssystem ist. Yardstick ist ein auf empirischen Daten beruhendes Vergütungssystem, das sich aus einer (Viel-)Zahl von Ergebnissen bei Regatten ergibt. Verbreitete Bootstypen mit vielen Regattaergebnissen führen am Ende vermutlich zu einer einigermaßen gerechten Einstufung im YS-System. Sind die Bootstypen nicht weit verbreitet und/oder mit einer geringen Zahl von Regattergebnissen, ist die Einstufung nach YS manchmal eher zu schlecht oder zu gut.

ORC scheint da gerechter zu sein. Aber auch hier gibt es Unterschiede. Eine "echte", volle ORC-Vermessung ist sehr umfangreich inklusive Stabilitätsmessung u. v. m.. Bei Serienbooten gibt es aber den ORC Club-Messbrief mit geringem Aufwand (wie von @micha 571: bereits beschrieben). Im "vollen" ORC International System gibt es unterschiedliche Vergütungen z. B. für Wetter- und Seebedingungen. Dies Alles spielt bei ORC Club keine Rolle, hier wird typischerweise nur der GPH-Wert zur Berechnung der Zeit herangezogen.

Wenn Du die üblichen lokalen/regionalen Regatten fahren willst, wirst Du in der ORC-Club-Klasse eher die sportlich ambitionierten Gegner finden. Die sind häufig mit sehr modernen Booten und gut trainierten Crews unterwegs. In der Regel geht´s bei YS entspannter zu (ok, Ausnahmen gibt´s auch hier ;) ). Bei eingen Regatten ist es so, dass Du nicht mehr nach YS melden kannst, wenn Dein Boot ein Mal nach ORC vermessen wurde.

Grüße Jürgen

norbaer

Salzbuckel

Beiträge: 4 358

Schiffsname: Top Job

Bootstyp: J 111

Heimathafen: Colijnsplaat

  • Nachricht senden

7

Donnerstag, 1. August 2019, 11:38

Es gibt aus meiner Sicht folgende Punkte zu beachten:

1. ORC Club Brief ist ein wenig aufwendiger, weil die Segel vermessen werden müssen. Und man den Brief jedes Jahr für 70 € neu beantragen muss.

2. Und viel wichtiger, man fährt in einer anderen Klasse! Die Früchte des Erfolgs hängen wesentlich höher. Yardstick in Deutschland, SW Cijfers Factor in den Niederlanden oder Cruiser Rating in Belgien sind vergleichbar mit den Hobby Kickern aus der Kreisliga. Da kann man als guter Hobby Segler auch schon mal Ad hoc ein Pokälschen gewinnen.
In ORC in Deutschland oder Niederlanden oder IRC Rating ab Belgien oder England spielt man dann schon in der Bezirks oder Landesliga. Hier geht dann nicht mehr viel ohne feste Mannschaft und Trainingseinheiten.

Gerechter ist auf jeden Fall ein ORC Rating. Mit den entsprechend eingetragenen Segeln, Crewgewicht und Rating je nach Windstärke.

gobby

Proviantmeister

  • »gobby« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 224

Wohnort: in der Lausitz an der schönen Seenlandschaft

Schiffsname: OurMatch

Bootstyp: Bavaria 35 Match

Heimathafen: Kröslin

Rufzeichen: DG6648

MMSI: 211265430

  • Nachricht senden

8

Donnerstag, 1. August 2019, 15:58

Es gibt aus meiner Sicht folgende Punkte zu beachten:

1. ORC Club Brief ist ein wenig aufwendiger, weil die Segel vermessen werden müssen. Und man den Brief jedes Jahr für 70 € neu beantragen muss.

2. Und viel wichtiger, man fährt in einer anderen Klasse! Die Früchte des Erfolgs hängen wesentlich höher. Yardstick in Deutschland, SW Cijfers Factor in den Niederlanden oder Cruiser Rating in Belgien sind vergleichbar mit den Hobby Kickern aus der Kreisliga. Da kann man als guter Hobby Segler auch schon mal Ad hoc ein Pokälschen gewinnen.
In ORC in Deutschland oder Niederlanden oder IRC Rating ab Belgien oder England spielt man dann schon in der Bezirks oder Landesliga. Hier geht dann nicht mehr viel ohne feste Mannschaft und Trainingseinheiten.

Gerechter ist auf jeden Fall ein ORC Rating. Mit den entsprechend eingetragenen Segeln, Crewgewicht und Rating je nach Windstärke.




Danke für die Info,

Segel sind alle vermessen und es müsste auch in DE vom Ersteigner ein Messbrief vorhanden sein. Der Messbrief aus DK liegt mir aus 2019 vor. Gilt der theoretisch auch in DE?

Sicher segelt man auch eine Regatta mit dem Ziel vorn zu sein, dennoch zählt für mich auch der Punkt Learning und das kann man in höheren Klassen besser als in der Kreisliga!

9

Donnerstag, 1. August 2019, 17:11

dennoch zählt für mich auch der Punkt Learning und das kann man in höheren Klassen besser als in der Kreisliga!


Ja, wobei bei manchen regionalen Regatten (Nordseewoche, Kieler Woche, ...) durchaus eine Menge Leute mitfahren, die der Kreisliga entwachsen sind. Selbst wenn man in einem anderen Start loslegt, dann kann man da noch viel lernen.

Beiträge: 1 042

Wohnort: Lübeck

Schiffsname: Berzerk

Bootstyp: Spirit 28

Heimathafen: Teerhofinsel

  • Nachricht senden

10

Freitag, 2. August 2019, 12:59

Also wenn ich mir die Teilnehmer bei der Travemünder Woche Mittelstrecke nach Yardstick (Gruppe II) anschaue, dann hat das mit Kreisklasse nicht viel zu tun. Die würden mit den passenden Booten auch nach ORC kräftig mitmischen. Ob jemand ORC oder YS segelt hat oftmals nichts mit dem Können zu tun, sondern auch mit dem verfügbarem Material (finanziellen Möglichkeiten).
Für meinen Bootstyp liegen mir 2 Messbriefe nach ORC Club (nicht mein Boot) vor, aber mit einem GPH von 767 im Idealfall brauche ich da nicht antreten. Aber mit YS 109 (Doublehand, ohne Spi, sogar 111) macht das schon mehr Sinn/Spaß.

LG
Kuddel
Fragt Fritzchen seinen Vater: „Papa,
ist der Stille Ozean den ganzen Tag still?“
:ueberlegen: darauf der Vater: :kopfkratz: „Kannst du mich nichts besseres fragen?“ Sohn: „Ok, woran ist dann das Tote Meer eigentlich gestorben?“ ?(


Ähnliche Themen

Counter:

Gezählt seit: 4. Februar 2014, 08:39, nur eingeloggte Mitglieder
 Zugriffe:   Hits heute: 2 605   Hits gestern: 2 679   Hits Tagesrekord: 6 218   Hits gesamt: 4 875 487   Hits pro Tag: 2 344,44 
 Seitenaufrufe:   Klicks heute: 16 763   Klicks gestern: 16 636   Klicks Tagesrekord: 154 353   Klicks gesamt: 38 433 804   Klicks pro Tag: 18 481,41 

Kontrollzentrum