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gobby

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1

Dienstag, 3. September 2019, 16:19

Yardstick und Yardstickkorrektur

Hallo noch mal, ich habe schon wieder eine Frage

die auf DSV, Raceoffice, Kreutzer Abteilung oder sonstigen Seiten hinterlegten Yardstickzahlen beziehen sich ja auf Segel xy,

In meinem Beispiel Groß und Genua 140% da Serie ist angegeben mit 90, dabei gibt es keine Unterschiede für TG 185 oder 200, auch finde ich keine Unterschiede wenn zum Beispiel nur eine 100% Fock vorhanden ist oder ich in der Familienklasse ohne Spi und Genacker starten würde.

Gibt es da keine Korrekturen? Wer entscheidet das? Wo steht das?

Danke Gruß Ronny

2

Dienstag, 3. September 2019, 16:37

Das entscheidet im Einzelfall die Wettfahrtleitung, alle möglichen Kombinationen in einer Yardstick Liste abzubilden ist unmöglich.
Gruß Andreas

3

Dienstag, 3. September 2019, 16:55

Das stimmt absolut: Die Wettfahrtleitung hat das letzte Wort.
Es gibt aber schon vom DSV einige Anhaltspunkte, die man schon bei der Meldung berücksichtigen kann. Sind hier https://www.dsv.org/app/uploads/yardstickzahlen_2019_web.pdf unter Punkt 3 aufgeführt.
Noch ein Tipp: Die Yardstickzahlen sind ein relativ grober Behelf, damit man ohne großen Vermessungsaufwand gegeneinander segeln kann. Streit um einen Punkt rauf oder runter lohnt sich da nicht. Wenn Dein Ehrgeiz größer ist, als es Dein Yardstickwert zulässt,
wird es Zeit, sich ein ernsthaftes Vermessungssystem zu suchen.
Schöne Grüße,
Roman
A ship in a harbour is safe, but that is not what ships are built for !

4

Dienstag, 3. September 2019, 17:14

Moin Ronny,

den YS Werten ist idR ein Standard hinterlegt. Wenn Du davon abweichst, musst Du das mit der Wettfahrtleitugn der jeweiligen Regatta vereinbaren.
Es gibt zudem gut dokumentierte Boote (häufig Einheitsklassen), YS in der Liste mit Zusatz "A" versehen und vorläufige oder weniger gut dokumentierte Werte YS mit "B" versehen. "B"-Boote sind entweder wenig regattaaktiv, selten oder noch neu und nur in geringen Stückzahlen verbreitet.
Wenn man geltend machen kann, dass man dauerhaft vom YS-Standard abweicht (Kielvariante), kann ein abweichender Wert in einer Revierliste (Bsp.: KLICK ) vereinbart werden und gilt dann dort für alle Wettfahrten.
Schwierig ist eine abweichende Segelgarderobe. Für eine 100%-Fock an Stelle der Genua könntest Du einen Aufschlag beantragen, nur: für welche Windverhältnisse? Bei 5-6 Bft wäre der nicht mehr gerechtfertigt. Grundsätzlich kennen YS-Listen keine dynamischen Werte. Die Wahl der Segel innerhalb der zulässigen Maximalbesegelung ist Sache des Eigners. Ich könnte auch auf kundige Crew verzichten und dafür stets das 2. Reff einlegen, anschließend gehe ich zur Wettfahrtleitung und halte (sinngemäß) die Hand auf.
Bei uns beißt man damit soweit ich weiß, demzufolge auf Granit.
Auf anderen Revieren kenne ich, dass Meldungen ohne Spi mit Aufschlag +2 Pkte. möglich sind. Aber nur, wenn die Wettfahrt einen längeren Spikurs enthielt. Gab es keinen, entfällt der Aufschlag. Das ist objektiv überprüfbar und gut sichtbar: haben andere Teilnehmer den Spi gefahren oder nicht?
So könnte man es auch mit der 100% Fock vereinbaren - theoretisch und wenn sich eine Wettfahrtleitung darauf einlässt. Die müsste dann nämlich auch entscheiden, welches Boot mit welchem reduzierten Vorsegel ab welcher Windstärke wieviel benachteiligt ist.
Das wirst Du ausprobieren müssen.


Gruß
Andreas

gobby

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5

Dienstag, 3. September 2019, 18:40

Na ich denke nicht das ich der bin der wegen 1 2 oder 3 Punkten diskutiert, aber interessant finde ich das schon

6

Dienstag, 3. September 2019, 18:43

Möglich wäre auch einen Orc Messbrief von deinem Bootstyp zu finden und dann den gph Wert durch 6,9 zu teilen, als grober Anhalt Manche erkennen auch das an, wäre nur die Frage ob es Boote gibt die mit der Segelkombination vermessen wurden.
Grüße Andreas

Ich sehe gerade Bavaria 35 Match da gibt es einige .

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7

Dienstag, 3. September 2019, 19:19

Na ich denke nicht das ich der bin der wegen 1 2 oder 3 Punkten diskutiert, aber interessant finde ich das schon


Na du wirst staunen, wieviel die 1 oder 2 oder gar 3 YS Punkte in der Ergebnisliste ausmachen...
Ich kenne das so: ohne Spi/Gennaker, bei Kurzstrecke YS+3; bei Langstrecke (zB Rund Fehmarn) YS+4

holztoeter

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8

Dienstag, 3. September 2019, 19:39

Also wenn ich das richtig in Erinnerung habe ist in der Anwendung der Yardstickzahlen schon so einiges hinterlegt. So ist ohne Spi +2, Kreuzfock +1, Festprop +1 und für andere segelrelevanten Änderungen gibt es auch schon fertige Zu- oder Abschläge. Im Zweifelsfall aber die Regattaleitung anfragen. Auch ist manchmal eine Revierliste erstellt und da sieht es dann ganz anders aus. Aber es lohnt sich schon mal nachzurechnen. Wenn Du 4-5 Punkte Zulage bekommen kannst ist sind einige erschwerende Bedingungen schnell kompensiert. Aber auch richtig ist wenn das Boot genauestens vermessen wird und einen spezifischen Rennwert erhält ist das sicher genauer, nur das lohnt für Clubregatten oder Freizeitregattierer eher nicht. Und wenn es so richtig wichtig ist wer wirklich der Bessere ist dann hilft nur noch Einheitsklasse.
Man kann über alles mit mir reden nur Kritik vertrage ich nicht.

gobby

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9

Dienstag, 3. September 2019, 19:48

Möglich wäre auch einen Orc Messbrief von deinem Bootstyp zu finden und dann den gph Wert durch 6,9 zu teilen, als grober Anhalt Manche erkennen auch das an, wäre nur die Frage ob es Boote gibt die mit der Segelkombination vermessen wurden.
Grüße Andreas

Ich sehe gerade Bavaria 35 Match da gibt es einige .


dann ist mein GPH 555? Ist das korrekt , würde ja durch 6,9 eine YS von 80 bedeuten, ne ne
»gobby« hat folgende Datei angehängt:
  • DKMessbrief.PNG (441,11 kB - 25 mal heruntergeladen - zuletzt: 12. September 2019, 18:39)

10

Dienstag, 3. September 2019, 19:53

Ich suche mir passende Boote auf der ORC-Seite und setze diese in Relation zu Booten, für die es ORC- und Yardstickwerte gibt.

11

Dienstag, 3. September 2019, 19:55

Sowohl in Berlin als auch bei uns gibt's Revieryardsticklisten.
Auch an der Küste beim Mecklenburgischen Seglerverband gibt's ne YS-Liste, in der die aktiv bei Regatten fahrenden Boote aufgeführt sind.
Ansonsten: ob man die Vergütung bei fehlendem Spi als vernünftig ansehen muss, da kann man trefflich streiten. Wenn
in der Klasse Spi vorgesehen ist, kann man ihn setzen. Wenn man nicht mag...selber schuld. Es ist ja doch irgendwie unsportlich, wenn der, der ohne Spi meldet, einen Vorteil gegenüber dem hat, der mit Spi meldet, aber den witterungsbedingt nicht nutzen kann, z
B. weil es keinen vernünftigen Spikurs gibt.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Pusteblume« (3. September 2019, 20:12)


gobby

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12

Dienstag, 3. September 2019, 20:52

Ich suche mir passende Boote auf der ORC-Seite und setze diese in Relation zu Booten, für die es ORC- und Yardstickwerte gibt.

Ich suche mir passende Boote auf der ORC-Seite und setze diese in Relation zu Booten, für die es ORC- und Yardstickwerte gibt.



Gibt es dazu ein link?

13

Dienstag, 3. September 2019, 21:39

Es ist ja doch irgendwie unsportlich, wenn der, der ohne Spi meldet, einen Vorteil gegenüber dem hat, der mit Spi meldet, aber den witterungsbedingt nicht nutzen kann,
Ach, das ist bei den +2 für eine Meldung ohne Spi schon "irgendwie" eingepreist. Das sind für einen IOR-Half (YS 106) keine 2% Speed, da bringt der Spi, wenn er denn eingesetzt werden kann und wird, schon mehr. YS bleibt eine Näherung, gut ist.

14

Dienstag, 3. September 2019, 23:34

Es ist ja doch irgendwie unsportlich, wenn der, der ohne Spi meldet, einen Vorteil gegenüber dem hat, der mit Spi meldet, aber den witterungsbedingt nicht nutzen kann, z
B. weil es keinen vernünftigen Spikurs gibt.
Ich kenne es bei uns (Ostsee) nur so, dass der Zuschlag +2 YS-Punkte ohne Spi nur gewährt wird, wenn es Spikurse gab. Sonst nicht.


Ungerecht wird es, wenn es zwar Spikurse gab, jedoch einige Yachten bei Starkwind auf den Spi verzichteten, einige jedoch nicht.
Dann sind die gerupft, die zwar mit Spi meldeten, ihn jedoch trotzdem nicht zu benutzen wagten.
Im Kieler Raum haben viele Wettfahrten kundenfreundliche lange Meldefristen. Dort wird von einigen Taktikern last minute und windabhängig mit oder ohne Spi gemeldet.

Gruß
Andreas

x-molich

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15

Mittwoch, 4. September 2019, 07:59

@gobby:
Ich glaube nicht, daß das ORC ist. Oben steht DH (Dansk Handicap?). Die Zahl heißt zwar auch GPH, ist aber niedriger als der ORC Wert. Ich bin so einem Irrtum auch aufgesessen, als ich mal einen elendniedrigen GPH Wert für meinen Bootstyp in einer dänischen Regatta-Ergebnisliste gefunden habe.
100% weiß ich es aber nicht!
Grüße
Sascha
Umwege erhöhen die Ortskenntnis!

x-molich

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Bootstyp: Molich-X-Meter

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16

Mittwoch, 4. September 2019, 08:03

Zitat

Ungerecht wird es, wenn es zwar Spikurse gab, jedoch einige Yachten bei Starkwind auf den Spi verzichteten, einige jedoch nicht.

Dann sind die gerupft, die zwar mit Spi meldeten, ihn jedoch trotzdem nicht zu benutzen wagten.

Im Kieler Raum haben viele Wettfahrten kundenfreundliche lange
Meldefristen. Dort wird von einigen Taktikern last minute und
windabhängig mit oder ohne Spi gemeldet.


Wieso unfair?
Alles, was die Regeln zulassen, ist part of the game!
Grüße
Sascha
Umwege erhöhen die Ortskenntnis!

17

Mittwoch, 4. September 2019, 08:09

Ungerecht wird es, wenn es zwar Spikurse gab, jedoch einige Yachten bei Starkwind auf den Spi verzichteten, einige jedoch nicht. Dann sind die gerupft, die zwar mit Spi meldeten, ihn jedoch trotzdem nicht zu benutzen wagten.
Ja, aber ich denke, dass dieses Problem auch in der recht geringen "Korrektur" von +2 eingepreist ist. Bei 4 Bft raumschot sind die +2 ein Witz, da sind dann die Boote ohne Spi deutlich stärker benachteiligt.
Im Kieler Raum haben viele Wettfahrten kundenfreundliche lange Meldefristen. Dort wird von einigen Taktikern last minute und windabhängig mit oder ohne Spi gemeldet.
Oh ja, das beobachte ich auch.

18

Mittwoch, 4. September 2019, 09:09

GPH mit Fock etwa 627
wäre Yardstick ~ 91
Laut DSV =90

Gruß Andreas

Xtefan

Offizier

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Heimathafen: Kiel

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19

Mittwoch, 4. September 2019, 10:06

Es gibt in der offiziellen Broschüre https://www.dsv.org/app/uploads/yardstickzahlen_2019_web.pdf auf den ersten 20 Seiten bereits eine Menge Regeln für vom Standard abweichende Boote.
Fock statt Genua wäre z.B. unter 3.1.2.1 geregelt.
Im realen Leben sind solche Änderungen z.T. mit Vorbehalten deiner Wettbewerber verbunden (s.o.) und Wettfahrtleitungen mögen das Thema auch nicht immer supergern.

Will sagen: einmal z.B. am Jahresanfang Änderung in Revierliste o.ä. anpassen lassen dürfte ein guter Weg sein. Spontane Änderungen - "heute ohne Genua" - verlagern den Wettkampf an den Tisch.

VG Stefan

20

Mittwoch, 4. September 2019, 10:10

dann ist mein GPH 555? Ist das korrekt , würde ja durch 6,9 eine YS von 80 bedeuten, ne ne
Hallo Gobby, das ist, wie von @x-molich: vermutet, ein dänischer DH (Dask Handicap) Messbrief.
Man könnte ihn grob als Alternative zum hiesigen ORC Club und YS in einem bezeichnen.
DH ist das Standard Rating-System auf allen dänischen Regatten. Wer mit einem deutschen Boot an dänischen Distanz-Wettfahrten teilnehmen möchte, besorgt sich einen DH Messbrief.
Ein Ingenieurbüro in Flensburg hat(te?) hierfür eine Lizenz (und damit auch eine Lizenz zum Gelddrucken).

Einen konstanten Faktor für eine YS-Reproduktion aus dem DH Mål gibt es nicht, aber mit einem Divisor zwischen 6,0 und 6,2 liegt man meist richtig.

Für die Bavaria 35 Match mit DH 555,0 ergibt sich daraus ein YS von knapp 90 bis knapp 93.
Sie ist mit 90 und Zusatz "B" in der YS-Liste aufgeführt; also mit einem auf Grund weniger Resultate relativ unsicherem Wert.
Solange Du nicht argumentieren und belegen(!) kannst, dass Deine Match mit "nur" 180 cm TG eine Ausnahme vom Standard 200 cm darstellt, wird man Dich sicher zunächst mit YS 90 einsortieren.
Ob 91 drin ist, hängt von Faktenlage und örtlicher Wettfahrtleitung/Yardstick-Revierkommisssion ab, möglicherweise auch davon, ob auf Deinem Revier weitere 35 Match aktiv sind.

Gruß
Andreas

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