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txg

Salzbuckel

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21

Montag, 6. Februar 2017, 03:02

@westwind1:

Ich denke nicht dass der Sprung von 32 auf 35 Fuß da so einen Unterschied macht. Mich haben die umgelenkten Fallen schon bei der 25er davor gestört. Im Endeffekt läuft man immer nur unnütz hin und her ohne irgendwas davon zu haben.

Dass das Segel ohne aktive Hilfe vorne zuverlässig einfach runterfällt wenn man das Fall löst halte ich für illusorisch, insbesondere wenn noch die Umlenkungen dazu kommen. Und da man eh nachhelfen muss geht das viel kontrollierter wenn man das Fall dazu in der Hand hat.

22

Montag, 6. Februar 2017, 07:55

"Ich finde alle erwähnten Lösungen zu kompliziert. Ich fahre ein Furlex-System ..."

So ein Flurex-System hat, ohne es nachgezählt zu haben, mehr bewegte Teile, als ein Vorstag. Was ist daran weniger kompliziert?
Solange alles funktioniert, sicherlich der ideale Kompromiss zwischen dieseln und von Hand segeln. – Andererseits sieht man bei der Hälfte der gestrandeten Boote eine mehr oder weniger weit auswehende Rollfock und ein leidlich geborgenes Großsegel. Ich hatte mal eine Rollfock, eine von Heino-Hase, weiß dass sie weder die beste noch die schlechteste war, und halte es in Bezug darauf mit Edith Piaf: "Mes chagrins, mes plaisirs, je n'ai plus besoin d'eux." Eine Rollfock war deswegen schon zweimal ein Grund, ein Boot nicht zu kaufen.

Das gleiche wäre, wenn man den Rollmechanismus eines halb in dem Mast gerollten Großsegels bedienen will und es tut sich nichts. Die letzte Chance könnte darin bestehen, einen Mann mit Teppichmesser in den Mast zu ziehen. Viel zu aufwändig und zeitraubend, wenn es wirklich schnell gehen muss.

Chris

norbaer

Salzbuckel

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23

Montag, 6. Februar 2017, 08:09

Wir fahren ein Tuff Luv Vorstag. Das aber nur aus Performance Gründen.

Shorthandet also als Päärchencrew ist das absolut kein Problem. Im vorderen Bereich der Seereling werden Leinen im Zick Zack gespannt, damit das Tuch erstmal auf dem Vordeck bleibt und nicht durch den Seezaun rutschen kann. Fixiert wird das mit Festinstallierten Gummistrops mit Haken. Die Gummis werden an den Reelingsfüssen fixiert.


Segelwechsel auf See geschieht mit dem zweiten Fall in der zweiten Nut des Tuff Luvs. Segel in Luv des alten Segels hochziehen. Über Stag gehen und altes Segel im neuen Segel runterrustchen lassen. Geht super einfach ohne Speedverlust. Nur je nach Welle wird der enstprechende Kurs gewählt damit man nicht vorne auf dem Vordeck Achterbahn und Wildwasserrutsche gleichzeitig hat.

Als reiner Einhandsegel oder wirklich so gut wie immer Duohanded fährt man besser ein Stahlvorstag mit Rutschern.

Orage

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24

Montag, 6. Februar 2017, 12:09

Selbst der viertschnellste Monohull auf diesem Planeten fährt im Rennmodus ein Rollvorsegel, was ich ja bereits empfahl.
Im Video von 3:30 bis 4:10 zu sehen:


[video]https://www.youtube.com/watch?v=7GPzCeq98GE[/video]
Handbreit, Felix

norbaer

Salzbuckel

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25

Montag, 6. Februar 2017, 12:19

Dat sind Code 0. Das zählt als Spinnaker.

Das gleiche Boot ca. 1 Stunde später bei mehr Wind. Und Kuckida!! Vorstagrutscher auf Stahlvorstag. :D



aber natürlich hast du recht das es auch Sinn machen kann Rollanlagen im Rennmodus einzusetzen. Die Imoca's (Vendee Globe) sind das beste Beispiel dafür.

26

Montag, 6. Februar 2017, 12:25

IMOCAs machen das aber auch nur weil sie


  1. über wesentlich unhandlichere Segelgrößen verfügen ( Fock ca 100qm ) und das einhand etwas "unbequem" ist
  2. Sie auch nicht am gleichen Stag unterschiedliche Segel fahren, sondern jedes Segel sein eigenes Stag hat

In allen kleineren Shorthanded-Offshore-Klassen ( Mini / Figaro / 950 ) werden nicht ohne Grund Stagreitersegel gefahren. Erst in der Class40 gibt es dann Rollanlagen, da hier die Segelgrößen zu unhandlich werden.
Rommel 33 zu verkaufen
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beautje

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27

Montag, 6. Februar 2017, 12:55

Da werden die Rollanlagen aber nur "digital" eingesetzt: Entweder Segel da oder Segel weg - sicher nicht zum Reffen! Zudem sind die Jungs auf der Vendee ja tendenziell eher shorthanded unterwegs...

Edit - Frank war schneller.

28

Montag, 6. Februar 2017, 13:06

Wir fahren ein Tuff Luv Vorstag.


Heißt das Ding nicht Tuff Luff? Tuff Luv stellt Handytaschen und sowas her. Wer sowas fährt sollte doch den Namen kennen...........

Gruß Odysseus

Orage

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29

Montag, 6. Februar 2017, 13:13

Ich hatte mal eine Rollfock, eine von Heino-Hase, weiß dass sie weder die beste noch die schlechteste war, und halte es in Bezug darauf mit Edith Piaf: "Mes chagrins, mes plaisirs, je n'ai plus besoin d'eux." Eine Rollfock war deswegen schon zweimal ein Grund, ein Boot nicht zu kaufen.


Furlex/Selden (Rollsystem mit Profilvorstag auf Drahtvorstag) ist Welten von Heino-Hase o. ä. entfernt.
Gerade im Fahrtensegler-, Shorthanded- oder Familien-Modus ist so eine Rollvorsegelanlage ein Segen, denn man brauch bei Verkleinerung des Vorsegels nicht an den Bug.
Wie oben schon von mir beschrieben hat man die Bandbreite von Genua II bis Fock II, wenn man beim Tuchgewicht einen Kompromiss eingeht; möglichst aus Dacron.
Handbreit, Felix

norbaer

Salzbuckel

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30

Montag, 6. Februar 2017, 13:17

Ha Ha @odysseus: recht haste war wohl eine Verallgemeinerung mit freudscher Fehlleistung. Ich will ja mit dem Profil nach Luv. ;)

Genaugenommen fahren wir ein Harken Carbo Racing Foil Profilvorstag. Aber der Begriff Tuff Luff ist geläufiger genau wie alle Geländewagen Jeep genannt werden. :D

31

Montag, 6. Februar 2017, 13:33

Danke für das schöne Bild, sehr interessant ist Eure Schotführung.
Hallo Westwind,

Nebeneffekt der gering überlappenden Genua: Die Längsschiene für die Vorsegelschot kann entfallen. Ihre Aufgabe wird durch einen Barberholer übernommen.
Nicht ganz einfach die S-Fock, deren Schotwinkel daran angepasst werden muss. Noch nicht ganz optimal, denn unsere kleine Fock ist gebraucht erworben und nicht passend zu unserem Boot geschnitten.
Deshalb steht sie einen Tacken zu hoch. Wir dachten zunächst, wir würden sie nur in wenigen Ausnahmefällen nutzen. Es sind dann aber doch ein paar mehr geworden - vor allem auf Törn zu zweit.
Frappierend ist, dass sie kaum Speedverlust bringt, obwohl sie nur rd. 55 % der Fläche unserer Genua hat, dafür aber enorme Handlingsvorteile und - es wurde zuvor schon angesprochen - erheblich weniger Ruderdruck bewirkt.

Falls Du damit die 2. Schot gemeint haben solltest: Ja, bei uns haben beide Vorsegel ihre eigene Schot und die Genuaschot bleibt dran auch nach Wechsel auf die kleine Fock.
Dafür sind die Holepunkte mit Kauschen für eine zweite Schot ausgestattet. Auf dem Foto noch provisorisch, mittlerweile mit leichten Alu-Kauschen (Loop Products) und Dyneema-Schäkel gelöst.
Mit angesetzter Schot liegt die Genua sicher an Deck und wird nur an zwei Stellen beigebunden. Das geht fix und ist auch notwendig, weil wir keine Reling oder gar ein Relingsnetz haben.

Gruß
Andreas

32

Montag, 6. Februar 2017, 14:33


In allen kleineren Shorthanded-Offshore-Klassen ( Mini / Figaro / 950 ) werden nicht ohne Grund Stagreitersegel gefahren. Erst in der Class40 gibt es dann Rollanlagen, da hier die Segelgrößen zu unhandlich werden.


Die Figaros fahren keine Stagreitersegel. Die haben Profilvorstag.

33

Montag, 6. Februar 2017, 14:43

@Quallenschubser Danke für die Ermunterung für eine kleinere Genua. Kommt mir einhand ja wirklich entgegen, obwohl ich zugegebenermaßen dem klassischen Erscheinungsbild mit der Überlappung etwas nachhänge. Aber das war mir bei der Großsegelvergrößerung ja auch egal.

Interessante Schotführung habe ich angeführt, weil Eure Barber nach außen statt nach innen ziehen, das geht doch nur, wenn Eure hinteren Schotholepunkte oder -winschen relativ weit innen stehen, oder?

Ist denn Dein Nick wörtlich gemeint, oder seid Ihr immer angeleint, so ganz ohne Seezaun? :)

Bernd

34

Montag, 6. Februar 2017, 15:57

@micha571: Stimmt - mea culpa - und das wo die noch öfter Segel wechseln als die neueren Schiffe ( wegen symm. Spi ). Klassischer Fall von Übertragung, da sowohl in ClasseMini als auch Classe950 Stagreiter verwendet werden. Ja es gibt sogar Classe40 damit ...

VG, Frank

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Die Figaros fahren keine Stagreitersegel. Die haben Profilvorstag.
»frank_x« hat folgende Datei angehängt:
Rommel 33 zu verkaufen
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35

Montag, 6. Februar 2017, 17:59

Interessante Schotführung habe ich angeführt, weil Eure Barber nach außen statt nach innen ziehen, das geht doch nur, wenn Eure hinteren Schotholepunkte oder -winschen relativ weit innen stehen, oder?

Ist denn Dein Nick wörtlich gemeint, oder seid Ihr immer angeleint, so ganz ohne Seezaun?
Nach innen tendieren die Holepunkte am Wind von allein, wenn (ja, wenn... :O ) der Schlitten ausreichend entsalzen ist und leicht läuft. Wenn nicht, kann man den Holepunkt mit dem Barberholer mit zwei/drei Hüben (rauf/runter) nach innen pumpen. Wenn das auch nicht helfen sollte, holen wir kurz ein wenig die Luvschot.
Allerdings muss bei einem Schrick in den Schoten, also bei AWA ca. 40° und mehr, der Holepunkt langsam nach außen + unten geholt werden, damit das Vorsegel nicht zu sehr vertwistet.

Angeleint sind wir wenn es notwendig ist, aber Standard ist das nicht. Ich bin quasi ohne Reling groß geworden (ex Folkeboot), alles Gewöhnungssache.
Natürlich fehlt uns die Reling beim Hiken. Dann leinen sich die beiden auf dem Seitendeck am VA-Bügel neben dem Schiebeluk an und können sich bequem in die feste Part des Gurtes hängen.
Von weitem sieht das ohne Reling zugegeben etwas eigenartig aus, ist aber sicher. Für die Cockpitcrew gibt es Fußgurte + BauchBeinePo-Training ;)


Wenn es so weht wie auf dem Foto, gehen wir am Wind ohne Not jedoch nicht aufs stampfende Vorschiff. Wenn es die Umstände zulassen, gehen wir für Segelwechsel auf einen Vorwind- oder Raumkurs: das Boot liegt ruhiger, hat wenig Krängung und das Großsegel bekalmt die Genua. Häufig bergen wir jedoch auch das Groß und lassen einfach die Genua stehen.
Das Setup auf dem Foto verwenden wir primär, wenn der Wind im Laufe des Tages auch wieder nachlassen soll: Die kleine Fock ist schnell abgebaut und die fertig angeschlagene Genua flink wieder oben.
Auf Wettfahrten kommt die kleine Fock bisher nicht zum Einsatz.


Ach so: Mein Nick entstand auf einem rammdösigen Flautentörn, inmitten einer riesigen Quallenwolke quasi feststeckend ;)


Gruß
Andreas

sideluxe

Leichtmatrose

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Bootstyp: X-99

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36

Mittwoch, 8. Februar 2017, 21:35

Ich fahre einen Harken MK4 Furler und wechsle unterwegs, eigentlich immer einhand zwischen GI, GIII und Sturmsegel.
Habe auch hin und her überlegt, ob ich den Furler wieder ausbaue und auf Stagreiter wechsle, am Ende überwiegt aber für mich grad beim Tourensegeln der praktische Nutzen das Segel vor dem einlaufen einfach schnell wegzurollen.
Was mich nach wie vor etwas stört ist unterwegs bei mehr Wind das neue Segel anzuschlagen, das ist mit Stagreitern deutlich einfacher, weil einem der Haufen ziemlich schnell mal wegweht, wenn es auf dem Vorschiff liegt und nur im Profil und Prefeeder hängt...

Der MK4 hat weiter den Vorteil, dass er sich ruckzuck zum Regatta segeln umbauen lässt, also Rolle und Wirbel ab, dann lassen sich Segel mit längerem vorliek wie mit TuffLuff fahren. Für den Zweck habe ich eine zweiten Satz GI und GIII.

Für mich die optimale Lösung.

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