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  • »svensk.tiger« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 19 576

Schiffsname: Svensk.Tiger

Bootstyp: Jouët 1040 MS

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1

Montag, 6. Februar 2017, 14:25

Neues Forum "Einhand"

Auf Anregung durch "Dorade", sagt schon alles über Sinn und Zweck dieser Ecke:

Zitat

Rubrik "Einhand"
Hallo Sven,

Mein Name ist Hubert.

Ich segle seit 50 Jahren, die letzten 6 Jahre jeweils 4-5 Wochen in Kroatien, Einhand mit meiner kleinen "Super Dorade"
und meinem Hund Paul, einem Golden Retriever, im Reviever Krk > Split > Krk.

Ich versuche möglichst autark zu bleiben, bei Sprit, Wasser und Elt. Kontakt mit der Heimat halte ich über KW.
Wir gehen von Insel zu Insel und legen es nicht darauf an, in Häfen zu übernachten.

Hier im Forum, unter den Crew-Seglern fühle ich mich mit meinen Themen, Sorgen und Anregungen oft missverstanden.
Einhand ist eben recht anders, als das Segeln in grösserer Crew.

Welches ist die richtige Bootsgrösse für "Einhand" ?
Wie rüste ich es dafür praktisch und sinnvoll aus ?
Wie fahre ich den Anleger im engen Hafen allein ?
Wie verhole und ankere ich in einer schmalen Felsenbucht ?
Wer sitzt an der Pinne, wenn ich nach vorn zum Rollreff muss ?
Wer bedient im Notfall die (vorgeschriebene) Hand-Lenzpumpe ?
Wo und wie verbaue ich automatische Lenzpumpen.
Welcher Pinnenpilot ist der geeignetste ?
Lässt sich eine kleine Windsteuerung realisieren ? Ist die sinnvoll ?
Wie stelle ich weitgehende Autarkie auf einem kleinen Boot her ?
Sicherheit beim Einhandsegeln.....................

Deshalb würde ich mir eine eigene Rubrik "Einhand" sehr wünschen.
Es gibt so viele Spezialthemen und ich würde mich auch gern auf ein Treffen
mit anderen "Einhändern" im kommenden Sommer auf der Adria verabreden.

Läst sich das vielleicht einrichten ??
Grüsse
Hubert und Paul.
Grußß Svenning

Beiträge: 1 943

Wohnort: Essen-Cuxhaven-Den Oever

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2

Montag, 6. Februar 2017, 15:04

Da bin ich gern dabei :-)

Ich segele ja nun auch schon über 40 Jahre und wenn ich so zurückblicke habe ich immer versucht möglichst alles/viel einhand zu machen......
und zwar egal ob ich nun tatsächlich solo gesegelt bin oder helfende Hände an Deck hatte.
Mein Boot ist über die Jahre auch größer geworden und inzwischen ein großer Kat.

Es gibt inzwischen nix, was ich nicht alleine kann (mit Ausnahme Schleusen im NOK).

Meine Philosophie:
1. Du mußt es alleine können !
2. Wenn du nicht alleine bist, fahre so als ob du alleine wärst, denn die helfenden Hände können versagen.
3. Wenn was schief geht, liegt die Verantwortung bei dir selbst - immer ! - Selbst dann, wenn die helfende Hand versagt.
(Das hättest du nämlich vorhersehen können).
Gruß

Martin

Der Segler mit Zeit hat immer den richtigen Wind :)

Klaus13

Coque au vin Meister

Beiträge: 11 000

Wohnort: Wuppertal

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Bootstyp: WINNER 9.00

Heimathafen: Schokkerhaven

Rufzeichen: DJKI2

MMSI: 211674410

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3

Montag, 6. Februar 2017, 15:10

Moin,

so eine Extraecke finde ich zwar nett, aber ob sie die Mißverständnisse beseitig, die der TE anführt...? Unter dem Strich handeln wir in den allg. Themen viele Einhandthemen ab. Und wen jemand einen Trööt startet und direkt drauf hinweist, dass er/sie dieses oder unter dem Aspekt Einhand wissen möchte, dann klappt das auch ganz gut.
Warten wir mal ab, wie sich das hier entwickel. Einhandsegler haben wir hier ja reichlich.

Gruß Klaus
who fails to plan plans to fail

Beiträge: 1 943

Wohnort: Essen-Cuxhaven-Den Oever

Bootstyp: Katamaran

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4

Montag, 6. Februar 2017, 15:41

Ich geb mal ein paar Antworten auf die konkreten Fragen in kurzer Form - aus meiner Sicht bzw. Handlungsweise:

1. Welches ist die richtige Bootsgrösse für "Einhand" ?
2. Wie rüste ich es dafür praktisch und sinnvoll aus ?
3. Wie fahre ich den Anleger im engen Hafen allein ?
4. Wie verhole und ankere ich in einer schmalen Felsenbucht ?
5. Wer sitzt an der Pinne, wenn ich nach vorn zum Rollreff muss ?
6. Wer bedient im Notfall die (vorgeschriebene) Hand-Lenzpumpe ?
7. Wo und wie verbaue ich automatische Lenzpumpen.
8. Welcher Pinnenpilot ist der geeignetste ?
9. Lässt sich eine kleine Windsteuerung realisieren ? Ist die sinnvoll ?
10. Wie stelle ich weitgehende Autarkie auf einem kleinen Boot her ?
11. Sicherheit beim Einhandsegeln.....................

zu 1:
Ich denke da gibt es kaum Grenzen, segeln auf offenem Wasser kannst du jede Größe, schwierig wird das Manövrieren im Hafen/Schleuse.
Je größer die Schiffe desto mehr Helferlein sind an Bord z.B. Bugstrahl.

zu 2:
Alle meine Boote haben eine Mittelklampe bekommen – darauf schwör ich!

zu 3:
Am Besten immer mit Wind auf dem Heck, z.B. bei ablandigen Wind rückwärts fahren an den Steg/in die Box.

zu4:
Schmale Felsbucht?
Auflandiger Wind: Am Besten erst gar nicht dort ankern!
Ablandiger Wind: Anker auf, neuen Platz suchen, Anker runter.

zu 5:
Rollreffanlage sollten vom Cockpit aus zu bedienen sein, ansonst sitzt der Herr Autopilot am Ruder.

zu 6.
Niemand. Einbau leistungsfähiger Elektropumpen

zu 7.
Überall dort wo ich abgeschottete Bereiche im Boot habe, die von anderen Bereichen weitgehend getrennt sind….zuzügl. eine variabel einsetzbare leistungsfähige Pumpe mit langem Kabel u. Schlauch

zu 8.
Geeigneter Pipi?
Immer der, der am kräftigsten ist und die schnellste Hart-Hart-Zeit hat.
Hatte alles mögliche Navico, Autohelm. Genau vor dem Wind ab Bf 5-6 waren die aber alle nicht wirklich zu gebrauchen …. Handsteuerung !

zu 9:
Hab ich nie gemacht.
Herr Autopilot hat mir immer gereicht.

zu 10:
1. Priorität: Genügend Strom ist das A&O.
Dafür große Akkukapazität und Nachlademöglichkeit (Wind, Sonne, Lima, Generator).
2. Priorität Frischwasser:
Große Wassertanks, sparsamer Umgang (Vorspülen mit Seewasser)

zu 11:
Rettungsweste mit PLB und Signalmittel (ggf. wasserdichtes Handy)
Strecktaue bis zum Bug und auch Anleinen nicht vergessen
Rettungsinsel o.ä. (ggf. betriebsbereites Schlauchi)
EBIRB
AIS-Transponder
Nachts immer im Cockpit bleiben.
Nicht über die Reling pinkeln (nimm ein Eimer im Cockpit, zur Not mach dir in die Hose - sieht ja keiner :-) )
Gruß

Martin

Der Segler mit Zeit hat immer den richtigen Wind :)

Schebun

Steuer-Mann

Beiträge: 2 873

Schiffsname: Pebbles

Bootstyp: Elan 210

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5

Montag, 6. Februar 2017, 16:20

Ich denke es geht weniger darum die Fragen zu beantworten als um die eine Zentrale, die svensk.tiger stellt:

Klares ja von meiner Seite.

Nicht weil ich mich missverstanden fühlen würde, sondern weil es m.E. recht viele Einhänder gibt (mich eingeschlossen) und es nett ist, wenn die Themen dazu nicht irgendwo vergraben übers Forum verteilt sind. :)

Daher
Seekrankheit: Zuerst befürchtet man sterben zu müssen, danach, dass es noch lange dauert bis es endlich soweit ist.

eckstein

Proviantmeister

Beiträge: 480

Wohnort: Wilhelmshaven

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Rufzeichen: DD 2447

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6

Montag, 6. Februar 2017, 17:30

Der Philosophie von Martin in Post 2 kann ich mich wortwörtlich anschließen.
Der häufig gehörten Meinung, dass ein kleines Boot leichter einhand zu handhaben wäre, kann ich mich nicht unbedingt anschließen. Im Hafen trifft es vielleicht zu, auf See nicht. Da ist die Behäbigkeit eines größeren Schiffes hilfreich. Und für die Hafenmanöver findet man mit der Zeit Lösungen.

Schönen Gruß

Lutz

Dorade

Offizier

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7

Dienstag, 7. Februar 2017, 11:24

Hallo Skipper,

ich habe diese Kolumne angeregt und danke euch allen für die ersten Reakionen. Meine Intension ist es, den Einhändern unter uns
ein Forum zum Austausch von Anregungen, Ideen, Lösungen zu bieten die speziell das Alleinsegeln mit sich bringt.

Ich habe dabei nicht so sehr an die Seglerfreunde gedacht, die mit Familie, Kegelbrüdern oder anderen „Landratten“ unterwegs sind
und dann am Ende doch auf dem Boot fast alles selber machen dürfen. Ihre sachdienliche Hinweise sind natürlich trotzdem immer willkommen.

Ich denke mehr an die Segler unter uns, die tatsächlich allein unterwegs sind, nicht den Nachmittag auf dem See, sondern schon zum Wandersegeln,
für Tage oder Wochen, auf Strecke oder zwischen den Inseln, frei ankernd für die Nacht, in Flaute und Bora, unabhängig und ohne Zeitdruck.
Mit Verantwortung nur für sich selber - und sein Boot - und den Hund :) .

Auf die Fragen, die ich als Diskussions-Beispiele an den Anfang gestellt hatte, habe ich für mich schon Antworten gefunden.
Sonst wäre ich nicht immer wieder ohne grössere Schäden heimgekommen. Trotzdem würde ich sie gern mit anderen
Einhändlern diskutieren, Lösungen verbessern, neue Ideen finden.

Gern würde ich mich auch für den kommenden Sommerturn in Kroatien/Dalmatien verabreden, um einen Schlag gemeinsam zu segeln.
Letzten Sommer traf ich Andre aus Slovenien mit seinem 20 Fuss Hubkieler. Wir segelten einige Tage zusammen entlang Dugi Otok,
den Kornaten, bis runter nach Murter.

Jemand sagte mal:
Einhändler sind „Autarkie- und Verantwortungsjunkies“. Da ist was dran – niemand redet dir rein – auch mein Hund nicht. :D
Ich würde mich sehr freuen, wenn sich hier eine kleine Community zusammenfindet.

Hubert mit Paul - auf der Sirius
Definiere die Risiken, benenne die Probleme, finde Lösungen.

8

Dienstag, 7. Februar 2017, 16:28

zu 8.
Geeigneter Pipi?
Immer der, der am kräftigsten ist und die schnellste Hart-Hart-Zeit hat.
Hatte alles mögliche Navico, Autohelm. Genau vor dem Wind ab Bf 5-6 waren die aber alle nicht wirklich zu gebrauchen …. Handsteuerung !

Hier würde ich vor allem auf einen Mehrachsen-Gyrogesteuerten Piloten wie z.B. EV-100 setzen. Wie schon gesagt, sind die anderen Modelle sehr schnell nicht mehr zu gebrauchen. Das schmälert nicht nur den Spaß beim Segeln, sondern wäre für mich auch ein Punkt ganz oben bei der Sicherheitsliste. Die Boe, mit der der Pinnenpilot nicht mehr klar kommt, kommt erfahrungsgemäß immer genau dann, wenn du unten in Lee hängst oder auf dem Vorschiff rumturnst und keine Chance hast, schnell an den Piloten zu kommen. Noch besser wäre zum Piloten eine passende Fernbedienung und am allerbesten ein Autopilot mit MOB-Funktion, wie der von Heinrich dem Seefahrer oder NKE. Zwar nicht wenig Geld, aber aus meiner Sicht das top Preis-Leistungs-Verhältnis in Sachen Komfort und Sicherheit.

Robert

Dorade

Offizier

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9

Dienstag, 7. Februar 2017, 17:04

Ja, stimmt, Robert, danke !
Ohne einen Pinnenpiloten geht bei Einhand gar nichts. Ich fahre seit 7 Jahren den kleinen ST1000 von Raymarine.
Er ist nicht der Stärkste, aber gut eingestellt macht doch er seinen Job bis ca.5-6 Bf - dann ist aber auch Schluss.

Er hat jetzt ca. 800 bis 1.000 Betriebssstunden drauf. Ich nehme ihn jeden Winter auseinander.
Dann werden alle Zahnräder, die Zahnriemen und die Schubachse gereinigt und mit Silicon-Fett gepflegt.
Dann schnurrt er wieder. Bislang musste ich noch keine Teile ersetzen. Vielleicht aber wäre trotzdem ein Reserve-Pipi nicht übel.

Ich habe ihm eine Fernbedienung für die 4 Tasten verpasst. Damit kann ich auch vom Bug aus noch den Kurs nachstellen.

Gruss
Hubert
Definiere die Risiken, benenne die Probleme, finde Lösungen.

10

Dienstag, 7. Februar 2017, 18:16

Ansonsten: die Segelfläche nicht so fahren, dass man bei jeder Boe an den Traveller muss und bei an Deck zu erledigenden Dingen die Schoten etwas öffnen, Krängung raus nehmen und die zwei Minuten mit einem Knoten weniger auf der Logge oder etwas weniger Höhe ertragen wie ein Mann ... Ach ja, und immer und sofort Ordnung bei sämtlichen Leinen halten.

Jemand sagte mal:
Einhändler sind „Autarkie- und Verantwortungsjunkies“. Da ist was dran – niemand redet dir rein – auch mein Hund nicht. :D

Naja, ich segle sehr gern allein, aber noch lieber mit Familie oder Freunden. Ist bei mir eher eine Frage der Umstände als irgend so ein Einsamer Wolf- oder was weiß ich-Ding ...

Robert

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Robst« (7. Februar 2017, 18:30)


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11

Dienstag, 7. Februar 2017, 18:57

Ja, die Erlebnisse mit jemanden live teilen ist definitiv schöner. (ich meine nicht facebook od. whatsapp)
Aber wenn geeignete Mitsegler nicht da sind, dann lieber lonely wulf, bevor man(n) sich Stress macht.
Gruß

Martin

Der Segler mit Zeit hat immer den richtigen Wind :)

Abyss

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12

Dienstag, 7. Februar 2017, 19:22

Bin mit meiner Etap28i 1x im Jahr auch Einhand unterwegs, mit Bordhund Jackie, ein Nova Scotia Druck Tolling Retriever. (Kurz: kleine Retriever Art) hier ein Beispiel ohne Hund:
http://youtu.be/BW5vsXyLU7
Es ist für mich das schönste auf Erden....Freiheit pur. Pipi ist der Simrad-TP32
Die Etap28i läßt sich wunderbar einfach Einhand beherrschen. Alle Fallen sind ins Cockpit
umgeleitet.
An Bord ist auch ein Tauchkompressor...getaucht wird auch...
Mit Solarenergie ist man autark. Nach ca. 2 Wochen fehlt mir jedoch meine Familie...Man möchte das Erlebte austauschen.

Grüße Marian

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Abyss« (7. Februar 2017, 20:24) aus folgendem Grund: zu viele Rechtschreibefehler...Autorkorrektur am Handy...


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13

Dienstag, 7. Februar 2017, 20:08

Leider fluppt der Link bei mir nicht @Abyss:

Abyss

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14

Dienstag, 7. Februar 2017, 20:19

Uhpps...hatte vor Tagen doch schon mal hier gelernt, wie das mit den Videos geht....
Hier nun:

und



Grüße Marian

Dorade

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15

Mittwoch, 8. Februar 2017, 14:15

Kompressor

Toll Marian !
deine Filme von Boot, Hund Wasser und Felsen....genau so mein ich das, so gefällt es mir auch.
Wunderschöne Aufnahmen, Nett zusammen geschnitten !

Ja, Retriever sind tolle Bordhunde. Mein Paul ist ja auch einer, nur etwas grösser und jetzt 8 Jahre,
kennt das Boot auch von klein auf. Wir sind ein gutes Team und er fühlt sich auch sehr wohl an Bord.
Mit seinen "Leitrüden" immer auf Tuchfühlung !! Nur haben wir kein Dingi dabei und schwimmen
deshalb dreimal am Tag an Land. An meinen Baum an Bord soll er ja nun doch nicht. :)

Du hast einen Kompressor an Bord ? Super/Neid !! Betreibst Du den über einen eigenen Bord-Benzinmotor
oder über Landstrom ? Über 12V doch wohl nicht ?

Ich tauche auch - habe mir einen prof.12V-Kompressor aus der Luftfahrt besorgt und ihn mit Regler & Lüfter
in einem grösseren "Schuhkarton" gesteckt, ihn dann im Boot verbaut. Er schafft nur 10 AT - dann kommt
ein 50 m Schlauch und nur noch die 2.Stufe / Lungenautomat. Die Luftmenge reicht gut bis auf 20 m aber ich bleibe
normalerweise bei ca.10 m - auch um die Deco zu vermeiden. Schöner wäre schon eine Flasche, aber ich könnte
die in Kroatien schlecht irgendwo füllen.

Grüsse
Hubert und Paul
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Abyss

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16

Mittwoch, 8. Februar 2017, 14:33

Hallo Huber & Paul!

Danke, dass Dir die Videos gefallen!
Habe lange geplant, wie das auf 28Fuß zu schaffen ist. Der Bauer PE100 passt genau in die
Backskiste. Er steht dann auf 2 einsteckbaren Alu-Rohren, so dass darunter noch ca. 40cm Höhe frei sind für Kanister
und sonst was...
Ital. Kompressoren sind auch sehr handlich, sollen aber längst nicht an die Verarbeitung des Bauers heranreichen.
Der Bauer hat einen 4 Takt Benzin-Motor mit 5PS
Eine 15L Pressluftflasche ist in ca. 30' gefüllt (40Bar auf 225Bar)
Es war schon sehr umständlich früher: 1 Tauchgang, dann mit Zodiak an Land, Tauchschule suchen...Flaschen schleppen...später
extra wieder kommen um Flaschen abzuholen...
Im Winterlager kommt der Kompressor lieber mit nach Deutschland...steht sich sonst kaputt und man muss den Langfingern ja nicht
alles präsentieren.

Unser Hund erledigte als Welpe noch sein Geschäft auf dem Vorschiff, so waren lange Schläge über 36 Stunden kein Problem.
Er kam mit 3 Monaten als Welpe an Bord...der 1. Törn ging 5 Wochen lang zu den liparischen Inseln.
Seit dem ist das Boot sein 2. zu Hause!
Als Großer will er sein Revier nicht mehr beschmutzen...so sind für lange Schläge Nachtfahrten das optimale. Dann schläft er sowieso.
16 Stunden gehen dann noch gut...mit Beschäftigungstherapie wie bestimmte Sachen bringen oder wegräumen.

Ach noch was, wir haben ca. 100L Süßwasser dabei, 80L Tank und 20L Reservekanister. Abgespült wird nur mit Seewasser, wir ankern
fast nur, und da ist das Wasser sauber. Spaghetti-Kochen an Bord: 1/3 Seewasser, spart das Salzen. Eierkochen nur Seewasser...
Mit den 100L kommen wir wochenlang aus. (Einhand noch viel länger) Wenn es zum Einkaufen in den Hafen geht, wird der Reservekanister aufgefüllt. Das reicht.
Trinkwasser wird in Plastikflaschen gebunkert. (Ist in Italien üblich...leider kein Pfand-System)
Mit dem Diesel-Einbautank (50L) schaffe ich ca. 120sm. 20L Reserve sind an Bord.
Dann noch 2x10L Benzin für Außenborder und Kompressor.
Theoretisch könnte ich 4 Wochen ohne Einkaufen auskommen...wenn nicht alles motort wird :)

Viele Grüße Marian

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Abyss« (8. Februar 2017, 15:56)


Dorade

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17

Freitag, 10. Februar 2017, 09:03

Boot, Hund, Wind und Sonne

Ja, Marian, genau so macht das Segeln die richtige Freude: Autark, unabhängig und selbstbestimmt.
Du segelst vor dem Italienischen Stiefel - Mein Boot ist kleiner und da bleibe ich lieber im Schutz der Inseln Dalmatiens.

Der Bauerkompressor scheint wirklich gut geeignet. Ich hab mir das mal angesehen.
http://www.baur-kompressoren-direkt.de/m…01381918573.pdf

Ich bringe ihn aber auf dem Boot nicht mehr unter, in der Backkiste liegt schon der 20L Benzintank für den AB.
Ich hatte schon mal versucht, den kleinen 800W Stromgenerator zu verstauen, Selbst das war schon ein Problem.
Die S-Dorade ist mit 2 m recht schlank gebaut. Das geht leider auf Kosten des Stauraums.

Zur Beschäftigung für den Hund:

Auf der Adia hast Du oft totale Flaute oder Bora. Dazwischen vielleicht 30% vernünftigen Segelwind. ?(
Bei Flaue stop ich dann gern mal den Motor. Nehme seinen Knüppel und schicke Paul zum Apportieren.
Das macht ihm große Freude und er kommt so richtig in Schwung !

An Bord klettert er über die (etwas verlängerte) Badeleiter. Ich hab ihm die Sprossen mit einer Aluplatte hinterlegt
und sie auf eine Neigung von 60grad zum Wasser eingestellt. Damit krabbelt er einfach zurück an Bord.

Es geht nichts über Boot, Hund, Wind und Sonnenschein !

Grüsse
Hubert und Paul
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Freitag, 10. Februar 2017, 10:40

Sehr schöne Videos von Abyss.
Auf den Hund bin ich noch nicht gekommen, obwohl ich auch schon manchmal daran dachte, wenn ich alleine unterwegs war. Aber dann schafft man sich neue Abhängigkeiten, vor allem bei Reisen ohne Boot.

Aber zurück zum Einhandsegeln: Dem kann ich fachlich nichts hinzufügen; man merkt den Beiträgen an, dass die Autoren ihr Metier kennen.

Nur soviel: Ich segele zwischendurch auch gerne einhand. Denn so nett die Frau ist oder Freunde, die mitkommen, man muss jede Entscheidung begründen und diskutieren, muss Rücksicht nehmen für Landausflüge und was auch immer. Aber schön zu zweit, wenn man ins Restaurant geht: alleine ist irgendwie doof. Und wenn man an Bord kocht (und ich koche gerne), dann ist es doch schön, wenn jemand anders für den Abwasch und das Aufräumen zuständig ist, oder?

Spaß beiseide, beides hat Vorteile, und ich bin ein zu geselliger Typ, um lange alleine zu segeln. Allerdings: Wenn ich alleine unterwegs war, hatte ich im Hafen schneller Kontakt mit einheimischen Seglern, vermutlich, weil ich als Alleinsegler offener auf sie zuging.

Ob wir eine eigene Rubrik für Einhandsegler im Forum benötigen, weiß ich nicht, denn mein Eindruck ist, das die aktiven Forenmitglieder oft auch Einhandsegler sind oder quasi, weil die Partnerin nur Mitseglerin ist, der Skipper also mehr oder weniger auf sich gestellt ist.

Handbreit, Skokiaan

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19

Freitag, 10. Februar 2017, 11:10

Ich glaube, das Einhandsegeln ist so eine Art Mentalitätsfrage...
Es entsteht dabei eine tiefe innere Zufrieden und Ausgeglichenheit.
Nur beim Einhand-Segeln komme ich wirklich vollkommen zur Ruhe.
(Beim Bergsteigen/Bergwandern, Wüstenwandern klappt das irgendwie nicht)
Dabei geschehen viele verrückte Dinge, die ich vorher so nie von mir kannte.
Längst verarbeitet geglaubte Lebensabschnitte kommen plötzlich wieder zurück an die Oberfläche der Seele und beschäftigen einen.
Man sitzt im Cockpit, der Pipi steuert, man schaut ins unendliche Blau und kaut plötzlich stunden-ja tagelang auf irgendwelchen
alten "Kapiteln" rum! Das tut aber sehr gut, danach fühle ich mich besser, dann ist das Kapitel wirklich abgehakt!

Aber wie gesagt, ich bin auch kein Einsiedler, nach 2-3 Wochen fehlen mir meine Lieben und man möchte sich und das erlebte austauschen!

Grüße Marian

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20

Freitag, 10. Februar 2017, 17:41

Ich bin nun auch viel Einhand unterwegs, meiner Meinung nach gibt es nichts entspannenderes als alleine in die Nacht zu segeln. Das Boot und das drumherum muss halt stimmig sein.

Um nochmal auf die Fragen zurückzukommen:

Welches ist die richtige Bootsgrösse für "Einhand" ?
Die Größe die der Skipper immer sicher beherrschen kann. Für mich würde das so bis 36 Fuß bedeuten, aktuell bin ich mit 24 Fuß unterwegs.

Wie rüste ich es dafür praktisch und sinnvoll aus ?
Das sieht wohl jeder anders. Für mich bedeutet das Plotter, Tablett oder Handy tun es zur Not aber auch. So brauche ich nicht immer nach unten um auf die Karte zu schauen, was gerade bei schlechterem Wetter ein Vorteil ist. Außerdem sind Funk, Handfunke und AIS an Bord.

Strecktaue finde ich sehr wichtig um sich einzupicken. Lazyjacks mag ich nicht, bringen im Zweifel mehr Probleme als sie helfen. Ein Baumkicker ist auf alle Fälle sinnvoll beim Bergen der Segel, gerade wenn man das alleine machen muss.

Wie fahre ich den Anleger im engen Hafen allein ?
Habe immer zwei zusätzliche Leinen griffbereit wenn ich in den Hafen fahre. So kann ich das Boot auch schnell mal an den Mittelklampen und den Sorgleinen in der Box festmachen was die Manöver sehr vereinfachen kann.

Man sollte seine Manöver vorher gut im Kopf vorbereiten.

Wie verhole und ankere ich in einer schmalen Felsenbucht ?
Anker vom Heck aus ausbringen, ein Autopilot hilft dabei ungemein.

Wer sitzt an der Pinne, wenn ich nach vorn zum Rollreff muss ?
Der Autopilot, obwohl das bei Reffleine im Cockpit nicht nötig ist.

Wer bedient im Notfall die (vorgeschriebene) Hand-Lenzpumpe ?
Die ist im Cockpit seitlich unter der hinteren Sitzbank im Schott eingebaut, daher kein Problem.

Wo und wie verbaue ich automatische Lenzpumpen.
Die Automatik-Pumpe ist in der Bilge.

Welcher Pinnenpilot ist der geeignetste ?
Ich würde sagen ein Einbaupilot wie EV-100. Habe selber nur den TP-10, der leidlich seinen Dienst tut. Ab der nächsten Saison habe ich aber eine Windpilot WSA auf die ich mich wohl besser verlassen kann.

Lässt sich eine kleine Windsteuerung realisieren ? Ist die sinnvoll ?
Ich denke ja, gerade was die Unabhängigkeit von Strom angeht. Außerdem sind die mechanischen Anlagen nicht so empfindlich und lassen sich nur Not auch mal reparieren.

Wie stelle ich weitgehende Autarkie auf einem kleinen Boot her ?
Auf alle Fälle eine WSA, Solarenergie und ein großzügig dimensionierter Wassertank.

Sicherheit beim Einhandsegeln.....................
Einpicken ist das wichtigste, gar nicht erst über Bord gehen. Schwimmweste bringt einen nicht unbedingt weiter wenn niemand da ist der einem helfen kann.
Liebe Grüße
Marcel

Warum gibt es nur zwölf Windstärken ? Als Herr Beaufort bei zwölf angekommen war hat er aufgehört zu zählen und angefangen zu beten...

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