Sie sind nicht angemeldet.

Werbung

Boote kaufen

Windstärken

Windstärkentabelle

Hallo Besucher, willkommen im Segeln-Forum! Hier kannst Du Dich registrieren, um unser Forum in seiner vollen Pracht genießen zu können! - Weitere Infos zur Registrierung - Login für Mitglieder -

TFischer

Offizier

  • »TFischer« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 147

Wohnort: Kassel

Schiffsname: N.N.

Bootstyp: derzeit keins

  • Nachricht senden

1

Donnerstag, 9. Oktober 2014, 16:45

Bente 24

Ich ahne schon, wer dieses Schiff als Erster segeln wird.:thumbup:
Bente 24: 1,20 Meter Modell und Mock Up Bau bei Von der Linden: Bisher war alles nur virtuell und digital. Nun... http://bit.ly/10U4k8I

http://twitter.com/tzives/status/520222661289730048

Retweet von @SegelReporter tweet

(gesendet mit Seesmic http://www.hootsuite.com)
Gruß aus Nordhessen
Thomas


"Sailor like it smoothy!" :pirat:

unregistriert

2

Donnerstag, 9. Oktober 2014, 20:17

Spoiler Spoiler

Rente mit 24? Hätte ich auch gerne gehabt...

Klaus13

Coque au vin Meister

Beiträge: 11 154

Wohnort: Seestermühe

Schiffsname: Maris

Bootstyp: WINNER 9.00

Heimathafen: Schokkerhaven

Rufzeichen: DJKI2

MMSI: 211674410

  • Nachricht senden

3

Donnerstag, 9. Oktober 2014, 21:39

Moin,
ich bin sehr gespannt, ob aus dem Projekt etwas wird. Maximale mediale Begleitmusik machen noch kein gutes Boot. Die Ideen der Designstudenten sind schon sehr interessant. Es ist immer gut, wenn Menschen ohne Scheuklappen, ihren Ideen freien Lauf lassen können. Aber dann muss es gelingen, diese Ideen in umsetzbare Anwendungen umzugestalten. Und bezahlbar muss es auch noch bleiben. Ein echte Herausforderung. Sollte Digges dieses Boot auf der Ostsee testen können, wäre das schon mal ein Punkt.
Gruß Klaus

manus

Handwerker

Beiträge: 3 093

Schiffsname: Back to the Ruth's

Bootstyp: Trio 92

Heimathafen: Westerkappeln

Rufzeichen: DA 3064

  • Nachricht senden

4

Donnerstag, 9. Oktober 2014, 21:53

Spoiler Spoiler

Rente mit 24? Hätte ich auch gerne gehabt...
Moin,das ist meine Kritik an dem Projekt, viel zu laut, mediengeil... an die "Hater"...
____________________________

Grüße aus der Provinz

Uwe

Klaus13

Coque au vin Meister

Beiträge: 11 154

Wohnort: Seestermühe

Schiffsname: Maris

Bootstyp: WINNER 9.00

Heimathafen: Schokkerhaven

Rufzeichen: DJKI2

MMSI: 211674410

  • Nachricht senden

5

Donnerstag, 9. Oktober 2014, 22:05

Uwe,

Du hast nicht ganz unrecht. Aber so ein Projekt muss auch bezahlt und somit beworben werden. Da ist mir die PR von Digger allemal lieber als die anderer Werften. Und nun sollten wir mal abwarten. Ein 24 ft Boot auf den Markt zu bringen, ist schon ein Wagnis.
Übrigens: Wer erinnert sich noch an das Projekt, dass vor wenigen Jahren vom "Segelmagazin" ins Leben gerufen wurde? War eine ähnliche Kiste. Meines Wissens hat es ausser dem Prototypen keine weiteren Boote mehr gegeben. Dabei war das Gerät nicht schlecht.

Gruß Klaus

6

Donnerstag, 9. Oktober 2014, 22:12

1 Rumpf 3 Konzepte schon bei Willi Dehler : Sprinta Sport - Sprinta DS - Sprinta 70 !

Ich tippe als Werft z.B. auf original-Ur-dehler im Sauerland bei Meschede, denen würde ich mit bente 24 oder anderen Booten sehr viel Erfolg gönnen.
Die Angestellten dort können wirklich gute Boostbaukunst und bente 24 erinnert mich durchaus an den Innovationsfreigeist eines Willi Dehler.
Aber Hanse Werft ist logischerweise vermutlich auch im Rennen, da sitzt ein Kalle Dehler heute und digger promotete die Neo-Varianta mit Kontakten nach greifswald. die bente würde das Hanse-Angebot nach unten erweitern.
Wie man sieht, hat digger aber inzwischen seine Kontakte überall und auch eine hier nicht genannte Werft könnte es werden.

Ob die bente 24 den Spagat zwischen Segeleigenschaften, Wohnraum, Tourenfähigkeit, Regattatauglichkeit, Hochsee? a la Mini?, Trockenfallen, flachere Reviere, trailerbar schafft ?
Variables Konzept ?
Ich wünsche viel Erfolg, da leider eine neue Hai 710 Kielschwert (Kiel war auch wählbar und wurde mehrheitlich gekauft) mit genialer Raumaufteilung und guten Segeleigenschaften auch für lange Touren (Regatta weniger, irgendwo muß der Kompromiß angesetzt werden) nicht mehr gebaut wird.
Aber ein gutes Boot ist auch 34 Jahre später noch aktuell.
Ob von einer bente 24 auch mal ca. 250 Stück , soviele wie geschätzte Hai 710 ( von mir jetzt pi mal daumen nach dem was ich weiß) verkauft werden ?
Die Hai 710 wurde mindestens über 200 mal gebaut, seit 1975, Baunummer 177 im Frühjahr 1981, 191 bereits Frühjahr 1982, gebaut bis Ende der 80er/Anfang 90er ? Evtl. bis an die 300 ?
Die Hai hatte kein marketing in der Art wie heute, da haben die Messebesuche, Mund-zu-Mund-Propaganda, Mitsegeln beim Vereinskollegen, der evtl. schon eine hatte, usw. den Ausschlag gegeben, also eigenes Erleben oder Erfahren, durchaus im direkten Vergleich zur Konkurrenz, die auch an den Stegen lag und liegt, und auf den Messen benachbart stand, so wertige Namen wie Sprinta 70 oder Sprinta Sport, Sprinta DS (da hätten wir bereits einen typisch klugen Willy Dehler Schachzug, lange vor der bente 24:

1 Rumpf, 3 Konzepte für unterschiedliche Zielgruppen !)

, Delanta 75, 76, 80, Varianta 65, Neptun 22, 25, Etap 22, 23, Dufour T6 und T7 u.v.a.m.
Später dann Dehlya 22, 25 beide mit Wasserballast, dann Dehler 22, 25cr nur mit Kiel glaube ich.

Spannend ist für mich, ob die bente 24 in einer Ausführung mit variablem Tiefgang angeboten wird.
Die deutschen Volumenwerften Hanse und Bavaria ignorieren schon lange bisher die potentiellen Käufer, welche wirklich wenig Tiefgang (also Kielschwert, Hubkiel o.ä.) als Option wünschen.

Die bente 24 wird auch konkurrieren müssen mit dem Angebot der vielen, durchaus pfiffigen Yachten der polnischen Werften, und die bieten ganz wenig Tiefgang locker hoch bis 10 meter und weit größerer Klasse (Delphia, wenn ich nicht irre).

Also, das bente 24 Projekt ist mutig, ein Projekt in einer Liga, welches sich die großen Hanse und Bavaria schon langer nicht mehr getraut haben.
Wünsche viel Erfolg !
www.Hai-710.de.vu --- Perfektes Fahrtensegeln mit dem Trailerboot --- Törnberichte: www.hai-710.blogspot.de

manus

Handwerker

Beiträge: 3 093

Schiffsname: Back to the Ruth's

Bootstyp: Trio 92

Heimathafen: Westerkappeln

Rufzeichen: DA 3064

  • Nachricht senden

7

Donnerstag, 9. Oktober 2014, 22:16

Moin Klaus, ich bin leise, aber das war sein Deal
____________________________

Grüße aus der Provinz

Uwe

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »manus« (10. Oktober 2014, 03:38)


Klaus13

Coque au vin Meister

Beiträge: 11 154

Wohnort: Seestermühe

Schiffsname: Maris

Bootstyp: WINNER 9.00

Heimathafen: Schokkerhaven

Rufzeichen: DJKI2

MMSI: 211674410

  • Nachricht senden

8

Donnerstag, 9. Oktober 2014, 22:54

Moin Klaus, ich bin leise, aber das war sein Deal,


Das kann ich leider nicht beurteilen. Dafür reicht mein Insiderwissen nicht.

Gruß Klaus

TFischer

Offizier

  • »TFischer« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 147

Wohnort: Kassel

Schiffsname: N.N.

Bootstyp: derzeit keins

  • Nachricht senden

9

Freitag, 10. Oktober 2014, 06:26

Mir gefällt die Bente-Idee, weil es wieder ein Boot in einer Preisklasse ist, die für viele noch vorstellbar und finanzierbar ist.
Gruß aus Nordhessen
Thomas


"Sailor like it smoothy!" :pirat:

10

Freitag, 10. Oktober 2014, 08:43

moin

nun wartet doch erst mal ab,

ein Modell ist noch keine Serienprodukt,

die Tests werden dann zeigen ob der Entwurf Serien tauglich ist,

besser so, als eine SQ25 die nicht flutscht, es sei denn man baut alles aus und setzt sich ganz nach vorn.

Ich sehe im gesteckten Rahmen im übrigen keine Produktion in Germany.

aber bis dahin wird noch einiges an Zeit vergehen.

grüße Sven

unregistriert

11

Freitag, 10. Oktober 2014, 09:46

Lustig. Ich versuche mal, die Spekulationen auszuräumen.

1. Mediale Aufbereitung

Bente ist ein Open Source Projekt. Jeder darf mitmachen. Dieses Boot war mal eine fixe Idee. Kaum jemand traut sich, einen Kleinkreuzer neu zu entwickeln. Daher haben wir uns entschieden, das ganze über die breite Öffentlichkeit entstehen zu lassen. Anders hätten wir die Partner, die uns nun sehr engagiert unterstützen, niemals bekommen. Wir haben es halt mal auf diesem Wege versucht. Ohne das durch uns hervorgerufene öffentliche Interesse hätten wir heute weder ein Mock Up noch einen messtand, noch die ganzen Partner mit ihren Vorträgen und Neuentwicklungen.
Wir hätten auch im stillen Kämmerlein ein Boot entwerfen können und uns dann bei den Werften die Hacken abrennen können. Ich denke, das wäre der schlechtere Weg gewesen.

Ausserdem: Wen stört sowas? Man muss es nicht verfolgen und alle anderen haben ein wie ich denke spannendes Projekt, was sie begleiten können.

2. Umsetzung und Serie

Es gab dahingehend schon Gespräche. Und nein - nicht mit SQ. Die verfolgen andere Ziele, haben ja auch selbst ein Boot in der Größe. Hanse Yachts ist auch nicht im Rennen. Es gibt andere, kleine und flexible Werften, mit denen wir gesprochen haben. Aber vorher müssen wir sehen, ob wir einen Prototypen hin bekommen. Das kostet viel Geld. Geld, dass niemand von uns hat.

3. Serientauglichkeit

Da wir von Anfang an ein bezahlbares Boot im Kopf hatten, haben wir uns einen sehr sportlichen Zielpreis vorgenommen. Und bezahlbar bedeutet gleichzeitig: leicht Baubar. Dadurch ergab sich auch die Entwicklung des Bootes. Denn auch im Selbstbau wird das Boot zu machen sein. Fast das gesamte Schiff besteht aus abwickelbaren Flächen, die einfach und kostengünstig herzustellen sind. Für Selbstbauer, die zum Beispiel aus Sperrholz oder Duraflex bauen wollen, wird es eine andere Variante des Unterwasserschiffes geben.
Das Boot ist so konstruiert, dass es nicht zwangsläufig im Ausland gebaut werden muss, um bezahlbar zu bleiben. Allerdings spricht auch nichts gegen des Ausland. Selbst 40 Millionen Euro One Off Yachten werden im Ausland gebaut.

4. Das Projekt als solches.

Jeder von uns hat bisher sehr viel Zeit und Geld in das Projekt gesteckt. Und eine Menge Herzblut. Anders kann man so etwas auch nicht machen. Allein das 3D Modell für die Fräsung des Mock Ups hat mehrere Nachtschichten (neben dem normalen Job) gekostet. Und jedem von uns ist klar, dass niemand damit Geld verdienen wird. Mit Kleinkreuzern verdient man nichts. Zu dem angestrebte Preis erst recht nicht. Bente war mal eine fixe Idee vorm Kamin mit einem Rotwein in der Hand. Und weil wir Lust auf so ein Projekt haben, machen wir das. Ich weiss heute noch nicht mal, wie ich mir mal meine Bente finanzieren soll.

5. Segeleigenschaften

Da gibt es mittlerweile Berechnungen. Wir sind bei dem Boot ganz anders vorgegangen als man das eigentlich macht. Wohntauglichkeit wurde der Segeltauglichkeit untergeordnet. Das werden wir an dem Mock Up erklären können. Und die Werte, die jetzt raus kommen, waren selbst für uns verblüffend. Ich kann auf der Messe gern Zahlen präsentieren. Wie lang die Wasserlinie bspw. bei 20 Grad Krängung wird und wie stark sich bei der gleichen Krängung die benetzte Fläche reduziert. Haben egstern die Tabellen gesehen. Die Kiste wird auf jeden Fall laufen wie Hölle.

Für die, die sich auskennen, hier mal ein Leak: SA1/2 / Displ1/3 Upwind = 5,70

unregistriert

12

Freitag, 10. Oktober 2014, 09:52

Klaus, das Projekt, dass Du angesprochen hast, nannte sich SailOvation.

Das war aber ein völlig anderer Ansatz. Da ging es nicht um ein Boot für die breite Masse, sondern um eine Neuentwicklung, die am Wind ins Gleiten kommen soll. Das Boot kann man derzeit übrigens kaufen. Sie heisst nun Vanguard 4

http://www.va-yachtdesign.de/segelyachten/sailovation.php

horstj

Lotse

Beiträge: 1 679

Wohnort: D - Meer - Berge = Münster

Bootstyp: Jeanneau Microsail

  • Nachricht senden

13

Freitag, 10. Oktober 2014, 10:18

hier mal ein Leak: SA1/2 / Displ1/3 Upwind = 5,70


Uuaah, ohne Einheiten muss man immer so viel hin und her rechnen. Zum Vergleich hier mal ein paar SA/D Werte von anderen Bootle ähnlicher Ausrichtung: www.seascapenordic.se/wp-content/uploads/benchmarking-27.pdf
Bootslog und Refitblog Jeanneau Microsail https://microsail.wordpress.com/

unregistriert

14

Freitag, 10. Oktober 2014, 10:23

Upwind 5,70 sollte Dir auch ohne Einheiten was sagen. ;P

Schebun

Steuer-Mann

Beiträge: 2 908

Schiffsname: Pebbles

Bootstyp: Elan 210

  • Nachricht senden

15

Freitag, 10. Oktober 2014, 11:33

Klappern gehört zum Geschäft, von daher ist mediale Aufmerksamkeit doch positiv und kann die Sache an sich nur stützen. Wäre doch schön, wenn am Ende mehr als eine Geschichte dabei herauskommt, nämlich ein Boot, das man sogar kaufen kann.

Dass es nicht so einfach ist ein Schiff zu bauen, das allen gefällt ist auch klar.

Spannend wird ob güstig und gut oder nicht günstig sondern billig dabei rauskommt. Natürlich kann man durch vereinfachte Produktion Kosten sparen, die Frage ist warum andere das nicht auch machen. Meist ist ein gravierender Nachteil mit der günstigen Variante verbunden, aber da ist die Katze ja noch im Sack, lassen wir uns überraschen. Vorneweg wurden Entwicklungskosten gespart, die sich bei 10 Produzierten Einheiten selbstverständlich unheimlich auswirken würden, bei ein paar hundert Einheiten aber dann eher im unteren einstelligen Prozentbereich anzusiedeln sind, von daher ist die Ersparnis zwar nett um das Projekt auf den Weg zu bringen, am schlussendlichen Preis wird das aber denke ich weniger einsparen als man sich wünschen würde.

Wenn die Mediale Aufmerksamkeit doch da ist, die Kohle aber fehlt gibt es doch heutzutage wirklich ausreichend viele Möglichkeiten an Geld heran zu kommen. Sei es durch Crowdfunding, es Vorabverkauf einiger Modelle, den Weg zur Bank, Risikoinvestoren etc. etc. alleine die Klicks auf die leider etwas stiefmütterliche Bente24-Seite sind doch schon ein kleines Vermögen wert.

Dass das Rad nicht neu erfunden werden wird war von Anfang an klar denke ich. Es sollte ne "glitschkiste" werden und mit errechneten 5,7 geht es ja auch in die Richtung. Sportliche Boote in der Größenordnung gibts ja einige, die meisten sind halt wahnsinnig teuer und wie immer ist zunehmende Sportlichkeit gleich weniger Wohnlichkeit, auch da wird sich nichts grundlegendes ändern. Dazu kommt, dass, siehe SQ25 aus einem schnittigen Rumpf mit zunehmenden Einbauten schnell ein dickes Entchen wird. Spannend fand ich pers., dass neue Köpfe mitspielen durften wobei natürlich zu gucken ist in wie weit das dann in der Salzwasserwelt bestehen kann, aber ein wenig frische Ideen tun der Branche gut. Der alte Dehler war für solche Sachen immer gut, aber den gibts ja schon ne Weile nicht mehr.

Zitat

Mit Kleinkreuzern verdient man nichts. Zu dem angestrebte Preis erst recht nicht.
In dem Fall muss ich sagen, dass das erste nicht Stimmt und beim zweiten wohl ein Fehler im System ist. Günstig herstellen ist eine Sache, keinen Gewinn erzielen eine andere. Dass man mit Kleinkreuzern nichts verdient stimmt schlicht nicht. Das sieht vielleicht der Vorstand von Hanseyachts so und ja, man hört das auch oft, aber was sind dann die ganzen Werften die nur Kleinkreuzer herstellen? Geldwaschbetriebe? Hobby von Superreichen? Es gibt ettliche Hersteller die sich ausschließlich im Kleinkreuzermarkt betätigen, manche mit überragendem Erfolg, wie ein kleiner Blick über die Oder verrät, aber auch bei uns gibt es sehr erfolgreiche Kleinkreuzerhersteller wie SailArt oder BIGA auch in Östereich und der Schweiz, in Holland oder in Frankreich gibt es erfolgreiche Werften. Dass man mit Kleinkreuzern nichts verdient ist schlich falsch. Der Markt ist schwieriger, ja, das kann ich mir vorstellen. Man verdient weniger an der einzelnen Einheit, ja auch das kann ich mir vorstellen, aber man kann damit Geld verdienen, es ist nur nicht leicht. Aber wo ist es das schon?

Ob das Boot in Deutschland oder in weiß der Deubel wo gebaut wird spielt schlussendlich m.E. weniger eine Rolle als das Fertigungsverfahren und die Überwachung des selben sowie die verwendet Materialien. Noch so günstig ist zu teuer wenn ich nach 5 Jahren Osmose im Rumpf habe, mir jedes dritte Metallteil an Bord rostet und in der Kajüte eine Tropfsteinhöhle auf mich wartet.

Es kommt schlussendlich auf das Gesamtpaket an, die Segeleigenschaften, die Wohnlichkeit, Material, Qualität und schlussendlich auch der Preis. Ein günstiger Preis lockt, aber das ist nicht alles. Der Bootsmarkt ist breit und das Angebot groß, auch an günstigen Schiffen. Ich muss nur meinen Segelzwerg ansehen. Ja, kostet(e) nur 12.000 EUR, segelfertig aber bissi Zeug eingebaut, Hänger dazu und schon kostet es das doppelte und für 24.000 kann ich schon einige andere Schiffe haben, fertig, an denen ich nichts mehr basteln muss und sogar ne Nummer größer. Aus einem Kreis wird halt nicht so leicht ein Quadrat.

Ich bin hoch gespannt was aus Bente24 wird und ggf. werde ich sogar eine kaufen... wer weiß? Ich bin noch immer im Hadern was ich sinnvoll tun kann. Zweites Boot, ein Boot und trailern, Bootsbuddy, Eignergemeinschaft, Charterer bleiben... die Entscheidung ist schwierig.
Das Projekt Bente24 ist auf jeden Fall spannend, sowohl aus eventuellem eigenen Kaufinteresse als auch aus eher akademischen Gründen rund um das Thema Segeln und Boote
Seekrankheit: Zuerst befürchtet man sterben zu müssen, danach, dass es noch lange dauert bis es endlich soweit ist.

schwattwitt

Salzbuckel

Beiträge: 2 633

Wohnort: Ecklak 53°57'0.82"N, 9°14'43.87"E

Bootstyp: Lanaverre 590

  • Nachricht senden

16

Freitag, 10. Oktober 2014, 12:01

Ich finde die Art und Weise wie das Boot entsteht im grossen und ganzen gut.
Für mich ist einzig und alleine diese Werbersprache langsam etwas nervig "Mockup", "trailer" "Hater" und andere Werbeanglizismen erinnern mich zu sehr an meinen Arbeitalltag ;-)
Für das Boot und die mediale Darstellung bin ich vielleicht zu altmodisch. Das breite Heck des Bootes und die oben genannte Sprache mit der es angepriesen wird sind nicht meins.
Das hält mich auf Abstand zu diesem Projekt
Gerade weil ich Arbeitsbedingt immer am Ball des Zeitgeistes dran sein muss wäre mir als Ausgleich im Hobby ein klein wenig mehr Bodenständigkeit und klassischere Formen lieber.
Ich drücke dem Projekt trotz alledem die Daumen!
Ich habe ja mein Boot gefunden ........

unregistriert

17

Freitag, 10. Oktober 2014, 13:45

Zitat
Mit Kleinkreuzern verdient man nichts. Zu dem angestrebte Preis erst recht nicht.
In dem Fall muss ich sagen, dass das erste nicht Stimmt und beim zweiten wohl ein Fehler im System ist. Günstig herstellen ist eine Sache, keinen Gewinn erzielen eine andere. Dass man mit Kleinkreuzern nichts verdient stimmt schlicht nicht.



Geh mal von einem 30.000 Euro Boot aus. Die Entwicklung der Form liegt bei 100-150 T Euro. 30% des Preises wird in der Regel als Rückstellung für Gewährleistungen geparkt.

Und nun rechne mal das ganze aus, bis Du den Break Even erreicht hast. Da musst Du schon einige Schiffe bauen. Früher, als der Markt boomte, konnte man von den Kisten noch 2.000 Boote verkaufen, oder wie bei der Varianta 65 über 4.000. Dann lohnt es sich.

Die meisten Kleinkreuzer erreichen heute aber nicht einmal mehr die Baunummer 100. Die Varianta 18 hat 299 geschafft, aber es ist nichts hängen geblieben. Davon kann auch ein 1 Mann Betrieb nicht leben, die Hanse Yachts AG schon gar nicht. Es ist sher so, dass große Werften so eine Kiste mit durchziehen können, weil sie sich davon Kundebindung und - erschließung versprechen.

Geld lässt sich nur mit dem ganzen Krempel drumerhum verdienen.

Oder man verkauft das Boot halt für 60.000. Dann rechnet es sich schneller, aber dann verkauft man kaum was. Der Markt hat sich halt verändert.

unregistriert

18

Freitag, 10. Oktober 2014, 13:49

Für mich ist einzig und alleine diese Werbersprache langsam etwas nervig "Mockup", "trailer" "Hater"


Ist keine Werbersprache - ist Bootsbaujargon. Ich übernehme vieles nur. Das meiste kannte ich vorher gar nicht.

Mock Up heisst Mock Up. Ich könnte aber auch Helling schreiben. Oder - in der Fachsprache Running Plug. Diese Begriffe sind Standard. Modell wäre nicht richtig, weil man von einer Helling, oder einem Mock Up halt einen Prototypen und/oder eine Form ziehen kann. Darauf sind sie angelegt.

"Trailer" kommt in der Kommunikation gar nicht vor, Hater habe ich hier nicht geschrieben, sondern nur einmal. Hater nennt man sowas aber auch. Auch Sprache wird global. Sogar im Bootsbau. Siehe "Daysailor", "Cruiser", "Performance Cruiser".

schwattwitt

Salzbuckel

Beiträge: 2 633

Wohnort: Ecklak 53°57'0.82"N, 9°14'43.87"E

Bootstyp: Lanaverre 590

  • Nachricht senden

19

Freitag, 10. Oktober 2014, 14:09

Das die Sprache sich ändert und "global" wird mag sein. ich habe aber das Gefühl, das in einigen Branchen etwas zuviel mit diesen Begriffen kokettiert wird. Und anscheinend jatzt auch immer mehr im Bootsbau.
Warum? Um wichtiger, weltgewandter zu klingen? Ich weiss es nicht....
Die deutschen Begriffe für die meisten der neuen Wörter gibt es ja.
Ich bin beim besten Willen kein Nationalist oder Sprachpolizist. Aber wenn Sprache von oben nach unten aufgepfropft wird, nervt es halt.
Ich habe ein paar mal auf Werften gearbeitet. da wurde z.B. eben noch Helling und nicht "Mock up " gesagt

Genauso finde ich das Apple und Ikea "Du" abstossend. Es wird ja ganz offensichtlich eine Art von künstlicher Sprache von Marktstrategen benutzt um die Leute einzulullen...
Aber das führt jetzt zu weit es geht um ein Boot und keinen daycruisersailor......
Viel Erfolg!

20

Freitag, 10. Oktober 2014, 14:32

Ja, ich finde diese moderne Sprache, die häufig von Menschen benutzt wird, die die eigentlich zugrunde liegende sprache kaum sprechen oder verstehen, ebenfalls nicht so schön....
"Klassiker" ist im Wortsinn genau das Gegenteil....
Was mir persönlich viel schlimmer aufstößt ist die Kategorisierung der Boote bezüglich ihrer späteren Nutzung.
Da ist "Daysailor" ein Boot, mit dem es schwirig erscheint, wirklich größere Touren zu unternehmen, da auf Stauraum weniger Wert - gemäß obiger Einstufung - gelegt wurde.
Und "Cruiser" sind dann gleich wieder so groß und tief (mit Kiel), dass man sie kaum über Wasser nach Hause bekommt, oder noch trailern kann.
Genau dort fand und finde ich das "alte" Dehler Konzept mit gleich mehreren unterschiedlichen Booten, die in der Größe abgestuft waren sinnvoll, da von Varianta 65 bis Duetta 86 immer auf die beidseitige Verwendung - See / Küste UND binnen, sowie den Weg dorthin geachtet wurde.

Aber egal, was mir gefällt...
Wegen der Form... Ich denke, alles was ich jetzt sage, habt Ihr bereits durchdacht.
Habet Ihr überlegt, einen angegehenden Bootsbaumeister für die Erstellung heranzuziehen? Wäre ein schönes Meisterstück!
Oder Eure Kontakte an die Uni. Das hat doch schon viel gebracht. Können DIE nicht auch die Konstruktion bis hin zur Positivform übernehmen?
Die eigentliche Negativform ist dann finanziell nur noch halb so wild und könnte dann evt. tatsächlich als Auftragsarbeit bsp bei SQ oder H&S gemacht werden.

Da Ihr den Selbstbau bereits angesprochen habt...
Mit deutlich größerem Gewinn pro Boot könnte man Rumpf-Deck Versionen zum Ausbau anbieten OHNE Ausbaupakete, sofern die Form erst einmal existiert.
Andreasen hat das mit den Nordischen Folkebooten schön gezeigt. Erst als immer mehr Boote fertig geordert wurden, kam ein wenig Schieflage...
Habe mal eine ganz andere Frage: Welche CE Kategorie wird das Boot bekommen?
Der Weg ist das Ziel.
Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt.
Jeder Alkoholismus mit einem ersten Glas.
Jede Sucht mit einem ersten Mal.

Jeden Abend ´nen Bier - Ganze Leben Alkoholiker

Möge keiner sagen, er hätte es nicht gewußt...

Ähnliche Themen

Counter:

Gezählt seit: 4. Februar 2014, 08:39, nur eingeloggte Mitglieder
 Zugriffe:   Hits heute: 84   Hits gestern: 2 324   Hits Tagesrekord: 5 297   Hits gesamt: 3 801 435   Hits pro Tag: 2 339,6 
 Seitenaufrufe:   Klicks heute: 572   Klicks gestern: 17 972   Klicks Tagesrekord: 154 353   Klicks gesamt: 31 199 427   Klicks pro Tag: 19 201,76 

Kontrollzentrum

Helvetia