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1

Mittwoch, 27. Januar 2016, 21:19

Seniorensegeln ?

Hallo,

ich segle seit vielen Jahren einen Holzkatamaran (Shearwater : Mahagonideck, gfk-Rümpfe) am Starnberger See. Sehr sportlich, sehr schnell bei Wind ab 3.
Jetzt, im "reiferen" Alter, wird mir aber Aufwand und sportliche Anforderung zu groß.

Ich möchte den Shearwater abgeben und mich nach einer gutmütigen Jolle umsehen ... und jetzt die Frage :

Ist ein Pirat (Eigenbau, Holz) für ein älteres Ehepaar das richtige, oder was schlagen die Experten hier in so einem Fall vor ?

2

Mittwoch, 27. Januar 2016, 21:51

Hmm, Pirat und Shearwater sind nicht ganz identisch, aber das wisst Ihr vermutlich;-) Der Pirat ist schon ein klasse Boot, aber ich wohne auch an der Küste. Ich weiß nicht, ob Euch bei häufigem Schwachwind der Pirat auch Spaß machen würde. Die Holzeigenbauten sind natürlich schön, aber nach einer Kenterung taugen sie nicht wirklich zum Leersegeln und auch bei Regatten ist Holz nicht mehr wirklich angesagt. Aber man kann auch die Hozboote sportlich segeln, bei weniger Wind ist's halt mehr Feingefühl, bei mehr Wind musst Du erst später kämpfen.

Alternativen: Zugvogel, evtl. eine ältere H-Jolle (für die neuen könntest Du vermutlich auch den Shearwater behalten).

Off Topic: Ist die Shearwater-Klasse eigentlich noch lebendig? Ich habe vor Jahrtausenden immer wieder mal davon gelesen, aber nie einen live & in Farbe gesehen.

3

Mittwoch, 27. Januar 2016, 22:24

Da wäre eine "Kieljolle", zb eine BM-Jolle mit einem großen Gaffel-Rigg, eine der richtigen Alternativen, wenn Du einen Wasserliegelatz hast.
Auch gibt es so einige Tri- und Katamarane zwischen 7 und 10 m die seniorentauglich sind. Zb mein Tri mit Mittelcockpit, alle Fallen sind ins Cockpit geführt, Sani-Raum (Pump-WC) mit Grauwassertank und einen kleinen Küchenblock an Bord. Trailer- und slippbar, der Mast ist ohne Mastkran gut zu stellen und die Breite ist auf 2,5 m hafenfreundlich zu reduzieren.
Alle Kieljollen brauchen Wind, Schwertjollen sind eine wackelige Angelegenheit und von daher weniger seniorengerecht.
Multis brauchen weniger Wind, schieben wenig (keine) Lage und haben Platz satt. Von daher dürfte ein Multi auf einem Binnengewässer eine gute Lösung sein.

4

Donnerstag, 28. Januar 2016, 18:33

schwertjollen sind prinzipiell nicht "seniorengerecht" ? genau das ist der kern meiner frage. da steht bei den klassenbeschreibungen oft "familientauglich" ... ist das nicht identisch mit seniorengerecht ?

ich meine es so : der shearwater ist anspruchsvoll aufzubauen (ich muß immer trailern, mast braucht eigentlich nen kran). unter 3 steht er rum, über 3, so bis 5, ist er pfeilschnell auf einer kufe, aber halt anspruchsvoll. wenn er kentert ist schluß : ans ufer schleppen.
bei der wende muß man extrem schnell sein bei viel wind, beschleunigt wie ein motorrad ;-) der großbaum ist tief (weit unter 1 m).

ich habe mir das so vorgestellt, daß man da schön bequem bei nem 2er wind oder so drinsitzt und ein wenig durch die gegend plätschert. bei viel wind (also bei uns bei sturmwarnung ;-) fahr ich nicht mehr. außerdem möchte ich mit ner leiter reinklettern können.


zur klasse : ich glaube, in england fahren ein paar schrullige leute mit dem ding im kanal rum. ansonsten gibts dieses wunderschöne boot (oben alles mahagoni) leider praktisch nicht mehr. die modernen haben trampolin, und sind für viel wind viel zu leicht. kann man auch mit spi fahren, wenn man es kann.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »reinerdoll« (28. Januar 2016, 18:47)


Klaus Helfrich

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5

Donnerstag, 28. Januar 2016, 18:46

Bei Deinen Vorstellungen solltest Du Dir auch mal einen Conger anschauen....
Die Gieselau Schleuse auf dem Weg von und zur Eider ist wieder geöffnet und so soll das auch bleiben!

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6

Donnerstag, 28. Januar 2016, 19:17

Senioren

was - ab wann ist Mann/Frau Senior? Wir haben uns bei 60+ von unserem Laser 2 getrennt und sind bei dem Laser Bahia gelandet. Erst mit 55 ist meine Frau ins Trapetz gestiegen. Auch heute noch manchmal mit längerem Anlauf. Das Boot ist gutmütig und recht schnell - kann gleiten - Ich meine alles ne Frage der Einstellung.
Handbreit
Werner

7

Donnerstag, 28. Januar 2016, 19:36

Schaue mal Dich nach einem Corsair 24 -Sprint- um.
So einen habe ich bei Ws 3 einmal zur Probe gesegelt. Ergebnis, 8 Kn auf der Logge.
Er ist leicht zu Slippen und zu Trailern. Der Mast wird an Land, auf dem Trailer mit der Trailerwinde gestellt. Mit einer E-Winde dürfte es problemlos sein. Zum Trailern reicht ein Mittelklassefahrzeug.
Das Schwertjollen unter dem Logo "familienfreundlich" verkauft werden wundert mich weniger. Allerdings sehe ich zur Seniorentauglichkeit einen Unterschied.
Bei Corsair gibt es einen kleine Tri (Pulse) mit 6,60 m Länge. Der ist ohne Kajüte, leicht und dürfte in einem Binnenrevier der Hit sein.
Schaue mal bei YT, dort sind einige Filme eingestellt.

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8

Donnerstag, 28. Januar 2016, 19:39

Hallo

Ich habe auf Piraten vor 45 Jahren auf einem kleinen Mecklenburger See Segeln gelernt. Wir hatten mindestens 12 Stück ,Holz +Baumwollsegel . Der Pirat ist für eine Schwertjolle sehr sicher und läßt sich gemütlich aber auch rasant segeln. Bei uns wurde er von 6 bis 80 Jährigen gesegelt .Jedes Jahr wurde auf der Müritz oder dem Schweriner See Urlaub auf dem Boot gemacht.( mit Persenning )

Er ist leicht zu händeln, wenn man doch mal kentert , was auch vom der persönlichen Risikobereitschaft abhängt, , muß man sich eben an Land schleppen lassen ausschöpfen und weitersegeln ist bei jedem Holzjollenkreuzer auch so.

Gruß Wolf

9

Donnerstag, 28. Januar 2016, 20:06

Der Pirat ist für den Steuermann durchaus seniorengerecht, durch den niedrigen Anschlagpunkt des Baumes ist es relativ eng zwischen Baum und Schwertkasten.
Ob eine Jolle generell "seniorentauglich" ist, muss jeder für sich ausprobieren. Eine Ixylon ist dank fehlendem Mittelschwertkasten jedenfalls auch sehr unakrobatisch zu bewegen - und wenn man eine kleine Fock nutzt (Ixylon Tourist oder ixylon family) , ist es immer noch hinreichend zügig, aber recht gesittet und nicht übertreben sportlich.

Die ultimative seniorenjolle ist aber das Ding:
http://www.buk-gmbh.de/412-Schweriner-Ei…le--VJolle.html


Diese Boot wird komplett ohne Ausreiten gesegelt, und es ist dank der großen Segelfläche ordentlich schnell. Mir bekannte Menschen im Rentenalter sind damit auch mal 3 Wochen in Schweden auf Wanderfahrt gewesen (mit einem hölzernen Original, nicht mit der GFK-Replik)
Das Leben ist die Fülle, nicht die Zeit

10

Donnerstag, 28. Januar 2016, 20:13

lauter sehr interessante tipps !

der conger ist zwar häßlich, aber schaut bequem aus.
der laser bahia gefällt mir schon besser, aber .. ich bin wahrscheinlch zu unfit.
die schweriner einheitjolle : ohhh was für ein schönes schiff. aber meine bootshütte (daheim, nicht am see leider) ist bloß gut 5m lang. eine schweriner einheitsjolle auf 85% verkleinert, das wärs. 650kg sind auch nicht so direkt leicht zu slippen.

11

Freitag, 29. Januar 2016, 00:49

der conger ist zwar häßlich, aber schaut bequem aus.


Hmm, ja, es geht, aber ich sitze lieber im / auf dem Piraten. Bin 1.85 groß.

meine bootshütte (daheim, nicht am see leider) ist bloß gut 5m lang.
Na, dann ein Holzpirat... (Ok, ein Plastikpirat ginge auch, evtl. auch eine VB, aber die finde ich schon etwas unsportlicher auch als einen alten Holzpiraten.)

Klaus Helfrich

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12

Freitag, 29. Januar 2016, 10:37

Bei einem Holzboot sollte man auch den Pflegeaufwand in seine Überlegungen mit einbeziehen...
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Olaf_P32

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13

Freitag, 29. Januar 2016, 10:59

Wenn die Länge 5m nicht übersteigen darf bleibt außer Pirat ja wirklich nicht viel übrig. Lass dich nicht von dem angeblichen "Pflegeaufwand" bei Holzbooten erschrecken. Bei regelmäßiger Pflege hält sich der in überschaubaren Grenzen. Allerdings ist ein Landliegeplatz für Holzboot suboptimal. Da nimm besser HfK (Holzfaser verstärkten Kunststoff, im Volksmund auch Sperrholz genannt) oder GfK.
Ein Leben ohne Boot ist möglich, aber ist es auch lebenswert ?
:wickie:

Schoner

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14

Freitag, 29. Januar 2016, 11:04

wenn es auch länger sein darf als 5,00m: Polyvalk
Gruß

Volker

Blog http://schoner.twoday.net

15

Freitag, 29. Januar 2016, 11:46

Noch eine Stimme für die BM / 16m²
Gibts auch mit Polyesterrumpf. Das Gaffelsegel macht mir viel Spaß und es passt völlig problemlos der Spi einer 420er. Kann man selbst bei sehr frischem Wind auch ohne Trapez alleine fahren, wenn der andere gerade unpässlich ist. Mit etwas Geschick läuft sie auch bei sehr leichtem Wind noch, wenn alle Spis schon lange schlapp gemacht haben. Die Preise für weniger gepflegte, aber technisch absolut intakte Boote ist ziemlich im Keller.

VG
Chris

16

Freitag, 29. Januar 2016, 16:52

noch ne zwischenfrage :

ich habe keinen liegeplatz, wohne 10km vom starnberger see entfernt. also immer trailer.
das spricht gegen sehr schwere boote (alles mit kiel), leider !

momentan sehe ich pirat oder schwertzugvogel so als kandidaten.
wenn ich das ding selber baue, könnte ich ein wenig modifizieren.
der schwertzugvogel ist z.b. ein wenig zu lang für meine hütte : ist das eine schnapsidee, einen " 90% - zugvogel" zu bauen, also z.b. 5 m lang statt 5,60, und dafür entsprechend schmäler. also alle maße einfach x 0.9 ? ich will sicher nie regatten segeln oder so.

SKOKIAAN

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17

Freitag, 29. Januar 2016, 17:07

Dann bist Du wieder bei dem Piraten, denn der Zugvogel ist ein vergrößerter Pirat! Der wurde aus einem Wettbewerb der Yacht anfang der Fünfziger Jahre entwickelt, als quasi Fortsetzung des Piraten.

Wenn 5 m die Längenbegrenzung Deiner Garage ist und Du immer trailern und selbst zu Wasser lassen musst, schränkt das die Vorschläge stark ein: Das hättest Du gleich schreiben sollen, dann hätten die Kollegen passendere Vorschläge machen können!

Ich hatte als Zweitboot auf dem Wannsee mehrere Jahre eine Flying Sailor, sehr stabil, brachte man kaum zum Kentern, mit zwei abschließbaren Stauräumen und einigem Schaum drin, lief also nicht voll beim Kentern, doppeltem Boden mit Selbstlenzer, zum Ausreiten - keine Rennziege, aber flott. In der Richtung gibt es schon einiges, mal auf den Gebrauchtbootmärkten schauen!

Handbreit, Skokiaan

18

Freitag, 29. Januar 2016, 17:10

Dann würde ich lieber einen Pirat oder das holländische Volksbootkaufen. Ein Volksboot ist ein gutmütiger, leichtfüßiger Segler, 4.80 lang und ist in ordentlichem Zustand meist schon für dreistellige Eurobeträge zu haben. Alleine Das Holz für einen Eigenbau, der dann danach sicherlich unverkäuflich wäre, würde erheblich mehr kosten, als ein Volksboot.

Zu unsportlich bzw. es wäre noch was inder Kasse? Warum keine Weta 4.4?

Zum Extrem-Kaffesegeln eine kleine Friesische Schouw. Gibt welche, die auch heute mit um die 4.50 .. 4.80 Länge gebaut werden. Ein bisschen wie ein Opti für Erwachsene, aber sehr stilvoll.

grauwal

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19

Freitag, 29. Januar 2016, 17:28

Wenn so etwas wie Pirat oder Conger angedacht ist, sollte man auch die Lis ins Auge fassen. Sie ist handlicher und schneller als der Conger, sieht besser aus, lässt sich durch Handauflegen aufrichten, hat einen wasserdichten Stauraum, ist nach dem Aufrichten lenz, Spi und Trapez wenn man möchte ...natürlich nur die ohne Häusle.

Gruß Franz
halber Wind reicht völlig

Klaus Helfrich

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20

Freitag, 29. Januar 2016, 20:54

Ob sich da noch ein Selbstbau lohnt?

Die Gieselau Schleuse auf dem Weg von und zur Eider ist wieder geöffnet und so soll das auch bleiben!

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