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Meeresfee

Salzbuckel

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21

Donnerstag, 21. April 2016, 11:41

31 Fussboot. Ostsee. Liegegeld 1200,-. Farbe 100,-. Politur 25,-. Brennstoff 50,-. Gas 20,-. Ersatzteile, viel über Forum, 200,-. Versicherung 450,-. Winterlager Halle plus Kranen, 1200,-. Abschreibung Segel bei Nutzungsdauer fünf Jahre, was sehr gering ist, 600,- im Jahr. Motorwartung selbst gemacht, 150,- . Ergibt vier gerundet.
Ein Trailerboot 23 Fuss wird billiger.
Sicher muss man noch Rücklagen bilden für seltenere gössere Dinge. Manschettenwechsel Saildrive, Austausch Elektronik o.Ä. Carsten

22

Donnerstag, 21. April 2016, 11:54

Segelboot 22 Fuss ..Ostsee..600 Euro ganzjähriger Liege-,Stellplatz ....Krangebühren 2x40 Euro...Benzin 15 Euro..Kleinteile 100 Euro .. :D ....insgesamt deutlich unter 1000 Euro .. nach dem Refit. . negativer Wertverlust. .
Ein Do-It-Yourself Preis :O
„Unwissenheit erzeugt viel häufiger Selbstvertrauen als Wissen“,

Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von »SDAV« (21. April 2016, 12:15)


unregistriert

23

Donnerstag, 21. April 2016, 14:23

Hallo,

der Threadstarter wollte damit trailern. Von Liegeplatz an der Ostsee habe ich nichts gelesen. Den Trailer hatte er schon in seinem Eingangspost einkalkuliert. Er wollte für ein Boot etwa 2000 Euro ausgeben und sah das abholen in Schweden auch ganz entspannt. Für 2000 Euro gibts aber schon mehr Albin Viggen als für 750 Euro.

Die schwedischen Verkäufer haben oft deutlich mehr Bilder auf dem Rechner, als sie bei Blocket veröffentlichen, oder machen einfach "frische". Bei unter 2000 Anschaffung lohnt sich das hinfliegen/fahren eigentlich schon nicht mehr, sodass man halt einfach mit Trailer hinfährt und das Risoko des Fehlkaufs trägt.

....kann natürlich auch schiefgehen....

Grüße von einem, der Glück damit gehabt hat.

Lothar

Orage

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24

Donnerstag, 21. April 2016, 19:17

Je mehr ich mich mit diesem Trööt befasse (ich hatte vor ca. 20 Jahren das gleiche angenehme "Problem"), desto bestimmter kann ich sagen: Die Albin Viggen ist genau das richtige Boot für Deine Vorstellungen und Träume.

Die Sucht nach den schönen, alten und qualitativ hochwertigen Skandinavierinnen ist unheilbar. Später wird es vielleicht ein/e IF-Boot, Spaekhugger, Grinde, Bianca, Finngulf, IW, Forgus, Contrast, Sweden- Yachts, Comfortina, Albin Nova, Omega 34/36/42, Stratus 36, Norlin 37 oder ganz final eine Swan 44 oder 47...

...Norlin, Kjaerulff, Södergren, Strahlmann, Elvström, Bruun, Sunden...die Skandinavier haben halt das Segeln "erfunden"... :P
procul negotiis

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Orage« (21. April 2016, 19:32)


25

Donnerstag, 21. April 2016, 19:31

Gut gesprochen!
Not on facebook.

Henning

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26

Donnerstag, 21. April 2016, 21:08

Für den "normalen" Eigner, (ohne Regatta und permanentem upgrade):

1 Fuß Segelboot kosten pro Jahr ca. 100 EUR

Den Beitrag habe ich direkt mal meiner Frau ausgedruckt, jetzt kann ich dieses Jahr noch gut 1200€ ins Boot investieren!
:D
Versteckt den Rum! :sparrow:


"Das Dumme an Zitaten aus dem Internet ist, dass man nie weiß, ob sie wahr sind."
(Leonardo da Vinci)

da darf man auch schon mal ein bisschen ein mulmiges Gefühl haben während der Nordfriese noch draußen Uno spielt :-)

Orage

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27

Donnerstag, 21. April 2016, 21:43

Für den "normalen" Eigner, (ohne Regatta und permanentem upgrade):

1 Fuß Segelboot kosten pro Jahr ca. 100 EUR

Den Beitrag habe ich direkt mal meiner Frau ausgedruckt, jetzt kann ich dieses Jahr noch gut 1200€ ins Boot investieren!
:D
So läuft´s bei mir auch :D. Die nackten Tatsachen... :P . Jetzt kann ich auch noch flott aus der Familienkasse investieren X( .
procul negotiis

  • »catsailor« ist der Autor dieses Themas

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28

Freitag, 22. April 2016, 16:09

Ihr seid die Besten :)

Vielen Dank für Euer "Brainstorming". Eure Gedanken helfen mir sehr bei der Realisierung meines Vorhabens.

Da es hier und da ein paar Missverständnisse gab, möchte ich noch mal ein paar Kriterien die für mich wichtig sind vorgeben weshalb ich die Albin Viggen oder die alten schwedischen Boote momentan favorisiere.

Warum ich gerne Eigner bin und nicht chartern möchte:
Nun das ist Typsache. Der eine wohnt zur Miete der andere hat sein Eigenheim so wie ich. Der eine ist angestellt, ich bin selbstständig. Langfristig möchte ich Yachteigner sein und so kann ich mit einem kleinen Boot meine ersten Erfahrungen sammeln. Deshalb mein Vorstellungsthread Ich fange jetzt mal klein an...
Momentan ist von der Marktlage ein guter Zeitpunkt zur Anschaffung eines eigenen Schiffes. Viele Gebrauchtboote im Angebot. Noch guter Kurs der Schwedenkrone zum Euro (war allerdings vergangenes Jahr noch besser) Wer weis wie lange sich der Euro noch hält?

Warum ein schwedischer Bootstyp?
Die Schweden haben im kleinen Yachtbereich schon sehr früh mit Grossserienfertigung angefangen. Daher ist das Angebot riesig und die Konstruktionen offensichtlich gut gelungen. In Schweden werden die Boote nach der kürzeren Saison gegenüber dem Mittelmeer aus dem Wasser genommen und meist in einem Schuppen oder unter einer Plane gelagert. Boote aus dem Mittelmeerraum sind nach 30-40 Jahren meist nicht mehr existent. UV-Strahlung, hoher Salzgehalt, starke Nutzung und wenig Pflege lassen wohl die Boote schneller Altern - so mein Eindruck. Nicht wenige schwedische Boote werden im Süsswasser genutzt.

Warum soll es ein Trailerboot sein:
So kann ich das Boot vor meinem Haus abstellen und die kleinen fummeligen Arbeiten am Wochenende erledigen (müssen die Nachbarn durch). Wenn es grössere Arbeiten wie schleifen, streichen und laute Arbeiten sind fahre ich mit dem Hänger auf die Werft. Die Unterhaltskosten für einen Liegeplatz entfallen bzw. sind für das Abstellen des Hängers minimal. Zudem werde ich oft das Revier wechseln. Ich wohne mitten in Deutschland (Rhein-Main-Gebiet) und muss das Segeln leider auf die Ferien verteilen. Hauptsächlich verbringe ich meine Urlaube am Mittelmeer (Frankreich oder Kroatien). Die schwedischen Gewässer sind natürlich auch reizvoll. Klar bekommt man auch schöne Familienboote mit mehr Platz als auf der Viggen für kleines Geld, aber die sind dann nicht mehr trailerbar.

  • »catsailor« ist der Autor dieses Themas

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29

Freitag, 22. April 2016, 16:14

Zu den Segelleistungen:
Das Boot muss nicht schnell sein. Wenn ich schnell segeln möchte dann gehe ich Katamaransegeln oder chartere mir einen Dragonfly Trimaran.
Es soll mir und meinen Kindern (6 und 8 Jahre) einfach ein paar unbeschwerte Tage unter Segeln auf dem Wasser ermöglichen. Wenn ich ohne Familie unterwegs bin kann ich damit auch mal unter etwas raueren Bedingungen segeln. Das können die Albin Vega ja bekanntlich gut und bei der Viggen ist es ähnlich!?

Das Zugfahrzeug:
Meine ultimative Zugmaschine ist schon vorhanden in Form meines VW Bus T4 Syncro 2,5 TDI mit 75 kw. Mit dem Vierradantrieb und der Strassenlage des Busses läuft ein Gespann wie auf Schienen. Das Syncro-Getriebe hat eine sehr kurze Übersetzung. Mehr als 110-120 km/h sind da auf der Autobahn nicht möglich aber dafür zieht der Bus so ziemlich alles den Berg hoch und hat mit Anhängelast überhaupt keine Probleme. Er hat 2,8 Tonnen Anhängelast eingetragen. Sollte er doch mal hinten in die Federn gehen, kommt vorne eine massive Frontramme als Gegengewicht dran - oder zum Elche wegschieben :D Habe noch einen Bullenfänger rumliegen, der mindestens 80 Kilo wiegt. Zudem bietet der VW Bus ne` Menge Platz. Aussenborder, Segelgarnitur, Fender, Anker, Rettungsmittel, Segelklamotten alles rein und los geht`s. Wenn die Fahrt mit dem Hänger doch mal Länger dauert oder auf der Hinfahrt mit leeren Hänger nach Schweden zur Bootsschau und Kauf kann ich drin schlafen. Camping Ausstattung ist schon vorhanden.

Zum Trailer:
Gebrauchttrailer kommt nicht in Frage! Zu viele Kompromisse und zu wenig Angebot. Die Preise sind mir zu hoch dafür, dass sie evtl. noch neue Reifen und TÜV brauchen. Evtl. noch Kosten für das anpassen und umbauen für den Bootstyp. Da gehe ich lieber auf Nummer sicher und kaufe einen Neuen. Ich habe mir aus den Niederlanden ein Angebot geholt, dass mir sehr Vernünftig erscheint. Ca. 3.500,- € für ein Trailer der Firma Vlemmix Modell SMT2700 http://www.vlemmix.de/124.html
Zulässiges Gesamtgewicht 2,7 Tonnen. So bin ich mit dem Ladegewicht auf jeden Fall nicht an der Grenze und falls wirklich die Albin Viggen uns nicht einige Jahre begleitet, so habe ich noch die Option ein grösseres Boot drauf zu packen (Maxi 77 etc.?)
Könnt ihr was zu dem Trailer sagen? Erfahrungen mit den Vlemmix Trailern?

So, hoffe ein paar Antworten auf die Fragen die Raum stehen gegeben zu haben.

Ich Danke Euch vielmals für Eure Kommentare und Tipps,
Thomas

Meeresfee

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30

Freitag, 22. April 2016, 19:52

Thomas, schau mal hier im Forum im Flohmarkt. Da vertickt jemand eine Sonata 7 von Hunter Boats, GB. Liegt in Roermond.
Kein Schwede, sondern Brite. Jedoch durchaus guter Segler, seetüchtig, nicht zu zappelig, nicht lahm. Lässt jeden modernen Polenkreuzer stehen, wetten? Die Dinger sind immGfK gut gebaut, rugged, im Holzausbau eher auch rugged, aber die Viggen ist auch keine Edelbootsbaukunst innen. You get what you pay for.
Unser erstes Boot war ähnlich, eine Jaguar, auch aus GB, die uns damals durchaus Freude gemacht hat, sogar bei Wind auf der Nordsee. Carsten

31

Freitag, 22. April 2016, 20:26

Thomas,

wenn Du Dir alte Albins anschaust, lass die rosa Brille weg.
Das ist frühe Großserie, teilweise ziemlich billig zusammengehauen.
Sie können trotzdem lange halten, aber viele sind auch echte sanierungsfälle.
Ich übertrage gedanklich von Express und Alpha:

- Spritzlaminat, ungleichmäßig, Gelcoat teilweise sehr dünn. Eher Optik, nicht kaufentscheidend
- Ungeschickt platzierte Hohlräume, in denen Schwitz- und sonstiges Wasser jahrelang vor sich hinstehen und sein Werk verrichten kann.
- unversiegelte oder lediglich mit brüchigem Gelcoat überschmierte Schnittkanten im Sandwich z. B. für Niedergang, Schiebeluk, Lüfter. Da kann viel vermodert sein.
- desgleichen die Schotten. Achte auf schwarz angelaufenes Holz und Lackblasen nahe den Schnittkanten an den Bordwänden.
- Beschläge unabgedichtet oder nicht ausreichend abgedichtet eingesetzt.
- Undichte Luken und Fenster(dichtungen). Obacht bei Sikaflex-Orgien!
- Ich kenne zwei Expressen, bei den die U-förmigen VA-Püttinghalterungen einfach gebrochen sind - zum Glück jedes Mal ohne Mastbruch, weil erst ein Steg bricht und das Ding danach aufbiegt - das gibt Reaktionszeit wenn man es rechtzeitig bemerkt.
Bei einer weiteren Express kam plötzlich der Mast, weil alle vier (VA)-Bolzen des Vorstagsbeschlages abgeschoren waren.
Viele Serienbeschläge - auch Hebelklemmen der Erstausstattung, Klampen usw. sind Billigware. Bei alten Schiffen, die lange nicht mehr rangenommen worden sind, kann einiges wegfliegen wenn sie erstmals wieder belastet werden.
Soviel zu "Rentner"booten von schwedischen Binnenrevieren.
Guck Dir die Bilge innen und außen an - bei der Express ist der Bereich zu schwach ausgesteift, viele Eigner haben Bodenwrangen nachgerüstet. Vielleicht auch für andere Albins relevant. Verräterisch sind Haarrisse parallel zur Kielwurzel sowie Laminatabrisse unter den Kojen.

Ein alter Kahn für laues Geld - zumal aus Skandinavien - ist für viele Überraschungen gut. Fotos sind Schall und Rauch, nur gründliche Prüfung zählt!
Bedenke, dass die allermeisten 2.000.--Boote eigentlich Entsorgungsfälle sind - Du wirst die Spreu vom Weizen trennen müssen.
Für meinen Geschmack werden solche Kähne hier viel zu gut besprochen. Als ich mir zuletzt alte Boote ansah, besichtigte ich zunehmend frustriert wochenlang Schrott. Ein Gutteil davon ist trotzdem verkauft worden.
Bleibt zu hoffen, dass ich falsch skaliert bin :D

Viel Glück
Andreas

Orage

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32

Freitag, 22. April 2016, 22:59


wenn Du Dir alte Albins anschaust, lass die rosa Brille weg.
Das ist frühe Großserie, teilweise ziemlich billig zusammengehauen.
Sie können trotzdem lange halten, aber viele sind auch echte sanierungsfälle.
Ich übertrage gedanklich von Express und Alpha:

- Spritzlaminat, ungleichmäßig, Gelcoat teilweise sehr dünn. Eher Optik, nicht kaufentscheidend
- Ungeschickt platzierte Hohlräume, in denen Schwitz- und sonstiges Wasser jahrelang vor sich hinstehen und sein Werk verrichten kann.
- unversiegelte oder lediglich mit brüchigem Gelcoat überschmierte Schnittkanten im Sandwich z. B. für Niedergang, Schiebeluk, Lüfter. Da kann viel vermodert sein.
- desgleichen die Schotten. Achte auf schwarz angelaufenes Holz und Lackblasen nahe den Schnittkanten an den Bordwänden.
- Beschläge unabgedichtet oder nicht ausreichend abgedichtet eingesetzt.


Albin hat bis 1982 stets handlaminiert, niemals spritzlaminiert. Die Qualität der Rümpfe und des Innenausbaus ist obere Mittelklasse. Das Zitat oben kann nur einer bringen, der niemals eine Albin besessen oder gesegelt hat.

Ich hatte eine Ballad und dann eine Nova, mein Schwager segelt eine Stratos unter härtesten Bedingungen. Albin aus den 1970-1980ern ist qualitativ sehr hochwertig, trotz der Großserien.
procul negotiis

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33

Samstag, 23. April 2016, 07:50

Gruß Foo

34

Samstag, 23. April 2016, 19:24

Albin hat bis 1982 stets handlaminiert, niemals spritzlaminiert. Die Qualität der Rümpfe und des Innenausbaus ist obere Mittelklasse. Das Zitat oben kann nur einer bringen, der niemals eine Albin besessen oder gesegelt hat.


Orage, ich hatte 10 Jahre eine Albin Express.
Ab wann gespritzt wurde weiß ich nicht genau, ist letztlich auch nicht entscheidend.
Mir geht es um Punkte, die bei einer alten Albin eine Rolle spielen können und auf die zu achten sind.
Wenn der eine oder andere für die Viggen nicht zutrifft, ok.
Ich schrieb doch eingangs für welche Boote ich sprechen kann.

Gruß
Andreas

Orage

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35

Samstag, 23. April 2016, 20:10

Nix für ungut...kann gut sein mit Spritzlaminat bei einigen Expressen, denn die wurden bis 1985 gebaut. Die alten Albins aus den 1970ern und frühen 1980ern (die ich gesehen und gesegelt bin) sind jedenfalls qualitativ gut.
procul negotiis

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36

Montag, 25. April 2016, 11:02

Die Express wurde ab 79 gebaut und da schon spritzlaminiert.
In den 90ern gab es nämlich das Problem, das Boot per Handlaminat zu bauen und trotzdem
einheitsklassentauglich zu machen.

Ich glaube, hier wird ein wenig aneinander vorbei geschrieben.
Es geht ja auch darum, was man unter Qualität versteht.

Die Albins, insbesondere die kleineren, waren eher schlicht, bzw. industriell gebaut.
Bis hin zur Nova einfacher Ausbau ohne sonderlichen Chic.
Teilweise auch mal recht grobe Spaltmaße.

Aber die Struktur eher verlässlich und stark. Wenn auch nicht unzerstörbar.
Eine Ballad aus unserem Verein hat mal auf einer Mittelstreckenregatta (kennt hier noch jemand die Korsör-Kiel-Regatta?)
den Vorschiffausbau losgeschlagen. Dem flog da vorne das Holz herum. Okay, da waren 6-8 Windstärken von vorne.
Und die Boote wurden da durchgeprügelt.

Aber diese funktionale, einfache Qualität hatten auch viele andere. Die kleinen Maxis waren ja auch nur ein wenig besser.
Und es ist eben die Frage: Will ich ein sauber entwickeltes Boot (von der Express gab es einen echten Prototypen, der deutlich verändert wurde)
mit einigermaßen langlebiger Bauqualität oder möchte ich gerne den feinen Bootsbau mit Türen mit Rahmen und Füllung o.ä..
Ist ja auch eine Art der Qualität.

Insofern gebe ich als Albin-Segler dem Qualli-Andreas im Großen und Ganzen schon Recht.
Ausnahme: Wir sind das Boot mit der abgerissenen Vorstagbefestigung.
Aus meiner Sicht kein Qualitätsproblem, sondern ein Altersproblem.
Die Kiste ist von 1980 und teilweise recht hart rangenommen worden.

Da können solche Probleme auftreten.
Also Augen auf beim Altbootskauf.
Und natürlich liegt viel Gammel auf dem Markt herum.
Egal, wie gut der mal gebaut wurde.

Catsailor: Klingt gut und durchdacht, wie du das angehst.
Vlemmix-Trailer kenne ich nicht aber mein Eindruck als Laie: Die meisten Trailer sind sich sehr ähnlich.
Vieles wird da ja auch zugekauft von den Herstellern und der Preis ist i.O.
Schön finde ich gute Spindeln an den Stützen und natürlich eine tiefe Kielauflage.

Denk mal über die 100km/h-Zulassung nach. Wir haben das nur für bessere Fahreigenschaften machen lassen.
Für die Viggen spricht in dem Zusammenhang der gemäßigte Tiefgang.
Denn du hast ja nicht so ganz viele PS im Wagen und der Windfang eines hochstehenden Bootes ist finde ich spürbar.

Holger

37

Dienstag, 26. April 2016, 13:14

Hab meine Viggen seit 2011, hab damals 27.000,- schwedische Kronen bezahlt, also rund 3000,- Euros. Die Preise sind mittlerweile gefallen und liegen bei rund 2000,- Euro. Mir ging es ähnlich wie dir, catsailor, mein Traumboot ist Eine Albin Vega aber Verstand und Geldbeutel haben mich zum Viggen-eigner gemacht. Die Viggen ist stabil und sicher, ganz einfach viel Boot fürs Geld. Hat keine speziellen Schwächen, böldpest (=Beulenpest?) ist nicht bekannt. Natürlich hat ein rund 40 Jahre altes Boot die Eine oder andere Schramme.... Wichtig ist, beim Kauf auf eine vollständige und neuere Segelgarderobe zu achten, neue Segel gehen ganz schön ins Geld. Stehhöhe unter Deck leider nur 1,50m, der grösste Nachteil der Viggen wie ich finde, ansonsten kann ich nur gutes über sie berichten.

Hatte meine Viggen 2015 zum Verkauf für rund 2000,-Euro, nachdem aber nur unseriöse Spekulanten aufgetaucht sind hab ich mich beschlossen, ein bisschen zu investieren und sie "noch schöner" zu machen, hab z.B. ein neues Grossegel besorgt.

Zur Inspiration für alle Viggenfans und für die, die es werden wollen:

https://www.youtube.com/watch?v=5xSY6C2bTvE

Grüsse

Schwabenschwede
Schwedenschwabe

Smarty

Salzbuckel

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Schiffsname: Chillax

Bootstyp: X-95

Heimathafen: Klub am Rupenhorn (Berlin)

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38

Dienstag, 26. April 2016, 13:28

Ich bin ja auch so ein Altbootliebhaber :)

Es kommt doch immer drauf an, wie die Bedingungen sind. Ganzjahresliegeplatz? Oder Winter auf der Wiese hinterm Haus? Verein oder Marina?

Bin ja auch kein Vereinsmeier, aber habe mich aus Kostengründen dann doch dazu entschieden. Habe eben lange den für mich und meine Kids passenden Verein gesucht. Nun komme ich mit knapp 900 Euro im ganzen Jahr für Liegeplatz und Mitgliedsbeitrag hin. Vorher habe ich am Wannsee in einer Marina mal eben 2500 Euro bezahlt...(Bootsgröße um die 9,50m)

Günstig segeln und Spaß eine Menge Spaß haben ist durchaus möglich! Und die alten Schweden mag ich eh ;)
mein Segelblog: www.blackmermaid.de

Syldron

Moses

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Wohnort: Figeholm, Schweden

Schiffsname: No Surrender

Bootstyp: Albin Viggen

Heimathafen: Kärrsvik

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39

Montag, 2. Juli 2018, 19:43

Hallo,

es ist zwar schon 2 Jahre her, dass in diesem Thema geschrieben wurde, aber ein paar Anmerkungen möchte ich auch zu dem Thema machen.

Ich bin seit Kurzem auch stolzer Besitzer einer Albin Viggen. Ich wohne mit meiner Familie seit etwa einem Jahr in Schweden, und hatte ohnehin vor, mit dem Segeln nach längerer Pause wieder anzufangen.

Nachdem wir immer wieder mal auf blocket nach Booten schauten, fanden wir eine Albin Viggen in Kalmar, was ca 100 km südlich von uns liegt. Das Boot sollte 5000 kr kosten, was ziemlich genau 500 € entspricht. Ok, ich vermutete natürlich, dass man für diesen Preis noch einiges an zusätzlichen Kosten einplanen muss, was ja auch in Ordnung ist, wenn der Zustand des Rumpfes die Investitionen rechtfertigt.

Als wir dann zum Besichtigungstermin vor Ort waren, war die Überraschung doch recht gross: Das Boot war in erstaunlich gutem Zustand. Sehr gut gepflegt, nur eine kleine Macke am Rumpf oberhalb der Wasserlinie, nichts dramatisches.

Der Besitzer hatte viel Geld in das Boot gesteckt, er hatte sogar noch einen kompletten Satz neuer Segel besorgt. Das Boot lag bereits seit 2 Jahren an Land, und aufgrund gesundheitlicher Probleme hätte er das Boot wohl nie wieder nutzen können. Es war ihm lieber, es zu verkaufen an Leute, die es dann auch nutzen würden.

Im vorderen Bereich der Kajüte löst sich die Kuststoffverkleidung an der Decke, muss ich eventuell austauschen. Ansonsten keinerlei Anzeichen für Schimmel oder Fäulnis beim Holz der Inneneinrichtung. Nichts, was auf Feuchtigkeitsprobleme hinweist. Die Polster hat der Besitzer in seinem Haus aufbewahrt, makelloser Zustand.

Hölzerne Beschläge im Aussenbereich könnten mal aufgearbeitet werden, aber keine erkennbaren Schäden. Die Fensterdichtungen sind alt und verhärtet, sicher nicht mehr dicht, was auch hier und da Abdichtungsversuche mit Silikon zeigen. Ich werde wohl alle Dichtungen austauschen.

Unglaublich viel Zubehör dabei, das meiste sogar doppelt. Auch ein 10 Ps Aussenborder, zwar ein älterer Zweitakter, doch er sprang beim Test sofort und prompt an.

Alles in Allem ein erstaunlich guter Zustand für ein Boot aus den 70er Jahren, in Relation zum Preis sowieso. Quasi ein Angebot, das man nicht ablehnen konnte. Der Verkäufer bekam noch etliche Anfragen von Leuten, die das Boot ungesehen kaufen wollten, aber er hatte es uns schon zugesagt.

Einen Liegeplatz haben wir auch, die Angaben über die Kosten in Deutschland dafür lassen mich schmunzeln. In Schweden bezahlen wir 80 € im Jahr, nur einen Kilometer von unserem Haus entfernt. Im Winter können wir das Boot in unserer Scheune lagern, ein primitiver Stahltrailer ohne Strassenzulassung ist dabei, was für unsere Zwecke ausreichend ist.

Wie schon geschrieben wurde, liegen Boote in Schweden zumeist nur das Sommerhalbjahr über im Wasser, oft im Süsswasser, und selbst die Ostsee hat ja einen so niedrigen Salzgehalt, dass die Verhältnisse mit denen in Deutschland an der Ostsee kaum zu vergleichen sind.

Das erstmal zur Theorie. Wie das Boot in der Praxis ist, kann ich noch nicht sagen, denn ich habe es noch gar nicht gesegelt. Es wird erst am kommenden Dienstag zu Wasser gelassen, und wenn es das Wetter erlaubt, werde ich mich am Mittwoch auf den Weg zu unserem Liegeplatz machen. Ich freu mich schon.
No retreat, baby, no surrender

nimbus1975

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Heimathafen: Dortmund

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40

Montag, 2. Juli 2018, 20:26

Hallo Syldron,
da hast du ja einen echten Schnapper gemacht, auch wenn bestimmt noch etwas mehr zu tun ist als es im Moment den Anschein macht.
Generell glaube ich dass mann in Schweden außerhalb der Metropolen günstig ein kleines Boot kaufen kann.
Ich habe mir mal eine jolle für 500 kr. angesehen, die auch ganz gut in Schuss war.

viel Spaß mit dem neuen Boot

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