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1

Mittwoch, 30. November 2016, 17:19

Viko S21

Moin,

ich habe gerade den Artikel in der SeglerBravo gelesen und muss sagen - schönes Schiff. Ich denke, hier wird der eine oder andere sich sicherlich in Zukunft überlegen, ob er zum Gebrauchtboot greift oder für ein paar Tausender mehr etwas werftneues kauft. Wie seht ihr das? Hat die Viko das Zeug zum Boot für die Masse? In den Details (Klemme reißt ab) hat der Hersteller sicherlich noch Nachholbedarf, aber insgesamt scheint hier ein erschwingliches Wohnboot entstanden zu sein, was auch noch ganz passabel segelt.

Ich bin gespannt auf eure Einschätzungen.


lahme Ente

Bootsmann

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2

Mittwoch, 30. November 2016, 20:34

Ist die Viko nicht mal grandios verrissen worden? Palstek oder so?

Hanser

Salzbuckel

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3

Mittwoch, 30. November 2016, 20:58

Der Verriss war auch in der Yacht, in glaube Viko22. Danach wurden die Berichte schlagartig positiv. Warum auch immer.

Zur Frage:
Nein, wenn ich mich jetzt für ein GfK-Boot interessieren würde, dann würde ich ein gebrauchtes Boot eines renommierten Herstellers kaufen. Warum: Ich würde Qualität und gute Segeleigenschaften suchen. Das findet man bei den langlebigen GfK-Booten locker im Gebraucht-Sektor. Und mich stört es auch nicht, ein Boot zu besitzen, dass schon durch ein/ zwei andere Hände gegangen ist.

Letzteres nicht zu wollen ist vielleicht für einige Leute der ausschlaggebende Punkt, sich für ein nicht nur bei den Lohnkosten sondern auch bei den Materialien und der Ausführung billiges Neuboot zu entscheiden. Und die Beschreibung ist nicht böse gemeint von mir, sondern es ist sicher eine Herausforderung für den Hersteller, sich mit dem Neupreis der Vikos in die Nähe der Gebrauchten legen zu können.

Volker

4

Mittwoch, 30. November 2016, 22:35

Ich hatte auf der 2015er Hanseboot eine kleine Viko (22?) gesehen, die Bauausführung fand ich gelinde gesagt Mist. Nicht katastrophal, aber wenn mir die geschenkt worden wäre, hätte ich die einmal auseinandernehmen und neu zusammenbauen müssen, Beschläge/Unterfütterungen verstärkt etc., So ein bisschen wie ein Baumarktfahrrad... Für die Kohle gibt es gebraucht besseres. Ich lasse mich gerne davon überzeugen, dass der Hersteller dazugelernt hat, aber ich bin daher skeptisch mit diesen Booten, ohne die Segeleigenschaften erprobt zu haben. gerade hier an der Nordsee. Auf einem Binnensee mag das anders gesehen werden.

pf

SF-Schiffsbarde

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5

Donnerstag, 1. Dezember 2016, 06:49

Die Vikos verkaufen sich mit Sicherheit massenhaft, sonst würde es nicht eine so große Modellpalette geben und regelmäßig Modelle überarbeitet.

Ich habe den Artikel in der Yacht nicht komplett gelesen, nur überflogen, fand aber dort den richtigen und wichtigen Hinweis des Verkäufers: Die Boote werden von Leuten gekauft, die ein Wohnboot suchen! Das sind also Leute, die Entspannungssegeln auf dem See machen -daher die Palette komplett mit Schwert als Standard. Das sind Leute, die kein Rennboot suchen, die nicht das Maximum aus jeder Sekunde Segeln pressen wollen. Die gemütlich über den See segeln, dabei bequem einen Kaffee vor Anker oder im Hafen zubereiten wollen, ein optisch gefälliges neues Boot ohne Reparaturaufgaben hier und da und die das Boot segelfertig haben wollen. Das gibts bei Viko für einen kleinen Preis.

Wer mehr will, muss mehr investieren -Zeit oder Geld. Meine Deltania ist ja auch von Viko. Die hat bis 7Bft auf dem Ijsselmeer hinter sich, problemlos, bei völlig sicherem Gefühl. Aber je höher die Anforderungen, desto mehr muss man eben selbst nachrüsten/einrichten o.ä. Das geht, wenn man will. Aber das ist nicht die eigentliche Zielgruppe von Viko.

Meine lässt mittlerweile fast alles mit sich machen, bis auf gute Höhe am Wind :O Das ist aktives Segeln, das macht Spass, selbst wenn andere schneller sind. Aber im Bereich Freizeitsegeln ist für mich nicht der Anspruch, hier ein Konkurrenzdenken in den Vordergrund zu stellen, schneller als andere zu sein.
...und nur wer wagt, gewinnt das Leben...

Peter


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6

Donnerstag, 1. Dezember 2016, 07:12

Biiliges Segeln! Preiswert kann man nicht sagen. Aber wenn man im Budget limitiert ist, zwei linke Hände hat und mit Gebraucht ein Thema hat, dann ist das sicherlich das optimale Boot. Ansonsten ist der Eimer eben passend zum Preis. Abgesehen davon stehen X von den Teilen seit laaanger Zeit auf den Verkaufsportalen. Alleine das will was heißen. Segeln tut sie ohne Spektakel(Binnen mittlerer Wind) aber man fühlt sich eben wie in so nem tiefgezogenen Toilettenraum in irgendeinem Budget Hotel. Wobei die unter Deck ja nun doch einiges geschmackvoller geworden sind.
Linguini-Sailing Make 25

5 nach 12 aber keiner will auf die Uhr schauen .......

pf

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7

Donnerstag, 1. Dezember 2016, 07:30

[url='https://www.segeln-forum.de/index.php?page=User&userID=16891']@Peterchen:[/url]

Solche Negativpauschalierungen bin ich eigentlich von Dir nicht gewohnt. Das ist schade. Denn Verunglimpfung von Eignern anderer Schiffe muss nicht sein. Man mag über die Boote denken, wie man will, aber gleich Käufer/Eigner so abzukanzeln :no: Nur, weil man andere Vorstellungen von Boot hat, muss man nicht zwei linke Hände haben. ... Ich hab auch nichts gegen Budget-Hotels, alles zu seiner Zeit. Und tiefgezogener Toilettenraum mag man sagen, andere kommen in die Boote, freuen sich über hellen Innenraum, viel Platz und sehen Vorzüge, die für andere nicht die Priorität haben.

Für mich jedenfalls den Preis wert.
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Peter


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8

Donnerstag, 1. Dezember 2016, 07:35

Naja, das war mit meinen Worten ja fast geschmeichelt. I:-) ch wollte zum Ausdruck bringen, ein Boot für einen niedrigen Preis das eben keine Hallberg Rassy Qualität liefert (wie auch). Der Vergleich mit dem Budget Hotel passt doch perfekt. Man hat alles was man zum Schlafen braucht ohne unnötigen Schnickschnack zum niedrigen Preis. Das es sicher Eigner gibt die keine zwei linken Hände haben ist klar. Etwas Dramatugie muss schon sein :-)

Edit: Und ja, wer auf fast Stehhöhe (je nachdem) und WC nicht verzichten will ist damit für wenig Geld bedient. Erlaube mir die Frage, warum werden so viele von den Vikos und Pendants gebraucht angeboten und stehen seit laaanger Zeit in den Portalen?
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9

Donnerstag, 1. Dezember 2016, 07:45

Warum werden so viele junge Yachten im sechstelligen Preissegment angeboten und stehen da so lange?
Es gibt wahrscheinlich Eigner, die kaufen aus Spass eine Yacht, weil es in ist und das Geld nicht die große Rolle spielt. Denen wir das Boot dann nach 1-3 Jahren über.

Ich finde nicht, dass übermäßig viele gebrauchte Vikos in den Annoncen stehen, verfolge das aber nur unregelmäßig. Hier wird es wohl auch die üblichen Gründe stehen: Lust auf ein größeres Boot. Da habe ich selbst Eigner mit diesem Verkaufsgrund gekannt.

Und nein, wenn jemand objektive Kaufkriterien zu einem Boot sucht, muss man nicht dramatisieren. Ganz im Gegenteil.

Damit will ich es aber auch belassen. Wenn Lico sich ernsthaft interessiert, wird er einmal einen Probeschlag segeln können, dann sieht er, wie agil und Spaß vermittelnd die Boote segeln und kann sich selbst ein Bild machen, ob so etwas für ihn ist, oder nicht.
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Peter


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10

Donnerstag, 1. Dezember 2016, 07:50

Das sind also Leute, die Entspannungssegeln auf dem See machen -daher die Palette komplett mit Schwert als Standard. Das sind Leute, die kein Rennboot suchen, die nicht das Maximum aus jeder Sekunde Segeln pressen wollen. Die gemütlich über den See segeln, dabei bequem einen Kaffee vor Anker oder im Hafen zubereiten wollen, ein optisch gefälliges neues Boot ohne Reparaturaufgaben hier und da und die das Boot segelfertig haben wollen. Das gibts bei Viko für einen kleinen Preis.
Wie kommst Du darauf, dass entspanntes Segeln immer langsames Segeln sein muss? Es gibt Boote, die erreichen relativ schnell ihre Rumpfgeschwindigkeit, ohne dass man dafür ein ständig auf der Lauer liegender Trimfuchs sein muss. Und gerade im Binnenland (wo es häufig Schwachwindtage gibt), mach ein Boot, was schnell anspringt einfach mehr Spaß. Das geht auch (eigentlich sogar besonders gut) mit Schwert.
Dass Boote mit Schwert schlecht kreuzen, ist ein Märchen, jedenfalls im Binnenbereich, wo der Seegang keine große Rolle spielt.

pf

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Donnerstag, 1. Dezember 2016, 08:17

Hi Pusteblume,

Jollenkreuzer sind toll. Gibt es auch in ganz tollen Bauausführungen -von Vollholz über Metall zu Plaste -super. Sehen schick aus, segeln super. Perfekt z.B. für den See.

Der Rest Deines Beitrags ist aus vielen Dingen gemixt, die nicht von mir HIER geschrieben wurden: Ich habe nicht gesagt, dass Entspannungssegeln langsam sein muss -wenngleich es das für fast alle ist, die ich kenne. Ich habe auch nicht gesagt, dass die Viko 21 schlecht kreuzt. Ich habe auch nicht gesat, ob die Viko 21 schneller oder langsamer segelt.

Ich will auch kein Verfechter von Viko sein. Ich wende mich nur hin und wieder gegen Vorurteile von Leuten, die keine haben und dann die Boote künstlich schlecht reden.

Jedes Sommerwochenende in Friesland zeigt mir allerdings, dass es massenhaft Segler gibt, die sich einfach auf den Seen dort mit mehr oder weniger Wind ein wenig dahin treiben lassen wollen, häufig nicht eimal das Groß ziehen, sondern nur das Rollvorsegel, damit mit Freunden oder Familie im Cockpit sitzen und sich unterhalten. Ein Tässchen Kaffe oder ein anderes Getränk, Kinder klettern irgendwo auf dem Boot herum. Zwischendurch wird von Bord gesprungen, um ein wenig zu schwimmen. Geschwindigkeit spielt für die keine Rolle.
Es gibt ein ein paar wenige, deutlich in der extremen Minderheit, die sausen mit ihrem Hobie o.ä. durch die Gegend. Speed- und leistungsorientiert. Zwischen den Flotten von in der Regel roten Foxen, die häufig mit 4 jungen Seglern bevölkert das Segeln erfahren wollen.

Und für jede Zielgruppe gibt es passende Boote. Auch für jedes Budget.
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Peter


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sdw

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12

Donnerstag, 1. Dezember 2016, 08:42

Viko und Deltania sind ja fast baugleich. Ich kenne viele Viko und Deltania Eigner. Bekannte haben die Viko auch mit Festkiel. Ich finde es beschämend, so abwertend über diese Boote zu reden. Jemand, der nicht die Kohle für eine Hanse, Bavaria usw. hat, kauft sich so ein Boot und freut sich wie wir, auf dem Wasser sein zu können. Naklar gibt es Unterschiede zu anderen Herstellern, das sieht man dann ja auch am Preis. Das ist doch wie beim Auto.
sdw :Laie_22:




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Segelalex

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13

Donnerstag, 1. Dezember 2016, 08:48

Jedes Sommerwochenende in Friesland zeigt mir allerdings, dass es massenhaft Segler gibt, die sich einfach auf den Seen dort mit mehr oder weniger Wind ein wenig dahin treiben lassen wollen, häufig nicht eimal das Groß ziehen, sondern nur das Rollvorsegel, damit mit Freunden oder Familie im Cockpit sitzen und sich unterhalten. Ein Tässchen Kaffe oder ein anderes Getränk, Kinder klettern irgendwo auf dem Boot herum

Kennst du so einen? Den könnten wir als Starttonne beim Latte Cup gebrauchen...

Gruß

Alex
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14

Donnerstag, 1. Dezember 2016, 08:52

Einen??? Jede Menge, auch einen mit einer Dehler 28 z.B. Aber die wollen sich ja erholen und nicht zu einerm Startplatz hetzen, um dort von Booten wie von Filliferum zerquetscht zu werden... Wenn der die Starttonne zu knapp nimmt, hilft nur Beten :D
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Peter


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horstj

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15

Donnerstag, 1. Dezember 2016, 09:01

Hallole,
ich gehe mal davon aus, dass die obigen Statements wenigstens auf einer Besichtigung der Boote an Land beruhen.
Die neuen Reihen von Maxus, Nexus, Viko und einigen anderen osteuropäischen Herstellern sind keine Überarbeitungen der alten Modelle, sondern in Riss, Design, Konstruktion, Ausstattung und Produktionsverfahren neu entwickelt. Man kann sie meines Erachtens kaum mit den älteren Modellreihen vergleichen, bei denen teilweise auf der Grundlage bewährter Konstruktionen bei gleichem Unterwasserschiff einfach die Bordwand und das Gewicht enorm erhöht wurde, mit entsprechenden Folgen für die Segeleigenschaften.
Unverkennbar ist natürlich, dass sie nicht nur für eine Runde vom Steg auf der Talsperre gebaut sind, sondern durchaus für Wandersegeln auf den Seenplatten usw, daher auch Raum unter Deck, Swingkeel usw.
Ich finde die Boote definitv einen Blick wert. Seascape wartet auch mit innovativen Produktionsverfahren auf. So schlecht ist der Osten längst nicht.
p.s.: nur die alten Baureihen von Deltania und Fan und Viko kommen aus der gleichen Schale.
Bootslog und Refitblog Jeanneau Microsail https://microsail.wordpress.com/
Saison 2017 beginnt bald: Spinnaker 29m² unbenutzt neu für Condor 55, Varianta K4/65/VA, Neptun 20/22: https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anze…223994-211-9362

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »horstj« (1. Dezember 2016, 09:12)


Trouw

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16

Donnerstag, 1. Dezember 2016, 09:09

Jemand, der nicht die Kohle für eine Hanse, Bavaria usw. hat, kauft sich so ein Boot und freut sich wie wir, auf dem Wasser sein zu können. Naklar gibt es Unterschiede zu anderen Herstellern, das sieht man dann ja auch am Preis. Das ist doch wie beim Auto.


Hallo zusammen,

eigentlich wollte ich ja die Diskussion den Plasteseglern unter sich ausmachen lassen. Bis ich dann das da, siehe Zitat, lesen musste. Gerade bei den Beispielen, Hanse und Bavaria, will man doch jetzt nicht von mehr Qualität sprechen, oder? Ich habe da gerade vor meinem geistigen Auge Relingstützen, Püttinge usw.. Ja die sind wohl teurer, aber mehr Qualität? Wie erkennt man das?

Und noch was, es gibt auch Menschen, die haben mehr "Kohle", geben sie aber für andere Sachen aus. Also jetzt Rückschlüsse ziehen, wer Viko fährt hat wenig Kohle und wer Hanse und Bav`s fährt ( ich muss immer noch lachen) hat mehr "Kohle" , ist ja wohl etwas sehr pubertär.



Gruß "TROUW"

Hanser

Salzbuckel

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17

Donnerstag, 1. Dezember 2016, 09:53

@Trouw, Sorry, wenn ich widersprechen muss: Ich sehe deutliche Unterschiede in Qualität, Materialien, Ausführung! Und ich bin Holzfan und segle weder mit Viko noch Bavaria, aber sehe mir die Boote hin und wieder auf Messen an. Der Preisunterschied bei den Vikos resultiert nicht allein aus "Made in Germany" zu "Made in Poland", schließlich lassen auch ein paar vermeintlich dt. Hersteller Rumpf-/ Decksschalen in Polen bauen (leider auch manchmal mit Problemen, wurde hier auch schon diskutiert). Bei den Vikos musste einfach an jeder erdenklichen Stelle gespart werden, um im Preis runter zu kommen.

Klar gibt es Viko-Käufer, die sicher mit ihrer Entscheidung glücklich sind. Vielleicht sollte ich zur Gruppe von Interessenten, die ich oben nannte (Leute, die aus verschiedenen Gründen ungern Gebrauchtes kaufen) noch eine Gruppe hinzufügen? Die Segel-Einsteiger. Denen würde ich aber erst recht ein Gebrauchtboot empfehlen. Preis-/ Leistung meist besser und ne reingefahrene Macke ist nicht ganz so ärgerlich.

Volker

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18

Donnerstag, 1. Dezember 2016, 10:11

Klar gibt es Viko-Käufer, die sicher mit ihrer Entscheidung glücklich sind. Vielleicht sollte ich zur Gruppe von Interessenten, die ich oben nannte (Leute, die aus verschiedenen Gründen ungern Gebrauchtes kaufen) noch eine Gruppe hinzufügen? Die Segel-Einsteiger. Denen würde ich aber erst recht ein Gebrauchtboot empfehlen. Preis-/ Leistung meist besser und ne reingefahrene Macke ist nicht ganz so ärgerlich.
Also Segeleinsteiger die gleich mit einem Neuboot anfangen dürften ungefähr so häufig sein wie ein Kalb mit 2 Köpfen. Ich habe zumindest keinen kennen gelernt.
Selbstverständlich muss Viko an allen Ecken und Enden sparen. Anders ist der Preis eben nicht zu erreichen. Nur müssen das Bavaria und Co. auch. Der Vorteil den Sie haben ist allerdings die vom Produkt überzeugte Kundschaft, die einen höheren Preis ermöglicht. Also ist der Kostendruck nicht ganz so enorm. Das ist ähnlich wie in der Automobilbranche. VW hart die gläubigen Stammkunden, Dacia verkauft nur über den Preis.
Ein Leben ohne Boot ist möglich, aber ist es auch lebenswert ?
:wickie:

Segelalex

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19

Donnerstag, 1. Dezember 2016, 10:45

Mit den Einsteigern auf billigen Booten ist wie mit Ölzeug. Man fängt an, denkt: Erstmal nicht so teures Zeug kaufen, weiß ja nicht, obs mir überhaupt gefällt mit der Segelei. Also wird billiges Zeug gekauft, nicht ganz dicht vielleicht, und schon sicher gar nicht richtig atmungsaktiv. Funktionsunterkleidung Fehlanzeige. Baumwolle in Form von jeans und T-Shirt muss langen. Dann wirds das erste mal ungemütlich, schnell ist das Ölzeug durch und man schwitzt drunter. Dann wirds kalt, ungemütlich, die Seekrankheit kommt und als nächstes spielen sie Golf.

Die Idee mit zu kleinen Klemmen, reckenden Tauen und klappernden Rudern anzufangen, ist nicht gut. Das führt nur zum Abgewöhnen. Das ist leider in unserem Hobby so. Die Einstiegshürde ist hoch. Und sie wird nicht niedriger mit einem Boot, das zwar für 13.000 in der Preisliste steht, aber erst ab 24.000 segelklar ist. Und wenn es so schnieke wie im Test aussehen soll, satte 35.000 kostet. Und spätestens da hört der Spaß auf. Denn dafür bekommt man auch eine gebrauchte Winner 9.50. Und die kann einfach alles besser als die Viko.

Gruß

Alex
Schatz, es liegt nicht an dir, es liegt am Steg...

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20

Donnerstag, 1. Dezember 2016, 11:35

Vielleicht will man gar keine Winner?
Vielleicht freut man sich an einem Neuboot, weil es neu ist und einem einfach nur Freizeitfreude mit Segel beschert, ohne Ansprüche ans ambitionierte oder professionelle Segeln zu stellen?

Ich glaube, hier sind häufig einfach nur zu sehr Segelvirusinfizierte, die Masse der Segelbootbesitzer wird verblümt nicht richtig gesehen. Ich kann ja nur für Friesland und Ijsselmeerbereich beurteilen. Dort ist es jedenfalls so, dass 80% der Boote nur wenig in der Saison bewegt werden. Die restlichen % wird dann, gutes Wetter, also 2-3 Bft voraus gesetzt, mehr Wind ist für diese Segelkameraden zu viel für das seltene Erlebnis Segeln, mit nur Vorsegel gemütlich über den See geschippert, wenige Seemeilen bis in den nächsten Hafen. Ohne schnell sein zu wollen, ohne Druck, das Letzte aus einem Boot heraus holen zu wollen. Ohne zu viele Strippen zum Ziehen haben zu wollen.

Nicht umsonst gibt es hier noch jede Menge Stahlboote mit 7-9 m. Regelmäßig belebt. Ich habe Stegnachbarn, die ich maximal 4 x im Jahr sehe (und ich bin zwischen März und Anfang November praktisch jedes Wochenende beim Boot), davon habe ich diese noch NIE ablegen gesehen. Außer Saisonanfang und -ende zum Ein-/Auskranen. Andere wollen nur gemütlich von Dorf zu Dorf in Friesland pilgern, um die Seele baumeln zu lassen. Und mangels großer Erfahrung dann auch ohne Ambitionen jetzt irgendetwas besonders schnell oder anspruchsvoll zu machen. Das sind Menschen, die haben durchaus auch Dehler 28, Sun Odyssey 32 oder kleine Etaps. Oder eben TES 678, Viko 25, dieses Jahr habe ich sogar eine Bente gesehen.

Für die Zielgruppe ist ein neues Boot in der Preisklasse oft perfekt. Sieht super aus, kein Repraturstau, neue Segel, alles, was man zum Segeln binnen braucht, praktisch dabei.

Auf mein Boot hat mich sogar ein Händler angesprochen, wenn ich es abgeben möchte, er hat etliche Kunden, die genau so ein Boot suchen (Viko 27DS). Ohne dass ich Verkaufsabsichten geäußert hätte. Hab ich auch nicht. Obwohl ich über das Kaffeesegeln länger schon hinaus bin.
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Peter


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