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Olaf_P32

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21

Donnerstag, 1. Dezember 2016, 11:53

Die Leute die Peter beschrieben hat gibt es auch in D reichlich. Ich habe am Steinhuder Meer schon Boote gesehen, da war die ganze Saison kein Großsegel angeschlagen. Die werden eben als Wochenendhaus auf dem Wasser genutzt und höchstens an warmen Sommertagen unter Motor ein paar hundert Meter aufs Wasser bewegt um von Bord aus zu baden.
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Segelalex

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22

Donnerstag, 1. Dezember 2016, 12:02

Die Leute fahren nicht, weil bei allem anderen als den beschriebene Bedingungen von 2-3 bft, ihre Kiste zur Katastrophe wird, weil es dann keinen Spaß macht, die Hafenmanöver nicht funktionieren, das Ding keine Höhe läuft und somit jedes Stück Kanal am Wind direkt in einer Kreuz endet. Das macht natürlich nicht jedem Spaß. Und als Entschuldigung dafür sein Geld für sowas ausgegeben zu haben, reden sie sich ein, dass sie ja eh nur Kaffeesegler sind. Ich kann das nicht mehr hören. Denn als nächstes kaufen sie dann ein Wohnmobil. Die Branche schafft sich dank schlechter Schiffe selber ab.

Aber OK. Wer wirklich nur mit der Fok rumtreiben mag, prima. Mach ich in Friesland auch gerne. Dennoch: Ein ordentlich funktionierendes Boot mit guten Leinen, Segeln und Beschlägen hat überhaupt nichts mit Regatta zu tun. Da geht es alleine um Funktion. Und damit reden wir da über ein Sicherheitsfeature. Und um Spaß. Und den kann übrigens auch die Großserie mit den Standardbeschlägen nicht bieten
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Kokopelli

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23

Donnerstag, 1. Dezember 2016, 12:13

Vielleicht sollte man bei diesen polnischen Kleinkreuzern bedenken, wofür sie ged(m)acht wurden: für die Binnensegelei auf den Masurischen Seen. Und das sieht so aus:



Darum haben die auch im Standard einen variablen Tiefgang und meistens eine Jütt. Für dieses Revier sind die auch bestimmt bestens geeignet. Viel Luxus braucht es da nicht, das Boot ist gut zu trailern und kostet nicht viel. Und rasant um die Tonnen geht's da wohl auch nicht.
Wer sie mit den Augen des Nord- oder Ostseeseglers betrachtet, hat die fasche Brille auf der Nase.

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24

Donnerstag, 1. Dezember 2016, 12:17

:gooost:
LG, Christoph

Voyaging under sails is one of the most deeply satisfying experiences in life.

Olaf_P32

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25

Donnerstag, 1. Dezember 2016, 12:55

Die Leute fahren nicht, weil bei allem anderen als den beschriebene Bedingungen von 2-3 bft, ihre Kiste zur Katastrophe wird, weil es dann keinen Spaß macht, die Hafenmanöver nicht funktionieren, das Ding keine Höhe läuft und somit jedes Stück Kanal am Wind direkt in einer Kreuz endet. Das macht natürlich nicht jedem Spaß. Und als Entschuldigung dafür sein Geld für sowas ausgegeben zu haben, reden sie sich ein, dass sie ja eh nur Kaffeesegler sind. Ich kann das nicht mehr hören. Denn als nächstes kaufen sie dann ein Wohnmobil. Die Branche schafft sich dank schlechter Schiffe selber ab.
Ach so. Das war mir nicht so klar. Allerdings hat von den Kaffeeseglern auf dem Steinhuder Meer kaum einer eine Viko. Da sehe ich z.B. Biga, Dehler, Etap, Sailart, Jantar, Beneteau ...... und wie sie alle heißen. Aber eben keine Viko.
Übrigens noch eine Frage. Bist du schon mal eine Viko gesegelt das du so genau sagen kannst das die Teile nichts taugen ?
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Segelalex

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26

Donnerstag, 1. Dezember 2016, 14:01

Ja eine 23. Auf der Müritz. War ganz furchtbar. Fallen und Schoten wie Gummi, zu kleine Stopper und Winschen, Segel wie Säcke (neu), kein Beschlag war maßhaltig also klapperten Ruder und Schwert fürchterlich, und das Boot war so hochbordig, dass es kaum fahrbar war im Hafen bei Wind. Und Böen setze es ausschließlich in Krängng um, nicht in Vortrieb. Dazu die hohe Sitzposition. Da versteht man schnell, wieso die Leute mit mehr Wind nicht damit fahren mögen. Das hat einfach überhaupt keinen Spaß gemacht. Nur groß war sie. Weil aber ganz neu, wollte ich trotzdem nicht drin schlafen, denn die Styrolladung unter Deck wäre bei einer nacht lethal gewesen.

Mir gehts gar nicht so um die Viko. Mir gehts drum, dass immer gesagt wird, dass alle die gerne gut segelnde Schiffe mit guten Beschlägen und Segeln wollen, immer gleich Regattasegler sind. Dabei macht das vorallem das Tourensegeln angenehm. Und wenn alles leicht und reibungslos funktioniert, ohne Drama auch wenns mal etwas mehr weht, dann würden vielleicht auch die Kaffeesegler mal das Groß auspacken. Und dann anstatt nur nach Heeg gleich mal bis Langweer segeln. Da ist der Kuchen nämlich besser... Will sagen, ein gutes Segelboot, denn darum geht es ja schließlich, macht einfach immer mehr Spaß als ein treibender Wohnwagen. Wem Segeleigenschaften und die damit einhergehenden Sicherheitsreserven egal sind, prima. Kann jeder kaufen, was er will. Ich sehe nur, dass ein Teil des Problems rückläufiger Segler auf dem Wasser Schiffe sind, die nicht halten, was sie auf den ersten Blick versprechen. Mit einer Yacht will ich segeln, auch bei schlechterem Wetter. Nur genau das können die oft nicht. Das führt zu Frust und wieder einem Wassersportler weniger...

Gruß

Alex
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Kaiensis

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27

Donnerstag, 1. Dezember 2016, 15:36

Schuldig.

Im Zuge eines ziemlich unseligen Freds hier in diesem Forum hab ich durch Zufall eine Viko S22 binnen probesegeln können. Eigentlich nur um mitsprechen zu können... was sich nach dem kleinen Probetörn aber als obsolet herausstellte, da der Fred zum Glück schon geschlossen war.

Was soll ich sagen als jemand, der zu dieser Zeit ein kleines, rankes, altes Böötchen gewohnt war? War ganz gut, viel viel Platz für sechsfuffzich Länge und vorwärts kam man auch, nichts ungewohntes. Krängung hielt sich in Grenzen - war auch nicht wirklich viel Wind - das Popometer spürte bei jeder Böe aber eine gewisse Beschleunigung, ging alles sehr leicht vonstatten. Bisschen früh luvgierig, ja schon, kurz das Groß verkleinert und alles war gut.
Die Hardware war so lala, machte aber nichts. Tat was sie tun sollte. Achsspiel am Ruderbeschlag gabs gar nicht... hätte ich gemerkt (kann ich nicht ab, sowas).
Innen der typische Polyestergeruch eines Neubootes, aber nichts was lethal gewesen wäre.

Insgesamt nichts berauschendes vom Segeln her, aber auch nicht langweilig. Eben so Durchschnitt... wie eine Schachtel Pralinen, für jeden was dabei. Und sie sah, anders als alle vorherigen Vikos, auch noch ziemlich gut aufm Wasser aus und nicht wie ein Bügeleisen mit Stöffchen oben dran.

Wenn sich die 21 auch so verhält, hätte die für 13.000 Tacken ein wirklich gutes Preis-/Leistungsverhältnis. Kann man echt machen, wenn man denn will.

Wäre nichts für mich, weil neu. Neuboote fühlen sich immer so charakter- und seelenlos für mich an. So ein Boot hat mir noch nichts zu erzählen, kann es auch nicht. Und diesen Arztpraxen- bzw. Charme eines Krankenhauses im Inneren möchte ich mir nicht wirklich antun.
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Kaiensis

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28

Donnerstag, 1. Dezember 2016, 15:47

Gerade bei den Beispielen, Hanse und Bavaria, will man doch jetzt nicht von mehr Qualität sprechen, oder?


Bei allem Respekt (und eigentlich stehe ich ja hinter Dir :O ), aber gerade die neueren Bavarias schätze ich wert als unfasslich gut durchdachte Schiffe. Auch das ist ein Qualitätsaspekt.

[/sorryforfredhijacking]
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29

Donnerstag, 1. Dezember 2016, 16:09

Wenn Du Zeit und Lust hast dann segel die Viko mal bei richtig Wind (>4 Bft). Dein Urteil würde definitivanders ausfallen. Aber ist egal. Jeder kauft was ihm gefällt, er sich leisten will und er/sei soll damit glücklich sein. Wer sich dann unter Deck ausstreckt wird das Platzangebot der Viko sicherlich gerne annehmen wollen wenn er in sein H-Boot (o.ä.) reinkriecht :-) Aber schlafen ist halt nicht alles. Gibt ja auch Leute die machen es genau andersrum, geben viel zu viel für etwas aus (z.B. Thermomix) was es viel billiger gibt. Uih, was die Diskussion nun für einen Wende nehmen kann.....

Gibt es Videos des Bootes bei Hack?
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30

Donnerstag, 1. Dezember 2016, 16:15

Hmm, alle Vikos, die ich seit Jahren auf Messen gesehen habe (genau: seit 2010) hatten Lewmar Fallenstopper und LewmarWinschen. Meine 27er (selbst wenn Deltania drauftsteht, ist ja dieselbe Werft mit derselben Ausstattung) hat das auch. Die Lewmarwinschen sind 7er (wohl die kleinsten von Lewmar), was für 11 m² Vorsegel und 15 m² Groß üppig ausreicht. Wenn bei extrem viel Druck das Vorsegel mit der Winsch etwas dichter geholt wird, gehe ich einen Hauch in den Wind, Partnerin holt dicht und sofort bin ich wieder auf Kurs. Dafür brauch ich keine größere Winsch.
Ich kenne keine Viko, die bei 6 Bft auf einem See Angstzustände hervorgerufen hätte, meine 27er tut das auch nicht, im Gegenteil. Durch die hohe Sitzposition sitzt man trocken und fühlt sich sicher. Auch noch bei 7 Bft auf dem Ijsselmeer. Wer zu viel Krängung hat, dem fehlt die Segelerfahren. Die Boote muss man halt früh reffen. Dann gehts genauso schnell, wenn nicht schneller, und aufrecht. Mehr als 15° muss nicht und schadet der Geschwindigkeit. Dann wird auch der Ruderdruck extrem groß. Richtiges Reff und vernünftiges Verhältnis von Groß zu Vorsegel und schon laufen die Boote.

Aber das ist alles Geschmacksache und jeder Jeck ist anders. Und das ist auch gut so.
...und nur wer wagt, gewinnt das Leben...

Peter


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31

Donnerstag, 1. Dezember 2016, 16:20

Dein Urteil würde definitivanders ausfallen.

Wie denn?

Kaiensis

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32

Donnerstag, 1. Dezember 2016, 16:42

segel die Viko mal bei richtig Wind (>4 Bft)


19kn im Mittel waren es, weiss ich noch. Also tatsächlich nicht wirklich viel. Allerdings merkt man dann schon deutlich, was für Zicken so ein kleines Kähnchen macht oder aber auch nicht macht. Und in Zukunft machen wird, wenns denn mal etwas mehr bläst.
Also nein, die Meinung steht, ich war dabei, ich habs gemerkt.

Selbstverständlich, das ist wichtig, muss der zum Zeitpunkt des Probetörns eingenommene Standpunkt berücksichtigt werden!
Wäre ich damals privat eine - sagen wir mal - ziemlich geile (mein Ernst!!!) Make 25 gesegelt, wäre mein Urteil sicherlich verheerend ausgefallen... (die kann das nicht, die kann jenes nicht, bääh, doofes Boot)

Bin ich aber damals nicht, ich hatte auch nur einen Durchschnittsdampfer, der nichts richtig, davon aber ziemlich viel konnte. Und so ähnlich war die S22 eben auch zu segeln. Durchschnittlich.
Kann man aber trotzdem machen. Durchaus! Wenn einem Durchschnitt gefällt? Warum nicht.

Übrigens hab ich mir vor zwei Monaten eine alte, verranzte Neptun 25 geschachert. Die kann zum Beispiel überhaupt gar nichts ausser dick und rund zu sein. Und mit Sicherheit würde eine Standard-Viko-S22 Kreise um mich segeln...
So verschieden sind eben die Geschmäcker.
Nicht alles so ernst nehmen...
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33

Donnerstag, 1. Dezember 2016, 16:44

im Vergleich starke Krängung, Ruderdruck bis Strömungsabriss / Sonnenschuß (ca. 5 Bft). Ich meine das Ruderblatt könnte größer sein oder eben mehr Fläche bieten. Weiß nicht ob ich mich richtig ausdrücke. Kollege sagte - bei dem Wind segelt man doch auch nicht mehr :-) Vom Gefühl - wesentlich weniger steif als alles was ich bis dahin gesegelt bin. Die schlechte Ruderkontrolle war für mich aber das schlechteste am Boot.

Aber man konnte zu 6. unter Deck ordentlich picheln :-)
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Kaiensis

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34

Donnerstag, 1. Dezember 2016, 16:56

:D :D :D

Na wenichstes was!

Ich glaub', das Groß der 22 könnte ruhig eine Nummer kleiner sein. Und der Mast gerne 10 cm nach vorn. Aber sonst. Weisste doch: you get what you pay for.

Indes, man kanns trotzdem machen.

BTW... auf YT gibts vom Hamburger Händler ein Video der S21 von irgendwo auf der Ostsee? Letztens beim Yachttest mitgefilmt. Nicht wirklich viel Wind und die Pinne zeigt bedrückend nach Luv.
Vielleicht ist die 21 doch anders? Könnte wohl sein...

Naja, mir solls egal sein ;)
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35

Donnerstag, 1. Dezember 2016, 17:35

Ich war auf einer Messe in 2 Vikos.
Und ehrlich gesagt. Ich war heilfroh wieder draussen zu sein.
Ich fand die Boote seelenlos und kühl. Alles wirkte billig und undurchdacht innen. Irgendwie wie ein Dixioklo? (sorry....) Obwohl ein dixieklo ist recht durchdacht ;-).
Den Kracher fand ich dann, dass das Boot keine Backskisten hatte. Hey, im Ernst. Wer entwirft denn einen Kleinkreuzer ohne Backskisten?
Soll man das ganze Gerödel, ob nass oder ranzig mit in die Kajüte nehmen?
Dagegen kam mir unsere Neptun 20 vor wie ein Luxuskreuzer. Echt. Sowohl in Bezug auf Stauraum und vor allem bzgl. der Gestaltung innen.
Und eine Neptun ist jetzt wahrlich keine HR ;-).
PS: zur oben erwähnten neptun 25. ich finde auch das ist eher eines der uncharmanteren neptun modelle...

sdw

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36

Donnerstag, 1. Dezember 2016, 17:52

Der eine sagt, ich habe nur die Kohle für eine Deltania oder Viko und ein anderer hat die Kohle und sagt, für das was ich auf dem Wasser will reicht das Boot auch. Segelt mal eine Viko mit Festkiel. Die segelt nicht schlecht. Ich kann jedes Boot so verändern, wie ich es möchte. Es kommt doch immer darauf an, was jeder will. Wer sagt, für die Kohle kaufe ich mir ein anderes Gebrauchtes. Na das ist doch auch ok. Das muss jeder selber wissen. Manch eine Meinung die hier geschrieben wurde finde ich den vielen Viko und Deltania Eignern gegenüber unfähr.
sdw :Laie_22:




Auf`m Boot :segeln: ist wie zu Hause auf`m Sofa (Entspannung) :segeln:

37

Donnerstag, 1. Dezember 2016, 19:28

ich glaube , man darf bei solchen sachen nie aus den augen verlieren , für welchen einsatz , welches fahrgebiet , ein boot konzipiert wurde .
wenn diese viko auf binnenseen eingesetzt werden soll , dann werden an das boot andere ansprüche gestellt , als ein boot zur überquerung
des großen teiches .

ein 15er jollenkreuzer ist ein tolles boot - unbenommen . wenn ich das als neueinsteiger lese , dann bin ich begeistert . die begeisterung schwindet
jedoch sehr schnell , wenn ich mit dem 15er bei 6 bft. auf der nordsee von texel nach cuxendorf segeln will .
mag ja gehen ... aber ... !
darin mag so mancher fehlkauf liegen , der die erwartungen nicht erfüllt .

sdw schreibt in seinem letzten satz : ...... finde ich den vielen viko und deltania eignern gegenüber unfair .
natürlich muss man berücksichtigen , wie viel ich für ein boot ausgeben kann - und will .
ich scheue mich auch davor einem eigner zu sagen , dass er einen flossähnlichen gegenstand zum segeln benutzt ,
denn an dem teil kann sehr viel herzblut hängen . aber ist das ehrlich ? denke das ist ein schmaler grad , bei dem ich
sehr genau überlegen muss was ich sage , ohne dem anderen zu nahe zu treten .

wenn die kiste tatsächlich für die masurischen seen konstruiert wurde , dann darf ich mich nicht darüber wundern , wenn die segel-
eigenschaften auf der ostsee ( insbesondere bei mehr wind ) nicht so dolle sind .
habe das boot noch nicht gesegelt , würde ich aber gerne mal .
die meisten boote werden bei moderaten bedingungen getestet . warum wartet man nicht auf richtigen starkwind und testet dann ?
angst was kaputt zu machen ? das wäre der falsche weg . natürlich kann man sagen , dass man bei mehr als 3 bft nicht mehr segelt .
was mache ich jedoch , wenn es mich draußen so richtig erwischt ? kann das boot das ab oder zerlegt es sich in seine bestandteile ?
was sagt die werft dazu ? rät die werft davon ab , bei mehr als 4 bft zu segeln ? dann sollte das urteil tatsächlich negativ ausfallen .

einfach hoch zu rechnen ( habe das boot bei 3 bft gesegelt , war luvgierig , mag nicht daran denken , wie es sich bei 6 bft verhält ) ,
ist für mich keine aussage , mit der ich was anfangen kann .

Segelalex

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38

Donnerstag, 1. Dezember 2016, 19:42

Ist ein CE C Boot. Demnach entworfen für bis 6 bft und 2 Meter Welle. Dabei muss es gute Manövriereigenschaften haben. Das hat die Werft dem Schiff mit Ausstellung der Konformitätserklärung bescheinigt. Diese Kategorisierung nimmt die Werft selbst vor. Wofür das Schiff erdacht wurde, muss also nicht spekuliert werden, dank der Sportbootdirektive.

Gruß

Alex
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39

Donnerstag, 1. Dezember 2016, 23:01

Ruben hat recht. Wenn die boote für Masuren gezeichnet sind, sind es keine Bote, mit denen man auf See bei Hack glücklich wird. Mit nem 15er hat man auf der Nordsee bei Hack auch keinen Auftrag.
Nen Folkeboot ist eine phantastische Konstruktion. Solange man nicht bei wenig Wind segeln möchte, und den vielleicht auch noch von achtern hat. Dann ist es gruselig, weil einfach gar nichts geht.
Und mit den Schwertbooten ist es ähnlich, nur eben andersrum. Masuren ist ähnlich wie Mecklenburg, nur nicht so dicht besiedelt. Aber sondt: sehr vergleichbar. Und die Bootstypen, die entstanden sind, sind auch vergleichbar. Und natürlich wollen auch die Binnensgler Spaß haben. Und es ist definitiv endgeil, wenn ein eher gemütliches Kajütboot, mit Butzenscheiben im Kajütschränkchen, und Holzausbau in der Kajüte, schon bei Schwachwind die Rumpfgschwindigeit reißt. Während der Kaffeekessel auf dem Kocher vor sich hinbrummt.
Boote für die Masuren, oder die MV-Seen sind keine Seekreuzer. Wenn da CE-Kat. C dransteht, besagt das gornix. Bei 6 bft und 2m Welle wird das nicht funktionieren. Man wird unter den Bedingungen wahrscheinlich noch irgendwie gezielt ablaufen können.
Ich hab keine Ahnung, ob ein altes Folke mit nicht selbstlenender Plicht noch für Kat. C zertfizierbar wäre. Aber dass so ein Boot bei 6 und 2 m Welle funktioniert - ja, das weiß ich wohl, da ich es erlebt habe.
Für Funktion oder Nichtfunktion eines Bootes bei verschiedenen Bedingungen gibt es viele Anhaltspunkte. Die CE-Zertifizierung gehört eher NICHT dazu.

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Freitag, 2. Dezember 2016, 09:19

Ist ein CE C Boot. Demnach entworfen für bis 6 bft und 2 Meter Welle. Dabei muss es gute Manövriereigenschaften haben. Das hat die Werft dem Schiff mit Ausstellung der Konformitätserklärung bescheinigt. Diese Kategorisierung nimmt die Werft selbst vor. Wofür das Schiff erdacht wurde, muss also nicht spekuliert werden, dank der Sportbootdirektive.
Nu mal halblang. In der Verordnung steht das ein Boot bis zu 6 Bft und 2m Welle eine gute Manövrierfähigkeit haben muss. Das bedeutet doch in der Praxis nichts anderes als das das Ruder funktioniert und die Schoten bedient werden können und das Boot nicht auseinander bricht. Das bei 6 Bft der Mast abbricht oderdas Boot bei 2m Welle in seine Einzelteile zerfällt hat ja auch keiner behauptet. Es handelt sich aber um die zugrunde gelegten Maximallasten und nicht um die Betriebszustände für die das Boot konzipiert ist. Das sind eben 2 Paar Schuhe.
Übrigens: Ein 6 1/2 Meter Boot bei 2m Wellenhöhe zusegeln ist nie angenehm. Ich jedenfalls möchte mir das auch bei 3 Bft nicht antun. Also reitet doch bitte nicht auf irgendwelchen garantierten Maximalwerten herum. Die 6 Bft sind nicht der Normalfall. Und die Wellenhöhen halten sich in den Gegenden das Nordsee in denen man sich mit 6 1/2 m Booten (ja auch Jollenkreuzern) herumtreibt auch in Grenzen.
Ein Leben ohne Boot ist möglich, aber ist es auch lebenswert ?
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