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GiNsPaCe

Seebär

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Schiffsname: Madita

Bootstyp: Rebell 31

Heimathafen: Sønderborg Lystbådehavn

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21

Mittwoch, 10. Mai 2017, 23:17

Was will man mit einem solchen Wintergarten (Dodger), wenn die Sonne scheint? Das wird doch unerträglich heiß unter Deck.

Auch wenn ich persönlich nix von der Bente halte.... aber dann Frag mal die Decksaloneigner :D Die haben mehr Glasfläche zum Aufheizen ;)

22

Donnerstag, 11. Mai 2017, 06:48

Ich finde die Kombination sportliches Boot und feste Sprayhood irgendwie irritierend. Gennaker bergen ins Cockpit, gerade auch bei der 24er... Und bei Regatten ist das Ding doch immer im Weg. Aber muss jetzt wohl, da sowas wie ein Bente-Erkennungsmerkmal.

Robert

pf

SF-Schiffsbarde

Beiträge: 4 977

Schiffsname: Boundless

Bootstyp: Deltania 27 (Viko 27DS, Navikom Werft PL)

Heimathafen: Lemmer, de Brekken

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23

Donnerstag, 11. Mai 2017, 06:56

Ich glaub Ihr habt völlig falsche Vorstellung von der Idee: Schaut mal auf die Pinne! Und schaut mal auf die angedachten Produktionszahlen pro Jahr: 5!!!

Das ist Pogo-Terrain. Schaut mal auf den Tiefgang der Perfomance-Edition!!!

Ich kann mir nicht vorstellen, dass hier der Prototyp angefangen wird, ohne feste Anfragen/Bestellungen zu haben. Und wenn es auch nur für eine kleine Firmeneigentümer-/-bekanntenserie ist, um dann zu sehen, wie es sich verkauft.

Von mir aus ist das Design immer noch perfekt. Und mit dem Dodger: Das ist doch Volvo-Ocean-Racer Niveau: Schutz vor Wasser und Sonne. Wenn ich die Transatlantiktour-Vermarktung sehe, dann ist doch klar, wohin es hier geht. Das ist nichts für Ostsee-Schären-Skipper mit Bequemlichkeitsaspekten. Das ist für New-Generation mit hohem Funfaktor bei hohem Speedfaktor und moderner Linienführung. Und das geht in dem Segment nur mit Alleinstellungsmerkmalen.

Alles sehr spannend, nicht mein Zielboot, aber für mich schon interessant zu sehen, wie sich das entwickelt.
...und nur wer wagt, gewinnt das Leben...

Peter


www.sy-boundless.net

24

Donnerstag, 11. Mai 2017, 07:27

Mich irritiert die Aussage, daß es eben kein Pogo racelike werden soll, sondern ein Fahrtensegler im Pogolook. Der Dodger ist klasse. Muß man vielleicht mit unterwegs gewesen sein. Gennaker gibts von der Rolle. Abgesehen davon kann man trotzdem ins Cockpit bergen. Da sind keine Kanten Haken, alles gerundet.

Das Cockpit wird jeden Fahrtensegler abschrecken. Ich mag das ja so offen und klare Linien aber eben nicht um damit um die Welt zu segeln. Das selbe Cockpit Layout wie bei der 24 nur langgestreckt. Ein Winschpodest mittig, hinten kommt sicher ein sehr breiter Traveller dran usw. aber warum wird es dann kein Racer? Weil man Angst hat weit hinter den Leistungen der Franzosen zu bleiben?

Ich bin gespannt. Das erste Boot wird das Konzept liefern. Kunde wird zum Versuchsobjekt? Wer das Geld hat, das kann viel Spaß machen weil eins sind die Bente Jungs definitiv. Kreativ und für jede gute Idee offen.

Ich muß jetzt unbedingt nach ner Bleibe am Salzwasser suchen ...... :-)

25

Donnerstag, 11. Mai 2017, 07:48

Marketinggetöse.

...funktioniert doch, wird diskutiert. :-)
Ich kann da nichts entdecken, was mich ansprechen würde. Preislich ist das auch keine Option, gibts alles schon...
Wer preiswert ein gut segelndes großes Schiff sucht, kauft eine VArianta bei Hanse und stattet mit sehr guter Garderobe aus.
Innenausbau ist dann nicht Fokus...

Till

Lotse

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Wohnort: Langenfeld Rhld

Schiffsname: Seizh Avel

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26

Donnerstag, 11. Mai 2017, 08:36

Ich finde es ganz schön, wenn frischer Wind in die Branche kommt. Was am Ende raus kommt, muss man abwarten.

Das feste Dach finde ich jedenfalls gut. Wenn die Führung der Leinen zum Mast gut (also mit wenig Widerstand) gelöst wird, hat das Dach doch nur Vorteile.

Skeptisch stimmt mich allerdings das hohe Gewicht des Bootes. Das ist dann nachher wie eine RM: Sieht wie ein Racer aus, ist aber viel zu schwer, um auch so zu fahren.

smaugi

Salzbuckel

Beiträge: 3 705

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Bootstyp: Bavaria33

Heimathafen: Urk / NL

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27

Donnerstag, 11. Mai 2017, 09:01

Ok, den Countdown hätte man sich sparen können. Viel mehr weiß man nun auch nicht, außer das es ein Boot im Racer Look sein soll aber eigentlich ein Fahretensegler sein soll - aha.


Wieso, sind doch alle technischen Daten zu sehen (zumindest gerade eben) einschließlich Timline, z.B. Vorstellung auf der Boot2018
Tschüss
Christian

28

Donnerstag, 11. Mai 2017, 09:08

Ja aber da macht man doch kein HeiHo draus. Schwer ist sie, yes. Eine Carbon Option gibt's sicher...... .

Danziger

Regattaleitung

Beiträge: 3 772

Schiffsname: ISOBAR

Heimathafen: Flevomarina

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29

Donnerstag, 11. Mai 2017, 09:16

In Zukunft wird der Yachtbau sich in 2 Bereiche aufteilen. Segelboote, die gleiten können und solche, die schwere Verdränger sind. Die Pogo 1250 und die neue 36er zeigen, wie man Fahrtenboote mit erweitertem Potential baut, in etwas kleiner gehört auch die tolle SSC 27 in diese Gruppe. Wer mal so ein Boot gesegelt ist, weiss wie sich segeln 2.0 anfühlt. Die Bente 24 geht vom Gedanken her auch dahin, denke aber, dass sie evtl. ein paar Pfunde zu viel hat. Hatte noch nicht das Vergnügen.

Jetzt der neue Plan Bente 39. Von der Größe her wäre sie meine Zielgröße. Großfamilie passt wohl rein und 40 Füße sind mit richtig dimensionierten Winschen, Blöcken usw. kein Problem, wenn man körperlich halbwegs rüstig ist.

Was ich unbedingt haben wollte, wenn mich jemand von meiner schweren Kreuzmaschine wegbekommen will, ist Segelpotential 2.0. Das heißt Halbwind bei 5 Dauerhaft 10kn+ und unter Gennaker Speeds im Seemannsgarnbereich. Wenn das nicht der Fall sein kann, weil sie über 5.5 Tonnen wiegen wird, wird sie wie einige andere Würfe, die bereits auf dem Markt sind, zwar cool aussehen, aber seglerisch kaum/nichts besser können als meine 2002er 40.7. Weil ich aber Segler bin, geht es mir in erster Linie um den Segelspaß.

Werden die ersten Tests sie in den Pogobereich positionieren, dann hat sie eine gute Chance ein Erfolg zu werden, denn Segeln 2.0 wird das Ding in der Zukunft für den ambitionierten Teil der Seglerschaft werden. Boote wie die SSC 27 zeigen, dass Segeln mit hohem Potential nicht nur echten Könnern vorbehalten ist, sondern auch, ähnlich wie Strancatsegeln, ambitionierte Amateure prima in die Sphären des Dickschiffgleitens eindringen können.

Klar, die Bedingungen dafür hat man nicht täglich, aber ab und zu schon. Und dann werden Seemannsgarn Fake News zu Facts.

---

Was die Bente betrifft, bin ich etwas zögerlich, was das Idealgewicht betrifft. Man muss schon wie Pogo eine super ausgebuffte Technik haben um Innenschalen ästhetisch befriedigend los zu werden oder wie bei SSC Spachtelkünstler im Team, die einen Bombenjob machen, aber sich den auch vergolden lassen.

Sowas treibt die Kosten hoch. 40 Fuß segelfertig im Segel 2.0 Bereich und angenehmes Hotel im Bauch wird es nicht unter 200K geben. Leichtbau ist viel teurer als 5-Sternecamping. Und weil der Campingmarkt günstiger und viel größer ist als der Segelmarkt, wird die Versuchung groß sein, die Bente für den Skipper nach Speed aussehen zu lassen und für die Dame des Boots eine 2. Toilette einzubauen. Dann wird das übliche Gequatsche über Rumpfformen, Chines usw. losgehen, gesagt werden, das Potential ist deutlich größer als bei einem konventionellen Riss und so die 7.5 Tonnen schön geredet. Am Ende wird sie auf der Bahn eine Enttäuschung sein, die Leute sagen, sie ist ein tolles Fahrtenboot (das ist eine gebrauchte HR auch) und die Presse sie als gelungenen Kompromiss feiern. Ich werde derweil auf die SSC 40 warten oder mir die Pogo 36 noch mal genauer anschauen. Oder einfach noch mal 5 Jahre delikat Kreuzen gehen und Downwind dann auf der SSC 27 eines Freundes genießen. Oder die Bentes bekommen es tatsächlich hin und dann sogar vegan zum wieder verwerten. Das wäre doch mal was!

Hans

Hanser

Salzbuckel

Beiträge: 3 893

Wohnort: am Bodensee

Schiffsname: Jacaranda

Bootstyp: Küstenkreuzer

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30

Donnerstag, 11. Mai 2017, 09:30

Vom Design her konsequent. So wie jeder einen BMW an der Niere erkennt (und dafür etwas mehr bezahlt) so haben die Designer versucht, mit ihrer Plastik-Hutze eine klare Bente-Linie auf das große Boot zu übertragen. Und das könnte, wenn der Name Bente noch positiv als innovativ besetzt ist, eine neue Ära im Bootsbau einläuten: Bavarias z.B. erkenne ich aus etwas Entfernung nur am großen Volumen (kann auch mein Fehler als nicht-Bavaria-Segler sein), das Design ändert sich alle paar Jahre grundlegend (wenn ich nur an das gewagte Porsche-Design zurückdenke ...). Allerdings muss Bente dann auch mit ihren Wettbewerbern gut mithalten können.

Zweiter Aspekt: Am Ende ist die Bente 24 für das, was sie bietet, etwas teuer geworden. Warum also nicht den Sprung in die profitableren Größenklassen wagen?


Ich finde den Versuch, eine große Bente zu promoten, nicht falsch. Kaufen würde ich sie mir allerdings nicht.

Volker

31

Donnerstag, 11. Mai 2017, 09:51

Hans, Du sprichst mir aus der Seele.
"Segeln 2.0" find ich ist ein passender Begriff.
Wer schon mal dauerhaft mit Geschwindigkeiten > 10kn gesegelt ist und auch noch die Leichtigkeit erlebt hat, wie solche Schiffe diese Geschwindigkeit erreichen, möchte das nur ungern missen.

Beiträge: 990

Bootstyp: Albin Express

Heimathafen: Kiel

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32

Donnerstag, 11. Mai 2017, 10:00

Ehrlich gesagt, traue ich dem Braten nicht so ganz, was dieses ganze Pogo-Segeln mit der Bente angeht.
Schaut euch doch einfach mal die Seitenrisse auf Yacht.de an.
Das Ding hat doch den klassischen Hängehintern von den schnellen Verdrängern.
Jede Menge Rocker um das hintere Ende der Kielwurzel.

Und dann schaut euch mal die Risse von den Pogos u.ä. an.
Die haben doch wesentlich weniger Rocker. Ganz andere Welt, oder?

Wenn ich mal spekulieren darf:
Die Bente 39 versucht den Spagat zwischen den Glitschkisten und den schnellen, leichten Verdrängern.
Das wird vermutlich Kompromisse in beiden Richtungen nach sich ziehen.

Was mich etwas wundert:
Bei den jüngeren französischen Shorthand-Booten gibt es doch so viele tolle Ideen mit Trinquette, Kutterstagen usw.
Gerne auch mit sehr weit hinten stehendem Mast.
Kann ich auf der Bente 39 gar nicht so sehen.
Der Segelplan erinnert mich eher an eine J-111 oder so.

Was mich amüsiert:
Ich könnte nach den Zeichnungen die 24 und die 39 kaum auseinanderhalten, mal abgesehen davon,
dass der Bug noch ein wenig hässlicher und unpraktischer geworden ist.
Den Unterschied zwischen der 24 und der 39 kann man am besten an der Höhe der Reling sehen... :D

Hans Danziger: Das mit dem vegan gab es doch eigentlich schon. Nannte sich Sperrholz-Knickspanter.
Ich glaube, das kommt wieder.
Nachwachsende Rohstoffe, abbaubar, die Chines gibt es schon und halbwegs leicht geht damit auch. :D

Holger

Till

Lotse

Beiträge: 1 678

Wohnort: Langenfeld Rhld

Schiffsname: Seizh Avel

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33

Donnerstag, 11. Mai 2017, 10:54

Bei den jüngeren französischen Shorthand-Booten gibt es doch so viele tolle Ideen mit Trinquette, Kutterstagen usw.
Gerne auch mit sehr weit hinten stehendem Mast.
Kann ich auf der Bente 39 gar nicht so sehen.

Ich hätte gedacht, dass das zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht so fest steht. Vielleicht kommt das ja noch?


Ich habe jetzt das dritte Boot, das relativ leicht die Rumpfgeschwindigkeit überschreitet. Alle drei Boot hatte völlig unterschiedliche Rumpfformen. Deshalb tendiere ich dazu, geringes Gewicht als Hauptfaktor zu sehen.

Was mir gar nicht gefällt, sind die beiden von Hans genannten Eckpunkte: Ab fünf Windstärken über zehn Konten fahren, und mit Gennaker dauerhaft schneller. Er meint das sicher nicht so, aber das ist etwas, dass schon jetzt mit vielen Booten geht. Bei sechs Windstärken fährt auch eine RM so schnell, und erfüllt dann die Erwartungen an ein Boot, das wie ein Oceanracer aussieht. Auch in der Yacht wird am liebsten so getestet, und dann auf die enorme Leistungsfähigkeit der Boote hingewiesen.
Man muss sich halt fragen, ob und wie oft man bei fünf und sechs Windstärken den Code 5 oder den kleinen Spi ziehen will. Klar macht man das mal, aber fällt das unter leichtes, entspanntes Segeln?

Gruß, Till

Beiträge: 990

Bootstyp: Albin Express

Heimathafen: Kiel

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34

Donnerstag, 11. Mai 2017, 11:34

Ich hätte gedacht, dass zumindest die Position vom Mast feststeht.
Aber grundsätzlich hast du schon Recht - vermutlich ist das noch nicht so festgeklopft.
Auch wenn die ganzen Daten etwas anderes suggerieren.

Gewicht ist bestimmt wichtig, aber es gibt ja durchaus auch leichte Boote, die nicht so gerne gleiten mögen.
Vielleicht täusche ich mich ja auch gründlich.
Mir fällt eben nur auf, das die Rumpfform offenbar anders ist.

Beim Potenzial bin ich ganz bei dir.
Eine Sache ist das theoretische Potenzial, das bestimmt sehr hoch liegen kann.
Eine andere Sache ist, was ein Fahrtensegler daraus macht.
Wobei es nach meinem Eindruck mittlerweile mehr Fahrtensegler gibt, die zumindest Bock haben, sich da rein zu hängen.

Ich bin auch sehr gespannt, wie sich das bei uns im Verein entwickelt.
Da hat sich einer eine Django 7.70 gekauft (Name: "unchained"...).
Soll wohl auch zum flotten Cruisen genutzt werden.
Nettes Boot mit tollen Ideen.

Holger

frank_x

Lotse

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Bootstyp: Rommel 33 / Pogo 40

Heimathafen: Rostock

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35

Donnerstag, 11. Mai 2017, 11:36

Till - Du sprichst mir aus der Seele ... naja, wenigstens fast - Natürlich ist es toll, relativ mühelos auch große Flächen fahren zu können und damit echt hoheh Geschwindigkeiten zu erreichen. Aber ... es dauert auch bei mir immer eine Weile, bis ich mich dann wieder an die zweistelligen Ziffern gewöhnt habe und entspannt ... ist das dann auch nicht unbedingt, da die (Steuer)Bewegungen eben auch "etwas" schneller werden. Aber es ist gut, wenn selbst ohne große Vorsegel nicht mehr jede Welle mit hoher Geschwindigkeit durchläuft und man nur hin und her geigt. So definiere ich mein "Cruiserpotential" eher nahe der Wellengeschwindigkeit. Schneller bringt dann - insbesondere bei großen Wellen - nur andere Probleme ( Steckenbleiben etc.) Aber Wellengeschw. bedeutet eben auch 10kn+ - Langsam will ich also auch nicht mehr.

Zur Bente - die Heckform hat mich auch überrascht. Um wirklich gleiten zu können, wäre es sicher notwendig, die Hecklinien flacher auslaufen zu lassen. Den Dodger dagegen finde ich Klasse und findet sich - natürlich in anderer Form - wer will schon im Schwallwasser sitzen auch auf allen neuen IMOCAs und Class40. Allerdings die Großschot auf dem Dodger ist schon wieder Bavaria-Like und auch der "Normal-Tiefgang" ist irgendwie merkwürdig, wie auch der Performance-Tiefgang nicht sonderlich "performant". Irgendwie werde ich aus J&V nicht schlau. Aber das ist ja auch das Erfolgsmodell Bente24 - sieht schnell aus aber muss es dann nicht sein, da es ja nur ein "Cruiser" sein soll - selbst in der Performance-Version.

Danziger

Regattaleitung

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Heimathafen: Flevomarina

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36

Donnerstag, 11. Mai 2017, 13:36

Was mir gar nicht gefällt, sind die beiden von Hans genannten Eckpunkte: Ab fünf Windstärken über zehn Konten fahren, und mit Gennaker dauerhaft schneller. Er meint das sicher nicht so, aber das ist etwas, dass schon jetzt mit vielen Booten geht. Bei sechs Windstärken fährt auch eine RM so schnell, und erfüllt dann die Erwartungen an ein Boot, das wie ein Oceanracer aussieht. Auch in der Yacht wird am liebsten so getestet, und dann auf die enorme Leistungsfähigkeit der Boote hingewiesen.
Man muss sich halt fragen, ob und wie oft man bei fünf und sechs Windstärken den Code 5 oder den kleinen Spi ziehen will. Klar macht man das mal, aber fällt das unter leichtes, entspanntes Segeln?


Hallo Till, das mit den 10kn+ meine ich nicht mit Riesen Tüchern und einer Kiste, die mit Qual über den Rumpf rutscht, sondern ein Boot, das das nur mit Fock kann, so wie andere Fahrtenboote auch diese Kurse Segeln. SSC 27 kann das. Denke Deine Pogo wird das auch machen. Meine 40.7 kämpft dann mit 8.3kn gegen den Rumpf und überholt nur sehr schwer eine ähnlich große Bavaria oder Hanse. Der Unterschied im Potential wird erst dann sichtbar, wenn es auf die Kreuz geht, dann allerdings beträchtlich. Würde gerne beides gut können. Deswegen glaube ich sehr wie Du ans Gewicht. Ist das niedrig und die Stabilität rel. groß, kommt man auch als gemütlicher Fahrtensegler in Speedregionen, wo konventionelle Boote große Kites und jede Menge gute Crew brauchen.

Schätze, die Bente 39 wird sowas wie die RM. Das ist auch ein Markt, aber nicht mein Interesse, weil nur Segeln 1.2..


Grüße!

Hans

Danziger

Regattaleitung

Beiträge: 3 772

Schiffsname: ISOBAR

Heimathafen: Flevomarina

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37

Donnerstag, 11. Mai 2017, 13:56

Habe jetzt die Specs. der Bente 39 gefunden. Die soll 6.5 Tonnen wiegen, dabei gut 90m2 am Wind haben. Das wird ein Elefant wie meine jetzige Kiste. Die wiegt laut Beneteau gerade mal 400 Kg (in Echt ca. 600 kg) mehr und hat die gleiche Segelfläche. Die Bente 39 würde etwas schneller sein, sagen wir um GPH 580, statt 608 - das wars aber. Kein Segelboot 2.0. Reiner Verdränger mit modernen Linien, sowas wie die RM. Die 2.65m Tiefgang bei den 6.5 Tonnen und 40 Füßen sind Racer-Dimensionen aus Mitte der 90er, das sind die Daten einer B&H 41. Ein Fahrtenboot in dieser Größe sollte ca. 2.2m Tiefgang haben, J z.B. bietet das. Aber dann würde die Kiste noch schwerer werden, sicherlich die 7 Tonnen knacken.


Schade und für mich uninteressant auch wenn optisch spannend, denn so'n Boot habe ich schon.

Hans

38

Donnerstag, 11. Mai 2017, 14:01

So häufig wie Jubel & Frolic betont, dass es keine Racer, sondern ein Fahrtenboot ist, ist die Erwartungshaltung der Konstrukteure an die Geschwindigkeit gar nicht so hoch. Vermutlich wird das eine schicke Verdränger-Kiste, von der Performance vielleicht wie eine Salona oder ähnliches. Die technischen Daten sind auf jeden Fall im gleichen Bereich.

Insgesamt finde ich den Entwurf ganz erfrischend, das Cockpit ist groß im Verhältnis zur Bootsgröße, vermutlich ist es innen daher eher etwas kleiner als in der Fahrtenklasse heute üblich. Für warme Gegenden eigentlich der richtige Weg. Ob ich in dem Cockpit drei Wochen über den Teich fahren möchte, ist eine andere Frage, aber da gibt es bestimmt Optionen.

Den festen Vorbau finde ich prima, wenn man sich so umguckt, bauen doch eh die wenigsten ständig die Sprayhood auf und ab. Und hier scheint es ja auch weiter nach vorne zu reichen, und ein bisschen Deckshaus-Charakter zu entwickeln. Zumindest steht irgendwo was von Navi-Platz auf Cockpit-Höhe. Das finde ich schlau, in den meisten Yachten ist die Navi ausser Sichtweite des Rudergängers, aber bei den meistens Crews diese Funktion personell nicht getrennt. Da hat man wohl nachgedacht.

Der Preis? Basisausstattung für €177k inkl. Segeln scheint nicht völlig aus dem Rahmen zu fallen für die Größe. Wir werden sehen, was man dafür wirklich bekommt.

und das Beste: Mr-ich-weiss-alles-besser-und-akzeptiere-grundsätzlich-keine-Kritik ist scheinbar nicht involviert, sondern bastelt weiter an seinem Motorboot-Webmagazin ;-)

39

Donnerstag, 11. Mai 2017, 14:05

In Zukunft wird der Yachtbau sich in 2 Bereiche aufteilen

Nein, drei: Fahrtenboote, Glitschkisten und Foiler, sozusagen Segeln 1.0, 2.0 und 4.0 ;-)

Schebun

Steuer-Mann

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Schiffsname: Pebbles

Bootstyp: Elan 210

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40

Donnerstag, 11. Mai 2017, 14:23

Die Daten zum Schiff sind hier: http://www.bente24.com/wp/39ben/ zu finden. Auf der Boot wird/soll die Vorstellung sein und nächstes Jahr dann ne Atlantikrunde mit dem Prototyp.

Naja, ich weiß nicht... für "Segelfertig" 172.500 EUR bekomme ich ein paar andere Schiffe, die mir persönlich mehr zusagen würden, aber das liegt wie so oft im Auge des Betrachters. Ein "Schnäppchen" ist sie meines Erachtens nicht, ein Rennpferd wird sie mit den Specs wohl auch nicht werden, eher sowas wie "fast crusing" und dafür gibts m.E. aktuell doch eigentlich wirklich einen Markt.

Auf das Innendesign bin ich konzeptionell noch gespannt. :) Außen ist es ja sowas wie ne "Strechbente 24" Wie der Rumpf schlussendlich wirklich läuft wird man sehen müssen denke ich, zumindest tu ich mir schwer sowas nur vom Hingucken genauer einzuschätzen. Ne Vorstellung ja, aber "genaueres" zeigt sich für mich dann meist erst auf dem Wasser.
Seekrankheit: Zuerst befürchtet man sterben zu müssen, danach, dass es noch lange dauert bis es endlich soweit ist.

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