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Windstärken

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21

Mittwoch, 25. Oktober 2017, 23:48

Da stimme ich Dir gerne zu. In Hooksiel, also mitten in der Wattensee, liegen so einige. Dort ist das Segeln mit einem Kielschiff immer mit einem Restrisiko verbunden und man findet vermehrt Schwenk-, Hub- oder Kimmkieler. Wer da nicht trocken fallen kann, kann schon mal alt aussehen.
An der O-See ist es recht dünne, nur in meinem Hafen liegen drei Tri's hintereinander. In der Lübecker Bucht sind es nicht mehr als 20. Es liegt auch daran, dass die Häfen für diese Schiffe nicht gebaut sind und einfalten ist nun mal nicht jedermanns Sache. Bei einem DF ist es kein Akt, aber bei meinem Corsair ist es schon aufwändiger und man sollte wissen was man macht. Dann noch die aufgerufenen Preise. Dafür bekomme ich viel mehr Schiff, wenn es aus der Großserie kommt. Da wird Mancher der sich über Multis auf der Ausstellung informieren will mit Prospekten von Bav nach Hause gehen.

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22

Samstag, 28. Oktober 2017, 11:26

Warum so wenig kleine Trimarane als Jollen Alternative ?

Hallo das die Fahrten Tris in vielen deutschen Häfen nen Platzproblem ist mir schon klar dabei hätten Sie doch im Wattenmeer beim Trockenfallen gute Karten.

Aber warum gibt es fas keine kleineren Trimarane so in Jollen bzw. Beachcat Größe ?

Gruss Frank

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Smutje

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23

Samstag, 28. Oktober 2017, 12:55

Den Astus 16.5 durfte ich letztes Jahr mehrmals probesegeln am Steinhuder Meer, bei Christoph von der Fa. Yacht-Netze, die auch die Marken Windrider, Diam und Corsair vertreiben. Ich kann nur dazu raten das Objekt der Begierde selbst zu steuern/testen. Der Astus 16.5 ist ja erst letztes Jahr in Deutschland bei der Boot D´dorf vorgestellt worden und hat die Gene und Erfahrungen aus vielen produzierten Astus 18, 20, 22, 24 optimiert, das sieht man besonders an der großen voluminösen Form der Floats im wavepiercer Design. Natürlich bin ich nicht ganz objektiv, da ich selber seit 30 Jahren Multihulls segle und derzeit einen Astus 22 Trailerboot durch halb Europa fahre. Mein Tipp ist also, plaudere mal mit Christoph über dein Vorhaben, evtl. kann er den Kontakt zu anderen Eignern dieser Bootsgröße vermitteln. Im Link habe ich 2 Videos von meinem youtubechannel zum
Astus 16.5: https://www.youtube.com/watch?v=1dzhbbGdW2U
und Astus 22: https://www.youtube.com/watch?v=-vnL0whiG4I

Viele Grüße JP

24

Montag, 30. Oktober 2017, 10:41

Aber warum gibt es fas keine kleineren Trimarane so in Jollen bzw. Beachcat Größe ?

Es gibt klare Minuspunkte:
Die Anmerkung zur Kenterbarkeit von Trimaranen in dem verlinkten Yachtartikel von 1979 hast Du vielleicht gelesen.
Der Kenterbarkeit steht ein schwierigeres bis nicht machbares Aufrichten gegenüber.
Engere Grenzen in der Höhe des Segeldruckpunkts
Muss für gleiches Segeltragevermögen breiter sein
Weniger Sportlichkeit bei kräftigen Winden
Drei Rümpfe, statt zwei zu bauen, zu bezahlen usw.
bis 2,55 ist ein Kat erheblich einfacher zu trailern, nämlich am Stück, so wie er ist.

und deutliche Puspunkte:
Meist bessere Leichtwindeigenschaften
Mast sitzt da, wo das Boot am stärksten ist und nicht da, wo es am schwächsten ist.
Weniger Verwindung am Wind, wenn Luvrumpf und Hauptrumpf gleichzeitig die Welle hochfahren (und nicht nacheinander)
Altherrentauglicher vom Sitzen im (!) und weniger auf dem Boot.
ab 2,55 aufwärts einfacher zu trailern als ein Kat der zusammengebaut werden muss: Der Hauptrumpf ist der ruhende Pol, um den herum alles aufgebaut wird. Die übrigen Einzelteile sind relativ leicht oder hängen ohnehin mit dem Hauptrumpf zusammen. Beim Kat müssen beide Rümpfe bewegt werden, bevor es weitergehen kann. Das ist mit mehr Schlepperei verbunden.

Völlig unbachtet der kleine Konkurrrent des Tri, die Prau/Proa, die halst und vielleicht auch wendet (statt der Vorwärts-Rückwärts-Proa). Beim kleinen Tri versucht man ohnehin so zu fahren, dass der Lee-Schwimmer nicht kurz vorm abtauchen ist und reitet entsprechend aus. Im Idealfall braucht man den Schwimmer nur wenig. Den Luvschwimmer braucht man noch seltener, im Grunde nur in einem Windloch. Bei einer wendenden Proa ist der Schwimmer mal in Lee, mal in Luv, was Symmetriefanatiker beunruhigen dürfte. Meist ist der Ausleger an Bb-Seite und man darf auf Bb.-Bug in Böen das Teil ruhig mal etwas ins Wasser knechten, aber man muss sich davor hüten im Windloch voll im Trapez oder den Gurten zu hängen, weil man dann ins Leere plumpsen könnte. Umgekehrt auf Stb.-Bug: ein bisschen zu weit ausgeritten macht wenig, denn man hat ja jetzt den Ausleger unter sich, der einen zur Not stützt. Der Ausleger wirkt wie eine Balancierstange, die mit ihrem Trägheitsmoment viel Reserven bietet. Der Auslegerrumpf hat im Normalfall nur leichten Wasserkontakt. Mit einem Hauptrumpf unter 40 cm Breite kann man gerade bei Leichtwind sehr flott werden. Schmeißt es einen mal um, gibt es noch keinen Multi, der sich leicher aufrichten lässt, weil der Ausleger samt Rumpf bei einem kleinen Boot für bis zwei Mann sehr leicht ist.

Proas von Harry sind zum Vorwärts-Rückwärts-Fahren. Der konstruktive Aufwand ist dadurch immens. Das Konzept finde ich trotzdem sehr interessant. Der Nachteil auf vielen unserer Reviere ist der, dass der Wind nie von der falschen Seite kommen sollte.

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25

Freitag, 10. November 2017, 07:29

Englisch Sprachiges WR 17 Trimaran Forum für Interessierte

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Frank Witzleben« (10. November 2017, 07:56)


26

Samstag, 11. November 2017, 03:36

Ein wirkliches Schnäppchen

Guck mal auf der Dragonfly Homepage unter Gebrauchtboote. Dort verkauft der Chef einen Dragonfly 600 zum Spottpreis von 12.000 Euro. Den hat er wohl mal vor ein paar Jahren für seine Kinder gebaut. Ich habe das Boot letztes Jahr in der Werft gesehen. Es ist ein wirkliches Schmuckstück in der Dragonfly typischen Premium Verarbeitung und Ausstattung. Warum soll man sich da einen PE-Plastikbomber, rustikalen Astus oder Corsair kaufen? Mit dem kleinen Dragonfly bekommst Du ein top verarbeitetes Boot von einer erstklassigen Werft, das sicherlich seinen Wert behalten wird und garantiert toll segelt.

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27

Samstag, 11. November 2017, 10:40

Polardiagramm Vergliche mono, kat, Tri kennt jemand eins ?

Wie werden die Daten für Polardiagramme eigentlich ermittel ?
Einfache Erklärung wäre prima komplexe find ich im Netz!

Gruss Frank

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28

Samstag, 11. November 2017, 10:57

Dragonfly 600

Guck mal auf der Dragonfly Homepage unter Gebrauchtboote. Dort verkauft der Chef einen Dragonfly 600 zum Spottpreis von 12.000 Euro. Den hat er wohl mal vor ein paar Jahren für seine Kinder gebaut. Ich habe das Boot letztes Jahr in der Werft gesehen. Es ist ein wirkliches Schmuckstück in der Dragonfly typischen Premium Verarbeitung und Ausstattung. Warum soll man sich da einen PE-Plastikbomber, rustikalen Astus oder Corsair kaufen? Mit dem kleinen Dragonfly bekommst Du ein top verarbeitetes Boot von einer erstklassigen Werft, das sicherlich seinen Wert behalten wird und garantiert toll segelt.
Kannte ich bisher nicht sind insgesamt nur 10 Stück gebaut worden, Produktion eingestellt weil zu teuer.
Sicher Top aber scheint eher immer zu zweit zu segeln sein.
Am Plastikbomber gefällt mir die Robustheit /Plege nicht das RumpfDesign das ist schon schicker bei Dragonfly.
Gruss Frank

29

Samstag, 11. November 2017, 13:44

Df 600

So einer ist mir mal für 2.500,- mit Trailer angeboten worden und ich "Dumpfbacke" habe ihn nicht gekauft. Dafür kann ich mir noch heute in den Allerwertesten beißen.

30

Samstag, 11. November 2017, 16:21

Hallo Ernst, der war aber sicherlich nicht erst 6 Jahre alt
und in einem solchen Zustand. Als ich den kleinen Tri
in der Werft sah dachte ich es wäre ein neues Modell. Er sah wie
aus dem Ei gepellt aus, neu lackiert und ohne offensichtliche Gebrauchspuren und
mit einer Menge Extras. Da kaufe ich mir doch keinen Weta oder sowas fürs
gleiche Geld. Eigentlich schade das Dragonfly keinen kleinen offenen Tri mehr baut. Die
hätten sicherlich das Know How auch hier was Großartige zu entwickeln. Der Entwurf des Dragonfly
600 dürfte ja schon einige Jahrzehnte auf dem Buckel haben. Bei dem Standart und Anspruch den
die Werft hat, würde der aber vermutlich tatsächlich zu teuer.

WindWicht

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31

Samstag, 10. März 2018, 14:08

Eigene Erfahrungen

Hi,

ich bin ein wenig spät im thread, sorry. Ich habe einen Windrider 17 nunmehr seit 2010 und kann somit auf ein klein wenig Erfahrung zurückblicken. Um zu entscheiden ob man dieses Boot haben möchte oder nicht sollte man sich sehr klar darüber sein was man braucht. Für mich ist es ein wunderbar stabiles Boot um schnell und sicher mit Minimal-Camping-Luxus längere Zeit unterwegs sein zu können. Das Boot ist untertakelt, damit sehr sicher, aber nicht langsamer als andere Jollen. Am Wind ähnlich wie andere Jollen, mit nicht so hohen Kursen (halber Wind und tiefer) defintiv schneller als die meisten Jollen. Vergleichbarkeit ist immer schwierig, ich konnte aber gut mit einem regattaoptimierten Laser 2 oder einem 470er (mit zwei Mann Besatzung unter Spi) sehr einfach mithalten. Beim Kreuzen steht der Kahn bzw. braucht er die Fock back, das kostet Zeit. Ich fahre mittlerweile damit über die Ostsee und fühle mich immer noch sehr sicher. Ich kann gut und schnell auf allen Kursen bis 6 Bft. segeln, ab 7 nicht mehr gegenan, das geht Anderen mit größeren Pötten aber genauso.

Generelles:
1. Das Grundkonzept und den Riss von Jim Brown halte ich für genial, viele sehr gut durchdachte Elemente (z.B. dynamischer Auftrieb im Vorschiff, und Vieles mehr) aus jahrzehntelanger Erfahrung
2. Der Bau der Einzelteile (früher USA, jetzt Asien) ist akzeptabel, z.B das angesetzte Heck muß man nicht mögen, die Passungen sind mit großen Toleranzen hergestellt, ...
3. Der Zusammenbau in Holland war sehr lieblos (rostende Schrauben, schiefer Kiel, rutschende Pressungen, undichte Deckel, etc.)

PE als Baustoff:
PE ist sehr schlagfest und hält Etliches aus. Es ist weicher als GFK/CFK oder Holz und braucht evtl. etwas Unterstützung in Form von inneren Verstrebungen. Kratzer (auch tiefe) lassen sich mit etwas HDPE, einem Heißlüfter, einem alten Bügeleisen und etwas Backpapier hervorragend ausbügeln. Kayakfahrer wissen meistens wovon ich rede. Die Oberfläche ist dann wieder wie neu. Löcher hatte ich noch nie, auch nach heftigen Aufsetzern oder im Sommergewitter an einer mit alten dicken Schrauben (herausstehend) besetzten Schwimminsel (heftiger Sturm, heftige Kratzer - kein einziges Loch - Andere hatten da weit weniger Glück). Ich kann mein PE-Boot im Winter im Garten liegen lassen und brauche es im Frühjahr nur zu putzen. Es hat auch schon ganze Winter ohne weitere Abdeckung sehr gut überstanden. Es ist leicht genug um auch mal von meinem Smart gezogen zu werden und stabil genug um auch weitere Strecken über die Ostssee zu segeln. PE ist von sich aus schwimmfähig, säurefest (also auch Salzwasser-stabil ohne Pflege), schlagfester als Stahl, isolierend. Es verändert sich aber bei Temeraturen über 80° - Vorsicht in den Tropen bei direkter Sonneneinstrahlung, da haben sich auf der Sandbank schon Kiele verformt. Es verbrennt rückstandslos - wenn man es mal nicht mehr haben möchte ;-)
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32

Samstag, 10. März 2018, 14:13

Vergleiche:
Der Weta ist definitiv etwas schneller, habe ich aber auch schon kentern sehen. Auf dem Weta schlafen wird schwierig. Ich habe in Jahren der Internet-Recherche nur eine einzige Geschichte einer Kenterung gelesen. Katamarane brauchen auch eine Schwimmhilfe im Mast um nicht durchzukentern, die kann man auch am Tri anbringen. Die Hobie Tris segeln schlechter und wesentlich nasser, haben aber einen genialen Fußantrieb. Im Hafen sind die 4,1 m Breite nicht immer von Vorteil - in Bagenkop zahle ich da locker mal 25€ pro Nacht für den Liegeplatz. Ich brauche kenen Motor, da der geringste Windhauch reicht um zu segeln. Wenn der Wind ganz wegfällt lässt sich das Böötchen auch noch mit 2 Knoten paddeln (Streckenlänge je nach Kondition).

Bleibt die Frage womit man vergleichen möchte bzw. wozu man dieses Boot nutzen möchte. Es ist kein Regattaflitzer, da gibt es schnellere. Aber es ist auch kein langsames Boot. Es ist in meinen Augen sehr gut zum Bootswandern geeignet, noch leicht zu transportieren und von einem Segler allein gut zu beherrschen. Ich baue jedes Jahr ein klein wenig an meinem Boot weiter und optimiere.

Für weitere Fragen stehe ich gerne zur Verfügung - ein Probesegeln geht natürlich auch, wenn es Zeit und Ort zulassen - momentan liegt er leider seit 2016 an Land (krankheitsbedingt). Ich wüsste nicht mit welchem Boot ich tauschen wollen würde.

Grüße, Ingo

https://www.youtube.com/watch?v=msQqrtPkMQ0
https://www.youtube.com/watch?v=wfWEUnwlEJc

P.S.: wenn es hier andere Segler mit ähnlichen Ambitionen geben sollte, so wäre ich an einem regen Austausch und evtl. gemeinsamen Törns sehr interessiert
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33

Montag, 19. März 2018, 13:40

Generelles:
1. Das Grundkonzept und den Riss von Jim Brown halte ich für genial, viele sehr gut durchdachte Elemente (z.B. dynamischer Auftrieb im Vorschiff, und Vieles mehr) aus jahrzehntelanger Erfahrung
2. Der Bau der Einzelteile (früher USA, jetzt Asien) ist akzeptabel, z.B das angesetzte Heck muß man nicht mögen, die Passungen sind mit großen Toleranzen hergestellt, ...
3. Der Zusammenbau in Holland war sehr lieblos (rostende Schrauben, schiefer Kiel, rutschende Pressungen, undichte Deckel, etc.)
Hi Ingo zu 1 hab ich auch im englischen Forum viel gefunden.
Zu 2 angesetztes Heck ist auf Bildern nicht zu erkennen wie wo erkennt mann das?
zu 3 schiefer Kiel ich denk das ist ein PE Stück der Rumpf, welche Pressungen ?

Wasserst Du mit eingestecktem Ruder an der Rampe oder am Strand und montierst das ruder im Wasser ?
Kriegt mann bei dem Gewicht wassern allein noch hin ?
Wie lange brauchst Du für den Aufbau ? Hast Du die Hilfsvorrichtung zum Mast stellen ?
Wie ist die Ersatzteilversorgung in Deutschland wenn mal was Kaputt geht ?
Wie steuerst Du wenn Du an einem Steg anlegst da kann mann doch mit der Fußsteuerung nichts machen ?
Wie findest Du die Fußsteuerung ? Es gibt ja auch noch eine Steuerung mit umlaufender Leine meine ich wenn man auf dem Trampolin sitzt ? Oder macht mann das eher nicht ? In allen Videos sitzen die Fahrer im Cockpit. Ist das Cockpit auch für große Menschen 1,95 m mit der Fußsteuerung geeignet ?
Fährst Du ohne Hilfsmotor ?
Kommt mann aus dem Cockpit gut raus um übers trampolin und Seitenrumpf an den Steg zu kommen hast Du dafür die Aluplatten montiert ?
Pennst Du bei Deinen Campingtouren auf dem Boot oder im Zelt an Land ? Wenn an Bord wie bewerkstelligt man das da?

Dein Hinweis mit dem Kreuzen find ich interessant hab ich im US Forum noch nicht gelesen, schade das es kein Polardiagramm gibt.
D..h. Kreuzen unmöglich ? Bzw. nicht hoch am Wind ?


Auf was sollte mann beim Gebrauchtkauf besonders achten ? Bekannte Schwachstellen usw. .?
Hast Du vor dem Kauf Tri Erfahrungen gehabt ? Bzw. wie bist Du auf WR 17 gekommen ? Hast Du Probe gesegelt ?



Gruss Frank

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Frank Witzleben« (19. März 2018, 14:04)


WindWicht

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34

Montag, 19. März 2018, 15:17

Generelles:
1. Das Grundkonzept und den Riss von Jim Brown halte ich für genial, viele sehr gut durchdachte Elemente (z.B. dynamischer Auftrieb im Vorschiff, und Vieles mehr) aus jahrzehntelanger Erfahrung
2. Der Bau der Einzelteile (früher USA, jetzt Asien) ist akzeptabel, z.B das angesetzte Heck muß man nicht mögen, die Passungen sind mit großen Toleranzen hergestellt, ...
3. Der Zusammenbau in Holland war sehr lieblos (rostende Schrauben, schiefer Kiel, rutschende Pressungen, undichte Deckel, etc.)
Hi Ingo zu 1 hab ich auch im englischen Forum viel gefunden.
Zu 2 angesetztes Heck ist auf Bildern nicht zu erkennen .
zu 3 schiefer Kiel ich denk das ist ein PE Stück der Rumpf, welche Pressungen ?

Wasserst Du mit eingestecktem Ruder an der Rampe oder am Strand und montierst das ruder im Wasser ?
Kriegt mann bei dem Gewicht wassern allein noch hin ?
Wie lange brauchst Du für den Aufbau ? Hast Du die Hilfsvorrichtung zum Mast stellen ?
Wie ist die Ersatzteilversorgung in Deutschland wenn mal was Kaputt geht ?
Wie steuerst Du wenn Du an einem Steg anlegst da kann mann doch mit der Fußsteuerung nichts machen ?
Wie findest Du die Fußsteuerung ? Es gibt ja auch noch eine Steuerung mit umlaufender Leine meine ich wenn man auf dem Trampolin sitzt ? Oder macht mann das eher nicht ? In allen Videos sitzen die Fahrer im Cockpit.
Kommt mann aus dem Cockpit gut raus um übers trampolin und Seitenrumpf an den Steg zu kommen hast Du dafür die Aluplatten montiert ?

Dein Hinweis mit dem Kreuzen find ich interessant hab ich im US Forum noch nicht gelesen, schade das es kein Polardiagramm gibt.
D..h. Kreuzen unmöglich ? Bzw. nicht hoch am Wind ?


Auf was sollte mann beim Gebrauchtkauf besonders achten ? Bekannte Schwachstellen usw. .


Gruss Frank
Das Heck war anfänglich immer direkt dran, also eine Form des Mittelrumpfs. Wenn ich mich recht entsinne sind die ersten Windrider bei Wildernes Systems hergestellt worden, also einem auf Kayaks speziliasiertem Unternehmen. Das merkt man dem Boot ja auch noch an. Ich finde es vereint sehr gut die Vorteile des Kayakfahrens mit denen des Segelns - besser als andere Versuche diese Welten zu verbinden. Bei irgendeinem Verkauf der Formen (sind wohl schon mehrfach weitergreicht worden) ist dann festgestellt worden, dass nun die vorhandenen Öfen zum Schmelzen des PEs zu klein für die Form waren. Also mussten die Formen gekürzt werden. Seitdem hat der Mittelrumpf ein angeschraubtes Anhängsel mit Ruder. Frag mich woher ich das weiß - ich habs vergessen .... am Anfang hab ich viel mehr dazu recherchiert. Viele Bilder gibt es im amerikanschen Windrider Forum unter Gallery.

Den Kiel habe ich dann mal selber erhitzt und wieder gerade gebogen. Ein wenig sieht man es bis heute. PE wird ja erhitzt und schmilzt in der Form. Bei nicht ganz gleichmässiger Verteilung von PE-Pulver und/oder Temperatur kann es zum Verzug kommen. Das ist bei PE relativ oft der Fall, kann aber eigentlich durch erneutes Erwärmen und Biegen meist wieder in die gewünschte Form gebracht werden. Der Kiel ist bei halbwegs neueren Mittelrümpfen durch ein Gestänge verstärkt. Viel kann da also nicht passieren.
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35

Montag, 19. März 2018, 15:21

Stage und Wanten werden oft verpresst um zu halten. Mit Pressungen meinte ich bei mir z.B. die Pressung zur Wasserstagshalterung - die ist bei 1-2 Bft. mal einfach rausgerutscht. Bei mehr Wind hätte ich den Bugsprit verloren. Ich habs dann gleich so gebaut, dass ich jetzt mein Wasserstag lösen und dadurch den Bugsprit abnehmen kann.

Das Ruder bleibt bei mir immer drin. Das Material ist so dankbar, das kann man einfach mal etwas über den Boden schleifen. Die paar Kratzer sind mit einem Bügeleisen und etwas Backpapier ratz fatz wieder rausgeschmolzen. Ansonsten krane ich oder nehme meine Dollies. Kranen ist manchmal notwendig, weil es in unserem Land gar nicht mehr so einfach ist an der Ostee einfach so ein Boot am Strand ins Wasser zu lassen. Alles verbaut, verboten oder keine Zufahrt, etc. Das geht oft noch am besten von einem Campingplatz aus - die haben aber meist keine Preisliste für "ins Wasser lassen". Ich habe da schon merkwürdige Erfahrungen in Yachtklubs gemacht. Wenn ich am Strand zusammenbaue gehts es erst auf die Dollies, dann erst ins Wasser.

Das Handling alleine ist mir sehr wichtig gewesen. Ich habe mir mit der Zeit ein paar Tricks zusammengesucht um am Ende mit viel Zeit und Vorsicht alles alleine hinzukriegen. Seitenrümpfe alleine ab ist etwas hakelig, geht aber.

Die Dauer des Aufbaus hängt sehr vom Verwendungszweck ab. Ich baue ja fast immer "fahrtentauglich", also mit Wassertank, Schlafzeug, Proviant, Selbststeuerung, Solaranlage, etc etc etc. Das dauert! Zum Nur-Segeln (oder Bade-Segeln) kann man zu zweit geübt das Ganze schon tatsächlich in einer halben Stunde hinbekommen (bei vorab eingesteckten Seitenrümpfen, schon montiertem Trampolin, etc). Da bleibt dann ja nicht viel. Das zeigen die Videos schon korrekt an. Ans Wasser mit dem Trailer, evtl. vorher Mast stellen, Segel hoch - fertig. Aber so einfach ist es ja dann doch nie. Alleine wird das schon aufwändiger - z.B. durch das ständige nach hinten laufen um zu gucken wie weit man schon im Wasser steht - reicht noch nicht - ab wieder nach vorne zu Auto, repeat. Ich mache das ganze sehr gerne in Ruhe und mit viel Zeit. Ich nehme mir dann gerne mal einen Nachmittag das Boot vor, bis es im Wasser liegt und alles fest verstaut ist. Am nächsten Tag kommt dann das Verproviantieren und Verstauen der Fahrtenausrüstung. Wenn ich zu schnell mache geht immer Irgendwas kaputt.

Den Mast stelle ich immer alleine ohne Hilfsmittel. Muß man etwas üben, geht dann aber auch im Wasser. Man muß nur höllisch aufpassen, das der Mastfuß richtig steht, sonst bricht da ne Zacke raus - immer wieder gern genommen. Und ist auch ganz schön schwer das Teil, aber es geht.

Bis jetzt ist noch nichts Windrider-spezifisches kaputt gegangen. Ausrüstung gibt es ja auch hier überall für alle möglichen Boote - ich nehm da gerne Harken, z.B. Beim Bestellen von zusätzlichen Windrider-Sachen war es immer unkompliziert beim Erwin Janssen in Holland was zu kriegen. Einfach per mail anfragen.
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36

Montag, 19. März 2018, 15:26

Anlegen und Ablegen ist schon anders, vor allem alleine. Zum Anlegen habe ich Paddel und Bootshaken bereit. Vorher schon das Groß runter und die Fender raus, dann langsam an den Steg, etwas reinruckeln, frühzeit Rollfock rein, am besten reinpaddeln. Dann Festhalten mit nem Bootshaken - nicht loslassen - und aufstehen und über die Seite mit dem vorbereiteten Festmacher raus. Wenn jemand von Land aus hilft - einfach an der Wante zum Steg ziehen lassen, das reicht. Je nach Wind kann man mit nem Paddel sogar ganz langsam seitwärts reinrutschen.

Die Fußsteuerung finde ich genial. Auf den ersten Jollenflotillen hatte ich den Ruf mein Boot "mental" zu steuern :) da keiner sehen konnte wie ich steuere. Ich habe mir zusätzlich auch eine umlaufende Leine gebaut, die nutze ich aber nur z.B. beim Setzen des Großsegels. Ist gewöhnungsbedürftig und nicht jedermanns Sache, aber wer sich mit nem Kayak auskennt, hat hier überhaupt keine Probleme. Rechts treten -> fährt er nach rechts, links treten <- fährt er nach links. Natürlich braucht man ein Gefühl fürs Boot um Trägheiten etc abschätzen zu können, aber das ist allen Booten so. Die Fußsteuerung ist einstellbar und somit auch für große Menschen geeignet. Lange Strecken sind manchmal dann nicht mehr so schön, da man doch wenig Raum zu bewegen hat - wie im Kayak halt. Aber je nach Wetterlage steht man dann mal auf oder massiert sich die Beinchen. Ich sitz lieber trocken und luftig in der Wanne mit kurzen Hosen und ner Spritzdecke und ner Paddeljacke, statt mich im Trockenanzug naß zu schwitzen. Es gibt aber auch Konstruktionen mit langen Steuerstäben um seitlich sitzen zu können. Das mag doch bitte jeder machen wie er will.

Ja, ich fahre ohne Motor und finde das auch richtig so. Die Natur sollte eine Chance behalten gewinnen zu können. Ich kommen dann eben nicht immer da an wohin ich ursprünglich wollte. (by fair means)

Aus dem Cockpit rauskommen ist sicherlich auch eine Frage des Alters, der Muskulatur, der eigenen Zähigkeit, der Zeit die man heute schon im Loch gesessen hat, etc. Mir fällt es nicht immer leicht mich da aufzuschwingen, aber es ist auch nicht wirklich schwierig. Es wackelt ja nix wie im Kayak. Zur Seite sollte man möglichst wenig übers Trampolin gehen (um es zu schonen - Punktbelastungen), sondern besser über die Beams balancieren. Ich habe zwar mittlerweile auch Alu-Planken unter den Beams, die sind aber nicht zum Ein- und Aussteigen, sondern eher zum Sitzen im Hafen, zum nach vorne laufen, zum Kaffekochen (manchmal sogar auch während der Fahrt möglich! - geht in keiner krängenden Jolle), etc.

Kreuzen geht defintiv, auch hoch am Wind fahren geht. Die Einzigen, die da wirklich höher kommen sind die regatta-hochoptimierten Jollenkreuzer vom Schweriner See. Da frage ich mich schon immer mal wie die es schaffen 15° am Wind zu segeln. Ein Wendewinkel von <90° ist definitiv drin und somit nicht größer als bei vielen anderen Booten. Nur in schmalen Fahrrinnen gegenan mit vielen Wenden steht der Tri dann mal in jeder Wende (auf der Schlei so erlebt), aber wann kreuzt man denn schon in so engem Gewässer. Ausserdem springt er ja schnell wieder an und man muß ja auch nicht immer der Erste sein ...
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Montag, 19. März 2018, 15:29

Tja - schwere Frage - worauf achten beim Gebrauchtboot-Kauf? Da kann ich Dir keine klare Antwort geben ausser - auf den Preis :P Ich sehe keine Schwachstellen. Das Boot ist gut dimensioniert, PE hält einfach Etliches aus - Steinberührungen sind kein Problem. Das Alu hält auch - alles Andere ist schon Verbrauchs- und Kleinkram (also Blöcke, Trampoline, Segel, etc). Selbst Löcher sind einfach zu füllen, wenn man weiß wie. Zum PE gibt es Anleitungen im Windrider-Forum. Wenn es Risse im Mast oder in den Beams gibt sollte man die sehen können, Beulen im PE sind auch deutlich zu sehen - ich wüsste nicht welchen Tipp ich Dir hier noch geben sollte. Wie schon geschrieben - es kommt darauf an wozu Du den Tri nutzen möchtest. Ansonsten - hab einfach Spaß. Ich habe meinen neu gekauft, es gibt aber auf Grund der geringen Nachfrage auch immer mal wieder günstige Gebrauchte. Wenn die zu sehr der Sonne ausgesetzt waren sieht man das an der ausgeblichenen Farbe. PE kann durch viel UV-Licht verspröden - aber eher nicht in unseren Breiten.

So, ich hoffe ich konnte helfen, liebe Grüße, Ingo

P.S.: ach so - Ein- und Aussteigen geht nur über die Seiten, nicht übers Heck (zu instabil) und nciht übern Bug, wenn man einen Bugsprit hat
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Montag, 19. März 2018, 15:37

Pennst Du bei Deinen Campingtouren auf dem Boot oder im Zelt an Land ? Wenn an Bord wie bewerkstelligt man das da?
Der Mittelrumpf hat innen eine Breit von 70 cm - das ist die übliche Isomattenbreite. Mir reicht das. Im Video kann man das sehen.
Hast Du vor dem Kauf Tri Erfahrungen gehabt ? Bzw. wie bist Du auf WR 17 gekommen ? Hast Du Probe gesegelt ?
Hatte keine Tri-Erfahrungen habe aber vor dem Kauf aber extrem viel gelesen und mich informiert. Als ich das Video mit Jim Brown gesehen habe, in dem er erzählt:" Auto fahren kann ich nicht mehr, Lesen kann ich nicht mehr - aber Segeln kann ich immer noch", weil das Bootskonzept so einfach ist, das (und Vieles andere) hat mich überzeugt.
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