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PhyshBourne

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1

Sonntag, 26. November 2017, 20:40

ketch einhand?

mein kleines böötchen ist auf dem markt – es war (latürnich) einen meter zu kurz (wichtiger als stehhöhe ist mir inzwischen eine schlafstadt, in der ich mich mit knapp 1,90 meter körperlänge nicht nur ausstrecken, sondern mich auch kommodig umdrehen kann – die also eine entsprechende breite hat…).
so hat hat es mir nun eine bildschöne, dschunkengeriggte freedom 28 angetan – eine ketch…!!
sie soll zum einen den sea–scouts in flensburg dienen, zum anderen meinem sommerurlaub.
das dschunkenrigg ist per se ideal für's einhand–segeln – gefühlt meine ich, dass zwei solcherart segel auch einhand zu handhaben sein müssten.
meine frage freilich ist:
was sind eure erfahrungen mit 'ne ketch?
ich stelle mir vor, dass man hier und da umdenken muss…
was ist anders – oder gar besser?
(an regatten habe ich übrigens kein interesse – bei mir stehen spaß und entspannung im vordergrund…)
»PhyshBourne« hat folgende Datei angehängt:
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g–ttes sind wogen und wind, segel aber und steuer, dass ihr den hafen gewinnt, sind euer.
(johann wilhelm kinau – aka gorch fock)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »PhyshBourne« (26. November 2017, 22:07)


2

Sonntag, 26. November 2017, 23:42

Es gibt schlichtweg so gut wie niemanden, der mit derart exotischen Dingen wie nem Dschunkenrigg Erfahrung hat. Ich bin mir sicher, dass man die Erfahrungen von neu herkömmlichen Ketsch nicht auf nen Anderthalbmaster mit Chinarigg übertragen kann.
Du schreibst, daß Du nicht am Regattieren interessiert bist. Ich denke, daß auch Freizeitregatten Spaß machen. Im Übrigen lernst Du dann viel mehr über Dich, Dein Boot und Dein Rigg.
Das Leben ist die Fülle, nicht die Zeit

3

Sonntag, 26. November 2017, 23:54

Moin N.N.,

durch Dein Attribut "bildschön" für das abgebildete Gefährt (| wurde ich mal wieder dran erinnert, wie groß doch die Spannweite der Geschmäcker sein kann.....

Der Handlingvorteil einer Ketsch liegt historisch primär in den kleineren und für sich genommen jeweils besser handhabbaren Segelflächen. Das kann man heute aber auch durch gute Untersetzungen und Trimmeinrichtungen sowie komfortable Reffs erreichen. Ansonsten bleibt halt ein Fall und eine Schot mehr und das ist allein sicher kein Vorteil. Allerdings ist der Besan häufig nur klein, bedarf keines besonderen Trimms und kann auch mal weggelassen werden. Und das ist für mich der springende Punkt bei dem angesprochenen Boot: Lässt es sich auch mit einem Segel vernünftig segeln?
Die Verteilung der Segeldruckpunkte macht mich etwas skeptisch, andererseits kenne ich mich mit Dschunkenriggs auch nicht aus und die Skepsis kann unbegründet sein.

Gruß
Andreas

4

Montag, 27. November 2017, 07:03

Ach. Die Freedom-Yacht mit ihrem doppelten Cat-Rigg sollen doch legendär sein! Ich frage mich nur, warum man (eh schon Exoten) dann auch noch auf Dschunke umriggt? Und warum das keine Schule gemacht hat, wenn das so doll ist?!
Ich kann zwar den Vorteil erkennen, dass der Schotaufwand durch den Segelvorbau vor dem Mast kleiner wird. Gleichzeitig habe ich aber auch immer den Mast in der Strömung und die Optik ist, naja sagen wir mal "ungewohnt".

Grundsätzlich - sag man - sind die Masten bei so nem Rigg relativ kurz. Weil die Schulmedizin davon ausgehen, dass die Windgeschwindigkeiten besser werden desto höhe zu kommst (Stichwort Reibung) wird das negativ bewertet. Die Materialien geben heute einfach höhere Masten "her".

Dabei hätte ein Catrigg durchaus nen gewissen Charme. Du kannst den Mast profilieren und drehbar gestalten. Zudem aus Carbon ohne Verstagung und im Top mit Carbonsegellatten sehr weit ausstellen. Sponberg-Yachtdesign (USA) hatte sich damit recht ausführlich beschäftigt. Die Website ist aber nur noch im Archiv erhältlich. Ein Beispiel war die Yacht "Wobegon Daze". Aber das führt alles weg vom Dschunkenrigg welches auch in dem - vom TE verlinkten Segelvergleich - eher nicht so gut abschneidet.

Wenn ich schon solche Experimente mache, dann doch eher in Richtung "Omer-Wingsail": http://www.onesails.de/wing-sails

VG


"If you want to keep a secret, put it in the sailing instructions."
(Unbekannt)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »TrampMuc« (27. November 2017, 07:23)


MichaelK

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5

Montag, 27. November 2017, 07:42

Wo siehst du denn da Probleme einhand? Wenn du eine Slup einhand segeln kannst, dann auch diesen Drum. Sind genausoviel Schoten, da ja das Vorsegel wegfällt.
Und solange du einen guten Autopiloten hast kannst du ohnehin jedes Schiff einhand fahren. Das Fahren ist ja nicht das Problem. Das kommt erst beim Anlegen, und da ist das Rigg schnuppe.

Persönlich bin ich allerdings kein Freund von unverstagten Riggs. Da fühle ich mich irgendwie nackt und würde immer ins Leere greifen, um mich wo festzuhalten.
Michael
SY Sioned

Henning

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6

Montag, 27. November 2017, 08:30


Dabei hätte ein Catrigg durchaus nen gewissen Charme. Du kannst den Mast profilieren und drehbar gestalten. Zudem aus Carbon ohne Verstagung und im Top mit Carbonsegellatten sehr weit ausstellen. Sponberg-Yachtdesign (USA) hatte sich damit recht ausführlich beschäftigt. Die Website ist aber nur noch im Archiv erhältlich. Ein Beispiel war die Yacht "Wobegon Daze".
VG

Profilierte, drehbare Carbonmasten und durchgehende Segellatten sind etwas Feines, bin ich jetzt seit 4 Jahren mit unterwegs.
Versteckt den Rum! :sparrow:


"Das Dumme an Zitaten aus dem Internet ist, dass man nie weiß, ob sie wahr sind."
(Leonardo da Vinci)

da darf man auch schon mal ein bisschen ein mulmiges Gefühl haben während der Nordfriese noch draußen Uno spielt :-)

7

Montag, 27. November 2017, 08:59

Profilierte, drehbare Carbonmasten und durchgehende Segellatten sind etwas Feines


Hatte ich schon in den 70igern auf meiner Motte (allerdings kein Carbon und verstagt), das ist ja nichts Neues. Es ist allerdings noch lange kein Dschunkenrigg.

Gruß Odysseus

PhyshBourne

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8

Montag, 27. November 2017, 09:26

danke allen.
eigentlich wollte ich nicht das rig diskutieren, bin auch schon ein paar tage damit unterwegs…
…mir sind eure erfahrungen mit 'ner ketsch wichtig…
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9

Montag, 27. November 2017, 09:46

Ich denke, die Erfahrungen mit einer klassisch geriggten Ketch, wie ich sie fahre, lassen sich nicht auf dein Dschunkenrigg übertragen. Das ist vermutlich eine Klasse für sich.
Meinen Besan möchte ich jedenfalls nicht missen.
Michael
SY Sioned

10

Montag, 27. November 2017, 09:55

Naja. Der Mast wird Dir als erstes unten begegnen, kurz vorm Ende der Treppe.
Aber dafür ist er Dir nicht in der Plicht im Weg und Du hast sonst keinen "Raumtrenner". Der 2. Maste im Bug stört, wenn überhaupt, nur beim Thema Anker. Und, wie gesagt, diese Freedom-Modelle haben in den USA mW. einen prima Ruf.

Bin mal auf nem 21m Stahlschiff mit 2 Masten gesegelt. Da war der Besan in einem Brückendeck zwischen zwei Plichten. D.h. Du bist letztlich die ganze Zeit drum herum geschlichen. Das würde ich nie wieder wollen.

Was soll man sagen: Probesegeln und ansehen. Die Ketch an sich ist nicht das Problem. Früher waren alle "Weltumsegler" Zweimaster. Das Thema ist als lösbar und das einfachere austarieren des Segeldruckpunktes ist auch prima.

VG


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11

Montag, 27. November 2017, 10:15

Moin,

ich bin mal 6 Tage auf einer Ketch mitgesegelt. Ich sehe da einhand keine Probleme, die nicht zu meistern wären. Die Vorteile einer Ketch, kleinere Segel aber dafür mehr kommen dem Einhandsegler ja durchaus entgegen.

LG Jürgen

12

Montag, 27. November 2017, 10:20

Wobei die Vorteile ja vor allem auf Langfahrt zum Tragen kommen.

Beim kurzen Hafenhopping, hast Du immer das Problem, dass Du 2 x segelsetzen - musst. Und die Frage ist ja, ob Du dafür ganz nach vorne in die Spitze musst?! Oder ob das hier auch aus der Plicht erfolgt?


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13

Montag, 27. November 2017, 10:22

Auch keine Ketch, aber Erfahrung mit standartmäßigen drei Segeln am Wind, von denen eins ein Klüver war. Es ist logischerweise schneller, ein Segel zu bergen und es unten zu lassen, als es erst zu bergen und statt dessen ein kleineres zu setzen. Auch das Reffen dauert länger als das Bergen. Da könnte ich mir vorstellen, dass ein Dschunkenrigg nicht so ein aufwändiges Bindereff braucht, bis das Segel wieder gut steht. Meinen Geschmack trifft es trotzdem nicht. Da ist eine Harryproa ja noch die reine Augenweide.

Zu der Mastlänge wird gerne auf Carbon und andere heutige Materialien verwiesen. Ein niedriger Segeldruckpunkt ist aber ein Pluspunkt für alle, die sich nicht darauf focussieren, Regatten in Hafennähe gewinnen zu wollen. Deswegen und aus weiteren Gründen zähle ich mich zu den Freunden der Gaffel.

14

Montag, 27. November 2017, 12:20

mir sind eure erfahrungen mit 'ner ketsch wichtig…
Hinreichend auf mehreren Booten. Hatte mich vielleicht nicht klar genug ausgedrückt: Dass die Ketsch dem Einhandsegler mehr Fallen/Schoten zur gefälligen Bedienung aufbürdet und er bei allem weiterhin nur zwei Hände hat, ist sicher eine triviale Erkenntnis. Auf der Habenseite stehen zumindest prinzipiell (es gibt so ´ne und so ´ne) geteilte und somit für sich genommen besser handhabbare Segelflächen. Und: Man kann auch den Besan einfach mal ganz weglassen. Von dieser Option wird auf einer Ketsch bei viel Wind gut und gerne Gebrauch gemacht.
Und jetzt die für mich wichtigste zu klärende Frage, bevor man sich darüber überhaupt weiter Gedanken macht: Kann das der angebotene Kahn auch - einfach auf den Besan verzichten oder segelt und steuert der nur ausgewogen wenn beide Tüten oben sind und ergo auch immer beide more or minder hin- und hergerefft gerefft werden müssen? Das Foto hülft hierzu nicht. Entweder ist Dir das egal oder Du stellst dem Verkäufer die richtigen Fragen und vertraust seinen Antworten oder Du wartest mit dem Erwerb einen Probetörn ab. Im Grundsatz handelt es sich hier ja um ein umgerüstetes Boot und immer dann, wenn Düsentrieb Hand anlegte, besteht vermehrter Anlass selbst zu checken, wie sinnig die Umrüstung war, oder?
Und ob Dir einhand auch bei viel Wind das Handling zweier dschunkengeriggter Tüten zu viel sind, kannst Du uns doch sicher besser erklären als wir Dir... aber vielleicht findet sich ja auch in diesem Hauhaufen eine Stecknadel, die schon einmal ausgiebig eine zur Dschunke umgeriggte vormals hochgetakelte Ketsch gesegelt hat.

Gruß
Andreas

15

Montag, 27. November 2017, 12:28

Moinsen, ist die Freedom28 zufällig die Alanouwoly von Sally u. Steve Peake ?

Sven

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16

Montag, 27. November 2017, 16:13

warum hab' ich nur gewußt, dass das irgendjemand herausfindet… :D
die segler–szene ist eben auch nur ein dorf.
ja, dies' boot meine ich!
kennst du die beiden bzw. das boot – und/oder weisst du 'was hilfreiches dazu?

und ja, die geschmäcker sind verschieden – vielfalt ist eben doch 'was feines…

ansonsten…:
danke für alle hilfreichen antworten und hinweise!!
bisher scheint mir das ganze doch eher für das böötchen, in das ich mich verguckt habe, zu sprechen…
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17

Montag, 27. November 2017, 16:19

bisher scheint mir das ganze doch eher für das böötchen, in das ich mich verguckt habe, zu sprechen…


man liest doch imme das heraus was man möchte :rolleyes:

Gruß Odysseus

18

Montag, 27. November 2017, 16:22

bisher scheint mir das ganze doch eher für das böötchen, in das ich mich verguckt habe, zu sprechen…


man liest doch imme das heraus was man möchte :rolleyes:

Gruß Odysseus

:D

Man muss das ja pragmatisch sehen ... der Einkauf ist (doch hoffentlich) auch schon günstig. ;)


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Montag, 27. November 2017, 16:23

oder man hat unterschiedliche anforderungen… :D
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20

Montag, 27. November 2017, 16:27

Zusammenfassend kann man sagen:

Du holst Dir mit der Ketsch (bzgl. Shorthanded und NICHT auf Langfahrt) die Komplexität aufs Boot, auf die Du bisher wegen Deines Dshunkenriggs verzichtet hast ;-)
Dafür hast Du jetzt halt 2 Masten, die Du im Winter legen (und unterhalten) darfst ...

Wenn man so drüber nachdenkt, hast Du doch das gleiche Problem, wie ein Slup-Boot. Ist Dir zu viel Wind und Du nimmst ein Segel komplett weg ... dann fährt der Kasten nicht mehr! Du musst also immer beide Segel in etwas gleichzeitig reduzieren.

VG


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