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  • »bei.beckers« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 5

Wohnort: Arnstein

Bootstyp: leider keines

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1

Samstag, 2. Dezember 2017, 16:44

Der Wal hat die Qual: Chartern vs Kauf vs Eigenbau

Hallo,

gerade erst angeheuert und Newbie beim Segeln, quälen mich einige Fragen. Solange die Kinder noch im Haus sind, bin ich gewissermaßen noch "manövrierbehindert", aber man will im Leben danach ja auch noch was unternehmen. Angesichts der drohenden Rente mit 70 habe ich für mich beschlossen: so lange warten iss nicht. Was mir vorschwebt sind Touren im Ostseebereich (küstennah), auf Seen (u.a. .Bodensee), in Holland (Iselmeer). Dabei gibt es drei Möglichkeiten, das zu erleben: Chartern, Kaufen und Bauen. Hier mene Gedanken und Überlegungen hierzu, ich wäre dankbar, wenn diejenigen unter Euch, die dasselbe Dielma schon gelöst haben (zu ihrer Zufriefenheit oder nicht) ihre Erfahrungen mit mir teilen.

Chartern ist am einfachsten in jeder Hinsicht: man bekommt überall das passende Boot für's Revier, muss nix tailern, ist flexibel. Bis die Kinder nicht mehr mitfahren meine Lösung. Was gefällt mir nicht daran? Ich hatte mal einen Westfalia Bulli. Wie er neu war, soll der mal 50PS gehabt haben. Alles war einfach- primitiv. Es war unsere schönste Zeit. Sowas kann man nicht mieten. Das "Zu- Hause- Gefühl" ist zugegebenermaßen wenig rational, aber Segeln ist das ja auch nicht...

Meine Anforderungen an ein eigenes Boot, damit Ihr mich im Zweifelsfall über deren Unmöglichkeit aufklären könnt:
  • Reviere: Seen/Flüsse/Küsten in NL/DK/BRD: dafür angemessene Stabilität; "Rund Rügen" sollte bei Beachtung der Wettermeldungen mit Reff und ohne Kenterung oder Herzanfall möglich sein.
  • Sehr flachgehend, silppbar
  • Wandersegeln für 2 Wochen (nicht autark, d.h. nur -3 Tage Proviant) mit Übernachtung an Bord.
  • gut zu trailern: die Anhängelast incl. Tailer ist 570kg / 1100 kg (gebremst)
  • ein eigenes Boot sollte in die Garage passen: => die Garage ist 7,0m lang, das Tor 2,4m breit und 2,15m hoch -das ist beim Eigenbau zwingend, beim gekauften Boot besser (Kosten für Stellplatz in Scheune)
    d.h. das Boot sollte max. 2,2-2,3m breit, auf den Trailer 2,1m (notfalls mit Reifenwechsel...) hoch und mit Trailer max. 6,8m lang sein. ?( Jaaaa, das ist hart.
  • als Kocher tut's ein portabler CampinGAZ, ein Porta Potti muss mit.
  • ggf. 3-5PS Außenborder für Flaute, Hafen + Nofall.
  • alles einfach und einhandtauglich
Da wäre dann die 2. Möglichkeit: KAUFEN

Ich bin ja überrascht, dass offenbar viele brauchbare Boote zw. 5 und 10k€ zu haben sind. Oft sind die aber zu schwer/groß. Mir ist da v.a. die FAM aufgefallen. Da es sicher einen "welches Boot für Einsteiger- Trööt" schon gab, wäre ich für den Link dankbar. Vorteil: recht günstig, ausgereifte Technik (?). Schwierig: Gewicht + Größe, bei Gebrauchtbooten wird's ähnlich sein wie mit Gebrauchtwagen (oder?).


Dann die 3. Variante: der Eigenbau. teuer, arbeitsintensiv, aber individuell- die maximal unvernünftige Lösung!

Reizt micht trotzdem: es gibt wohl sehr ausgefeile Konstruktionen wie Core Sound 17/20 MK3 , die in Größe und Fähigkeit meinen Ideen sehr nahe kommem und dabei sensationall leicht sind.
Maximal individuell, optimale Kentniss des Bootes für Wartung und Instandhaltung. Man muss dazu sagen, dass ich gerne baue: meine letzten (RC-) Segler hatten die Maßstäbe 1:40, 1:6 und der Kanadier mit 5m immerhin schon 1:1 :D. Die Kosten werden min. auf Höhe eines vergleichbaren Gebrauchtbootes liegen, ich unterliege nicht dem Fehlglauben, hier speren zu können.

Also lasst hören, was denkt Ihr? Welche Vor- Nachteile seht Ihr?
Euer Leichtmatrose Martin

Spi40

Salzbuckel

Beiträge: 2 574

Wohnort: Wildau

Schiffsname: Antares

Bootstyp: Kielschwertkreuzer Mahagoni auf Eiche

Heimathafen: Freest

Rufzeichen: DG4103

MMSI: 211591600

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2

Samstag, 2. Dezember 2017, 17:08

Was sagt denn die Frau und Deine Kinder zu Deinem Unterfangen Segelboot?
Ist der "Anhang" bereit sich Deinem Hobby Boot allumfänglich zu unterwerfen, insbesondere bei der Wahl eigenes Boot und noch schlimmer beim Eigenbau?
Gruß Torsten

kis
keep it simple

Tamako

Klabauter

Beiträge: 42 053

Wohnort: Tief im Südwesten der Republik

Schiffsname: TAMAKO

Bootstyp: Hanse 411

Heimathafen: Heiligenhafen

Rufzeichen: DNQN

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3

Samstag, 2. Dezember 2017, 17:09

....
Reviere: Seen/Flüsse/Küsten in NL/DK/BRD: dafür angemessene Stabilität; "Rund Rügen" sollte bei Beachtung der Wettermeldungen mit Reff und ohne Kenterung oder Herzanfall möglich sein.[*]Sehr flachgehend, silppbar
[*]Wandersegeln für 2 Wochen (nicht autark, d.h. nur -3 Tage Proviant) mit Übernachtung an Bord.[*]gut zu trailern: die Anhängelast incl. Tailer ist 570kg / 1100 kg (gebremst)[*]ein eigenes Boot sollte in die Garage passen: => die Garage ist 7,0m lang, das Tor 2,4m breit und 2,15m hoch -das ist beim Eigenbau zwingend, beim gekauften Boot besser (Kosten für Stellplatz in Scheune)
d.h. das Boot sollte max. 2,2-2,3m breit, auf den Trailer 2,1m (notfalls mit Reifenwechsel...) hoch und mit Trailer max. 6,8m lang sein. ?( Jaaaa, das ist hart.[*]als Kocher tut's ein portabler CampinGAZ, ein Porta Potti muss mit.[*]ggf. 3-5PS Außenborder für Flaute, Hafen + Nofall.
[*]alles einfach und einhandtauglich..


Moin Martin - wenn Du Dich von den 6,8 m inkl. Trailer verabschiedest wirst Du eine ganze Reihe Boote finden. Kinder/Jugendliche mögen aktives segeln "Speed ist geil", mein Tip schau Dir 'mal eine Max Fun 25 an.


http://www.maxfun25.com/

Christian_der_Segler

Proviantmeister

Beiträge: 243

Wohnort: Dörentrup

Schiffsname: Chartern, HgK, Sea Cloud II

Bootstyp: Suzumar 320- Al + Mercury 7,5 AB

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4

Samstag, 2. Dezember 2017, 17:51

Moin,
ich stecke in einem ähnlichen Dilemma, habe mich aber, nachdem ich schon das Boot meiner Träume gefunden habe - Albin Scampi 30 Fuß, aber nach den letzten Unwettern und diesem Sommer dazu entschlossen weiter zu Chartern.
Man wohnt einfach zu weit vom Wasser weg um mal eben nach dem rechten zu sehen wenn ein Unwetter naht. Auch mal eben am Wochenende fahren ist mit mindesten 4 std. anfahrt verbunden wenn man dann noch 2-4 Wochenenden fürs Kranen und reparieren rechnet bleiben zum Schluß nicht mehr als die drei Wochen im Sommer über. Die Würden gechartert max. 4000,-€ kosten bei entsprechender Frühbuchung vielleicht auch nur 3000,-€. Dafür kann man ein eigenes Schiff in der klasse um 10m schwer oder gar nicht unterhalten.
Außerdem sind wir so nicht gebunden und können auch mal ein Jahr aussetzen und mit unserem Wohnwagen weg fahren - ein Aktion die der ganzen Familie gefällt beim Segeln scheiden sich die Geister - die hälfte fährt nur mit weil wir fahren nicht weil sie wollen .....
Mast und Shotbruch
Christian

5

Samstag, 2. Dezember 2017, 17:53

Zitat

Chartern ist am einfachsten in jeder Hinsicht: man bekommt überall das passende Boot für's Revier, muss nix tailern, ist flexibel. Bis die Kinder nicht mehr mitfahren meine Lösung. Was gefällt mir nicht daran? Ich hatte mal einen Westfalia Bulli. Wie er neu war, soll der mal 50PS gehabt haben. Alles war einfach- primitiv. Es war unsere schönste Zeit. Sowas kann man nicht mieten. Das "Zu- Hause- Gefühl" ist zugegebenermaßen wenig rational, aber Segeln ist das ja auch nicht...

Zumindest den Bulli bzw. das alte Boot kann man doch mieten ... =P Wenn man abseits der großen Charterketten sucht gibt es viele sehr gute und preisgünstige Angebote für "alte" gemütliche Boote (ohne Werbung machen zu wollen fallen mir da spontan PCO, Chartership.eu, Heeg by de mar oder Klassik Yachtcharter in Lübeck ein). Mit etwas suchen findet man da wirklich alles; vom IF-Boot über Lemsteraak bis hin zur Swan. Haben das mehrfach bei verschiedenen Anbietern auf unterschiedlichsten Revieren gemacht und durchweg positive Erfahrungen gesammelt; die Boote sind meist wesentlich besser in Schuss als die 08/15 Charterboote von der Stange, haben mehr Ausrüstung (wenn man unter Ausrüstung nicht elektronisches Spielzeug versteht), sie sind gemütlicher und vor allem ist jedes Boot anders! Ich behaupte mal ganz dreist dass es bei einem geliehenen Boot keinen Unterschied macht ob man mit einer Bavaria, einer Janneau oder einer Dehler neueren Baujahrs unterwegs ist. Zwei Wochen Ostsee auf einem Folkeboot wirst Du aber so schnell nicht vergessen ;-)

Wenn man ernsthaft mit dem Gedanken spielt ein Boot zu kaufen ist das übrigens auch ein sehr guter Weg mit ähnlichen Typen ein längeres "Probesegeln" zu machen.

6

Samstag, 2. Dezember 2017, 18:13

Zwei Wochen Ostsee auf einem Folkeboot wirst Du aber so schnell nicht vergessen.
Dein Rücken auch nicht. :rolleyes:

7

Samstag, 2. Dezember 2017, 18:26

Mit 2 Kindern hab ich 25 J. gechartert dann 5 Jahre Eignergemeinschaft jetzt 4 J. eigenes und bald "ON Tour" :D ;)
es grüßt
der rollef


wer später bremst, iss länger schnell

mikegolf

Offizier

Beiträge: 156

Bootstyp: Duetta 86 LS

Heimathafen: Fehmarn

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8

Samstag, 2. Dezember 2017, 18:27

Dein Rücken auch nicht.

Bei mir reichte vor einigen Jahren schon eine Stunde :(

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »mikegolf« (3. Dezember 2017, 09:58)


mikegolf

Offizier

Beiträge: 156

Bootstyp: Duetta 86 LS

Heimathafen: Fehmarn

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9

Samstag, 2. Dezember 2017, 18:36

Dann die 3. Variante: der Eigenbau. teuer, arbeitsintensiv, aber individuell- die maximal unvernünftige Lösung!

Denk dran: nach dem Kauf bzw. bauen kommt irgend wann verkaufen. Die Gebrauchtbootpreise sind eh im Keller. Eigenbau- Konstruktionen dürften noch schwerer zu verkaufen sein.

10

Samstag, 2. Dezember 2017, 19:11

Die Maße sind schon etwas grenzwertig.
Meine Empfehlung wäre sonst die Dehler 18 / Rotkäppchen - mit 5,5m Länge - aber 2,45m Breite.
Mit dem Hubkiel ist sie zu slippen, sie ist mit einem normalen KFZ zu Trailern bei 780kG Verdrängung.
Bei gutem Wetter ist rund Rügen kein Thema. Unter Deck finden sich 4 Kojen - und Platz für die Kochkiste.
Ein Porta Potti mag man zur Not auch noch unterbringen.
Jan

Schebun

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11

Samstag, 2. Dezember 2017, 19:24

Das Gewicht ist der schlagende Faktor.
Wenns zum schlafen auch der Strand mit Zelt tut... seascape 18 :)

Eigenbau?

Deutlich komplexer als gedacht mit guten chancen nach viel geld und zeit ohne gewünschtes ergebnis dazustehen. Insb beim Wunschgewicht „muss“ quasi kit Vakuum-Infusion gearbeitet werden es sei denn es wird ne Jolle.

Da fiele mir der Conger eiin Kinder in die Schlupfkajüte, eltern unter ner Cockpitpersenning draußen.

Its a Challange :)

Zumindest bei den Anforderungen, irgendwo wirst Du Abstriche machen müssen befürchte ich. :)
Seekrankheit: Zuerst befürchtet man sterben zu müssen, danach, dass es noch lange dauert bis es endlich soweit ist.

Robert M

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12

Samstag, 2. Dezember 2017, 20:11

Hallo Martin,
hier die Superkurzantwort: Erst mitseglen, um ein wenig Routine zu gewinnen (die hat man vom Segeschein nicht, braucht sie aber ganz nötig), dann chartern, um herauszufinden, was man eigentlich will, um dann später mit der gewonnen Markt- und Selbstkenntnis etwas Passendes zu kaufen.
Selber bauen erscheint mir in Deinem Falle nicht sinnvoll. Das kannst Du in 20 Jahren machen, wenn Du die Langfahrt zur Frührente planst...
Gruß
Robert

13

Samstag, 2. Dezember 2017, 20:22

Die Analyse der Daten zeigt zwei Faktoren welche dem sicherlich bei weitem kostengünstigsten Weg, fahrtentüchtiges Gebrauchtboot im Wege stehen bzw. sie stark behindern. (Selber bauen wird auch viel teurer, da soll man sich nicht täuschen!)
Eines ist leicht zu lösen, die Anhängelast. Einfach das Auto tauschen. Selbst wenn man da ein paar tausend mehr ausgeben muss spart das immer noch Geld, gegenüber Neukauf/bau.
Das andere ist die Garage. Die Länge ist kein Problem, bei 7 m gehen immer noch locker z.B. Skippi 650, First 210, oder Etap 21 i, die sind alle für 10-15 k zu haben, aber die sind alle ca. 250 m breit. Also entweder Scheune oder Torbreite ändern. Was auch beides noch billiger wäre als Neukauf/bau.
Ein Freund ist, wer Dich für gutes Schwimmen lobt, nachdem Du beim segeln gekentert bist.

Tamako

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14

Samstag, 2. Dezember 2017, 20:26

Zitat

... Erst mitseglen, um ein wenig Routine zu gewinnen (die hat man vom Segeschein nicht, braucht sie aber ganz nötig), dann chartern, ....t


.... das ist eine Einstellungssache, warum nicht mit einem Trailersailer einfach beginnen (so habe ich auch mal ganz blauäugig begonnen). Die genannte Seascape wäre prima, ist aber neu auf dem Markt und somit teuer.

Hanser

Salzbuckel

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Schiffsname: Jacaranda

Bootstyp: Küstenkreuzer

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15

Samstag, 2. Dezember 2017, 20:41

Früher ist man ja mit Familie auf dem Folkeboot 14 Tage auf Urlaub gewesen. Ich denke, die Zeiten sind vorbei. Also gibt es aus meiner Sicht folgende Varianten:

- kleines Boot als Daysailor für die Familie, wenn das Wasser nicht zu weit weg ist,

- gebrauchtes Familienboot um die 9 bis 10m mit Liegeplatz möglichst nah damit es sich lohnt,

- Charterboot, da zeigt sich schnell, ob die Familie mitzieht und es tut finanziell nicht weh, wenn Segeln erst an zweiter/ Dritter Stelle liegt.

Letztere Variante ist auf die Std. Segelzeit die billigste - und du kannst für Frau und Kinder auch mal im sonnigen Süden segeln/ planschen/ schnorcheln. Bootsbau geht zu Lasten der Familie und kann - je nach Ehefrau - zusätzlich Aversionen wecken.

Volker

16

Samstag, 2. Dezember 2017, 21:06

Zitat einer Seglergattin:

"Ostsee auf dem Folkeboot - das war Urlaub unterm Küchentisch!"

Henning

Salzbuckel

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Bootstyp: kurzes Patscheboot mit Kinderrigg

Heimathafen: Bordelumsiel

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17

Samstag, 2. Dezember 2017, 21:56

Dann die 3. Variante: der Eigenbau. teuer, arbeitsintensiv, aber individuell- die maximal unvernünftige Lösung!

Denk dran: nach dem Kauf bzw. bauen kommt irgend wann verkaufen. Die Gebrauchtbootpreise sind eh im Keller. Eigenbau- Konstruktionen dürften noch schwerer zu verkaufen sein.

Kommt auf den Bootstyp und die Bauqualität an. Als ich Fjordsang gekauft habe, war ein weiterer Interessent auf gut Glück schon losgefahren und zwei weitere Interessenten haben während der Besichtigung angerufen. Einer wollte ungesehen am Telefon kaufen. Die Core Sound sind Nischenboote, die in D quasi nie am Markt sind. Wenn der Themenstarter nicht pfuscht, wird er so ein Modell ohne Probleme verkaufen können.
Versteckt den Rum! :sparrow:


"Das Dumme an Zitaten aus dem Internet ist, dass man nie weiß, ob sie wahr sind."
(Leonardo da Vinci)

da darf man auch schon mal ein bisschen ein mulmiges Gefühl haben während der Nordfriese noch draußen Uno spielt :-)

Löhni

Salzbuckel

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Wohnort: Mönkeberg

Schiffsname: Canta Libre

Bootstyp: Dehler Optima 98 GS

Heimathafen: Mönkeberg, Strandweg 14

Rufzeichen: DH6458

MMSI: 211489660

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18

Samstag, 2. Dezember 2017, 23:03

- kleines Boot als Daysailor für die Familie, wenn das Wasser nicht zu weit weg ist,

- gebrauchtes Familienboot um die 9 bis 10m mit Liegeplatz möglichst nah damit es sich lohnt,

- Charterboot, da zeigt sich schnell, ob die Familie mitzieht und es tut finanziell nicht weh, wenn Segeln erst an zweiter/ Dritter Stelle liegt.

Letztere Variante ist auf die Std. Segelzeit die billigste


Das kann man so pauschal nicht sagen. Ich nutze mein Boot die ganze Saison über. Im Sommer 3 Wochen Familienurlaub, dazu noch einige Wochenendtörns. Von Anfang Mai bis Mitte September jede Woche Mittwochsregatta und ab und zu mal Feierabendsegeln und noch ein paar andere Regatten. Wenn ich das mal grob überschlage (mit 6 Stunden Segelzeit pro Urlaubstag), dann komme ich im Jahr auf etwa 300 Stunden.
Eine Woche Charter in den Sommerferien kosten hier an der Ostsee bei meinen 32 Fuß um die 1300 Euro. Bei 7 Tagen á 6 Stunden macht das 31 Euro pro Stunde. Ich könnte also ca 9000 Euro im Jahr für mein eigenes Schiff ausgeben. Liegeplatz 1000 Euro, Winterlager 400 Euro, Versicherung 250 Euro, Farben, Öl, Frostschutz, Kleinkram usw. 350 Euro. Das macht bummelig 2000 Euro unvermeidbare Fixkosten. Blieben also noch 7000 Euro für Wertverlust und Rücklagen für Neuanschaffungen. Da komme ich aber bei weitem nicht hin.

Mal ganz abgesehen davon, dass man gar nicht stundenweise für Feierabend- oder Regattasegeln chartern kann, bzw. dass das viel teurer wäre.
Gruß,
Jan

Lieber Wasser unterm Kiel :segeln:, als Kiel unter Wasser :tit:

Jacoba

Proviantmeister

Beiträge: 496

Schiffsname: STARLIGHT

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19

Sonntag, 3. Dezember 2017, 00:59

"Janus", wäre meine Wahl wenn ich einen Bauplatz hätte und bootlos wäre. Allerdings ist man mit solch einem Riss hier in Deutschland ein Exot. Aber der Mut 'anders' zu sein wird mit tollen
Segelerlebnissen belohnt!


Muß allerdings am Urlaubsort zusammengebaut werden; dafür hat man aber ein geräumiges,
sehr schnelles Boot. Gewicht ca. 400Kg. Tiefg. 0,25 M. Schwerter oben.
http://www.sailingcatamarans.com/index.p…25ft/166-janus2


Um ein Cuddy als geräumiges Doppelbett oder kl. Salon ergänzt, abnehmbar.

https://www.youtube.com/watch?v=IDhyApU5OPw


Segeln mit sehr wenig Wind
https://www.youtube.com/watch?v=KrU9BuHOTGQ


Hier mal recht flott
https://www.youtube.com/watch?v=TM_FldHSNdM


Der Zusammenbau

https://www.youtube.com/watch?v=Ua4U8aer2ro

20

Sonntag, 3. Dezember 2017, 05:51

Das sind ja eine ganze Menge an Aspekten, die man einzeln betrachten sollte.

Ein Selbstbau würde ich Dir auf keinen Fall empfehlen. Das kostet vor allem Zeit. Ich kenne zwar Deine handwerklichen Fähigkeiten nicht, aber die Ergebnisse sind meist nicht so wie sie eine Qualitätswerft liefert. Schiffe gibt's genug und sofort. Kurz und knapp: Besser segeln als schrauben.

Chartern ist natürlich eine übliche Variante und sinnvolle Variante. In der Zeit als Familiensegler habe ich allerdings gleich ein Schiff gekauft, da ich - insbesondere als Selbstständiger - mir meine Freizeit so einteilen möchte wie ich will und nicht wie irgendwelche Charterfirmen den Bettenwechsel planen. Insbesondere in der Hochsaison mal schnell ans Schiff zu fahren ist schon eine feine Sache. Und auch das Basteln am Schiff - ich geb' es ja zu- macht ja auch mal Spass.

Ein Schiff während deiner Abwesenheit mal ein paar Wochen liegen zu lassen ist meiner Meinung nach kein Problem. Es gibt Häfen, die sehr gut geschützt sind. Ich liege beispielsweise in einem nach Westen geschlossenem Binnensee, der zusätzlich eine massive (und nagelneue) Spundwand besitzt. Der Hafenmeister hat meinen Kahn immer im Blick aus dem Büro. Ich habe Ruckfender, gute Qualitätsleinen und packe meine Genua weg, wenn ich längere Zeit nicht da wäre. Auch gibt es genügend Vereinskameraden, die einen Blick auf Nike werfen.

Ich würde das Schiff nicht an irgendwelche Einschränkungen - wie z.B. die Garage - anpassen, sondern an die möglichst praktische Nutzbarkeit bei möglichst idealem Segeln.

Mein Tipp: Kauf Dir die maximal trailerbare Größe. Z.B. eine Dehler 28. Leg' sie ans Meer und hab Spass mit den Kindern. Im Winter nimmst Du sie mit nach Hause und mietest eine billige Halle wo Du alles für die Saison chic machen kannst.

Und warte nicht auf irgendwas.. Go Sailing... :D
Ein Mensch ohne Träume ist wie ein Schiff ohne Segel..

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