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Windstärken

Windstärkentabelle

1

Freitag, 12. Januar 2018, 08:54

Jolle vs Kat Vor- und Nachteile

Ich mache mir Gedanken zum Thema Jolle bez. Kat. Vielleicht am Beispiel (singlehand oder 2 Personen) Pirat/Korsar vs K3/K4Topcat auf einem Binnengewässer mit 3-4 bft. und gelegentlicher Luvabdeckung durch Bäume sowie regelmässige Überraschungs-Boen 5 bft etc ...

Auf welchen Kursen sind Kat´s traditionell "schwach" oder was geht nicht wirklich ? Oder alles nur eine Frage der (Segel)-Technik.
Gefühlt verhungert man ja mit nem Kat in der Wende bis man wieder Fahrt hat, z.B.

Ideen vieleicht auch konkret zum Regattakurs z.B. Yardstickregatta (gemischte Clubregatta) :O

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Stefan aus Meerbusch« (12. Januar 2018, 09:41)


Olaf_P32

Kapitän

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2

Freitag, 12. Januar 2018, 10:08

Also die Frage erinnert mich an die Frage: "Welches Fahrzeug soll ich mit zulegen, Auto (Golf / Porsche) oder doch ein Motorrad ? Deine Spannweite ist einfach zu weit. Der Unterschied zwischen einem Piraten und einem Korsen ist ungefähr so wie zwischen Golf und Porsche. Der Korsar ist ein Turngerät, mit Trapez. Da ist der Pirat schon deutlich gemütlicher. Die beiden Jollen kann man schon schlecht vergleichen. Und dann als dritten Vergleich auch noch einen Cat. Das sprengt ein wenig den Rahmen. Also solltest du das Augenmerk auf den Vergleich zwischen Ein- und Mehrrumpfboot legen. Als erstes wird hier wohl der Einwand kommen das Jollen ja viel schneller kentern als Katamarane. Das ist auch richtig. Aber wenn ein Katamaran einmal umgekippt ist, dann ist es sehr schwierig ihn wieder auf die Füsse zu bekommen. Die meisten umgekippten Katamarane brauchen zu Aufrichten Hilfe von Motorbooten. Andererseits fallen Jollen auch nicht so oft um, wie es von der Bleitransporterfraktion unterstellt wird. So ein Korsar macht bei 3 Windstärken richtig Spass. Bei 4 wird es für den Durchschnittssegler grenzwertig. Und 5 und mehr ist nur für sehr geübte. Wobei ein 5er Drücker sehr gut ausgefahren werden kann.
Ein Leben ohne Boot ist möglich, aber ist es auch lebenswert ?
:wickie:

3

Freitag, 12. Januar 2018, 10:23

Ja die Frage ist schwierig - ich versuch es anders.
Wir haben im Verein beides - und eigentlich alle pesen mit halbwind nur von links nach rechts, weil´s die meiste Gaudi und Speed bringt.
Leider gibt es komischerweise wenig Leute die Lust haben aus Spaß mal zu gucken wer schneller ist, ich hingegen hatte eigentlich immer Lust - raus auf den See und gucken wer schneller ist.

Ich habe letztes Jahr intensiv Laser gesegelt (übungsweise viel im Regatta-Dreieck) , bin aber nicht wirklich glücklich damit. Richtig hoch am Wind war nicht so dolle, geigen vor dem Wind auch nicht, (allerdings ist mein Laser ausgelutscht mit nem alten Segel.)
Die Katamarane verhungerten teilweise fürchterlich bei Leichtwind, kreuzen sehe ich kaum einen bei uns...


Mir geht es aber eher nicht um eine Bootsberatung (Welches Fahrzeug) ... sondern ich habe mich mit dem Thema Kat noch wenig beschäftigt und kenne die Unterschiede kaum. Yardstickzahlen kenn ich klar. Auch kann ich ich Pirat und Korsar sehr gut einschätzen...
da ich den K4X TOPCAT wirklich klasse finde und dieser auch singelhand interessant ist - suche ich ein paar Ideen zum Thema.

beautje

Seebär

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4

Freitag, 12. Januar 2018, 10:45

Meiner Ansicht nach kann man Jollen und Kats nicht direkt gegeneinander segeln lassen. Auch Yardstick hilft da nicht weiter. Es sind einfach Äppel und Birnen. Ihr müsstet schon auf Euer Revier bezogene eigene Yardstickwerte ermitteln.
Beispiel:
Auf einem kleinen See mit kurzen Schlägen und häufigen Manövern wirst Du auf deinem Standard-Laser (YS 113) mit etwas Training dem K3-Kat (YS 85) um die Ohren fahren oder mindestens mithalten. Angenommen der Kurs ist theoretisch (bei YS 100) in 30 Minuten abzufahren, müsste der Kat 9 Minuten vor Dir ins Ziel gehen. Der kann aber sein Geschwindigkeitspotential überhaupt nicht ausfahren und verhungert regelmäßig in den Manövern während Du Kreise um ihn fährst.
Umgekehrt großes Revier, Platz für lange Schläge - da siehst Du im Laser wiederum kein Land.
Wie man es dreht, eine "gerechte" Regatta kann ich mir auf so unterschiedlichen Booten nur schwer vorstellen.

luketappe

Proviantmeister

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5

Freitag, 12. Januar 2018, 10:47

Schwierig, weil jedes Boot hat bei bestimmten Windverhältnissen vor-und Nachteile.Mal so: Ich würde sagen dass ein Cat erst bei 3 und mehr Windstärken richtig Spaß macht (wenigstens mir) und 5 auch noch ein ganz normal fahrbarer Wind für einen Cat ist (kommt natürlich auf Modell an) ohne Probleme. Wenn wenig Wind ist kann man sich auf einen Cat gemütlich auf das Trampolin lümmeln und faulenzen ;) . Mehr aber nicht.Eine Böe ist auf einer Jolle spannender wenn man nicht aufpasst :rolleyes: .Kreuzen ist Fahrtechnik, da verhungerst du beim Cat nicht, halt andere Technik und ja, eine Wende ist schneller mit der Jolle und nochmal ja, ein cat ist schneller als eine Jolle wenn Wind ist. Probier halt verschiedene Boote als Mitsegler aus, wenn du mal bei mehr Wind einen Cat segelst kann es aber sein, dass dich der Virus packt und die Entscheidung gefallen ist :D
LG
Christian
happy mit dem Happy Cat Evolution

6

Freitag, 12. Januar 2018, 11:24

Jetzt finden sich schon ein paar bekannte Punkte wieder... auch unser K3 war auf der Regatta extrem schlecht trotz besserem Yeadstick - sicherlich dem 600x600Meter See mit Abdeckungen geschuldet.
Generell fand ich die Performance der Kat´s schlecht und hatte diese auch komplett nicht im Fokus. Auch unser A-Kat mit Foils kommt nie raus aus dem Wasser.
Allerdings reizt mich ein K3/K4x doch sehr und ich werde es unbedingt 2018 ausprobieren.

Ich hatte aber ja generelle Fragen.
Kat´s laufen weniger Höhe auf der Kreuz, bez. sind schneller auf einem etwas niedrigeren Kurs?!
Was ist mit Halsen bez. Raumshots, im Vergleich zur Jolle?

7

Freitag, 12. Januar 2018, 11:29

Wie sieht dein Revier aus? Musst du häufig kreuzen? Wie lang können die Schläge sein? - Gelernt habe ich auf einem 80m "breiten" Fluss mit Tide, vielen Abdeckungen und einem Sperrwerk, auf dem zudem immer noch der Ruderverein zeitgleich mit uns trainierte. Da möchte man nicht unbedingt mit einem kat kreuzen. Auch FD etc. waren da nicht so sehr das Boot der Wahl, sondern der Pirat. Je freier und länger die Bahn, desto eher Kat und Trapezjolle.

8

Freitag, 12. Januar 2018, 11:44

Unser See hat 600x500 Meter mindestens. Oft 3-4bft mit bockigen Böen durch Baum-Abdeckungen. Häufige Luftlöcher mit Stillstand in der Mitte des Sees ?!?
Eigentlich sehr klasse zum üben.
Die Korsare laufen gut inkl. Trapez. Allerdings ist der Korsar ja nun eher ein 2Mann-Boot (habe es zwischenzeitlich, mit fettem Grinsen akzeptiert).
Contender gibt es auch, jedoch hab ich den Eindruck, das man doch durch die Drucklöcher (Abdeckungen) im Speed, sehr zum Kentern/baden neigt.
Ich kenter auch mit dem Laser gerne, da ich es oft übertrieben habe, aber die Contender schlagen mich oft um Längen im schwimmen.
Auch ist der Laser sehr nass, gerade ab 5bf. Ab Oktober war es einfach arg fies, obwohl die Luft mit 15Grad noch ok war.

Daher die Idee Richtung Kat.
Wenn das aber mit kurzen Schlägen gar nix ist, macht es kaum Sinn. Ich kreuze gerne :-)

beautje

Seebär

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9

Freitag, 12. Januar 2018, 12:10

Bin am Wohnort mit einem ähnlich "großen" See gesegnet. Auf diesen Tümpeln machen Kats keinen Sinn. Bei der lokalen Regattaserie die hier ausgetragen wird, hat sich inzwischen eine große Laser-Flotte etabliert. Der Laser ist hier ideal. Selbst ein Kumpel, der zwischenzeitlich auf den Contender umgestiegen ist gibt zu, dass er auf den hiesigen Revieren den Speedvorteil des Conti überhaupt nicht gegenüber den Lasern raussegeln kann. Besagter Kumpel ist übrigens überzeugter und sehr erfahrener Katsegler. Das hat er sich aber auf unserer Pfütze von der Backe geputzt.

Kurz: Auf so kleinen Revieren geht Wendigkeit vor Schnelligkeit.

Marinero

Seebär

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10

Freitag, 12. Januar 2018, 13:05

Kat segeln ist schon geil, der Speed gegenüber den Jollen ist brutal. Einmal angefixt hab ich ne ganze Weile nur noch Kat gesegelt. Lustigerweise wird dieses Drag Race aber auch irgendwann langweilig und man findet wieder Gefallen an der Jolle.

Aber, da schließe ich mich an, der Tümpel ist für den Kat zu klein. (da fährt wirklich einer einen A-Kat mit Foils!? (| )

Und der Laser ist da bestimmt nicht die schlechteste Lösung. Kauf erstmal ein neue(re)s Segel. Geht am besten nach der Kieler Woche. http://www.used-laserboats.com/rubrik.ph…er-und-Hardware

11

Freitag, 12. Januar 2018, 14:12

Laß mal das Segeln sein !
Setze Dich jeden Tag an den See , norde euren See ein und stelle erst mal fest , was bei euch die vorherrschende Windrichtung ist .
Wenn wir eine Westwindlage haben , dann kann das bei euch durchaus NW oder SW sein . Das bestimmt die Abdeckung .
Dann beobachte den Wind genau : an welcher Stelle treffen die Böen aufs Wasser , wenn sie sich über die Abdeckungen gequält haben ?
An welcher Stelle beginnt der Wind wieder zu steigen und hinterläßt einen Flautengürtel bis zum Ufer ?
Wie weit weht es bis zur Mitte , wo ist da schluß ? Wo sind " Windfenster " , durch die die Böen kommen ?
Du weißt , wie wichtig das ist , denn 2 Meter zu weit gesegelt und die Kiste steht . Der Gedanke : " ja , die Böe hält durch " , führt immer
zu verspätetem wenden und .. die Kiste steht . Hier lernt man sehr , sehr sensibel zu segeln .

Wenn Du das ermittelt hast , dann weißt Du , wie viel Wasserfläche Dir bei welcher Windrichtung , zum segeln bleibt .
Dein Erschrecken wird groß sein , denn es bleibt nur ein sehr schmaler " Windring " rund um den See .

Nach diesen Erkenntnissen solltest Du Dein Boot aussuchen . Der Pirat kommt da bestimmt besser weg ,
als manch schnellere Jolle oder ein Cat . Noch besser käme ein Zugvogel weg .
Der Grund dafür ist ganz einfach . Du wirst es nie vermeiden können , durch Windlöcher segeln / treiben zu müssen .
So schnell die Renner anspringen , so schnell stehen sie auch wieder .
Der Pirat ist schwer , der Zugvogel ist noch schwerer ( ca. 240 - 260 kg ) . Beide Boote springen in der Böe ganz gut an
und ..... schieben sich durch ihr hohes Eigengewicht durch fast alle Windlöcher .

Vom Cat rate ich Dir ab , die Gründe wurden bereits genannt .
Du schreibst , dass Du vom Laser kommst . Pumpen , schaukeln , Rollwenden , etc. , sollten Dir nicht fremd sein .
Jetzt kommt es nur noch auf die Frage an : Knickspant oder Rundspant .

Eine ganz andere Überlegung : Segelst Du nur auf dem kleinen See oder segelst Du mit dem Boot auch auf anderen Revieren ?
Die Frage könnte auch noch Einfluss nehmen .

Wenn Du auf eurem See alles gewinnen willst , dann rate ich Dir zu einem ganz alten Bootstyp , zur O-Jolle .
Einhand , Rundspant und schwer .
Mit 470er und 5o5er hatten wir gegen solche Boote kaum eine Chance auf ganz kleinen Seen . So viele Rollwenden
konnten wir nicht fahren , um Geschwindigkeit ins Boot zu kriegen .

Nur noch 2 Ratschläge :
- bleibe in den Regattaklassen ( den Grund wirst Du selber schnell feststellen , ich mag hier andere Boote nicht schlecht reden )
- nimm immer neue Segel , nie ausgelutschte Tücher . Gerade auf solchen Revieren kommt es auf gute Segel und guten Trimm an .

12

Freitag, 12. Januar 2018, 14:19

Kat oder Jolle ist wirklich nicht wirklich differenzierbar.
Und Jolle auch wieder nicht gleich Jolle. Probier Dich doch einfach mal mit geliehenen Kats oder Jollen aus, was Dir persönlich mehr Spaß macht.
Mario Falko

Glück ist kein Ziel, sondern eine Reise.
:segeln:

13

Samstag, 13. Januar 2018, 06:00

.......

Eine ganz andere Überlegung : Segelst Du nur auf dem kleinen See oder segelst Du mit dem Boot auch auf anderen Revieren ?
Die Frage könnte auch noch Einfluss nehmen .

Wenn Du auf eurem See alles gewinnen willst , dann rate ich Dir zu einem ganz alten Bootstyp , zur O-Jolle .
Einhand , Rundspant und schwer .
Mit 470er und 5o5er hatten wir gegen solche Boote kaum eine Chance auf ganz kleinen Seen . So viele Rollwenden
konnten wir nicht fahren , um Geschwindigkeit ins Boot zu kriegen .

Nur noch 2 Ratschläge :
- bleibe in den Regattaklassen ( den Grund wirst Du selber schnell feststellen , ich mag hier andere Boote nicht schlecht reden )
- nimm immer neue Segel , nie ausgelutschte Tücher . Gerade auf solchen Revieren kommt es auf gute Segel und guten Trimm an .
@Stefan: Wobei wir wieder im Finn wären. :O


Wir hatten auch mal eine O - Jolle mit gutem Segler bei uns am See.


Der Windbereich indem die O - Jolle schneller war, war sehr gering. Insgesamt hatte sie aber wenig Chancen auf den Sieg bei unseren Yardstickregatten


Bedingt durch die Masse läut die O- Jolle vielleicht besser durch ein Windloch benötigt aber deutlich länger um in Schwung zu kommen und zu reagieren.


Nachdem damals mein Laser sein leben genommen wurde, haben wir uns ähnliche Gedanken gemacht.

Welche Jolle für den Binnensee welche auch sportlich Segelt?!


Die ganzen singlehand Skiffs machen zwar Spaß wenn vollgas geben will aber dann auch nur wenn es konstant ist, war wir ja haben wir auf unseren Baggerseen ja leider nie haben.




Eine 29er mit zwei Fliegengewichten lag gefühlt bei uns öfters im Bach als einer im Trapez stand.


Auf Binnenseen mit wechselnden Winden zählt meiner Meinung nach nur:


- man muss mit dem Boot schnell reagieren können, es darf also nicht zu träge sein
- das Boot muss gut auf Windböen reagieren
- der Segler muss eine gute Übersicht haben


Gruss MIchael

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