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1

Dienstag, 6. Februar 2018, 10:19

Oyster scheint "in trouble"?!

http://sailinganarchy.com/2018/02/05/don…k-by-its-cover/

Wieder einer weniger?! Oder haben die Briten auch sowas wie das "Chapter 11" der Amis und man darf noch Hoffnung haben?

:cray2:

VG

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2

Dienstag, 6. Februar 2018, 12:11

Verwirrend.

Volle Auftragsbücher klingt ja erstmal gut. Aber heissen tut es auch nix. Allerdings, schlimmer wären leere Auftragsbücher.

Wenn dir dein Investor den Hand abdreht machst du nur noch dicke Backen, das ist nichts neues.

Bleibt die Frage: Was mögen wohl die Gründe für den Ausstieg von HTP Investments sein?

Hanser

Salzbuckel

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3

Dienstag, 6. Februar 2018, 12:52

Puh. Umsatz allein reicht nicht fürs Überleben eines Betriebes.

Da kann man den aktuellen Auftraggebern neuer Boote nur wünschen, dass sie nicht auf die vermeintliche Solvenz des bekannten Bootsbauers spekuliert haben, sondern eine ordentlich Bankbürgschaft haben. Ärgerlich bleibt es allemal.

Volker

4

Dienstag, 6. Februar 2018, 13:47

Puh. Umsatz allein reicht nicht fürs Überleben eines Betriebes.

Vor allem nicht zukünftiger Umsatz. Wenn allerdings der Investor den Stecker zieht, steht es entweder auch um die zukünftige Ertragslage schlecht aus oder er hat sein eigentliches Ziel vielleicht schon erreicht.

ex-express

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5

Dienstag, 6. Februar 2018, 14:26

Hmmm. Haben das Ausstellungsschiff auf der Boot noch verkauft...

6

Dienstag, 6. Februar 2018, 14:59

Hm. Naja mit solchen zukünftigen Zahlen verkauft man doch eigentlich sein Investment? Die Liquidation kann doch bei einem - sagen wir mal - halbwegs funktionierenden Geschäftsbetrieb nicht mehr einbringen?!

Ist ja jetzt nicht so, dass eine Zerschlagung oder der Verkauf von 21 m "Rumpf-Gussformen" so ein einträgliches Geschäft wären?! Und der Rest ist doch eh zukaufte Hardware und Handarbeit von dort angestammten Arbeitern, die sie gerade auf die Straße gesetzt haben.

Gut, das Investment scheint volumenmäßig etwas kleiner als die anderen und sich setzen angeblich eher einen Fokus auf Deutschland. Aber das kann ja kein alleiniges Argument für so eine Entscheidung sein zu diesem Timing.

@ex-express: Wenigstens ein Eigner, der sich Hoffnung machen darf, sein Schiff noch abholen zu dürfen. Erinnert ein wenig an einen Kommentar von Schenk auf seinem Blog in den letzten Wochen.

VG

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Bruk

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7

Donnerstag, 8. Februar 2018, 13:40

Hmmm. Haben das Ausstellungsschiff auf der Boot noch verkauft...



So ging es 1987 auf der Hanseboot mit Marieholm auch los. M 261 wurde noch verkauft, dann verdampfte der Investor ins Nirvana und dann war bekanntlich Schluss mit lustig. Ich fürchte, Oyster wird nicht alleine bleiben mit diesem Problem. Besonders die teuren Werften mit ihren Edelprodukten sehe ich als besonders gefährdet an. Dafür wird es in Zukunft keinen ausreichenden Kundenstamm mehr geben, zumal der Markt überfüllt ist mit fast neuen Gebrauchten.

Übel, wenn es sich um eine reine Produktionswerft handelt. Dann ist alles im Eimer. Kleinere Edelhersteller, wie Steckmest, brauchen den Neubau nicht zum Überleben. Die verdienen ihr Geld mittlerweile hauptsächlich mit Refitmaßnahmen und gutem Hafenservice.

Gruß

Klaus

Squirrel

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8

Donnerstag, 8. Februar 2018, 13:57

Schiffbau ist eine empfindliche Branche. Egal in welcher Größe, Werften sind schon immer auch schnell mal Pleite gegangen, und das wird sich auch in Zukunft nicht ändern. Großer Kapitalbedarf für Grundstücke, Vorrichtungen und Maschinen sowie Arbeitszeit und Baumaterial auf der einen Seite und geringe Stückzahlen oder Einzelbau auf der anderen Seite führen dazu, dass das Überleben immer wieder an einer einzelnen Entscheidung hängt und das geht eben nicht jedes mal gut.

Schade isses trotzdem, aber eben kein erstes Anzeichen irgendeiner Krise.
There's nothing - absolutely nothing - half so much worth doing as simply messing about in boats.

Segelalex

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9

Donnerstag, 8. Februar 2018, 14:08

Der Investor zieht sich aus dem GBP-Raum zurück. Hat Oyster 2009 für 15m GBP gekauft, die mittlerweile wohl zurückverdient und zieht nun sein Geld wieder raus, weil er sich auf Deutschland konzentrieren will. Geburtswehen des Brexit?

Familienwerften in dem Segment sind Kerngesund, siehe etwa Contest. Da ist aber eben auch kein Investor drin und die Familien verfolgen langfristigere Ziele. Man liest das immer wieder: Wir sind nicht so eine Heuschrecke, wir sind an langfristiger Entwicklung interessiert. Ja, nee, iss klar. Bis irgendwo auf einer anderen Wiese das Gras grüner aussieht.

Besser, man wirtschaftet ohne solche Kapitalgeber. Man braucht ja auch nicht jedes Jahr zwei neue und noch größere Modelle, deren Entwicklung Unsummen verschlingen.

Schade um Oyster, ich fürchte allerdings, das wird, trotz beeindruckender Verkäufe derzeit, auch einigen anderen (Mobo)Werften in UK wiederfahren.

Gruß

Alex
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10

Donnerstag, 8. Februar 2018, 14:17

So ging es 1987 auf der Hanseboot mit Marieholm auch los. M 261 wurde noch verkauft, dann verdampfte der Investor ins Nirvana und dann war bekanntlich Schluss mit lustig. Ich fürchte, Oyster wird nicht alleine bleiben mit diesem Problem. Besonders die teuren Werften mit ihren Edelprodukten sehe ich als besonders gefährdet an. Dafür wird es in Zukunft keinen ausreichenden Kundenstamm mehr geben, zumal der Markt überfüllt ist mit fast neuen Gebrauchten.

Ja. Interessant ist das schon. Auf der einen Seite sprudelt in den entsprechenden Kreisen zwar das Geld (irgendwo müssen die in den Markt gespülten Mrd. ja landen) und es kommen vielleicht noch ein paar potenzielle Käufer hinzu. Auf der anderen Seite überrascht es schon, dass in diesem Segment und bei den dortigen Stückzahlen ernsthaft über sowas wie eine "Serienfertigung" gesprochen wird. Da fehlt bei aller handwerklichen Qualität irgendwie die Einzigartigkeit, die zumindest ich oberhalb 20m erwarten würde. Aber ich bin natürlich auch nicht die Zielgruppe ;)

VG

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PushingTin

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11

Donnerstag, 8. Februar 2018, 14:41

Auch wenn ihr die Kohle dafür hättet-

- würdet ihr wirklich eine Oyster kaufen, nachdem durch den Kielverlust (Polina Star) und die nachfolgende Berichterstattung Praktiken ans Licht kamen (Subunternehmer für essentielle Komponenten und totale Schlamperei bei elementaren Baugruppen), die mit „Edelwerft“ und den dazu gehörenden Erwartungen wirklich gar nichts zu tun haben?
Ich vermute, dass die Marke damit den Knockout bekommen hat. In dem Segment tummeln sich auch einige andere (z.B. Gunfleet, von einem Ex-Oyster-Mitinhaber gegründet) die zumindest mir näher liegen würden nach dem Skandal.

Die anderen sind vermutlich nicht besser- da wurde es halt nur noch nicht aufgedeckt.

Vielleicht wollten die Investoren auch nur irgendwelche Regressforderungen loswerden.
Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.
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Und immer an die Musing denken! :acute:
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12

Donnerstag, 8. Februar 2018, 17:14

So ging es 1987 auf der Hanseboot mit Marieholm auch los. (...) Ich fürchte, Oyster wird nicht alleine bleiben mit diesem Problem. Besonders die teuren Werften mit ihren Edelprodukten sehe ich als besonders gefährdet an. Dafür wird es in Zukunft keinen ausreichenden Kundenstamm mehr geben (...)

Marieholm und Oyster würd ich jetzt nicht in einen Topf schmeissen. 100 Fuss bauen ist schon ne andere Liga. Über welche teuren Werften, Edelprodukte und Kundenstamm reden wir? Kaufpreis 0,5 bis 2 Mio EUR, d.h. gehobener Mittelstand? Da mag das so sein.

Die Superreichen schweben in Sphären oberhalb jeder Wirtschaftskrise und bei Yachten ab 50 / 60 m aufwärts scheint es generell keine Sorgen zu geben. Höchstens Platzmangel und lange Lieferzeiten.

Zitat von »Jan-Bart Verkuyl «

"Die durchschnittliche Länge der Superyachten, die wir bauen, steigt weiterhin an: „Ein Großteil unserer laufenden Projekte sind 80 Meter und länger und es zeichnet sich ein klarer Trend zu noch größeren Formaten ab."

Neue Feadship Werft im Herzen Amsterdams


Bruk

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13

Donnerstag, 8. Februar 2018, 18:29

So ging es 1987 auf der Hanseboot mit Marieholm auch los. (...) Ich fürchte, Oyster wird nicht alleine bleiben mit diesem Problem. Besonders die teuren Werften mit ihren Edelprodukten sehe ich als besonders gefährdet an. Dafür wird es in Zukunft keinen ausreichenden Kundenstamm mehr geben (...)

Marieholm und Oyster würd ich jetzt nicht in einen Topf schmeissen. 100 Fuss bauen ist schon ne andere Liga. Über welche teuren Werften, Edelprodukte und Kundenstamm reden wir? Kaufpreis 0,5 bis 2 Mio EUR, d.h. gehobener Mittelstand? Da mag das so sein.





Die Marieholm - Geschichte ist lange her, die große Zeit der Werft waren die 70er Jahre, als 10m-Boote noch als groß galten. Längst ist die Produktivität dieser Werft vergessen. Pro Tag wurden 2-3 IF-Boote fertig, 1975 wurden 550 IF-Boote ausgeliefert. Im Zeitraum von 1970-1978 wurden 18.000 Boote verkauft. Marieholm hatte damals bis zu 750 Mitarbeiter, zusätzlich zur Werft zahlreiche Prüflabore zum Test der verwendeten Materialien. Das nur mal zur Aufklärung.

Wenn eine Werft nicht mit dem vorhandenen Eigenkapital (Firmenkapital und Stammvermögen bei Kapitalgesellschaft, Privatvermögen bei Personengesellschaft) in Vorkasse gehen kann und dafür auf Fremdkapital in Form von Krediten oder Investoren angewiesen ist, hängt die Produktion grundsätzlich an der Einsicht der Kapitalgeber, ob es sich lohnt oder nicht. Mit der Größe des Unternehmens hat das nur zweitrangig zu tun, mit der Größe der gebauten Boote überhaupt nichts.

Gruß

Klaus

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Mittwoch, 21. März 2018, 15:04

Oyster hat einen neuen Investor gefunden. Naja, ein IT-Unternehmer, der in Online-Gaming sein Geld macht. Mal sehn.

Mal sehn inwiefern er die Arbeiter, Spezialisten noch bekommt. Ich weiss, das Southerly einige Oyster Werftarbeiter übernommen hat. Ob der neue überhaupt die Mannschaft zusammenbringt für die Wiederaufnahme des Betriebes?.

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