Sie sind nicht angemeldet.

Werbung

Boote kaufen

Windstärken

Windstärkentabelle

Hallo Besucher, willkommen im Segeln-Forum! Hier kannst Du Dich registrieren, um unser Forum in seiner vollen Pracht genießen zu können! - Weitere Infos zur Registrierung - Login für Mitglieder -

CarstenWL

Admiral

  • »CarstenWL« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 749

Wohnort: Laboe

Bootstyp: Nissen 41

Heimathafen: Laboe

  • Nachricht senden

1

Samstag, 24. Februar 2018, 22:03

Neuer Kielverlust - Davidson 50 'Finistere'

... zwei Tote zu beklagen, sehr tragisch ...

https://thewest.com.au/news/wa/wa-ya...-ng-b88755993z

Carsten

Bruk

Kapitän

Beiträge: 599

Wohnort: Flensburg

Bootstyp: Marieholm 32E

Heimathafen: Augustenborg

  • Nachricht senden

2

Samstag, 24. Februar 2018, 22:20

Nicht schon wieder! Allmählich nicht mehr witzig. Man sollte diese Scheißzossen mit ihren irren Konstruktionsmerkmalen verbieten. Tragisch, dass dieser Designunfug nach wie vor die Yachtszene befeuert und sich die neuen Yachtentwürfe genau daran ausrichten! Mittlerweile passiert soviel in dieser Hinsicht, dass man Segler, die sich mit diesen Dingern auf den Weg machen, nur noch bedingt bedauern kann. Dieselben Leute hatten sich i.d.R. in der Vergangenheit mit Häme und Spott über die Eigner klassischer Yachten lustig gemacht und sie dem Mittelalter zugeordnet.

Sorry, aber mir bleibt in erster Linie das Kopfschütteln!

Klaus

SKOKIAAN

Seebär

Beiträge: 1 265

Wohnort: Berlin

Schiffsname: SKOKIAAN

Bootstyp: Moody Eclipse 33

Heimathafen: Dintelmond

Rufzeichen: DJ3239

  • Nachricht senden

3

Samstag, 24. Februar 2018, 22:48

Allerdings.

Von Kielverlusten bei Langkielern hört man selten. Aber auch bei solide gebauten Kurzkielern nicht.

Aber wenn der Kostendruck bei den Werften dazu führt, dass sie nur Angelernte anstelle von gelernten Bootsbauern beschäftigen, können solche Pannen entstehen. Also hat mindestens der " gesunde" Menschenverstand versagt.

Handbreit, Skokiaan

otto_motor

Bootsmann

Beiträge: 100

Wohnort: Kreis Marburg-Biedenkopf

Bootstyp: Bavaria 32

Heimathafen: Lemmer

  • Nachricht senden

4

Samstag, 24. Februar 2018, 22:50

@Bruk:
Hast Du den Link eigenlich gelesen, oder wolltest Du nur was
schreiben :-) - Ich frage nur, weil der oben angegebene Link einen
Fehler enthält. .

Korrekt: https://thewest.com.au/news/wa/wa-yacht-…s-ng-b88755993z
Gruß Easy.
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Mein Name ist Guybrush Threepwood und ich will Pirat werden!

Beiträge: 2 049

Wohnort: Essen-Cuxhaven-Den Oever

Bootstyp: Katamaran

Heimathafen: NL / Den Oever

  • Nachricht senden

5

Samstag, 24. Februar 2018, 23:07

Die „Finistere“ – eine Davidson 50 - war aber gar keine extreme Konstruktion, sondern wird als komfortabler Cruiser-Racer aus den 80-90er Jahren mit relativ guten Schwerwettereigenschaften beschrieben.

http://www.rolexsydneyhobart.com/the-yachts/2012/finistere/

hier auch Unterwasserschiff von einem Schwesterschiff: http://www.fastisfun.com/listings/Davids…dson_50ext.html

Es geht auch nicht darum diese Kieldiskussion zum 147-ten Male zu führen.

Für mich als Ingenieur gibt es auch gar keinen Grund, warum selbst ein sehr schmaler und tiefgehender langer Kiel nicht am Rumpf dauerhaft verbleiben soll.
Es ist nur eine Frage einer fachgerechten Konstruktion und Bauausführung und anschließend eine Frage der laufenden Wartung/Instandhaltung und Kontrolle.

Bei Flugzeugen gelingt es schließlich auch, dass extrem lange schmale Flügel am Rumpf bleiben und die müssen ein Vielfaches an Belastung aushalten als ein Kiel.
Insofern hat jede fachgerecht ausgeführte Kielform auch seine Berechtigung, alles andere ist Mythenbildung.
Gruß

Martin

Der Segler mit Zeit hat immer den richtigen Wind :)

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Heaven Can Wait« (24. Februar 2018, 23:36)


Bruk

Kapitän

Beiträge: 599

Wohnort: Flensburg

Bootstyp: Marieholm 32E

Heimathafen: Augustenborg

  • Nachricht senden

6

Samstag, 24. Februar 2018, 23:41

Hallo Otto,

Welchen Fehler?

Gruß

Klaus

starkiter

Offizier

Beiträge: 188

Wohnort: HH

Schiffsname: Kiwi

Bootstyp: Rj 85

Heimathafen: Wedel

  • Nachricht senden

7

Sonntag, 25. Februar 2018, 00:12

Der Link wird beantwortet page not found

8

Sonntag, 25. Februar 2018, 06:14

Zwei lokale Seeleute sind tot und einige andere zutiefst traumatisiert, nachdem eine bekannte WA-Yacht in windigem Meer vor Mandurah gestürzt ist.

Die Polizei versuchte letzte Nacht noch, herauszufinden, was mit Finistere passiert ist, einem dreifachen Sydney-Hobart-Offshore-Kreuzer, den der beliebte Segler und Fremantle Sailing Club-Vize-Commodore Rob Thomas am späten Freitagabend besaß.

Die Davidson 50, die am jährlichen Bunbury and Return Ocean Race teilnahm, das sechs Stunden zuvor in Fremantle gestartet war, nahm regelmäßig an der Geographe Bay Race Week und der Geraldton Ocean Classic teil und segelte durch Australien.

Es wird angenommen, dass die sechsköpfige Crew von Finistere erfahrene Segler war. Es ist auch zu verstehen, dass der Kiel des Bootes vom Rumpf getrennt ist, wodurch es schnell umkippt.

Es wird erwartet, dass die Polizei die Namen der Toten morgen nach der formellen Identifizierung veröffentlichen wird und die Angehörigen informiert werden. Sie sind in ihren 60ern und 70ern.

Das Drama begann, als einer der Crew kurz vor Mitternacht sein Notsignal auslöste, als die Yacht - eine der kleinen, nach Süden fahrenden Flotte - etwa 11 Seemeilen südwestlich von Mandurah lag.

Rob Thomas war der Skipper des Finistere.
Rob Thomas war der Skipper des Finistere.
Das Signal wurde von der australischen Marine Safety Authority in Canberra aufgenommen, die daraufhin erfolglos versuchte, das Boot per Funk zu kontaktieren.

Als der Finistere-Tracker 15 Minuten später nicht aktualisiert wurde, kontaktierte AMSA die Fremantle Water Police und den RAC Rescue-Helikopter, der zufälligerweise Trainingsübungen in der Gegend durchführte.

Es kam innerhalb von 30 Minuten auf den Plan.

Es fand Finistere kopfüber und halb unter Wasser.

Zwei andere Yachten, die an der von Royal Freshwater Bay Yacht Club veranstalteten Veranstaltung Huckleberry und Fourth Dimension teilnahmen, wurden zu der Szene umgeleitet und kamen kurze Zeit später an und zwischen den beiden Booten wurden fünf der sechs Crewmitglieder an Bord gezerrt. Es wird davon ausgegangen, dass ein weibliches Besatzungsmitglied zu dem Zeitpunkt gefangen war, als es kenterte, aber sie wurde gerettet.

Vier überlebende Seeleute wurden nicht ernsthaft verletzt, einer der Männer, die auf eine der beiden Rettungsyachten geschleppt wurden, war tot. Ein sechstes Besatzungsmitglied konnte zu der Zeit nicht gefunden werden.

Die Polizei begann eine große Suche nach dem ersten Licht, das heute eine Fläche von 233 Quadratkilometern 40 km südwestlich von Mandurah umfasst.

AMSA koordinierte die Suche mit zwei RAC Rescue Helikoptern, der Abteilung für Feuer- und Notdienste, die von Dauphin Helikopter mit Luftbeobachtern aus Melville und Bassendean State Emergency Service besetzt war.

Fremantle Water Police, Mandurah, Rockingham und Bunbury Volunteer Marine Rettungsmannschaften und zwei Yachten aus dem Rennen, Fourth Dimension und Circa, nahmen an der heutigen Suche teil. Um 12.30 Uhr wurde der Körper eines zweiten Mannes gefunden, der im Suchgebiet schwebte.

Commodore Dean McAullay spricht die Medien nach der Tragödie an.
Commodore Dean McAullay adressiert die Medien nach der Tragödie. Bild: Richard Hatherly
RFBYC-Commodore Dean McAullay sagte, es sei noch zu früh, um darüber zu spekulieren, wie Finistere umkippte. Er sagte, es sei ein Rennen der Kategorie 3, was bedeute, dass alle Segler persönliche Beacons hätten, die ein Signal auslösen würden, wenn sie ins Wasser stürzten.
„Unwissenheit erzeugt viel häufiger Selbstvertrauen als Wissen“,

9

Sonntag, 25. Februar 2018, 06:22

Nach den Regeln sollten sie Schwimmwesten tragen und an der Yacht befestigt sein.

"Offshore-Segeln ist von Natur aus riskant, alles auf dem Ozean kann unerwartet sein", sagte McAullay.

"Was solch einen schweren Vorfall betrifft, so erwarten wir das nicht. Wir haben unsere Pläne, diese Dinge so gut wie möglich zu bewältigen, und wir wollen von diesen Dingen lernen, um sie für die Zukunft besser zu machen. "

Der Club stornierte heute das geplante Segeln als Zeichen des Respekts vor den toten Seeleuten und ihren Familien.

Die Polizei war spät dran und nahm noch immer Aussagen von Überlebenden und anderen an ihrer Rettung beteiligten Personen entgegen



Das war eine Google Übersetzung.
„Unwissenheit erzeugt viel häufiger Selbstvertrauen als Wissen“,

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »SDAV« (25. Februar 2018, 06:40)


Segelalex

Salzbuckel

Beiträge: 2 531

Wohnort: Bei Aachen

Schiffsname: Valentine

Bootstyp: Contest 29

Heimathafen: Workum

Rufzeichen: DD3342

  • Nachricht senden

10

Sonntag, 25. Februar 2018, 06:42

Nicht schon wieder! Allmählich nicht mehr witzig. Man sollte diese Scheißzossen mit ihren irren Konstruktionsmerkmalen verbieten. Tragisch, dass dieser Designunfug nach wie vor die Yachtszene befeuert und sich die neuen Yachtentwürfe genau daran ausrichten! Mittlerweile passiert soviel in dieser Hinsicht, dass man Segler, die sich mit diesen Dingern auf den Weg machen, nur noch bedingt bedauern kann. Dieselben Leute hatten sich i.d.R. in der Vergangenheit mit Häme und Spott über die Eigner klassischer Yachten lustig gemacht und sie dem Mittelalter zugeordnet.

Kielverluste sind absolut tragisch, weil sie sehr oft mit Menschenleben bezahlt werden. Den Zusammenhang den du beschreibst, kann ich jedoch nicht erkennen. Das Schiff ist 20+ Jahre alt. Ob und wie es gepflegt wurde ist unbekannt, ebenso ob ein Hindernis getroffen wurde. Aus solch einer dünnen Informationslage diesen Stuss den du da schreibst abzuleiten ist faktenbefreiter Populismus.

Gegenbeispiel: Unlängst ist auf den Bahamas ein Langkieler gestrandet, weil er sich aufgrund schlechter Segeleigenschaften nach Maschinenschaden nicht von den Leeküste freikreuzen konnte. Und jetzt? Langkieler verbieten?

Bitte etwas mehr Übersicht und etwas weniger Meinung bei so einer dürftigen Faktenlage.

Übrigens: Bei den Wohnschiffen aus der Großserie, wo der Kostendruck am größten ist, weiß ich von keinem Kielverlust. Bav Match war ein Cruiser Racer, Cheeki ebenso.

Danke.

Gruß

Alex
Schatz, es liegt nicht an dir, es liegt am Steg...

JürgenG

Seebär

Beiträge: 1 137

Wohnort: Kiel

Schiffsname: Skrållan

Bootstyp: Lady Helmsman II

Heimathafen: Kiel

  • Nachricht senden

11

Sonntag, 25. Februar 2018, 09:30

Und täglich grüßt das Murmeltier. Das gab´s hier doch schon öfter: Ein tragisches Unglück wird berichtet. Es gibt, in diesem Fall außer der Nachricht eines Kielverlustes, keine belastbaren Informationen und sofort haut irgendwer seine ziemlich unreflektierte Meinung raus. Geht´s noch? Wie wäre es mal mit Nachdenken vor dem Schreiben? Ohne Kenntnis irgendwelcher Fakten ist dieses Unglück sicher keine Grundlage für eine sachliche Diskussion.

Grüße Jürgen

88markus88

Salzbuckel

Beiträge: 2 870

Wohnort: Frankfurt

Schiffsname: Aquileia

Bootstyp: Sailart 24

Heimathafen: Edersee

  • Nachricht senden

12

Sonntag, 25. Februar 2018, 09:37

Kielverluste scheinen in letzter Zeit ja wirklich häufiger vorzukommen. Wenn man die Ursachen, soweit bekannt, ansieht scheinen Konstruktionsfehler (Oyster) eine eher seltene Ursache zu sein.

Der größere Rest sind meist Cruiser-Racer, etwas älter, und stark belastet, oft mit Grundberührungen und Reparaturen im Kielbereich.
Daraus könnte man schließen
- Cruiser-Racer mit angeflanschten, langen und schmalen Kielen sind stärker gefährdet, mit geringerem Sicherheitsfaktor
- Prüfung nach Grundberührung ist nur sehr schwer möglich
- Reparaturen sind schwierig und werden manchmal nicht sachgerecht durchgeführt
Für mich sieht das schon etwas danach aus, dass man mit einem Cruiser - Racer weniger sicher fährt...

13

Sonntag, 25. Februar 2018, 09:54

Gab es eigentlich bei Aluminiumsegelbooten überhaupt jemals einen Kielverlust ? ..
„Unwissenheit erzeugt viel häufiger Selbstvertrauen als Wissen“,

Segelalex

Salzbuckel

Beiträge: 2 531

Wohnort: Bei Aachen

Schiffsname: Valentine

Bootstyp: Contest 29

Heimathafen: Workum

Rufzeichen: DD3342

  • Nachricht senden

14

Sonntag, 25. Februar 2018, 10:02

Für mich sieht das schon etwas danach aus, dass man mit einem Cruiser - Racer weniger sicher fährt...

Es gibt keinen Anhaltspunkt, der das belegt. Bei Cheeki war eine fehlerhafte Reparatur die Ursache, bei Oyster ein Konstruktions/Fertigungsfehler, bei Frans Maas weiß man es noch nicht, dito bei der Comet.

Deine Schlussfogerung ist daher nicht zulässig.

Der einzige Punkt, den ich erkennen kann ist, dass Cruiser Racer eher mal hart rangenommen werden und mithin eher in Situationen kommen, in denen fehlerhafte Reparaturen bestraft werden. Das hat aber nichts mit Konstruktion oder Fertigung zu tun, da bei allen bekannten untersuchten Fällen Vorschäden bekannt sind, die dann bei intensiver Nutzung zum Kielverlust geführt haben. Liegt kein Vorschaden vor, belegen die vielen tausend Sportboote die ohne Probleme rumfahren, dass sowohl Konstruktion als auch Herstellung offenbar funktionieren.

Gruß

Alex
Schatz, es liegt nicht an dir, es liegt am Steg...

15

Sonntag, 25. Februar 2018, 11:57

Fehlt doch jetzt nur noch jemand, der auf das Folkeboot verweist, welches vor 2 Jahren auch seinen Kiel (bzw. den Bleianteil) wegen der durchgerosteten Schrauben verlor.

Persönlich glaube ich ja immer noch, dass es sich letztlich um ein Konstruktionsproblem handelt. Ja. schon klar, dass zum Bauzeitpunkt das Prinzip funktioniert. Nur sind Schiffe ... noch dazu 30 Jahr alte ... weder was die Bautoleranzen, die Zulassung, die Wartung noch den Unterhalt oder die Ausbildung der damit beauftragten Personen angeht, in irgendeiner Weise mit (Verkehrs-) Flugzeugen vergleichbar.

Zudem bewegen wir uns bei der Diskussion letztlich immer zwischen den Eignern, die sich ihre Neubauboote schönreden und den Nostalgikern, die endlich mal wieder Morgenluft für ihre Langkieler schnuppern (allen voran Bruk ;) ) und damit auch nix anderes machen.

In den 60ern hätten sich vermutlich die Eigner an dem Kopf gefasst, wenn jemand eine Kielkonstruktion z.B. in Schweden auf den Markt geworfen hätte, die beim ersten Bumpserer in den damals eben noch nicht so gut vermessenen Schären in die Werft gemusst hätte, bzw. gleich ganz den Kiel verloren hätte. Und heute, wird daraus ein zum Teil tödliches Staatsdrama. Und das ganze bei nem Freizeitprodukt für Wochenendsegler mit Familie, die ihren "Billigheimer" zwar oben mit 10 Jahre altem Dacron befeuern, am Kielstumpf aber auf jedes überflüssige Gramm stützende Struktur verzichten. ;(

Also wird die Diskussion genau so enden, wie alle vorher. :D

VG


"If you want to keep a secret, put it in the sailing instructions."
(Unbekannt)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »TrampMuc« (25. Februar 2018, 12:08)


pf

SF-Schiffsbarde

Beiträge: 4 860

Schiffsname: Boundless

Bootstyp: Deltania 27 (Viko 27DS, Navikom Werft PL)

Heimathafen: Lemmer, de Brekken

  • Nachricht senden

16

Sonntag, 25. Februar 2018, 12:03

Wie tragisch... Da kann man nur Mitleid ausdrücken, denn die Segler, die es getroffenen hat, konnten mit Sicherheit nichts für Ihr Unglück. Es hält einem vor Augen, dass Segeln immer latentes Risiko beinhaltet.

Im Endeffekt wird man sich fragen müssen, ob es Techniken gibt, mit denen die Struktur von Kunststoffsegelrümpfen bezahlbar kontrolliert werden kann. Wie man bei Häusern mit Infrarotkameras Wärmeleckagen prüfen kann, oder mit Ultraschall in anderen Gebieten. Reine Sichtkontrolle dürfte in vielen Fällen ja unzureichend sein. Wo die Belastung des Kiels in die Struktur des Rumpfes eingeleitet wird, müsste messbar sein, ob hier Haarrisse o.ä., die von innen per Sichtkontrolle nicht entdeckbar sind, durch andere Technik gesehen werden können.

Nicht auf den aktuellen Fall bezogen, bei dem man ja nicht weiß, ob hier vielleicht ein Unterwassergegenstand den Schaden verursacht hat.
...und nur wer wagt, gewinnt das Leben...

Peter


www.sy-boundless.net

Segelalex

Salzbuckel

Beiträge: 2 531

Wohnort: Bei Aachen

Schiffsname: Valentine

Bootstyp: Contest 29

Heimathafen: Workum

Rufzeichen: DD3342

  • Nachricht senden

17

Sonntag, 25. Februar 2018, 12:10

Persönlich glaube ich ja immer noch, dass es sich letztlich um ein Konstruktionsproblem handelt. Ja. schon klar, dass zum Bauzeitpunkt das Prinzip funktioniert. Nur sind Schiffe ... noch dazu 30 Jahr alte ... weder was die Bautoleranzen, die Zulassung, die Wartung noch den Unterhalt oder die Ausbildung der damit beauftragten Personen angeht, in irgendeiner Weise mit (Verkehrs-) Flugzeugen zu vergleichen.

Damit sind wir beim TÜV für Boote. Aber bitte: Bitte nicht!

Frage nur: Wie sieht man dem Teil an, ob es ein Problem hat? Kielbolzen wie Verstagung regelmäßig tauschen? Dem Vernehmen nach hat Frans Maas genau das im Winter vor seinem Unfall machen lassen. Mithin war vielleicht sogar genau DAS die Ursache...

Übrigens: Bolzen hin oder her: Mit dem richtigen Epoxy, so sagt es Von der Linden, braucht man gar keine Kielbolzen...Mit einer ordentlichen Flanschfläche lassen sich die Kräfte ganz locker kleben, die Bolzen sind dann eher eine Montagehilfe.

Gruß

Alex
Schatz, es liegt nicht an dir, es liegt am Steg...

Rüm Hart

Motorsegler-Versäger

Beiträge: 6 568

Wohnort: Emsland

Schiffsname: Rüm Hart

Bootstyp: Sirius 310 DS

Heimathafen: Warns, Stormvogel

Rufzeichen: DG3578

MMSI: 211545290

  • Nachricht senden

18

Sonntag, 25. Februar 2018, 12:17

Kielverluste scheinen in letzter Zeit ja wirklich häufiger vorzukommen.

Kann sein. Aber manchmal habe ich ganz allgemein und unabhängig von diesem tragischen Fall auch den Verdacht, dass es da unvermeidliche Berichterstattungsmechaniken gibt. Das Thema ist grad heiß, weil es ein oder zweimal in jüngerer Zeit vorgekommen ist, also wird auch über den/die nächsten berichtet, über den/die ansonsten höchstens regional beschränkt berichtet würde.

Und die digitale Verbreitung solcher Infos sind heute natürlich auch geradezu rasant und global umfassend.

Gruß, Manfred
Rüm Hart Blog: KLICK
Kolumne für segeln: KLACK
Sirius Forum: KLONG

Beiträge: 2 049

Wohnort: Essen-Cuxhaven-Den Oever

Bootstyp: Katamaran

Heimathafen: NL / Den Oever

  • Nachricht senden

19

Sonntag, 25. Februar 2018, 12:28


.................. Nur sind Schiffe ... noch dazu 30 Jahr alte ... weder was die Bautoleranzen, die Zulassung, die Wartung noch den Unterhalt oder die Ausbildung der damit beauftragten Personen angeht, in irgendeiner Weise mit (Verkehrs-) Flugzeugen zu vergleichen.


Genau das wollte ich zum Ausdruck bringen.
Es ist nicht die Konstruktion des Kurzkieler als solche.......WÜRDE die gleiche Sorgfalt bei Bau und Betrieb wie beim Flieger angewendet, gäbe es solche Fälle wohl kaum.

Für alles gibt es ja zahlreiche Vorschriften, Regeln, Prüfvorschriften vom Auto, über Hausbauten, Aufzüge, Krananlagen, Sessellifte, Campingkocher bis hin zur dokumentierten Kühlthekentemperatur einer Fischbude.
Bei solchen Gerätschaften wie Yachten darf jeder rumdesignen und anschließend wird sowas von den Eignern nur noch runtergeritten.

Nicht falsch verstehen, ich persönlich brauch nicht noch ein Regelwerk, nur man darf sich eben im Yachtsektor auch über nix wundern.
Gruß

Martin

Der Segler mit Zeit hat immer den richtigen Wind :)

holztoeter

Proviantmeister

Beiträge: 312

Schiffsname: withe ghost

Bootstyp: Rommel Sportster

  • Nachricht senden

20

Sonntag, 25. Februar 2018, 12:40

Tragisch allemal und die hinterbliebenen und Beteiligten haben mein vollstes Mitgefühl. Aber dem Segeln hier ein höheres Restrisiko zuzuschreiben ist mE Quatsch. Das Leben an sich ist lebensgefährlich. Fahrradfahren, Fallschirmspringen, Fliegen und selbst das selbstverständliche Autofahren birgt Gefahren. Und die meisten Unfälle geschehen zu Hause. Ich möchte das nicht klein reden aber da bricht im Jahr mal ein bis zwei Kiele ab und es kommen beim Segeln global 100 Menschen im Jahr um aber die Verkehrstoten, nur in Deutschland, sind schon Routine. Wer weiß denn schon wieviel Reifenplatzer tödlich enden.
Man kann über alles mit mir reden nur Kritik vertrage ich nicht.

Counter:

Gezählt seit: 4. Februar 2014, 08:39, nur eingeloggte Mitglieder
 Zugriffe:   Hits heute: 1 350   Hits gestern: 1 623   Hits Tagesrekord: 5 297   Hits gesamt: 3 686 878   Hits pro Tag: 2 343,25 
 Seitenaufrufe:   Klicks heute: 9 016   Klicks gestern: 9 680   Klicks Tagesrekord: 154 353   Klicks gesamt: 30 415 257   Klicks pro Tag: 19 330,85 

Kontrollzentrum

Helvetia