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  • »Robert M« ist der Autor dieses Themas

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1

Sonntag, 18. März 2018, 19:21

Erfahrungen mit Wind-iSUP?

Moin,
dass Windsurfen und Yachtsegeln nicht so einfach kombinierbar sind hatten wir ja schon kürzlich thematisiert.
Legt man die Latte etwas niedriger und will nicht an den schönsten Wavespots rund um den Erdball gewaltige Wellen abreiten, sondern in heimischen Gefilden auch mal windsurfen, wenn man mit dem eigenen Segelboot unterwegs ist, so bleibt immer noch das Stauproblem.
Nun tut sich auf dem Gebiet der aufblasbaren Stad-up-Paddelbretter (iSUP) allerhand. Seit einigen Jahren gibt es diese Badeplattformen auch mit der Option, ein Windsurfrigg zu montieren, und man hat ein aufblasbares Windsurfbrett - soweit zumindest die Theorie.
Aber wie fährt sich so ein Gerät? Allein schon die Volumina von teilweise über 300 l lassen da Bedenken aufkommen, dazu die Steifigkeit eines Schlauchbootes und die runden Kanten. Das klingt alles nicht gerade nach Fahrvergnügen. (|
Nun gibt es aber mittlerweile schon Wind-iSUPs mit scharfen Rails, und die Hersteller behaupten, dass sie auch in punkto Steifigkeit gewaltige Fortschritte gemacht hätten. Da komme ich dann ins Grübeln: das Stauproblem ist gelöst, weil das aufblasbare Brett in eine Art Kofferrucksack passt, und ein Surfrigg bekomme ich noch gestaut.
Also: Was meint Ihr? Hat jemand damit schon Erfahrungen gemacht?
Gruß
Robert

Edit: Hier noch zwei Links zu Herstellern solcher aufblasbarer Boards
Fanatic
JP Australia

Wer sich unter der Sache nichts vorstellen kann möge mal bei Youtube den Suchbegriff "Wind iSUP" eingeben.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Robert M« (18. März 2018, 19:41) aus folgendem Grund: Links ergänzt


oschivel

Leichtmatrose

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2

Mittwoch, 19. September 2018, 13:07

meine Frau hat zum 50sten ein Oxbow WiSup mit scharfer Gummilippe mit 5 qm Mistral Faltrigg bekommen. Beim ersten Test am Edersee ist sie ganz schön abgegangen. ausgiebig wird es jetzt in den Herbstferien auf Elba getestet.
Das Board wird mit 1 Bar aufgepumpt und ist dann auch ziemlich fest; ein wenig Twist hat es allerdings, aber Gleitfahrt kein Problem
Oliver

nixxe

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3

Mittwoch, 19. September 2018, 13:59

Grausam.
Als Windsurfer wird man nie zufrieden sein, das Ding ist nur ein Leichtwindspielzeug für Glattwasser.

Ich finde selbst I-Sup schlecht. Zum einen halten die gar nicht wirklich lange (Baumarkt: 2 Jahre, Marke: bis zu 10.). Die Stringer drinnen sind nicht für ewig gebaut, die Pelle auch nicht. Zudem zu schwer alle. Ewiges Gepumpe und Zusammengestaue ist auch suboptimal. Nicht SUPoptimal. Die Erfahrung zeigt; pumpen ist nervig und anstrengend, gerade beim letzten, heißen Sommer. Hat mich früher schon beim Schlauchi gestört. Und im Winter müssen die Dinger auch aufgepumpt gelagert werden (nicht mit 15 PSI, aber doch 7-8). In meinen Augen: zuviel Kunststoffmüll.

Ich habe deshalb ein Hardboard. Das hält Jahrzehnte, wie meine Wundsurfboards. Es ist aus Holz und Glas. Ich lasche es an die Reling, ich kann es überall und jeden Abend nutzen, tragen oder aufs / ins Auto werfen. Im Winter kann es noch eine schöne Wohnungsdeko oder ein Esstisch sein. Wenn es mal ne Macke hat - reparieren wie GfK Boot oder Windsurfer / Wellenreiter. Und: es paddelt sich um Längen besser als eine Blase. Die wird schön weich, insbesondere, wenn man schwerer ist. Ich brauche keine 300l Auftrieb.

Ein Windsurfrigg pack ich auf ein Windsurfbrett. Ich rüste meine Yacht auch nicht mit einem Schaufelradantrieb aus, wenn ich mal Tretboot fahren möchte.

Gute Marken sind im Grunde alle bekannten Windsurfmarken (starboard, JP, Naish..... oft überteuert), aber die spezialisierten SUPs kommen von Norden, Honu, Codeban.....
Dansk sejlunion

beautje

Lotse

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4

Mittwoch, 19. September 2018, 15:18

Mit dem Thema SUP bin ich im Verein ziemlich eng befasst. Wurde schon gut zusammengefasst, natürlich paddelt sich ein Hardboard besser. Es gibt aber schon neuere Boards, die bis 20 PSI gepumpt werden, insgesamt sind iSups schon recht steif - zum paddeln.
Der Haken bei den Boards mit festeren Rails: die sind vom Staumaß her auch lange nicht so komfortabel (soweit ich weiß). Wenn man aber Hardboard gegen inflateable paddelt merkt man schon - auch bei gutem Material - krasse Unterschiede. Ich möchte mir das gar nicht mit nem Surfrigg vorstellen, wenn man mehr möchte als ne Runde über den Baggersee zu drehen.
Ich selber paddle für mich zum Training ein 14' Carbon-Raceboard. Im Urlaub auf dem Boot habe ich ein 11' Inflateable und ein 9' inflateable für die Kids oder die Welle.
Die Kombination mit dem Surfrigg habe ich noch nie probiert, aber ich glaube nicht daran, dass es gut funktioniert.
Für mich persönlich ist Windsurfen dann die Alternative, wennn es zum Segeln zu sehr pfeift, und dann möchte ich nicht auf dem Schlauch stehen...

spliss

Hafensänger

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5

Mittwoch, 19. September 2018, 17:28

real men dont use inflateable toys. :D

Aus den Aufpump-Dingern kann man nicht mal ne Gartenbank basteln, beim Anschrauben der Beine geht die Luft raus.....

Von einer Bav47 aus war ich auf offenem Wasser windsurfen: aufriggen, alles über bord , hinterherspringen. Einsammeln / abriggen geht in Fahrt perfekt mit Gummiboot und oder Badeklappe.

Steinschwere SUPs ins Gleiten zu bringen ist doch Teilnehmer-Quälerei.

Aber jeder, wie er mag.

hang loose, spliss

(Serverne Sails, HotSails Maui, RRD boards)
Holt groß das Dicht !
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columbus488

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6

Donnerstag, 20. September 2018, 07:19

real men dont use inflateable toys.

wie auch immer.... :rofl2:
"...Alexa... wie ist der Verkehr heute?"
"Du hast keinen..."
:traurig1:

Oyibo

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7

Donnerstag, 20. September 2018, 07:43

https://vimeo.com/177351795

Lässt man die Superlative in der Darstellung weg, kann ich die Aussagen bestätigen. Höhelaufen ist keine Stärke, Halsen durchzugleiten schwieriger als mit einem vergleichbaren konventionellen Brett, aber es ging - auch nach meiner jahrelangen Abstinenz. Ansonsten hat es Spaß gemacht und raumschots konnte ich keine Nachteile gegenüber einem konventionellen Brett feststellen. Brett und Rigg passen jeweils in einen Rucksack. Aus meiner Sicht keine hundertprozentige Alternative, aber doch schon ziemlich nah dran. Ich habe den Kauf nicht bereut. Für "ab und an" aus meiner Sicht ein sehr guter Kompromiss. Zu anderen Produkten kann ich nichts sagen.

oschivel

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8

Donnerstag, 20. September 2018, 23:17

das ist lässig, das RRD kaufe ich mir! das Oxbow von meiner Frau hat die gleichen Rails hinten wie das RRD, das funktioniert gut.
Geil, wenn man das ganze Zeug hinten in den T-Reg schmeissen kann und kein Dachgerödel braucht. Kaputt, reparieren? drauf gesch... kauf ich halt nen neues und hab aktuelles Material.
Nen jahrzehnte altes Windsurfboard, nee danke

edit: gibt auch leute, die fahren noch mit nem Euro 4/5 diesel rum, ganz blöd hier in Frankfurt...
Oliver

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9

Freitag, 11. Januar 2019, 09:54

Lassen wir die Wind-Option weg...

Moin,
ich grabe den Thraed nochmal aus, weil mich das Thema Beiboot weiter umtreibt. Als ich diesen Thread gestartet habe war ich wohl der "Wollmilchsau-Versuchung" erlegen. Also, zum Windsurfen nehme ich ein festes Brett, die sind viel steifer als das, was ich in den Videos (danke dafür) gesehen habe.
Bleibt also die Funktion des iSUP als Beiboot. Dazu folgender Gedanke: Wir haben ein Bombard AX2 mit Hochdruckboden. Das ist vermutlich der ideale Kompromiss, wenn man ein motorisiertes Beiboot mit kleinem Packmaß sucht. Wir wollen aber rudern/paddeln, und dafür braucht man den schweren und sperrigen Spiegel nicht. Nun könnte man über
- ein aufblasbares Paddelboot nachdenken oder
- zwei aufblasbare Stand-UP-Paddelboards ins Auge fassen.
Das Thema hat es hier ja schon häufiger gegeben, aber die Suche nach SUP scheitert wohl daran, dass SUP einen Buchstaben zu wenig hat (oder stelle ich mich zu doof an?).

Also: Wer mag von den Erfahrungen mit dem aufblasbaren Paddelboot oder dem iSUP als Yacht-Beiboot berichten?

Gruß
Robert

10

Freitag, 11. Januar 2019, 12:19

Wer mag von den Erfahrungen mit dem aufblasbaren Paddelboot [...] als Yacht-Beiboot berichten?

Ein Gumotex Palawa: Quasi baugleich der Grabner XR. Schnell auf- und abzubauen. Aubau 8 bis 10 min vom Absetzen des Packsacks bis zum ersten Paddelschlag beim Gebrauch einer 08-15 Fußpumpe. Fasst problemlos mehr Proviant als man zu Zweit tragen kann, fährt man alleine und leer mit etwa 2, zu zweit locker mit 3 kn über längere Strecken. Empfohlen für 1 bis 3 Erwachsene. Man behält einen trockenen Hintern. Bei starkem Wind alleine etwas schwerer zu steuern. Wurde als Boot für leichtes WW gekauft und kann entsprechend auch surfen. Ungeeignet, wenn man nicht Canadier fahren kann. Außer als Dinghy auch optimal zum Angeln oder für Ausflüge in flache Flussmündungen. Wenig Widerstand beim Schleppen und wenig Gieren. Aktionsradius etwa 3 Seemeilen.

Auf der Globeboot getestet und meiner Ansicht nach das einzige Schlauchkajak in dieser relativ günstigen Preisklasse, das wirklich gute Fahreigenschaften hat, der Gumotex Seqawave. Kann man alleine mit 3 kn, zu Zweit locker 4 kn über lange Strecken fahren, z.B. um mal einen Tagesausflug zu machen. Aktionsradius bis etwa 7 Seemeilen. Konkurrenz: Grabner Tramper oder Riverstar. Alle drei sind von vorrn herein auf das Paddeln mit Doppelpaddel ausgelegt und auch bei wirklich widrigen Bedingungen sicher auf Kurs zu halten.

Stehen kann man wegen dem Luftboden nicht sehr gut. Im Palawa bzw XR noch eher. Wenn man ein extremer Grobmotoriker ist, könnte man sie als kipplig empfinden, sie sind aber nur mit Mühe umzuschmeißen. Qualitativ, sowohl vom Material als auch im Gebrauch, sind alle 5 genannten top. Gumotex kommt aus der Tschechei, ist selber Hersteller des Materials für die Außenhäute und dadurch spürbar preisgünstiger. Grabner (Österreich) kauft das sehr gute Material für die Außenhäute selbst teuer ein. Grabner hat nicht nur für den überdruckempfindlichen Boden ein Sicherheitsventil, sondern auch für die Seitenschläuche. Schwarz wäre im MM natürlich nicht so toll.

Prinzipiell sind Schlauchkanus/-Kajaks windempfindlicher als die Feststoff-Kollegen. Das sollte man wissen, sich aber keinen allzu großen Schrecken davon einjagen lasssen. Bei 4 bis 5 Bft. kann man einen Riverstar zwar nicht schnell aber doch sicher übers Meer bewegen und mit einem Ruderschlauchboot wird man da auch keine Rekorde aufstellen. Garnicht gut wären Badeboote, auch Badeboote wie die von Sevylor. Wenn man sie aufpumpt werden sie nicht fest, sondern nur irgendwann größer. Die weichen Würste sind zwar bequem, aber aus wassersportlicher Sicht mehr Poolsessel als Kanus.

Chris

beautje

Lotse

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11

Freitag, 11. Januar 2019, 14:41

Bin überzeugter SUPer, aber ich sehe es an Bord eher als Freizeitspaß und Ausgleichssport, weniger als Beiboot.
Mit einem Beiboot möchte man ja mitsamt Crew und ev. Gepäck/Proviant trockenen Fußes an Land und zurück kommen. Das geht mit dem SUP (ob hart oder inflateable) doch nur sehr eingeschränkt oder gar nicht.
Wenn man das vorhat, braucht man ein Board pro Nase und wasserfeste Stautaschen. Dann auch auf entsprechende Befestigungsmöglichkeiten auf den Boards achten.

Als Dinghy würde ich lieber ein Dinghy nehmen, ich persönlich brauche aber bislang keins.

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