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  • »Mark Twain« ist der Autor dieses Themas

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1

Freitag, 20. April 2018, 12:13

Feuchtigkeit in Kajüte

Moin,
ein Kollege von mir hat auf seinem Jollenkreuzer Probleme mit der Feuchtigkeit innerhalb seiner Kajüte.
Im klaren: man merkt es in der Luft die man atmet, dass zuviel Nässe in der Luft ist. Mit einem Hygrometer hat er schwankend, teilweise bis 80% Luftfeuchte gemessen.
Am Wochenende wollte er mich eigentlich mitnehmen auf ne Tour.

Meine Frage für Ihn sozusagen: kann man pauschal sagen, woran die höhere Luftfeuchte liegen kann? Oder besser, was man dagegen machen kann? Er wollte sich schon diese komischen Beutelchen kaufen, aber das bringt meiner Meinung nach nichts.
Hat irgendwer damit schon feuchte Erfahrung gesammelt :D ?

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2

Freitag, 20. April 2018, 12:15

Holz- oder Gfkboot?
Gruß, Jörg!

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3

Freitag, 20. April 2018, 12:23

Das aller wichtigste ist gute Durchlüftung.

Ich habe wenig Luftfeuchte im ganzen Vorschiff welches immer gut durchlüftet ist. Jetzt habe ich aber letztes Wochenende mal meinen ganzen scheiß aus der Achterkabine rausgeräumt die ich auch nicht extra beheizt habe. Die Handtücher waren fast Klatschnass, eine Pfütze hat sich zwischen Tüte und Tauchjacket gebildet und in der Bilge unter der Kabine waren auch 2 Liter Wasser. War ein bisschen überrascht aber hatte auch die Tür immer zu.

Gerade bei diesen Temperaturschwankungen denke ich kann da schonmal alles klamm werden.

Luken auf reicht aber alleine auch nicht um die Sitzpolster wieder trocken zu bekommen, die könnte man mal raushängen für ein Stündchen.

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4

Freitag, 20. April 2018, 12:46

Meine Erfahrung ist:

Bei Anwesenheit gut lüften, wenn`s Boot alleine in der Marina liegt mache ich die Lüftung zu und stelle Luftfeuchtigkeitsabsorber auf. Die sind dann nach 2-3 Wochen etwas gefüllt, das Boot riecht aber "trocken".
Der (See)-Weg ist das Ziel!

Mac

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5

Freitag, 20. April 2018, 12:48

Passiert, wenn sich tagsüber die Luft erwärmt und dann mehr Feuchtigkeit
aufnehmen kann. Die feuchte Luft steht dann Boot und abends, wenn es kühler wird, kommt's zur Kondensation.

Da hilft nur lüften, lüften lüften. Oder nen Entfeuchter rein, entweder diese Salzdinger oder einen elektrischen, zb von MEACO .
Moin aus Köln

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  • »Mark Twain« ist der Autor dieses Themas

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6

Freitag, 20. April 2018, 12:49

Holz- oder Gfkboot?
Holz

@Segelfuchs: Reichen denn die Absorber wirklich aus? Bisschen im Netz geguckt und dass soll eher für Gläubige sein, die an die Wirkung glauben 8o


- gut lüften bedeutet im Zweifel?: Seiner Meinung nach lüftet er gut, aber die Feuchte verschwindet nicht. Kann es vielleicht irgendeinen anderen Grund haben? irgendwelche Mikro mikro Risse die man noch nicht lokalisiert hat zum Beispiel?

Spi40

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7

Freitag, 20. April 2018, 13:11

Ist wohl ein generelles Problem.
Gute Lüftung wurde schon angesprochen.
Heißt aber auch, dass tags über wärmere Luft (enthält mehr Feuchtigkeit) ins Boot gelangt. Diese kühlt sich nachts wieder ab und da kalte Luft nicht so viel Feuchtigkeit binden kann, setzt sich diese Feuchte überall ab. Einige Ausrüstungsgegenstände wie Polster oder Sachen saugen diese Feuchtigkeit regelrecht auf, geben diese aber nur langsam wieder ab.
Hinzu kommt, dass das Boot naturgemäß im Wasser liegt und da das Wasser meist kälter wie die Umgebungsluft ist bildet sich am kälteren Unterwasserschiff Kondensat.

Holz ist in der Lage Feuchtigkeit aufzunehmen und wieder abzugeben.
Ich habe, wenn ich das Boot verlasse diese Entfeuchtersets im Boot zu stehen. Ein großes und ein kleines. Ansonsten wenn man zum Boot kommt gut heizen und dabei für Luftzirkulation sorgen, dass die feuchtere warme Luft entweichen kann und kältere nicht so feuchte Luft nachzirkulieren kann.
Bei meinem Boot habe ich eine Lamellentür nach außen, somit keine vollständig geschlossene Kabine und das Deckaufbaufenster ist im Hafen auch immer etwas geöffnet.
Gruß Torsten

kis
keep it simple

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8

Freitag, 20. April 2018, 13:26

Jollenkreuzer aus Holz, womöglich noch ein Leistenbau. Da ist Feuchtigkeit zu Beginn der Saison wohl normal. Schließlich nimmt das Boot nach dem wassern ja noch ordentlich Wasser über, bis es dichtgequollen ist. Bei uns am Steg, liegen die Holzjollis erstmal leer, Polster usw. kommen erst später bei Bedarf an Bord.
Gruß, Jörg!

dolphin24

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9

Freitag, 20. April 2018, 13:33

Ganz grundsätzlich:
Wenn chemische Luftentfeuchter eingesetzt werden, dann sollte die Kajüte hermetisch dicht sein. Es darf so gut wie kein - 100% ist aber unrealistisch- Luftaustausch mit der Außenluft stattfinden. Ich öffne alle Schnaps, Scublagen etc. Und stelle alle Polster so auf dass sie sich möglichst nicht berühren.
Dann stelle ich drei große Entfeuchterbehälter auf. Diese reichen normalerweise für eine
dreifach so große Räumlichkeit.
Das Salz reicht gerade so für die Winterlagerzeit. 3 - 4 Liter Wasser sammeln sich an.
Ergebnis: Kein Schimmel, keine Stockflecken, kein Wasser nirgendwo, einfach nichts.

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Olaf_P32

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10

Freitag, 20. April 2018, 13:47

Wenn er einen Holzjolli hat, dann hat er doch mit Sicherheit auch eine Persenning, die über das Boot schützen soll wenn nicht gesegelt wird. Wenn man dass Boot nach dem Segeln verlässt dann ganz einfach das Steckschott zur Kajüte nicht einsetzen. Die Persenning ist luftdurchlässig genug das auch in der Woche genügend gelüftet wird. Das mache ich seit fast 20 Jahren so. Feuchtigkeitsprobleme habe ich auf meinem Jolli nicht.
Ein Leben ohne Boot ist möglich, aber ist es auch lebenswert ?
:wickie:

  • »Mark Twain« ist der Autor dieses Themas

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11

Freitag, 20. April 2018, 13:47

Alles klar, vielen Dank soweit schonmal, werde es ihm ausrichten :)

12

Freitag, 20. April 2018, 14:09

Holz-Jollenkreuzer?

Ist die Bilge trocken? Wenn nicht, kein Wunder.

Gruß
Andreas

Beiträge: 11

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13

Donnerstag, 26. April 2018, 16:03


Zitat

[url='https://www.segeln-forum.de/index.php?page=User&userID=25496']@Segelfuchs:[/url] Reichen denn die Absorber wirklich aus? Bisschen im Netz geguckt und dass soll eher für Gläubige sein, die an die Wirkung glauben8o
Die günstigen Feuchtigkeitsabsorber vom Discounter (mehrmals im Jahr angeboten) erfüllen auf jeden Fall ihren Zweck und haben mein Boot trocken und geruchsneutral gehalten.
Der (See)-Weg ist das Ziel!

14

Donnerstag, 26. April 2018, 16:44

Im Kajütschott einen 12 V-Lüfter einbauen und ihn über eine Solarzelle betreiben. So verkabeln, dass die Luft abgesaugt wird und eine kleine Öffnung am anderen Ende der Kajüte offen lassen. So wird ein Luftstrom erzeugt der die Feuchtigkeit beseitigt. Im Winter habe ich in der Kajüte 5 x Feuchtigkeitssammler mit Granulat verteilt. Da kommen über den Winter bis zu fünf Liter zusammen.

grauwal

Kapitän

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15

Donnerstag, 26. April 2018, 18:25

Die Bilge muss trocken sein (!)
Nachts ist sehr oft das Wasser wärmer als die Luft. Das Wasser in der Bilge verdunstet in hohem Maß und kondensiert an den kalten Gegenständen im Bootsinneren. Ist die Bilge nicht absolut trocken, muss man erheblich Klimmzüge zur Luftentfeuchtung machen.
Bei Holzbooten ist die trockene Bilge eine Herausforderung, keine Ahnung wie man ohne sie die Bude trocken bekommt.

Wie schon angesprochen, eine ständige Lüftung (Zwangslüftung, der Querschnitt muss nicht groß sein) ist zwingend.

Gruß Franz
halber Wind reicht völlig

segler66

Seebär

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16

Donnerstag, 26. April 2018, 22:34

Bei meiner damaligen Waarship hatte ich einen Solarlüfter vorne montiert, welches abgesaugt hat. Zusätzlich habe ich bei Abwesenheit unter Deck dort ein Flexibles Lüfterrohr aufgesteckt, welche ich bis zur Bugspitze geführt habe. So ging der "Luftzug" von der Schottbelüftung bis zur Bugspitze unter Deck.
Heute werden die Boote von Designern am PC gestylt, früher von Seglern/Bootsbauern konstruiert !!
https://www.youtube.com/watch?v=qtsr6_GYV1w

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