Sie sind nicht angemeldet.

Werbung

Boote kaufen

Windstärken

Windstärkentabelle

Meeresfee

Salzbuckel

Beiträge: 3 510

Schiffsname: Gute Fee

Bootstyp: Winner 9.50

Heimathafen: Heiligenhafen

Rufzeichen: Tel.nummer

  • Nachricht senden

221

Freitag, 27. April 2018, 18:24

Man muss sich nur mal klar machen, was Bavaria konnte. Die haben ein knapp 10 m langes Familienboot für 100 tsd. mit Extras echt segelfertig produziert, und dieses Boot war haltbar, hatte ordentliche Markenware an Deck, eine komplette Einrichtung, die sogar optisch überzeugen konnte, und man konnte damit segeln. Und gut und gerne ohne Probleme einige Wochen Urlaub drauf verleben. Das ist nicht wenig, was diese Brot und Butterwerft aus Nordbayern für unser Hobby geleistet hat.
Ja, ich hab selbst nie eine besessen, aber über sie die Nase gerümpft, das sicher auch nicht. Ich hab mal mit einem nicht ganz armen Segler aus Hessen geredet, der wegen Image und so zunächst eine X hatte. Alles gut, aber eng und klein und wenn man aus Hessen ist und zum Boot fährt an die Ostsee, will man schon etwas Fewokomfort. Kurzerhand versilberte er die kleine X und kaufte fürs gleiche Geld ne grosse neue Bavaria, und Frau und er waren glücklich. Passte so. Carsten

dolphin24

Offizier

Beiträge: 329

Wohnort: Hannover

Bootstyp: Jolle (Vaurien); HR 352

Heimathafen: zuhause und Flensburger Förde

  • Nachricht senden

222

Freitag, 27. April 2018, 18:37

Der Umsatz Einbruch nach der Modell- Veränderung von nach "Schiff aussehen" zu schwimmenden Gartenlaube


War das tatsächlich so? Was war Ursache, was Wirkung? (Ich hatte gedacht, dass B auf Marktentwicklungen REagiert hätte.)
Bavaria hat auf die Marktentwicklungen und den sich veränderten Bedürfnissen reagiert. Das ist unbestreitbar.
Der Chartermarkt, worauf das Hauptaugenmerk von Bavaria in den letzten 25 Jahren lag, hat genau diese Boote verlangt.
Also in eher warmen Gefilden, bei eher recht moderaten Bedingungen, von Hafen zu Hafen bzw. Ankerboje zu schippern und dabei für 14 Tage Ferienwohnungskomfort haben.

223

Freitag, 27. April 2018, 20:17

Der extreme Markteinbruch nach 2008 war und ist schon schwer zu verdauen.
Es sollte jeder einmal in seine eigene Firma bzw. die seines Arbeitgebers hineinhorchen - wie stünde die Firma mit 1/3 des Umsatzes da?
Was wäre mit den Arbeitsplätzen und mit den Verbindlichkeiten, die in Erwartung eines gleichbleibenden oder steigenden Marktes eingegangen wurden?

Wenn dann noch so ein Finanzinvestor on top kommt - dann wird es schon extrem schwer.
Jan

Painkillerin

Leichtmatrosin

Beiträge: 34

Schiffsname: Jule

Bootstyp: Bavaria Cruiser 32

Heimathafen: Monnickendam

Rufzeichen: DK6158

  • Nachricht senden

224

Mittwoch, 16. Mai 2018, 13:40

Unabhängig von all dem, was bisher gesagt wurde und was sicher auch stimmt. Gefühlt tuts mir echt leid. Ich habe Bavaria gemocht, ja bewundert, so wie zuvor auch Dehler. Das war so echt deutsch, so voller Ingenieursgeist und Kaufmannswagemut. In Franken, bei Würzburg, Segelboote bauen, das bis zur Weltspitze auszuweiten, traditionelle Schweden, Dänen und Finnen den Stinkefinger zeigen, we do it better, cheaper, smarter, Bootsbau als Industrieproduktion zu begreifen, eine Yacht als Produkt, das bezahlbar und für seinen gedachten Zweck bestens gerüstet ist, die Mikrowelle statt des Petroleumblökers, all das wird mir fehlen, all das hab ich bei Bavaria gemocht.
Es war ein in GfK laminiertes yes we can. C.


Danke!

:klatschen:
Entschuldigung, WENN ICH MICH ETWAS UNGESCHICKT ANSTELLE, ABER ich lebe zum ersten Mal.

Ähnliche Themen

Counter:

Gezählt seit: 4. Februar 2014, 08:39, nur eingeloggte Mitglieder
 Zugriffe:   Hits heute: 1 400   Hits gestern: 1 854   Hits Tagesrekord: 5 297   Hits gesamt: 3 675 631   Hits pro Tag: 2 343,75 
 Seitenaufrufe:   Klicks heute: 10 395   Klicks gestern: 12 065   Klicks Tagesrekord: 154 353   Klicks gesamt: 30 335 339   Klicks pro Tag: 19 343,19 

Kontrollzentrum

Helvetia