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Meeresfee

Salzbuckel

Beiträge: 3 886

Schiffsname: Gute Fee

Bootstyp: Winner 9.50

Heimathafen: Heiligenhafen

Rufzeichen: Tel.nummer

Im Marktplatz: 2

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221

Freitag, 27. April 2018, 18:24

Man muss sich nur mal klar machen, was Bavaria konnte. Die haben ein knapp 10 m langes Familienboot für 100 tsd. mit Extras echt segelfertig produziert, und dieses Boot war haltbar, hatte ordentliche Markenware an Deck, eine komplette Einrichtung, die sogar optisch überzeugen konnte, und man konnte damit segeln. Und gut und gerne ohne Probleme einige Wochen Urlaub drauf verleben. Das ist nicht wenig, was diese Brot und Butterwerft aus Nordbayern für unser Hobby geleistet hat.
Ja, ich hab selbst nie eine besessen, aber über sie die Nase gerümpft, das sicher auch nicht. Ich hab mal mit einem nicht ganz armen Segler aus Hessen geredet, der wegen Image und so zunächst eine X hatte. Alles gut, aber eng und klein und wenn man aus Hessen ist und zum Boot fährt an die Ostsee, will man schon etwas Fewokomfort. Kurzerhand versilberte er die kleine X und kaufte fürs gleiche Geld ne grosse neue Bavaria, und Frau und er waren glücklich. Passte so. Carsten

dolphin24

Offizier

Beiträge: 331

Wohnort: Hannover

Bootstyp: Jolle (Vaurien); HR 352

Heimathafen: zuhause und Flensburger Förde

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222

Freitag, 27. April 2018, 18:37

Der Umsatz Einbruch nach der Modell- Veränderung von nach "Schiff aussehen" zu schwimmenden Gartenlaube


War das tatsächlich so? Was war Ursache, was Wirkung? (Ich hatte gedacht, dass B auf Marktentwicklungen REagiert hätte.)
Bavaria hat auf die Marktentwicklungen und den sich veränderten Bedürfnissen reagiert. Das ist unbestreitbar.
Der Chartermarkt, worauf das Hauptaugenmerk von Bavaria in den letzten 25 Jahren lag, hat genau diese Boote verlangt.
Also in eher warmen Gefilden, bei eher recht moderaten Bedingungen, von Hafen zu Hafen bzw. Ankerboje zu schippern und dabei für 14 Tage Ferienwohnungskomfort haben.

223

Freitag, 27. April 2018, 20:17

Der extreme Markteinbruch nach 2008 war und ist schon schwer zu verdauen.
Es sollte jeder einmal in seine eigene Firma bzw. die seines Arbeitgebers hineinhorchen - wie stünde die Firma mit 1/3 des Umsatzes da?
Was wäre mit den Arbeitsplätzen und mit den Verbindlichkeiten, die in Erwartung eines gleichbleibenden oder steigenden Marktes eingegangen wurden?

Wenn dann noch so ein Finanzinvestor on top kommt - dann wird es schon extrem schwer.
Jan

Painkillerin

Leichtmatrosin

Beiträge: 34

Schiffsname: Jule

Bootstyp: Bavaria Cruiser 32

Heimathafen: Monnickendam

Rufzeichen: DK6158

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224

Mittwoch, 16. Mai 2018, 13:40

Unabhängig von all dem, was bisher gesagt wurde und was sicher auch stimmt. Gefühlt tuts mir echt leid. Ich habe Bavaria gemocht, ja bewundert, so wie zuvor auch Dehler. Das war so echt deutsch, so voller Ingenieursgeist und Kaufmannswagemut. In Franken, bei Würzburg, Segelboote bauen, das bis zur Weltspitze auszuweiten, traditionelle Schweden, Dänen und Finnen den Stinkefinger zeigen, we do it better, cheaper, smarter, Bootsbau als Industrieproduktion zu begreifen, eine Yacht als Produkt, das bezahlbar und für seinen gedachten Zweck bestens gerüstet ist, die Mikrowelle statt des Petroleumblökers, all das wird mir fehlen, all das hab ich bei Bavaria gemocht.
Es war ein in GfK laminiertes yes we can. C.


Danke!

:klatschen:
Entschuldigung, WENN ICH MICH ETWAS UNGESCHICKT ANSTELLE, ABER ich lebe zum ersten Mal.

225

Mittwoch, 23. Mai 2018, 10:14

Bavaria ist ja nicht wegen schlechter Modellpolitik oder mangelnder Qualität insolvent.
Eine Heuschrecke hat diese Werft ruiniert!
Der Betrieb läuft ja weiter, Insolvenz unter Eigenverantwortung, alle Kunden bekommen ihre Bavaria.
So schlecht sind die Vorrausetzungen für eine Neuauflage nicht!
Kein Grund für Nostalgische Betrachtungen, die Andern kochen auch nur mit Wasser!

Gruß Andreas

segler66

Seebär

Beiträge: 963

Wohnort: Leverkusen

Schiffsname: Andromeda

Bootstyp: Contest 28

Heimathafen: Stavoren De Roggebroek

Im Marktplatz: 1

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226

Mittwoch, 23. Mai 2018, 10:33

Bavaria ist ja nicht wegen schlechter Modellpolitik oder mangelnder Qualität insolvent.
Eine Heuschrecke hat diese Werft ruiniert!


Gruß Andreas



Und Dehler hat vor ein paar Jahren Etap mit in die Insolvenz gezogen....
Heute werden die Boote von Designern am PC gestylt, früher von Seglern/Bootsbauern konstruiert !!
https://www.youtube.com/watch?v=qtsr6_GYV1w

Hanser

Salzbuckel

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Schiffsname: Jacaranda

Bootstyp: Küstenkreuzer

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227

Mittwoch, 23. Mai 2018, 11:22

Eine Heuschrecke hat diese Werft ruiniert!

Kann man so sehen, man kann man es aber auch dem Ex-Eigentümer anlasten, der einen mehr als unseriös hohen Verkaufspreis haben wollte und dem seine Ex-Mitarbeiter in dem Moment scheixx-egal waren.

Man kann es aber auch locker sehen, schließlich hat der Ex-Eigentümer mit seinem unternehmerischen Geschick und Ideenreichtum anderen Leuten lang genug Lohn und Brot geboten. Und so eine Finanzkrise hätte ohnehin ohne "Heuschrecke" alles vor die Hunde gehen lassen.

Ich hätte das Geld jedenfalls auch eingesackt. Wer was anderes behauptet, dem glaub ich nicht ;)
Volker

schwattwitt

Salzbuckel

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228

Mittwoch, 23. Mai 2018, 11:32

Ich hätte das Geld auch Eingesackt. Aber ich hätte die Mitarbeiter daran partizipieren lassen. In Form von Renten, Fonds oder was auch immer steuerlich sinnvoll wäre...

Till

Lotse

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Schiffsname: Seizh Avel

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229

Mittwoch, 23. Mai 2018, 11:37

Ich hätte das Geld auch Eingesackt. Aber ich hätte die Mitarbeiter daran partizipieren lassen. In Form von Renten, Fonds oder was auch immer steuerlich sinnvoll wäre...


Aber selbstverständlich.

schwattwitt

Salzbuckel

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Bootstyp: Lanaverre 590

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230

Mittwoch, 23. Mai 2018, 11:41

Nö, selbstverständlich ist sowas leider nicht heutzutage...

kah80

Smutje

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Bootstyp: Sailart 18

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231

Donnerstag, 24. Mai 2018, 13:01

Also ich sehe den Ex-Eigentümer in keiner Art und Weise Schuldig.
Überhöhter Verkaufspreis hin oder her, keiner ist gezwungen worden das Unternehmen zu kaufen.
Der Kauf ist immer hin freiwillig passiert.
Jeder der schon mal was verkauft hat versucht den besten Preis für sich zu erzielen.
Wenn man nicht verkaufen muss / will kann man schon einen Preis nennen der abschreckt.
Dumm nur wenn es dann einer darum wirklich haben will.

So weit man mitbekommt rennt ja alles im Moment gut weiter.
Hoffe es bleibt so, da der Markt mit Bavaria sicher bereichert ist.

schwattwitt

Salzbuckel

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Bootstyp: Lanaverre 590

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232

Donnerstag, 24. Mai 2018, 13:15

Nee, wenn ich ein Unternehmen hätte und für 1000 Millionen verkaufen könnte, dann würde ich es bestimmt auch machen. Keine Frage...

Nur wenn man ein Unternehmen an sog. Investoren verkauft, weiss man auch das dort die persönliche Bindung zu langjährigen Mitarbeitern gegen null geht. Es gibt höchstens ein Interesse an ihrer Kompetenz und Arbeitskraft.
Die Feder die eine Kündigung schreibt ist bei solchen Leuten schneller gezückt, als bei einem Mittelständler der mit den Leuten auch persönlich verbunden ist.

Selbst wenn er 100 millionen an seine Mitarbeiter verteilt hätte, blieben ihm immer noch 900!!! um sich einen schönen Lebensabend auf der Terasse oder im Cockpit seiner Yacht zu machen und der Familie ein fürstliches Erbe zu hinterlassen.

Das er die Mitarbeiter aber nicht bedacht hat (zumindest ist das mein jetziger Wissensstand), find ich schon bedenklich. Es geht hier nicht um irgendwelche Schuld, sondern "nur"um anständiges Verhalten finde ich.

Segelalex

Salzbuckel

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Bootstyp: Contest 29

Heimathafen: Workum

Rufzeichen: DD3342

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233

Donnerstag, 24. Mai 2018, 13:34

elbst wenn er 100 millionen an seine Mitarbeiter verteilt hätte, blieben ihm immer noch 900!!! um sich einen schönen Lebensabend auf der Terasse oder im Cockpit seiner Yacht zu machen und der Familie ein fürstliches Erbe zu hinterlassen.

Er hat das mit Herrn Meltl geteilt. Und den Rest dann mit dem Finanzamt. So bleiben dann 250 Mio über. Warum sollte er das mit den Mitarbeitern teilen? Es stand ja in unserem Land jederzeit jedem der MA frei, das gleiche Risiko zu nehmen, eine Werft zu gründen, Tag und Nacht wie bessen zu arbeiten um die Effizienz des Baus zu verbessern und Familie und Gesundheit hintenan zu stellen. Haben sie aber nicht. Es wird immer schnell vergessen, welches Risiko Unternehmer eingehen, wenn sie ihre Firmen gründen und aufbauen. Das muss irgendwann vergoldet werden. Mit jedem Recht, wie ich finde.

Gruß

Alex
Schatz, es liegt nicht an dir, es liegt am Steg...

schwattwitt

Salzbuckel

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Wohnort: Ecklak 53°57'0.82"N, 9°14'43.87"E

Bootstyp: Lanaverre 590

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234

Donnerstag, 24. Mai 2018, 13:45

Gut 250 ist schon was anderes davon wusste ich nicht.
Aber es werden auch gerne die Mitarbeiter vergessen die oft unbezahlte Überstunden kloppen und trotz durststrecken Loyalität zeigen und sich übertarif einsetzen.
Und letztendlich damit auch erst den Erfolg eines Unternehmers und seiner Visionen möglich machen.
Wenn jeder seiner besten Mitarbeiter versucht hätte eine eigene Suppe zu kochen anstatt ihm lange Jahre dienlich zu sein wäre er bestimmt nicht so erfolgreich gewesen.
Es gehören immer zwei dazu der Unternehmer mit Mut und Visionen und Kaufmännischem Geschick auf der einen Seite, und treue loyale Mitarbeiter die zu ihm halten auch in schlechten Zeiten.

horstj

Lotse

Beiträge: 1 712

Wohnort: D - Meer - Berge = Münster

Bootstyp: Jeanneau Microsail

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235

Donnerstag, 24. Mai 2018, 14:10

War Herrmann nicht so krank durch Stressrauchen und die ganzen Chemikalien, dass er nicht mehr viel davon hatte?
Bootslog und Refitblog Jeanneau Microsail https://microsail.wordpress.com/

236

Donnerstag, 24. Mai 2018, 14:16

Aus heutiger Sicht (nach 2008) ist es auch ein wenig unrealistisch für einen Betrieb der nur Spaßprodukte produziert, 1 Milliarde zu zahlen.
Vor 10 Jahren war das noch anders! Aber es gibt auch Unternehmer die ihre Mitarbeiter teilhaben lassen, oder ihre Unternehmen so umstellen das sie nicht verkauft werden können.
Vor einiger Zeit war ein Artikel darüber, die Gesellsschaftsform wurde so umgewandelt das immer die jeweiligen Geschäftsführer auch Eigentümer des Unternehmens waren und auch die Mitarbeiter partizipierten.
Wir entfernen uns schon wieder vom Thema......

Gruß Andreas

Beiträge: 1 576

Schiffsname: Lilla My

Bootstyp: Omega 42

Heimathafen: Aabenraa Sejl Club

Rufzeichen: DF5010

MMSI: 211391180

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237

Donnerstag, 24. Mai 2018, 15:00

Das mit der Nauticat Pleite war noch gar kein Thema, oder? :ueberlegen:

Beiträge: 1 785

Schiffsname: SevenSeas

Bootstyp: Delphia 33 Schwenkkiel

Heimathafen: Kilada/ Griechenland

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238

Montag, 9. Juli 2018, 07:07

Ich hab mich gerade in dem Thema interressehalber mal durch die Google-News gesucht.

- Die Bundesagentur für Arbeit übernahm die Gehälter bis Juni. Ab jetzt fliessen die Gehälter wieder aus den Umsätzen der letzten Monate.
- Die Bieterfrist ist Ende Juni abgelaufen und es gab anscheinend Gebote die nun geprüft und nachverhandelt werden sollen
- Kurzarbeit steht wegen des Sommerlochs an
- Ziel ist es, einen neuen Investor noch im Juli zu präsentieren, damit nach Sommerloch und Ferien flüssig weitergearbeitet werden kann.

txg

Salzbuckel

Beiträge: 2 217

Wohnort: Karibisches Meer - momentan Kolumbien

Schiffsname: Mila

Bootstyp: Dufour 35

Heimathafen: Berlin

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239

Montag, 10. September 2018, 17:50

Testbericht eines aktuell neuen Bavaria-Modells, C45:
https://www.youtube.com/watch?v=OkeTUwwwpSE

Ich kann mich nicht erinnern bei yacht-tv mal einen so negativen Test gesehen zu haben.
Zu schade, denn das Boot hat ja auch diverse gute Ideen. Aber gleichzeitig auch dutzende Fehler die bei einer Yacht in der Preiskategorie einfach nicht sein dürfen.
Am schlimmsten finde ich eigentlich die Segelleistungen, kein Wunder bei solchen Lappen. Unser Großsegel ist von 1993, hat über 10000sm runter und hat noch ein besseres Profil...

240

Montag, 10. September 2018, 18:23

Mit derartigen Segeln ein Schiff testen zulassen ist schon fast eine Frechheit.

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