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Klaus13

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21

Freitag, 20. April 2018, 21:49

Unabhängig von all dem, was bisher gesagt wurde und was sicher auch stimmt. Gefühlt tuts mir echt leid. Ich habe Bavaria gemocht, ja bewundert, so wie zuvor auch Dehler. Das war so echt deutsch, so voller Ingenieursgeist und Kaufmannswagemut..


Hier will ich mich uneingeschränkt anschließen. Bavarias waren für mich (und für viele andere wohl auch) bezahlbare Charterboote, mit denen ich segeln gelernt habe und viel Spaß hatte. Es waren solide Boote, die mehr ausgehalten haben, als viel hier denken. Sehr schade, wenn dies das Ende wäre.

@Hanser: Leider ist Dein Gedanke, sich einer kleinen Qualitätswerft zu widmen, auch nicht die Lösung. Ich habe eine WINNER 9.00 und was ist? Die Ursprungswerft ist pleite und die Nachfolgefirma muss nun liefern. ;)

Gruß Klaus
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Tamako

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22

Freitag, 20. April 2018, 21:49

Na ja, gedacht hätte das so schnell wohl keiner. Das hängt auch nicht mit der Modelpolitik zusammen. Bei solchen Übernahmen geht es nur um das schnelle Geld. Wenn das Eigenkapital bei Übernahme so gering ist, hier etwa 20%, wird die Schuldenlast irgendwann mal zu groß und sicher dann, wenn die Zinsen steigen. Der letzte, der sich die Taschen voll macht, ist der Insolvenzverwalter und danach ist die Tür zu. Aber das wußte der ehemalige Eigentümer, der sich die 1,1 Mrd eingesteckt hat. Er ist sich seiner sozialen Verantwortung nicht gerecht geworden.

Gruß "TROUW"


20% EK ist bei Kreditfinanzierten Projekten durchaus üblich und gar nicht so schlecht, katastrophal wird es nur wenn die finanzierten Projekte (maßlos) überbewertet wurden und für die Krediltlinien nur "fiktive" Sicherheiten vorhanden sind. Zu der Zeit haben die "Banker" nahezu jeden Deal finanziert und das dicke Ende kommt jetzt. (Ich kann da nur spekulieren, gehe aber davon aus, dass die 20% EK - oder ein großer Anteil davon - durch einen Unternehmenskredit abgelöst wurden. Gezockt haben zu der Zeit alle Finanzinvestoren, Banker, Politiker (West LB, Nord LB, Sachsen LB, Stadt Pforzheim, Müllverbrennungsanlagen (Sale and Lease Back Steuersparmodell), .....) nach dem Motto, das Geld liegt auf der Straße. Helfen tut da nur das Risiko mit Eigenkapital hinterlegen zu müssen und auch die "Schmerzen" persönlich zu spüren wenn der Deal an die Wand gefahren wird - gilt für Investoren, wie für andere Zocker.

Winfried Hermann hat alles richtig gemacht - ein Unternehmen aufgebaut, in die Marktspitze geführt und zum richtigen Zeitpunkt genial verkauft ! Hut ab vor der unternehmerischen Leistung !
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Trouw

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23

Freitag, 20. April 2018, 21:59

Winfried Hermann hat alles richtig gemacht - ein Unternehmen aufgebaut, in die Marktspitze geführt und zum richtigen Zeitpunkt genial verkauft !
...finanzpolitisch ja, sozial. NEIN! All die Menschen, die das Unternehmen mit aufgebaut haben, hat er bei diesem Verkauf in den A.... getreten. Wie so ein Deal ausgeht, hat er als Unternehmer wissen müssen. Da war wohl das schnelle Geld wichtiger.

Gruß "TROUW"

beautje

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24

Freitag, 20. April 2018, 22:00

Mir gefällt die schöne Umschreibung "wertberichtigt" für das versenken meiner Steuergelder

Wie viele Steuergelder wurden denn bislang in der Cobank "versenkt"? Bitte Zahlen.
Zumal der Bavaria-Deal noch von der Dresdner stammt.
Das Problem in diesem Konstrukt ist nur zu einem kleinen Anteil der Fremdkapitalgeber, es ist hier leider weiter oben rechts in der Bilanz zu suchen. "Eigentum verpflichtet" - erzähl das mal ner Heuschrecke, die ein Feld bewirtschaften soll...
Ich hoffe, dass die betroffenen Mitarbeiter eine Chance bekommen.

25

Freitag, 20. April 2018, 22:01

Eigentlich eine perfekte Möglichkeit für den früheren Verkäufer sein Lebenswerk "günstigst" mit einem Bruchteil des damals erhaltenen Geld zurückzukaufen ;-)

Ja, ich weiß: Er ist tot und die Erwartung wäre auch im Erlebensfall illusorisch ;-)

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Meeresfee

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26

Freitag, 20. April 2018, 22:02

Trouw, de mortuis nihil nisi bene, Carsten

27

Freitag, 20. April 2018, 22:05

Trouw, de mortuis nihil nisi bene, Carsten

Gilt das dann auch für's Bavaria Bashing?
Ein Freund ist, wer Dich für gutes Schwimmen lobt, nachdem Du beim segeln gekentert bist.

28

Freitag, 20. April 2018, 22:08

Trouw, de mortuis nihil nisi bene, Carsten

Gilt das dann auch für's Bavaria Bashing?

Klar, aber erst, wenn sie unter der Erde liegen auch der letzte Kiel abgefallen ist ;)

"What 'n Drama mit dem Karma"
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Klaus13

Coque au vin Meister

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29

Freitag, 20. April 2018, 22:10

..finanzpolitisch ja, sozial. NEIN! All die Menschen, die das Unternehmen mit aufgebaut haben, hat er bei diesem Verkauf in den A.... getreten. Wie so ein Deal ausgeht, hat er als Unternehmer wissen müssen. Da war wohl das schnelle Geld wichtiger.

Gruß "TROUW"


Da möchte ich Dir widersprechen. Meiner Erfahrung als Klein(Unternehmer) nach, wissen Arbeitnehmer durchaus zu beurteilen, wo sie mehr verdienen können. D.h. auch ein Mitarbeiter von Bavaria hat in seinem alten, schlechter bezahlten Job mal gedacht,"Oh, da verdiene ich mehr" und sich dort beworben. Natürlich hat er die Pleite nicht vorhergesehen, aber er hat sich eines Tages entschieden, dass BAV mehr Lohn zahlt als sein vorheriger Arbeitgeber. So gesehen trägt auch ein Arbeitnehmer, immer ein unternehmerisches Risiko und zahlt am Ende dafür.

Gruß Klaus
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Lotse

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30

Freitag, 20. April 2018, 22:35

Klaus, diese Sichtweise teile ich nicht.
Natürlich lassen sich viele Mitarbeiter durch ein paar Euro mehr locken. Und das geht dann oft zu Lasten kleinerer Betriebe im Umfeld, die bei diesem Wettlauf nicht mithalten können. Das würde ich aber nicht den Mitarbeitern anlasten.
Wer hat schon die Informationen und - noch seltener - wer ist in der Lage eine Bilanz zu lesen und zu beurteilen, ob der zukünftige Arbeitgeber ein solides finanzielles Fundament hat.
Wie oben schon beschrieben wird dann oft Größe mit Solvenz verwechselt.

la paloma

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31

Samstag, 21. April 2018, 07:44

Die Marke „Bavaria“ hat in der Sportbootbranche schon Bedeutung und wird einige Interessenten auf den Plan rufen, dass Unternehmen weiter zu führen. Sicherlich eine Chance zumindest für einen Teil der Belegschaft.
Gruß
Arne

dolphin24

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32

Samstag, 21. April 2018, 08:12

Zitat

..finanzpolitisch ja, sozial. NEIN! All die Menschen, die das Unternehmen mit aufgebaut haben, hat er bei diesem Verkauf in den A.... getreten. Wie so ein Deal ausgeht, hat er als Unternehmer wissen müssen. Da war wohl das schnelle Geld wichtiger.

Gruß "TROUW"


Da möchte ich Dir widersprechen. Meiner Erfahrung als Klein(Unternehmer) nach, wissen Arbeitnehmer durchaus zu beurteilen, wo sie mehr verdienen können. D.h. auch ein Mitarbeiter von Bavaria hat in seinem alten, schlechter bezahlten Job mal gedacht,"Oh, da verdiene ich mehr" und sich dort beworben. Natürlich hat er die Pleite nicht vorhergesehen, aber er hat sich eines Tages entschieden, dass BAV mehr Lohn zahlt als sein vorheriger Arbeitgeber. So gesehen trägt auch ein Arbeitnehmer, immer ein unternehmerisches Risiko und zahlt am Ende dafür.

Gruß Klaus
Einspruch Euer Ehren:
Ich denke nicht, dass du einem Bewerber deine Bilanzen der letzten Jahre vorlegst damit dieser beurteilen kann, ob das höhere Gehalt welches du bietest, betriebswirtschaftlich untermauert ist.
Wenn Arbeitnehmer mithaften sollen, dann nur im Zuge einer Mitbestimmung.

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33

Samstag, 21. April 2018, 08:26

Also ich lese den Artikel ganz anders und verstehe diese bashing in Richtung Investoren nicht.

Die Gründe der Bavaria Probleme sind doch klar beschrieben:
• seit 2016 gute allgemeine Geschäftsentwicklung, aber trotzdem hausgemachte Probleme und damit defizitäre Geschäftsentwicklung
• Falsche Modellpolitik durch „Neupositionierung“ und Preisgabe des eigentlichen Markenkerns
• schwerwiegende Produktionsengpässe
• Lieferprobleme trotz guter Auftragslage
• Gewinnschmälernde hohe Rabatte bei Verkauf Bestandsflotte

…und ja, dann kommt das Thema Finanzen.
Die o.g. internen Probleme haben demnach zu einem zusätzlichen Finanzbedarf (Kredite) geführt, der mit Sicherheit bei Kauf in der Geschäftsplanung nicht vorgesehen war.
Die neuen Eigentümer/Investoren – die eh schon bei Kauf viel Geld gezahlt hatten – haben jetzt die Reißleine gezogen und den Geldhahn zugedreht. Ein eher normaler und auch nachvollziehbarer Vorgang.
Würde jeder im Privatbereich auch so machen.

Nur jetzt wieder die Reizworte Hedgefonds, Finanzinvestoren, Heuschrecken in den Ring zu werfen ist hier eher unangebracht.
Glaubt denn einer, dass irgend jemand an der Insolvenz etwas verdient?....aus diesem Engagement mit Gewinn herausgeht?


Natürlich kann man über „ überteuerte Kaufpreise“ diskutieren. Aber man muß wissen wovon man redet.
Im nahezu risikolosen Immobilienbereich hat man jahrzehntelang problemlos die 7-fache Jahres-Bruttomiete (nicht Gewinn!) als Kaufpreis gezahlt, da ist die Beteiligung an einem operativen Unternehmen mit deutlich höheren Marktrisiken in Höhe 12-facher Gewinn (vor Steuer) nun auch nicht sooooo aggressiv wie jetzt vermeldet.
Das Kernproblem ist doch der Versuch mit geliehenem (!) Geld eine überdurchschnittliche Verzinsung zu erzielen, sowas kann gut gehen aber eben auch nicht, den strapazierbar sind solche Modelle und deren Finanzen eben nicht.
Die Eigentümer/Kreditgeber verlieren hier erstmal Geld.

Und noch zwei allgemeine Anmerkungen zu „meine Steuergeldern“ und „Finanzinvestoren“.

Wenn z.B. eine Commerzbank einen Kredit/Beteiligung wertberichtigt, dann reduziert dies – sehr unschön - erst einmal den Gewinn der Bank und in zweiter Linie werden – auch unschön - weniger Steuern an den Staat gezahlt.
Der allgemeine Steuerzahler/Bürger zahlt da erstmal gar nix…. weder Du noch ich.

„Finanzinvestoren“ sind per se nichts Schlechtes z.B. jede Versicherung, jeder Pensionsfond, jeder Sparkassen-Investmentfonds a la Deka ist Finanzinvestor.
Die müssen per se eine überdurchschnittliche (!) Verzinsung ihres eingesetzten Kapitals erzielen, um ihre eigenen Versprechungen ggü. ihren Kunden zu erfüllen, sonst laufen die Kunden mit ihren Wünschen zur Kapitalanlage und Altervorsorge woanders hin.
Letztlich sind alle (!) Betriebe – werden sie nicht mit 100% Eigenkapital betrieben – finanziert durch Finanzinvestoren, seien es Fonds, Versicherungen oder Banken.
Gäbe es die „Finanzinvestoren“ nicht, so gäbe es 95% unserer Unternehmen in Deutschland nicht.
Gruß

Martin

Der Segler mit Zeit hat immer den richtigen Wind :)

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34

Samstag, 21. April 2018, 08:27

Bootsbau als Industrieproduktion zu begreifen, eine Yacht als Produkt, das bezahlbar und für seinen gedachten Zweck bestens gerüstet ist, die Mikrowelle statt des Petroleumblökers,

Perfekt auf den Punkt gebracht!
Gruß
Robert

Hanser

Salzbuckel

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35

Samstag, 21. April 2018, 08:52

@Heaven Can Wait, ich verstehe was du sagen willst. Den Tenor deiner Aussage kann ich mitunterschreiben. Aber: Diejenigen, die die Commerzbank ins Spiel gebracht haben, denken sicher nicht an den Verlust der Bank, sondern daran, dass die Bank mit Steuergeldern in der Finanzkrise gerettet werden musste. Insofern haben wir alle faktisch mittelbar (über die Abschreibung bei der CoBa) ein klein wenig Steuern für den damaligen Erhalt von Bavaria gezahlt. Ist aber kein Vergleich zu dem, was die Hamburger und Schleswig-Holsteiner für "ihre" HSH Nordbank blechen. Und den betrügerischen und ungepflegten Sprücheklopfer und ex-CEO Nonnenmacher wollte man ungeschoren laufen lassen. Viel schlimmer als ein Hedgefond ...

Die Eigentümer und Finanziers von Bavaria würde ich jedenfalls nicht in der ersten Reihe der Verursacher des jetzigen Dramas sehen. Hoffen wir, dass die Notbremse mit der Insolvenz früh genug gezogen wurde, so dass das Unternehmen mit den Erleichterungen des Insolvenzrechtes einen Weg in die Zukunft findet.

Volker

36

Samstag, 21. April 2018, 09:39

Oh man, wäre echt schade....

Sicher ein logischer Schritt aus Sicht der Investoren...als Segler sehe ich es eher als ein großer Verlust für die Seglerwelt.

Klar mag Bavaria nicht das Ultimo an Performance darstellen, aber günstige und vor allen einfache Schiffe gebaut haben die schon und damit vielen den Zugang geschaffen.

Gerade mit kleiner / unerfahrener Crew mag ich Bavaria gerne chartern.

Hoffen wir auf eine Lösung...eine Pleite und vielleicht folgende Einstellung der Produktion hilft wohl mittelfristig eher nicht um den Breitensport Segeln attraktiv günstig und vielfältig zu machen.

Grüße

Jens
Das Leben ist zu kurz, um nur Motorboot zu fahren...deswegen segel ich lieber :-)

37

Samstag, 21. April 2018, 09:54



... und sie können Fertigung. Das kann auch für andere Investoren - egal, ob aus der selben Branche oder nicht - interessant sein. Wobei das auch keine Garantie ist, siehe Dehler/SQ.

38

Samstag, 21. April 2018, 09:56

Gäbe es die „Finanzinvestoren“ nicht, so gäbe es 95% unserer Unternehmen in Deutschland nicht.

Glaubt denn einer, dass irgend jemand an der Insolvenz etwas verdient?....aus diesem Engagement mit Gewinn herausgeht?
..........................
Letztlich sind alle (!) Betriebe – werden sie nicht mit 100% Eigenkapital betrieben – finanziert durch Finanzinvestoren, seien es Fonds, Versicherungen oder Banken.
Gäbe es die „Finanzinvestoren“ nicht, so gäbe es 95% unserer Unternehmen in Deutschland nicht.

Auch wenn das eigentlich nicht hier her gehört, eine kleine Berichtigung der längeren Ausführungen von Heaven Can Wait.
Natürlich hat an diesem Deal, außer den Hermanns, noch jemand verdient, nämlich die Investmentbänker die damals diesen Deal, zu diesem Preis, eingetütet haben. Die kriegten nämlich eine Provision, und die richtet sich wiederum nach dem Umfang des Deals. Also je teurer desto lieber. Und die Boni behalten die dann, und davon zahlen die nichts zurück, wenn es dann crasht.
Und daher muss man schon zwischen seriösen Finanzinvestoren unterscheiden, die auch ein langfristiges Interesse haben (das waren früher eben mal Sparkassen), und dem Boni-Abzock-Kapitalismus der Investmentbanken, der uns auch die Finanzkrise beschert hat.
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39

Samstag, 21. April 2018, 10:29


................Diejenigen, die die Commerzbank (hier) ins Spiel gebracht haben, denken sicher nicht an den Verlust der Bank, sondern daran, dass die Bank mit Steuergeldern in der Finanzkrise gerettet werden musste. Insofern haben wir alle faktisch mittelbar (über die Abschreibung bei der CoBa) ein klein wenig Steuern für den damaligen Erhalt von Bavaria gezahlt. ............


Fast schon offtopic - aber daher auch meine letzte Anmerkung zum Finanzsektor in diesem Zusammenhang:

Ja, nee, jein.
Wenn man auf die Ebene der Bankenrettung geht, dann kommt der Steuerzahler tatsächlich, ggf, vielleicht in die Pflicht und wird ggf. was gezahlt haben.
Das mag jetzt verwundern, da ja viele Horrorzahlen vagabundieren, seriös sind die Zahlen alle nicht, aber je nach Couleur nützlich in der (politischen) Diskussion.
Zudem wird bei diesem Thema viel Unsinn verbreitet und werden auch fleissig Vorurteile und Mythen gepflegt.

Ob und was der Steuerzahler tatsächlich zur Bankenrettung zahlt/ gezahlt hat ist überhaupt nicht bekannt und wird bestenfalls in Jahrzehnten bekannt sein, wenn die Schlußrechnung gemacht wird.

Zu allererst:
Staats-Bürgschaften, die nicht in Anspruch genommen werden kosten dem Steuerzahler auch kein Geld.

Zweitens:
Erst wenn die „Bad Banks“ und die direkten Beteiligungen an den Banken vollständig abgewickelt worden sind, kann man in Deutschland Kassensturz machen und dies wird angesichts der langen Laufzeit der betroffenen Finanzpapiere Jahre/Jahrzehnte dauern.

In den USA z.B. sind die staatlichen Hilfszahlungen von den Banken schneller und in voller Höhe bereits zurückgeflossen, die US-Regierung machte durch den Verkauf ihrer Bankbeteiligungen sogar einen Gewinn!

Beispiel Commerzbank: Hier stieg der Staat seinerzeit mit 25 Prozent (Aktien) ein, zusätzlich flossen rund 18 Milliarden Euro als stille Einlagen.
Noch gibt es die Commerzbank in voller Pracht und was der Staat/der Steuerzahler als Endrechnung nach Rückabwicklung der Beteiligungen präsentiert bekommt ist z.Zt. reine Spekulation, je nach Marktlage und Zeitpunkt geht es von himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt.

Ich bitte auch an dieser Stelle zu bedenken. Mit der Übernahme des Staates von Risiken, die bei den Banken lagen, hat der Staat die Banken stabilisiert und damit ein funktionierendes Wirtschafts- und Finanzsystem und auch die Guthaben/Spareinlagen des kleinen Mannes gerettet.
Das Chaos wollte ich wirklich nicht sehen: Guthabenschnitt auf allen Konten .........Währungsreform :erschrocken:
Gruß

Martin

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Klaus Helfrich

Salzbuckel

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40

Samstag, 21. April 2018, 10:35

Und daher muss man schon zwischen seriösen Finanzinvestoren unterscheiden, die auch ein langfristiges Interesse haben (das waren früher eben mal Sparkassen), und dem Boni-Abzock-Kapitalismus der Investmentbanken, der uns auch die Finanzkrise beschert hat.
Das trifft auf die Übernahme von Bavaria alles nicht zu, denn:

http://www.yacht.de/aktuell/panorama/ueb…fest/a6265.html


Zitat aus dem Artikel der Yacht vom 27.06.2007:

Zitat

Mit den von Bain Capital beratenen Fonds beteiligt sich einer der
renommiertesten internationalen Private Equity Investoren mit
langjähriger Erfahrung im internationalen Sport- und Freizeitmarkt an
Bavaria. Neben früheren Investments in Firmen wie Jack Wolfskin ist Bain
seit mehreren Jahren an der Bombardier Recreational Products, einem der
weltweit größten Hersteller von Jetskis, Sportbooten und
Außenbordmotoren beteiligt.
11 Jahre sind schon eine längere Investition und ich glaube auch nicht, dass die Investoren ein Interesse an einer Insolvenz der Bavariawerft nach dieser Zeit hatten.
Die Gieselau Schleuse auf dem Weg von und zur Eider ist wieder geöffnet und so soll das auch bleiben!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Klaus Helfrich« (21. April 2018, 11:25)


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