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Trailerfux

Kapitän

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41

Samstag, 21. April 2018, 10:41

Zitat von »Meeresfee«



Ich habe Bavaria gemocht

Schon interessant, das ist der erste Beitrag der so etwas wie Bedauern äußert, das war bei anderen Werften hier etwas anders.


Wundert mich jetzt nicht so. Wenn ich mir mal die Avatare der an der Diskussion Beteiligten ansehe, scheinen die ja überwiegend keine zu segeln
-- Fehlende Praxis ist theoretisch kein Problem.--

42

Samstag, 21. April 2018, 11:42

Das trifft auf die Übernahme von Bavaria alles nicht zu, denn:

Nun ja, Jack Wolfskin geht es ja auch sehr schlecht, und das musste man auch erst mal hinkriegen!
So richtig nachhaltig scheint ihr Geschäftsmodel langfristig eben nicht so häufig zu sein.
Aber vor allem ist der Deal wahrscheinlich (keine Lust das jetzt zu prüfen) ja von einer Investmentbank eingefädelt worden. Das sind die Geier in der Sache, denen ist es eben egal was passiert wenn die Tinte trocken ist.
Ein Freund ist, wer Dich für gutes Schwimmen lobt, nachdem Du beim segeln gekentert bist.

Tamako

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43

Samstag, 21. April 2018, 13:23

Winfried Hermann hat alles richtig gemacht - ein Unternehmen aufgebaut, in die Marktspitze geführt und zum richtigen Zeitpunkt genial verkauft !
...finanzpolitisch ja, sozial. NEIN! All die Menschen, die das Unternehmen mit aufgebaut haben, hat er bei diesem Verkauf in den A.... getreten. Wie so ein Deal ausgeht, hat er als Unternehmer wissen müssen. Da war wohl das schnelle Geld wichtiger.

Gruß "TROUW"


@Trouw: Nimm einmal an Du bist glücklicher Besitzer einer sehr schönen 100 m² Wohnung in gefragter Innenstadtlage von Hamburg, München, ..... Du hast diese vor 40 Jahren sehr günstig für DM 75.000 "ergattert" und nun willst Du diese nun verkaufen. Deine Optionen sind:

1. Du verkaufst die Wohnung für € 50.000 an eine sehr sympathische sozial schwache alleinerziehende Mutter von 3 Kindern (die keinen Kredit von Ihrer Bank bekommt und alles Geld von Verwandten zusammenkratzt) und Du fühlst Dich richtig gut dabei, da diese nun auch gleichzeitig für Ihr Alter vorsorgen kann.

2. Du verkaufst die Wohnung für € 500.000 an ein total unsympathisches DINKS-YUPPIE Pärchen (mit einem 100% Kredit von der XY BANK) und sicherst Dir damit ein "fettes" Geldpolster

Wie entscheidest Du Dich ?

Eigentum verpflichtet nicht nur, sondern gibt auch das Recht zum Marktpreis zu verkaufen. Und einen Unternehmer bitte nicht härter beurteilen als man selber handeln würde
Mens sana in Campari Soda

SKOKIAAN

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44

Samstag, 21. April 2018, 15:00

Aber um weg von der Finanzinvestorenfrage auf Bavaria zurück zu kommen:

Ich denke, dass in den letzten Jahren eine verfehlte Modellpolitik, verbunden mit Qualitätsproblemen, die eigentliche Ursache sind. Und dass eine Fließbandproduktion bei einem plötzlichen Konjunktureinbruch, wie durch die Lehmannpleite bei allen Werften (außer denen, die Maxiyachten bauen) geschehen, unflexibel ist: Bavaria hat weitergebaut (übrigens auch Hanse) wie bisher und hatten dann eine Überproduktion, die nur mit großen Rabatten verkauft werden konnte. So kam eines zum andern.

Dass Bavaria vor allem bis in die Neunziger gute und solide Boote gebaut hat, ist unbestritten. Nach heutigem Verständnis sogar zeitlos schöne Boote, aber das ist ja Geschmackssache. Aber die Zeiten waren schon einige Jahre vorbei. Und Kielverluste, die totgeschwiegen werden sollten, waren auch geschäftsschädigend.

Handbreit, skokiaan

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45

Samstag, 21. April 2018, 16:27


Ich denke, dass in den letzten Jahren eine verfehlte Modellpolitik, verbunden mit Qualitätsproblemen, die eigentliche Ursache sind. Und dass eine Fließbandproduktion bei einem plötzlichen Konjunktureinbruch, wie durch die Lehmannpleite bei allen Werften (außer denen, die Maxiyachten bauen) geschehen, unflexibel ist: Bavaria hat weitergebaut (übrigens auch Hanse) wie bisher und hatten dann eine Überproduktion, die nur mit großen Rabatten verkauft werden konnte. So kam eines zum andern.


Genau so sehe ich es auch.

Dazu gibt auch dieser FAZ-Artikel bereits aus 2013 einen guten Einblick:
http://www.faz.net/aktuell/technik-motor…t-12536687.html

Als Eigentümer-geführtes Unternehmen mit Sachverstand und harter Hand regiert ging das alles noch prima.
Dann der Verkauf und vielfältiger Wechsel in der Führungsetage (4 Chefs in 6 Jahren !) mit vielen Irrwegen und Missmanagement gem. dem Motto: "Management by Helicopter" (Einfliegen, kräftig Staub aufwirbeln und schnell wieder weg).
Zusätzlich dazu erschwerend die Umstände des Wirtschafts- und Finanzmarktes.

Schaut euch in Deutschland um, leider ein Schicksal vieler familiengeführten Unternehmen, wenn sie dann mal verkauft wurden oder in die 2. od. 3. Generation kommen.
Immer dann, wenn die Chefs zu schnell wechseln, blumige Strategien verkündet werden oder gar Visionen und Umstrukturierungen aufeinander schnell folgen, dann sollte man sich als kluger Mitarbeiter im voreilenden Gehorsam ganz schnell nach einer anderen Firma umsehen.
Gruß

Martin

Der Segler mit Zeit hat immer den richtigen Wind :)

Trouw

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46

Samstag, 21. April 2018, 17:48

Winfried Hermann hat alles richtig gemacht - ein Unternehmen aufgebaut, in die Marktspitze geführt und zum richtigen Zeitpunkt genial verkauft !
...finanzpolitisch ja, sozial. NEIN! All die Menschen, die das Unternehmen mit aufgebaut haben, hat er bei diesem Verkauf in den A.... getreten. Wie so ein Deal ausgeht, hat er als Unternehmer wissen müssen. Da war wohl das schnelle Geld wichtiger.

Gruß "TROUW"


@Trouw: Nimm einmal an Du bist glücklicher Besitzer einer sehr schönen 100 m² Wohnung in gefragter Innenstadtlage von Hamburg, München, ..... Du hast diese vor 40 Jahren sehr günstig für DM 75.000 "ergattert" und nun willst Du diese nun verkaufen. Deine Optionen sind:

1. Du verkaufst die Wohnung für € 50.000 an eine sehr sympathische sozial schwache alleinerziehende Mutter von 3 Kindern (die keinen Kredit von Ihrer Bank bekommt und alles Geld von Verwandten zusammenkratzt) und Du fühlst Dich richtig gut dabei, da diese nun auch gleichzeitig für Ihr Alter vorsorgen kann.

2. Du verkaufst die Wohnung für € 500.000 an ein total unsympathisches DINKS-YUPPIE Pärchen (mit einem 100% Kredit von der XY BANK) und sicherst Dir damit ein "fettes" Geldpolster

Wie entscheidest Du Dich ?

Eigentum verpflichtet nicht nur, sondern gibt auch das Recht zum Marktpreis zu verkaufen. Und einen Unternehmer bitte nicht härter beurteilen als man selber handeln würde
...natürlich würde ich Option zwei wählen, weil ich dabei niemanden schade. Und die alleinerziehende Mutter unterstütze ich dann mit meinem Geld.

Trouw

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47

Samstag, 21. April 2018, 17:54

Trouw, de mortuis nihil nisi bene, Carsten
...das wusste ich gar nicht

Gruß Trouw

Tamako

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48

Samstag, 21. April 2018, 18:44

......natürlich würde ich Option zwei wählen, weil ich dabei niemanden schade. Und die alleinerziehende Mutter unterstütze ich dann mit meinem Geld.

.... manchmal werden Märchen war, und manchmal nur erzählt :D
Mens sana in Campari Soda

smaugi

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49

Samstag, 21. April 2018, 18:45

Ich weiß gar nicht warum ihr alle den Sargdeckel schon für zugeklappt und Bavaria für beerdigt haltet.
Oft werden Unternehmen nach einem Schuldenschnitt weitergeführt.
Erst recht, wenn sie gute Produkte und einen guten Auftragsbestand haben.
Ich sehe da noch nicht so schwarz mit meiner Ersatzteilbeschaffung.
Und dass Bavaria nur bis in die 90er gute Yachten gebaut hat, kann ich nicht nachvollziehen. Meine ist auch gut!
Tschüss
Christian

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50

Samstag, 21. April 2018, 19:03

Keiner hier - jedenfalls ich nicht - hat hier irgendeinen Sargdeckel zu gemacht.
Insolvenz heißt ja nicht gleich weg vom Fenster, sondern geordnetes Verfahren zur Wiederbelebung (z.B. wieder mal Schuldenschnitt zu Lasten der Gläubiger/Kreditgeber/Investoren ........ggf. auch Kunden !?!).
Ich denke auch, dass Bavaria weiter machen kann, wär doch gelacht.

Nachtrag:
Nie eine Bavaria gehabt, aber ich denke es war immer gut, dass es diese Produkte gegeben hat, genau wie viele andere Großserienhersteller.
Gruß

Martin

Der Segler mit Zeit hat immer den richtigen Wind :)

51

Samstag, 21. April 2018, 19:55

@Trouw: Nimm einmal an Du bist glücklicher Besitzer einer sehr schönen 100 m² Wohnung in gefragter Innenstadtlage von Hamburg, München, ..... Du hast diese vor 40 Jahren sehr günstig für DM 75.000 "ergattert" und nun willst Du diese nun verkaufen. Deine Optionen sind:

1. Du verkaufst die Wohnung für € 50.000 an eine sehr sympathische sozial schwache alleinerziehende Mutter von 3 Kindern (die keinen Kredit von Ihrer Bank bekommt und alles Geld von Verwandten zusammenkratzt) und Du fühlst Dich richtig gut dabei, da diese nun auch gleichzeitig für Ihr Alter vorsorgen kann.

2. Du verkaufst die Wohnung für € 500.000 an ein total unsympathisches DINKS-YUPPIE Pärchen (mit einem 100% Kredit von der XY BANK) und sicherst Dir damit ein "fettes" Geldpolster

Wie entscheidest Du Dich ?

Eigentum verpflichtet nicht nur, sondern gibt auch das Recht zum Marktpreis zu verkaufen. Und einen Unternehmer bitte nicht härter beurteilen als man selber handeln würde

Natürlich gibt es dieses Recht. Es lässt aber auch Spielraum zwischen verschenken und grenzenloser Gier. Genauso wie die Verantwortung für einige hundert Arbeitnehmer zu übernehmen oder den Laden für über 1 Milliarde an Finanzinvestoren zu verkaufen, bei denen von vorn herein klar ist, dass diese an Bootsbau und einem gesunden Unternehmen nicht die Bohne interessiert sind.
Ich bin sicher, es hätte sich ein oder mehrere Unternehmer gefunden, die die Werft für einen realistischen Marktpreis übernommen hätten, um sie weiterzuführen. Dann hätte sich der Verkäufer aber mit vllt. nur 500 Millionen zufrieden geben müssen. Was natürlich stark auf Altersarmut hinausgelaufen wäre.
Gier frisst Hirn soziales Gewissen.

fiete-34

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52

Samstag, 21. April 2018, 20:14

Moin,
Tamako bringt es im post 43 auf den Punkt, auch wenn die Übernehmer zu der späten - zu späten - Erkenntnis gelangten, völlig überteuert eingestiegen zu sein und dann auch noch riskante Zukäufe tätigten. Daran konnten die vielen Kurskorrekturen und Führungswechsel wohl nichts mehr ändern...Naja, ein neuer Übernehmer wird sich finden, vergl. Oyster...
Handbreit...! F.

horstj

Lotse

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53

Samstag, 21. April 2018, 20:46

Letztlich muss man auch als Werft Boote bauen und verkaufen. Nicht alles lässt sich durch Prozeß- und Strukturmanagement regeln.
Bootslog und Refitblog Jeanneau Microsail https://microsail.wordpress.com/

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54

Samstag, 21. April 2018, 21:56

solcherlei Insolvenzen kennt man doch schon.

die Auftragsbücher sind voll, der Absatz ist konstant, die Margen bleiben gering!
was wirklich drückt sind die Zinsbelastungen aus dem Ankauf.
und die Löhne der langjährigen Mitarbeiter, und der Betriebsrat.
und die Forderungen der Zulieferer.

und jetzt muss eben ein Plan her, wie man sich dieser Probleme entledigt.
Insolvenz anmelden
die Banken dürfen nun nicht mehr vollstrecken und sind zu Zugeständnissen bereit.
die Mitarbeiter werden aus den laufenden Einnahmen bezahlt; bleiben die aus, springt das Arbeitsamt ein.
die Lieferanten werden mit Quoten zum Forderungsverzicht gedrängt.

und dann kommt ein neuer, zusätzlicher, Investor ... und schwupps ... looft!

die Banken verzichten auf die rückständigen Zinsen und stunden die Tilgung.
die Mitarbeiter verzichten auf Urlaubs- und Weihnachtsgeld.
und die Lieferanten, die vorher gutes Geld verdient haben, werden wieder mit Aufträgen am Leben gehalten.

und der Verbraucher?
bekommt weiterhin Schiffe mit einem guten Preis-/Leistungsverhältnis.
und die Vercharterer?
behalten ihre Mengenrabatte.
und die Presse?
hat was zu schreiben.

same procedere as last year?
same procedere as every year!
Ein Franzose und ein Deutscher stehen am Strand.
Da geht der Franzose los und ruft "Sieh! Ich kann über das Wasser laufen!"
Da murmelt der Deutsche "nicht mal schwimmen kann der..."

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55

Samstag, 21. April 2018, 22:11

einer sehr schönen 100 m² Wohnung in gefragter Innenstadtlage von Hamburg, München,
Du verkaufst die Wohnung für € 500.000
Nehm ich!
Wann können wir zum Notar??!












und verkauf sie für die üblichen 720 T€ drei tage später weiter ...
vom Gewinn kauf ich dann ne BAV .... und der Kreis schließt sich.
Ein Franzose und ein Deutscher stehen am Strand.
Da geht der Franzose los und ruft "Sieh! Ich kann über das Wasser laufen!"
Da murmelt der Deutsche "nicht mal schwimmen kann der..."

wassergenug

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56

Samstag, 21. April 2018, 22:17

und verkauf sie für die üblichen 720 T€ drei tage später weiter ...
vom Gewinn kauf ich dann ne BAV .... und der Kreis schließt sich.

Schmunzel...

Gruss, Michael
Bekennende flaue Flunder :-)

horstj

Lotse

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57

Samstag, 21. April 2018, 23:24

solcherlei Insolvenzen kennt man doch schon.

die Auftragsbücher sind voll, der Absatz ist konstant


Ist das so? Hat Bavaria nicht 3/4 an Volumen verloren bei erweiterter Modellpalette und viel höherem Individualisierungsgrad?
Bootslog und Refitblog Jeanneau Microsail https://microsail.wordpress.com/

58

Samstag, 21. April 2018, 23:32

Wenn man auf www.bundesanzeiger.de einmal nach Bavaria Holding sucht, sieht man, dass die Werft im vorletzten Geschäftsjahr (bis 31.07.2016) ca 30 Mio € Verlust gemacht hat. Davon entfallen 20 Mio auf Kapitalkosten und eben auch 10 Mio € auf den normalen Geschäftsbetrieb. Das ganze bei 112 Mio € Umsatz. Bavaria macht also auch ohne die Finanzierungskosten derben Verlust...
solcherlei Insolvenzen kennt man doch schon.

die Auftragsbücher sind voll, der Absatz ist konstant, die Margen bleiben gering!
was wirklich drückt sind die Zinsbelastungen aus dem Ankauf.
und die Löhne der langjährigen Mitarbeiter, und der Betriebsrat.
und die Forderungen der Zulieferer.

Orage

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59

Sonntag, 22. April 2018, 01:49

Wer Schrott zusammen klebt und Kiele abwirft, muss halt gehen.... :P .
procul negotiis

60

Sonntag, 22. April 2018, 08:21

Ich habe beim Durchlesen dieses Threads den Eindruck gewonnen, als ob hier nur sehr wenige schon mal selbst konkret unternehmerisches Risiko getragen haben und insbesondere auch existentielle Krisen durchgemacht haben. Täuscht das?
Gruss,
Christof

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