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PhyshBourne

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1

Sonntag, 6. Mai 2018, 13:11

marsvin vs. spækhugger – vor–/nachteile?

meine trident 24 geht endgültig demnächst nach suomi.
bisher konnte ich mich nicht zwischen freedom 28 cat ketch und einer seezunge a entscheiden.
dann hat mich ein freund auf eine marsvin aufmerksam gemacht – und dabei bin ich auch auf den spækhugger gestoßen.
der spækhugger ist länger und schmaler (ähnlich meiner trident), der marsvin ist kürzer und breiter – liegekosten sind bei beiden ähnlich.
welcher mag wohl besser racen, welcher schon bei leichtwind besser, welcher mag wohl trockener segeln, und in welchem hätte ich wohl die größte liegefläche (länge mal breite)?
umrüsten kann ich immer noch…
…trailern scheinen sich beide zu lassen…
g–ttes sind wogen und wind, segel aber und steuer, dass ihr den hafen gewinnt, sind euer.
(johann wilhelm kinau – aka gorch fock)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »PhyshBourne« (6. Mai 2018, 16:29)


2

Sonntag, 6. Mai 2018, 14:16

Vorteile Marsvin:

* Modernerer Riss, leichter und wendiger, kein Skegruder
* Moderneres Rigg mit 7/8 Takelung
* Bessere Ergonomie im Cockpit
* Interieur wohnlicher (vom Hugger gibt es eine Dinette-Version, die ist nicht so toll)
* Ob sie schneller ist, als der Hugger weiss ich nicht. Raumschots wahrscheinlich ja.

Nachteile:

* Schwer zu finden. Es wurden nur knapp 50 gebaut. Den Hugger gibt es 10mal mehr.

Der Spaekhugger gilt als sehr seetüchtig und steif, aber mit dem Marsvin kann man auch die Nordsee besegeln. Hier ein Link zu einem Niederländer, der mit seinem Marsvin verrückte Touren bis hoch nach Schottland und den Faröern unternimmt:

https://www.youtube.com/watch?v=ed7Yf-THgJs

Nachteile bei beiden:

* Motoraufhängung (AB) am spitzen Heck schwierig.
* Balsasandwichdecks mit Feuchtigkeitsproblemen.

Ich persönlich würde das Marsvin vorziehen, aber das ist subjektiv.
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Orage

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3

Sonntag, 6. Mai 2018, 14:30

Bei Deiner (sehr passenden Signatur) würde ich eher die Grinde in Betracht ziehen :) .
Handbreit, Felix

4

Sonntag, 6. Mai 2018, 14:38

Die hab ich ja schon. Aber wenn ich nochmal das Pferd in Richtung downsizing wechseln sollte.....
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PhyshBourne

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5

Sonntag, 6. Mai 2018, 16:06

danke.

die grinde wäre auch wäre traumboot, aber sie ist denn dann doch in der anschaffung (und im unterhalt) ein wenig sehr über meinem budget.

also zurück zur marsvin und spaekhugger.
'mal konkret / praktisch gefragt:
inwieweit ist der riss des marsvin moderner – und was heisst das für die praxis?
das rigg mit 7/8–takelung ist gegenüber dem "orca" besser, weil………?
was genau meinst du mit bessere ergonomie im cockpit – praktisch?

beim interieur finde ich ja persönlich am wichtigsten, dass ich ausreichende lange und breite liegefläche habe (gehöre nicht zur fraktion der eher kürzeren leute, und würde mich auch gerne im schlaf umdrehen können, ohne mit knien oder schultern irgendwo anzustoßen) – und dass ich bequem sitzen kann…
…und wenn das portapotti irgendwo ausserhalb des sichtfeldes versatut werden kann, finde ich das auch nicht schlimm…
jedenfalls, bei der liegefläche bin ich mit beim marsvin nicht ganz sicher.

die youtube–vids waren schon klasse, danke dafür!
daß das marsvin schon bei 3 bft rumpfgeschwindigkeit zu erreichen in der lage ist, finde ich nicht unbeeindruckend – und bei der kürze des bootes finde ich bis zu 8,5 kts geschwindigkeit auch nicht zu verachten…
wie ist das wohl beim spaekhugger?
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Fmarx

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6

Sonntag, 6. Mai 2018, 16:34

Ich hab mal in Aarhus eine Marsvin bei 5-6Bft einhand ohne Motor einlaufen, zwischen den einzelnen Stegreihen aufkreuzen und dann anlegen sehen. Das war hohe seglerische Kunst in Verbindung mit perfekten Segeleigenschaften eines Bootes. Seitdem bin ich Marsvin-Fan.
In NL wird gerade eine verkauft:
https://www.botentekoop.nl/zeiljachten/g…marsvin/1910287
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7

Sonntag, 6. Mai 2018, 16:39

Na, schau Dir einfach die Linienrisse an.

Marsvin: leichter, breiter, weniger benetzte Fläche, kein Skeg, Kiel weniger nach achtern gepfeilt. Sieht schon fast wie eine X79 aus.

Praxis: Agileres Boot, das auch mit weniger Segelfläche und Ballast auskommt.

Der Spaekhugger wurde 1969 gezeichnet. Er basiert im Prinzip auf einem 30iger Klassenspitzgatter, nur mit modifiziertem Unterwasserschiff. Also im Prinzip ein Konzept, das auf Gewichtsstabilität setzt, erkennbar am hohen Ballastanteil. Marsvin stammt von 1976 und ist sozusagen das Erfahrungssubstrat, das Peter Bruun aus den drei anderen älteren Entwürfen gewonnen hat.

Riggpraxis: Marsvin holt die Energie aus dem Großsegel. Auch mit G3 anständiger Vortrieb. Spaeki braucht dann doch öfter die Genua. Mast beim Marsvin ist flexibler, kann daher aktiv getrimmt werden.

Cockpitergonomie: Das Cockpit im Spaekhugger ist schmal mit senkrechten Sülls. Bei Lage eine Freude für den Rücken.

Zu den Innenmaßen kann ich nicht viel sagen. Das muss man halt ausprobieren, ob es passt. Beachte, dass es vom Spaeki drei Varianten gibt: Racing (Dinette oder Längskojen) und Familiy (anderer Aufbau).
»Moppelender« hat folgende Dateien angehängt:
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8

Sonntag, 6. Mai 2018, 16:44

Ich hab mal in Aarhus eine Marsvin bei 5-6Bft einhand ohne Motor einlaufen, zwischen den einzelnen Stegreihen aufkreuzen und dann anlegen sehen. Das war hohe seglerische Kunst in Verbindung mit perfekten Segeleigenschaften eines Bootes. Seitdem bin ich Marsvin-Fan.
In NL wird gerade eine verkauft:
https://www.botentekoop.nl/zeiljachten/g…marsvin/1910287


Das ist Spidsgrisen. Ursprünglich in DK beheimatet und nun in NL. Auch vom damaligen Eigner gibt es schöne Filme:

https://www.youtube.com/watch?v=QUr-_qdZSsY

Dem Vernehmen nach soll er den Verkauf bitter bereut haben.
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PhyshBourne

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9

Sonntag, 6. Mai 2018, 16:48

danke.
das war sehr erhellend.
bliebe die frage, wie's mit den schlafmöglichkeiten aussieht…
klingt jedenfalls sehr für die marsvin, die ich auch schon entdeckt habe.
apropos riss – weiß jemand die yardstickzahlen beider boote?
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10

Sonntag, 6. Mai 2018, 17:25

Spaekhugger 109, was eine Frechheit ist. Die Grinde hat 108 und noch niemals nicht einen Spaekhugger versägt.

Marsvin: Leider unbekannt.
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Fmarx

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11

Sonntag, 6. Mai 2018, 17:49

Hier findest du einen Danks Handicap Messbreif einer Marsvin. Kannst nach Vergleichsbooten mit ähnlichem Wert suchen, die auch einen Yardstickwert besitzen.

https://websejler.dk/da/certifikat/5559


https://websejler.dk/da/sogbaade
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12

Sonntag, 6. Mai 2018, 18:57

danke.

hab' 'ne umrechnungsformel gefunden:
100/lys x 1,14 = yardstick

das bedeutete für
  • den marsvin einen ys von 109,62
  • den spaekhugger einen ys von 108,57

mir will scheinen, dass beide werte soo schlecht nicht sind – beide doch auch recht eng beieinander liegen.

meine olle trident 24 hatte einen ungefähr errechneten ys von 110,4…
ich nehme 'mal an, das sind alles keine welten?

bleibt nur noch die frage nach der schlafgelegenheit…
…mit knapp 1,90 m länge und 55 lenzen hat man das bedürfnis nach einigermaßen gutem liegeplatz…

gibt's da erfahrungen?
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grauwal

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13

Sonntag, 6. Mai 2018, 19:12



bleibt nur noch die frage....


....bleibt nur die Frage, wo Deine Priorität liegt?
Schiffiges dänisches Ostseeboot oder gute Segeleigenschaften und leidlicher Komfort?

Sowohl bei Segeleigenschaften als auch beim Raum gibt es Alternativen. Das sind dann aber keine knuffigen Spitzgatter (das ist der Speakhugger auch nicht) sondern nur gottlose Franzosendosen.
Raum und glänzende Segeleigenschaften haben die aber auch.

Gruß Franz
halber Wind reicht völlig

Orage

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14

Sonntag, 6. Mai 2018, 19:57

Bei Deiner (sehr passenden Signatur) würde ich eher die Grinde in Betracht ziehen :) .
Ich meinte den TE.
Handbreit, Felix

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15

Sonntag, 6. Mai 2018, 22:07

danke.
um die frage nach den prios zu beantworten:
gute segeleigenschaften (der unterschied beim ys vom ersten zum zweiten boot – das erste hatte 133, das zweite 110 – war schon spürbar, und da möchte man nicht zurück) und gut schlafen können.
welche alternativen meintest du (meine wünsche meine ich formuliert zu haben…)?
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16

Montag, 7. Mai 2018, 07:42

Es gibt zwei Meßbriefe für Marsvin nach ORC Club . Sie liegen so um 760 - 770 GPH - entspricht ebenfalls dem Yardstick von 109 - 110 bei einer Umrechnung mit 1:7.
Speakhugger konnte ich dort nicht finden.
Bei uns im Verein segelt ein Spækhugger bei den Mittwochsregatten mit. Letztes Jahr ist das Boot auf dem zweiten Platz gelandet. Bei bis 3 Bft. ist das Boot auch gesegelt sehr weit vorne. Bei uns segelt das Boot unter einem Yardstick von 109.
Der Spaekhugger wurde beim Palstek 6/09 unter die Lupe genommen.
Es gab da schon ein paar zu beachtende Punkte:
- Püttingbefestigungen
- Kielbolzen Dichtigkeit
- Fenster Dichtigkeit
- Festigkeit Deck
- Belüftung
Die Hundekojen sind 2,15 lang, aber am Ende etwas flach für große Füße
Die Vorschiffskojen sind noch länger.

Jan

PhyshBourne

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17

Montag, 7. Mai 2018, 13:15

vielen dank.
so lange vorschiffkojen klingen perfekt!!

ich habe mit dem händler für den marsvin 'mal kontakt aufgenommen.
er fragt den eigner nach den innenmaßen, auch denen der kojen…
er meinte aber auch, mit einem feuchtigkeitsmesser würde man sehen können, dass die feuchtigkeit im balsaholzkern des aufbaus mit einem feuchtigkeitsmesser zu sehen sei – aber sei sei unproblematisch, weil der mast mit dem kiel verbunden sei…
…man könne auch ob der dicke des gfk auf dem deck gehen…
g–ttes sind wogen und wind, segel aber und steuer, dass ihr den hafen gewinnt, sind euer.
(johann wilhelm kinau – aka gorch fock)

18

Montag, 7. Mai 2018, 18:43

vielen dank.
so lange vorschiffkojen klingen perfekt!!

ich habe mit dem händler für den marsvin 'mal kontakt aufgenommen.
er fragt den eigner nach den innenmaßen, auch denen der kojen…
er meinte aber auch, mit einem feuchtigkeitsmesser würde man sehen können, dass die feuchtigkeit im balsaholzkern des aufbaus mit einem feuchtigkeitsmesser zu sehen sei – aber sei sei unproblematisch, weil der mast mit dem kiel verbunden sei…
…man könne auch ob der dicke des gfk auf dem deck gehen…
Und womit handelt dieser Händler? ?(
Jan

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19

Montag, 7. Mai 2018, 19:17

…mit segelbooten.
er meinte, selbst wenn das balsaholz schon nasser karton wäre, würde dies' boot das aushalten – eben weil der mast mit dem kiel verbunden sei…
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20

Montag, 7. Mai 2018, 22:02

Entschuldige, aber das ist ja nun wirklich (holländischer) Käse. Natürlich steht der Mast auf dem Kiel und das Deck ist insoweit nicht mit Druckkräften beaufschlagt. Aber man läuft ja auch mal über Deck und Aufbau und da merkt man die Weichheit sehr deutlich. Auch Beschläge wie Winschen, Umlenker und Schienen wollen ordentlich verankert sein.

Das Sandwich beim Marsvin ist recht dünn (eben ein 22 ft Boot) , da braucht es den Verbund zwischen Holz 7nd zweimal GFK.

Habe selbst mal das Kajütdach eines Marsvin saniert. Bestimmt nicht zum Spass, sondern weil es nötig war.
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