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starkiter

Offizier

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61

Mittwoch, 9. Mai 2018, 11:01

Hi wenn du möchtest kannst du meine RJ anschauen liegt in Hamburg bzw. ich kann dir eine Menge am Telefon dazu erzählen.
Schick mir deine Nummer per PM und ich melde mich.
Gruß Holger

62

Mittwoch, 9. Mai 2018, 11:07

Hallo,

die Duet 25 ist in Deutschland sehr selten. Eine gab es in meinem Verein und es hieß damals (etwa 2010), sie sei möglicherweise die einzige in Deutschland - jedenfalls war der Eignerin keine andere bekannt.
Werf doch mal die Suchmaschinen an und recherchiere die Stichworte Duet 25, Tilda (Bootsname), Ostseemädels (Blogname), Nora und Stine.
Nora und Stine waren 2010 Abiturientinnen, die mit der Duet 25 "Tilda" einen Sommer lang eine Runde um die gesamte Ostsee drehten, einen Blog darüber führten und auch einiges an Berichterstattung hervorriefen.
Das Boot ist gelegentlich noch zu sehen, ich weiß aber nicht, ob es zwischenzeitlich verkauft wurde.
Bei ernsthaftem Interesse könnte ich wohl einen Kontakt herstellen; sende mir dazu einfach eine PN.

Edit trug einen Link nach, der Dir wg. eines Schreibfehlers beim Bootstyp vielleicht durch die Lappen gegangen wäre.

Gruß
Andreas

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63

Mittwoch, 9. Mai 2018, 23:54

Der TE hat mich auch noch nach Info über die Duet angeschrieben.
Ich antworte mal eben hier, damit das auch Nährwert hat.

Ich kenne die Boote auch nicht genau, nur so viel:

Wir haben seinerzeit den Prototypen, also die erste Duet besichtigt, weil die 99 gebraucht auf dem Markt war.
Das Boot war praktisch gebaut wie ein Waarship (oder eine Boheme), also aus Sperrholzstreifen geklinkert.
Das Heck des Bootes war länger als bei den Serienbooten und das Ruderblatt saß unter dem Rumpf.

In der Seitenansicht sah das Boot grob wie ein voluminöseres H-Boot aus, also mit deutlichen Überhängen.
Darauf ein schön proportioniertes Rigg mit Backstagen.
Keine Reling, aber Teakdeck.

Gebaut wurden die Boote von einem, der sonst Folkeboote baute und vermutlich eine moderne Version davon anpeilte.
Für die Serie wurde offenbar das Heck dann gekürzt, das Ruderblatt angehängt und das ganze in GFK gebaut.

Ein wirklich schönes Boot zu einem damals schon niedrigen Preis.

Ein alter Herr in Strib bot das Boot an, er sprach kein Wort deutsch oder englisch, wir kein dänisch.
Wir haben uns aus verschiedenen Gründen trotzdem dagegen entschieden, aber seit damals mag ich die Dinger.
Es fiel mir recht schwer, dem alten Herrn abzusagen.

Letztes Jahr habe ich in Svendborg zum Silverrudder auch eine rote liegen sehen.
Die meisten Boote waren zumindest damals im Bereich Middelfart / Kleiner Belt angesiedelt.

Die Fotos werden dem Boot - finde ich - oft nicht ganz gerecht.
In natura sind die Proportionen, aber auch die Formgebung (z.B. der Aufbau) sehr stimmig, ohne zu neutral zu sein.
Gerade auch wegen der geringen Baunummern dachte ich mir, dass das Boot auch etwas für einen Individualisten wäre.
Bestimmt wird man immer mal wieder gefragt, was man da für ein Boot hat...

Noch etwas zum Späcki:
Man wird damit natürlich auch Teilhaber einer dänischen Legende.
Die Dinger werden da verehrt.

Auf unserer Meisterschaft in Aarhus (2015/2016?) waren die Späckis mit uns auf der Bahn und am Hafen hatte man den Rumpf des allerersten Späckis aufgestellt.
Der war eigentlich auf dem Weg ins Museum und wurde da einfach mal gezeigt - ohne Deck.
Ich gaube, das Segelsportmuseum in Svendborg müsste da auch noch etwas drüber haben.

Bei uns im Hafen gibt es übrigens zwei Späckis, die mit etwas Aufwand hergerichtet wurden, inkl. Rumpflackierung.
Die Substanz scheint gut zu sein.
Letztes Jahr erzählte uns ein dänisches Paar, die Späckis seien im Bereich des Öresunds wohl wieder beliebt zur Mittwochabendregatta u.ä.

Holger

PhyshBourne

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64

Donnerstag, 10. Mai 2018, 13:24

danke.
wo liegt wohl der unterschied zwischen der sehr hübschen duet 25 und einem if–boot (im gegensatz zum folke ist es jedenfalls breiter und hat weniger kielgewicht, dennoch aber mehr segelfläche…)?

beim rj85 meine ich irgendwo gelesen zu haben, dass die folkeboote einst abgeschnittene schärenkreuzer gewesen seien…

(osmoseanfälligkeit und weiche dächer sind bei meinem zeitbudget und handwerklichen (nicht–)können jedenfalls ausschlußkriterien…)
g–ttes sind wogen und wind, segel aber und steuer, dass ihr den hafen gewinnt, sind euer.
(johann wilhelm kinau – aka gorch fock)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »PhyshBourne« (10. Mai 2018, 13:37)


Orage

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65

Donnerstag, 10. Mai 2018, 17:47

Ich sag´s nochmal: Kauf Dir eine IW 31, und Du brauchst nie wieder ein anderes Boot:

https://www.ebay-kleinanzeigen.de/treeba…22711644052%7C0

http://iw31.luftreinhaltung.info/

Vergiss die Kleinkreuzer!
Handbreit, Felix

PhyshBourne

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66

Donnerstag, 10. Mai 2018, 18:37

danke. :)
:ueberlegen:
an ein so großes schiff hatte ich eigentlich nie gedacht…
…auch wegen der laufenden kosten (liegeplatzgebühren, versicherung etc.)…
:kopfkratz:
was zeichnet denn die die iw 31 gegenüber den bisher genannten kleinkreuzern aus (täte es, wenn schon iw, nicht auch 'ne 26er?)?
was ich sehe ist, dass sie mehr platz und einen guten ys hat, man aber bei den bezahlbaren modellen auf dem markt aber oft noch nachgearbeitet werden bzw. etwas erneuert werden muss (segel, z.b.)…
osmose / feuchtigkeit, wo sie nicht hingehört (die alten nach dem handauflegeverfahren waren oft deutlich stabiler als heutige boote) – haltbarkeit (meine beiden englischen gfk–küstenkleinkreuzer waren praktisch unkaputtbar)?

jedenfalls, bis jetzt (werde mir demnächst eine ansehen) liegt die rj 85 vorne…
g–ttes sind wogen und wind, segel aber und steuer, dass ihr den hafen gewinnt, sind euer.
(johann wilhelm kinau – aka gorch fock)

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »PhyshBourne« (11. Mai 2018, 10:26)


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67

Montag, 14. Mai 2018, 14:31

Zur IW31:
Ich habe schon ein paar gesehen und habe bei uns im Verein auch vor ein paar Jahren einen Verkauf aus der Nähe beobachtet.
Das ging schon nur noch mit gefühlt brutalem Preisnachlass.

Für mich sind das hübsche Klassiker mit guter Herkunft, die heute in einer Marktnische sind.
Die Boote sind interessant für Leute, die diesen speziellen S+S Heritage haben wollen, bzw.
für Leute, die gerne längere Seeschläge mit kleinem Budget machen wollen.
Letzteres macht allerdings wohl auch jede Albin Ballad.

Im allgemeinen sind die Boote nämlich günstig zu haben, leider oft auch abgewohnt.
Offenbar ist die Fanbasis da überschaubar.
Von den inneren Werten her ist das Boot auch eher ein gestreckter 27er als ein normaler 31'-Dampfer.
Ist eben schmal und flach, nur die tiefe Bilge ermöglicht halbwegs Innenhöhe.

Wenn man so ein altes Schätzchen günstig kaufen will, wird man normalerweise basteln müssen, wofür du ja leider keine Zeit hast. :D

Womit wir bei der viel spannenderen Frage sind:
Du möchtest ein Boot erwerben älteren Datums, hast aber eigentlich keine (wenig) Zeit, daran zu arbeiten.
Wann willst du das Boot denn eigentlich segeln? :D
Ist natürlich jetzt nur so ein Denkanstoss.

Zur Duet: Ich kann da nur theoretisieren, weil ich das Ding nie gesegelt habe.
Jedenfalls ist es im Vergleich zu den verschiedenen Folkebooten ein Kurzkieler.
Wird vermutlich etwas lebhafter drehen. Kein Topprigg, keine Backis, kann auch grosse Genoa.
Sieht aber in jeder Hinsicht gemässigt, bzw. erzkonservativ aus.

Insofern ein Wort zu dem Begriff 'Kleinkreuzer'.
Boote wie IF, Duet, Marieholm, Trio 80, Drabant 27, Sagitta 26 und ganz viele andere waren letztlich kleine Yachten.
Da fuhren Familien mit in den Urlaub, da war man auch mal bei Schwerwetter unterwegs usw..
Die Attribute dieser Boote waren ja kaum anders als bei grösseren Fahrtenbooten.

Erst solche Boote wie die J-24, die Express oder die X-79 haben bei den kleinen Booten die Brücke geschlagen zwischen konservativem kleinen Fahrtenboot und Sportboot (also damals offenes Kielboot oder grosse Jolle).
Deshalb würde ich eine Duet eben auch anders einordnen als eine Express.

Den Unterschied sieht man finde ich gut im Vergleich zwischen Express und Avance 245.
Beides Norlin-Design aus den 70ern.
Aber eine ist ein Boot, die andere eine kleine Yacht.

Zur RJ: Da schweifte unser Blick auch damals kurz mal hin.
Wir sind aber zu zweit und das Boot ist ganze 2,05m breit.
Stellen wir uns zwei Kojen nebeneinander vor + Bordwand + Bordwandschräge... :D

Da bleibt nicht viel übrig.
Dazu ist das Ding echt flach. Also echt flach. Aber hübsch isse.
Eine optische Bereicherung und gut für die Vielfalt in den Häfen.

Holger

PhyshBourne

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68

Mittwoch, 16. Mai 2018, 10:46

danke.
naja, ich gucke mir jetzt die tage 'ne rj 85 'mal an.

gerade hatte ich ein italienisches catboot des typs difference angeschaut.
ein tolles boot.
tolle ideen.
nur die schlafmöglichkeiten sind für meine länge und breite doch leider ein wenig sehr eingeschänkt…
…obgleich die innenhöhe kommodig ist…
…ist eher ein daysailer oder weekenender…
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »PhyshBourne« (16. Mai 2018, 11:16)


Bruk

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69

Mittwoch, 16. Mai 2018, 19:59

Hallo FishBourne,

ganz kurz:

IF: habe selbst 20 Jahre eines besessen. Ich war immer höchst zufrieden. Das Boot segelt auch bei Hack fast gegen den Wind. Dabei immer butterweich eintauchend. Ohne Sprayhood bei viel Wind und See gegenan absolut nicht schön, weil Hochleistungsdusche. Kriechhöhe nur knapp 1,5 m. War mir nicht wichtig. Breite, extrem lange Kojen im Salon, Luxus-Doppelkoje im Vorschiff. Gewicht nicht 2,15t, sondern 2,6t. Ballast ca. 60%. Qualität 1A! Es waren schöne Jahre. Heute, in meinem Alter (61) käme das Boot nicht mehr in Frage.

Nachteil: Außenborder.
Mit Einbaumaschine untauglich, weil nicht ursprünglich vorgesehen.

Viel Stauraum. Mehr als bei den meisten anderen.

Boote um 5000€: Dem Abwracker sehr dicht auf die Pelle gerückt! Achtung: Ab 1973 wurde eine neue, erheblich verbesserte Decksform verwendet. Daher keine IF's vor 1973!

Besser: Marieholm 26. Nicht ganz billig, aber als Fahrtenschiff deutlich geeigneter. Besonders die 261. Allerdings ist die teuer.

Was würde ich heute tun, wenn ich ein Boot um 26 Fuß kaufen wollte (guter Fahrtensegler, gutmütig, angenehm im Seegang, gute Qualität, ordentlich Lebensraum unter Deck)?

Heraus käme eine Hallberg Rassy 26.

Liebe Grüße
Klaus

PhyshBourne

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70

Mittwoch, 16. Mai 2018, 20:38

danke.
ja, gefällt mir ausserordentlich gut – ist aber ausserhalb meines gerade noch eben vierstelligen budgets… :viannen_06: :ueberlegen:
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schwattwitt

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71

Mittwoch, 16. Mai 2018, 21:20

Für 7700€:


https://www.blocket.se/uppsala/Hallberg_…2.htm?ca=14&w=3


Macht von den Bildern her einen ganz guten Eindruck.....

PhyshBourne

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72

Mittwoch, 16. Mai 2018, 22:13

danke.
freilich – sehe ich die sonstigen preise für dieses modell, drängt sich mir die frage auf:
wo ist der haken? :ueberlegen:
g–ttes sind wogen und wind, segel aber und steuer, dass ihr den hafen gewinnt, sind euer.
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schwattwitt

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73

Mittwoch, 16. Mai 2018, 22:19

Ich vermute, das die Boote in Schweden weniger Heiligtümer sondern eher Alltagsgegenstände so wie hier normale Gebrauchtwagen sind. Schau mal was dort die IF Boote kosten und was hier.
Man sagt, das aber auch mehr runtergerockte Exemplare dort zu finden sind als hier. Aber das kann man ja erfragen bzw anschauen.

Das ähnliche ist mit alten Traktoren. Kosten hier fast doppelt soviel wie in Dänemark...


Das günstigste IF bei Blocket:
https://www.blocket.se/goteborg/IF_Segel…7.htm?ca=14&w=3

1300€

PhyshBourne

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74

Mittwoch, 16. Mai 2018, 22:30

:eeek: (| :eeek: :zus(5): :eeek: :Mauridia_44: :eeek:
g–ttes sind wogen und wind, segel aber und steuer, dass ihr den hafen gewinnt, sind euer.
(johann wilhelm kinau – aka gorch fock)

Bruk

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75

Mittwoch, 16. Mai 2018, 22:34

Für 7700€:


https://www.blocket.se/uppsala/Hallberg_…2.htm?ca=14&w=3


Macht von den Bildern her einen ganz guten Eindruck.....


Wenn die Bilder die Wahrheit spiegeln, wäre das Angebot incl. in 2012 generalüberholtem Motor ein sehr gutes Angebot. Soviel Schiff für's Geld, wie gegenwärtig der Fall, gab es noch nie!
Gruß
Klaus

schwattwitt

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76

Mittwoch, 16. Mai 2018, 22:44

Ich schaue immer wieder mal bei blocket rein und es war schon so als ich vor 3 Jahren mal konkreter suchte.
Wenn ich genug finanzielle und zeitliche Reserven hätte und ein Ostseeboot suchen würde, würde ich nach Schweden fahren.
Am besten im Rahmen eines Urlaubs eine Bootsbesichtigungstour machen und falls der Urlaub lang genug ist, mit dem Boot nach Hause segeln... ;)

Orage

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77

Mittwoch, 16. Mai 2018, 22:50

Ich sag´s zum letzten Mal: Vergiss die Kleinkreuzer; z. B. die HR 26 ist eine Krücke und keine hochseetüchtige Segelyacht. Bei 7-8 Bft. (auch auf der Ostsee) geht so etwas in Richtung Seenotfall. (Von den Segeleigenschaften ganz zu schweigen).

Bei Deinem Budget sind eine IW31, Albin Ballad oder Scampi 30 drin; das ist eine ganz andere Welt... :D .
Handbreit, Felix

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Donnerstag, 17. Mai 2018, 00:44

Ich habe mich vor zwei Jahren mit dem gleichen Problem rumgeschlagen. Es ist ein Spækhugger geworden und ich würde nach jetzigen Kenntnisstand wieder so entscheiden. Die ultimative Probefahrt findet erst in diesem Sommer statt, aber ein paar Dinge stehen für mich jetzt schon fest.

Ein kleiner Außenborder reicht völlig. Mit 4 PS sind 5 kn bei Halbgas mit einem Verbrauch von weniger als 1 l pro Stunde normal. Die Standardhalterung tut ihren Dienst. Einige habe da zusätzliche Versteifungen reinschweißen lassen.

Die Racingversion des Spækhugger hat das längere Cockpit: 2 m statt 1,75 bei der Family. Wer auch mal im Cockpit liegen möchte, wählt die Racingvariante. Unbequem fand ich das Cockpit bisher nicht, auch wenn ich den ganzen Tag unterwegs war. Man kann sich zum Beispiel sehr schön auf der Leeseite an die Cockpitwand anlehnen und dem Wasser beim vorbeifließen zusehen, sofern jemand anders gerade Ruder geht.

Ich habe bei der Bootssuche Dinetteausbauten und Seitenkojenausbauten gesehen. Der Unterschied ist enorm und fällt für mich eindeutig pro Dinette aus. Trotz gleicher Innenmaße fühlt sich die Dinette viel größer an und der Ausbau bietet mehr Stauraum; Herd und Spüle sind gut von der Sitzbank aus erreichbar.

Der Preis war mit 5500 € voll in Ordnung. Gekauft habe ich in Helsingör. Gehandelt wurde nicht; es erschien mir unpassend. Wirklich neu musste nur das Großsegel gemacht werden. Wer kein werkstattneues Segel braucht, findet wegen der aktiven Regattaszene immer mal wieder gebrauchte auf der Seite der Klassenvereinigung. Das Vordeck ist etwas weich und könnte gemacht werden, ist aber nicht dringend. Ein Feuchtemessgerät hatte ich beim Kauf dabei. Mein Spækhugger war trocken, ein zweiter war gut, ein dritter ziemlich feucht. Bei einem vierten war Osmose von außen kleinflächig in der Nähe des Wasserpasses zu erkennen. Für mich wäre das ein Grund, ein Feuchtemessgerät zur Besichtigung mitzunehmen, aber nicht von einem bestimmten Typ Abstand zu nehmen.

Der Spækhugger hat keine Backskisten unter der Cockpitbank. Dort befinden sich die achteren Kojen. Die sind relativ lang, aber schmal und stellenweise niedrig. Der klare Vorteil ist, dass man absolut sicher liegt und kein Risiko hat, durch Rollen oder Krängung aus dem Bett geworfen zu werden.

Das IF-Boot stand auch auf meiner Liste. Es segelt sich gut, ist im direkten Vergleich aber chancenlos gegen einen Spækhugger. Der Spæki ist schneller, läuft mehr Höhe und ist wendiger. Ich habe vor dem Kauf mit jemandem E-Mails ausgetauscht, der mit seinem Spækhugger von Dänemark bis in die Südsee gesegelt ist. Er kannte zwar nicht das IF, aber die Folkeboote aus eigener Erfahrung und sprach dem Spækhugger klar die besseren Segeleigenschaften zu.

Verglichen mit dem IF ist der Spækhugger vor allem niedriger und breiter. Mir kommt er insgesamt größer vor, aber die Fotos vom Innenraum des Spækhuggers waren nicht in der Lage, mir ein Gefühl des Raumes zu vermitteln. Auf den Fotos wirkte es auf mich deutlich größer als in der Realität. Es könnte sein, dass das bei deiner Körpergröße bereits als Ausschlusskriterium ausreicht.

Grüße

Martin

PhyshBourne

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79

Donnerstag, 17. Mai 2018, 10:01

danke.
danke noch einmal für's mitdenken, und für alle vorschläge.

meine baroque persönlichkeit ist in der tat nicht unwichtig, wenn's um den liegeplatz im boot geht.
noch kann mich freilich bücken.

aber es kommt noch etwas anderes bei den budget–überlegungen hinzu – ich muss ja noch die umrüstung auf's dschunkenrigg mit einrechnen, und da ist noch ein mittlerer vierstelliger betrag nötig…
…das auszubalancieren ist nicht ganz ohne…
…insofern ist eine ballad o.ä. ausserhalb des budgets…
nach all' eurem rat sieht es inzwischen so aus:
rj 85 oder spækhugger family – das catboot ist auch noch nicht ganz aus dem rennen, liegt aber an dritter stelle (problem hier: nur als daysailer oder max. als weekender).
…tricky, tricky…!!
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Bruk

Kapitän

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80

Donnerstag, 17. Mai 2018, 11:03

Ich sag´s zum letzten Mal: Vergiss die Kleinkreuzer; z. B. die HR 26 ist eine Krücke und keine hochseetüchtige Segelyacht. Bei 7-8 Bft. (auch auf der Ostsee) geht so etwas in Richtung Seenotfall. (Von den Segeleigenschaften ganz zu schweigen).

Bei Deinem Budget sind eine IW31, Albin Ballad oder Scampi 30 drin; das ist eine ganz andere Welt... :D .


Wie kommst Du auf solch extreme Bewertungen? Meine Erfahrungen sind völlig andere:

HR 26: Absolut hochseetüchtig, kann Schwerwetter prima ab, läuft auch bei grobem Seegang weich durch, 6-7 Bft. nicht das geringste Problem!

IW 31: Schlechte Erfahrungen gemacht. Durch die langen Überhänge raumschots schwer zu steuern, sieht deutlich schneller aus als sie ist.

Scampi 30: Die Überführung von Skagen nach Kiel bei Schwerwetter gegenan war sehr unangenehm, da der Rumpf sehr hart in die Welle schlugt. Der IOR-Rumpf neigte sehr zum Sonnenschuss. Das eingeschnürte Heck hat bei Brassfahrt vor dem Wind dazu geführt, dass es sich extrem in die See saugte.

Ballad: Keine Erfahrungen, nie gesegelt.

Fazit: Im Vergleich, beispielsweise zur Scampi, war mein IF gerade in schwerer See deutlich angenehmer. Das Gefühl der Sicherheit bei 60% Ballast ging nie verloren.

Es ist die Konstruktion, welche die Seetüchtigkeit ausmacht, nicht die Schiffslänger. Wobei zu sagen ist, dass vergleichbare Konstruktionen mit zunehmender Größe und Tonnage deutlich ruhiger in der See liegen. Meine M32E deutlich ruhiger als das IF, die ehemalige Germania V lag naturgemäß ruhiger in der See als die Marieholm 32E. Im Vergleich von X99 und X61 ist das genauso.

Gruß
Klaus

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