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81

Donnerstag, 17. Mai 2018, 12:01

Ich habe mich vor zwei Jahren mit dem gleichen Problem rumgeschlagen. Es ist ein Spækhugger geworden und ich würde nach jetzigen Kenntnisstand wieder so entscheiden. Die ultimative Probefahrt findet erst in diesem Sommer statt, aber ein paar Dinge stehen für mich jetzt schon fest.


@Gurli: Deinem Nick nach gefragt: Ist es die GRANIT GURLI, die Du gekauft hast?
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Bruk

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82

Donnerstag, 17. Mai 2018, 13:22

danke. :)
:ueberlegen:
an ein so großes schiff hatte ich eigentlich nie gedacht…
…auch wegen der laufenden kosten (liegeplatzgebühren, versicherung etc.)…
:


Hallo PhyshBourne,

kurz noch einmal zu den laufenden Kosten. Ich hatte da den direkten Vergleich (20 Jahre IF, 20 Jahre Marieholm 32E):

Insgesamt gesehen haben sich die Kosten ungefähr um den Faktor 2,5 erhöht!

Ein paar Eckwerte:

Liegeplatz Winterlager: IF rd. 20 m², M32E rd. 40 m².

Krankosten: Doppelt so hoch wie beim IF.

Sommerliegeplatz: ca. 50% teurer.

Bockmiete: ca. 40% teurer

Segel: dreimal so teuer. Die kleine Arbeitsfock der M32E ist so groß wie die Gesamtbesegelung des IF. Tücher teurer, weil stärker dimensioniert.

Rigg: Wanten und Stagen länger und stärker dimensioniert: doppelt so teuer.

Polster: Austausch viermal so teuer.

Antifouling: dreimal teurer, da wesentlich größere Fläche.

Und so geht das weiter, z.B. Kaskoversicherung.

Hinzu kommt:
Die Pflege im Winterlager ist deutlich beschwerlicher mit der M32E. 3,60 hoch von Kielsohle bis Kajütdach: Politur der Außenhaut nur mit Leiter möglich. 3fache Fläche, 3fache Kosten, 4facher Ärger..
Beim IF konnte ich außen rumlaufen und in 3 Stunden war die Politur erledigt. Heute dauert das 2 Tage, wenn man sich Mühe gibt.

Mit dem IF konnte ich auch nachts in überfüllte Häfen einlaufen und hatte doch immer einen Platz bekommen. Mit 10 Metern ist das eher unwahrscheinlich.
Mit den realistisch 1,25m Tg. des IF konnte ich auch sämtliche Kleinhäfen (besonders reizvoll) anlaufen. Mit 1,75m Tg. ist das Geschichte.

Ich hatte seinerzeit das IF nur verkauft, weil 4 Kinder und 2 Erwachsene hätten übereinander liegen müssen. Zu fünft sind wir noch von Missunde nach Arvika gesegelt. Ging aber nur wegen der Kürze der Kinder und der Leidensfähigkeit der Besatzung. Begeisterung war eben deutlich höher!

Deine Gesamtplanung ist absolut seriös und gut durchdacht. Der höhere Kaufpreis ist wirklich nur das kleinste Kostenproblem bei Kauf eines größeren Bootes. Vom o.g. Zusatzaufwand (Manpower) ganz zu schweigen.

Ach so:
Die Seefahrt mit dem größeren Boot macht mir keinesfalls mehr Spaß. Es ist halt deutlich bequemer und wenn die Gesundheit einst sagt "Stop Käpt'n" dann haben wir immer noch ein bezahltes Ferienhaus auf dem Wasser.

Alles Gute bei der weiteren Planung!

Liebe Grüße
Klaus

PhyshBourne

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  • »PhyshBourne« ist der Autor dieses Themas

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83

Donnerstag, 17. Mai 2018, 13:43

:good2: da kann ich nur sagen: :danke:
g–ttes sind wogen und wind, segel aber und steuer, dass ihr den hafen gewinnt, sind euer.
(johann wilhelm kinau – aka gorch fock)

Orage

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84

Donnerstag, 17. Mai 2018, 19:04



Ich hatte da den direkten Vergleich (20 Jahre IF, 20 Jahre Marieholm 32E)...

...z.B. Kaskoversicherung...

Hinzu kommt:
Die Pflege im Winterlager ist deutlich beschwerlicher mit der M32E. 3,60 hoch von Kielsohle bis Kajütdach: Politur der Außenhaut nur mit Leiter möglich. 3fache Fläche, 3fache Kosten, 4facher Ärger..


Na ja, eine Marieholm 32 E ist noch einmal ne Nummer größer als ein IW31, der ja, wie oben bereits erwähnt, vom Volumen her eher einem 27-28 ft.-Boot entspricht.

Der Beitrag der Kaskoversicherung richtet sich nach dem Zeitwert des Bootes und der Wunschsumme bei Totalschaden (bei mir, Pantaenius, jedenfalls). HR 26, Spaekhugger, Grinde, IW31, Albin Ballad, Scampi 30 etc. kann man alle für z. B. 7500 EUR Zeitwert Kasko versichern.
Handbreit, Felix

Bruk

Kapitän

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85

Donnerstag, 17. Mai 2018, 19:30



Ich hatte da den direkten Vergleich (20 Jahre IF, 20 Jahre Marieholm 32E)...

...z.B. Kaskoversicherung...

Hinzu kommt:
Die Pflege im Winterlager ist deutlich beschwerlicher mit der M32E. 3,60 hoch von Kielsohle bis Kajütdach: Politur der Außenhaut nur mit Leiter möglich. 3fache Fläche, 3fache Kosten, 4facher Ärger..


Na ja, eine Marieholm 32 E ist noch einmal ne Nummer größer als ein IW31, der ja, wie oben bereits erwähnt, vom Volumen her eher einem 27-28 ft.-Boot entspricht.

Der Beitrag der Kaskoversicherung richtet sich nach dem Zeitwert des Bootes und der Wunschsumme bei Totalschaden (bei mir, Pantaenius, jedenfalls). HR 26, Spaekhugger, Grinde, IW31, Albin Ballad, Scampi 30 etc. kann man alle für z. B. 7500 EUR Zeitwert Kasko versichern.


Ich bin Bei W&W und habe nicht nach Zeitwert, sondern nach Wiederbeschaffungswert in gleichem Zustand versichern lassen. Ausgerechnet wurde, dass eine Marieholm 32E mit neuwertigem Zustand und vielen zusätzlichen Möbeln (Boot ist ein Unikat diesbezüglich), Totalrefit usw. mind. 50.000€ beanspruchen würde. Die tatsächlich aufgelaufenen Kosten sind deutlich höher gewesen, als von W&W angesetzt. Allein in den letzten 6 Jahren habe ich noch mal 25.000€ versenkt. Nehme ich nur den gegenwärtigen Marktwert, bekomme ich bei Totalverlust ein Boot, in das ich mind. den 1,5 fachen Kaufpreis draufrechnen muss. Dabei werden die ca. 1300 Bootsbauerstunden in Eigenleistung erbracht. Und mit 61 noch mal so ein Riesenunternehmen anzetteln ...

Aber das ist in letzter Konsequenz die Sichtweise des Eigners, in welchem Zustand er sein Schiffchen haben möchte. Und eine Scampi mit Zeitwert 7000€ möchte ich nur mit der Kohlenzange anfassen. Für den Preis und diese Bootsbauqualität gibt es nur Exemplare aus dem Regal ganz unten. Aber wie gesagt: Das ist individuelle Sichtweise.

Selbstkritisch gesehen, bin ich vielleicht ein wenig zu pingelig, was den Pflegezustand angeht. Mein Vater frotzelte immer mit einem "auffälligen psychologischen Phänomen"! :D

Liebe Grüße
Klaus

Kokopelli

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86

Donnerstag, 17. Mai 2018, 22:22

umrüstung auf's dschunkenrigg
Du wirst doch nicht etwa einen Spækhugger...... :drohen:

Bruk

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87

Donnerstag, 17. Mai 2018, 22:52

umrüstung auf's dschunkenrigg
Du wirst doch nicht etwa einen Spækhugger...... :drohen:


Lieber Klaus,

Du siehst, in Arnis gibt es ordentlich Gesprächsstoff. Dschunkenrigg, das hatten wir vor Jahrzehnten auch schon beim Folke. Ich werde vermutlich mit nem Flettner-Rigg auftauchen, das meine Jungs in der Schule durch den 3D-Drucker jagen!

Der erste Schluck geht dann auf mich! :zumwohl:

Ahoi und schöne Seglerpfingsten!

Klaus

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88

Donnerstag, 17. Mai 2018, 22:59

Kokopelli: Das ist mir auch mit Schrecken aufgefallen.
Insofern: Kauf bloss keine Duet, Physh.
Ganz schlechte Idee, ganz schlechtes Boot, völlig ungeeignet. :D

Nimm lieber den Rat von Orage.
Schiess dir eine alte IOR-Beule und richte die hin mit dem Dschunkenrig. :D
Von den Dingern gibt es so viele, da kommt es nicht drauf an. :rolleyes:

Was ich mich frage:
Warum will man von der Dschunke nur das Rigg? Warum nicht die Dschunke als solches?
Gibt es auch Leute, die auf einen Dschunken-Rumpf ein Marconi-Rigg stellen?

Holger

Gurli

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89

Donnerstag, 17. Mai 2018, 23:54

Hallo Uwe,

@Gurli: Deinem Nick nach gefragt: Ist es die GRANIT GURLI, die Du gekauft hast?


ja, das ist sie, ein wunderschönes Schiff. Sie hat sich wenig verändert seit Martin sie hatte – zum Glück. Es war Liebe auf den ersten Blick und bis jetzt habe ich es keine Sekunde bereut.
Für meine Tour in diesem Jahr muss ich leider ein wenig Ausrüstung an- und einbauen. Je weniger dran ist, desto schöner ist das Boot eigentlich. Aber das Spitzgatterheck motiviert zusätzlich, nach kleinen handlichen Lösungen zu suchen.

Grüße

Martin

90

Freitag, 18. Mai 2018, 07:16

@Gurli: So klein ist die Welt!
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91

Freitag, 18. Mai 2018, 07:48

Hallo PhyshBourne,

kurz noch einmal zu den laufenden Kosten. Ich hatte da den direkten Vergleich (20 Jahre IF, 20 Jahre Marieholm 32E): (...)
Kann ich nach Umstieg von der Express auf die Scankap-99 im Grundsatz (auch kostenseitig, explizit inkl. Versicherung) voll bestätigen.
Ist auch keine neue Erkenntnis. Kosten steigen exponentiell zur Bootslängenzunahme, wird nur durch die günstigen Kaufpreise verdeckt.
Man kann sich auch (versuchen) dagegen stemmen; dann lässt man dem größeren Boot jedoch nicht die gleiche Aufmerksamkeit zukommen wie zuvor dem kleineren.

Gruß
Andreas

PhyshBourne

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92

Freitag, 18. Mai 2018, 07:57

danke.

die kosten bleiben ein argument.
grundsätzlich kann man wohl sagen, alles unter 8 meter (oder bis 8 meter) ist gerade noch erschwinglich.
(immerhin:
manche liegeplätze rechnen nicht mehr stumpf nach jedem angefangenen meter ab, sondern nach länge max breite, bzw. qm – da geht das noch mit der liegegebühr…)

und klar, egal, welches boot es wird – am ende wird es irgendwann umgerüstet. :D :dance3:
zur zeit mein favorit: die eine rj 85.
(leider ist die länger als 8 meter…)
demnächst soll eine bb17 umgerüstet werden, habe ich gehört…

:fragen: was war denn an der duet 25 so verkehrt? :ueberlegen:
[edit]
oh!
das war ironie…
…ich dummerchen…

aber im ernst – die diskussion mit dschunkenrigg hatten wir doch schon… :P
[/edit]
g–ttes sind wogen und wind, segel aber und steuer, dass ihr den hafen gewinnt, sind euer.
(johann wilhelm kinau – aka gorch fock)

93

Freitag, 18. Mai 2018, 11:04

http://www.yachtworld.de/Boote/1983/Free…ng#.Wv6Wdfn5yRc

Die haben doch nen legendären Ruf. Und Du suchst dohc eher was ausgefallenes?

Gbit beim Palstek auch nen Test zu nem etwas größeren Modell.


PS: Ups ... gibt nen "Brokers comment": Both masts have radial cracking which is a common fault and there are signs of osmosis on the transom and on the hull.

Deshalb so billig. Dafür ist der "Seller" total "motivated". Aber Arbeit dürfte der Kahn machen ... egal wie billig er letztlich ist.

"What 'n Drama mit dem Karma"
(by me, myself & I)

schwattwitt

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94

Freitag, 18. Mai 2018, 11:10

Und Cat Ketch Riggs kommen, was die einfache Bedienbarkeit angeht, einem Dschunken Rigg vom Hörensagen sehr nahe...
Auch günstig für eine Freedom...

P.S.: OK, günstig relativiert sich gerade...

95

Freitag, 18. Mai 2018, 11:16

Das schon. Bloß bevor er ein (etwas) besseres Boot teurer einkauft um es dann mit nem Dschunken-Rigg zu verunstalten ...

dann doch lieber so ne Baustelle. Die wirste anschließend wenigstens problemlos mit dem doppelten Preis wieder los. Und derzeit kommt einem doch das Pfund eher entgegen.

Bei dem hier kannste wahrscheinlich den Preis noch auf 6-7.000 drücken und dann haste einiges gespart um gleich ein Dschunkenrigg zu installieren oder das vorhandene zu reparieren.

VG

PS ... Alternativ in der Türkei kaufen ... da ist das MwSt.-Thematik auch schon fast egal: https://www.onvista.de/devisen/Euro-Tuerkische-Lira-EUR-TRY

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PhyshBourne

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96

Freitag, 18. Mai 2018, 12:12

lol!

eine freedom 28 hatte ich auch schon auf'm plan…
…aber die sind alle doch recht weit weg…
…und die genannte ist zu weit weg.
ich zöge es vor, eines aus d zu erwerben, oder zumindest aus dem näheren ostseeraum.
ist auch 'ne zeitfrage.
länger aus zwei wochen würde ich nicht segeln wollen, um es abzuholen.
dazu kommt, dass man es sich vorher angucken muss.
auch 'n zeitfaktor.

ich weiß gar nicht, was ihr gegen dschunkenrig habt.
sicher, wat de buur nech kennt, dat freet he nich.
aber es fährt sich hervorragend!
segel setzen, ruder legen, genießen.
ich gebe zu, eigentlich ein fahrtensegel.
aber es macht auch nur am wochenende spaß!
und beim auto fahr ich auch keinen schaltwagen – viel zu viel gefummel – sondern einen automatik.
mit meinem letzen boot mit dschunkenrig hab' ich manches größere boot versägt (ich gebe zu, da hatte ich aber auch 'ne menge segelfläche – jedenfalls deutlich mehr als ab werk vorgesehen… :D )…
aber jeder nach seiner façon.
g–ttes sind wogen und wind, segel aber und steuer, dass ihr den hafen gewinnt, sind euer.
(johann wilhelm kinau – aka gorch fock)

97

Freitag, 18. Mai 2018, 12:16

Alles fein. Nur halt ne Frage der Ästhetik.

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PhyshBourne

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98

Freitag, 18. Mai 2018, 12:33

genau!!
schönheit liegt eben doch im auge des betrachters… :D
g–ttes sind wogen und wind, segel aber und steuer, dass ihr den hafen gewinnt, sind euer.
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Bruk

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99

Freitag, 18. Mai 2018, 13:55

lol!

eine freedom 28 hatte ich auch schon auf'm plan…
…aber die sind alle doch recht weit weg…
…und die genannte ist zu weit weg.
ich zöge es vor, eines aus d zu erwerben, oder zumindest aus dem näheren ostseeraum.
ist auch 'ne zeitfrage.
länger aus zwei wochen würde ich nicht segeln wollen, um es abzuholen.
dazu kommt, dass man es sich vorher angucken muss.
auch 'n zeitfaktor.

ich weiß gar nicht, was ihr gegen dschunkenrig habt.
sicher, wat de buur nech kennt, dat freet he nich.
aber es fährt sich hervorragend!
segel setzen, ruder legen, genießen.
ich gebe zu, eigentlich ein fahrtensegel.
aber es macht auch nur am wochenende spaß!
und beim auto fahr ich auch keinen schaltwagen – viel zu viel gefummel – sondern einen automatik.
mit meinem letzen boot mit dschunkenrig hab' ich manches größere boot versägt (ich gebe zu, da hatte ich aber auch 'ne menge segelfläche – jedenfalls deutlich mehr als ab werk vorgesehen… :D )…
aber jeder nach seiner façon.


Lasse Dich bloß nicht verunsichern!
Wenn du langfristig Freude und Zufriedenheit haben möchtest, dann muss das Boot zu Dir passen. Zu Deinem Geldbeutel, zu den Revieren, zu Deinen Vorlieben (lebendig, sportlich, kursstabil, behäbig usw.), zu Deiner inneren Stimme. Die Frage "was haltet ihr von dem und dem Bootstyp", ist auch nur hilfreich, wenn Du weißt, dass der Ratgeber selbst auch das empfohlene Schiff gesegelt hat. Alles andere ist Küstenklatsch und Lektürekenntnisse durch Yachttests. Bringt Dich dann nicht weiter. Aber auch dann, wenn der Ratgeber das Boot gesegelt hat, muss sein Empfinden und Deines nicht kongruent sein.

Bevor Du kaufst, würde ich vielleicht einmal Kontakt mit Gebrauchtboothändlern aufnehmen, um mal ein Probesegeln mit verschiedenen Bootstypen zu vereinbaren. Die Leute wollen verkaufen und willigen i.d.R. ein. Kann es doch sein, dass man nach dem Probeschlag ins Geschäft kommt.

Ich selbst hatte meine Erfahrungen durch zahlreiche Überführungen während der Semesterferien gemacht. Auch für Händler, die ihr Boot zum Bestimmungsort von mir segeln ließen.
Die Lektüre von Yardstickzahlen und Yachttests - so mein Fazit am Ende meiner "Überführungszeit" - ist nicht immer hilfreich. So brachte ich einmal eine Arcona 32 für den Händler zum Yachttest. Der einige Monate später erschienene Test in der Yacht unterschied sich in wesentlichen Dingen von meinen Erfahrungen während der Überführung.
Yardstick als Kriterium zur Wahl des Fahrtenschiffs ist so, als würde ich mir das Auto nach Höchstgeschwindigkeit und Beschleunigung aussuchen. Der tiefer gelegte Porsche Carrera wäre dann ganz vorn, aber als Gebrauchsfahrzeug für die värmländischen Wälder eher 2. Wahl.

Und nie vergessen: Nur Du und Deine Familie müssen das Boot mögen!

Liebe Grüße
Klaus

100

Freitag, 18. Mai 2018, 13:56

...ich weiß gar nicht, was ihr gegen dschunkenrig habt.
sicher, wat de buur nech kennt, dat freet he nich.
....


- Dschschunkenrigg: Lasteintrag des Riggs in den Rumpf nur an einer Stelle (Mast) nicht an den konstruktiv dafür ausgelegten Püttingen. Je besser die Kräfte verteilt werden, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit einer Überlastung.

- Hohes Topgewicht durch den schweren Mast und die Latten

- keine Fock (manchmal ist es angenehm, bei Hack und Welle nur mit Fock vorwinds abzulaufen, das Halsen ist dann entspannter, als wenn irgenetwas mit Hölzernausgesteiftes rumfliegt. Starkwindhalsen mit Gaffel sind ja auch etwas heikel...)

Meine Skepsis gegenüber dem Dschunkenrigg rührt aus Segelerfahrung und Nachdenken. Als Techniker (Ingenieur...) ist mir der Umgang mit Kräften nicht ganz fremd...
Ein Boot ist konstruktiv für ein bestimmtes Rigg ausgelegt. Wenn ein Laie da Änderungen vornimmt, führt das nicht zwangsläufig zu Verbesserungen.

Ansonsten ist das aber bei meinem konventionell 7/8 geriggten Dampfer auch so: Segel hoch, Ruder legen und los. Meine Wendewinkel sind im übrigen so erfreulich, dass ich auch schon in der Vierendehlrinne und der Hiddenseezufahrt gekreuzt bin...

Ich weiß, Blondie Hasler hat mal nen Folke mit Dschunkenrigg ausgestattet und ist damit über den Atlantik. Aber Blonie Hasler war verrückt. Hat im 2. WK nen Kommandounternehmen geleitet, wo die Nazis in Frankreich mit Paddelbooten angegriffen wurden.

Nen Schärenkreuzer hat er auch gehabt, und einigermaßen verrückt gesegelt:

"Zu besonderer Berühmtheit gelangte Tre Sang unter H.G. (Blondie) Hasler. Beinflußt von Uffa Fox’s enthusiastischer Beschreibung der 30er Schärenkreuzer erwarb er Tre Sang im Herbst 1945. Das Boot wurde im November einem ersten Härtetest unterworfen, als Hasler sich entschied, Tre Sang in dieser „warmen“ Jahreszeit von Gosport um sämtliche stürmische Kaps Südwestenglands in den nördlichen Teil des Bristol Channel zu überführen. In einem Artikel für Yachting Monthly beschrieb er diesen Törn, der fast alle Wetterbedingungen inclusive „a sort of gale“ enthielt und dem Eigner jede Menge Vertrauen in seine Neuerwerbung vermittelte"

So jemand überlebt auch nen auf Dschunke umgebautes Folkeboot.
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