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1

Samstag, 9. Juni 2018, 09:10

Anfängerboot zum Übersommern aus Stahl

Moinmoin,
ich bin neu hier im Forum und habe zwar schon länger mitgelesen, aber bis dato noch nicht angemeldet gewesen.
Nun stehe ich vor der Entscheidung mir ein kleines Segelboot zuzulegen.
Meine Erfahrung die ich habe ist auf eine Woche mitsegeln auf einer Laurin 28 und gelegentlichen Mittwochssegeln bei Arbeitskollegen zurückzuführen sowie den Sportbootführerschein.
Ich bin im zweiten Ausbildungsjahr zur Schweißerin auf einer Werft in Kiel. Habe also tagtäglich mit Stahlschiffen zu tun, jedoch in anderen Dimensionen und Neubauten. Deshalb wäre Stahl meine Wahl da ich damit gut zurecht komme, ansonsten bin ich in anderen Bereichen handwerklich lernfähig.

Nun möchte ich da ich viel pendeln muss ein Boot haben in Kiel um auf jeden Fall darauf zu Übersommern. Dabei sind meine Ansprüche an Platz nicht groß, nur das ich stehen kann mit meinen 1,75m.
Ansonsten ist mir wichtig das ich das Boot später auch Einhandsegeln kann.

Das Budget ist nicht groß, liegt eher unter 5000 Euro. Aus Familienkreisen wäre das noch um 2000 Euro zu erhöhen was ich aber ungerne in Anspruch nehmen wollen würde.

Wenn etwas dran zu machen ist wäre das kein Problem für mich. Dabei wären mir Schönheitsmakel natürlich lieber als sofort raus aus dem Wasser und Unterwasserschiff neu (zum Winter wäre das natülich ok)

Nächste Woche kann ich mir dieses Boot ansehen https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anze…1797718-211-473
Ansonsten gefällt mir die Wibo 830 auch recht gut. Bin aber offen für Vorschläge und Tipps von euch :-)

Die wichtigsten Punkte:

-Stehhöhe über 1,75 zumindest im Kochbereich

-sicher
-Einhandzusegeln
-für nen schmalen Taler ;-)

Ansonsten wünsche ich euch allen ein schönes Wochenende :-D

Liebe Grüße Sophie

zooom

Salzbuckel

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2

Samstag, 9. Juni 2018, 09:45

Hallo Sophie,
Willkommen im Forum.
Ist ja selten, daß eine angehende Schweißerin sich hier anmeldet. Toll.
Die Wibos hat fast alle der Zahn der Zeit weggenagt, ich weiß allerdings von Einem, der hat kürzlich eine fast rostfreie erworben.
Was man so hört, ist die Wibo 830 nicht gerade ein Racer. Der Markt ist aber voll von Stahlschiffen, die eine kundige Hand brauchen. Also ggf. etwas länger schauen.
Gruß Thomas

Dieses Jahr bekennender Alt 68iger

3

Samstag, 9. Juni 2018, 09:45

Moin Sophie,
willkommen auch von mir.
Der Domp macht auf den Fotos einen ordentlichen Eindruck. Für das Geld kann man das wahrscheinlich machen.
Kläre ob er unter Wasser nicht dünn ist. Aber selbst wenn. Du kannst das ja wahrscheinlich selbst reparieren.
Grüße
Uwe

PS:
Man kann jedes Boot einhand segeln. Vorwiegend muss nicht das Boot, sondern der Schipper bzw. die Schipperin dafür geeignet sein.
:S

4

Samstag, 9. Juni 2018, 10:51

mit der Domp machst du wahrscheinlich nichts verkehrt. sie macht auf den Bildern einem vollständigen und sofort benutzbaren Eindruck. Landstrom, Elektropanel, Anker, Fenderbretter, usw., alles da. (Nur der Vorhang direkt über dem Kocher ist vielleicht nicht so genial...)

Die Wibo 830 hat Stehhöhe reichlich - mindestens 1,90m. Die Domp sollte für dich aber auch hoch genug sein.

Viel Erfolg bei der Besichtigung!

Gruß

Thomas

(Die Namensgleichheit mit dem Verkäufer ist zufällig. :D

5

Samstag, 9. Juni 2018, 10:52

Hallo,
bei kleineren Stahlbooten gibt es meiner Ansicht nach eine einfache Methode für wenig Geld an ein Boot zu kommen.
Ganz einfach mal jetzt durch einige Winterlagergelände laufen. Vieles was da jetzt noch auf der Wiese steht sind quasi unverkäufliche alte Stahlboote. Da geht sicher was für sehr kleines Geld, vor allem wenn man kleinere Reparaturen selbst machen kann.
Man sollte aber auf Motor und Rigg achten, wenn da was nicht mehr funktioniert wird es teuerer als geplant.
Ein Freund ist, wer Dich für gutes Schwimmen lobt, nachdem Du beim segeln gekentert bist.

Chancard

Smutje

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6

Samstag, 9. Juni 2018, 23:52

Ich selbst hab ne WiBo 835 gekauft und lern das Boot seit kurzem auf dem Ijsselmeer erstmal richtig kennen. Heute bei 5bf+ hab ich ohne Reff einhand gesegelt und dabei auf meinem feststehenden Gasherd Kaffee gekocht.

Aussen kann man alles reparieren, aber innen sollte das Boot möglichst rostfrei sein. Und auch wenn Du nur Aussen was schweissen must, kann es notwendig werden, den Innenausbau vorher zu demontieren...
Bald hab ich alle Fehler, die man machen kann, hinter mir ;D

7

Sonntag, 10. Juni 2018, 07:11

Moinmoin,
vielen Dank für den positiven Zuspruch :-) War zwischendurch verunsichert, ob das alles so richtig ist mit einem Stahlboot aber letztendlich ist das "mein" Material. Die Domp hat mich auch gleich angesprochen.

Wegen der Dicke der Wände habe ich gelesen das es ja schon aufwendiger ist, weil keine Farbe drauf sein darf. An sich ist es sicher kein Problem auf meiner Arbeit bei der Prüfgruppe sowas zu besorgen, jedoch wäre das ja dann schon eher eine Winteraufgabe und nicht VOR dem Kauf möglich.
Mir ist es wirklich wichtig das ich diesen Sommer raufgehen kann und mich nicht gleich in Arbeit stürze ;-)

Mein Segelkollege den ich gerne zur Beratung dazugezogen hätte ist die nächsten 12 Wochen weg, daher auch meine Frage gibt es jemanden der mit mir das Boot ansehen könnte und auch würde?
Ich kann dann auch gerne handwerklich aushelfen...schweißen, schleifen etc..
Liebe Grüße Sophie

8

Sonntag, 10. Juni 2018, 07:28

Hi Sophie,
ruf mal an
040 640 46 65 oder 0172 452 43 98

Ich habe die Beschreibung von der Domp noch einmal in Ruhe gelesen und denke inzwischen eher : Finger weg. Aber ansehen muss man sie trotzdem. Uwe
:S

Chancard

Smutje

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9

Sonntag, 10. Juni 2018, 07:56

Ich find die gar nicht schlecht. Wenn alles funktioniert, innen keine Feuchtigkeit und Rost ist, ....
Bald hab ich alle Fehler, die man machen kann, hinter mir ;D

zooom

Salzbuckel

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10

Sonntag, 10. Juni 2018, 08:49

Nun ja, vor dem Kauf jedenfalls raus aus dem Wasser und mit einem Schichtdickenmesser ran an den Speck, das geht auch durch den Lack. Ich würde nie wieder ein Stahlschiff kaufen, ohne das vorher gemacht zu haben...
Gruß Thomas

Dieses Jahr bekennender Alt 68iger

vlinder

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11

Sonntag, 10. Juni 2018, 08:59

HALLO Sophie,
Die Idee ist super.
Nur,muss es denn ein Stahlboot sein? Nur weil es "Dein" Material ist?
Weißt Du genau,worauf Du Dich einläßt?
Es scheint ein Selbstausbau zu sein. MAN MUSS ES VOR Ort!!!!!! Besichtigen von jemandem der Ahnung !!!!hat.
Was ist mit der Maschine? Was mit dem Baujahr???? PEin Stahlboot rostet OFT von innen nach AUßEN UND NICHT UMGEKEHRT.
FÜR VIELE (ANFÄNGER) HABEN STAHLBOOTE DEN GRÖßEREN CHARME.UND DEM ERLIEGT MAN LEICHT.UND SIE SIND FÜR WENIG Gld zu haben.
Mittlerweile gibt es genügend GfK Boote mit klassischen Linien für sehr wenig Geld und mit sehr vielen Vorteilen.
Contest,Victoire,Bianca,AlbinVega,Marieholm,Amigo,Bandholm,Atlas, Ranger, MacWESTER,WESTERLY,
DER Markt in NL und Skandinavien quillt über.
Laß Dich beraten und setze die richtige Brille auf.
Alles Gute und viel Spaß und Erfolg!
Jürgen

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12

Sonntag, 10. Juni 2018, 09:04

Schweißerin auf einer Werft
:thumb:
Während meiner Zeit auf der Werft habe ich auch den Werkstoff Stahl kennen und schätzen gelernt. Es geht damit ja allerhand, was mit anderen Bootsbauwerkstoffen nicht möglich ist (Gewindeschneiden in Holz? Schweißen von GfK?)

Stahlboot aber letztendlich ist das "mein" Material.
Meines ja auch, aber leider ist es ein wenig geeignetes Material für relativ kleine Segelboote. Sowohl die Verarbeitung als auch die Abrostung sorgen dafür, dass man kaum so dünn bauen kann, wie es von der Festigkeit her erforderlich wäre, und dann wird der Kahn zu schwer. Der Automobilindustrie gelingt es, mit enormem Aufwand für Entwicklung und Vorrichtungsbau aus Stahl sowohl leichte als auch steife Strukturen herzustellen, aber bei den kleinen Stückzahlen im Bootsbau ist das schlicht unmöglich.
Das beschriebene Problem wir um so kleiner, je größer das Boot ist. Das klassische Langfahrtboot ist 12...18 m lang und gerne aus Stahl.

Was tun? Auf jeden Fall segeln gehen!

- Du bekommst für das Geld auch ein kleines oder gar nicht mehr so kleines GfK-Boot. Im Bereich unter 8 m gibt es ein riesiges Angebot. Der größte Kostentreiber in dem Preisbereich ist interessanterweise der Einbaudiesel. Den zu haben ist wunderbar, aber der Verzicht darauf (also das Leben mit Außenborder) vergrößert das Angebot enorm.
Schau mal nach einem Boot wie einer Maxi 77 (oder 100 ähnlichen Booten), die gibt es sogar mit Einbaudiesel für Dein Budget.
Deine Fähigkeit als Schweißerin setzt Du nicht am eigenen Boot ein, sondern machst zum Herbst ein eigenes, kleines Gewerbe auf und bietest Zäune und Treppengeländer an. Das ist wirtschaftlich sinnvoller als am eigenen Boot Rostlöcher zu schweißen.

- Alternativ kannst Du auch nach einem Stahlboot suchen und so wenig dafür bezahlen, dass Du es ggf. noch ohne großen Verlust abwracken kannst. Motor und sonstige Ausrüstung gehen bei Ebay wohl ganz gut, und der Rest ist eben kein Sondermüll, sondern bringt noch Geld (Vorteil von Stahl...).

Von einem möchte ich dringend abraten: ein Stahlboot zu kaufen und dann viel Arbeit reinzustecken. Hier im Forum hat der Kollege @zooom: in bewundernswert offener Weise ein solches Abenteuer beschrieben.

Ach ja: das Angebot zur Beratung vom Kollegen ugies würde ich annehmen. :)

Gruß
Robert

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Robert M« (10. Juni 2018, 09:34) aus folgendem Grund: Link eingefügt


zooom

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13

Sonntag, 10. Juni 2018, 09:06

Den Link hab ich grad aktualisiert...
Gruß Thomas

Dieses Jahr bekennender Alt 68iger

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14

Sonntag, 10. Juni 2018, 09:08

Ich lag mal im Winterlager und mein Kumpel, auch Schweißer von Beruf, hat für mich was "gebrutzelt". Da war er natürlich sofort angesprochen worden, von wegen ob er nicht mal schnell an den Stahlboot nebenan was schweißen könne.
Gesagt getan. Als wir dann alleine waren sagte er, nur gut das er nicht mehr wollte. Der Stahl war schon so dünn, dass man beim schweißen mehr Löcher rein wie raus machen konnte. Das nur als Denkanstoß.

Also, nimm Dir einen Sachkundigen von Deinem Betrieb mit und messe die Stahldicken am gesamten Boot.

Ach so, unterschätze nicht die übrigen Arbeiten an Holz und Elektro.....da kann man viel Zeit dran verbringen. Ähnlich beim schweißen, da weist Du es genauer wie ich schreiben könnte, dass das alles nicht mal schnell schnell geht.

Ansonsten, bei den ganzen Resaurationsarbeiten lernt man sein Boot kennen, schätzen und lieben. Hinterher ist es oft besser wie beim Neubau. Und.....ohne Fleiß kein Preis....äh Schiff 8o
Gruß Torsten

kis
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15

Sonntag, 10. Juni 2018, 09:17

Hallo Sophie,

Sieh sie Dir auf jeden Fall an. Wenn Du im Boot die Schapps auf machst oder die Bodenbretter hoch nimmst, sollte es nicht muffig riechen, denn dann gammelt es, dazu brauchst Du keine in Fachwissen. Der Verkäufer müsste zustimmen das Boot zu kranen, eventuell Kosten teilen, wenn Du nach der Besichtigung Bedenken hast zu kaufen. An Deinem Arbeitsplatz sollte ein entsprechendes Messgerät vorhanden sein.

Viel Erfolg,

Klaus

16

Sonntag, 10. Juni 2018, 10:07

An den allermeisten Stahlbooten rosten die Bilges von innen, dort an der tiefsten Stelle und ums WC herum. Wie man das ein und für alle Male zum stehen kriegt, weißt Du ja. Ist da viel Rost, ist eben entsprechend Material weg. Von der anderen Seite hat man hier und da ein paar Stellchen, an denen vielleicht mal beim AF-Malen geschludert wurde. Bei einem älteren Boot wie dem Domp wird viel mit Teer und einiges mit Mennige/Grundierung ausgebessert worden sein. Weil Rost Placken und entfernter Rost kleine Krater hinterlässt, sieht man anhand der Struktur schon in etwa, was das Boot hinter sich bzw. vor sich hat. Das Rohr am Süllbord ist auch gefährdet, aber im Gegensatz zur Bilge was zum Sonntagsschweißen.

Holzteile an Deck sind ein ganz anderes Kapitel. Ist der Lack erstmal am Pladdern, brauchen sie zahllose Schläge Lack, bis alles wieder okay ist. Wohnt man weder am Boot noch kann man die Teile über Winter gut abnehmen, unterbleibt das meistens. Das betrifft auch den Mast. Haben wir da vielleicht ausgebreitete Pilzbildung? Vielleicht Fäule im Bereich der Salingbeschläge? Ist das Teil massiv und hat vielleicht Probleme an Windrissen? Ist das Teil verklebt und der Kleber macht Mucken, fault es unter der Stagreiterschiene?
Wenn es drinnen muffig riecht, riecht es so wie in mehr als der Hälfte aller alten Boote, die selten benutzt werden. Zur Not braucht man ein paar neue Bodenbretter - auch hier am ehesten im WC-Bereich. Vielleicht entdeckt man innen am Holz irgendwelche Stockflecken? Zumalen!

Natürlich werden GFK-Boot-Besitzer vor Stahl warnen. Schließlich habben sie sich aus gutem Grund für ein GFK-Boot entschieden. Sperrholzbootbesitzer sagen, dass Stahl doch so hässlich ist und Holz inkl. Sperrholz doch wenigstens keine Osmose kriegt. Rosten kann es schon und wenn dann übelst (...!) Und was sagen Stahlbootbesitzer? Einer hat sich zumindest geäußert. Bei allen Vor- und Nachteilen kommt der strukturelle Schaden bei Stahl von den Oberflächen aus, bei Holz und Plastik aller Art von innen. Bei Stahl braucht man kein Ultraschallgutachten, um zu sehen, wie tief der tiefste Rostkrater ist. Hat man seine Lesebrille vergessen, nimmt man die Fingerkuppe - ein hervorragendes Messinstrument, das man immer dabei hat.
Der Domp sollte aus +/- 5mm Blechplatten gebaut worden sein und hat guten konstruktiven Korrosionsschutz. 3½ bis 4 entspricht vielen Neubauten. Bei dem kleinen Domp wären je nach Bereich auch 2½ noch kein Grund, was zu ersetzen. Falls doch, Einrichtung kann man meistens drinnen lassen und ggf. durch eine Inspekionsöffnung kühlen (mit Wasser ausm Schlauch natürlich). Fallnähte sind besser als Steignähte, weil dann drinnen weniger glühende Brocken rumfliegen. Gibt heute so schöne Elektroden. Aber Vorsicht! Wenn Dir ein Delantasegler dabei zuguckt wird er schreiend ins Meer laufen oder mit 112 die Psxchatrie anrufen.

Wenn ich gerade auf der Suche nach einem unkomplizierten Kajütboot wäre, dann wäre das Boot meins. Meiner Ansicht nach und nach den Fotos ist es ein Boot, das jahrelang gepflegt und erst in der letzten Zeit etwas vernachlässigt wurde. Deswegen die teils wenig verkaufsfördernden Oberflächen. Was mich etwas wundert, dass niemand den Motor anspricht. Der ist erheblich teuerer als eine Tafel Grobblech. Ferryman ist absolut okay, aber eben doch kein Bukh. Aus der Stopfbuchse sollte viel Fett quellen.

Viele Grüße, Chris

17

Sonntag, 10. Juni 2018, 10:32

- Alternativ kannst Du auch nach einem Stahlboot suchen und so wenig dafür bezahlen, dass Du es ggf. noch ohne großen Verlust abwracken kannst. Motor und sonstige Ausrüstung gehen bei Ebay wohl ganz gut, und der Rest ist eben kein Sondermüll, sondern bringt noch Geld (Vorteil von Stahl...).
Das muss ich aus eigener Erfahrung ein bisschen relativieren. Die Idee ist gut, viele Dinge bei Ebay oder Ebay-Kleinanzeigen zu verkaufen ist aber viel zeitaufwändiger als man denkt, es nervt sogar ziemlich. Mein Motor hatte z.B. nach über 6 Monaten nur eine Anfrage.
Stahl bringt gerade (also Mischschrott) +- 130€ die Tonne. Wenn das noch jemand abholen und oder zerlegen soll weiß ich nicht, ob man mit so einem kleinen Boot (4t - Ballast) auf 0 kommen kann.

Zitat von »zooom«

Das ist eine Verständnis- keine Wertungsfrage.

18

Sonntag, 10. Juni 2018, 10:49

Rostkrater sieht man zwar von außen, aber was ist, wenn sie gut beerdigt sind? Dazu brauchen wir ein selbstgebautes Spachtelstärken-Schätzeisen:

Man nehme:

1 kleinen Magneten, wie für Kühlschrankzettel
1 nicht zu starke Zugfeder
1 Stab mit Skala, z.B. Schaschlickstab mit Eddingskala
1 Griff zum einhaken an der Feder
1 Klecks 5 Minutenepoxid

- alles zusammenbauen

Der Stab ist innen in der Feder und ist unsere Skala. Die Einheit (Zoll, Millimeter, Landmeile/10ooo) ist wurscht. Es geht um Relationen.
Man beginnt mit einer Referenzmessung an einer Stelle die offenbar nicht gerostet hat und nicht gespachtelt ist.
Man setzt den Magneten an, zieht an der Feder und beobachtet die Skala.
Den Punkt an dem sich der Magnet löst, merken wir uns.
Bei weiteren Messungen berücksichtigen wir, dass die Magnetkraft mit zunehmender Entfernung vom Stahl rapide abnimmt. Je füher sich der Magnet abhebt, umso mehr ist dort im Busche.

Die Methode reicht, um Spachtel schon ab 1 mm Stärke zweifelsfrei aufzuspüren.



... nochwas zum Kranen: Kranen wird ja nach Revier und Liegeplatz zwischen 35 und 150 € kosten. Ein Boot wird entweder an Land oder im Wasser gekauft. An Land sieht man viel vom UW-Schiff, im Wasser sieht man obs dicht ist und ob der Motor läuft. Alels andere ist normalerweise Sache des Käufers. Entdeckt man nach dem Kranen (ob ein oder aus) einen massiven Schaden, ist das für gewöhnlich ein Grund, vom Vertrag zurückzutreten. Erfahrungsgemäß seht man direkt nach dem Kranen ein oder zwei Roststellen. Vielleicht auch keine oder vielleicht 10. Das alleine sagt aber ausgesprochen wenig. Weil es erstmal unter dem Anstrich rostet, müsste er ohnehin mit Stecheisen rumgehen und alle verdächtigen Stellen prüfen. Dazu muss das Boot normalerweise abgekärchert werden und auf den Bock oder man kann sich die Kranerei gleich sparen. Würde mir einer die Ohren vollheulen, dass er von 50 € Krangebühren die Hälfte zurückhaben will, bekäme er sie. Aber was ist mir dem Rest? Wir reden hier immerhin nicht von einer Jongerts von 120 Fuß, sondern von einem kleinen preisgünstigen Boot. Das sollte man bei aller Begeisterung für heutige technische Möglichkeiten nicht unter den Tisch kehren.

zooom

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Sonntag, 10. Juni 2018, 11:24

Kleine Anmerkung noch zum Motor der Domp: Der Feryman R30 2-Zylinder V-Motor ist ein toller Motor mit Handstartoption, wenn er in Ordnung ist, afaik ist die Ersatzteilversorgung inzwischen aber etwas schwierig.
Gruß Thomas

Dieses Jahr bekennender Alt 68iger

schwattwitt

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20

Sonntag, 10. Juni 2018, 13:23

Ich finde es toll, wenn sich eine Berufsanfängerin heutzutage zu einer Handwerksausbildung entscheidet.
Vor 30-35 Jahren hatte ich mich mit dutzenden bis hunderten Mitbewerbern um einen Ausbildungsplatz prügeln können. Ich wollte Tischler lernen. Keine Chance.. zu viel Konkurrenz in meinem Geburtenstarken Jahrgang.
Habe dutzende Bewerbungen geschrieben. Alle von Hand, Computer war noch nicht...

Die Betriebe hatten sich dann gnädigst die gefälligsten Azubis herausgepickt.

Heute ist die Situation umgekehrt. Die Jungen Leute wollen "alle" Studieren egal ob es eine Perspektive hat um sich danach von Praktika zu Praktika hangeln und evtl erst mit 33 ihr erstes Geld verdienen.
Klasse, das du nicht diesem Zeitgeist folgst und dein Ding machst.

Ich kann dir leider keine konkreten Tipps geben, aber empfehle dir deiner Leidenschaft für die Metallbearbeitung zu folgen und dich ruhig an solch einem Projekt auszutoben.
"Vernünftig" sein musst du früh genug, besonders wenn du später erst einmal tief im Berufsleben und evtl. Familienleben steckst.

OK, das war jetzt ziemlich "Off Topic" aber ich wollte einfach mal meine Hochachtung los werden ;)
Viel Spaß noch!

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