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ElRolfo

Leichtmatrose

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1

Dienstag, 12. Juni 2018, 12:25

Unterschiede Conger / Polyvalk

Moin!
Wieder mal der Anfänger mit seltsamen Fragen...
Meine ersten bescheidenen Segelversuche habe ich mit einem Polyvalk absolviert und bin zum Üben auch wieder dort hingefahren.

Das Problem: der dazugehörige See ist 130 km entfernt.
An einem See in relativer Nähe (40 km) kann man mit dem "Grundschein" auch Boote ausleihen - die haben aber nur Boote vom Typ "Conger", auch mit Rolfock.
Soweit ich weiß ist der "Conger" kein Kielboot und hat vermutlich das selbe kippfreudigere Verhalten wie eine normale Jolle. Daher möchte ich hier mal im Forum fragen:
Ist jemand mit beiden Booten (Polyvalk und Conger) unterwegs gewesen und kann die Unterschiede beschreiben? Ist ein "Conger" auch was für jemanden der gerade mal so mit Ach und Krach

mit dem Polyvalk zurechtkommt? Ist der Conger genauso gutmütig wie der Polyvalk? Schnell muß er nicht sein, nur einfach zu segeln und fürs erste nicht so kippelig ...

Grüße
Rolf

pks

Lotse

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2

Dienstag, 12. Juni 2018, 12:34

Servus Rolf,

Unterschiede kann ich nicht nennen, aber Fakt ist: der Conger ist eine stabile Familienjolle, nicht kippelig, gutmütig

mit dem Teil habe ich Frau und Nachzügler fürs Segeln begeistern können, was draus geworden ist siehste in meinem Avatar
Gruß aus Mittelfranken
Peter

beautje

Seebär

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3

Dienstag, 12. Juni 2018, 12:46

Conger ist definitiv Einsteiger- und Familienfreundlich. Auch wenn er keinen Kiel hat, muss man sich schon echt anstrengen um den umzuwerfen.
Also: Viel Spaß!!

4

Dienstag, 12. Juni 2018, 13:02

Ich habe sie beide gesegelt und zwar hier: https://www.cvjm-ratzeburg.de/
Die Polyvalken, die man dort hat, liegen total stabil im Wasser. Ein Conger ist dagegen schon etwas kippelig. Er wird aber, wie man oben schon schrieb, nicht so einfach umkippen. Mach mal, immerhin benutzt man beim CVJM Ratzeburg die Conger zur Ausbildung der absoluten Anfänger. Und man macht das mit gutem Erfolg und auch ohne Verluste an Booten und Menschen. :)
:S

IINS

Leichtmatrose

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5

Dienstag, 12. Juni 2018, 13:07

Hallo,

Der größte Unterschied zwischen den Booten ist, dass der Polyfalk eine Gaffel hat, d.h., dass das Großsegel etwas schwerer zu setzten ist. Conger ist auch ein klein wenig kleiner. Beide Typen aber schön und sicher zu segeln. Conger ist auch für jedermann, ein echtes Einstiegsboot. Viel Spaß.

Gruß Jochen

6

Dienstag, 12. Juni 2018, 13:44

Der größte Unterschied zwischen den Booten ist, dass der Polyfalk eine Gaffel hat,
na ja, der Conger ist mit 5 m x 1,8 m deutlich kleiner als der Polyvalk mit 6,70 m x 2 m. Der Conger hat einen Rundspant und ein Holzschwert. Der Polyfalk ist ein Knickspanter mit Kiel und 150 kg Ballast ...
:S

Olaf_P32

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7

Dienstag, 12. Juni 2018, 14:56

Soweit ich weiß ist der "Conger" kein Kielboot und hat vermutlich das selbe kippfreudigere Verhalten wie eine normale Jolle.
Immer diese krankhafte Angst vor Jollen. Ja, es gibt Jollen die sind etwas kenterffreudiger, aber die habe ich bei einem Bootsverleiher (zumindest hier in Deutschland) noch nicht gesehen. Um eine Conger um zu kippen muss man sich schon sehr ungeschickt anstellen. Wer die Segel halbwegs richtig bedient, der wird bei Windstärken unterhalb der 5 Bft eine Conger nicht umwerfen. Das gilt selbstverständlich auch für viele andere Jollen und Jollenkreuzer. (z.B. Zugvogel oder Pirat) Einfach einsteigen und ausprobieren. Wenn du das Rigg betrachtest, wird die sicher auffallen das ein Polyvalk ein echter Exot ist. Der gesamte Trimm des Groß ist bei einem Hochrigg, wie es heute auf allen modernen Booten üblich ist,komplett anders als beim Valk. Ist klar, ein Hochrigg hat ja auch kein Piekfall :) Also spar die die lange Anfahrt und über auf den Conger. Allein weil sie das üblichere Rigg haben. Solltest du irgendwann in die Verlegenheit kommen ein eigenes Boot zu kaufen oder mal ein es zu chartern, dann ist es mit größter Warscheinlichkeit mit einem Hochrigg ausgerüstet.
Ein Leben ohne Boot ist möglich, aber ist es auch lebenswert ?
:wickie:

ElRolfo

Leichtmatrose

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8

Dienstag, 12. Juni 2018, 15:02

Vielen Dank für eure zahlreichen Antworten. Ich werde mir am Wochenende mal den "Conger" anschauen, mir erklären lassen und damit segeln!

beautje

Seebär

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9

Dienstag, 12. Juni 2018, 15:06

Und es lauert noch eine Fehlannahme: Nur weil ein Polyvalk einen Kiel hat, ist er nicht (oder nur eingeschränkt) unkenterbar. Ich habe durchaus schon Valken gesehen, die zumindest so weit auf die Backe gelegt wurden, dass sie vollgeschlagen sind. Auch nicht dramatisch, aber "absolute Sicherheit" bietet kein offenes Boot, ob mit oder ohne Kiel.

Ich bleibe dabei: Beide Boote sind absolut anfängertauglich, das Rigg ist beim Conger sicher einfacher zu bedienen, wie Olaf schon schreibt.
Optisch schöner und auch schöner zu segeln finde ich den Polyvalken. Aber das ist meine persönliche Meinung und hat auch nichts mit deiner Zielsetzung "lernen und üben" zu tun.

Also: Lieber den Conger vor der Haustür als den Poly in der Ferne - den kann man sich ja noch für den Urlaub aufheben.

ElRolfo

Leichtmatrose

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10

Dienstag, 12. Juni 2018, 15:42

Wie bereits geschrieben bin ich bisher ausschliesslich mit dem Polyvalk gesegelt. Die Gaffel hat mich (und meine Frau) nie gestört, wir kennen bisher kein anderes System. In den Wochen bis zur weiteren Schulung (und der Prüfung für den SBF Binnen) wollen wir nur auf dem Wasser üben so viel es geht. Sportliche Aspekte spielen dabei keine Rolle, es geht wirklich nur um das Einüben von Manövern (Halse, Aufschießer, Beidrehen). Das geht sicher auch mit dem "Conger". Einen Vorteil sehe ich ja schon: da kann einem nicht die Gaffel/Piek auf die Birne knallen wenn man nicht aufpaßt :D

Olaf_P32

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11

Dienstag, 12. Juni 2018, 16:09

Ne Gaffel ist ja auch kein Stück komplizierter als ein Hochrigg. Es ist eben anders und (leider) so weit aus der Mode gekommen, das man es heute mit gutem Recht als exotisch bezeichnen kann. Daher ist es für einen Anfänger warscheinlich besser erst einmal das "übliche" zu erlernen.
Ein Leben ohne Boot ist möglich, aber ist es auch lebenswert ?
:wickie:

ElRolfo

Leichtmatrose

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12

Dienstag, 12. Juni 2018, 21:15

Ich habe meine Anfänge auf dem gaffelgetakelten Polyvalk gemacht und weiß jetzt schon dass ich die Prüfung auch damit fahren muss. Das "andere lernen" bringt also (bis zum SBF) erst mal nicht viel.
Danach ist es sicher möglich dass im Verleih anders getakelte Boote unterkommen, dafür muss ich es dann halt lernen.

13

Dienstag, 12. Juni 2018, 21:31

Ich habe zweimal Conger und öfter Polyvalk gesegelt.
Polyvalk hat uns mehr Spass bereitet.
Das Gaffelsegel haben wir schnell begriffen und es hat echt keine Sorgen bereitet. Der Valke ist größer und läuft super. Mit einer guten Persenning war die Nacht auf dem Heeger Meer kein Problem.
Try it.

Krusefix

Bruk

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14

Freitag, 15. Juni 2018, 21:16

Gegen meine OK-Jolle war der Conger ein Dickschiff. Ich war mit den Segeleigenschaften sehr zufrieden. Ein schönes Boot, mit dem auch küstennahe Törns sicher zu bewältigen sind.

Mein Tipp: Schau Dir auch mal eine Lanaverre 510 oder L 17 an. Sehr gut segelnde Jollenkreuzer mit 2 festen Kojen in der Kajüte und einer sehr großen Plicht.

Mit dem 510er bin ich weiland im Halligenmeer und in den Gewässern rund um Fyn unterwegs gewesen. Richtig gesegelt und den Wetterbericht im Blick, ein sehr schönes Boot.

Liebe Grüße
Klaus

horstj

Lotse

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15

Freitag, 15. Juni 2018, 21:43

stell Dich auf die Nase und du merkst, wie unterschiedlich die Boote sind. Stell Dich auf eine Seite der Pflicht, und du merkst, wie ähnlich die Boote sind.
Bootslog und Refitblog Jeanneau Microsail https://microsail.wordpress.com/

ElRolfo

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16

Montag, 18. Juni 2018, 15:51

Am Wochenende konnte ich mir mal einen Conger in Ruhe ansehen (und Leuten beim Segel bergen/Auftuchen zusehen). Zunächst ist der Conger signifikant kleiner als der Polyvalk und in der Mitte der Plicht ist der Schwertkasten ziemlich im Weg. Der Polyvalk hat hingegen einen fast total ebenen Boden mit viel Platz.

Mein Eindruck von der "Kippstabilität": deutlich kippeliger als der Polyvalk, scheint aber nicht so schlimm zu sein wie ich es befürchtet hatte. Ist halt wirklich eine Jolle und kein Kielboot. So "diotensicher" wie der Polyvalk ist der allerdings nicht.

Fazit: muss ich mal ausprobieren.

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