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frank_x

Seebär

Beiträge: 1 242

Bootstyp: Rommel 33 / Pogo 40

Heimathafen: Berlin

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21

Montag, 18. Juni 2018, 19:06

Naja - ein GPH um die 660 für die First 31.7 gegenüber den +/-600 für die R33 oder - auf YST bezogen 91 vs 100 ist schon eine Ansage sprich im Durchschnitt 10%... Aber jedem das seine /smile/ Oops - sehe gerade, dass Ihr die First laut DSV mit 96 bewegen müsst - das ist ja im YST-Bereich nicht so einfach rauszusegeln oder ?

Beiträge: 1 541

Wohnort: Pinneberg bei Hamburg

Schiffsname: Lekker

Bootstyp: Dehler 35 SV

Heimathafen: Fahrensodde

Rufzeichen: DA2049

MMSI: 211683610

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22

Montag, 18. Juni 2018, 19:34

Es stört mich nur, dass da immer die gleichen "lahmen" Schiffe in's Spiel kommen. Natürlich kann man sich auch eine Dehler/Hanse/... aus 1998 oder 2008 kaufen und sich bei 8kn diebisch freuen

Hallo Frank,
natürlich ist so eine Rommel ein cooles Boot. Das Problem aus meiner Sicht ist folgendes: Meine Frau und ich betreiben das Segeln gemeinsam, und das ist mir viel wert. Das heißt aber auch, dass man für eine Mehrheitsentscheidung 100% der Stimmen braucht. Nun kann ich mir genau vorstellen was passiert, wenn ich meiner Frau die Rommel zeige: die Ablehnung kommt in weniger als einer Sekunde. Wir sind (glaube ich) typische Durchschnittssegler, die auch gerne auf ihrem Boot wohnen. Wir haben das Boot für Urlaub und Entspannung am Wasser. Angesichts Deiner Regatta-Vita glaube ich gerne, dass das für Dich anders aussieht - aber damit bist Du - ohne Dir zu nahe trete zu wollen - in der Minderheit. Und deswegen suchen Leute wie der Themenstarter "lahme" Schiffe:
Der TO hat aber nicht nach einer Rommel gefragt, sondern nach diesen Booten ....


Ich glaube ja, dass der Yardstick-Wert das Potential eines Bootes im Ostseesegler-Durchschnittsbetrieb schon ganz gut widerspiegelt. Da ist der Anteil der Amwindkurse relativ hoch und die Crew besteht aus einem w-m-Paar, welches eher entspannungsorientiert segelt. Was sagt die aktuelle Liste zu Rommel 33: YS 90. OK.
Tja, und wie formuliere ich das jetzt gentleman-like...also... ich habe da mal so eine Dehler von 2011 nachgeschaut, zugegebenermaßen 2 Fuß länger, aber mit vollem Wohnkomfort, und da findet sich ein Wert, der mit einer 8 anfängt...
So, genug der Angeberei - ich will nur sagen, dass die meisten "Durchschnittssegler" mit den "langsamen" Booten vielleicht doch nicht so verkehrt liegen.

Mit einer Portion Neid auf die Raumschotritte mit der Pogo grüßt
Robert

frank_x

Seebär

Beiträge: 1 242

Bootstyp: Rommel 33 / Pogo 40

Heimathafen: Berlin

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23

Montag, 18. Juni 2018, 20:04

Die Diskussion hatten wir ja schon mal YST-Standard und ORC-Verrechnung. Offensichtlich "optimieren" fast alle Dehler-35-Eigner ihre Schiffe so stark, dass sie GPHs um die 630 hinbekommen und es gibt nur ein Schiff (mit ORC-Vermessung) mit einem GPH < 620 - also im Bereich der R33 ( eher < 600 ). Will sagen - ein YST-Wert um die 88 muss dann auch erst mal raus gefahren werden. Die R33 segelt auf dem Bodensee auch mit 87 - zum Glück nur auf der Revierliste ... weil für ein 10m Schiff mit WC und nahezu Stehhöhe schon recht ambitioniert ...

Und zum Thema - die Frau muss mit - deshalb ja jetzt auch (im höheren Alter) die Pogo - da gibt es auch rückenfreundliche 2m Stehhöhe, einen riesigen Salon mit Tisch für > 6 Personen und die Seegangsbewegungen sind auch sehr angenehm und selbst Geschwindigekeiten > 14kn sind absolut unspektakulär und langsamer als die Rommel wollte ich nicht. Allerdings ... wie schon geschrieben nicht ganz im Budget des TO. Da passt dann eher die kleine JPK (980) rein, die aber auch nicht schneller als die anderen genannten Schiffe ist.

24

Montag, 18. Juni 2018, 22:10

Vielen Dank erstmal für die zahlreichen Antworten,

die Pogo 30 bin ich gesegelt - tolles Boot aber für mich persönlich steht der Preis in leider überhaupt keinem Verhältnis zum Gewinn an Speed gegenüber den Anfangs hier genannten Booten.

Was mich allerdings noch interessieren würde sind Erfahrungen mit "tiefen" Kielen (1,9-2m) in Berlin und den Weg zur Ostsee hoch.

Jemand glücklich mit 1.9m hier unterwegs?

Beste Grüße

Laser-Sailor

janpiet

Seebär

Beiträge: 1 148

Bootstyp: First 31.7, SK 2 Canting Keeler

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25

Montag, 18. Juni 2018, 22:13

Naja - ein GPH um die 660 für die First 31.7 gegenüber den +/-600 für die R33 oder - auf YST bezogen 91 vs 100 ist schon eine Ansage sprich im Durchschnitt 10%... Aber jedem das seine /smile/ Oops - sehe gerade, dass Ihr die First laut DSV mit 96 bewegen müsst - das ist ja im YST-Bereich nicht so einfach rauszusegeln oder ?
In Holland 94 und da gewinnen 31.7 übrigens regelmäßig Yardstick und ORC Regatten oder fahren ganz vorne mit, bspw. die Blauwe Knoop. Einfach mal googlen. In Frankreich, Finnland und Italien sowieso

frank_x

Seebär

Beiträge: 1 242

Bootstyp: Rommel 33 / Pogo 40

Heimathafen: Berlin

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26

Montag, 18. Juni 2018, 22:18

Wir fahren 2,55m ( Hubkiel ) in Berlin und auf dem Weg bis zur Ostsee gibt es nur einige Stellen, wo wir den Kiel wirklich (etwas) hoch holen müssen - eigentlich nur kurz vor der Schleuse Spandau. Wir fuhren aber trotzdem mit Kiel auf 1,4m weil etwas "entspannter" insbesondere bei Gegenverkehr durch Hotelschiffe.

Was mich allerdings noch interessieren würde sind Erfahrungen mit "tiefen" Kielen (1,9-2m) in Berlin und den Weg zur Ostsee hoch.

frank_x

Seebär

Beiträge: 1 242

Bootstyp: Rommel 33 / Pogo 40

Heimathafen: Berlin

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27

Montag, 18. Juni 2018, 22:53

Das hat mich jetzt schon interessiert und ... deutsches YST und holländisches ist nicht gleichsetzbar:
aus einem anderen Forum :
Yardstick:
Oceanis 361 : 99 Bavaria 37 : 99
Sw-cijver
Oceanis 361 : 96 Bavaria 37 : 93.1

Die holländischen Zahlen sind also grundsätzlich 2..3 Ziffern kleiner als die DSV-Liste.

Bei ORC-bekommt man dagegen eine ganz gute Übersicht auf einheitlicher Basis und da gibt es keine 31.7 mit einem Handicap < 650 und die meisten liegen bei 660...680 - also eher im Bereich der 10% langsamer ( verglichen mit der R33 ). Aber damit soll es jetzt auch genug sein und ich fühle mich auch nicht auf den Schlips getreten und hoffe, dass dies auch für die Besitzer eines der genannten langsameren Boote gilt - 10% - was ist das schon ...

In Holland 94 und da gewinnen 31.7 übrigens regelmäßig Yardstick und ORC Regatten oder fahren ganz vorne mit, bspw. die Blauwe Knoop. Einfach mal googlen. In Frankreich, Finnland und Italien sowieso

Naja - ein GPH um die 660 für die First 31.7 gegenüber den +/-600 für die R33 oder - auf YST bezogen 91 vs 100 ist schon eine Ansage sprich im Durchschnitt 10%... Aber jedem das seine /smile/ Oops - sehe gerade, dass Ihr die First laut DSV mit 96 bewegen müsst - das ist ja im YST-Bereich nicht so einfach rauszusegeln oder ?
In Holland 94 und da gewinnen 31.7 übrigens regelmäßig Yardstick und ORC Regatten oder fahren ganz vorne mit, bspw. die Blauwe Knoop. Einfach mal googlen. In Frankreich, Finnland und Italien sowieso

Orage

Proviantmeister

Beiträge: 509

Wohnort: Hannover

Schiffsname: Orage

Bootstyp: Bianca 111

Heimathafen: "Hamburg"

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28

Montag, 18. Juni 2018, 22:57

Ich glaube, First 31.7 ist schon das Richtige für Dich.

(Habe im Mai eine für 3 Tage in Toulon gechartert: https://www.clickandboat.com/en/boat-ren…irst-31-7-3kvqj, war schon ein klasse Boot...)
Handbreit, Felix

janpiet

Seebär

Beiträge: 1 148

Bootstyp: First 31.7, SK 2 Canting Keeler

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29

Montag, 18. Juni 2018, 23:04

Das hat mich jetzt schon interessiert und ... deutsches YST und holländisches ist nicht gleichsetzbar:
aus einem anderen Forum :
Yardstick:
Oceanis 361 : 99 Bavaria 37 : 99
Sw-cijver
Oceanis 361 : 96 Bavaria 37 : 93.1

Die holländischen Zahlen sind also grundsätzlich 2..3 Ziffern kleiner als die DSV-Liste.

Bei ORC-bekommt man dagegen eine ganz gute Übersicht auf einheitlicher Basis und da gibt es keine 31.7 mit einem Handicap < 650 und die meisten liegen bei 660...680 - also eher im Bereich der 10% langsamer ( verglichen mit der R33 ). Aber damit soll es jetzt auch genug sein und ich fühle mich auch nicht auf den Schlips getreten und hoffe, dass dies auch für die Besitzer eines der genannten langsameren Boote gilt - 10% - was ist das schon ...

In Holland 94 und da gewinnen 31.7 übrigens regelmäßig Yardstick und ORC Regatten oder fahren ganz vorne mit, bspw. die Blauwe Knoop. Einfach mal googlen. In Frankreich, Finnland und Italien sowieso

Naja - ein GPH um die 660 für die First 31.7 gegenüber den +/-600 für die R33 oder - auf YST bezogen 91 vs 100 ist schon eine Ansage sprich im Durchschnitt 10%... Aber jedem das seine /smile/ Oops - sehe gerade, dass Ihr die First laut DSV mit 96 bewegen müsst - das ist ja im YST-Bereich nicht so einfach rauszusegeln oder ?
In Holland 94 und da gewinnen 31.7 übrigens regelmäßig Yardstick und ORC Regatten oder fahren ganz vorne mit, bspw. die Blauwe Knoop. Einfach mal googlen. In Frankreich, Finnland und Italien sowieso
Du glaubst jetzt nicht im Ernst, dass ich als Hollandsegler nicht weiß, dass der holländische SW-Wert und der deutsche Yardstickwert unterschiedlich sind??? Umgerechnet in deutsches Yardstick wird die 31.7 dort mit einem Yardstickwert eher von 94 gewertet (SW 91) und fährt diesen spielend raus. Das ist alles was ich auf deine Frage antworten wollte.

Goeni

legendärer Ostsee-Ösi

Beiträge: 2 925

Wohnort: Wien

Schiffsname: NAMASTEtwo

Bootstyp: Sunbeam 33 Ocean

Heimathafen: Wien, Liegeplatz Barth

Rufzeichen: OEX 6115

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30

Dienstag, 19. Juni 2018, 00:06

Als flotten Fahrtensegler mit super Ausstattung werfe ich mal meine Sunbeam 33 ins Rennen.

Goeni
S.Y. NAMASTEtwo
Nach 11 wunderschönen Jahren auf der Ostsee mit meiner Sunbeam 33 wollen wir uns von unserem Schiff trennen und unsere alternativen Interessen etwas mehr Raum geben. (Segeln geben wir natürlich nicht ganz auf)

Daher jetzt noch die gesamte Saison mit einer super ausgestatteten wertigen Yacht genießen. NEUE Verhandlungsbasis Euro 52.000,-
Ausstattungsliste auf meiner Homepage.

Homepage vom Schifferl: http://www.namastetwo.npage.at

31

Dienstag, 19. Juni 2018, 07:45

Wir fahren 2,55m ( Hubkiel ) in Berlin und auf dem Weg bis zur Ostsee gibt es nur einige Stellen, wo wir den Kiel wirklich (etwas) hoch holen müssen - eigentlich nur kurz vor der Schleuse Spandau. Wir fuhren aber trotzdem mit Kiel auf 1,4m weil etwas "entspannter" insbesondere bei Gegenverkehr durch Hotelschiffe.

Was mich allerdings noch interessieren würde sind Erfahrungen mit "tiefen" Kielen (1,9-2m) in Berlin und den Weg zur Ostsee hoch.
Hallo Frank-X,

Danke für die Info - Ja, in Berlin denke ich auch, dass entsprechend tiefe Kiele nicht unbedingt ein Problem sein müssen aber auf dem Kanal bei Gegenverkehr sieht es anders aus. Ohne Schwenkkiel heisst es dann wohl mit AIS vorausschauend fahren ...

Viele Grüße

LS

BL

Offizier

Beiträge: 146

Schiffsname: ...ach was?!

Bootstyp: Dehler34/Optima106

Heimathafen: Greifswald

Rufzeichen: DF5853

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32

Dienstag, 19. Juni 2018, 12:13

Ich würde meiner Angetrauten auf Dauer Ärger kriegen, wenn ich mit einem Dampfer der Komfortklasse Rommel ankommen würde und dafür 60 Riesen lasse.

Die ganze Frage ist eben immer ein Kompromiß. Segelt man vorrangig Regatten, mögen Rommel, Pogo oder ähnliche ja ganz nett sein. Will man "auch mal" eine Regatta fahren, sich sonst aber eben nicht über ein Kopfkissen "Bootsklo" oder enge Kojen ärgern oder volljammern lassen, dann entscheidet man sich eben doch für eine Hanse/Dehler/X oder sowas.

Bei mir war's eine alte Dehler. Ist längst nicht so komfortabel, wie die Oceanis meines Kumpels, segelt aber super. Nein, eine X oder eine Rommel krieg ich auf'm Bach nicht. Eine Bavaria fährt mir aber nicht davon. Dennoch hab ich für Enkel (so mal welche mitkommen) oder Gäste eine sehr brauchbare abgetrennte Achterkabine, eine vernünftige Pantry, eine Vorpiek für Muddi und mich, zwei ausgewachsene Salonkojen(hat die H320 nicht), genügend Stauraum. Stehhöhe brauch ich nicht soviel. An Deck ist (inzwischen) fast alles, was man sich da so als Normalsterblicher wünschen kann. Und finanziell ist da ein ordentlicher Abstand zur Rommel, selbst wenn ich einrechne, dass ich nach Kauf locker zwei Drittel des Kaufpreises nochmal hinterher geschoben habe - und noch einiges kommt.
Bei Regatten hat man Verrechnungssysteme, die Potentialunterschiede dann doch wieder etwas relativieren.

33

Dienstag, 19. Juni 2018, 12:48

Die ganze Frage ist eben immer ein Kompromiß. Segelt man vorrangig Regatten, mögen Rommel, Pogo oder ähnliche ja ganz nett sein.

Da irrst Du. Es geht nicht um Regatta oder nicht Regatta, es geht um schnell oder langsam Segeln. Wenn Du einmal Downhill mit so einer Kiste gerutscht bist, findest Du die Verdränger alle etwas mühsam, dazu braucht es keine Regatta.

Der Preis ist leider das notwendige geringe Gewicht, was nun mal mit wenig Komfort und viel Geld bezahlt werden muss. Sozusagen das magische Dreieck des Segeln: Guter Preis, guter Speed, guter Komfort - wähle 2.

frank_x

Seebär

Beiträge: 1 242

Bootstyp: Rommel 33 / Pogo 40

Heimathafen: Berlin

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34

Dienstag, 19. Juni 2018, 13:27

So unterschiedlich sind die Geschmäcker zum Glück. Es wäre ja schlimm, wenn alle Welt nur noch Pogo/JPK oder Sunfast fahren würde. Allerdings - ich nehme mal an, dass Du noch nicht auf einer Rommel im Großraum-Badezimmer warst. Ähnlich viel Platz ist in der Klasse ( um die 10m ) selten. Da ist sogar mehr Platz als ich jetzt auf der Pogo40 habe. Hinzu kommen sehr bequeme und breite Kojen z.T. sogar mit Lattenrost etc.

Und - ach ja - die Pantry auf der Rommel ist wirklich eher Camping-Style. Aber Salon und Pantry auf der Pogo sind größer als auf unserem Vereins-Cruiser ( Walross 4 ), welcher nochmal 15 Fuß größer ist.

Zum Thema Regatta oder nicht wurde ja schon einiges gesagt - ich möchte im wesentlichen im Urlaub und am WE mit möglichst viel Spaß und möglichst wenig Kampf so schnell wie möglich am Ziel ankommen. Und da die Ziele manchmal etwas weiter als nur HGW=>Thiessow sind, ist es schon recht nett, Durchschnittsgeschwindigkeiten ( je nach Richtung ) zwischen 7 und 15kn ( bei der Pogo ) bzw. 6 und 10kn (bei der Rommel) zu erreichen. Zugegeben mit einem Tri wäre es noch schneller möglich aber ... da habe ich dann nicht mehr den Tanzsaal der Pogo und Regatten kann ich dann fast gar nicht mehr fahren.


Ich würde meiner Angetrauten auf Dauer Ärger kriegen, wenn ich mit einem Dampfer der Komfortklasse Rommel ankommen würde und dafür 60 Riesen lasse.

Die ganze Frage ist eben immer ein Kompromiß. Segelt man vorrangig Regatten, mögen Rommel, Pogo oder ähnliche ja ganz nett sein. Will man "auch mal" eine Regatta fahren, sich sonst aber eben nicht über ein Kopfkissen "Bootsklo" oder enge Kojen ärgern oder volljammern lassen, dann entscheidet man sich eben doch für eine Hanse/Dehler/X oder sowas.

Bei mir war's eine alte Dehler. Ist längst nicht so komfortabel, wie die Oceanis meines Kumpels, segelt aber super. Nein, eine X oder eine Rommel krieg ich auf'm Bach nicht. Eine Bavaria fährt mir aber nicht davon. Dennoch hab ich für Enkel (so mal welche mitkommen) oder Gäste eine sehr brauchbare abgetrennte Achterkabine, eine vernünftige Pantry, eine Vorpiek für Muddi und mich, zwei ausgewachsene Salonkojen(hat die H320 nicht), genügend Stauraum. Stehhöhe brauch ich nicht soviel. An Deck ist (inzwischen) fast alles, was man sich da so als Normalsterblicher wünschen kann. Und finanziell ist da ein ordentlicher Abstand zur Rommel, selbst wenn ich einrechne, dass ich nach Kauf locker zwei Drittel des Kaufpreises nochmal hinterher geschoben habe - und noch einiges kommt.
Bei Regatten hat man Verrechnungssysteme, die Potentialunterschiede dann doch wieder etwas relativieren.

35

Dienstag, 19. Juni 2018, 14:08

Hallo,

wir suchen ein neues Boot für 2 Erwachsene und 2 Kinder. Budget so um die 50.000 */- 10.000+

Bin gerade erschlagen von den Möglichkeiten ?(

Voraussetzungen:

- eher flott als behäbig,
- unter 10m (z.B. 9,80 loa)
- 2 abschließbare Kabinen,
- mind. 1 Kabine mit 2m Matratzenlänge
- einhandtauglich
- nicht über 2m Tiefgang
- Stauraum für 2 Wochen Ostsee zu viert (Essen kann überall zugekauft werden)
- familienfreundliches Cockpit >> es darf auch einfach mal vor Anker oder im Hafen nur gelümmelt und sich lang gemacht werden

Derzeit liebäugele ich mit der Elan 333, Elan 31 - kenne aber beide Boote nicht.

Welcher Elan ab BJ 2.000 würdet ihr den Vorzug geben?

Wie sind eure Erfahrungen?

Lieber ganz anderes Boot?
Lassen sich ein wenig "Performance" und "Family Cruising" unter ein Dach bringen? Oder hat sich seit der Dehler 31 von vor 30 Jahren eher wenig getan?

Danke schonmal für eure Antworten ...

Laser-Sailor


Schon witzig, wie gleich im Verlauf so eines threads mit GPH´s und Yardstick-Werten rumgeworfen wird. "eher flott als behäbig" bedeutet doch nicht gleitfähiges Boot. Es bedeutet: Keine LM27, Reinke10m oder Degerö31.

Elan ist gut, 31.7 und Hanse auch. Schau mal nach Dehler 34. Die gibt´s glaube ich auch mit Baujahren nach 2000, haben einen sehr großen Gebrauchtmarkt, segeln flott und erfüllen alle genannten Punkte. Matratzenlänge weiß ich nicht. Die Boote sind eigentlich unzerstörbar, müssten locker in Dein Budget passen, sodass man bei einem älteren Exemplar z.B. in einen neuen Motor investieren kann. Nur ein Beispiel.

36

Dienstag, 19. Juni 2018, 15:00

Die Winner 950 könnte man hier auch noch ins Rennen werfen, wobei die Achterkabine, meine ich, nicht mit einer Tür separiert ist ...

Beiträge: 1 780

Schiffsname: SevenSeas

Bootstyp: Delphia 33 Schwenkkiel

Heimathafen: Kilada/ Griechenland

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37

Dienstag, 19. Juni 2018, 15:11

Delphia 33/34. Ziemlich flott und sehr komfortabel!

BL

Offizier

Beiträge: 146

Schiffsname: ...ach was?!

Bootstyp: Dehler34/Optima106

Heimathafen: Greifswald

Rufzeichen: DF5853

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38

Dienstag, 19. Juni 2018, 21:26

Schau mal nach Dehler 34.
Das gibt’s momentan mit solchen Baujahren wenig bis nichts und wenn, wäre dann aber für 50 Riesen sicherlich auch nicht einfach.

Aber ! 35ger sind ein paar unterwegs und das wäre es ganz sicher auch wert, sich mal anzusehen. Mir tropft da auch der Zahn.

Wobei- bei 90ger oder 00er Baujahren weiß ich’s nicht so- aber die 80ger Baujahre, die haben noch eine Qualität im Plaste, das gibt’s heut nicht mehr. Osmose gibt’s da einfach nicht und nach 30 Jahren kann man den Dämpfer immer noch um Vorzeigeglanz polieren. Einzig -das betrifft aber wirklich nur die 34ger bis Baujahr‘87- da gibt’s einen Konstruktionsfehler unter der Plicht mit der Abdichtung der Steuersäuler, bzw. der Ebene darunter.

Was man aber auch mal angucken sollte, sind Boote in England. Durch den Pfund-Wechselkurs sind die mitunter recht preiswert und auf Dehler standen die auch.

x-molich

Seebär

Beiträge: 1 205

Schiffsname: Martha

Bootstyp: Molich-X-Meter

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39

Dienstag, 19. Juni 2018, 22:12

Zitat

So unterschiedlich sind die Geschmäcker zum Glück. Es wäre ja schlimm,
wenn alle Welt nur noch Pogo/JPK oder Sunfast fahren würde. Allerdings -
ich nehme mal an, dass Du noch nicht auf einer Rommel im
Großraum-Badezimmer warst. Ähnlich viel Platz ist in der Klasse ( um die
10m ) selten. Da ist sogar mehr Platz als ich jetzt auf der Pogo40
habe. Hinzu kommen sehr bequeme und breite Kojen z.T. sogar mit
Lattenrost etc.



Und - ach ja - die Pantry auf der Rommel ist wirklich eher
Camping-Style. Aber Salon und Pantry auf der Pogo sind größer als auf
unserem Vereins-Cruiser ( Walross 4 ), welcher nochmal 15 Fuß größer
ist.



Zum Thema Regatta oder nicht wurde ja schon einiges gesagt - ich möchte
im wesentlichen im Urlaub und am WE mit möglichst viel Spaß und
möglichst wenig Kampf so schnell wie möglich am Ziel ankommen. Und da
die Ziele manchmal etwas weiter als nur HGW=>Thiessow sind, ist es
schon recht nett, Durchschnittsgeschwindigkeiten ( je nach Richtung )
zwischen 7 und 15kn ( bei der Pogo ) bzw. 6 und 10kn (bei der Rommel)
zu erreichen. Zugegeben mit einem Tri wäre es noch schneller möglich
aber ... da habe ich dann nicht mehr den Tanzsaal der Pogo und Regatten
kann ich dann fast gar nicht mehr fahren.

So langsam nervt es echt mit der Rommel. Subjektiv in jedem Thread, wo es um flotte Boote geht, kommt die Rommel. Ich finde sie ja auch ein schönes Boot, aber muß das denn sein? Manche mögen halt lieber solider leicht oberhalb des Durchschnitts unterwegs sein und fertig. Es ist sicher auch schön, die Rommel vorzustellen, so als Anregung und Alternative für Leute, die Boote dieser Art noch nicht kennen, aber diese ewigen Diskussionen darum?
Wenn sie so geil ist, wie Du immer tust, dann hätte ich sie einfach behalten und fertig.

Und im Ernst mit ner Pogo einen Durchschnitt über mehrere Stunden von >15 kn zu erreichen ist kein Familiensegeln mehr und auch mit der Rommel einen Durchschnitt von > 10 kn über mehrere Stunden bzw. lange Strecken ist nicht einfach. Das sind echt Sternstunden, wo alles passt. Ich glaube manchmal so J111 und Pogo Rommel Besitzer die gucken mal bei Topspeed auf die Logge und glauben dann, das wäre Durchschnitt.
Und nebenbei Molich-X-Meter konnten das schon vor über 40 Jahren. Die schaffen > 240 nm in 24 h, Durchschnitte von > 10 kn in der Oststee über mehr als 10 h und von einer weiß ich sogar, daß sie von der Nordsee nonstop nach Barbados ist und zwar mit einem Durchschnitt von knapp 10 kn. Und nichtmal nur kurz auf die Logge geguckt, sondern im Bereich zwei Wochen nonstop. Und dazu noch für mein Empfinden super elegant, aber ohne Komfort. Das alles ohne Carbon, Kevlar, tiefe Kiele usw. Ist toll, aber preise ich deswegen bei jeder Gelegenheit die Molich als allheilbringendes, glücklichmachendes Boot an?

Grüße
Sascha
Ich freue mich echt, wenn die Rommel endlich verkauft ist.
Umwege erhöhen die Ortskenntnis!

40

Dienstag, 19. Juni 2018, 22:29

Wir könnten ja einen neuen Thread mit dem Titel „My boat is best“ aufmachen und einen Preis ausloben für denjenigen, der jeden halbwegs geeigneten Beitrag zur Werbeveranstaltung für sein Schätzchen macht.


Meine Favoriten:

1. Platz User Bruk mit Marieholm 32
2. Platz User Frankx mit Rommel 33
3. ?

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