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odo

Smutje

  • »odo« ist der Autor dieses Themas

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Wohnort: Wuppertal

Bootstyp: bootslos, bisher nur Charter

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1

Samstag, 7. Juli 2018, 19:42

Preisbildung junger Gebrauchtboote (bis zu fünf Jahre)

Welche Preise sind für junge charter- und regattafreie Serienboote angemessen? (8mbis 10m)

Wie leitet man die Preise her wenn viel Ausstattung vom Eigner eingebaut wurde. (Z.b. Maschine, verändertes Rigg, zusätzliche Segel, Navigationstechnik, Beleuchtung, Wohnausstattung etc.) Setzt man den Materialpreis an und schreibt z.b. 10% jährlich ab?
Der Nutzen spezieller Sonderausstattung ist für den Kzweiten Halter verhältnismäßig geringer als für den Ersthalter, da sie nicht genau den eigenen Wünschen emtspricht.

2

Samstag, 7. Juli 2018, 19:50

Bei jungen Serienbooten werden in den seltensten Fällen die Eigner andere Maschinen oder Riggs eingebaut haben, das wird in der Regel durch die Werft erledigt. Insofern gibt es da einen Neupreis dafür (und damit auch einen %-Anteil in Bezug auf den NP). Du willst nicht wirklich ein junges Serienboot kaufen, dass die Eigner verunstaltet haben. Dafür gäbe es dann eher einen Abschlag, keinen Aufschlag. Oder es ist kein Serienboot mehr, sondern z.B. ein modifizierter Regattadampfer, aber das hast Du ja auch ausgeschlossen.

Was ich gesondert einpreisen würde, wären zusätzliche (oder vernünftige) Segel etc. Bei nicht reviertauglichen Leinen, Fendern etc. würde ich Abschläge machen (Ostseeboot an der Nordsee).

Preise sind sicherlich auch revierabhängig: Dort, wo die Liegeplätze teurer sind, sind die reinen Gebrauchtbootspreise niedriger (es sei denn, der LP ist mit dabei). Diese Korrelation dürfte in Deiner Bootsklasse richtig losgehen, da man die nicht mehr - jedenfalls nicht einfach - trailern kann.

Aber wer verkauft ein junges (!), charter- und regattafreies Boot in der Größe? Ok, Notverkäufe gibt es, aber das wird eher selten der Fall sein.

3

Samstag, 7. Juli 2018, 20:02

... eine nette Popcorn und Bier Frage.
Es gibt Boote mit hoher Nachfrage, die den Neupreis und mehr erzielen (evtl. eine Winner 9)
Es gibt Boote mit geringer Nachfrage, die noch den halben Neupreis erzielen....

Je nach Charakteristik gibt es eine Ausrüstung, die vorausgesetzt wird.
Ein Regattaboot mit Dacronsegeln, und ohne Rodkicker wird Abschläge erhalten.
Ein Tourendampfer mit Laminatsegeln und Carbonrigg wird eher einen Aufschlag erhalten.

Eine Bav 32 / 33 / 34 hat eine "Standardausrüstung". Fehlende Heizung und Warmwasser gibt Abschläge, neue Laminatsegel und elektrische Ankerwinsch evtl. Aufschläge.
Jan

excos48

Seebär

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4

Samstag, 7. Juli 2018, 20:04

Der Nutzen spezieller Sonderausstattung ist für den Kzweiten Halter verhältnismäßig geringer als für den Ersthalter, da sie nicht genau den eigenen Wünschen emtspricht.

Das kann ja sein, muß aber nicht.
Wenn der Erstbesitzer einer 10m-Yacht ein Bugstrahlruder für sinnvoll erachtet, der zweite Eigner aber nicht, heißt das ja nicht, daß man diese Sonderausstattung in der Kalkulation mit einem extra Abzug berechnet.
Gerade junge regatta- und charterfreie Boote unterliegen ja keiner immensen Abnutzung, wenn da ein Satz Segel 4-5 Saisons oder keine 5000sm benutzt wurde.
Auch die Elektronik ist ja immer noch weitgehend auf Stand, was sollte da "abgeschrieben" werden?
Praktisch denke ich sind bei solchen Booten erstmal keine riesigen Änderungen notwendig. Wird man wegen des Geschmacks die Polster neu beziehen lassen? B&G raus, Garmin reinbauen? Kann man sicher tun, aber nicht zu Lasten des Verkaufspreises.


Gruss
excos48

edit

Zitat

Bei nicht reviertauglichen Leinen, Fendern etc. würde ich Abschläge machen (Ostseeboot an der Nordsee).

Heißt das Abschläge, weil keine Ruckfender in den Leinen des Ostseebootes sind?? Oder bei einem Nordseeboot ohne Heckanker??

5

Samstag, 7. Juli 2018, 20:25

Wenn der Erstbesitzer einer 10m-Yacht ein Bugstrahlruder für sinnvoll erachtet, der zweite Eigner aber nicht, heißt das ja nicht, daß man diese Sonderausstattung in der Kalkulation mit einem extra Abzug berechnet.


Aber der Erstbesitzer wird das Bugstrahlruder in der Regel nicht selbst da annageln, Der TE fragte ja danach was passiert, wenn Ausstattung vom Eigner eingebaut wird. So etwas kannst Du in der Regel, wie beim Auto, mitordern.

Zitat

Bei nicht reviertauglichen Leinen, Fendern etc. würde ich Abschläge machen (Ostseeboot an der Nordsee).

Heißt das Abschläge, weil keine Ruckfender in den Leinen des Ostseebootes sind?? Oder bei einem Nordseeboot ohne Heckanker??


Ja, so in etwa:-) Das sind sicherlich handliche Beträge, aber da kann man ggf. nochmal auf die Tränendrüse drücken, wenn der Rest in Ordnung ist. (Auf der anderen Seite bezahle ich für eine reviergerechte Ausrüstung auch noch ein paar € mit.)

excos48

Seebär

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6

Samstag, 7. Juli 2018, 20:43

"wenn Ausstattung vom Eigner eingebaut wird" geht das ja häufig eher die Richtung Verschlimmbesserung und tritt sicherlich erst bei Booten gehobenen Alters irgendwann auf.
Aber zB schief angeschraubte Bilderrahmen/Uhren/lustige Messingschildchen geben natürlich sofort Abzug ;)

7

Samstag, 7. Juli 2018, 20:45

Was will der TE kaufen?
Jan

excos48

Seebär

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8

Samstag, 7. Juli 2018, 21:02

Was will der TE kaufen?
Jan

Ich denke mal ein Boot <5 Jahre, 3t Verdrängung mit ca. 8,5m Wasserlinie, 13PS-Maschine.... (anderer Tröt ;) )

9

Samstag, 7. Juli 2018, 21:33

Ich denke mal ein Boot <5 Jahre, 3t Verdrängung mit ca. 8,5m Wasserlinie, 13PS-Maschine.... (anderer Tröt ;) )

Na dann könnte es ja vieeeeelleicht dieses Boot sein? :verstecken:
https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anze…63863-211-18626
Ein Freund ist, wer Dich für gutes Schwimmen lobt, nachdem Du beim segeln gekentert bist.

10

Samstag, 7. Juli 2018, 22:00

Der Preis erscheint mir fair -
Aber ganz grundsätzlich habe ich meine Schwierigkeiten mit Abschlägen und Aufschlägen.
Die Preisermittlung ist ja in keinem Fall objektiv: wenn dir, um im Beispiel zu bleiben, die Doppelruder gefallen, dann kannst du das Boot kaufen. Der Preis steht ja dran.
Wenn nicht, dann führt der Weg zum eignen Boot nicht über einen Abzug für den Rückbau, sondern zu einem anderen Boot, das deinen Vorstellungen besser entspricht.

11

Samstag, 7. Juli 2018, 22:18

Ich denke mal ein Boot <5 Jahre, 3t Verdrängung mit ca. 8,5m Wasserlinie, 13PS-Maschine.... (anderer Tröt ;) )

Na dann könnte es ja vieeeeelleicht dieses Boot sein? :verstecken:
https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anze…63863-211-18626
Das Angebot hört sich für mich recht fair an.
Für so ein leichtes Boot ist der Yardstick einen Tick hoch.

Wenn man mit dem Hubkiel und dem Doppelruder nichts anfangen kann - dann sollte man ein anderes Boot ins Auge fassen.
Jan

12

Samstag, 7. Juli 2018, 22:23

Ja, das kann sein. Hmm, very special. Wenn es gut ausgeführt ist - warum nicht. Auf jeden Fall sieht es ganz sinnvoll und durchdacht aus.

Wenn nicht, dann führt der Weg zum eignen Boot nicht über einen Abzug für den Rückbau, sondern zu einem anderen Boot, das deinen Vorstellungen besser entspricht.

+1

Aber die Fender sind arg klein ;-)

odo

Smutje

  • »odo« ist der Autor dieses Themas

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13

Samstag, 7. Juli 2018, 22:51

Ja genau :-).

Der Eigner ist sehr überzeugt von seiner erfahrungsorientierten Vorgehensweise. Ruder- und Kielveränderungen sind nicht unproblematisch. Viele Lösungen wirken nicht übermäßig praxisgerecht. Einerseits Wohnkomfort durch Zerhacktoilette, die Trink- statt Seewasser verbraucht andererseits EIN Stagreitersegel.

Der schwerere UND tiefgehendere Kiel wurde in den Standardkielkasten eingebaut. Der am Fuß mit einem Viertel m2 Aramid-Epoxy verstärkt. Nicht zu vertrauenserweckend. Eine Hydraulik betätigt über einen Seilzug den Kielzug. Das ist in meinen Augen, da von der Kabine bedient, unsinnig. Die Hydraulik drückt den Kiel nicht zurück, das erledigt die Schwerkraft. Das hätte man schlicht weglassen sollen.

Die Schraube vermutlich nicht berechnet. Mit über 4PS/t nur 6 statt 7,1 kn.

Der Eigner hat z.b. kabel, so wie ich das verstanden habe ei fach am Decksdurchbruch verklebt anstatt Hülsen mit Dichtung zu verwenden...

Das Ruder wurde "verbessert" aber vermutlich nie berechnet.

Ich würde normalerweise davon ausgehen, dass das Material ca. 25 TEUR mit Boot in etwa 60bis 70TEUR gekostet hat wenn wirtschaftlich eingekauft wurde.

14

Samstag, 7. Juli 2018, 22:56

Hat die Werft den Kiel eingebaut und dafür auch die Verantwortung übernommen? Wenn ja - sollte es ok sein.
Die Kabeldurchführungen könntest Du selbst mit einer Technologie Deiner Wahl ersetzen.
Der Motor passt für Hafenmanöver und Binnengewässer - gegenan auf der Elbe mag es knapp werden. Ein Prop kann ohne Probleme ersetzt werden - und er wird im Normalfall vom Prophersteller empfohlen. Wenn das Boot für Dich nicht passt oder Du Zweifel an dem Boot haben solltest, dann schau Dich nach einem anderen Objekt um.
Der Markt bietet jede Menge Möglichkeiten.
Jan

odo

Smutje

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15

Samstag, 7. Juli 2018, 23:00

Ich könnte mir folgenden Preisansatz vorstellen:
Bootspreis der Werft -10Prozent Verlust durch Anschaffung ungefähre 5% pro Jahr

Arbeitszeit: Ansatz mit 0

Material: Ansatz mit -30Prozent durch Anschaffung und doppelte Abschreibung mit z.b. 10 Prozent p.a.

Hanser

Salzbuckel

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Wohnort: am Bodensee

Schiffsname: Jacaranda

Bootstyp: Küstenkreuzer

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16

Samstag, 7. Juli 2018, 23:14

Zur Ausgangsfrage: Ich habe mich ja Anfang des Jahres ernsthaft für eine Sunbeam interessiert:

Die Werft hatte im letzten Winter ein drei Jahre altes Boot unter ihren Gebrauchten. Ich vermute, es war ein Vorführboot. Der Preis laut Internetangebot lag ohne Pött und Pann ca. 10% unter dem aktuellen Prospektpreis. Für mich war der Preis zu hoch - im Vergleich zu einem neuen selbstkonfigurierten Boot, auf dem noch keine mir unbekannten Leute rumgerutscht sind.

Anderer Aspekt: Ich vermute, dass es beim Preis neben den genannten Faktoren auch auf die Plattform ankommt, über die man sein Boot verkauft. Bei eBay bin ich selber z.B. sehr voreingenommen: Oft billig aber oft mit einem oder mehreren Haken. Deshalb habe ich meine Boote bei Boot24 und der Yacht zum Verkauf platziert, um die Zielgruppe derjenigen zu erwischen, die für einen guten Zustand auch bereit sind etwas mehr Geld auszugeben. Ob meine Vermutung richtig ist, kann ich natürlich nicht statistisch belegen.

Zur Viko: Ist ja Spekulation, ob das das Boot des TE ist. Bei den Umbauten/Einzelanpassungen wäre ich auch skeptisch. So eine Viko hat vermutlich ohnehin wohl nicht viele konstruktive Reserven. Und an einem Fast-Neuboot möchte ich persönlich keine experimentellen Eingriffe.

Volker

17

Samstag, 7. Juli 2018, 23:24

Ich könnte mir folgenden Preisansatz vorstellen:
Bootspreis der Werft -10Prozent Verlust durch Anschaffung ungefähre 5% pro Jahr

Arbeitszeit: Ansatz mit 0

Material: Ansatz mit -30Prozent durch Anschaffung und doppelte Abschreibung mit z.b. 10 Prozent p.a.
Der Ansatz ist ein betriebswirtschaftlicher Ansatz.
Wir reden über unser Hobby.
Du machst dem Verkäufer ein Angebot-entweder Ihr einigt Euch oder Ihr,sucht Euch andere Geschäftspartner.
Jan

odo

Smutje

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18

Samstag, 7. Juli 2018, 23:37

So etwas wie ne schwackeliste gibt es nicht?

19

Sonntag, 8. Juli 2018, 00:00

Der schwerere UND tiefgehendere Kiel wurde in den Standardkielkasten eingebaut. Der am Fuß mit einem Viertel m2 Aramid-Epoxy verstärkt. Nicht zu vertrauenserweckend. Eine Hydraulik betätigt über einen Seilzug den Kielzug. Das ist in meinen Augen, da von der Kabine bedient, unsinnig. Die Hydraulik drückt den Kiel nicht zurück, das erledigt die Schwerkraft. Das hätte man schlicht weglassen sollen.

Die Schraube vermutlich nicht berechnet. Mit über 4PS/t nur 6 statt 7,1 kn.

Der Eigner hat z.b. kabel, so wie ich das verstanden habe ei fach am Decksdurchbruch verklebt anstatt Hülsen mit Dichtung zu verwenden...

Das Ruder wurde "verbessert" aber vermutlich nie berechnet.

Das ist etwas merkwürdig, wie viel tiefer soll sie denn gehen? In der Anzeige steht 1,8 m. und Viko gibt für die Hubkielversion ja auch 1,8 m Tiefgang an. Warum sollte man auch einen Kiel tiefer und schwerer machen? Es sei denn der Konstrukteur hätte sich total vertan was die Stabilitätsrechnung angeht.
Ob das Ruder berechnet ist oder nicht, funktionieren muss es, und solide gebaut sein. Ersteres kriegt man bei einem Probeschlag mit gutem Wind raus, letzteres ist etwas schwerer zu beurteilen, wer hat es denn gebaut?
Ein Freund ist, wer Dich für gutes Schwimmen lobt, nachdem Du beim segeln gekentert bist.

20

Sonntag, 8. Juli 2018, 00:06

So etwas wie ne schwackeliste gibt es nicht?

Nein, viel zu kleiner Markt viel zu viele Modelle.
Ein Freund ist, wer Dich für gutes Schwimmen lobt, nachdem Du beim segeln gekentert bist.

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