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1

Donnerstag, 9. August 2018, 20:08

Kauf einer hochseetauglichen Fahrtenyacht

Hallo liebes Segeln Forum,

seit einiger Zeit schon festigt sich in mir immer weiter das Vorhaben, mir ein gebrauchtes Schiff in der Größe von 30-35 Fuß anzuschaffen; lieber jedoch in Richtung 35 Fuß. Angedacht ist ein Kauf zum Jahreswechsel/ Frühjahr 2019. Die Betonung liegt in meinem Fall auf dem Wort ‚angedacht‘.
Theoretisches und praktisches Wissen zu essentiellen Aspekten wie Beschaffenheit, (später benötigte) Ausstattung und dem Manövrieren eines so großen Schiffes sind ehrlich wenig vorhanden. Mit der eigenen, gerefitteten 16 Fuß Jolle segle ich jetzt die 2. Saison.

Kurz gesagt: ich weiß, dass ich zu wenig für solch ein Vorhaben weiß. Was ich aber weiß ist, dass ich es unbedingt will und gewillt bin alles dafür zu tun. Das Segeln Forum lese ich zumindest seit Monaten täglich, haha.

Der relativ kurz gesteckte Zeitraum ergibt sich in meinem Fall aus lange hin- und hergedachten möglichen Szenarien des Verlaufs meiner Zukunft. Dafür wohl wichtig für euch zu wissen: ich bin 22 Jahre alt, im nächsten Monat so weit fertig mit meiner Lehre und anschließend angestellt im Ausbildungsbetrieb. Hier knüpft der Plan an: nach Beenden der Lehre und Ankommen im Beruf die Anschaffung des Bootes, im Jahr 2019 sparen was das Zeug hält, das Schiff so oft es geht segeln und aufrüsten. Ende 2019/2020 soll es dann auf längere Tour gehen. Im Anschluss daran berufliche Neuorientierung.

Um in der Organisation eines Kaufs produktiv weiter zu kommen, weiß ich, dass es dringend nötig ist vorher ähnliche Schiffe gesehen, gesegelt und mit Eignern gesprochen zu haben. Das ist jedoch schwerer als vorher angenommen. Denn theoretisches Wissen zu z.B. Motor und Instandhaltung, Pflege des Bootes, Ausrüstungsgegenstände wie Frischwassertank, Energiebeschaffung - und speicherung mit Solarpanelen/Windkraft, Navigation mit Karten, Plottern, GPS oder Formen und Wichtigkeit von Selbststeueranlagen/Autopiloten etc. liest sich im Buch schön an, aber ich weiß, dass das nicht reichen würde bzw. das Ganze schwieriger zu stemmen wäre, als einfach mal mit gewesen zu sein und direkt ausgetauscht zu haben.
Ich stehe in Kontakt mit einigen Personen, die ich über das Forum und verschiedene Facebookgruppen kennengelernt habe. Bisher ist da leider nichts zustande gekommen, aber für den September bin ich optimistisch, dass es klappen wird. Hier ist es wohl ähnlich wie mit Berufspraktika: ich benötige Berufserfahrung um an den Job zu kommen, aber ein Praktikum bekomme ich nur, wenn ich schon Erfahrung in Form von Praktika habe.
Ansonsten beschäftige ich mich mit Literatur wie dem neuen 'Segeln- das neue Praxishandbuch‘ und anderen Foren wie dem cruisersforum.

Das Budget liegt bei 30-35kEuro. Dass ein Schiff der angegebenen Größe stetiger, größerer Investitionen bedarf ist mir bewusst und einkalkuliert. Mit Sicherheit zu wenig und naiv, aber das Bewusstsein und auch eine gesunde Sorge möglicher eigener Leichtsinnigkeit sind da. Egal, ich will son Ding.
Die gewünschte Größe ergibt sich daraus, dass mindestens 2 Personen mit auf Tour kommen werden und auch noch irgendwann mal Eltern und Geschwister mit sollen. Aber auch, weil ich die Größe einfach schön finde.

...

2

Donnerstag, 9. August 2018, 20:11

....
Momentan sehe ich mir Schiffe im Bereich von 10-30k an, die manchmal günstiger besser ausgestattet zu sein scheinen als teurere Schiffe.
Wirklich verliebt habe ich mich in die Dufour 35 aus den 70ern. Sie scheint Segeleigenschaften, Stabilität und Komfort auf Langfahrt für einen machbaren Preis wunderbar zu vereinbaren.
Ansonsten halte ich Ausschau nach Contests, Phantoms, Monsuns oder Westerlys- ich habe auch viele Inserate unter täglicher Beobachtung.

Was ich mit diesem Thread erreichen will sind vorallem Anregungen von erfahrenen Seglern; zu Bootstyp, Bootskauf, benötige Grundausrüstung zur Langfahrt, Literatur, vielleicht auch Kontakte zum Mitsegeln oder regen Austausch (Ich habe nach dem Examen Ende August die letzten 3 Septemberwochen frei und würde nichts Anderes lieber machen), etc..
Bewusst bin ich mir auch, dass es mit Sicherheit Sinn machen würde zunächst ein Schiff um die 20-25 Fuß anzuschaffen, einige Jahre auf Binnenseen damit zu segeln und Erfahrung in Fahrt und Refit zu sammeln. Aber, mh, ja. Bei dem lieb gemeinten und vernünftigen Tipp denke ich immer an einen Kanal auf Youtube, bei dem ein junger Australier sich ohne die leiseste Ahnung eine 43 Fuß Beneteau in Europa gekauft hatte und den ersten Tag auf Fahrt „Mein Schiff geht unter was tun“ googlen musste. Mittlerweile ist er auch schon um die Welt.

Demnach schonmal danke fürs Lesen und Grüße!

P.S.: Eigentlich wollte ich mit so einem Beratungs-Thread warten, bis ich das ein oder andere Mal auf einem Schiff mitgefahren bin und schon eher weiß, wonach ich suche, was mir wichtig sein könnte, etc. Aber aus Befürchtung, dass das in nächster Zeit vielleicht auch ganz einfach nicht Zustande kommen wird, hab ich es eben jetzt schon rausgehauen.

3

Donnerstag, 9. August 2018, 20:29

Ohje, das gibt wieder Haue :D

Aber erstmal, herzlich Willkommen hier im Forum und von meiner Seite auf jeden Fall viel Erfolg bei Deinem Vorhaben!

VG

PS: Vielleicht sollen wir für solche Anfragen einfach mal nen Standard-Empfehlung im Foren-Download hinterlegen ;)

"What 'n Drama mit dem Karma"
(by me, myself & I)

txg

Salzbuckel

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4

Donnerstag, 9. August 2018, 20:34

Lies mal hier:
Präferenzen bei hochseetauglichen Fahrtenyachten

Gleiche Fragestellung (nur konkreter) mit ähnlichen Ausgangsbedingungen. Und einem Kauf mit dem wir nach wie vor zufrieden sind.

....
Wirklich verliebt habe ich mich in die Dufour 35 aus den 70ern. Sie scheint Segeleigenschaften, Stabilität und Komfort auf Langfahrt für einen machbaren Preis wunderbar zu vereinbaren.


Na sowas :D
Würde ich so unterschreiben. Wir sind letzte Woche gerade wieder einer deutlich größeren Reinke davongefahren, und das obwohl wir nur die Genua gesetzt hatten.

5

Donnerstag, 9. August 2018, 20:34

Wer zuerst antwortet hat verloren. :D
Viele Grüße,
Oliver

6

Donnerstag, 9. August 2018, 20:40

@txg: Ich meinte etwas kompakter als 99 Beiträge ;D

@oliverb68: Ach, meinst Du?! Vielleicht hätte ich noch "Erster" drüber schreiben sollen ;)

"What 'n Drama mit dem Karma"
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Klaus13

Coque au vin Meister

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7

Donnerstag, 9. August 2018, 20:49

Moin,

zunächst mal willkommen. Deine Überlegungen und Vorplanungen halte ich für plausibel. Ob Deine Erfahrung in zwei Jahren reichen wird, hängt ja auch von der Frage ab, wie weit und wohin die Reise gehen soll. Das wird sich dann zeigen und das kannst Du ja auch flexibel handhaben. Eine lange Saison auf der Ostsee ist eben was anderes, als eine Altlantikrunde. Hier liegt auch u.U. ein Problem, was die Auswahl des Bootes betrifft.

Wenn Du einigermaßen englisch kannst, empfehle ich Dir die Zeitschrift "Yachting Monthly". Dort gibt es zum einen immer wieder Kaufberatungen für ältere, seegängige Boote und auch insgesamt viel Input für Dein Vorhaben. Die Briten sehen solche Dinge wesentlich entspannter als die meisten Segler es in D tun. Es könnte Dir helfen, Dich dort zu orientieren.

Dein Budget zum Kauf eine Bootes mit 35 ft. halte ich für zu knapp. Dann lieber das Boot eine Nummer kleiner wählen.

Gruß Klaus
who fails to plan plans to fail

Goeni

legendärer Ostsee-Ösi

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Bootstyp: Sunbeam 33 Ocean

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8

Donnerstag, 9. August 2018, 20:52

Schau dir mal meine Sunbeam 33 an. Da hast du die Windfahnensteuerung auch schon dabei.

Ausstattung auf meiner Homepage.

Und Hochseetauglich ist die defintiv.

Für Fragen stehe ich gerne zur Verfügung

Goeni
S.Y. NAMASTEtwo
Nach 11 wunderschönen Jahren auf der Ostsee mit meiner Sunbeam 33 wollen wir uns von unserem Schiff trennen und unsere alternativen Interessen etwas mehr Raum geben. (Segeln geben wir natürlich nicht ganz auf)

Daher jetzt noch die gesamte Saison mit einer super ausgestatteten wertigen Yacht genießen. NEUE Verhandlungsbasis Euro 52.000,-
Ausstattungsliste auf meiner Homepage.

Homepage vom Schifferl: http://www.namastetwo.npage.at

Schebun

Steuer-Mann

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Bootstyp: Elan 210

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9

Donnerstag, 9. August 2018, 21:06

Wenn ich das richtig verstehe warst Du bislang ausschließlich auf ner Jolle auf nem See unterwegs korrekt?

Man findet zu dem Preis denke ich ein Schiff, das den Ansprüchen genügen könnte, plane aber bitte 5—10k Eur für Um- und Ausrüstung für ne Weltumsegelung ein. (Ohne Vorräte und die notwendige Rücklage für Reparaturen)

Deinen Traum in allen Ehren, denke ich doch, Du solltest vielleicht überhaupt erstmal auf dem Meer gewesen sein. Vielleicht ist das ganz anders als Du Dir vorstellst, vielleicht kotzt Du Dir die Seele aus dem Leib, vielleicht ist es auch genau das was Du Dir erträumst.

Lebe Deinen Traum! Mach nicht den Fehler wie viele andere (mich eingeschlossen) davon zu träumen, aber so fest in gewissen Strukturen eingebunden zu sein, dass es „jetzt“ nicht geht, wobei „jetzt“ gerne einen Zeitraum von Jahrzehnten einschließen kann. ABER! Geh erst mal aufs Meer und damit meine ich wirklich Hochsee. Fahr mal mit dem DHH auf die Kanaren oder mach sonstwas in der Richtung und dann triff eine Entscheidung.

Schiffe empfehlen können hier viele und zwar viele Schiffe, Auskunft über den STIX geben, Ratschläge erteilen ob es sinnvoller ist eine stäbige Yacht zu haben die durch nen Sturm kommt oder lieber eine, die schnell ist, so dass Du Tiefdruckgebieten besser ausweichen kannst, aber bevor Du das alles überlegst... geh erstmal auf dem Meer segeln, mach ne Biskayaüberquerung, Segel auf dem Atlantik, tu was Dir zusagt, aber segle erstmal und entscheide dann.

Ich will und kann Dir nichts vorschreiben, aber das wäre mein wirklich gut gemeinter Rat.
Seekrankheit: Zuerst befürchtet man sterben zu müssen, danach, dass es noch lange dauert bis es endlich soweit ist.

10

Donnerstag, 9. August 2018, 21:51

@TrampMuc: Fände ich super. Ich dachte mir auch, dass es mit Sicherheit einige Leute gibt, die eine ähnliche Ausgangssituation wie ich haben und denen so eine "Standard-Empfehlung" von Beginn der Planung bis hin zu evtl. späterem Refit von großer Orientierungshilfe wäre. Ich bin schon dabei zu dokumentieren mit welchen Dingen ich mich aktuell beschäftige und habe mir auch schon überlegt so ein Dokument aufzusetzen. Von welcher Qualität das sein wird ist natürlich fraglich, aber vielleicht mag da am Ende jemand drüber lesen, der sich besser auskennt.


@txg: siehe Dateianhang - so sieht meine Seitenleiste aus. :D Super spannender Thread, den ich schon oft gelesen habe und auch viel Inspiration draus geschöpft habe.
Deine Überlegungen und Vorplanungen halte ich für plausibel. Ob Deine Erfahrung in zwei Jahren reichen wird, hängt ja auch von der Frage ab, wie weit und wohin die Reise gehen soll. Das wird sich dann zeigen und das kannst Du ja auch flexibel handhaben. Eine lange Saison auf der Ostsee ist eben was anderes, als eine Altlantikrunde. Hier liegt auch u.U. ein Problem, was die Auswahl des Bootes betrifft.

- Eine Atlantiküberquerung und dann nach situativer Möglichkeiten noch weiter ist angestrebt. Davor jedoch peile ich die Niederlande/Belgien, auch Wohnortsbedingt, als Liegeplatz und Spot zum Üben an. Welches Problem meinst Du? Tiden und damit Tiefgang?

Dein Budget zum Kauf eine Bootes mit 35 ft. halte ich für zu knapp. Dann lieber das Boot eine Nummer kleiner wählen.

Ich habe jetzt monatelang eine Dufour 35 beobachtet, die vom Ersteigner, scheinbar noch in Serienausstattung, seitdem auf dem Bodensee gesegelt wurde und dementsprechend wenig aufgerüstet war (z.B. kein Frischwassertank, Sprayhood, etc.). Die ging vor 2 Tagen für 20k weg. Mit so einem Verkaufspreis und den dann noch restlichen 15k, die ich hätte, wär das doch machbar oder?

Daher glaube ich, dass ein Schiff um die 20-25k ideal wäre mit dann noch ca. 10k Puffer zum Aufrüsten.

Die Yachting Monthly werde ich mal abbonieren, klingt und sieht vielversprechend aus, danke für den Tipp!


@Goeni: Das Schiff werde ich mir mal noch genauer ansehen, aber der Preis liegt deutlich über meinen Vorstellungen. Aber auch u.A. die Art von Antwort und Reichweite machen den Thread jetzt schon lohnend. :)


@Schebun: Das ist auch eine Bedingung, die ich mir selbst stelle. Vorher wirklich mal auf dem Meer gewesen zu sein, je länger, desto besser. Aus diesem Grund bin ich auch in zahlreichen Gruppen/Foren unterwegs, um im besten Fall keinen Törn buchen zu müssen, sondern im Prinzip von HgK dem Ziel näher zu kommen. Vielleicht kommt ja auch etwas über diesen Thread zustande. :sonne:
Über 1000 Euronen für so einen Törn würden sich in der Bordkasse wohl gut machen. Falls aber nichts zustande kommen sollte, werde ich auf jeden Fall auch sowas machen. Danke für die Verlinkung zum DHH!


Liebe Grüße und schon nen dickes Danke! Ist echt Klasse.

»arlindt« hat folgende Datei angehängt:

jensstark

Salzbuckel

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11

Donnerstag, 9. August 2018, 22:02

Bedenke, daß auch die Unterhaltskosten für ein Boot erheblich sein können - und die nehmen mit der Bootslänge zu.
Du hast also: Kaufpreis + Refit + Winterlagerkosten + Winterarbeiten + Liegeplatz + Versicherungen.
(Es gibt zur Zeit innerhalb des Forums eine D34 zum Verkauf, bei der ziemlich alles auf Stand ist.)

Es bringt wenig, ein Boot zu kaufen, wenn man nicht das Geld hat, die Unterhaltskosten zu tragen.

Ansonsten gibt es sogar Bootskaufseminare...

Beiträge: 231

Bootstyp: Vergrösserung ist angesagt

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12

Donnerstag, 9. August 2018, 22:05

Mach es dir nicht zu komliziert!
Lese einfach weiter was über die entsprechenden Thematiken und wenn du das Geld zusammen hast, dann wirst du schon ungefähr wissen, was du für ein Schiff brauchst. Nimm für den Kauf einen Sachverständigen mit und dann legst du mit dem eigenen Schiff einfach los. Mit ein wenig richtigem Bauchgefühl wirst du merken, was du dir dann zutrauen kannst. Learning by doing!

Orage

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13

Donnerstag, 9. August 2018, 22:29


Das Budget liegt bei 30-35kEuro. Dass ein Schiff der angegebenen Größe stetiger, größerer Investitionen bedarf ist mir bewusst und einkalkuliert. Mit Sicherheit zu wenig und naiv, aber das Bewusstsein und auch eine gesunde Sorge möglicher eigener Leichtsinnigkeit sind da....
...


Das reicht dicke für die Anschaffung.

Probleme machen eher die Unterhaltskosten (Liegeplatz, Versicherung, Wartung, Pflege, Erneuerung von Segeln, Navigation, Motor-Wartung, Antifouling, etc.). Faustregel:100-150 EUR/ft. Bootslänge/Jahr. D. h.: 3000-5000 EUR/Jahr Unterhalt.
Handbreit, Felix

txg

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14

Donnerstag, 9. August 2018, 22:40

....

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Dein Budget zum Kauf eine Bootes mit 35 ft. halte ich für zu knapp. Dann lieber das Boot eine Nummer kleiner wählen.

Ich habe jetzt monatelang eine Dufour 35 beobachtet, die vom Ersteigner, scheinbar noch in Serienausstattung, seitdem auf dem Bodensee gesegelt wurde und dementsprechend wenig aufgerüstet war (z.B. kein Frischwassertank, Sprayhood, etc.). Die ging vor 2 Tagen für 20k weg. Mit so einem Verkaufspreis und den dann noch restlichen 15k, die ich hätte, wär das doch machbar oder?

Daher glaube ich, dass ein Schiff um die 20-25k ideal wäre mit dann noch ca. 10k Puffer zum Aufrüsten.



Ungefähr so habe ich 2014 auch mal gedacht. Zahlen aus der Praxis sehen anders aus: Dufour 35 gekauft für 17k, und nach zwei Jahren Refit waren wir bei einer Gesamtsumme von 70k. Unsere war allerdings beim Kauf ziemlich nackt und als wir fertig waren ziemlich umfangreich ausgerüstet. Da ist aber auch absolut alles drin was irgendwie mit dem Boot zu tun hat, Liegeplatz, Werkzeuganschaffungen, Satellitentelefon, Rettungsinsel und die ganze weitere Sicherheitsausrüstung, neue Windfahne etc.Größte Einzelposten dabei waren der neue Motor mit insgesamt 15k, Überholung des Kiels/Unterwasserschiffs mit 6k, Windfahne 4k, stehendes Gut 2k.

Es geht sicher billiger, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Aber gerade die Sicherheitsausrüstung summiert sich, und auch der Kleinkram den man mal eben im Baumarkt mitnimmt wie Schrauben und Farben, das wird ganz schnell vierstellig.

Wir kennen auch Leute die in England ein Boot gekauft haben und einfach erstmal los sind so wie es eben war. Die sind mittlerweile auf den Marquesas. Geht auch.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »txg« (9. August 2018, 22:50)


Orage

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15

Donnerstag, 9. August 2018, 23:01

Es gibt jedoch auch sehr gepflegte und gute Eignerschiffe für das Budget, z. B. hier:

https://www.scanboat.com/de/bootsmarkt/b…lik-33-17271808

https://www.boat24.com/de/segelboote/dra…/detail/340377/


Da muss man erstmal nix investieren...
Handbreit, Felix

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Orage« (9. August 2018, 23:31)


vlinder

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Donnerstag, 9. August 2018, 23:13

Zur Zeit in NL interssante Angebote
VICTOIRE 34 (gezeichnet von Dick Koopmans)

Gruss jürgen

txg

Salzbuckel

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Heimathafen: Berlin

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17

Donnerstag, 9. August 2018, 23:26

Es gibt jedoch auch sehr gepflegte und gute Eignerschiffe für das Budget, z. B. hier:

https://www.scanboat.com/de/bootsmarkt/b…lik-33-17271808

Da muss man erstmal nix investieren...


@Orage:

Ist halt die Frage was man damit vorhat. Ich sehe weder angemessene Sicherheitsausrüstung noch angemessenen Sonnenschutz noch angemessene Energieversorgung für eine längere Reise, das ist ein Boot das für Tagestouren von Marina zu Marina ausgerüstet ist. Allein für die genannten Punkte ist man bei etwa 10k Investition. Wenn man sich zurückhält und alles in Eigenleistung montiert.

Orage

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Heimathafen: "Hamburg"

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18

Donnerstag, 9. August 2018, 23:37

Es gibt jedoch auch sehr gepflegte und gute Eignerschiffe für das Budget, z. B. hier:

https://www.scanboat.com/de/bootsmarkt/b…lik-33-17271808

Da muss man erstmal nix investieren...


@Orage:

Ist halt die Frage was man damit vorhat. Ich sehe weder angemessene Sicherheitsausrüstung noch angemessenen Sonnenschutz noch angemessene Energieversorgung für eine längere Reise, das ist ein Boot das für Tagestouren von Marina zu Marina ausgerüstet ist. Allein für die genannten Punkte ist man bei etwa 10k Investition. Wenn man sich zurückhält und alles in Eigenleistung montiert.

Nee, habe ich vor drei Wochen besichtigt; alles gut; langfahrttauglich; kann man in dem knappen Inserat nicht so sehen... (hätte ich sonst auch nicht gepostet ;) ).

Die Drabant 33 in Post #15 ist auch gut...
Handbreit, Felix

19

Freitag, 10. August 2018, 09:18

„Alter“! In Deinem Alter würde ich sagen „einfach machen!“ Die Kotzfestigkeit vorausgesetzt ist der Rest schnell und einfach erlernbar. Praxis wirst Du nie genug haben um jede Eventualität einer langen Reise vorab zu erfahren. Die meisten coolen Langfahrtgeschichten begannen mit Newbies, Jollensegler die einfach gemacht haben.

Deinen Zeitplan würde ich dabei aber jetzt nicht als Zwang nehmen. Du bis 22! Da bleibt Dir genug Zeit um im Job zu glänzen. Kannst ja auch mal bei ner Werft aushelfen. Als Hiwi kannst Du den ganzen Tag Fragen stellen bis man Dir mit Sikka nden Mund zuklebt :-)

Segeln als HGK kann man sicherlich aber ob Du das so gut planen kannst... die meisten die interessante HgK anbieten erwarten etwas Erfahrung. Aber bezahlte Törns sind oft nichts um Erfahrung zu sammeln. Die Skipper oft gelangweilt oder, wie hier immer wieder zu lesen, unfähig eine Crew zu führen usw.

Was die Ausstattung eines Bootes anbelangt, je weniger desto unkaputtbarer. Wenn die Substanz gut ist, dann wirst Du alles weitere in Windeseile „erfahren“. Die angesprochenen technischen Themen gibts in wenigen Büchern kompakt oder ein wenig im Netz stöbern. Im Cruiserforum sieht man schön, dass man mit sehr preiswerten Booten seine Auszeit gestalten kann. Ok, die Amis gehen da auch etwas gelassener bis naiver an die Sache ran. So ala Nike Steiger, die langweiligsten Videos seit es Youtube gibt, aber bei ihr sieht man die möglichen Überraschungen ganz gut. Nimm Dir für den Bootskauf jemanden der Rumpf/Kiel sowie Elektrik/Sanitär zusätzlich beurteilen kann. Kaufen, segeln und mit die Herausforderungen in Erfahrungen wandeln.

20

Freitag, 10. August 2018, 09:39

Faustregel:100-150 EUR/ft.
Das suggeriert ein lineares Ansteigen der Kosten mit der Länge des Schiffes.
Besser wäre vielleicht Länge x Breite x 100 bis 150 €/(m x m x a).
Viele Grüße,
Oliver

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