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Winterfalke

Salzbuckel

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Bootstyp: Charterskipper

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21

Freitag, 10. August 2018, 09:58

Ohje, das gibt wieder Haue

Sind schon mittendrin! :klopp:
Die Weltumsegler schießen aber auch wie die Pilze aus dem Boden diesen Sommer.
@TrampMuc: Jetzt bin ich aber auch mal dran! Geh mal beiseite... :MG_63:

Nichts geht über ein Segel-Abenteuer! :segeln: Und solange man mit dem Gegenwert eines Segelbootes ein ganzes Jahr lang eines chartern kann...aber gut.
Die Unterhalts- und Liegeplatzkosten entfallen. Wir sind ja auf den sieben Weltmeeren unterwegs. Essen kann man fangen. Reparaturen gehen mit Panzertape, Bändsel und/oder selbstbohrenden Schrauben. Versicherung brauche ich nicht. Ist ja Platz überall. Erfahrung tu ich sammeln.
Ich denke, da bleibt vom Budget sogar noch was übrig. :professor:
:D
Mario Falko

Glück ist kein Ziel, sondern eine Reise.
:segeln:

Orage

Kapitän

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22

Freitag, 10. August 2018, 10:22

Faustregel:100-150 EUR/ft.
Das suggeriert ein lineares Ansteigen der Kosten mit der Länge des Schiffes.
Besser wäre vielleicht Länge x Breite x 100 bis 150 €/(m x m x a).
Genau; "meine" Faustregel gilt nur ca. für die Größe 30-35 ft.
Bei größeren Booten steigen die Kosten jedoch exponentiell. Auch "Deine" Formel greift nicht mehr bei einen > 50 ft.-Schiff :( .
Handbreit, Felix

janm

Offizier

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Bootstyp: Laser

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23

Freitag, 10. August 2018, 14:28

Wir haben uns vor ein paar Jahren ein 34-Fuss - Boot in NL eher am unteren Ende der Preisskala gekauft und sind dann mit Bahn und zu Fuss und 3 Kleinkindern zum Boot gefahren/gegangen und sind einfach 6 Monate lang gesegelt, erst binnen und dann Nordsee/Ostsee. Aufgemöbelt haben wir es unterwegs. Gelegenheiten gibt es genug (Werften etc.). Nun schwebt dir wohl Höheres vor als unser Küstenhopping. Aber so eine Vorgehensweise hätte den Vorteil, dass man das graduell lernen kann (erst binnen...) und man nahe an der Praxis am Boot arbeitet. Unterstreichen kann ich die Aussage, das man nach dem Kauf viel Geld für Ausrüstung und Unterhalt ausgeben kann.
Viele Grüße, Jan

BTW: schonmal üben nen guten SKS-Segelschein nachgedacht? :D Ich fand den hilfreich.
Ergänzung: 30K-35K nur für das Boot wird ganz grob für 1, max. 2 Jahre reichen (Kauf + Ausrüstung + Unterhalt). Wenn du auch noch von leben möchtest, dann wird das knapp werden.

24

Freitag, 10. August 2018, 15:42

@txg: 70k sind echt 'ne Nummer. Ich habe deinen Refit auch über die verschiedenen Threads im Forum vor Kurzem zurückverfolgt; daraus schien jeder Schritt wirklich sehr bedacht gegangen zu sein. Ich würde gerne ähnlich an die Sache gehen, nur macht das das Budget bestimmt nicht mit, vorausgesetzt wertvolle Ausrüstung wie z.B. Windfahne als auch Sicherheitsequipment wären vorhanden, der Motor noch fit wie auch das Unterwasserschiff/ Rumpf an sich. Ansonsten gerne auch einen Mittelweg zwischen dir und den Leuten aus England.

@Orage & @vlinder: Danke für den Input, die kannte ich noch nicht. Die Victoire gefällt mir auf Anhieb vorallem auch optisch sehr gut. Wenn ich wählen könnte, hätte ich wohl ein Teakdeck, auch wenn dadurch mehr Pflegeaufwand entsteht. Ich fänds einfach schön. Da wird auch eine Victoire für 35k angeboten, die gut ausgestattet zu sein scheint: in den letzten 10 Jahre große Refits und Satz neuer Segel in den letzten paar Jahren, Rettungsinsel mit aber letztjährig abgelaufener Wartung, MPPT-geregelte Solarenergiegewinnung, usw. Werde ich im Auge behalten.

@Peterchen: motivierende Worte! Ich dachte ich würde von einer Großzahl von Leuten hier im Forum was aufn Kopf bekommen für die Idee. :D :rolleyes:
Mein Bruder ist gelernter Anlagemechaniker und zeigt auch schon viel Motivation sich mit mir um Elektrik, Sanitär und anderen Bastlereien zu kümmern. Ansonsten denke ich auch, dass es für sehr bootsspezifische Dinge wie Rumpf, Kiel, stehendes Gut sinnvoll ist jemanden dabei zu haben, der sich auskennt. Ist da die einzige Möglichkeit ein Sachverständiger dem man viel Geld bezahlt dafür?

@janm: Die Küste südlich an Europa vorbei ist ja eh muss. Und auch ist ein Vorlaufsjahr am Liegeplatz 2019 gedacht, um mich mit dem Schiff anzufreunden. An einen SKS habe ich auch schon gedacht, aber ich denke, dass ich mir dann doch lieber Theorie selbständig anlese und den Rest alleine kläre. Kenn' da auch nen Ausbilder für die kleinen SBF Scheine, der auch schon viel auf großen Schiffen gesegelt ist und Lust hätte da ein paar Mal mitzukommen.
Das angegebene Budget ist exklusive der späteren Fahrerei. Da werde ich genau das anstreben und versuchen zu leben was @Winterfalke beschreibt. :D


Hat sonst noch jemand Literaturtipps zu z.B. Bordtechnik und - pflege, Navigation, etc. ?

Orage

Kapitän

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25

Freitag, 10. August 2018, 15:46

Für Dein gesamtes Projekt empfehle ich, dieses sehr gute Buch vollständig zu lesen (habe ich gemacht, ist tatsächlich hervorragend): https://www.delius-klasing.de/blauwassersegeln-3457
Handbreit, Felix

26

Freitag, 10. August 2018, 15:52

@Orage: Ich hab die 6. Auflage schon Zuhause liegen, es zeitlich nur noch nicht geschafft ordentlich reinzugucken. Ich arbeite mich zuerst durch das Segel-Praxishandbuch, wodurch ich auch, finde ich, schon gut weitergekommen bin.

27

Freitag, 10. August 2018, 16:29

Moin N. N.,

gegenwärtig häufen sich Vorstellungen und Anfragen wie die Deine im Forum.
Diese Fälle haben meist gemeinsam:

1. Ein Boot bisher bestenfalls auf der Talsperre bewegt oder vor 99 Jahren mit irgendwelchen Kumpels mal von A nach B gesegelt
2. Horizont bisher von der Strandbar betrachtet
3. Segeln findet bisher im Kopf durch das Studium von Blogs, Foren, Youtube statt mit Tendenz zur fiktiven Parallelwelt
4. PlänePlänePläne
5. Der Wohnort ist far away von Gewässern, auf denen man einigermaßen vernünftig segeln kann.

------------------------

Ich treffe mich gleich nach Feierabend mit netten segelinteressierten Menschen und wir legen nachher für ein etwas längeres Wochenende ab. Inkl. Abendtörn, etwas Navigation und morgen bei angesagten 6-7 Bft sicher auch mal 1-2 Meter See zum testen, wie ernst man es denn wirklich so meint mit den springenden Schweinswalen vor untergehender Sonne. Und ob die Motivation auch noch da ist, wenn das Frühstück wieder aus dem Gesicht fällt (ok, das war so nicht geplant, aber der Wetterbericht ist wie er eben ist).

Das geht hier völlig easy im Kollegen/Freundes/Bekannten/Segelvereins- whatever-Kreis, weil: weil hier Küste ist und nicht einer von 100.000 segelt, sondern in jedem Kollegium ab 10 Köpfen mindestens einer. Umgekehrt bin ich fast der einzige in meinem Umfeld, der Zeit in einem FORUM verschwendet verwendet. Die übrigen schütteln darüber den Kopf und gehen segeln.

Um das richtige Boot brauchst Du Dir anschließend kaum Gedanken zu machen. Mein Hafen ist voll mit erwerbbaren Booten, die mit Minuten- und nicht mit Tageaufwand zu besichtigen sind.
Probesegeln mit allen möglichen Bootstypen ist in einem Segelverein jeden Mittwoch an der Theke zu vereinbaren. Sachkundige Begleitung zum Bootskauf ebenso.
Und wenn Du mit 22 mal antesten möchtest, wie es sich Nonstop über die Nordsee rund Skagen oder nach Edinbourgh als Race anfühlen könnte, brauchst Du Dich bloß bei den richtigen Leuten zu mucksen und hast an jedem Finger ein Angebot.


Verstehst Du was ich meine?

Maßnahme Nr. 1: Sieh zu, dass Du aus diesem Saarland wegkommst (wo ist das überhaupt?)
Maßnahme Nr. 2: Verbringe anschließend Deine Zeit an Bord, nicht in Blogs oder Foren.

Viel Erfolg
Andreas

Orage

Kapitän

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28

Freitag, 10. August 2018, 16:42

Moin N. N.,

gegenwärtig häufen sich Vorstellungen und Anfragen wie die Deine im Forum.
Diese Fälle haben meist gemeinsam:

1. Ein Boot bisher bestenfalls auf der Talsperre bewegt oder vor 99 Jahren mit irgendwelchen Kumpels mal von A nach B gesegelt
2. Horizont bisher von der Strandbar betrachtet
3. Segeln findet bisher im Kopf durch das Studium von Blogs, Foren, Youtube statt mit Tendenz zur fiktiven Parallelwelt
4. PlänePlänePläne
5. Der Wohnort ist far away von Gewässern, auf denen man einigermaßen vernünftig segeln kann.

------------------------

Ich treffe mich gleich nach Feierabend mit netten segelinteressierten Menschen und wir legen nachher für ein etwas längeres Wochenende ab. Inkl. Abendtörn, etwas Navigation und morgen bei angesagten 6-7 Bft sicher auch mal 1-2 Meter See zum testen, wie ernst man es denn wirklich so meint mit den springenden Schweinswalen vor untergehender Sonne. Und ob die Motivation auch noch da ist, wenn das Frühstück wieder aus dem Gesicht fällt (ok, das war so nicht geplant, aber der Wetterbericht ist wie er eben ist).

Das geht hier völlig easy im Kollegen/Freundes/Bekannten/Segelvereins- whatever-Kreis, weil: weil hier Küste ist und nicht einer von 100.000 segelt, sondern in jedem Kollegium ab 10 Köpfen mindestens einer. Umgekehrt bin ich fast der einzige in meinem Umfeld, der Zeit in einem FORUM verschwendet verwendet. Die übrigen schütteln darüber den Kopf und gehen segeln.

Um das richtige Boot brauchst Du Dir anschließend kaum Gedanken zu machen. Mein Hafen ist voll mit erwerbbaren Booten, die mit Minuten- und nicht mit Tageaufwand zu besichtigen sind.
Probesegeln mit allen möglichen Bootstypen ist in einem Segelverein jeden Mittwoch an der Theke zu vereinbaren. Sachkundige Begleitung zum Bootskauf ebenso.
Und wenn Du mit 22 mal antesten möchtest, wie es sich Nonstop über die Nordsee rund Skagen oder nach Edinbourgh als Race anfühlen könnte, brauchst Du Dich bloß bei den richtigen Leuten zu mucksen und hast an jedem Finger ein Angebot.


Verstehst Du was ich meine?

Maßnahme Nr. 1: Sieh zu, dass Du aus diesem Saarland wegkommst (wo ist das überhaupt?)
Maßnahme Nr. 2: Verbringe anschließend Deine Zeit an Bord, nicht in Blogs oder Foren.

Viel Erfolg
Andreas

Sehr motivierend und pädagogisch perfekt :D .

(Nicht jeder Segler wohnt an der Küste und kann jeden Tag/jedes WE segeln; bei mir leider auch so :( ).
Handbreit, Felix

29

Freitag, 10. August 2018, 17:16

Dann "glühst" Du wohl noch nicht genug, sonst wohntest Du mittlerweile an der Küste :D

Ok, Spaß beiseite:
Die wirklich ernstgemeinte Botschaft: wenn man derart angetörnt ist, dass man Opfer zu bringen bereit ist und Segeln regelrecht im Vordergrund der weiteren Lebensplanung steht, dann ist doch der logische Schritt, sich erstmal aus der seglerischen Diaspora wegzuverholen und seinen Lebensmittelpunkt dorthin zu verlegen, wo Segeln mit minimalem Aufwand zu betreiben und auch der Einstieg en passant zu bewerkstelligen ist. Dorthin, wo es so selbstverständlich wie Fußball ist und jeder mindestens einen kennt, der irgendwo segelt oder gar selbst ein Boot hat.
Dorthin, wo sich vieles, über das man in den Foren nachsinniert, fast von selbst ergeben kann. Dorthin, wo man jeden Abend oder jedes Wochenende segeln gehen kann und nicht nur immer davon träumen muss. Dorthin, wo man nach Feierabend am eigenen Boot schrauben kann. Dorthin, wo schiffbares Wasser ist.

Jobs kann man kündigen, Studienorte verlegen, Häuser verkaufen, Ehefrauen und Familien verlassen.
Aber mit 22 muss man vermutlich nichts davon.... :D

Bavaria 56 V

Labsklaus

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30

Freitag, 10. August 2018, 18:23

@Orage: Ich hab die 6. Auflage schon Zuhause liegen, es zeitlich nur noch nicht geschafft ordentlich reinzugucken. Ich arbeite mich zuerst durch das Segel-Praxishandbuch, wodurch ich auch, finde ich, schon gut weitergekommen bin.


Woran machs Du das fest? Ich habe ein Buch gelesen und bin schon weiter (Das gibt es nur in Kochbuch)

...........und wo bleibt der Spruch Segeln lernt man beim segeln.

Gruß Klaus
Konzept für ein gutes Leben : Ein schlechtes Gedächtnis und eine gute Gesundheit.

Schebun

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31

Freitag, 10. August 2018, 18:38

Andreas, Du weißt schon, dass Du damit einigen Leuten nicht nur gut auf den Schlappen trittst, sondern auch noch in offenen Wunden puhlst oder? ;)

Klar kann man das alles tun, wenn man unbedingt will. Bei mir z.B. hieße das: Unternehmen mit 13 Angestellten aufgeben, Frau verlassen, Haus verkaufen. Kann man alles tun, aber einfach ist das nicht. Das Haus ist mir effektiv egal, aber ein Unternehmen aufzugeben und nochmal von Vorne anzufangen ist keine leichte Entscheidung und die Frau zu verlassen auch nicht. Wenn nur Eins von Beiden wär wäre ich versucht, aber beides zusammen ist einfach n Ticken zu viel.

Wir Deutschen haben ohnehin die Gnade der Geburt in einem wohlhabenden Land geboren worden zu sein, wer dann noch mit dem Segelvirus geschlagen ist hat das übergroße Glück, sollte er auch noch an der Küste geboren sein. Hat halt nicht jeder.
Seekrankheit: Zuerst befürchtet man sterben zu müssen, danach, dass es noch lange dauert bis es endlich soweit ist.

zooom

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32

Freitag, 10. August 2018, 18:55


Klar kann man das alles tun, wenn man unbedingt will. Bei mir z.B. hieße das: Unternehmen mit 13 Angestellten aufgeben, Frau verlassen, Haus verkaufen. Kann man alles tun, aber einfach ist das nicht.


Und ich dachte, Du nennst uns jetzt Probleme, z.B. Goldfische ins neue Revier eingewöhnen, neuen Bauernhof zum Eierkaufen finden oder so. :O
Gruß Thomas

Dieses Jahr bekennender Alt 68iger

Orage

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33

Samstag, 11. August 2018, 00:41


Woran machs Du das fest? Ich habe ein Buch gelesen und bin schon weiter (Das gibt es nur in Kochbuch)

...........und wo bleibt der Spruch Segeln lernt man beim segeln.
Nun lasst dem jungen Mann doch seinen Traum vom eigenen Schiff! Die meisten in diesem Alter (ja, sie sind fast noch Kids, meine Söhne inbegriffen...) wollen kurzlebige Lifestyle-Sportarten, o. ä.. Die Eigner-Generation ist längst am Aussterben. Schön, dass jemand noch solche Ambitionen hat; das sollte man fördern! Auch die alten Herren chartern lieber als dass sie Verantwortung für eine eigene Yacht übernehmen wollen (btw: Chartern ist Bordell-Besuch; eigene Yacht ist Ehe mit der großen Liebe... :D ).
Handbreit, Felix

34

Samstag, 11. August 2018, 09:54

@Quallenschubser:
Ich verstehe was Du meinst. Es ist oft auch wirklich eine Qual, so weit weg von der Küste/ selbst nur einem größerem See zu wohnen. Die Zeit, die ich zuletzt an Küstenorten verbringen konnte, habe ich auch in Hafennähe verbracht. So wäre es im letzten Dezember auf Jamaica auch fast zu einem Törn mit einem älteren Amerikaner geworden, den ich angequatscht habe. Zum Segeln ist es Boots-bedingt nicht gekommen, aber zu ein paar Bieren an Bord und netten Gesprächen.


Umziehen wäre für mich tätsächlich einfach umzusetzen. Wirkliche Verpflichtungen wie von euch genannt gibt es zur Zeit wenige (Haus, Frau, ..). Das ist aber auch meiner Meinung nach mein Vorteil im weiter hier wohnen bleiben: Heimvorteil. Ein Schiff zuzulegen wäre mit großer Sicherheit schwieriger, wenn ich mich dann kurz vor Anschaffung um neue Wohnung, neuen Arbeitsplatz, etc. kümmern müsste. Da vorallendingen verfügbares Geld wegentscheidend ist würde ich mich doch nur unnötig zusätzlich belasten und einschränken.
Hinsichtlich des Segelns selbst hast Du, wie gesagt, vollkommen recht. Wenn ich aber priorisieren müsste, würde ich Bootsanschaffung vor Segelerfahrung stellen. Denn Zweiteres ist logische Folge aus Ersterem, andersherum aber nicht.

Schade, dass ich keinen Vertreter bei Dir vorort habe, der einfach mein Interesse an der Teilnahme eines Races zeigen würde und nur Kontaktdaten weitergeben müsste. Das wäre praktisch hilfreich. :O :O

@Bavaria 56 V: Bezüglich der Beschaffung und Ausrüstung eines Bootes steht dort einiges drin, als auch zu wohl ganz banalen Sachen zu Instandhaltung, Motor, etc. Das hat mir, als jemanden der bis jetzt noch kein Zugang zu einem Schiff hat, dass man sich mal detailliert ansehen kann, woraus es gebaut ist und was verbaut ist, massig Input gegeben. Daran konnte und kann ich anknüpfen und mich durch weitere Recherche intensiver theoretisch mit auseinandersetzen. Zur Segelpraxis selbst steht auch viel drin, bestimmt nicht genug. Dass ich mit dem Lesen davon jetzt nicht automatisch segeln kann weiß ich. Das verlange ich auch nicht. Ich habe mich da vorher wohl zu unpräzise ausgedrückt.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »arlindt« (11. August 2018, 10:15)


Beiträge: 854

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35

Samstag, 11. August 2018, 13:21


...
Hinsichtlich des Segelns selbst hast Du, wie gesagt, vollkommen recht. Wenn ich aber priorisieren müsste, würde ich Bootsanschaffung vor Segelerfahrung stellen. Denn Zweiteres ist logische Folge aus Ersterem, andersherum aber nicht.
...


Kann gehen (nach dem Motto: Jetzt habe ich ein Boot, jetzt will ich es auch bewegen/segeln), muss aber nicht.
Gerade wenn man noch keine Erfahrung im Seesegeln hat, würde ich erstmal feststellen, ob das wirklich eine Sache ist,
für die man Opfer bringen will.

Ich beobachte bei manchen Neueinsteigern auch eine gewisse Ernüchterung.
Vielleicht, weil man sich das ganze irgendwie anders / einfacher vorgestellt hat.
Seesegeln ist eben auch manchmal anstrengend, unbequem und langweilig.

Vermutlich aber auch ganz oft, weil das echte Sich-drauf-einlassen fehlt.
Viele - auch mit Boot - kratzen insofern nur an der Oberfläche, können ihr Boot vielleicht auch irgendwann halbwegs sicher im Hausrevier bewegen, haben aber kaum Einblick in die Hintergründe des Segelns.

Ich glaube, der Vorschlag vom Quallenschubser war weniger, dass du umziehst, um dir direkt danach einen fetten Dampfer in den Hafen zu legen.
Er meinte wohl, umziehen, um das zu tun, was du doch willst: Segeln. Dafür ist gar kein eigenes Boot nötig.
Wenn ich so jung und ungebunden wäre und es würde mich so sehr zum Seesegeln ziehen, würde ich jedenfalls als erstes mal an die Küste ziehen.

Holger

Orage

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36

Samstag, 11. August 2018, 14:07

Geht auch anders: vom Saarland kurz nach (Frankfurt) Hahn und sehr günstig mit Ryanair nach Girona fliegen. Zum Boot mit Liegeplatz in Empuriabrava (da gibt es Liegeplätze, ab ca. 3000 EUR/Jahr). Sehr schönes und relativ einfaches Revier, gut für Anfänger (Golf von Roses). Für Fortgeschrittene wird es von da aus dann extrem interessant: Balearen, Korsika, Sardinien,Toskanischer Archipel, Golfe du Lion, Camargue, Cote d´Azur, etc...

(habe ich einige Jahre gemacht, kann ich nur empfehlen!)
Handbreit, Felix

37

Samstag, 11. August 2018, 14:23

Lebe Deinen Traum! Mach nicht den Fehler wie viele andere (mich eingeschlossen) davon zu träumen, aber so fest in gewissen Strukturen eingebunden zu sein, dass es „jetzt“ nicht geht, wobei „jetzt“ gerne einen Zeitraum von Jahrzehnten einschließen kann. ABER! Geh erst mal aufs Meer und damit meine ich wirklich Hochsee. Fahr mal mit dem DHH auf die Kanaren oder mach sonstwas in der Richtung und dann triff eine Entscheidung.
oh ja...auch bei mir waren die Strukturen ungünstig.viel zu lange und viel zu viele Ausreden, nicht zu starten. Nun habe ich gerade mit meinem SBF See angefangen und das Thema der Bootsanschaffung steht mir auch noch bevor.
Trotzdem, definitiv zunächst ein paar unterschiedliche Törns mit unterschiedlichen Booten und dann kaufen!

38

Samstag, 11. August 2018, 14:36

Trotzdem, definitiv zunächst ein paar unterschiedliche Törns mit unterschiedlichen Booten und dann kaufen!

Das dürfte nicht nur der bessere sondern auch der sinnvollere Weg sein.

Till

Lotse

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Wohnort: Langenfeld Rhld

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39

Samstag, 11. August 2018, 15:48

Mal vom Offensichtlichen (zu wenig Erfahrung, zu wenig Zeit, zu wenig Geld) abgesehen:


Für mich ist nicht mal erkenntlich, was du eigentlich willst. Warum willst du segeln? Wie willst du segeln? Geht es eher um Lebensgefühl und Leben auf dem Boot, oder geht es um Segeln als Sport und Herausforderung, oder darum, die Welt zu sehen?

Mit 22 wäre für mich eine alte "hochseetaugliche Fahrtenyacht" sicher nicht die erste Wahl gewesen. Jede Menge mögliche Baustellen und Kosten, und dafür ein Boot, das praktisch unter keinen Bedingungen wirklich Spaß beim Segeln machen wird.
Dein Budget würde für einen Mini 650 reichen. :D

Gruß, Till

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Till« (11. August 2018, 17:32)


Yachtcoach

St. Lubentius des Forums

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Wohnort: mittendrin

Schiffsname: wechselt und daher auch nicht wie Frauennamen auf den Arm tötowiert

Bootstyp: Ja ...sagt man von mir....

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40

Samstag, 11. August 2018, 16:17

sorry...aber man kann auch binnen segeln lernen !
Es gibt auch binnen Vereine und Clubs, deren Mitglieder in der Saison ihr Boot ans Ijsselmeer, Ostsee oder woanders hin verbringen.

Manche haben zwei Boote - binnen und buiten...Andreas hat mit den Connections in Vereinen und der dort erlerntbaren Thematik ( z.B. Instandhaltung von Booten usw) schon recht..

aber... man muss, um zu segeln oder ein Boot zu haben, nicht an der Küste wohnen !Man kann als Neuling chartern, mitfahren oder Törns buchen.
Später ein Boot kaufen und es ins Küstenrevier legen und dann... .
jedes freie Weekend und in den Urlauben dorthin fahren.
Das machen tausende Eigner und Weekendsegler.


An diversen Stegen der Häfen z.B. in Holland (im 30 - 36er Fuss-Bereich) waren etwa 75% der deutschen Eigner aus dem Binnenland.Es scheint also, wenn auch mit vielen Fahrkilometern, erstmal machbar zu sein.
Was dann später kommt... who knows ?
;)
ja...der redet und schreibt auch ungefragt....wer wissen will was....liest da :


http://www.my-seaside.net/html/kolumne.html . ... -.....QUERULANT= https://blog650.wordpress.com ... - ......HORIZONTE = https://blog35215.wordpress.com ......-........http://www.wassersport-pool.info ..[/align]

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