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Bootstyp: Vergrösserung ist angesagt

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41

Sonntag, 12. August 2018, 11:32

Man muss sich darüber im klaren sein, dass ein eigenes Schiff eine Menge Zeit und Geld braucht um gewartet, erhalten und natürlich gesegelt zu werden. Ich habe nun mehrere Fragen des TE gelesen, wo nach hifreichen Büchern gefragt wurde. Nachdem dort ein paar Tipps kamen, folgte der Kommentar, das man das eine oder andere ja schon im Schrank hat, aber noch nicht zum lesen gekommen ist....

Ohne dir zu nahe treten zuwollen..... Wie willst du, wenn du jetzt noch nicht einmal genug Zeit und Lust hast um ein paar Bücher zum Thema zu lesen, überhaupt ein Schiff und das Erlernen der gesamten, nicht unerheblichen, Thematik handeln?
So wie es sich im Moment zeigt, geht das in die Hose. Sorry....

jensstark

Salzbuckel

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42

Sonntag, 12. August 2018, 12:43

Viel mehr Binnen als Saarland ist allerdings schwer...

Ist nicht so, daß ich den Traum nicht kenne. Dann bin ich hier im Forum gelandet - inzwischen haben meine Frau und ich eine theoretisch hochseetaugliche Fahrtenyacht an der Ostsee. (Wie Binnen, nur mit Salz im Wasser und alles etwas größer.) Wir wohnen knapp zwei Stunden vom Boot entfernt. Wenn man jetzt alles an Kosten zusammenzählt (in unserem Fall für so 32 Fuß), könnte man dafür schon sehr locker bei Bedarf etwas chartern und hätte immer noch reichlich Geld über. Man hat kein eigenes Boot, um Geld zu sparen. Man hat es, weil man die volle Verfügungsgewalt darüber hat und das ganze Gerümpel nicht jedesmal wieder hin- und zurückfahren muß.

Wobei: Der Bostalsee sollte zum Segeln lernen taugen, macht ja nicht dümmer...

43

Sonntag, 12. August 2018, 20:07

Schade, dass ich keinen Vertreter bei Dir vorort habe, der einfach mein Interesse an der Teilnahme eines Races zeigen würde und nur Kontaktdaten weitergeben müsste. Das wäre praktisch hilfreich.
Das brächte Dir nicht viel.
Für solche Veranstaltungen werden Leute gesucht, die segeln können. Und zwar richtig. Nicht zwei Wochen Urlaub auf dem Boot pro Jahr.
Um Segeln zu können, muss man viel segeln.
Um viel zu segeln und die Gelegenheiten zu finden und die Kontakte zu knüpfen, ist ein Wohnort am Wasser von ganz erheblichem Vorteil.

Ronja-Express hat meine Intention im Übrigen richtig interpretiert ;)


Meine Anregung, mal eben Haus und Hof zu verlassen sollte eigentlich illustrieren, dass das eben nicht mehr so leicht ist, wenn man erstmal "sesshaft" mit allen Konsequenzen geworden ist.
Es sind ja einige User prompt darauf eingegangen und deren herzzerreissende Schicksale sollten Dir zu denken geben, denn noch bist Du ungebunden.

A propos ungebunden. Ich hau jetzt noch einen drauf. Stichwort Partner, also Lebenspartner (oder Deine Frouwe in spe):
Wie viele haben ihre liebe Mühe, den Partner (de facto zu 90 %: die Partnerin) ebenfalls zum Segeln zu motivieren. Oder gar zum gemeinsamen Schiff?
Partnerschaft trotz Segeln - häufig mit schmerzlichen Kompromissen behaftet.
Wie schön wäre denn stattdessen Partnerschaft durch das Segeln? Völlig alltäglich in Kiel, Flensburg, Lübeck, Hamburg ... muss ich noch weitermachen?


Grüße
Andreas

44

Sonntag, 12. August 2018, 22:57

Gerade wenn man noch keine Erfahrung im Seesegeln hat, würde ich erstmal feststellen, ob das wirklich eine Sache ist,
für die man Opfer bringen will.
Klingt sehr sinnvoll, haben Vorredner und ich selbst sogar auch schon so geschrieben. Wie gesagt, wird ein Schiff erst gekauft, wenn ich mal unterwegs war und danach immernoch so brenne.



Mal vom Offensichtlichen (zu wenig Erfahrung, zu wenig Zeit, zu wenig Geld) abgesehen:


Für mich ist nicht mal erkenntlich, was du eigentlich willst. Warum willst du segeln? Wie willst du segeln? Geht es eher um Lebensgefühl und Leben auf dem Boot, oder geht es um Segeln als Sport und Herausforderung, oder darum, die Welt zu sehen?

Schwierig in wenigen Worten zusammenzufassen, ich versuche es dennoch: Leben auf einem mobilen Eigenheim, die Welt sehen, Abenteuer, Segeln selbst als Herausforderung, Spaß an Basteleien, dazu Lernen, weg von hier. Kann die Absicht hinter der Frage wie ich segeln will gerade schwer erkennen, aber ich denke, dass du meinst, ob ich eher viel unterwegs sein will, viel Zeit an Ankerplätzen/Häfen verbringen will. Weiß ich noch nicht, ich schätze es aber so sein, dass das eine Sache ist, die spontan und nach aktuellen Umständen entschieden wird. Muss ja nicht bewusst im voraus geschehen.

sorry...aber man kann auch binnen segeln lernen !
Es gibt auch binnen Vereine und Clubs, deren Mitglieder in der Saison ihr Boot ans Ijsselmeer, Ostsee oder woanders hin verbringen.

Manche haben zwei Boote - binnen und buiten...Andreas hat mit den Connections in Vereinen und der dort erlerntbaren Thematik ( z.B. Instandhaltung von Booten usw) schon recht..

aber... man muss, um zu segeln oder ein Boot zu haben, nicht an der Küste wohnen !Man kann als Neuling chartern, mitfahren oder Törns buchen.

So stelle ich mir das auch vor. Ich gehe schichtbedingt oft lange Tage am Stück arbeiten, habe dann aber auch mehrere Tage am Stück frei. Daraus ergibt sich auch die Möglichkeit das Schiff 500km weit weg liegen zu haben und es trotzdem regelmäßig für mehrere Tage zu sehen und zu segeln.

Ohne dir zu nahe treten zuwollen..... Wie willst du, wenn du jetzt noch nicht einmal genug Zeit und Lust hast um ein paar Bücher zum Thema zu lesen, überhaupt ein Schiff und das Erlernen der gesamten, nicht unerheblichen, Thematik handeln?
So wie es sich im Moment zeigt, geht das in die Hose. Sorry....
Ja, ist inordnung das zu sagen. Diese Einschätzung beruht nunmal auf den Informationen, die Du aus dem Thread an der Hand hast. Daraus ging bisher nicht hervor, dass ich gerade mitten im Stress bin mein Examen zu machen (mehrere Prüfungen gestreckt auf einen Zeitraum von ca. 3 Monaten). Ende August ist das auch vorbei mit anschließenden 3 Wochen Urlaub, da werde ich mehr Zeit für sowas haben und definitiv auch mehr Zeit rein investieren.

....

45

Sonntag, 12. August 2018, 23:16

...
Man hat kein eigenes Boot, um Geld zu sparen. Man hat es, weil man die volle Verfügungsgewalt darüber hat und das ganze Gerümpel nicht jedesmal wieder hin- und zurückfahren muß.

Wobei: Der Bostalsee sollte zum Segeln lernen taugen, macht ja nicht dümmer...
Wir haben die Jolle auch am Bostalsee liegen. 120 ha kleiner See mit im Sekundentakt drehenden Winden. Das bringt einzig den Vorteil Manöver schnell zu beherrschen, weil alle paar Meter gewendet/gehalst werden muss.

Wie du schreibst ist chartern scheinbar schnell günstiger, aber stelle ich mir es als weniger spaßig/erfüllend vor, und auch wie von dir beschrieben logistisch anstrengender.

Meine Anregung, mal eben Haus und Hof zu verlassen sollte eigentlich illustrieren, dass das eben nicht mehr so leicht ist, wenn man erstmal "sesshaft" mit allen Konsequenzen geworden ist.
Es sind ja einige User prompt darauf eingegangen und deren herzzerreissende Schicksale sollten Dir zu denken geben, denn noch bist Du ungebunden.

A propos ungebunden. Ich hau jetzt noch einen drauf. Stichwort Partner, also Lebenspartner (oder Deine Frouwe in spe):
Wie viele haben ihre liebe Mühe, den Partner (de facto zu 90 %: die Partnerin) ebenfalls zum Segeln zu motivieren. Oder gar zum gemeinsamen Schiff?
Partnerschaft trotz Segeln - häufig mit schmerzlichen Kompromissen behaftet.
Wie schön wäre denn stattdessen Partnerschaft durch das Segeln? Völlig alltäglich in Kiel, Flensburg, Lübeck, Hamburg ... muss ich noch weitermachen?


Grüße
Andreas
Um darauf zu antworten nehme ich noch mal Bezug auf meine Antwort zu @SchiffermansFriend Beitrag: Ich habe schon geahnt, dass der Thread mehr die Richtung nehmen wird, dass sich Tipps/Ratschläge/Belehrungen zur Idee selbst häufen und den Thread übernehmen werden als Beiträge zum fachlichen Aspekt der Sache. Um darauf noch näher einzugehen muss ich sagen, dass mit Sicherheit einige Antworten anders aussähen, wenn Ihr wüsstet, wie ich genau auf all das gekommen bin und aus welchen Aspekten meiner beruflichen/finanziellen/familiären bzw. partnerschaftlichen Situation sich die von mir angeplanten Schritte ergeben. Da steckt ja mehr dahinter, als hier im Forum von mir geschrieben steht. Einige Dinge sind aber nun schlichtweg zu privat, um sie in einem Internetforum zu veröffentlichen. Wäre super, wenn das verstanden werden würde. Das ist eben ein schmaler Grad zwischen zu viel Information preisgeben und zu wenig, um effektiv Hilfe zu bekommen.

jensstark

Salzbuckel

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46

Gestern, 00:29

Wie du schreibst ist chartern scheinbar schnell günstiger, aber stelle ich mir es als weniger spaßig/erfüllend vor, und auch wie von dir beschrieben logistisch anstrengender.

Logisch.
Oh, es hat Vorteile. Weniger Aufwand mit allem außerhalb der Logistik. :)

Aber die Frage ist, was einen ein Jahr Segeln kostet. Charter ist ein pay-as-you-go-Modell. Als Eigner hingegen zahlst Du nicht viel weniger, wenn Du ein Jahr lang nicht zum Boot kommst.

Ich würde vorschlagen, Du rechnest mal das Budget auf einige Jahre hoch. Fünf oder zehn. Nicht auf den Zehner genau, hier geht es nicht um Kleingeld. :)

Mal GANZ ins Unreine gerechnet:

Anfangsbudget: 35000€

Kaufpreis 25000€

Liegeplatz für Sommer und Winter, Kranen, Antifouling pro Jahr unter Freunden: 2000€

Investitionen und Reparaturen sind, ebenso wie Seekarten und Versicherung noch nicht berücksichtigt...

Damit wäre das Budget nach fünf Jahren aufgebraucht.

Und irgendwie kommen dann noch Reisekosten dazu. Und Hafengebühren. Und...

Inzwischen sitzt die Hälfte der Leser vor dem Rechner und lacht sich kringelig. So günstig wird es nicht.

Als Charterer bist Du an der Ostseeküste mit 1000€/Woche schon gut dabei. Mit einem moderneren Schiff als dem, was Du mit deinem Budget kaufen würdest.

Orage

Kapitän

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47

Gestern, 01:08

@arlindt: lies mal: https://www.amazon.de/80000-Meilen-Hoorn…k/dp/B002D58HBO

Ich weiß, lesen ist zeitaufwendig, Eigner von einer 30.35 ft.- Yacht ist nicht nur zeitaufwendig, sondern teuer.

(Aus eigener Erfahrung weiß ich, das man ein 30-35 ft. Boot sehr gut unterhalten kann, wenn man > 100.000 EUR per anno brutto einfährt; wann ist das bei Dir möglich?)

Wenn es nicht so weit entfernt und für Dich als Negativ-Beispiel ein Abtörner wäre, würde ich Dich gern zum Refit-Projekt meiner 36 ft.-Yacht Orage (Bianca 111) in eine Lagerhalle an der Ostsee einladen (gibt auch Jever- Bier frei Haus ;) ):

(a) Kaufpreis vor 4 Jahren: 40.000 EUR)

b) Motor neu, weil Original-Motor verreckt: 12.000 EUR

c) Stehendes Gut nach 40 Jahren neu: 3000 EUR

d) laufendes Gut mit Dyneema zu erneuern: 2000 EUR

e) sonstiges Refit: ca. 2000 EUR

f) laufende kosten pro Jahr: ca. 2500 EUR

...so können ganz schnell einmal unvorhergesehen erhebliche Kosten entstehen...

Wenn das alles bezahlt ist, lade ich Dich als Kielschwein zu Helgoland - Edinburgh 2019 ein; wenn der am Vorabend verspeiste Helgoländer Hummer dabei im Magen bleibt, bist Du ein Held... :D .
Handbreit, Felix

excos48

Seebär

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Bootstyp: HR34

Heimathafen: Wendtorf

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48

Gestern, 06:27

..... Um darauf noch näher einzugehen muss ich sagen, dass mit Sicherheit einige Antworten anders aussähen, wenn Ihr wüsstet, wie ich genau auf all das gekommen bin und aus welchen Aspekten meiner beruflichen/finanziellen/familiären bzw. partnerschaftlichen Situation sich die von mir angeplanten Schritte ergeben. Da steckt ja mehr dahinter, als hier im Forum von mir geschrieben steht. Einige Dinge sind aber nun schlichtweg zu privat, um sie in einem Internetforum zu veröffentlichen. Wäre super, wenn das verstanden werden würde. Das ist eben ein schmaler Grad zwischen zu viel Information preisgeben und zu wenig, um effektiv Hilfe zu bekommen.

Ich habe mich bisher rausgehalten, weil ich ein absoluter Gegner davon bin, wenn Leute in jungen Jahren mit soeben abgeschlossener Berufsausbildung anfangen "unter Segeln die Welt sehen zu wollen" oder "eine laengere Auszeit planen". Dabei weiss man noch nicht mal etwas ueber die eigene Neigung zur Seekrankheit ;)
Gibt es in diesem Alter schon etwas wofuer man sich belohnen muss? Ein Traum der nicht 10-15 Jahre warten kann, bis man so etwas wie eine "Karriere" hingelegt hat?
Wenn nun noch die Mitglieder eines Forums befragt werden, ohne die notwendigen Hintergruende zu kennen, der TE richtungsmaessig falsche Antworten einkalkuliert, weil er eben aus persoenlichen Gruenden nicht alle Infos zu sich preisgeben moechte... finde das frech.
Hier sitzen Leute, die schreiben ernsthafte, gutgemeinte "seitenlange" Beitraege und opfern ihre Zeit. Das solche Beitraege umsonst geschrieben werden finde ich ziemlich unfair.


Gruss
excos48

Till

Lotse

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Wohnort: Langenfeld Rhld

Schiffsname: Seizh Avel

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49

Gestern, 07:27

Für mich ist nicht mal erkenntlich, was du eigentlich willst. Warum willst du segeln? Wie willst du segeln? Geht es eher um Lebensgefühl und Leben auf dem Boot, oder geht es um Segeln als Sport und Herausforderung, oder darum, die Welt zu sehen?
Schwierig in wenigen Worten zusammenzufassen, ich versuche es dennoch: Leben auf einem mobilen Eigenheim, die Welt sehen, Abenteuer, Segeln selbst als Herausforderung, Spaß an Basteleien, dazu Lernen, weg von hier. Kann die Absicht hinter der Frage wie ich segeln will gerade schwer erkennen, aber ich denke, dass du meinst, ob ich eher viel unterwegs sein will, viel Zeit an Ankerplätzen/Häfen verbringen will. Weiß ich noch nicht, ich schätze es aber so sein, dass das eine Sache ist, die spontan und nach aktuellen Umständen entschieden wird. Muss ja nicht bewusst im voraus geschehen.


Für "Leben auf einem mobilen Eigenheim" und "Spaß an Basteleien" ist vielleicht die alte "hochseetaugliche" Yacht die richtige Wahl.


Es ist dein gutes Recht, dein Geld zu nehmen, und es in so ein Projekt zu stecken. Aber stöber z.B. mal hier durchs Forum, und guck mal, wo derartige Projekte in der Vergangenheit hingeführt haben.

50

Gestern, 07:59

Das ist eben ein schmaler Grad zwischen zu viel Information preisgeben und zu wenig, um effektiv Hilfe zu bekommen.


Und genau so schmal ist der Grad, so dazustehen, als ob man eigentlich gar keine Hilfe benötigt...


:rolleyes:
(Nick)namen werden überbewertet. :nono:

Winterfalke

Salzbuckel

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Wohnort: Niederösterreich

Bootstyp: Charterskipper

Heimathafen: Adria

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51

Gestern, 08:23

Gibt es in diesem Alter schon etwas wofuer man sich belohnen muss? Ein Traum der nicht 10-15 Jahre warten kann, bis man so etwas wie eine "Karriere" hingelegt hat?

Ist ein Aspekt der auch mir schon oft durch den Kopf gegangen ist. :|
Scheinbar gibt es da zwei Weltanschauungen, die beide durchaus ihre Daseinsberechtigung haben. Entweder in jungen Jahren oder im Ruhestand. Ich denke, das geht schon beides. Mit einem "Aber"! :professor: Ich kann eben nicht die jeweils andere Vorteile für mich in Anspruch nehmen wollen!
Mario Falko

Glück ist kein Ziel, sondern eine Reise.
:segeln:

Schebun

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Schiffsname: Pebbles

Bootstyp: Elan 210

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52

Gestern, 08:35

Ich habe schon geahnt, dass der Thread mehr die Richtung nehmen wird, dass sich Tipps/Ratschläge/Belehrungen zur Idee selbst häufen und den Thread übernehmen werden als Beiträge zum fachlichen Aspekt der Sache.


Wenn das die Intension war, entschuldige ich mich selbstverständlich Deine Zeit mit gutem Rat verschwendet zu haben.

Eingangs hast Du geschrieben:

Zitat von »arlindt«

Was ich mit diesem Thread erreichen will sind vorallem Anregungen von erfahrenen Seglern; zu Bootstyp, Bootskauf, benötige Grundausrüstung zur Langfahrt, Literatur, vielleicht auch Kontakte zum Mitsegeln oder regen Austausch


Dann vergessen wir mal das alles zwischendrin:

Hinsichtlich Deines Wunsches nach Literatur ein paar Standardwerke

https://www.delius-klasing.de/begleithef…fferschein-3708
https://www.delius-klasing.de/seefunk-src-7470
https://www.delius-klasing.de/skippertraining-11211
https://www.delius-klasing.de/segeltrimm-11209
https://www.delius-klasing.de/wetter-auf-see-7487
https://www.delius-klasing.de/das-wetter…rsportler-11364
https://www.delius-klasing.de/schwerwett…number=DK-11329
https://www.delius-klasing.de/sturm-was-tun-2194
https://www.delius-klasing.de/seemannschaft-3248
https://www.delius-klasing.de/medizin-auf-see-7488
https://www.delius-klasing.de/theorie-un…delektrik-11172
https://www.delius-klasing.de/dieselmotoren-10397
https://www.delius-klasing.de/rumpf-und-…paraturen-10396
https://www.delius-klasing.de/der-grosse-boots-check-10391
https://www.delius-klasing.de/yacht-bordbuch-442


Wenn Du damit durch bist können wir uns dann über das richtige Schiff und die richtige Ausrüstung unterhalten, bis dahin sollte sich dein Blick soweit geschärft haben, dass sich einiges von selbst für Dich beantwortet hat und Du überhaupt weißt worüber man spricht. Zum jetzigen Zeitpunkt ist eine Diskussion über ein benötigtes Boot/benötigte Ausrüstung Makulatur, denn nach eigenen Angaben hast Du von der Materie keine Ahnung und da ist fachliches diskutieren schwierig.

Grundsätzlich lässt sich sagen: Nahezu alle Serienyachten über 9 Meter sind für Langfahrt geeignet. Zum Bootskauf nimm jemanden mit der was davon versteht/verpflichte einen Gutachter.

Hinsichtlich Ausrüstung und Planung:

https://www.amazon.de/Blauwassersegeln-h…s/dp/3613504561
https://www.amazon.de/Langfahrten-richti…r/dp/3613502054

Was die Kosten angeht:

https://www.blauwasser.de/weltumsegelung-kosten
Seekrankheit: Zuerst befürchtet man sterben zu müssen, danach, dass es noch lange dauert bis es endlich soweit ist.

53

Gestern, 11:05


Logisch.
Oh, es hat Vorteile. Weniger Aufwand mit allem außerhalb der Logistik.

Aber die Frage ist, was einen ein Jahr Segeln kostet. Charter ist ein pay-as-you-go-Modell. Als Eigner hingegen zahlst Du nicht viel weniger, wenn Du ein Jahr lang nicht zum Boot kommst.
Das ist ein guter Hinweis, danke. Ich werde mich mal noch mehr mit dem Chartern auseinandersetzen.
Werde ich lesen!
(Aus eigener Erfahrung weiß ich, das man ein 30-35 ft. Boot sehr gut unterhalten kann, wenn man > 100.000 EUR per anno brutto einfährt; wann ist das bei Dir möglich?)
Vielleicht nie? Weiß ich noch nicht. Der Plan für wie es Zuhause weiter geht, wenn ich irgendwann mal weggekommen bin und heil nochmal hier ankomme, ist an eine Uni zu gehen. Das Studium, was ich machen will, dauert mind. 6 Jahre (Für den Unterhalt eines Schiffs -auch wenn es viel liegen wird- zu dieser Zeit wird gesorgt sein, ist ebenfalls schon bedacht). Aber mit dem Abschluss wäre so 'nen Einkommen nach weiteren paar Jahren im Beruf machbar. :D
Wenn es nicht so weit entfernt und für Dich als Negativ-Beispiel ein Abtörner wäre, würde ich Dich gern zum Refit-Projekt meiner 36 ft.-Yacht Orage (Bianca 111) in eine Lagerhalle an der Ostsee einladen (gibt auch Jever- Bier frei Haus ):
Danke für die Einladung! Würde ich mich sehr gerne ansehen und anhören. In meinem Urlaub im September werde ich vielleicht jemandem bei einem Rücktörn vom Ijsselmeer zum Heimathafen über Nacht helfen. Ich würde ja dann in der Gegend sein. Falls das nicht zustande kommt, hätte ich auch nichts gegen einen Urlaub an der Ostsee. Ich werde Dir bei gegebenem Zeitpunkt eine Nachricht schreiben!
Wenn das alles bezahlt ist, lade ich Dich als Kielschwein zu Helgoland - Edinburgh 2019 ein; wenn der am Vorabend verspeiste Helgoländer Hummer dabei im Magen bleibt, bist Du ein Held... .
:D :D :D Sehen wir dann..

@excos48: Heißt das, dass ich irgendjemandem eine ""Karriere"" schuldig bin und ich dann erst losziehen kann? Die Natur der Frage kann ich nicht nachvollziehen. Aber trotzdem: gestern als ich das Kommentar geschrieben habe, hatte ich einen Mittagsdienst an einem Sonntag hinter mir, in dem ich für mehrere Stunden alleine 22 akut, teilst schwerkranke Menschen versorgt habe. Danach habe ich mich gefühlt, als hätte ich mir einen Monat Urlaub verdient.


@Till: Werde ich machen, danke.

Und genau so schmal ist der Grad, so dazustehen, als ob man eigentlich gar keine Hilfe benötigt...
Ich habe meinen Bedarf an Hilfe schon mehrmals geäußert. ?(
Wenn das die Intension war, entschuldige ich mich selbstverständlich Deine Zeit mit gutem Rat verschwendet zu haben.
Tut mir Leid, wenn die Aussage so gewirkt hat, das wollte ich damit nämlich auf keinen Fall sagen.

Zu der Auflistung der Bücher: vielen Dank für den betriebenen Zeitaufwand! Ein paar sind schon bestellt.

Klaus Helfrich

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54

Gestern, 11:16

Mein Rat:
Kauf Dir ein kleineres trailerbares Kielkajütboot ( 5 bis 7 Meter ) mit entsprechendem Zugfahrzeug und erkunde Ost- und Nordsee sowie holländische Gewässer, sogar Ausflüge ans Mittelmeer sind damit möglich. Danach wirst Du einiges an Erfahrung gesammelt haben und weisst ob Seesegeln wirklich Dein Ding ist. Das wird folgende Entscheidungen vereinfachen.
Die Gieselau Schleuse auf dem Weg von und zur Eider ist wieder geöffnet und so soll das auch bleiben!

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MMSI: 211552400

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55

Gestern, 11:20

Ich habe die ganze Zeit mitgelesen, kann mir aber einige Kommentare nicht verkneifen. Wenn du zwischen sozialem Dienst und Medizinstudium (nehme ich mal jetzt an....) eine Auszeit nehmen willst - das finde ich richtig gut. Nur solltest du dies nach deinen Möglichkeiten tun.

- Es gibt viele Beispiele (auch hier im Forum, z.B. von Jonathan Späth, der mit seiner Ballad eine Atlantikrunde hingelegt hat), wo man mit einem minimalen Aufwand eine Zeit lang spannende Seereisen machen kann. ABER: Das geht halt nicht von Null auf Hundert, sondern bedarf einer etwas längeren Vorbereitung - Jonathan hat vorher schon längere Seereisen gemacht, u.a. die gesamte Ostsee bereist. Ohne praktische Erfahrung wird das nichts - und das sagen dir hier alle Mitglieder.
- Ein gutes Boot für 30.000 Euro und einer Länge von ca 30 Fuss dürfte es geben, das Gesamtbudget dürfte reichen. Lebenshaltungskosten etc. für einen Törn sind da halt noch nicht drin.

ALSO: Kauf dir ein Boot im Budget, kaufe nicht zu viel Kram, und fahre eine Saison die Ostsee ab. Wenn dir das zu langweilig wird dann fahr einmal rund England. Wenn du das geschafft hast, geh studieren.....

Frank

Hugo

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Bootstyp: Sirius 26

Heimathafen: Sloten NL

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56

Gestern, 11:29

Kommt nicht oft vor dass ich hier mit den meisten einer Meinung bin....:-)



Aber der Tipp, erstmal was kleineres zu kaufen und loszusegeln ist uneingeschränkt richtig. 8-9 m Boot kriegste für ~10k in gutem Zustand, reicht für den vorgeschlagenen Törn rund GB oder auch rund Ostsee aus. Ohne Deine finanzielle Situation im einzelnen zu kennen, aber ich gehe davon aus dass Du Dir falsche Vorstellungen von den Unterhaltskosten bi 35 Fuß machst- das frisst Dich auf. Gerade wenn das ganze hochseetüchtig sein soll.

Wenn Du alleine oder ggf. mit Partnerin segeln willst reicht alles > 26 Fuß für die meisten Fahrgebiete völlig aus. Und da bleiben die Kosten insgesamt übersichtlich.

Mal ins Blaue- verjubel nicht eine Erbschaft oder langjährig angespartes für eine Idee, die m.M.n eine Nummer zu groß für Dich ist.

Entschuldige hier die ehrlich gemeinten Worte:-).




Beste Grüße,



Thorsten

excos48

Seebär

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Bootstyp: HR34

Heimathafen: Wendtorf

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57

Gestern, 13:11

@excos48 Heißt das, dass ich irgendjemandem eine ""Karriere"" schuldig bin und ich dann erst losziehen kann? Die Natur der Frage kann ich nicht nachvollziehen. Aber trotzdem: gestern als ich das Kommentar geschrieben habe, hatte ich einen Mittagsdienst an einem Sonntag hinter mir, in dem ich für mehrere Stunden alleine 22 akut, teilst schwerkranke Menschen versorgt habe. Danach habe ich mich gefühlt, als hätte ich mir einen Monat Urlaub verdient.

Dein caritatives Schaffen ehrt Dich, finde ich gut! Dennoch: Willkommen im Leben!
Mitlesende Aerzte oder Pflegepersonal, die dieses ueber Jahre tun oder bereits getan haben, werden dafuer ein muedes Laecheln uebrig haben.
In meinem Berufszweig (Seefahrt) hat die Besatzung je nach Einsatzgebiet durchweg 12-14 Stunden-Arbeitstage, 3-6 Monate am Stueck, die ganz Armen noch laenger.
Und genau in diese Richtung geht mein vorheriger Beitrag. Wenn man sich erstmal einige Jahre bewiesen hat und entsprechend Geld da ist, um sich den Traum vom Boot gut zu erfuellen, sind weniger Kompromisse notwendig und da kann eine Auszeit oder aehnliches sehr gut platziert sein.
Mag sein, dass ich in dieser Hinsicht konservativ eingestellt bin. Meine Abenteuerlust wurde mit Tag 1 des Berufslebens fortwaehrend gestillt, aber meine erste Auszeit hatte ich erst kuerzlich (mit 45), indem ich einfach mal 6 Monate fast nur zuhause geblieben bin oder Segeln war ;)

Nichts fuer ungut, ich druecke Dir alle verfuegbaren Daumen. Es waere sicherlich ein Gewinn fuer die Gesellschaft, wenn Du Deinen Lehrberuf nicht komplett an den Nagel haengst...

Gruss
excos48

Till

Lotse

Beiträge: 1 650

Wohnort: Langenfeld Rhld

Schiffsname: Seizh Avel

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58

Gestern, 13:38

Wann man seine kleinen und großen Auszeiten nimmt, muss man selbst entscheiden. Es gibt auch gute Argumente, so manches in eher jungen Jahren zu machen.

Dazu gehört für mich aber nicht, auf einer lahmen alten, aber vermeintlich hochseetüchtigen Yacht zu sitzen. Das kann man auch im Alter machen.

janm

Offizier

Beiträge: 199

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Bootstyp: Laser

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59

Gestern, 16:09

Aber stöber z.B. mal hier durchs Forum, und guck mal, wo derartige Projekte in der Vergangenheit hingeführt haben.


Zu 6 Monaten segeln auf Nord- und Ostsee und 3 weiteren Jahren auf der Nordsee von Bremen aus :-)

Gerne helfe ich mit realen Zahlen aus:

Boot gekauft für gut 20K Euro
Boot verkauft für praktisch den gleichen Preis
Investitionen: 8K Euro
Unterhalt (Liegeplatz, Winterlager, Wartung): 9K Euro

Dank Buchhaltungsprogramm sind die Zahlen ziemlich exakt.
4 Jahre segeln also 17K Euro oder gut 4K pro Jahr. Langfristig mehr wegen Rücklagen für Segel und Motor.

Wir hatten allerdings wesentlich mehr Erfahrung als du. Trotzdem halte ich das Projekt für realistisch, wenn du das Geld aufbringen kannst. Etwas mehr Erfahrung wäre wohl nicht schlecht. Die kann man aber bekommen (Segelscheine, Kojencharter) und wenn du klein anfängst (Ostsee statt Atlantik), dann wirst du das auch schnell lernen. Dafür hast du einen KFZ-Mechatroniker an der Hand. Der ist auch viel wert.
34 Fuß sind für 1 oder 2 Personen recht groß. Wir waren zu fünft unterwegs. Nummer kleiner tut es auch.

Viele Grüße
Jan

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