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Boote kaufen

Windstärken

Windstärkentabelle

Beiträge: 1 172

Schiffsname: Tilda Ann

Bootstyp: Drabant 27

Heimathafen: Berlin Seglervereinigung Havel

Rufzeichen: DJ3269

MMSI: 211552400

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Orage

Kapitän

Beiträge: 718

Wohnort: Hannover

Schiffsname: Orage

Bootstyp: Bianca 111

Heimathafen: "Hamburg"

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62

Montag, 13. August 2018, 22:40

Hier haben jetzt viele erfahrene Eigner wertvolle Kommentare und Empfehlungen abgegeben. Der Tenor: als Einsteiger lieber eine Nummer kleiner wählen (was sehr vernünftig ist; z. B. war erst meine 2. Yacht 33 ft., davor 6 Jahre 28 ft. und davor Jollen). Deshalb mein Tipp: 28 bis höchstens 30 ft. (in der Größe gibt es hervorragende Hochseeyachten) und das Budget auf 20 bis höchstens 25 kEUR begrenzen, um noch einen satten Puffer zu haben. Sollte Dir das nach einigen Jahren nicht gefallen, hast Du "nicht so viel" Geld ausgegeben und kannst das Boot verkaufen. Oder Du bist total infiziert und kannst Dir dann immer noch einen 35-Füsser (oder sogar etwas größer) anschaffen.
procul negotiis

63

Montag, 13. August 2018, 22:53

Hier haben jetzt viele erfahrene Eigner wertvolle Kommentare und Empfehlungen abgegeben. Der Tenor: als Einsteiger lieber eine Nummer kleiner wählen (was sehr vernünftig ist; z. B. war erst meine 2. Yacht 33 ft., davor 6 Jahre 28 ft. und davor Jollen). Deshalb mein Tipp: 28 bis höchstens 30 ft. (in der Größe gibt es hervorragende Hochseeyachten) und das Budget auf 20 bis höchstens 25 kEUR begrenzen, um noch einen satten Puffer zu haben. Sollte Dir das nach einigen Jahren nicht gefallen, hast Du "nicht so viel" Geld ausgegeben und kannst das Boot verkaufen. Oder Du bist total infiziert und kannst Dir dann immer noch einen 35-Füsser (oder sogar etwas größer) anschaffen.
Ich würde lieber was "richtiges" kaufen, also das was dem TE in der Grösse auch vorschwebt. Beim Kaufpreis hat man noch Möglichkeiten. Substanz sollte gut sein, das Schiff möglichst dicht und zum segeln bereit. Optisch kann man eine Menge machen. Ausrüstung ist eh individuell. Ich z.B. brauche in einem 10m-Boot nichts anderes an Technik zum navigieren und fahren, wie auch in einem 7m-Boot. Wenn man nach kurzer Zeit wieder verkaufen möchte, macht man eh einen Verlust. Zudem ist der Markt derzeit gut für Käufer, aber eher schlecht für Verkäufer! Deshalb: Langfristig planen und bei einem günstigen Angebot zuschlagen. Dann probieren, aufhübschen und nach den eigenen Bedürfnissen ausrüsten....

64

Dienstag, 14. August 2018, 00:19

@Havelsegler: Nicht ganz sozialer Dienst, sondern Krankenpflegeausbildung.

Habe mir gerade das erste Bootstouren Video der SY Mathilde angesehen. Erstaunlich, was der aus dem Boot da raus holt. Ich sehe wohin dein Ratschlag geht. So langsam freunde ich mich glaube ich auch mit dem Gedanken an nach Schiffen zu schauen, die ein paar Fuß weniger haben. Ich nehme hier auch Bezug zu @Hugo: ich werde mit großer Wahrscheinlichkeit mit einem Freund und der Partnerin unterwegs sein. Daher auch die angestrebten 35 Fuß, weil ich davon ausgehe, dass Komfort auf Langfahrt auch einiges an Qualität raus nimmt. Aber komfortabel wird s mit Sicherheit auch in etwas kleiner.

@excos48: Danke fürs Daumen drücken. Nach der Lehre werde ich der Gesellschaft in dem Beruf auch noch mindestens 1-1,5 Jahre erhalten bleiben, um zunächst mal Nord-/Ostsee zu befahren und gleichzeitig was für die später benötige Bordkasse anzusparen. Ich würde anschließend auch weiter in der Pflege arbeiten, wenn die Arbeitsbedingungen anders wären. Aber das ist ein anderes Bier.
Wann man seine kleinen und großen Auszeiten nimmt, muss man selbst entscheiden. Es gibt auch gute Argumente, so manches in eher jungen Jahren zu machen.

Dazu gehört für mich aber nicht, auf einer lahmen alten, aber vermeintlich hochseetüchtigen Yacht zu sitzen. Das kann man auch im Alter machen.
Bisher kann ich mir so eine Auszeit nicht besser vorstellen. Mag vielleicht aber auch daran liegen, dass ich noch nie unterwegs war. Mal sehen, wie es danach aussieht.

@janm: Danke für die Zahlen! Ein Buchhaltungsprogramm oder zumindest eine Exceltabelle sind eine gute Idee, werde ich auch so übernehmen. Ich verstehe nicht, was du mit dem KFZ-Mechatroniker an meiner Hand meinst?
Wie oben beschrieben, wären wir auch mind. zu 3., wahrscheinlich oft auch mehr.


@unimanus: kurz und prägnant. :)
Zitat von »Orage«
....

Ich würde lieber was "richtiges" kaufen, also das was dem TE in der Grösse auch vorschwebt. Beim Kaufpreis hat man noch Möglichkeiten. Substanz sollte gut sein, das Schiff möglichst dicht und zum segeln bereit. Optisch kann man eine Menge machen. Ausrüstung ist eh individuell. Ich z.B. brauche in einem 10m-Boot nichts anderes an Technik zum navigieren und fahren, wie auch in einem 7m-Boot. Wenn man nach kurzer Zeit wieder verkaufen möchte, macht man eh einen Verlust. Zudem ist der Markt derzeit gut für Käufer, aber eher schlecht für Verkäufer! Deshalb: Langfristig planen und bei einem günstigen Angebot zuschlagen. Dann probieren, aufhübschen und nach den eigenen Bedürfnissen ausrüsten....
Darüber hab ich heute auf der Heimfahrt auch nachgedacht. Was mir da an Mehrkosten bei Größe einfallen sind Liegeplatzkosten, stehendes und laufendes Gut dann den Meter oder zwei jeweils länger, Anker + Kette bei mehr Gewicht, mehr Farbe bei z.B. Antifouling, teureres Kranen (?), falls nötig Segel+Motor. Aber ist irgendwie auch gerade schon genug...

jensstark

Salzbuckel

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Wohnort: Halstenbek

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Heimathafen: Nestleweg 8, Kappeln

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65

Dienstag, 14. August 2018, 01:15

Noch was:

Schiffe anschauen. So von 18 bis 40 Fuß. Live und auf Papier - oder online auf Verkaufsseiten.

Hartgesottene fahren mit 18 Fuß um Teile der Ostsee und schreiben dann ein Buch darüber.
Wieder andere segeln mit 21 Fuß und Kleinkind um die Welt. Um dann auch ein Buch darüber zu schreiben.
Zur Atlantiküberquerung als Teilnehmer der Atlantic Regatta for Cruisers werden 27 Fuß Mindestlänge gefordert, ein Buch ist dann optional.

Es gibt vom Palstek-Verlag zwei Bücher über GFK-Klassiker, die schon einmal ein guter Einstieg sin.

Kojencharter kann ein interessanter Einstieg sein. Ich habe das gemacht, bevor ich mich mehr mit der Sache beschäftigte.
(Schlüsselszene: Unter Maschine aus dem Hafen, Segel gesetzt, Maschine aus. Und schon überzeugt. :) )

Dann kam die Idee, den SKS zu machen, um wenigstens etwas theoretischen und praktischen Hintergrund zu bekommen, sowie SRC/UBI.

Eigentlich wollten wir dann chartern. Haben dann aber ein Bootskaufseminar mitgemacht. Nicht sonderlich viel später hatten wir dann ein Boot.
Etwas über dem geplanten Budget, aber 100% segelfertig. 32 Fuß, vom Platz her für zwei Leute sehr großzügig, im Verkaufsprospekt aus den 1980ern steht etwas von sechs Leuten.

Und wenn wir das schaffen, irgendwann demnächst damit mal England zu umrunden, sind wir schon extrem zufrieden. :D

Winterfalke

Salzbuckel

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Bootstyp: gecharterte 30 - 34ft.

Heimathafen: Adria

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66

Dienstag, 14. August 2018, 07:20

32 Fuß, vom Platz her für zwei Leute sehr großzügig

Genau so sind wir chartermäßig auch unterwegs. 30 - 34 ft. und 2 Nasen drauf. Bei 3 Kabinen ist eine immer leer. Die andere dient nur als Rümpelkammer für den Kram, auf den man vermeintlich nicht verzichten kann und der dann spazierengefahren wird. Den lade ich genauso aus, wie ich ihn eingeladen habe. Schlafen tun wir im Vorschiff. d.h. Wir würden mit weniger als 30ft. genauso gut zurechtkommen. Aber ich kenne einige Segler, die dreht es innerlich zusammen, wenn sie sich vorstellen, so "beengt hausen" zu müssen. :kez_08:
Der einzige Luxus, der an Bord sein sollte, ist eine abgetrennte Toilette. :wc2: Mit offenbarem Bullauge...
Mario Falko

Glück ist kein Ziel, sondern eine Reise.
:segeln:

88markus88

Salzbuckel

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Wohnort: Frankfurt

Schiffsname: Aquileia

Bootstyp: Sailart 24

Heimathafen: Edersee

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67

Mittwoch, 15. August 2018, 07:04

Go small, go simple, go now.

Exakt, genau so - du bist jung, mach was draus!

Dieser Thread macht (mal wieder) klar, dass wir in Deutschland leben - Sicherheit und Vernunft über alles, Vergnügen kann dann später evtl. kommen.

Klar, du kannst erstmal deine Ausbildung abschließen, eine halbe Million für den Kauf und Unterhalt einer 32 ft Yacht für die nächsten 30 Jahre beiseite legen, währenddessen SKS, SSS, SHS, SRC, Pyro und Yachtmaster machen, und 50 verschiedene Yachttypen auf verschiedensten Kurztrips kennenlernen. Alles sehr vernünftig, Spass wirst du dabei auch haben.

Aber dann kommst du aber vor deinem 65. Geburtstag nicht zu größeren Segelreisen.

Go small, go simple, go now!

Beiträge: 14

Wohnort: Bayern

Bootstyp: Rommel Sportster 26 Competition

Heimathafen: Seebruck

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68

Donnerstag, 16. August 2018, 13:28

Wie wäre es mit einer etwas anderen Vorgehensweise? Voraussetzung: du nimmst dir eine Auszeit von 14 Wochen (minimum) und bist bereit erst in dir selbst statt dein Boot zu investieren. Mit meinem Vorschlag könntest du sogar Erfahrung sammeln und gleichzeitig Geld verdienen - siehe unten.

Es gibt in England eine einmalige Schule die eine 14-wochige (24x7) Ausbildung anbietet die dich richtig auf dein Vorhaben vorbereitet. Gleich die erste Woche gehts aufs Meer - die Geschichte mit der Seekrankheit wird sich schnell klären. Mehr als 8 Wochen auf dem Wasser und mindestens 2500 Seemeilen. Die Ausbildung war für Leute gedacht, die als Profis in der Segelindustrie arbeiten wollen, aber oft sind Menschen die eine Weltumsegelung machen wollen auch dabei. United Kingdom Sailing Academy (uksa) ist eine gemeinnützige Organisation dessen Patron die Prinzessin Royal (Schwester der Königin) ist. Deren Sitz ist Cowes (eine Hochburg des Segelns) auf die Isle of Wight:

Zitat

Yachtmaster Course in detail
Course Overview:
  • 14-week course
  • 58 days afloat
  • Expert tuition on our yachts and in the class-room
  • World-class facilities at our Cowes base, the home of yachting
  • On-the-water from Day 1, bonding with your crew
  • Sea time focused on skills and drills
  • Mile-building covering a minimum of 2,500 tidal miles, including self-skippering
  • Navigation training
  • Radar training in our state-of-the-art simulation suite
  • Basic engineering and safety training
  • All food and accommodation included
  • Industry Guidance and assistance with your maritime CV
  • Employers visiting site to directly recruit graduates on completion of training
  • Ongoing professional guidance upon graduation


Folgende Scheine werden dabei gemacht:

Zitat

RYA and MCA Qualifications upon completion:
  • RYA/MCA Yachtmaster Offshore (Sail) or RYA Yachtmaster Coastal (Sail)
  • RYA Day Skipper Shorebased
  • RYA/MCA Yachtmaster Shorebased
  • MCA STCW Basic Training
  • MCA Proficiency in Designated Security Duties
  • RYA Short Range Radio
  • RYA Diesel Engine Maintenance


Offiziell heisst es "Yachtmaster Officer" - hat Unteroffizierstatus bei der RYA (Royal Yachting Association) und MCA (Maritime & Coastguard Agency); die voraussetzung überhaupt die Prüfung nehen zu können ist der Nachweis von mindestens 2500 Seemeilen.

Gesegelt wird im Englischen Kanal, nach Irland, Frankreich, die Niederlände, oder manchmal weiter. Selbstverständlich kostet es - um die 9k€, aber für Menschen wohnhaft in UK und zwischen 17 und 25 Jahren gibt es die Möglichkeit der finanziellen Unterstützung. Die Idee mit der Umsiedlung wäre vielleicht keine schlechte - obwohl Brexit eine unbekannte Grösse ist.

Ich habe heute für dich dort angerufen und erfahren, dass sie Teilnehmer aus ganz Europa haben. Teilnehmer die nach dem Kurs einen Job suchen werden geholfen. Einge junge Leute gehen es genau so an um geld fürs eigene Boot zu sparen während sie gleichzeitig Erfahrung sammeln. Es gibt ungefähr 20 Starttermine pro Jahr!

(Hier die Schule)

Der Nachteil: das Essen ist auch Englisch :)

Wenn es dich interessiert, sag bescheid. Ich habe lange mit denen telefoniert und kann dir per Privat Nachricht mehr Infos zukommen lassen.

"Erst ich, dann Boot" ist der schnellere Weg zum Ziel - meine ich.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Irish-Setter« (16. August 2018, 13:46)


Beiträge: 1 786

Schiffsname: SevenSeas

Bootstyp: Delphia 33 Schwenkkiel

Heimathafen: Kilada/ Griechenland

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69

Freitag, 17. August 2018, 22:29

32 Fuß, vom Platz her für zwei Leute sehr großzügig

Genau so sind wir chartermäßig auch unterwegs. 30 - 34 ft. und 2 Nasen drauf. Bei 3 Kabinen ist eine immer leer. Die andere dient nur als Rümpelkammer für den Kram, auf den man vermeintlich nicht verzichten kann und der dann spazierengefahren wird. Den lade ich genauso aus, wie ich ihn eingeladen habe. Schlafen tun wir im Vorschiff. d.h. Wir würden mit weniger als 30ft. genauso gut zurechtkommen. Aber ich kenne einige Segler, die dreht es innerlich zusammen, wenn sie sich vorstellen, so "beengt hausen" zu müssen. :kez_08:
Der einzige Luxus, der an Bord sein sollte, ist eine abgetrennte Toilette. :wc2: Mit offenbarem Bullauge...


Du kannst halt eine modernere 32 Fuss Charteryacht überhaupt nicht mit 32 Fuss als GFK Klassiker aus den 70ern oder so vergleichen. Das ist wie 40 Fuss gegen 28. Das hat einfach überhaupt nix miteinander zu tun was den Innenraum betrifft. Hundekoje vs Achterkoje ist da nur ein kleiner Punkt.

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Cruiser, Fahrtenyacht, Refit

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