Sie sind nicht angemeldet.

Werbung

Boote kaufen

Windstärken

Windstärkentabelle

Hallo Besucher, willkommen im Segeln-Forum! Hier kannst Du Dich registrieren, um unser Forum in seiner vollen Pracht genießen zu können! - Weitere Infos zur Registrierung - Login für Mitglieder -

Chovihani

Proviantmeisterin

Beiträge: 450

Wohnort: Berlin

Schiffsname: Le Rêve

Bootstyp: IF-Boot

Heimathafen: Berlin-Tegelort

Rufzeichen: DC8675

MMSI: 211 714 660

  • Nachricht senden

21

Montag, 4. Februar 2019, 11:31

habe eben mal das neu aufgelegte I-Folke angesehen und bin wenig begeistert. Etwa so als ob ne mittelmäßige Coverband "Long Tall Sally" runterleiert.
Keine innere Genuaschiene mehr (!?) statt dem ehemals schlanken Spargel von Proctor, der wirklich sehr gut war, jetzt ein Laternanpfahl mit modischen Bremskanten. Fallen nach achtern geführt, damit keiner auf die Idee kommt einhand zu fahren (?!) Um Hirnriss perfekt zu machen, dort, wo vorher Niederholer, Vorliekstrecker, Cunningham usw, waren. Die hängen jetzt da in den Niedergang, wo der beste Platz für einen Steuerkompass war. Statt Nützlichem kriegt man haufenweise nutzloses Blendwerk, wie Teakholz an den Klampen, selbstholende Winschen, fette Schnappschäkel an den Spi-Schoten - wenns genug weht machts ja nichts, sonst nimmt man sein Segelmessser und etwas Tape für einen Takeling. ... Pinnenausleger war damals schon nicht dran, geschenkt. Am Bugkorb muss man noch die Augen für die Relingsdurchzüge abflexen, denn die würde man an ja wohl unten anschlagen, wenn man eine haben wollte. Braucht man wahrscheinlich für Kategorie B.

Für das Geld könnte man ein richtiges IF generalüberholen lassen und ihm ein neues Rigg verpassen. Trotzdem tut es der Klasse gut, dass es mal wieder einen Neupreis für das Boot gibt .
Das ausgeklammert ist meine Begeisterung für die Neue etwa so groß wie die von jemandem, der ein Modell seiner Jugendliebe als Gumipuppe bei Beate Uhse findet. :havefun:
Chris

Die Abbildungen auf der Website sind vom Prototypen, der auch auf der Messe war. Ich habe da mit Peter Grönlund gesprochen und u.a. die fehlenden Fock-Schienen angesprochen. Die werden für die Serie selbstverständlich kommen. Die selbstholenden Winschen wurden ihm vom Sponsor für die Messe aufgequatscht; er will später die traditionellen, gegenläufig drehenden Winschen draufmachen, die man vom IF kennt. Und die Fallen und Schoten kann man so haben, wie man will. Über den Mast kann ich nichts sagen.
Ansonsten hört sich dein Bashing für mich größtenteils eher nach Geschmackssache an - geschenkt. Ich jedenfalls wünsche dem Nachbau alles Gute und bin überzeugt, dass er seine Kunden finden wird.
Und das ist sowieso alles off-topic, da der TE sich ja vom IF wegentwickeln will. (Ich persönlich werde auf meinem IF in die ewigen Jagdgründe eingehen.)
Take me back to my boat on the river...

nixxe

Ich bin 2 Øltanks

Beiträge: 18 526

Wohnort: S-H

Bootstyp: sevylor fishhunter 210

  • Nachricht senden

22

Montag, 4. Februar 2019, 12:42

Nun, auf der Schlei fahren ja nun einige Bianca 27 und Great Danes herum - sehr erfolgreich. HR Monsun? Oder ne schicke Schäre.....

welches ist denn deine Fenix, die in Kappeln?
Das Ziel ist im Weg.

  • »Schleipaule« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 51

Bootstyp: Maxi Fenix

Heimathafen: Kappeln

Rufzeichen: !

  • Nachricht senden

23

Montag, 4. Februar 2019, 17:49

Meine Fenix liegt am Steg gegenüber dem Klärwerk - deshalb finden die Seepocken am Rumpf auch besonders reichhaltige Nahrung ;)
Das ist nun allerdings wirklich off-topic - ansonsten ist es aus meiner langjährigen Erfahrung so, dass Fahrtenboote wie die Bianca zwar häufiger die Schlei befahren, um von X nach Y zu kommen, dort aber relativ selten 'just for fun' gegenan kreuzen. Ich seh die meistens motoren.
Und ja; HR 29 und ähnlich große Rassys gefallen mir leider auch immer noch. Würde ich mir aber nur mit einem Partner zusammen kaufen, der auch regelmäßig segeln will. Für mich allein ist das oversized. Schäre ist mir zu extrem (aber geil gegenan).

Trimminogy

Leichtmatrose

Beiträge: 28

Wohnort: Bremen

Schiffsname: Dulcibella

Bootstyp: cornish crabber 24 MK II

Heimathafen: Bremen

  • Nachricht senden

24

Montag, 4. Februar 2019, 18:03

Langkiel 24'' mit wenig Tiefgang

siehe www.apolloduck.com / Suchbegriff cornish / Anlage Bild "cornish crabber 24 MK III" / Tiefgang 1,06 m / displacement 3.500 kg
'bin früher viel Folkeboot ab/an Altefähr / Rügen gesegelt,
beste Grüsse, Bernd-Ingo / Bremen
»Trimminogy« hat folgende Datei angehängt:

  • »Schleipaule« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 51

Bootstyp: Maxi Fenix

Heimathafen: Kappeln

Rufzeichen: !

  • Nachricht senden

25

Montag, 4. Februar 2019, 18:11

@Moderboot: einige Punkte beim neuen IF gefallen mir auch nicht, z.B. die Fenster hätte man etwas schnittiger designen und in Alurahmen verpacken können - und drinnen fehlt mir die geniale Schranktür mit Sichtschutzklappe aus meinem alten IF (hinter der die Damen die Toilette benutzen konnten, ohne vom Cockpit beäugt zu werden).
Aber es gibt einen Ankerkasten! Das ist doch auch etwas. Und frischen Resin- statt Spakgeruch gibt es dazu.

Das Angebot ist sicherlich nichts für Eigner gut gepflegter Original-IFs , meins (Baunummer 821 von 1971) war allerdings schon ziemlich auf. Der Vorbesitzer hatte es irgendwo bei Bordeaux aus dem Dornröschenschlaf erweckt und nach Kiel hochgesegelt, danach bei (fast) jedem Wetter in die Schären. Rumpf war noch ok, optisch das Ganze eher eine glatte 5. Da könnte man dann schon auf die Idee kommen, einen Neubau zu erwerben und Teile der sinnvollen Ausrüstung vom alten Boot zu übernehmen. Aber wie schon angedeutet, wollte ich damals nach 15 Jahren mal wieder etwas anderes segeln - mit Einbaumaschine, Stehhöhe und Selbstwendefock...

  • »Schleipaule« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 51

Bootstyp: Maxi Fenix

Heimathafen: Kappeln

Rufzeichen: !

  • Nachricht senden

26

Montag, 4. Februar 2019, 18:53

siehe www.apolloduck.com / Suchbegriff cornish / Anlage Bild "cornish crabber 24 MK III" / Tiefgang 1,06 m / displacement 3.500 kg
'bin früher viel Folkeboot ab/an Altefähr / Rügen gesegelt,
beste Grüsse, Bernd-Ingo / Bremen


Ja, Cornish Crabber 24 wäre toll - sind auch recht gediegen. Allein der Preis schreckt ab ;( .... die werden richtig hoch gehandelt. Und bei uns auch eher selten als Gebrauchtboot zu bekommen.
Ich mag übrigens auch den Cape Cutter 19 mit Gaffelrigg - da ist dann allerdings nicht mehr viel mit Kajüte. Aber ein schicker Daysailer mit Charakter. Gibt es auch mit 21 Fuß. Nicht wirklich ein Langkiel - eher ein überlanger Skeg mit Schwert. In Sachen Abdrift und Kurshaltevermögen nicht mit richtigen Langkielern vergleichbar. Dafür kann man auf den Strand fahren - oder zumindest sehr nah ran.

Trimminogy

Leichtmatrose

Beiträge: 28

Wohnort: Bremen

Schiffsname: Dulcibella

Bootstyp: cornish crabber 24 MK II

Heimathafen: Bremen

  • Nachricht senden

27

Montag, 4. Februar 2019, 21:27

CC 24 Mk III

zum Preis: möglicherweise ist bald Brexit und dann wird es ( bedauerlicherweise ) in UK Notverkäufe geben, also den Markt beobachten. Ich habe schon CC 24 MK III ab EUR 20.000,00 gesehen und das ist das Boot wert. Auch der Umrechnungskurs kann durchaus interessant sein. Selbstverständlich bekommt man andere Boote günstiger, aber dann hat man eben keinen CC. Der MK III wurde wahlweise mit Bermuda- / Alu- oder Gaffel- / Holzrigg ausgerüstet. Vorgängermodelle ( MK I und MK II ) bedeuten immer viel Instandsetzungsarbeit, denn in UK erscheint mir nach eigenen Erfahrungen Bootspflege nicht sehr angesagt zu sein. An der deutschen Küste gibt es nur sehr wenige CC, dafür lohnt eine Reise nach UK aber immer und auch ein Überführungstörn hat was an sich. In den NL gibt es eine größere Anzahl CC; diese werden aber generell noch teurer gehandelt. Ich sehe mir den deutschen Markt nahezu gar nicht mehr an. Der "capecutter 19" ist ein völlig anderes und wesentlich leichteres Boot. Wenn du dir über diese Klasse Gedanken machst, vergleiche mal mit "Norfolk Gipsy" ( www.neilthompsonboats.co.uk ). Beste Grüsse, Bernd-Ingo / Bremen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Trimminogy« (4. Februar 2019, 21:41)


SKOKIAAN

Seebär

Beiträge: 1 406

Wohnort: Berlin

Schiffsname: SKOKIAAN

Bootstyp: Moody Eclipse 33

Heimathafen: Ueckermünde

Rufzeichen: DJ3239

  • Nachricht senden

28

Dienstag, 5. Februar 2019, 22:33

Die Cornish Crabber sind Boote mit Stil und Retro-Eleganz - aber damit die Schlei aufkreuzen? Kannst Du vergessen! Mit dem IF segelst Du Kreise um den CC - außer raumschots und vor dem Wind..

Handbreit, Skokiaan

Orage

Admiral

Beiträge: 953

Wohnort: Hannover

Schiffsname: Orage

Bootstyp: Bianca 111

Heimathafen: Toulon, Frankreich

  • Nachricht senden

29

Dienstag, 5. Februar 2019, 23:53

Lacustre !

30

Mittwoch, 6. Februar 2019, 00:21

Ja, oder bisschen ostseemäßiger:
Senorita Helmsman mit SW-Fock und Megahöhe.
Keine Langkielerin, aber mit Skeg.
Dürfte einigermaßen wie auf Schienen fahren.
Gabs auf dem Gewässer auch schon mal einhand gesegelt: KLICK
Das Cockpitsüll finde ich zum Sitzen auf der Kante nicht so den Burner aber mit verstellbaren Rückengurten statt Relingsdurchzug könnte was gehen.
Ob man innen unter dem Seitendeck einen krummen Rücken macht muss man testen.

Gruß
Andreas

31

Mittwoch, 6. Februar 2019, 10:09

@Moderboot: einige Punkte beim neuen IF gefallen mir auch nicht, z.B. die Fenster
Du sprichst mir aus der Seele. Man stelle sich vor, der nächste 911er hätte eckige Scheinwerfer. Die Fenster sind eines der zentralsten Designelemente. Jetzt sieht das Boot mehr nach H-Boot aus. Bei der Gelegenheit wären die älteren, kleineren Fenster natürlich schöner.

Nebenbei bemerkt war ich mit der Stehhöhe beim Kochen sehr zufrieden. Nur wenn man am Kajüttisch sitzt, hat man keine Stehhöhe.
Bei hartem Wind gegenan aus Hafeneinfahrten rauszumotoren war oft nicht so putzig. das gebe ich noch zu – wird halt gesegelt. Wenn am Motor was dran ist, ist es immer Mist.
Sitzen auf der Kante ist relativ unnütz, solange man nicht mindestens 10% des Kielballasts auf die Waage bringt. Mann sieht u.U. etwas mehr, aber manchmal sieht man auch von Lee aus mehr Interessantes. Würde ich so pauschal nicht sagen.
Ob man innen einen krummen Rücken macht, wird davon abhängen, ob man gerade sitzen kann. Die Rückenlehnen richten (bzw. richteten) einen nicht auf.
Der Ankerkasten ist nett wenn man nicht alleine fährt, aber auch ein Zuggeständnis an die CE-Klassifizierung. Ohne Kolisionsschott ist nichts mit 'B'
Dafür scheint der Platz in den Hundekojen kleiner geworden zu sein, was die Mitnahme von Wochenendgästen, von Fahrrädern, Surfboards, eines Dinghy usw. erschwert. Unterm Cockpit hat er doch hoffentlich keinen Einbaumotor? ;(


Dass man sich auf der Messe mit geschenkten / überlassenen Winschen (?) herausredet, damit, dass die inneren Genuaschienen noch nicht fertig waren und erst in der Serie kommen werden (?), das kann er einem erzählen, der sich die Hose mit ner Beißzange anzieht. Die äußeren Genuaschienen sind auch nur noch halb so lang. Hatte er wohl auch "keine Kohle ey"? Das Segelfenster der Fock nutzt in der Höhe höchstens einem Mann im Trapez, aber nicht dem Rudergänger. Alumast und Handlauf aus Teak, ist der gleiche Materialmix wie Badelatschen aus Gummi mit Wollsocken und hellblauen Bermudas. Mit vorbehaltloser, vernichtender Kritik (bashing?) hat das nichts zu tun, sondern damit, dass man den Humor seiner Kunden nicht überstrapazieeren sollte. Das Boot wirkt unausgewogen, unfertig, zusammengestoppelt. – Trotzdem gibts endlich einen Neupreis, der der Klasse gut tun wird.


Lacustre !

Hätte sie nicht genannt, wenn es statt Schleipaule ein Helhgohans oder Stavangerbjörn gewesen wäre. Ihr Element sind die mäßigen Winde, obwohl es auch am Bodensee kräftig blasen kann. Ob Schwachwindeigenschaften oder Kreuzen, alles was das IF in diesem Bereich bestens kann, kann sie 3x so gut. An Tagen, an denen sich auf dem Bodensee nichts mehr bewegt, fahren L. noch als letzte von allen. Das Gewicht, dass doch deutlich unter dem des Drachen und noch deutlicher unter dem des IF liegt, macht eine Überführung auf dem Landweg relativ einfach.

Wenn ein neues IF schon etwas u teuer ist, scheidet eine L., die die wenigen Spielräume der Einhheitsklasse voll ausnutzt, vollkommen aus. U.U. bleibt eine L., an der irgendwas nicht ganz okay ist, oder sogar aufgeabreitet werden muss. Ältere Segel, die die Maximalmaße der Klasse überschreiten, sind auch wertmindernd. Lohnt sich jedenfalls eher, als eine vor einer Felsenküste gestrandete Leisure 17 wieder in prospektmäßigen Originalzustand zu versetzen.

  • »Schleipaule« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 51

Bootstyp: Maxi Fenix

Heimathafen: Kappeln

Rufzeichen: !

  • Nachricht senden

32

Mittwoch, 6. Februar 2019, 20:11

Nun mal nicht so sportlich. Bin ja nicht mehr der Jüngste. Lacustre, Schärenkreuzer, Drachen....ok, die Senorita Helmsman - da könnte ich schwach werden. Ist aber vom Unterwasserschiff her off-topic. Ich suche etwas kompaktes, schiffiges, einhandtaugliches - gern mit Charme und Stil und ein klein wenig bequem - zumindest was die Sitzposition beim Segeln angeht. Und mit langkiel-typischem See- und Segelverhalten. Hier waren schon einige wirklich interessante Vorschläge dabei - ich habe mir auch noch einmal die Midget 26 angesehen (man mag die Dinger oder nicht - dazwischen ist nix) - letztlich ist es dann aber immer die Frage, was gerade angeboten wird, wenn man kaufen möchte - oder ob man bereit ist, zuzuschlagen ohne erst das aktuelle Boot zu verkaufen. Habe ich auch schon gemacht, ist aber nicht unbedingt schlau.

Trimminogy

Leichtmatrose

Beiträge: 28

Wohnort: Bremen

Schiffsname: Dulcibella

Bootstyp: cornish crabber 24 MK II

Heimathafen: Bremen

  • Nachricht senden

33

Mittwoch, 6. Februar 2019, 22:15

Nun mal nicht so sportlich. Bin ja nicht mehr der Jüngste = guter Kommentar. Wir alle haben uns während der Arbeit zügig und immer schneller zu drehen, und da kommt es in der wohl verdienten Freizeit überhaupt nicht darauf an, ob irgendjemand 0,5 oder 1,0 Kn oder noch schneller an einem vorbeisegeln will oder nicht. Mir ist letzteres völlig egal. Für mich ist vielmehr Entspannung, Wattentauglichkeit ( max. Tiefgang 1,30 m ) und ein angenehmes Seeverhalten, insbesondere bei Strom gegen Wind, entscheidend. Weite Reisen kann ich die meiste Zeit des Jahres ohnehin nicht machen. Nach meinen Erfahrungen ist auch in verschiedenen Seegebieten der Ostsee geringer Tiefgang und kein zu großes Boot von Vorteil. Beste Grüsse, Bernd-Ingo / Bremen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Trimminogy« (6. Februar 2019, 22:27)


sam

Bootsmann

Beiträge: 102

Wohnort: Kiel

Bootstyp: Bianca 27

Heimathafen: Kiel

  • Nachricht senden

34

Mittwoch, 6. Februar 2019, 22:19

Ich suche etwas kompaktes, schiffiges, einhandtaugliches - gern mit Charme und Stil und ein klein wenig bequem - zumindest was die Sitzposition beim Segeln angeht. Und mit langkiel-typischem See- und Segelverhalten.


Hm... Bianca 27 ?! :D Sorry ... Nee, im Ernst; würde ich nicht leichtfertig von der Liste streichen. Deine Anforderungen passen wie die Faust aufs Auge, ist ja quasi ein großes Folke. Sind günstig zu haben, und auch auf der Schlei kann man mit ihr sehr schön segeln. Höhe zählt sicherlich nicht zu ihren Stärken, das stimmt. Aber das sucht man ja auch eher nicht wenn man nach nem Langkieler schaut... ;-) Du fragtest nach Osmose; der Rumpf ist sehr dickes Laminat (GFK Serienbau Anfangszeiten), Osmose eher kein Thema, kenne nur ein Boot das damit Probleme hatte. Eine Liste mit potentiellen Schwachpunkten und auch sonst vielen Infos findest Du auf Bianca27.net

Orage

Admiral

Beiträge: 953

Wohnort: Hannover

Schiffsname: Orage

Bootstyp: Bianca 111

Heimathafen: Toulon, Frankreich

  • Nachricht senden

35

Donnerstag, 7. Februar 2019, 23:41

Knud Reimers´ Tumlaren:
https://sailboatdata.com/sailboat/tumlaren
http://www.yachtsportmuseum.de/themen/klassen/tumlare.html

(berühmt und erprobt durch A. Coles´ "Zara" und "Cohoe I")

nixxe

Ich bin 2 Øltanks

Beiträge: 18 526

Wohnort: S-H

Bootstyp: sevylor fishhunter 210

  • Nachricht senden

36

Freitag, 8. Februar 2019, 08:25

Senorita Helmsman - da könnte ich schwach werden. Ist aber vom Unterwasserschiff her off-topic.

aaach. Irgendwas ist immer. GO! ;)
Das Ziel ist im Weg.

Segelalex

Salzbuckel

Beiträge: 2 827

Wohnort: Bei Aachen

Schiffsname: Valentine

Bootstyp: Contest 29

Rufzeichen: DD3342

  • Nachricht senden

37

Freitag, 8. Februar 2019, 08:50

Ich liebe meine Contest 29. Gemäßigter Langkiel, Ruder gut geschützt, Stehhöhe, WC, Motor gute Salonbänke, geschütztes Cockpit, große Koje vorne. Und auch bei mehr Wind hat sie keine Angst. Sehr solider NL-Werftbau. War damit aus NL in Finnland, alles kein Problem. Und bei wenig Wind mit großer Genua ab 7 Knoten am Wind fährt sie sogar ganz gut los. Ich bin sehr zufrieden, war allerdings ein langer Weg dorthin. Osmose, neuer Motor, Lack etc. Aber das haben ja alle alten Schiffe irgendwann.

Und teuer sind die auch nicht auf dem Gebrauchtmarkt.

Gruß

Alex
Schatz, es liegt nicht an dir, es liegt am Steg...

  • »Schleipaule« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 51

Bootstyp: Maxi Fenix

Heimathafen: Kappeln

Rufzeichen: !

  • Nachricht senden

38

Samstag, 9. Februar 2019, 14:40

Generell gilt, dass die meisten hier empfohlenen Boote - insbesondere die "echten" Langkieler - naturgemäß schon etwas älter sind und einer pflegenden Hand bedürfen.
Ich habe tatsächlich mit dem Gedanken gespielt, mir in absehbarer Zukunft eine günstige Sailmaster 22 als Refitprojekt zuzulegen - ein etwas genauerer Blick auf https://lackeysailing.com/archived/sailm…ust13/80913.htm hat mich allerdings schon wieder fast von diesem Gedanken abgebracht.
Bei vielen Booten aus den 60ern ist zwar das Laminat so dick, dass trotz Wasseraufnahme im Rumpf kaum strukturelle Probleme zu erwarten sind - die Decksstruktur ist da aber ausdrücklich ausgenommen - insbesondere wenn damals schon mit Balsa gearbeitet wurde. Delaminierung bzw. Verrottung des Kernmaterials zu heilen, ist eine Aufgabe, die meine handwerklichen Fähigkeiten schnell übersteigen würde - und das auf der Werft machen zu lassen, ist wirtschaftlich gesehen Harakiri.
Daher wird es wohl kein "richtig" altes Schiffchen werden - eher 80er aufwärts. Da wird es dann aber mit ausgeprägten Langkielern schon wirklich dünn.
Wenn daher dann doch ein gut gepflegtes Boot aus den 70ern in die engere Wahl kommt (ja, auch die Bianca ist noch im Rennen), muss man wohl oder übel mit dem Hämmerchen das Deck abklopfen, um sicherzugehen. Hinzuziehen eines Sachverständigen könnte auch hilfreich sein.
Grundsätzlich möchte ich während der Saison segeln, nicht basteln. Und im Winter fehlt mir zur Zeit die beheizte Halle zum Werkeln (typisches Warmduscher-Argument).

39

Dienstag, 12. Februar 2019, 08:19

Hallo Paule,

noch ein Versuch: wegen dem großen Cockpit noch nicht genannt die holländische Pampus. Sieht auf den ersten Blick wie eine große BM aus, ist aber eine eigenständige Langkielkonstruktion, die gegenüber einem Drachen z.B. mit einem höheren Fülligkeitswert des Querrisses aufwartet und dadurch etwas weniger rank ist, gut in kurzen Wellen fährt, aber auch nicht gaz so gut kreuzt. Dafür, dass man Langkieler meiden sollte, wenn Kreuzeigenschaften eine Rolle spielen, kann ich keine Anhaltspunkte erkennen - es steht immer in Wechselweirkung mit der Fülligkeit. Man vergleiche Lacustre oder Drachen mit Bianca 27 oder Midget um selbst mit wenig Augenmaß den Unterschied zu erkennen.
Jedenfalls ein schöner Daysailer, wird bis heute in den üblichen Werften auf Bestellung auch neu gebaut. Trotz insgesamt gutem Anspringen mit einem relativ übersichtlichen (hochgetakelten) Rigg erwiesenermaßen einhand-altherrentauglich (75+), aber eben ohne Kajüte. Gerade das wird von älteren Seglern oft geschätzt. Als älterer (und nicht nur steiferer) Segler hat man schon einige Meilen hinter sich und bevorzugt die angenehmeren Segeltage. Deswegen haben viele Boote kein Reff fürs Groß. Man steht beim Setzen und Bergen fest im Cockpit und kann an allen Segeln hantieren, auch eine fliegend gefahrene Fock trocken bergen, ohne das Cockpit verlassen zu müssen. Wie bei anderen Langkielern auch sitzt man höchstens fann auf der Kante, wenn man mal besser gucken will. Der normale Platz des Seglers ist im Cockpit auf einem Sitzbänkchen. Entsprechend gibt es keinerei Vorrichtungen, die das Sitzen auf dem Süllbord angenehm machen oder beim Sitzen auf dem Gangbord die Hose trocken halten. Man könnte es ebenso einer Bavaria ankreiden, dass man auf einer Relingstütze keinen bequemen Sitzplatz findet- auch die ist weder dafür konstruiert, noch wäre es beim Segeln zweckmäßig, dort Platz zu nehmen.

Kein echter Langkieler wegen dem angehängten, leicht vorbalancierten Spatenruder, die Mascot, die auch als 20er sehr lange, mindestens bis in die oberen 80er hinein gebaut wurde. Wegen der damals unmäßigen und heute zeitgemäßen Motorisierung, wurde sie damals als "Motorsegler" angeboten, ist aber ein relativ normaler Langkieler mit mehr Fülligkeit als eine Amigo und weniger als eine Midget. Platz in der Kajüte ohne Ende, das einzig motorseglermäßige ist außer der relativ fetten Einbaumaschine (wahlweise VP 10) eine feste Sprayhoodscheibe, wie bei der Monsun. Kein Manko, möchte man meinen. Qualitativ war Mascot ganz weit oben anzusiedeln. Weil sie eine übersichtliiche Durchfahrthöhe hat, sind die Segel entsprechend gut handelbar. Racer- und sonstige Segelqualitäten sehr ähnlich mit der Marieholm MS/AC 20, also insgesamt ausgewogen aber sicherheitsbetont. Wenn der Wind nicht passt, hat man eben Geduld oder den Motor.
... meins wäre sich nicht, weil sie (wie auch ähnliche Boote) mir zu lahm wäre. Entschleunigung hin oder her, Würde man einer älteren Dame abraten, ihr E-Fahrrad zu bewegen, weil die atemberaubenden 8 Knoten, die sie darauf erreicht, der Entschleunigung des Alltags doch völlig abträglich sind? Ein Boot läuft gut oder schlecht. Schlecht läuft es, wenn ich treiben kann, was ich will, der Dampfer mir aber auf alle Mühen hin, trotz aller Tricks, nichts weiter als einen frisch abgeleckten Mittelfinger zeigt. Das kann man charmant oder selbstbewußt finden, ich habe an sowas keinen Bedarf. .

Chris

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Moderboot« (12. Februar 2019, 08:34)


  • »Schleipaule« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 51

Bootstyp: Maxi Fenix

Heimathafen: Kappeln

Rufzeichen: !

  • Nachricht senden

40

Dienstag, 12. Februar 2019, 22:13

Pampus: schöne Linien, wahrscheinlich eine Freude, sie zu segeln - allein die fehlende Kajüte und die schlechte Zugänglichkeit eines für mich notwendigen Außenborders sind K.O.-Kriterien.
Ich will zumindest hin und wieder auf dem Boot übernachten und muss motorisiert sein, um z.B. die Brücke in Kappeln zu passieren. Auf Schlepphilfe hoffen ist nicht so meins.
Also gern mal Pampus segeln (Holland?), aber nicht besitzen.

Mascot: bin eigentlich ganz angetan von der 910er bzw. 28er (kein Langkieler) - ist aber schon eine Menge Boot für 90% Einhandsegeln. Die 25er ist knuffig, aber innen nicht optimal aufgeteilt - Achterkajüte brauche ich nicht. Immerhin vom Kiel her schon fast ein Langkieler, aber auch selten angeboten.
Die 20er sieht erstmal etwas mau aus, ist aber wahrscheinlich ein dankbares Schnäppchen für alle (Wieder-)Entdecker der Langsamkeit. Vielleicht bin ich in 5 Jahren soweit - momentan wäre das noch nichts für mich.

Wenn man in Richtung Motorsegler schaut, muss auch LM ( 22,26, 28 ) erwähnt werden - die sind vom Konzept ähnlich, setzten aber in den späteren Baujahren zunehmend auf gemäßigte Kurzkiele. Oder Winga78, ebenfalls Kurzkiel-Motorsegler.

Aber mir geht es in diesem Thread um gut segelnde "klassische" Langkieler bis ca. 8m - gut segelnd in Relation zu anderen Langkielern, nicht im Vergleich zu modernen Konstruktionen. Und mit mehr Komfort als ein IF - zumindest dieses Kriterium erfüllen die Mascots wohl alle.

Zur Zeit ist neben Ihnen 1 Benutzer in diesem Thema unterwegs:

1 Besucher

Counter:

Gezählt seit: 4. Februar 2014, 08:39, nur eingeloggte Mitglieder
 Zugriffe:   Hits heute: 3 171   Hits gestern: 2 467   Hits Tagesrekord: 6 218   Hits gesamt: 4 744 097   Hits pro Tag: 2 342,73 
 Seitenaufrufe:   Klicks heute: 22 190   Klicks gestern: 17 362   Klicks Tagesrekord: 154 353   Klicks gesamt: 37 600 123   Klicks pro Tag: 18 567,72 

Kontrollzentrum