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1

Sonntag, 10. Februar 2019, 13:16

Amel 41 1976 oder Malö 50 1980

Moin Skippers.
Ich bin der Flo und stehe an einem Scheideweg.
Das alt Landleben soll endlich weichen und da stellt sich mir die Frage,
welche Yacht soll es werden.
An Segelerfahrung sind leider erst um die 9.000nm im Kielwasser geblieben.
Fest steht für mich:

Centercockpit
Langkiel
Über 37 Fuß
Eigenarbeit gerne
Kein salvage
Blauwasser tauglich

Die oben genannten Yachten besichtige ich gerade/oder habe ich schon besichtigt.
Beide als Ketch getakelt!
Habt ihr eine Meinung zu den genannten Yachten oder evtl einen Vorschlag!
Über jegliches Resümee dankbar.

Flo

Isjtar

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2

Sonntag, 10. Februar 2019, 14:00

Ich finde, dass die Malö mehr Salon hat, auch wenn die Breite ja fast gleich ist. Auf den Fotos scheint sie innen einfach mehr Platz zu haben - vielleicht sieht das in echt anders aus.

Schoner

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3

Sonntag, 10. Februar 2019, 14:08

Die Amel hat natürlich eine feste Seereling ;)
Gruß


Volker


4

Sonntag, 10. Februar 2019, 14:51

Die Amel Euros 41 hatte ich in 1983 mal gechartert. Das Schiff war damals 10 Jahre alt (für ein Charterschiff schon ziemlich alt), aber immer noch tiptop in Schuss. Das lag zum einen natürlich an der Pflege durch den Eigner, aber auch am unglaublich hohen Baustandard. Da waren auch nach 10 Jahren die Lackoberflächen auf dem Holz noch nicht stumpf, einfach, weil eben nicht nur eine Seidenmattlackierung gemacht wurde, sondern eine mehrschichtige Schleiflackierung. Die Detaillösungen waren einfach, robust und sinnvoll.

Die Geschichte mit der Vollautomatisierung der Schiffe (die ich nicht so dolle finde) hat Amel erst später angefangen.
Was Dir klar sein muss: Gegenüber einem modernen Fahrtenschiff oder gar einem "Performance Cruiser" sind die Segeleigenschaften eher mau, insbesondere auf der Kreuz. Aber das gleiche dürfte ähnlich auch für die Malö 50 gelten (Ketch-Rigg)

Aber fürs entspannte und sichere Fahrtensegeln, etwa auf der Bafußroute, wo man sowieso meistens Wind von hinten hat, sollte es dicke reichen.
Bei der Amel (und vermutlich auch bei der Malö, die hat auch einen sehr guten Ruf, die kenne ich aber nicht selbst) kann man m.E. mit gutem Gewissen auch ein so altes Schiff kaufen. Da wurde nichts weich oder so.

Das Deck würde ich gut inspizieren, wenn da Beschläge schlampig angebracht wurden, kann u.U. Wasser ins Sandwich gelaufen sein (die baute man damals gerne noch in Balsa-Sandwich, wie genau das Malö und Amel gemacht hatten, weiß ich aber nicht). Teakdeck gab es bei Amel deswegen nicht mal gegen Aufpreis. Koonsequent.
Beim Unterwasserschiff könnte bei so alten Schiffen Osmose auftreten (Damals wirde meistens mit Ortophthalsäureharzen gearbeitet, die sind billiger, aber auch osmoseanfälliger als die heute meist verwendeten Isophthalsäurehaze) . Ist im Prinzip kein Problem, das zu sanieren (wenn es nicht zu sehr fortgeschritten ist), kann aber teuer werden, wenn man es professionell machen lässt.
Viel Glück beim Erwerb Deines Schiffes!
Schöne Grüße,
Roman
A ship in a harbour is safe, but that is not what ships are built for !

88markus88

Salzbuckel

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5

Sonntag, 10. Februar 2019, 14:53

Amel und Malö haben beide einen guten Ruf - allerdings sind die beiden Boote um die 40 Jahre alt und haben sicherlich einiges an Geschichte hinter sich.
Für mich wäre der Zustand (Osmose? Kielbefestigung? Ruder? Teakdeck ok? Segel? Rigg? Motor/Getriebe? Sandwich OK?....) der entscheidende Faktor. Wenn auch nur eine der typischen "teuren" Baustellen zuschlägt, kostet dich das bei der Größe direkt eine fünfstellige Summe und entsprechend Zeit.

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6

Sonntag, 10. Februar 2019, 15:35

Moin moin.
Danke für eure Antworten.
Die Amel hat tatsächlich den größeren Salon und ist halt auch
fast 6fuß länger.
Osmose sind beide, laut des Gutachters, nicht betroffen.
Bei der Malö sind leider alle Fensterdichtungen und Motorraumschott undicht und das teakdeck muss runter. Hatte überlegt
das Tesk vollständig zu entfernen und mit Epoxy zu versiegeln + Antirutschbelag.

Bei der Amel müsste ich wohl neue Segel bestellen(alle von 2000-2002). Laut Segelmacher vor Ort 8000€. Wäre in Ordnung
wenn sonst alles passt. Ich bin gelernter Mechaniker und tue mich mit Elektrik auch nicht gerade schwer.
Ehrlich gesagt, nicht nur der Größe geschuldet, ist die Amel bis jetzt mein Favorit.

Ich habe auch in Kroatien noch eine Vagabond 47 gefunden, meine ein netter Österreicher hier aus dem Forum könnte der jetzige
Eigner sein.
Aber von denen haben ich leider kein Schimmer.

Vielleicht stößt hier ja noch wer dazu der diese Yacht kennt.
Gruß aus dem doch recht frischem Griechenland.

Flo

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7

Sonntag, 10. Februar 2019, 15:42

Ich kenne die Euros (Amel 41) nur von Ferne. Meine Maramu ist ja die Nachfolgegeneration und 8 Jahre jünger. Das Holzfinish ist aber auch nach 35 Jahren noch einwandfrei.
Das sind, wie schon gesagt, keine Leichtwetterschiffe. Aber das wird (vielleicht in etwas geringerem Maß) auch für die Malö gelten. Um vernünftig Speed zu machen brauchst du schon mindestens 4 Bft. Dafür stören dich 6 Bft auch noch nicht sonderlich.

Osmose - kann ein Thema sein. Meine war im Anfangsstadium und ich habe dann gleich bei Wrede Nägel mit Köpfen gemacht. Das tut bei einer Euros prozentual vom Kaufpreis natürlich deutlich mehr weh als bei einer Maramu.
Teakdeck - brauchst du dir bei der Euros ja nun keine Sorgen zu machen. Bei der Malö schon eher. Bei der Euros kannst du das Fake Teak im Zweifel einfach überstreichen und ein paar abgeplatzte Stellen spachteln.
Maschine - hat die Euros auch den alten Perkins ? Die Maschine ist eigentlich unkaputtbar aber es wird immer schwieriger und teurer dafür Ersatzteile zu bekommen.
Rigg - Gehe davon aus, dass das stehende Gut erneuert werden muss wenn die Drähte älter als 15 Jahre sind. Das ist bei einer Ketch natürlich gleich doppelt so teuer.
Kiel - Semi Langkiel...was soll da bitte abfallen ? Den kannst du mit 6kn Fahrt auf den Fels fahren. Da kommt eher das Rigg runter als dass der Kiel abfällt.
Segel - Durch die kleinen Segelflächen nicht der entscheidende Kostenfaktor falls die neu müssen.
Sandwich - Rumpf ist Voll Laminat. Nur das Deck und die Aufbauten sind Sandwich.

Ich würde allerdings statt der Euros eher eine Sharki in Betracht ziehen. Da kannst du unter Deck in die Achterkajüte und musst nicht ins Cockpit. Eine Sharki sollte auch nicht so viel teurer sein.
Michael
SY Sioned

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8

Sonntag, 10. Februar 2019, 16:03

Moin Michael.

Motor ist der Volvo Penta MD 21 mit 54PS. Den hatte mein Großvater schon in einem kleinen Radlader.
Der läuft immer noch mit 35tsd Std.

Sharki werde ich gleich mal recherchieren. Kenne ich leider garnicht.

Segel würde ich erneuern...wie oben schon geschrieben wollte der Segelmacher vor Ort 8000€ haben. Stehendes Gut wurde 2000 gemacht, also besser mitmachen wahrscheinlich. Da hätt ich wen für und müsste nur Material bezahlen, aber wieviel Kosten das Material verursachen würde weiß ich leider nicht.

Die „gediegene“ Reisegeschwindigkeit ist vollkommen in Ordnung. Hauptsache ist für mich gutmütiges Verhalten im Starkwind.
Denke vom Yardstick-Wert sollten beide ähnlich sein. Irgendwo um die 110

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9

Sonntag, 10. Februar 2019, 16:27

Sharki ist die direkte Nachfolgerin der Euros und kleinere Schwester der Maramu.
Michael
SY Sioned

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10

Sonntag, 10. Februar 2019, 16:38

Habe ich direkt geschaut, nur kosten die ziemlich genau das doppelte ☹️

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11

Sonntag, 10. Februar 2019, 16:59

Ah Schade, hätte ich nicht gedacht. Andererseits ist die nächste Generation (Super Maramu) dann auch wieder doppelt so teuer gegenüber der Sharki / Maramu / Mango Generation.
Michael
SY Sioned

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12

Sonntag, 10. Februar 2019, 17:11

Ich denke es sollte so für 40-45 eine vernünftige finden lassen.
Mir ist wichtig dass ich auch Gäste empfangen kann.
Zwecks kitekursen, tauchen und mitsegeln.
Habe mich auch nicht auf eine Werft beschränken wollen bei der Suche.
Lieber ist mir halt älter und bewährt, als dünnwandige,moderne und günstig produzierte Massenware.

13

Sonntag, 10. Februar 2019, 17:16

Ich bin ja nun kein Blauwassersegler, aber grundsätzlich würde ich nach etwas kleiner und dafür halb so alt schauen (so, wie richtige Männer das immer so machen :D )
Wird wahrscheinlich den permanenten Instandhaltungsinvest auch halbieren.
Gruß Thomas


z. Zt. bootloser Künstler

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14

Sonntag, 10. Februar 2019, 17:32

Da,denke ich , würde ich schlechter mit fahren. Allein die
Ausrüstung für Kitekurse+ Tauch Equipment und iSUP‘s braucht viel Platz.
Und dann 3Wochen im Monat Gäste on bord, da ist für mich der Wohnraum/Platz extrem wichtig.
Gruß Flo

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15

Sonntag, 10. Februar 2019, 17:52

Mit neuen Segeln und neuem stehenden Gut bist Du schon mal auf der sicheren Seite, was das Segeln betrifft.
Und da Du Mechaniker bist, wirst Du vor dem Motor auch keine Angst haben.

Für Dein Konzept ist die Amel dann genau richtig, nur zu!

Handbreit, Skokiaan

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16

Sonntag, 10. Februar 2019, 17:54

Hallo Skokiaan.

Merci. Das liest sich erfreulich!
Grüße

Flo

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17

Sonntag, 10. Februar 2019, 17:58

Allerdings sind die Amels grundsätzlich auf Eignerpaar + ein Gästepaar ausgelegt, was das Layout angeht. Wenn man da drei oder vier Gäste mitnehmen will, dann läuft das unweigerlich auf Salonbelegung hinaus. Das solltest du auch berücksichtigen.

Wenn du drei Wochen pro Monat Gäste an Bord haben möchtest dann sehe ich bei den dir vorschwebenden Schiffstypen einen gewissen Konflikt.

Falls das dein Ziel ist, dann solltest du dich lieber nach Schiffen mit mehr Kojen umschauen. Die alten Beneteaus und Jeanneaus sind so schlecht auch nicht. Jedenfalls wertiger als die heutigen Modelle. Klar ist das eine andere Klasse, aber auch mit Gin Fizz und Sun Fizz wurden erfolgreiche Weltumsegelungen gemacht.
Michael
SY Sioned

Wilhelm2

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18

Montag, 11. Februar 2019, 10:35

Solange Du nicht auf Kurse angewiesen sind bei denen der Wind vorlicher als querab einfällt läuft die Amel recht gut. Jedoch auf Kursen hoch am Wind wird es ekelhaft an Bord.
Diese Erfahrungen musste ich leider mit einer Super Maramu machen.
Amel sind perfekte Schiffe um die Welt vor dem Wind zu umsegeln. Sobald aber mehr Höhe gefragt ist wird es anstrengend bis unmöglich.
--------------------------------------------------------------
One collision at sea can ruin your entire day.

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19

Montag, 11. Februar 2019, 10:49

Das ist richtig. Da musst du dich auf einen Wendewinkel von 100-110 Grad über Grund einstellen, wenn du noch halbwegs Fahrt machen möchtest. Das ist zum einem dem Ketchrig geschuldet, zum anderem dem fetten Kiel, der so gar nichts mit modernen Flossenkielen gemeinsam hat.
Da gilt dann die alte Seglerweisheit "Wer Zeit hat, hat auch den richtigen Wind" (nämlich 60 Grad bis achtern).
Michael
SY Sioned

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20

Montag, 11. Februar 2019, 14:35

Da habt ihr mit Sicherheit Recht.
Morgen darf ich auf die Amel und bin gespannt wie sie im Vergleich zur kleineren
Malö ist.
An der Malö hätte ich ca 6Monate Eigenarbeit, was aber ja auch nicht schlecht sein muss.
Wenn man danach sein Schiff in und auswendig kennt.
Wenn ich darf, werde ich morgen Abend mal berichten und eure fachkundigen Meinungen abwarten und begehrenswert verschlingen.

Grüße
Flo

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