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Windstärken

Windstärkentabelle

John Doe

Admiral

Beiträge: 912

Bootstyp: Happy Cat Evolution, VA65

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2 401

Mittwoch, 14. August 2013, 20:13

Hallo John Doe,
das Boot war ein Neptun20 von www.greubel.de

Neptun, verdammt - wollte ich eigentlich zuerst schreiben. Das ist aber ein neueres Model, richtig? Die alten sollen ja nicht so toll Höhe laufen. Ein Freund hat mir seine alte 20er angeboten. Leider sind am Ende vom Geld noch zu viele Wünsche übrig und es wird wohl nix, Obwohl die nicht viel teuerer ist als mein Schlauchkat (|

Edit: sehe gerade die charakteristische Kajütenform, hab ich vorher übersehen ist dann doch keine aus den 2000er Jahren?
Der Pessimist klagt über den Wind, der Optimist hofft, daß er dreht,
der Realist richtet das Segel aus.Sir William Ward (1837 - 1924)

Ausritt Happy Cat Evolution
Juni 2015 SPEED/Vergleichsfahrt Verse Meer, NL
100km in zwei Tagen auf der Ostsee 2016

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »John Doe« (14. August 2013, 21:36)


unregistriert

2 402

Mittwoch, 14. August 2013, 22:17

Am Sonntag sind 15/33 km/h Wind bzw. Böen angesagt.
Werde mich wohl am Goldkanal einfinden. Hat vielleicht sonst noch jemand Zeit und Lust?

Gruß, Metsche

KlabauterR

Kapitän

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2 403

Donnerstag, 15. August 2013, 10:32

""moin,

ich hatte an den 120c gedacht. Vielleich mit ein paar Veraenderungen am Rahmen. Denn derr muss in der Breite auf jeden Fall wachsen. Damit wird ein Traegerrahemen faellig. Da Feldkamp die Schwimmer auf Wunsch anpasst waehre das eine Ueberlehgung wert.

frank""

Hallo,

das sehe ich auch so. Im Gegensatz zu den Russen werden die großen, längeren Feldkamps nicht breiter. Ein Grund dürfte nicht zuletzt die Angst vor den in der Welle auftretenden Torsionskräften am Rahmen sein.
Einfach nur breiter machen oder bauen lassen, wäre mir zu gefährlich.

Ralph
Plauer Segelwoche, Treff für zerlegbare Segelboote, Campingplatz ZWEI SEEN, Waldchaussee 2, 17209 Zislow, jedes Jahr in der 38. KW

2 404

Freitag, 16. August 2013, 07:19

""moin,

ich hatte an den 120c gedacht. Vielleich mit ein paar Veraenderungen am Rahmen. Denn derr muss in der Breite auf jeden Fall wachsen. Damit wird ein Traegerrahemen faellig. Da Feldkamp die Schwimmer auf Wunsch anpasst waehre das eine Ueberlehgung wert.

frank""

Hallo,

das sehe ich auch so. Im Gegensatz zu den Russen werden die großen, längeren Feldkamps nicht breiter. Ein Grund dürfte nicht zuletzt die Angst vor den in der Welle auftretenden Torsionskräften am Rahmen sein.
Einfach nur breiter machen oder bauen lassen, wäre mir zu gefährlich.

Ralph

Hallo,

die K120er Serie wird nur auf Bestellung gefertigt, somit sind solche Änderungen auf jeden Fall möglich. Und meine Erfahrung mit Feldkamp ist, dass man bei der Firma einfach anrufen kann und Fragen stellen kann UND qualifizierte Antworten bekommt. (Ich habe die wegen Motor gelöchert und gute Antworten bekommen)

Also nicht spekulieren sondern nachfragen, warum der Rahmen nicht breiter ist, bzw ob man ihn breiter machen kann. Ich denke (Spekulation :) ), dass es mit den Packmaßen zusammenhängt.

Gestern hatten wir eine schöne Tour auf der Schlei gemacht, wir sind die 8km von Missunde bis zur Klappbrücke Lindaunis gesegelt, Wind meist von hinten, ging sehr zügig, Und ein paar Yachten waren gleich schnell, und als wir den Motor hochgeklappt und damit aus dem Wasser genommen hatten, waren sie langsamer. So ein Treibanker bremst doch gewaltig :P . Der Rückweg mit kreuzen war dann doch deutlich länger, selbst als wir dann wegen der Temperaturen und den schmaleren Bereichen den Motor genommen haben, hatte die Rückfahrt weit mehr als doppelt so lange gedauert. Leider hatte ich den GPS-Tracker nicht dabei, sodass ich über Geschwindigkeiten und Strecke nichts sagen kann.

Viele Grüße
Jens

2 405

Freitag, 16. August 2013, 12:27

Moin moin,

@ KlabauterR Welche Abmessungen hat denn die Verstrebung beim K100?


frank

:pirat:

KlabauterR

Kapitän

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2 406

Freitag, 16. August 2013, 17:39

Hallo,

der Rahmen besteht aus Mastprofilen. Da wurden die gleichen Profilrohre verwendet. Die Ecken des Rahmens sind durch aufgeschraubte Kunststoffplatten verbunden. Zur Stabilisierung des Rahmens in der dritten Dimension nach unten ist lediglich eine einzelne V-förmige Verspannung unter dem Schwertkopf vorgesehen.
Im theoretischen Idealfall sollten die beiden Schläuche bei Wellengang stets parallel positioniert bleiben. Aber schon eine geringfügige Gewichtsverlagerung der Besatzung unter Ententeichbedingungen reicht bei meinem K100s aus, dass sich daran etwas ändert. Nur einfach verbreitern um eine bessere Hochseetauglichkeit zu erreichen, würde ich nicht.
Die Russen verwenden Brückenkonstruktionen, denen ich bei Wellengang größeres Vertrauen entgegenbringen würde.

Die Spekulation von Jens zur begrenzten Breite mag mit ein Grund sein. Mehrteiler wie Mast und Längsträger sind jedoch schon jetzt durch solide Steckverbindungen verbunden. Das könnte man m.E. mit verbreiterten Traversen genauso machen.

Immerhin besitzen die Feldkämper ein sicheres Doppelkammer Schlauchsystem, was auch nach vielen Jahren der Nutzung, wahrscheinlich in der Art konkurrenzlos, dicht bleibt. Angenehm beim segeln ist auch das durch die mittige Absenkung entstandene Minicockpit, das zusätzliche Sitze entbehrlich macht.

Ralph
Plauer Segelwoche, Treff für zerlegbare Segelboote, Campingplatz ZWEI SEEN, Waldchaussee 2, 17209 Zislow, jedes Jahr in der 38. KW

2 407

Samstag, 17. August 2013, 08:03

Moin moin,

@ jmm62 Was hatt denn der Rahmen beim deinem 120 fuer einen Durchmesser. Welche Wandstaerke haben die Rohre oder ist der auch aus Mast?


frank


:pirat:

KlabauterR

Kapitän

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2 408

Montag, 19. August 2013, 09:56

Liebe Forumisten,

in einem Monat findet unser 1. Nordtreffen der Schlauchkatamaransegler statt.

20.09.2013 bis 22.09.2013 - Das 1. Nordtreffen der Schlauchkatamaransegler

Damit ich auf jeden Fall eine ausreichende Zahl von Plätzen für uns auf dem Platz reservieren kann, wäre es schön, wenn sich noch der eine oder andere bei mir anmelden würde.
Bitte beachtet den Haftungsausschluss im Veranstaltungshinweis!

Gerne nehme ich Eure Erfahrungen, Bitten, Empfehlungen und Anregungen entgegen und versuche diese zu berücksichtigen.

es grüßt Euch

Ralph
Plauer Segelwoche, Treff für zerlegbare Segelboote, Campingplatz ZWEI SEEN, Waldchaussee 2, 17209 Zislow, jedes Jahr in der 38. KW

jubby

Moses

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2 409

Montag, 19. August 2013, 16:14

Durchkentern 1

Hallo Segelfreunde,

ich habe mir zum Ende der
vergangenen Saison einen HappyCat Vision gebraucht gekauft, der jetzt 3 Wochen lang
am Ossiacher See in Kärnten so richtig zu Einsatz kam. Auf dem See gab es noch
einen weitern HCV (hab die Segler leider nicht getroffen) und einen Feldkamp
K100 aus dem Stuttgarter Raum, auch Mitleser hier im Forum (Schöne Grüße!).


Bei den vorherrschenden Rekordtemperaturen,
habe ich nicht viel Wind erwartet. Diese Erwartung wurde zumeist erfüllt. Aber
es gab an 4 Tagen richtig Wind um 5Bft, mit heftigen Böen, für jeweils 1,5
Stunden. Wie stark und wann es auf dem Ossiacher See Wind gab, war nie
absehbar. Man denkt man sei gemütlich auf einer Kaffeefahrt unterwegs und dann
geht innerhalb von wenigen Minuten die Post ab. Es blieb dann kaum noch Zeit,
alles wasserfest zu verpacken und sich die Schwimmweste über zu ziehen, bevor
es hackte.


Beim ersten richtigen Wind wäre
ich vermutlich mangels Erfahrungen mit dem Boot, sofort vom Wasser gegangen.
Aber zum Glück hatte ich einen erfahrenen Jollensegler dabei. Zu zweit war der
Kat gut beherrschbar und ich konnte sehr viel über die Grenzen des Bootes
erfahren.


Der HCV lief wirklich super.
Mein Hauptaugenmerk lag zunächst auf dem Lee-Schwimmer. Um ein Eintauchen zu
verhindern, mussten wir bei stärken Böen Druck aus den Segeln nehmen. Als mein
Mitsegler an der Pinne war, bekam er das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht. Als
eingefleischter Jollensegler hätte er nie gedacht, dass man mit aufblasbaren
Rümpfen, so viel Spaß haben kann.


Wir sind dabei richtig nass
und gut gefordert worden, ohne an die absolute Grenze des HCV zu stoßen. Bei
gleichmäßigerem Wind wäre sicherlich noch mehr drin gewesen, aber mit 11kn
sprich 20km/h (GPS-Messung) ist man schon wirklich gut unterwegs. Jetzt kann
ich mir vorstellen, warum man für den HCV auch ein Trapez kaufen kann.


Alleine wäre ich nie so weit
gegangen das Boot so laufen zu lassen. Denn eine Kenterung, auch bei einer
Wassertemperatur von 27Grad, ist bei dem Wind bestimmt nicht wirklich nett. Am
folgenden Tag bei Flaute, haben wir dann mal eine Kenterung durchgeführt. Die
Erfahrungen vom Vortag hatten gezeigt, dass man durchaus in den Bereich kommen
kann, wo das Boot nicht mehr unter allen Umständen beherrschbar ist.


Ich war sehr erstaunt, wie
schnell der Kat durchkentert. Man ist gerade mal wieder aufgetaucht, nachdem
man das Boot umgeschmissen hat, schon ist das Segel weg und das Schwert reckt
sich in die Luft. Ich hatte eigentlich gedacht, man schwimmt direkt zur
Bootsunterseite und schnappt sich das Schwert, um ein Durchkentern zu
verhindern. Pustekuchen! Das Segel ist sofort unter dem Boot.


Dann habe ich (75kg) alleine
versucht, mit Hilfe einer Aufrichtleine (10mm) den HCV wieder umzudrehen. Erst
passiert lange nichts. Dann kommt das Segel langsam hoch, um sich dann
schneller aufzurichten. An diesem Punkt war ich nicht genug auf Zack. Ich hätte
mich da schon etwas ran ziehen müssen. Denn dann sinkt man plötzlich in die
Horizontale und bekommt keine Chance mehr sich gegen den Druck des Bootes ran zu
ziehen. (siehe Fotos)
»jubby« hat folgende Dateien angehängt:

jubby

Moses

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2 410

Montag, 19. August 2013, 16:16

Durchkentern 2

Für mich ist nun klar, dass
ich mir vermutlich ein Kenterkissen oder ähnliches an die Mastspitze machen
werde, wenn ich alleine unterwegs bin. Denn wenn ich schon bei Flaute und ohne
Wellen Probleme bei der Aufrichtung nach dem Durchkentern habe, werde ich bei
Wind und Wellen keine Chance haben, auch nicht mit mehrfachem Kentertraining.


Segelt man zu zweit (Kinder
nicht mitgezählt), könnte man darauf verzichten, wenn das Wasser zum
Durchkentern tief genug ist.


Absolutes Muss ist auch eine
Schwimm- oder Regattaweste für jeden Mitsegler, die bei entsprechendem Wind und
Wellengang anzulegen ist. Eine Aufrichtleine habe ich mir direkt nach dem Kauf
zugelegt und ist auch immer an Board.
»jubby« hat folgende Dateien angehängt:

jubby

Moses

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2 411

Montag, 19. August 2013, 16:18

Durchkentern 3

Respekt vor den
Naturgewalten ist mit Sicherheit ein wichtiger Punkt beim Segeln. Wenn man vom
Wind über den See gejagt wird, alles super läuft und einem das Wasser um die
Ohren spritzt, ist das einfach nur ein Superspaß.


Sollte man dabei das Gefühlt
bekommen, trotz Erfahrung und guter
Vorbereitung ängstlich zu werden, ist spätestens dann der Zeitpunkt gekommen,
das Wasser zu verlassen. Denn dann hört der Spaß auf und der Stress fängt an.


Viel Spaß beim Segeln.

jubby


Segeln ist kein Hallensport!
»jubby« hat folgende Dateien angehängt:

2 412

Montag, 19. August 2013, 16:37

Saugut!

Hi Jubby!

Danke für die tollen Fotos und die ausführliche Beschreibung!

Zum Vergleich der Technik:
beim smartkat komme ich gut klar damit, wenn ich ohne Leine einfach das Schwert benutze, um das Boot umzudrehen. Ich habe keine Aufrichtleine an Bord.
Habt Ihr das auch mal ausprobiert? Die Gummikats sind sich doch technisch so ähnlich, dass das eigentlich gehen müsste. Sind beide leicht und haben in etwas die gleiche Segelfläche.
Beim Minicat (Kufen statt Schwert) ist die Technik etwas anders, ich glaube Ulip hat mal darüber geschrieben.

Zum Einsteigen habe ich zur Sicherheit dann auch eine Leine/Leiter dran. Die "schulmäßige" Technik würde so gehen, dass man im Umdrehen über den Bugspriet einsteigt, eigentlich :-)

Aber mit Gepäcknetz geht das gar nicht und sonst manchmal auch nicht...und ganz ohne Hilfe aus dem Wasser wieder an Bord ist echt hart!

Und ganz wichtig: nach dem Aufrichten den Kontakt zum Boot halten (hier hilft die Kenterleine), mir ist mein Boot beim ersten Mal einfach abgehauen....

Viele Grüße
Stefan

Grautvornix

Mitglied der Generation S.

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2 413

Montag, 19. August 2013, 19:41

@jubby: darum gibt es anti-kenter-Torpedos für die mastspitze! Es soll ja Leute geben die dann Angst haben da das Boot abtreibt oder wie auch immer aber wenn der Mast nicht zum Grund zeigt ist das in-den-Wind-drehen und aufrichten deutlich einfacher.
"Da hilft nur eins. Hoffen dass die Diesel anspringen, dann dreimalwahnsinnige und durch. Raus ausm Trichter. Und dann ab nach Hause. Wenns klappt, gibts ne halbe Flasche Bier für jeden."

2 414

Dienstag, 20. August 2013, 15:21

Moin moin,

@ jmm62 Was hatt denn der Rahmen beim deinem 120 fuer einen Durchmesser. Welche Wandstaerke haben die Rohre oder ist der auch aus Mast?


frank


:pirat:

Hallo Frank,

die Rahmenrohre sind das gleiche Profil wie der Fock/Genua-"Mast".

Der Mast selber ist deutlich größer im Profil.

Beim Feldkamp ist der Vorstag ja ein stabiles Mastprofil, welches als Rollfock bzw Rollgenua fungiert und durch den massiven Querschnitt zusätzliche Stabilität bringt und der Rahmen dadurch leichter ausfallen kann. Es entfallen dadurch auch Verspannungen nach unten.Die Fock bzw Genua wird einfach in die Nut eingefädelt und fertig. Unten "steht" dieser "Mast" auf dem vorderen Querholm, ein Feldkamp hat 3 Querholme. Somit auch ein schönes Trapez vor dem Mast. Meist ist bei Feldkamp die Fock als Genua geschnitten, ragt also deutlich weiter nach hinten und ergibt eine recht große Segelfläche. Nur mit Vorsegel alleine kann man schon ganz gut und zügig vor dem Wind segeln. (In den letzten Tagen hier auf der Schlei sehr oft gemacht)

Viele Grüße
Jens

John Doe

Admiral

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2 415

Dienstag, 20. August 2013, 21:25

Tolle Bilder und gute Erklärung Jubby!

Eine Frage habe ich: Wo habt Ihr die Kenterleine angebracht? Auf den Bildern habe ich den Eindruck irgendwo am Rahmen, korrekt? Kann man die Kenterleine nicht auch am Mast(top) anbringen und hat dann einen besseren Zug/Winkel?

Danke
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »John Doe« (21. August 2013, 08:29)


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2 416

Mittwoch, 21. August 2013, 09:41

Wende bei Starkwind

Hallo,

ich als Katamrananfaenger hatte waehrend meines Urlaubs ein grosses Aha-Erlebnis, welches mir nicht zu peinlich ist, hier mit Euch zu teilen:

Eine Wende bei Starkwind funktioniert super, wenn man das Gewicht stark nach vorne verlagert. Dies ist wahrscheinlich noch wichtiger bei unseren leichten Schlauchbooten.

Gruss
/Andreas
Details zur "Mailingliste für Schlauchbootkatamaran Segler im Aachen, Köln-Düsseldorfer Raum" findet ihr hier .

John Doe

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2 417

Mittwoch, 21. August 2013, 17:04

Interessanter Punkt, ich hatte den Eindruck bei unserer Edersee Campingtour mit grossem Gewicht auf dem vorderen Trampolin, dass bei starken Wind 4+ die Karre unbedingt mit Fock gefahren werden wollte, sonst neigte sie zum ausbüchsen links oder rechts.

Also eigentlich eine andere Erfahrung als bei Dir. Nun habe ich aber mit dem HCU auch ein etwas anderes (kleineres) Boot und die Gewichtsverteilung vorne war auch etwas extrem.
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2 418

Mittwoch, 21. August 2013, 17:46

Hallo,

OK, vielleicht sollte ich erwähnen, dass wir ausserdem die (evtl. verkleinerte) Fock back gehalten haben, bis das Gross durch den Wind ist.
Ohne Gewichtsverlagerung nach vorne sind wir dabei nur sehr sehr schwer durch 4+ Wind gekommen.
Der Segeldruckpunkt muss für solche Manöver bei Zweirumpfbooten (und ohne viel Masseträgheit) hinter dem Lateralschwerpunkt sein.
Sonst ist das Boot ... leegierig.
Vielleicht war bei Euch ohne Fock der Lateralschwerpunkt ungefähr beim Segeldruckpunkt, so dass das Boot manchmal (z.B. bei wechselnder Windstärke oder Kurs) lee- und manchmal luvgierig war.

Stimmt: Ohne Fock bei viel Wind ist auch ne gute Übung ... Standard im Notfall ist ja eher Fock ohne Gross bei viel Wind.

Also: All dies ist wahrscheinlich für Euch nichts neues, war für mich aber das Aha-Erlebnis:
Wende bei Starkwind: Gewichtsverlagerung nach vorne.

Gruss
/Andreas
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Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von »gummibruce« (21. August 2013, 19:50)


jubby

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2 419

Mittwoch, 21. August 2013, 22:38

Anmerkungen zur Kenterübung

Hi gummirakete,
auch wenn die meisten GummiKats
technisch ähnlich sind, gibt es doch einige Unterschiede. Der HCV ist
erstens breiter, zweitens ist der Mast höher und das Boot insgesamt ein
wenig schwerer als ein Smartkat. Mag sein das man daher für einen Smartcat keine Kenterleine benötigt. Würde ich gerne mal ausprobieren.
Der HCV liegt wirklich gut auf dem Wasser, auch wenn man ihn wie wir es auf dem
Ossiacher See getan haben, richtig gut laufen lässt. Es gab keinerlei Tendenzen, die auf eine mögliche Kenterung hätten hinweisen können. Wir wollten nur wissen, was beim Kentern eigentlich passiert und wie man das Boot wieder umdreht.

Hi John Doe,
die Kenterleine ist eine 10m lange 10mm starke Schwimmleine, die an
beiden Enden einen Karabinerhaken hat. Die Haken habe ich in die Ösen
der Spanten auf dem Trapezrahmen eingehängt. Die Leine verläuft vor dem
Mast, von der einen zur anderen Seite und liegt locker zusammengelegt
unter einem Gummi auf dem Vordeck. Nach der Kenterung habe ich sie dann
gegriffen und hochgezogen. Die Länge der Leine reicht aus, um mittels
Stoppersteg ein Trapez daraus zu formen und sich dann rein zu hängen.
Man kann aber auch gut daran ziehen, wenn man zu Zweit jeweils einen
Leinenstrang nutzt. Der Winkel der Kenterleine beim Aufrichten des Bootes wird solange das Segel unter der Wasserlinie ist, nur durch den Schwimmer bestimmt. Erst wenn das Boot schon fast wieder richtig steht, also sich über 45 Grad aufgerichtet hat, hebt sich die Leine vom Schwimmer ab. Dann braucht man aber keinen besseren Hebel mehr. Dann fällt der Kat fast wie von alleine wieder auf die Kufen.

Das Problem beim Aufrichten des Bootes wenn man alleine ist, war nicht der Hebel sondern
die mir zur Verfügung stehende Kraft. Ich habe das Boot nicht beim
ersten Versuch aufrichten können und das ohne Wind und Wellen. Den
zweiten Versuch musste ich mangels Kraft abbrechen. Wenn der Mast auf
dem Wasser mittels Kenterkissen liegenbleibt, wird der Kraftaufwand und
die Dauer des Aufrichtens wesentlich geringer sein. Es sollte dann auch
bei Wind und Wellen möglich sein, das gekenterte Boot wieder
aufzurichten. Trotzdem würde ich alles vermeiden, was unmittelbar zu
einer Kenterung führen kann. Der Fahrspaß hört schließlich da auf, wo
man mit Schwimmbewegungen beginnen sollte. Ich hab doch kein Boot um
unfreiwillig Baden zu gehen.

Dann hätte ich auch mit dem "Klepper segeln" weiter machen können, da ist das Kentern wirklich sehr einfach. (siehe meinen ersten Beitrag:

www.segeln-forum.de/board1-rund-ums-segeln/board2-segelboote/8405-schlauchbootkatamarane/index60.html#post1002403


jubby

Segeln ist kein Hallensport!

2 420

Donnerstag, 22. August 2013, 08:27

Keine Tendenz zum "auf die Kufe gehen"?

Na Jubby, sei Dir mal nicht zu sicher, dass Du nicht mal umkippst.

Bei unseren Böötchen geht das nämlich, wenn es mal geht, recht schnell. Dabei meine ich vor allem böigen Wind, wie man ihn ja oft im Binnenland hat. Wenn der Wind gleichmäßig ist, dann kann man sich langsam an das "schräg fahren" rantasten, aber bei Böen kann es ganz schön schnell gehen. In der Hinsicht gibt es wirklich keinen Unterschied zwischen den ganzen Gummikats.

Das weiss ich, Ulip (Minicat) und auch die gute alte Gummiwurst (HCV).

In diesem Video (danke Metsche!) kann man sehen, wie schnell Gummiwurst's HCV das Beinchen hebt. Und dabei ist da nicht mal so besonders viel Wind. Er kentert nicht, ist nur arg überrascht, wie man auf der Tonspur hört...
Die Position ist 7:42:


Viele Grüße
die Rakete

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