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columbus488

Schief-made

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1

Samstag, 7. Dezember 2013, 19:35

Zurück zum Purismus....Einsicht oder Marketing

Ich war gerade am Briefkasten und halte die neue "Segeln" in der Hand Auf Seite 79 wird die Scangaard 26 vorgestellt.
Die Einleitung:

Zitat

Nostalgisch ist bei der Scangaard 26 nur die Optik; ihr Konzept entspricht dem Trend zur Entschleunigung und Purismus. ....

Haben Werften jetzt doch plötzlich enddeckt, dass weniger wieder mehr ist ? Oder springt man auf einen Zug auf, der sich langsam Bahn bricht ?
Der Thread um Stefan alias @digger: hat mir gezeigt, dass viele sich mit dem "Weniger" identifizieren können oder könnten...
Heute beim Gang durch den Kühlungsborner Hafen kam ich ins Gespräch mit dem Eigner einer Bav37, der sein Boot jetzt gegen 31 Füße austauschen will.
Sind wir wirklich auf einem Weg "back to the roots"?
Aber meine eigentliche Frage ist die: Müssen wir zukunftig auch für das mehr an "Weniger" auch mehr bezahlen ?
Ich wünsche mir, dass dieses "Weniger" auch ein Weniger beim Preis ist, um wieder mehr Familien und jungen Seglern den Einstig in den Segelsport, das Tourensegeln zu ermöglichen.

Mal abgesehen, dass die Scangaard als Retroklassiker mit Daysailer und Kurztörnambitionen vor allem gelten will, kostet sie in der segelfertigen Standardversion laut Artikel immer noch stolze 57.420 Euro hat aber im Grunde alles was man für einen Urlaub mit kleiner Familie oder einen Tagestörn braucht.

Sind die Werften auf dem richtigen Weg oder nur wieder mit Marketing am Mehrverdienen?

Columbus488
das Leben beginnt, wenn der Mast steht und die Segel angeschlagen sind....

2

Samstag, 7. Dezember 2013, 19:55

Sind die Werften auf dem richtigen Weg oder nur wieder mit Marketing am Mehrverdienen?


Beides, vermutlich. Von Seiten der Werften finde ich die neuen, schnellen kleineren Boote ganz pfiffig (Seascape, Minis, ...) - es fehlen mir aber (noch) die kleinen Cruiser. Das könnte eine Lücke sein, in die die Polen irgendwann stoßen, auf der anderen Seite gibt es ja von den Franzosen auch eine Reihe von kleinen Kreuzern. Außerdem gibt der Gebrauchtmarkt genug her. Die "eigentlichen" Daysailer, Scangaard etc., sind eher ein neues Marktsegment - oder besser: ein wieder belebtes. Drachen und Schären sind halt auch teuer...

Bei den etwas größeren, ab ca. 30', sehe ich eher den Trend zum günstigen Raumangebot. Doppellenkräder und Eisbox haben für mich wenig mit Purismus zu tun.

Ich denke schon, dass bei den Interessenten ein gewisser "Retro-Trend" zu sehen ist (Segeln statt Schiffsbetriebstechnik), ohne aber auf ein gewisses Maß an "Luxus" verzichten zu wollen. Passt ja auch gut zu den alten Stahl-Rennrädern aus den 1970ern und dem Porsche-Boxster. Eher "Edel-Purismus", noch nicht so wirklich "back to the roots".

columbus488

Schief-made

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3

Samstag, 7. Dezember 2013, 20:01

Segeln statt Schiffsbetriebstechnik
gut ausgedrückt :D
Außerdem gibt der Gebrauchtmarkt genug her
das mag sein, aber eine nachrückende Generation möchte nicht immer das "Alte" der Vorgänger aufbrauchen, mancher musste das als Kind schon genug :O

C488
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unregistriert

4

Samstag, 7. Dezember 2013, 20:13

Spannende Fragen ...
Ich denke es ist nicht ein Trend zu Weniger ... Das Problem ist doch ein ganz einfaches. Im Schnitt insbesondere segelnder Mensch, weil Nachwuchs fehlt.
Ob es uns paßt oder nicht, älter werden bedeutet auch weniger Kraft, weniger Geschwindigkeit und da wird ein 40`Schiff schon unbequem, wenn man es vom Dalben abhalten muß oder das Groß hochziehen soll usw usw ... Außerdem hat man eigentlich keine kids mehr an Bord, also sowieso braucht mensch weniger Platz.
Damit ist die Konsequenz, ab nem bestimmten Punkt hört mensch mit segeln auf oder paßt das Schiff den Erfordernissen an. Also sind kleinere, leichtere Boote durchaus gefragt, im Fall Scangaard sicherlich auch ein daysailer für denjenigen der seine Holde schon vor Jahren von Bord vergrault hat und dennoch nen bißchen segeln will.

Dass damit Preise fallen, ist natürlich nicht so. Das irre ist, ein kleineres Boot kostet kaum weniger Arbeitszeit. Ich schätze mal ne Bav 31 oder 37 dürften sich in der Arbeitszeit für den Bau nur minimal unterscheiden, preislich schlägt der geringere Materialaufwand, leichterer Kiel, leichteres Rigg zu buche, aber halt nur in dem Bereich. Ein tatsächlicher Preissprung, den gibt es nicht.

Zum Nachwuchs / Familien ... weil eben ältere Herrschaften ihr relativ großes Boot verkaufen, gibt es heute 30 - 40`Boote für`n Appel und Ei. Perfekt für Familien und auch genug Platz für kids. Wer als Familie auf einen Bootsneukauf stiert, hat was nicht begriffen und darf halt von Seefahrt weiter träumen, denn als Familie mal eben 100.000 oder ähnliches locker zu machen, geht ausschließlich bei sehr gut bezahltem Job in der Karrieremühle ... mit der Konsequenz, dass man zwar nen Boot hat, leider aber keine Zeit dies auch zu nutzen.

Bei allem Respekt für Digger, doch gibt`s für das Geld, was die VA gekostet hat, deutlich seetüchtigere und bequemere Boote. Ist ja ok, wenn mensch Grenzerfahrungen machten möchte, würde das aber nicht als Weg zur Entschleunigung sehen.

ugies

Salzbuckel

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5

Samstag, 7. Dezember 2013, 20:38

Bei allem Respekt für Digger, doch gibt`s für das Geld, was die VA gekostet hat, deutlich seetüchtigere und bequemere Boote. Ist ja ok, wenn mensch Grenzerfahrungen machten möchte, würde das aber nicht als Weg zur Entschleunigung sehen.

... für diese Diskussion gibt es einen anderen Thread. Ansonsten stimme ich Dir zu.
SF-Stander gibt es so:
PN oder E-Mail an ugies.
Adresse angeben
Stander kommt per Post mit offener Rechnung.
Überweisung und gut ;).

unregistriert

6

Samstag, 7. Dezember 2013, 20:47

Ugies

hab ich mit ihm schon 3D ausdiskutiert :D, bin nur drauf eingegangen, weil im Ursprungströöt erwähnt.

columbus488

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7

Samstag, 7. Dezember 2013, 20:53

denn als Familie mal eben 100.000 oder ähnliches locker zu machen,

heute 100 kEuro , war das Verhältniss eines Bootskaufpreises damals zum Durchschnittslohn genau so ?
Bei den Besuchen der Messen ist mir aufgefallen, dass bei Booten ab 27 Füßen die magische Grenze bei 50 kEuro zu liegen scheint. Boote die weniger auswiesen wurden durch notwendiges "Zubehör" bald auch zum "Grenzübertreter" wurden.
Aber eigentlich wollte ich die Preisdiskussion weniger betreiben, sie wird sich aber wohl in diesem Zusammenhang nicht vermeiden lassen.
Mit deinen Ausführungen wirst du auch recht haben, Material ist wohl der geringere Teil an den Fertigungskosten, irgendwie sträubt sich aber alles in mir zu glauben, dass segeln im Bereich um dir 24 - 26 Fuß so teuer sein muß?!
Der Weg zurück zum Purismus hatte mich hoffen lassen... ;(
versteht mich nicht falsch ich will nicht diese "Gejammer auf hohem Niveau" ....
aber es gibt immer einen Weg und es muss doch auch möglich sein ein echtes "Volksboot" zu bauen !

für diese Diskussion gibt es einen anderen Thread.

ich weiß, ich wollte dies auch nur als "Aufhänger" ...

C488

Nachtrag:
ich habe dass doofe Gefühl, man will uns wieder mal vorgaukeln den zeitgemäßen Wünschen zu entsprechen, aber nur zum Schein....
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Woodwind

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8

Samstag, 7. Dezember 2013, 21:03

Segle ja nun schon eine Weile Klassiker....da ist all das drin, wenn man so will, vorweggenommen. Einfache, aber robuste, zuverlässige, berechenbare Technik.

Ich persönlich will es nicht anders: Ein Schiff, dem ich grenzenlos vertraue (Dank an John de Dood und Bill Trip); eine Technik, die ich verstehe, und auch selbst reparieren kann.

Das steht Segelvergnügen und auch Segellleistung nicht im Wege. Auch heute noch kann ich die meisten "modernen" Fahrtenschiffe problemlos versegeln, gleiche oder ähnliche Größe vorausgesetzt.

Aber das Thema geht viel tiefer und weiter. Wir leben in einer Überflußgesellschaft; das "mehr" ist allzuoft der Maßstab. Wieso eigentlich? Ich finde die Besinnung auf das, was not tut, was benötigt wird, viel befriedigender.

Ich bin Konsumverweigerer; nicht aus ideologischen Gründen - ich habe nur gemerkt, wie sehr Besitz belastet. So stelle ich mir heute bei jeder Kaufentscheidung die Frage: Braucht Du das, wirklich? Und meistens ist die Antwort: Nein!

Das ist ein sehr großes Thema. Unsere Gesellschaft lebt bis heute vom ungehemmten Konsum, vom Mantra nach Wachstum: Mehr und mehr und immer mehr. Hat das einen eigenen Wert?

Ich sage: Nein!

Das muss jeder für sich entscheiden; aber ich denke, mehr Bescheidenheit, mehr Focussierung auf wirklich wichtige Dinge würde jedem einzelnen von uns gut tun, und der Gesellschaft noch viel mehr.

In diesem Sinne,

Georg

9

Samstag, 7. Dezember 2013, 21:15

Moin,
bei mir im Hafen liegen drei Scangaards die Boote sind für mein Auge sehr schön und sie sind schnell.
Überzüchtete Regattaklitschen schrecken mich ab, ich segel um mich zu entspannen, gerne flott aber bitte keinen Dauerstress den habe ich im Job schon genug.
Diese "neue Klasse" Retrosegler sind einfach in der Handhabung und trotzdem gut durchdacht und Zeitlos.elegant.
Gruß Uwe

HERR Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.
Psalm 90 Vers 12

unregistriert

10

Samstag, 7. Dezember 2013, 21:46

Columbus
jaein, war früher nicht unbedingt so, es gab durchaus, im Vergleich zum Einkommen, günstige Neuboote.

Woodwind
Konsumverweigerer bin ich nicht wirklich, mein Konsum ist aber nen bißchen speziell, ich versuche die Dinge die ich mir anschaffe begreifen zu können, damit umzugehen und auch im worst case reparieren zu können. Das gilt für Mopeds, genauso wie für irgendwelche Elektronik oder halt auch für`s Boot.

Was grundsätzliches ... hab gerade mit einem irgendwie spannenden Projekt zu tun, zwei Studenten haben einen alten Entwurf von mir genommen um den aufzufixen. Es geht um ein 9m Boot, gebaut aus Alu, Rundspanter. Das Mädel hat den Entwurf im Bereich Design als Bachelorarbeit aufgefixed , der Kollege versucht die Ideen der Designerin festigkeitsmäßig irgendwie in den Griff zu bekommen. Die Idee dahinter, ein Schiff für ältere Menschen zu schaffen. Betreut wird das Projekt von einem Bekannten mit seinem Ing Büro, ich verfolge das Projekt so am Rande und geb so meine Kommentare :D
Schon spannend, wie die youngsters sich ein Schiff so vorstellen und welche Prioritäten so gesetzt werden. Zeigt mir allerdings, dass es eine extrem große Diskrepanz gibt zwischen dem was die gut finden und was mir wichtig ist. Ganz generell mein Eindruck, für mich zählt Form follows function und für die jungen Kollegas ... Form, Funktion hat sich unterzuordnen. Sieht schick aus und funktioniert auch. Beispiel, offener Raum unter Deck, sieht großzügig aus. Soweit so gut, für mich ist ein Schott zum Vorschiff eine geniale Sache weil erstens brauch ich mir nicht soviele Gedanken über Mastkräfte zu machen, Torsion ist auch kein Problem UND ich brauch die Kojen nicht aufzuräumen morgends, Tür zu und gut .... Dagegen der offene Raum, der großzügig ist, hell, schick ... mit der Problematik entsprechende Rahmenspanten nebst Knie o.ä. und jeden morgen aufräumen oder akzeptieren, dass die Kojen eben so aussehen wie sie aussehen.
M.E. leben wir heute in einer ZEit in der Form das Wesentliche ist, ob die Funktion vernünftig ist, ist egal oder hat eben angepaßt zu werden. Ziemlich egal in welchem Bereich. Genau das ist es aber was mir missfällt.

axo ... Yachten zeichne ich heute kaum noch, nicht weil es keinen Spaß macht sondern aus zwei wesentlichen Gründen ... der eine Segler neigen dazu aus gesundem Halbwissen eine Doktrin zu erschaffen und manche die zu einem Konstrukteur gehen glauben einfach, sie brauchen einen Irren, der in der Lage ist, ihre geistigen Ergüsse in eine Form zu bringen .... und der zweite Grund, dazu ist das Schmerzensgeld was die bereit sind dafür zu zahlen, absolut zu wenig, deshalb arbeite ich heute nur noch in der Großschiffahrt, da geht`s um Funktion und darum, dass was funktioniert :D

11

Samstag, 7. Dezember 2013, 21:54

irgendwie sträubt sich aber alles in mir zu glauben, dass segeln im Bereich um dir 24 - 26 Fuß so teuer sein muß?!
<...> aber es gibt immer einen Weg und es muss doch auch möglich sein ein echtes "Volksboot" zu bauen !


Die Grenze liegt tatsächlich beim Familienurlaubsboot irgendwo bei den 25' (Beim echten Daysailer dürfen's auch 3-5' mehr sein.): Ein erster großer Kostenpunkt ist die Einbaumaschine. Das sind gegenüber einer AB mit Schubprop schonmal 5+k€ mehr. Die Rollgenuamimik kostet gegenüber Stagreitersegeln in der Größe wohl auch knapp 1k€ (inkl. Lohn). Verzicht auf Eisbox und Porta Potti statt Seeklo mit Fäkalientank macht auch noch eine ganze Menge Geld aus.

Die Idee des nachträglichen Ausstattens ist aus meiner Sicht sinnvoll. Man steigt günstiger ein und kann dann das Boot mit sich parallel zur Erfahrung erweiterndem Fahrtgebiet weiter komplettieren, und auch nach eigenem Gusto. Viel Elektronik braucht man am Anfang nicht, auch Landstrom muss nicht. Die Frage ist, wie karg sich ein Boot an wen verkaufen lässt. Die Varianta 18-Idee ist - aus meiner Sicht - schon nicht schlecht. Auf das passende 25'-Boot warten wir noch...Trotzdem wird's gebraucht noch günstiger sein.

alinea

Salzbuckel

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12

Samstag, 7. Dezember 2013, 21:58

Eher "Edel-Purismus", noch nicht so wirklich "back to the roots".

Dieser Begriff "Edel-Purismus" gefällt mir. Er trifft genau den Kern der Sache.

Ich denke, dass man die ganze Geschichte (auch) unter dem Gesichtspunkt der verschiedenen Zielgruppen betrachten muss.
Mir fällt auch schon seit einiger Zeit auf, dass von verschiedenen Herstellern Boote angeboten werden, die so gar nicht in mein Beuteschema fallen... :D

Unbequem, wenig oder gar keine Innenausstattung, segeltechnisch gut ausgerüstet, sportlich, meist nur was zum "daysailen". Aber zu Preisen, für die man oft eine größere, sehr gut ausgestattete Yacht bekommt, mit denen eine kleine Familie mehrwöchige Urlaubreisen unternehmen könnte.

Ich male mal ganz bewusst nur schwarz und weiss:
Die eine Gruppe zielt auf "jung, dynamisch, erfolglosreich" - die müssen nicht aufs Geld gucken, betrachten Segeln nicht unbedingt als allein seligmachendes Hobby, wollen ab und zu mit anderen vergleichbaren Yuppies Spass haben und betrachten ihre Yacht als ein schönes weiteres teures Spielzeug neben ihmrem Porsche.
Die andere Gruppe sind die Fahrtensegler, die für ihr sauer verdientes Geld möglichst viel Yacht haben wollen, um darauf gemütlich und bequem ihre kostbare Freizeit möglichst lange geniessen wollen.

Und die Marketingstrategen der Hersteller nutzen das schamlos aus und holen heraus, was herauszuholen möglich ist. Würde ich genauso machen.
Ich finde es sehr merkwürdig, für möglichst viel Geld möglichst wenig Schiff anzubieten - aber ich bin auch nicht die richtige Zielgruppe für "Edel-Purismus".
Man muss es sich wohl leisten wollen (und können)...
Viele Grüße
alinea
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Schebun

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13

Samstag, 7. Dezember 2013, 22:44

Klar ist wenig viel teuer.

Mainstream macht Masse, Masse macht nen guten Preis.

Purismus hin oder her, die wenigen Einzelstücke machen den Unterschied. Eine dänische Werft (Namen vergessen) hat eine schöne ranke Yacht rausgebracht, 11 Meter, s-spant, schlanke Linie, gemäßigter langkieler... Mal was abseits vom Mainstream.

Toll und wahnsinnig teuer... Dafür nur 3 oder 4 Stück im Jahr... Halt jenseits der Masse.

Purismus... Die Varianta 18 läuft lala, die 44 knallt auch nicht dass es den Markt erschüttert und die 37 werden wir sehen.

Ansonsten gilt... Willst du gelten mach dich selten. Edelpurismus hat man oft und in vielen,... Siehe auch Autos, aber edelpuristische Autobus können in der Regel auch eins oft: toll fahren. Wenn das bei Schiffen schlussendlich auch gilt.. Wäre ja nicht schlecht.

Ich weiß nicht... Ist z.B. eine Heol 7.4 für schlappe 100.000 edelpuristisch supertoll oder nur schlicht schweineteuer?
160 Zeichen sind einfach zu wenig für eine vernünftige Signatur.

unregistriert

14

Samstag, 7. Dezember 2013, 22:53

Bei allem Respekt für Digger, doch gibt`s für das Geld, was die VA gekostet hat, deutlich seetüchtigere und bequemere Boote. Ist ja ok, wenn mensch Grenzerfahrungen machten möchte, würde das aber nicht als Weg zur Entschleunigung sehen.
Moin. Hab gerade nen Hinweis auf diesen Thread bekommen. Gehe da mal drauf ein, ohne das zu sehr auf das ganze Digger Gekröse einzugehen.

Meine Entscheidung, warum dieses Boot, ist ziemlich einfach. Natürlich hätte ich für sehr viel weniger Geld viel mehr Boot haben können. Aber das hat sich heute schon wieder gerechnet. Denn die Drumherumkosten sind deutlich niedriger. Hätte ich mir was Gebrauchtes um 30 Fuss gekauft, hätte ich wahrscheinlich schon heute die gleichen Gesamtkosten. Egal ob Liegeplätze, Versicherung, Pflege, etc - das Boot ist in der Unterhaltung sehr sehr preiswert. Wenn ich ein Gebrauchtes kaufe, habe ich auch meistens irgendwelche Baustellen, die Geld kosten (ich bin handwerklich nicht gut). Mein Boot hat keine mehr. Ich habe noch einen kleinen Rest Antifouling aus 2012 und 2013. Der reicht auch noch für 2014. Ist nur ein Beispiel. Das Boot ist neu, günstig und pflegeleicht. Man muss auch nicht lange suchen, um einen Hallenplatz zu finden. Ich kenne einen Eigner, der stellts einfach unters Carport.

Mittelfristig gerechnet ist DIGGER, der mit allem Zipp und Zapp um die 20.000 gekostet hat, günstiger als ein Gebrauchtes 31 Fuss Schiff.

Dazu habe ich vom Boot selbst viel fürs Leben gelernt. 2 Jahre nach dem Kauf des Schiffes ist auch mein Leben günstig, wendig und flexibel geworden. Und ich habe Zeit gewonnen, die ich im Sommer in längeres Segeln umsetze. Und Du kannst Dir nicht vorstellen, wie ich durch die ganze Geschichte entschleunige. Noch bevor ich im Herbst und Winter auf meine frühere Betriebsgeschwindigkeit hochlaufe, bin ich ab Mai wieder auf dem Eimerchen. Und dann habe ich soo viel Zeit, dass ich irre an Fahrt verliere.


Mein Boot ist also langfristig wirklich sehr entschleudigend. Für mich jedenfalls. Das ist mein Weg. Ob der für andere funktioniert, weiss ich nicht. Ich bin auch kein Missionar.

vlinder

Seebär

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15

Samstag, 7. Dezember 2013, 23:03

ist eine topgepflegte unverbastelte IF -Marieholm nicht eine gelungene Alternative für die Scangaard? Hat sie nicht etwa Pate gestanden????
Neue Boote werden immer recht teuer sein,wenn nicht direkt 500 Einheiten gebaut werden
gruß jürgen

16

Sonntag, 8. Dezember 2013, 00:24

Scangard v.s. IF

ist eine topgepflegte unverbastelte IF -Marieholm nicht eine gelungene Alternative für die Scangaard? Hat sie nicht etwa Pate gestanden????
Den Eindruck habe ich auch sofort gewonnen.

Schön, dass eine Werft das klassische Thema kopiert.

Dieses Ergebnis finde ich dann aber sowohl optisch mit dem scharfkantigen Aufbau, als auch technisch mit der Rohbaustelle innen, etwas enttäuschend...

Eine Nachfrage nach diesem Bootstypus gibt es aber sicher. Einfach in der Handhabung, gerne Edel und gut vor allem gut segelnd.

Trifft meinen persönlichen Geschmack. fasst so gut wie ein Folkeboot. :rolleyes:

vlinder

Seebär

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17

Sonntag, 8. Dezember 2013, 00:43

vor einigen Jahren gab es einen ähnlichen Versuch in NL,allerdings mit modernem Unterwasserschif
http://www.zeilen.nl/boottesten/malzwin-23
»vlinder« hat folgende Dateien angehängt:
  • Pic00130.JPG (1,27 MB - 11 mal heruntergeladen - zuletzt: 18. Dezember 2018, 20:43)
  • Pic00132.JPG (1,27 MB - 10 mal heruntergeladen - zuletzt: 18. Dezember 2018, 20:43)

unregistriert

18

Sonntag, 8. Dezember 2013, 00:47

Grummel ....
Digger

sorry, aber was für nen Scheiß erzählst du da? Wir haben ja mehrfach drüber diskutiert, falls du mit wafi = wind assisted fucking idiot nix anfangen kannst, ok, denk an Lyö mit einem genialen Anlegemanöver, unser Schiff mit Namen Colomba, meine Wenigkeit langhaariger Freak, Stadthafen Schleswig.
Ich finde es völlig in Ordnung, dass du mit Minimalismus ein Marktsegment bespielen willst mit dem du durch Vorträge etc ein Bedürfnis der Seglergemeinde abdeckst und damit Kohle generierst. Frei nach Burkhard Pieske der sich und Co als Hure der Segler bezeichnet hat und mit den Träumen, die er für andere geträumt hat, Kohle generiert. Das ist nicht frevelhaft, im Gegenteil ich find das klasse, dass es Menschen gibt, die ihre Träume leben. Nur ... erzähl nicht so nen Schwachsinn, dass sich dein Boot gerechnet hätte. Sorry, deine Planung Ostsee hoch, durch den Götakanal, wieder zurück mach ich auf Colomba ohne jegliche Probleme auf der linken Arschbacke und in so kurzer Zeit, dass ich locker die Kohle für die nächsten paar Jahre für das Schiff in der Zeit verdiene in der du es versuchst den Törn zu machen. Die VA ist schlicht kein Seeschiff. Das jemandem suggerieren zu wollen, ist schon ziemlich fahrlässig.
Ich fand deine und die Erklärung deiner Freundin damals nachvollziehbar und gut, einfach mal nen paar Monate auszusteigen und sich auf ein ganz anderes Niveau zu begeben. Warum bleibst du nicht bei dieser, nachvollziehbaren Geschichte und willst hier irgendwelchen Schwachsinn vorrechnen? Sorry, kapier ich nicht.

Gernegroß

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Schiffsname: ist geheim

Bootstyp: 9 Meter Alu aber nur 0,5m Tiefgang

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19

Sonntag, 8. Dezember 2013, 01:07

@wafi:


Komme bitte mal runter! Er hat doch schon gesagt das dass
SEIN Weg ist.

Mein Boot ist also langfristig wirklich sehr entschleudigend. Für mich jedenfalls. Das ist mein Weg. Ob der für andere funktioniert, weiss ich nicht. Ich bin auch kein Missionar.




Also was sollen diese Anwürfe?? ?(
Legastheniker sind auch nur Menschen (mit Rechtschreibproblemen)


Zitat Helmut Schmidt:"Der Terrorismus hat auf Dauer keine Chance, denn gegen den Terrorismus
steht nicht nur der Wille der staatlichen Organe, gegen den Terrorismus
steht der Wille des gesamten Volkes.
Dabei müssen wir alle trotz unseres Zornes einen kühlen Kopf behalten"

jensstark

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Heimathafen: Nestleweg 8, Kappeln

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Sonntag, 8. Dezember 2013, 01:20

M.E. leben wir heute in einer ZEit in der Form das Wesentliche ist, ob die Funktion vernünftig ist, ist egal oder hat eben angepaßt zu werden. Ziemlich egal in welchem Bereich. Genau das ist es aber was mir missfällt.

Einer der Gründe, warum viele Bereiche der Softwareentwicklung heute verlorene Liebesmüh' sind...

Ansonsten: Volle Zustimmung. Relativ egal, wie's aussschaut, die Hauptsache ist, es funktioniert.

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