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Hanser

Salzbuckel

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21

Freitag, 9. Juni 2017, 09:30

Bedenkt man außerdem, dass die Konkurrenz durch elektronische Medien - zu denen ja auch dieses Forum gehört - seit der Jahrtausendwende von etwa Null auf ganz erheblich gestiegen ist, so kann man sich vorstellen, welchem Druck die Redaktionen angesichts ständig weiter schwindender Marktanteile ausgesetzt sind. Dass solche Printmedien es zunehmend schwerer haben, lässt sich z.B. an den IVW-Zahlen ablesen. ...

@Klaas: Ich will dir nicht den Tag verderben, aber bei den Tageszeitungen geht es ja bekanntlich auch deutlich runter. Irgendwann ist jeder nur noch in seinem, ihm persönlich genehmen News-Umfeld per Internet auf Faze-Buch, in Foren oder politisch stark eingefärbten TV-Kanälen unterwegs. Zuhause hat man dann noch Alexa- oder Siri-Lauscher, die die eigene Meinung verstärken oder gar manipulieren.

Das man dann besser rechtzeitig die freien Wahlen abschaffen sollte, ist in der Tendenz heute bei unserem großen Staats-Vorbild jenseits des großen Teiches ... . Wir wollen ja an dieser Stelle nicht politisch werden :nono:

Also schön weiterkämpfen, für die Printmedien!
Volker

unregistriert

22

Freitag, 9. Juni 2017, 10:41


@Klaas: Ich will dir nicht den Tag verderben, aber bei den Tageszeitungen geht es ja bekanntlich auch deutlich runter. Irgendwann ist jeder nur noch in seinem, ihm persönlich genehmen News-Umfeld per Internet auf Faze-Buch, in Foren oder politisch stark eingefärbten TV-Kanälen unterwegs. Zuhause hat man dann noch Alexa- oder Siri-Lauscher, die die eigene Meinung verstärken oder gar manipulieren.

Das man dann besser rechtzeitig die freien Wahlen abschaffen sollte, ist in der Tendenz heute bei unserem großen Staats-Vorbild jenseits des großen Teiches ... . Wir wollen ja an dieser Stelle nicht politisch werden :nono:

Also schön weiterkämpfen, für die Printmedien!
Volker


Den Tag kann mir damit niemand mehr verderben, denn ich hatte das große Glück, nach über 30 Dienstjahren noch einigermaßen anständig in den Ruhestand wechseln zu können. Was man von den meisten meiner jüngeren Kolleginnen und Kollegen "meiner" ehemaligen Zeitung, die zu einem der größten Regionalzeitungsverlage Europas gehört, leider nicht sagen kann. Das Blatt war das erste in Deutschland, das mittlerweile fast ganz ohne eigene Redakteure erstellt wird, indem einfach Material eingekauft wird, sogar von der ehemaligen Konkurrenz. Das zog zwar Auflagenverluste nach sich, aber nicht wenige Abonnenten haben wohl bis heute nicht einmal bemerkt, dass ihnen da nur noch ein seelenloser Zeitungs-Zombie verkauft wird. Und weil es keine redaktionellen Personalkosten mehr gibt, rechnet sich das sogar.

Du hast völlig Recht, Print ist gewaltig auf dem absteigenden Ast. Ob Zeitung oder Zeitschrift: Es wird wirtschaftlich immer schwieriger. Das liegt nicht nur an Auflagenverlusten und den entsprechend geringeren Einnahmen aus dem Verkauf, denn vor allem bei den Anzeigen sieht's mies aus. So ist zum Beispiel das Rubrikengeschäft fast vollständig weggebrochen. Kann jeder an sich selbst testen: Wo sucht Ihr, wenn Ihr ein bestimmtes Segelboot erwerben möchtet, also bestimmter Typ, Zustand, Alter, Standort? Sucht Ihr danach schnell und gezielt in den entsprechenden kostenfreien Internetbörsen, oder wühlt Ihr euch geduldig und kostenpflichtig durch Print-Wundertüten? Eben. Mit allen möglichen anderen Kleinanzeigen ist es ebenso. Und weil mittlerweile immer mehr Medien etwas vom Werbekuchen abbekommen wollen, der aber natürlich nicht unendlich groß ist, und weil es bei Anzeigenpreisen nach Reichweite geht, sinken auch die Anzeigenpreise für Großkunden. Und so weiter. Unaufhaltsam abwärts.

Fazit: Da gibt's nichts mehr zu kämpfen. Das ist längst entschieden. Fast alle - auch große - traditionellen Verlage haben die Entwicklung des Internets ganz gewaltig unterschätzt. Und dann voller Überheblichkeit grandios verschlafen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Klaas« (9. Juni 2017, 10:52)


Hanser

Salzbuckel

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23

Freitag, 9. Juni 2017, 11:04

Um noch mal das Eingangsthema zu streifen: Mein letztes Boot habe ich vor ein paar Jahren noch erfolgreich über Inserate in der Yacht verkauft. Aber es stimmt: Wenn ich mir "meine" Samstags-FAZ ansehe, die früher prall gefüllt war mit großen Stellenanzeigen, und jetzt vielleicht 2 oder 3 Seiten mit Stellenanzeigen zur Seite lege, dann ist das heftig.

Trotzdem wünsche ich mir - als alter Mann kurz vor dem Ruhestand -, dass es genug tragfähige Konzepte für die Tageszeitungen gibt, und hoffe, dass du nur zu schwarz siehst. Für meine gedruckte Frühstückslektüre (offengestanden neben dem Tablet) drücke ich gerne die Daumen!

Volker

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24

Freitag, 9. Juni 2017, 11:17

Die Daumen drücke ich mit. Aber machen wir uns nichts vor: Solche Zeitungsleser wie Du einer bist und wie auch ich immer noch einer bin, sind eine vom Aussterben bedrohte Art. Ein Blick auf eine x-beliebige Schulbus-Haltestelle oder in die morgendliche S-Bahn reicht für diese Erkenntnis völlig aus.
;(

columbus488

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25

Freitag, 9. Juni 2017, 11:41

auweia....dann bin ich ja ein gaanz schlimmer ... ich sammle meine Zeitschriften sogar noch in Stehordnern.... jahaaa Steinzeit hat auch was Gutes

Aber es stimmt schon, der "übliche" Printmedienleser wird wohl bald nur noch im Museum zu bewundern sein, gegossen in Wachs :S
...das Glück ist mit den Doofen :to_pick_ones_nose2:

26

Freitag, 9. Juni 2017, 20:03

Sueddeutsche

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob der absteigende Ast der Printmedien mit dem digitalen Zeitalter genügend hinreichend begründet ist.
Ich bin quasi ein "digital native", der schon längst in Netzwerken unterwegs war, als "das Internet" erst geboren wurde.

Zu dieser Zeit -als es grade mal 20 (in Worten: zwanzig) Webserver gab, hatte ich die Sueddeutsche abonniert.
Aber gerade zu dieser Zeit dann auch gekündigt, und seitdem nur noch sporadisch gekauft.
Die SZ gab es zu dieser Zeit NUR als Printmedium.

Es lag schlicht an der geistigen Abwärtsspirale, die da einsetzte.
Nicht nur die Schlechtschreibfehler mehrten sich exponentiell, auch Syntaxfehler schlichen sich ein.
Nachvollziehbar stringent begründete Argumentationsketten? Schon damals sehr seltene Perlen, drastisch immer seltener werdend.

Das war eher das Resultat des Zeitgeistes. Die alten Männer erkennen keine neue Zeit.
Die 68er Bewegung hatte aber subversiv längst eine Demokratisierung der Meinungsmache begonnen.
Die Leute wurden sehr viel kritischer und wendeten sich von den althergebrachten Meinungsmachern ab.

Die digitale Entwicklung hat lediglich diesen Vorgang exponentiell beschleunigt.
Und beschleunigt exponentiell weiter.
Kamen schon damals die wenigstens Geister mit, ist das heute zwischen ziemlich schlimm und ganz unmöglich.
Selbst der hinterletzte Dorftrottel meint, die Weisheit im Smartphone zu haben, und vertritt seinen Schwachsinn mit dem Eifer Gottes und dem Schwert der Hölle.
Kritiklos. Speicher statt Hirn.

Es ist ein Feigenblatt der Blätter, wenn sie mit erhobenen Zeigefinger auf die Netze weisen.
Weil sie ihr Verschulden noch immer nicht einzusehen wagen.
Und weil sie absolut nichts für ein fortbestehen vernünftiger Printmedien tun.
Im Gegenteil: Sie tun alles dafür die Kundschaft noch mehr zu verärgern.
Hilfloses Gestammel.

Wo sind die Aufrechten, die erkennen wollen?
Wo sind die Redakteure aus Leidenschaft, die ein Printmedium wieder attraktiv, exklusiv und souverän gestalten,
statt dem Mainstream hinterherzuhecheln.
Die Puste ist ihnen längst ausgegangen.

Warum hat der Guardian Zulauf?
Weil sie guten Journalismus machen.

Warum sieht man sowas in Deutschland nicht?
Weil der Fisch vom Kopf her stinkt.
Und niemand wirklich bereit ist, abseits vom Mainstream wieder wirklich Geist in Buchstaben zu gießen,
statt silikonbebuste Hochglanzdummheiten zu kopieren.

Hanser

Salzbuckel

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27

Freitag, 9. Juni 2017, 20:49

Hilfloses Gestammel

Ich für meinen Teil bin FAZ-Abonnent (und lese oft ausgewählte Artikel der Digitalausgabe des Spiegel - über die "Onleihe", eine digitale Version der Stadtbücherei). Unterwegs kaufe ich auch schon mal die Süddeutsche.

Und ich empfinde ganz anders als du. Kein hilfloses Gestammel. Sondern viele gut geschriebene und gut recherchierte Artikel. Rechtschreibfehler häufen sich tatsächlich gefühlt gegenüber früher (vielleicht entwickelt man im Alter ein Auge für sowas), sie interessieren mich aber nicht. Meine Erfahrungen mit Print sind also nach wie vor gut!

Weiter will ich aber hier nicht mitdiskutieren. a) wir sind ganz weit weg von Threadtitel und b) ich fürchte, dass mir das zu anstrengend wird. Morgen geht's früh auf's Boot!

Volker

28

Freitag, 9. Juni 2017, 21:42

Mmh, was mir auffällt ist das Layout der " sich anpassenden " Magazine.
Da hampelt man einerseits mit ganzseitigen Bildern herum um das Volumen des Artikels aufzublasen, viel qualitativen Text , gibt es ja seltenst, eher " bumigen, wortakrobatischen , anbiedernden( ach was kann ich schön verfassen).
Andererseitszaubern die Layouter( wohl Digital Natives) massenweise Thumbnails unter die Textblöcke. Die Herren und Damen sind sich anscheinend nicht bewusst dass ein DIN A4 Magazin kein großer Bildschirm ist, auf dem man nach Belieben zoomen kann.
Sie sind sich des Infogehalts , nein , der Notwendigkeit ausreichend großer realer ! Bilder nicht bewusst.
Manchmal habe ich den Eindruck die Layouter sind Webdesigner, in ihrem Metier verhaftet , gefangen. Über den Tellerrand hinaus, sprich unter die Möglichkeiten ihres Bildschirms hinab ? Fehlanzeige. Vielleicht sollten sie sich desöfteren einen Print in Originalgröße ......?


War ich da neulich im Zoo am Meer, Tiergrotten , Bremerhaven, Stand da ein Vierjähriger vor dem Aquarium und versuchte den Fisch durch Fingerspreizen großzuzoomen.

Kurzum, m. E. passt das Layout vieler Magazine nicht mehr z. Medium, z. analogen Medium. Analog lesend, respektive kuckend kann man nicht zoomen.
Der Infogehalt zu kleiner Pix ist nahezu nichtig und auch anstrengend.
Moody 31 MkII Kimmkieler zu verkaufen https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anze…55527496-230-14
Moody 31 MkII

.....been there, done that....

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »supra« (9. Juni 2017, 22:00)


Kokopelli

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29

Freitag, 9. Juni 2017, 22:16

ich sammle meine Zeitschriften sogar noch in Stehordnern
Das mach ich ebenfalls, und zwar um zum Anfang dieses Threads zurück zu kehren, bei dem im Eingangsbeitrag erwähnten Segelmagazin. Und es gibt hier immer wieder Bedarf nach der Kopie eines jahrealten Artikels. Soviel Murmeltier ist ganz offensichtlich gar nicht drin. :D

30

Freitag, 9. Juni 2017, 23:37

Ja um mal wieder zum Ursprung zurück zu kehren will ich auch mal was sagen. Ich lese (und kaufe) die Yacht seit Jahrzehnten. Und von daher habe ich bestimmt schon vielen Themen x-Mal gesehen, na und? Wenn es gut gemacht ist, lese ich gerne auch zum zehnten Mal ein Blauwasserspezial.
In der Yacht gibt es auch jedes Jahr ein Dänemark-Spezial und auf dieses Heft warte ich regelrecht. Enttäuscht bin ich da nur wenn es zu wenig Inhalt bietet. Das ist eben immer noch die Stärke von Zeitschriften, Themen komprimiert darstellen die man selbst nur mit viel Aufwand oder gar nicht googeln kann. Und natürlich auch Infos generieren die sonst nie zustande kommen würden, also Ausrüstungstests, Berichte aus Gremien usw.
Und ja ich möchte auch Bootstests lesen, auch wenn da nie offen „das Boot ist Mist“ drunter steht. Solange die Daten richtig und die Fotos gut sind, kann ich mir schon selbst einen Reim drauf machen ob das Boot mir gefällt oder nicht.
Mit besten Empfehlungen
Ein Freund ist, wer Dich für gutes Schwimmen lobt, nachdem Du beim segeln gekentert bist.

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31

Samstag, 10. Juni 2017, 08:43

Ich finde, der Trööt zeigt doch ganz gut, dass Qualität das Einzige ist, was die Printmedien retten kann. Egal ob Segelzeitschrift oder Tageszeitung.
Ich bin als schwedenaffiner Mensch immer beeindruckt von der großen Bedeutung der Presse dort. Obwohl nur 9 Mio. Einwohner, gibt es in Schweden gefühlt mehr und unterschiedlichere Tageszeitungen als in Deutschland, darin viele selbstrecherchierte Artikel der immer noch großen Redaktionen. Nach wie vor lesen angeblich 90% der Schweden täglich eine Zeitung.
Ich habe inzwischen meine Abos dt. Segelzeitschriften gegen zwei schwedische getauscht und bereue das nicht.
Dass sich in Deutschland die FAZ nach wie vor gut behaupten kann, FR und viele Käseblättchen aber die Segel streichen mussten, hat m.E. auch etwas mit Qualität zu tun. Sorry.
Ich wünsche es den drei großen dt. Segelzeitschriften, dass sie ihr qualitatives Niveau mindestens halten oder steigern, damit es sie noch eine Weile lang gibt.

wassergenug

Salzbuckel

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32

Samstag, 10. Juni 2017, 09:03

Ja um mal wieder zum Ursprung zurück zu kehren will ich auch mal was sagen. Ich lese (und kaufe) die Yacht seit Jahrzehnten. Und von daher habe ich bestimmt schon vielen Themen x-Mal gesehen, na und? Wenn es gut gemacht ist, lese ich gerne auch zum zehnten Mal ein Blauwasserspezial.
In der Yacht gibt es auch jedes Jahr ein Dänemark-Spezial und auf dieses Heft warte ich regelrecht. Enttäuscht bin ich da nur wenn es zu wenig Inhalt bietet. Das ist eben immer noch die Stärke von Zeitschriften, Themen komprimiert darstellen die man selbst nur mit viel Aufwand oder gar nicht googeln kann. Und natürlich auch Infos generieren die sonst nie zustande kommen würden, also Ausrüstungstests, Berichte aus Gremien usw.
Und ja ich möchte auch Bootstests lesen, auch wenn da nie offen „das Boot ist Mist“ drunter steht. Solange die Daten richtig und die Fotos gut sind, kann ich mir schon selbst einen Reim drauf machen ob das Boot mir gefällt oder nicht.
Mit besten Empfehlungen

Dem kann ich nur zustimmen! Es entspricht so,ziemlich auch mein Umgang damit.

Gruss, Michael
Bekennende flaue Flunder :-)

unregistriert

33

Samstag, 10. Juni 2017, 09:14

Ich finde, der Trööt zeigt doch ganz gut, dass Qualität das Einzige ist, was die Printmedien retten kann. Egal ob Segelzeitschrift oder Tageszeitung.
Ich bin als schwedenaffiner Mensch immer beeindruckt von der großen Bedeutung der Presse dort. Obwohl nur 9 Mio. Einwohner, gibt es in Schweden gefühlt mehr und unterschiedlichere Tageszeitungen als in Deutschland, darin viele selbstrecherchierte Artikel der immer noch großen Redaktionen. Nach wie vor lesen angeblich 90% der Schweden täglich eine Zeitung.
Ich habe inzwischen meine Abos dt. Segelzeitschriften gegen zwei schwedische getauscht und bereue das nicht.
Dass sich in Deutschland die FAZ nach wie vor gut behaupten kann, FR und viele Käseblättchen aber die Segel streichen mussten, hat m.E. auch etwas mit Qualität zu tun. Sorry.
Ich wünsche es den drei großen dt. Segelzeitschriften, dass sie ihr qualitatives Niveau mindestens halten oder steigern, damit es sie noch eine Weile lang gibt.


Es ist zwar richtig, dass Qualität ein wichtiger Faktor ist - aber allein rettend ist er leider nicht. Praktisch alle Printmedien haben mit schweren Einbußen zu kämpfen. Wessen Auflage nur um 3 bis 4 Prozent im Jahr sinkt, der kann noch froh sein. Was die FAZ angeht, so stellt auch sie da keine Ausnahme dar: Ihre Druckauflage sank seit 1998 von 511.554 auf 272.166, also um 46,8 Prozent, und von 2016 auf 2017 verlor sie sogar 7,15 Prozent. Um zu sehen, wo eine solche Entwicklung endet, muss man nicht im Mathe-Leistungskurs gesessen haben.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Klaas« (10. Juni 2017, 09:27)


columbus488

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34

Samstag, 10. Juni 2017, 20:17

Soviel Murmeltier ist ganz offensichtlich gar nicht drin

:thumb:
und wie gesagt, jede Zeitschrift hat ihren Leserkreis, denn eine eierlegende Wollmilchsau dürfte zu Lasten der Qualität gehen.
...das Glück ist mit den Doofen :to_pick_ones_nose2:

wassergenug

Salzbuckel

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35

Samstag, 10. Juni 2017, 21:09

Hilfloses Gestammel.

Hmm - wir sehen aber auch häufig genug, dass Wortgewandtheit keine Garantie für irgendwelche inhaltliche Substanz sein muss - auch wenn es auf dem ersten Blick so aussehen kann...

Gruss, Michael
Bekennende flaue Flunder :-)

36

Sonntag, 11. Juni 2017, 03:04

Wortgewand mag einer sein, wie er will.

In der Kommunikation ist nicht wichtig, was A sagt,
sondern, was bei B ankommt.

Und Wahrheit mag keiner hören.
Sie impliziert Selbstkritik.
Leichter ist's andere zu bemäkeln.
Zumal das immer gut vom Thema weglenkt.

Nicht dass man am Ende auch noch erkennen, gar etwas sagen müsste.
Oder -Gott bewahre- gar etwas ändern.

wassergenug

Salzbuckel

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37

Sonntag, 11. Juni 2017, 08:26

Wortgewand mag einer sein, wie er will.

In der Kommunikation ist nicht wichtig, was A sagt,
sondern, was bei B ankommt.

Und Wahrheit mag keiner hören.
Sie impliziert Selbstkritik.
Leichter ist's andere zu bemäkeln.
Zumal das immer gut vom Thema weglenkt.

Nicht dass man am Ende auch noch erkennen, gar etwas sagen müsste.
Oder -Gott bewahre- gar etwas ändern.

Q. E. D.

Gruss, Michael
Bekennende flaue Flunder :-)

Bengta

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38

Freitag, 17. November 2017, 09:43





Den Tag kann mir damit niemand mehr verderben, denn ich hatte das große Glück, nach über 30 Dienstjahren noch einigermaßen anständig in den Ruhestand wechseln zu können. Was man von den meisten meiner jüngeren Kolleginnen und Kollegen "meiner" ehemaligen Zeitung, die zu einem der größten Regionalzeitungsverlage Europas gehört, leider nicht sagen kann. Das Blatt war das erste in Deutschland, das mittlerweile fast ganz ohne eigene Redakteure erstellt wird, indem einfach Material eingekauft wird, sogar von der ehemaligen Konkurrenz. Das zog zwar Auflagenverluste nach sich, aber nicht wenige Abonnenten haben wohl bis heute nicht einmal bemerkt, dass ihnen da nur noch ein seelenloser Zeitungs-Zombie verkauft wird. Und weil es keine redaktionellen Personalkosten mehr gibt, rechnet sich das sogar.

Du hast völlig Recht, Print ist gewaltig auf dem absteigenden Ast. Ob Zeitung oder Zeitschrift: Es wird wirtschaftlich immer schwieriger. Das liegt nicht nur an Auflagenverlusten und den entsprechend geringeren Einnahmen aus dem Verkauf, denn vor allem bei den Anzeigen sieht's mies aus. So ist zum Beispiel das Rubrikengeschäft fast vollständig weggebrochen. Kann jeder an sich selbst testen: Wo sucht Ihr, wenn Ihr ein bestimmtes Segelboot erwerben möchtet, also bestimmter Typ, Zustand, Alter, Standort? Sucht Ihr danach schnell und gezielt in den entsprechenden kostenfreien Internetbörsen, oder wühlt Ihr euch geduldig und kostenpflichtig durch Print-Wundertüten? Eben. Mit allen möglichen anderen Kleinanzeigen ist es ebenso. Und weil mittlerweile immer mehr Medien etwas vom Werbekuchen abbekommen wollen, der aber natürlich nicht unendlich groß ist, und weil es bei Anzeigenpreisen nach Reichweite geht, sinken auch die Anzeigenpreise für Großkunden. Und so weiter. Unaufhaltsam abwärts.

Fazit: Da gibt's nichts mehr zu kämpfen. Das ist längst entschieden. Fast alle - auch große - traditionellen Verlage haben die Entwicklung des Internets ganz gewaltig unterschätzt. Und dann voller Überheblichkeit grandios verschlafen.



Das mag so stimmen, viele Verlage (so auch der in dem meine Frau als Lektorin und Redakteurin arbeitet) wachen langsam auf und versuchen verzweifelt teils etwas übereilt mit Online und E-Book angeboten etwas an Boden wiedergutzumachen. Dies wird auch angenommen nicht nur von jungen sondern auch von älteren Lesern. Wenn es den Verlagen gelingt hier weiter aufzuholen wird sich vieles ändern Grafik und Bildredaktion werden sich reduzieren, aber Lektorat und Redaktion werden weiter benötigt (wer soll auch sonst die div. Manuskripte der Autoren lesen, ankaufen, verbessern und für die Druckerei vorbereiten) es wird also noch Personal benötigt. Die verlagseigenen Druckereien werden natürlich unter dieser Entwicklung am meisten leiden.

Fazit: Es gibt durchaus noch Hoffnung für inovative Verlagshäuser. :)
Michael :baden:


Geschwindigkeit ist keine Hexerei ! Aber wer hexen kann ist schneller

Für Rechtschreibfehler entschuldige ich mich schon mal vorab und bitte die dadurch entstandene Verwirrung zu verzeihen ;(

39

Freitag, 17. November 2017, 10:36

Die Wiederholung und erneute Aufarbeitung von Themen mit den jeweils aktuell gültigen Details ist in allen Bereichen üblich, gut und notwendig. Die Welt ist rund und dreht sich immer in eine Richtung. Alles wiederholt sich. Menschen wachsen nach und müssen erst einmal lernen. Wenn man bereits alles weiß, dann sollte man sich daran erfreuen das das Gelernte immer noch Relevanz hat. Soweit so gut. Ich lese erst seit wenigen Jahren und nur ab und an Segelmedien. Wenn mich etwas interessiert bezahle ich dafür lieber selektiv. Damit kann ich mir eben raussuchen ob ich die 5. Auflage des Dänemark Themas lesen will oder eben nicht. Leider bezahlt man idR bevor man die Qualität beurteilen kann. Lässt diese nach, zahle ich nicht mehr.

Was mir aber auffällt, die Abstände zwischen plumper, unveränderter Wiederholung werden kürzer.

Aber dann schau ich mich und meine Arbeit an. Ich versuche, Leistungen die ich bereits für Kunde A geleistet und abgerechnet habe, leicht abgewandelt (Suche/Ersetzen) für Kunde B ebenfalls zu verkaufen. Dann folgt Kunde C,D und im Idealfall geht das so weiter bis der Inhalt eben nicht mehr aktuell ist, sich Technologien, Strategien usw. verändert haben.

Das ist notwendig, denn die Leistungen die man erbringt sind in vielen Branchen eben nicht mit dem ersten Kunden gedeckt. Reuse ist notwendig damit man gute Arbeit leisten darf und kann, damit ein Ergebnis, ein Bericht, ein Beitrag eben richtig gut wird. Den liest man dann auch gerne mal ein zweites und drittes mal. Ist der Inhalt aber schlecht und man versucht sich der Reuse Methode zu bedienen aber hält sich nicht an die Notwendigkeiten der Qualität, dann, ja dann wird der Leser oder Kunde böse.

Und da ist die Spirale am Drehen. Mehr Medien, weniger Interesse, vieles für umme durch Werbung finanzierte aber eben nicht gut gemachtes liefert viel Information. Wer das Segeln-Forum und vielleicht noch Sailing Anarchy liest, was braucht der die Yacht? Alle Themen sind im Netz verfügbar. Für umme. Die Suchmaschinen finden alles! Und Blogger, so wie ich, sammeln und kopieren Know-How weil sie es für ihre Projekte nutzen. Konsolidieren und dokumentieren es und stellen es der Welt zur Verfügung. Man weiß über vieles zu 70% Bescheid. Die fehlenden 30% kann eine z.B. Yacht nicht liefern. Dazu bedarf es dann Fachbücher oder eben Blogs etc.

Wenn wir wollen, daß die Fachzeitschriften wieder zu dem werden was sie mal waren, müssen wir eben akzeptieren, dass sich Themen wiederholen, auch mehrfach. Der Informationsanteil wird kleiner aber er bleibt wichtig!

So, eigentlich kann ich das auch löschen weil eh die xte Wiederholung eines Themas und identischer Worte, aber .......

mertoglu

Smutje

Beiträge: 22

Wohnort: Murnau

Bootstyp: Contest 34

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40

Mittwoch, 22. November 2017, 17:39

Ich bin generell etwas enttäuscht von der Yacht.
Die Berichte finde ich sehr oberflächlich und die Tests oft nicht ganz nachvollziehbar.
Auf dem Titel wird was spannendes angekündigt und im Innenteil wird das Thema dann nur angerissen.
Jetzt bin ich dummerweise noch Fotograf und meine Freundin Journalistin, vielleicht sehen wir das ganze etwas zu streng, aber für uns ist ein Heft wie z.b. die Palstek deutlich besser gemacht.
Irgendwo habe ich mal gelesen, die Yacht ist die Bild Zeitung der Segler ...... hmmmm ... vielleicht was dran?

Liebe Grüße vom Bodo

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