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  • »Robert M« ist der Autor dieses Themas

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1

Samstag, 28. Oktober 2017, 16:16

Hanseboot 2017 - das Finale

Mein erster Eindruck, als wir gegen Mittag die Eintrittskarten kaufen wollten : von etwa 10 leeren Schaltern lächeln uns freundliche Damen an. Aber wo sind die Besuchermassen, die es angesichts des Eintrittspreises von 3€, des Wetters und des Wochentages geben müsste?
Der Eindruck setzt sich in den Hallen fort. Streckenweise könnte man auch Radfahren.
Die Aussteller hatten viel Zeit für uns, was ja auch schön ist. Trotzdem ist es schon etwas deprimierend. Wir sind schnell wieder weg. Ich wünsche den Ausstellern, dass es sich für sie dennoch lohnt.
Gruß Robert

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Robert M« (28. Oktober 2017, 16:30)


jensstark

Salzbuckel

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2

Samstag, 28. Oktober 2017, 17:29

Ich fand die Messe nicht schlechter als sonst...
Zwar noch etwas kleiner, aber das ist nicht überraschend.

Was ich aber spannend finde, ist, daß die Aussteller aus dem Zubehörbereich ernsthaft diskutieren, eine Bootszubehörmesse aus dem Boden zu stampfen. Nur vier Tage, keine Hallen mit Neubooten, dafür für Aussteller preiswerter.
Fände ich gut - viele andere sicherlich auch. Boote gibt's genug und das Vortragsprogramm bringt wenig neues...

Bero

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3

Samstag, 28. Oktober 2017, 17:46

Was ich aber spannend finde, ist, daß die Aussteller aus dem Zubehörbereich ernsthaft diskutieren, eine Bootszubehörmesse aus dem Boden zu stampfen. Nur vier Tage, keine Hallen mit Neubooten, dafür für Aussteller preiswerter.
Fände ich gut - viele andere sicherlich auch. Boote gibt's genug und das Vortragsprogramm bringt wenig neues...
Zurück zur "guten,alten" Verkaufsmesse? Kann funktionieren -muss es aber nicht. Die "gute,alte" Zeit ist vorbei.
Wenn sie nicht besser und billiger sind als die Verkäufer im Internet, wird es wohl nichts werden. Und eine Verkaufsausstellung nur für Schnäppchenjäger ist ein Flohmarkt mit Eintritt.
Bernd
Ob ich "in" bin oder "reich" war mir früher völlig gleich. Wie gesagt - das war einmal,
heute ist es mir egal. (nach Frantz Wittkamp)


jensstark

Salzbuckel

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4

Samstag, 28. Oktober 2017, 18:45

Zurück zur "guten,alten" Verkaufsmesse? Kann funktionieren -muss es aber nicht. Die "gute,alte" Zeit ist vorbei.
Wenn sie nicht besser und billiger sind als die Verkäufer im Internet, wird es wohl nichts werden. Und eine Verkaufsausstellung nur für Schnäppchenjäger ist ein Flohmarkt mit Eintritt.
Bernd

Na ja - wenn man so schaut, was beispielsweise die Polsterer so treiben, hat man mal einen direkten Vergleich. Die Unterschiede sind hier ja auch haptisch, noch dazu ist die Fertigungsqualität sehr unterschiedlich.
Ähnliches gilt für Segelmacher. Wobei diesmal beispielsweise Anbieter von Holzprofilen nicht vertreten waren.
Aber wo, anders als auf einer Messe, können beispielsweise die Leuchtenhersteller ihr Sortiment mal präsentieren? Ein Großteil der Stände war ja nicht als Verkaufsmesse BtoC gedacht.
Und sehr viele derer, die als Verkaufsstände konzipiert waren, waren nicht wirklich wassersportspezifisch.
Natürlich gab es auch das Angebot von Spezialisten im Bereich klappbarer Boote und anderer Patentlösungen, die man sonst nicht zu Gesicht kriegt.

Platz für eine solche Messe ist sicher da, die Frage ist, wie gierig die Messegesellschaften heutzutage sind.

5

Sonntag, 29. Oktober 2017, 00:40

Ich empfinde diese Messe mittlerweile als ein jetzt endendes Missverständnis.

Liebloses Konzept, einfallslose Aussteller...

Bei dem einen will ich nen Jefa Antrieb kaufen.... Der kann mir nicht mal seine Preise sagen, von den Maßen ganz zu schweigen, weil Chefe die IT noch nicht mitgebracht hat.

Bei dem anderen will ich nen Satz Segel samt drei Rollanlagen kaufen, da erklärt mir der Chef, dass zum Aufbau der Selbstwendefock er seine Techniker einmal mehr zum Boot schicken muss. So what? Ich wollte einfach nur nen Preis wissen, damit ich "ja" sagen kann. War nicht möglich. Prozentrechnung scheint zu schwer zu sein.

Auf der Neuigkeiteninsel ist das Auffälligste, der auf dem Teppich befindliche Torf eines umgekippten Blumenkübels. Ansonsten wird dort eine Sicherheitseinrichtung, zwei Buchneuerscheinungen und eine neue Rettungsweste kommentarlos hingelegt, bzw gestellt.

Ein Hauptsponsor einer sehr erfolgreichen Miniseglerin im jetzigen Minitransat macht damit keine Werbung, kein Bild kein nix.

Einige Stände sehen entweder aus wie Rudis Resterampe, die Untoten Wiederkehrer der Hanseboot 1982 oder das Wartezimmer von einem Zahnarzt.

Ein Bootshersteller stellt seine (wirklich geile) Neuheit so in die Halle, als hätte er das Ding da vergessen und nicht wiedergefunden. Kein Aufsteller, kein Personal, kein Stuhl, kein nix.

Ein anderer Bootshersteller hat Aufsteller mit Preisangeboten, bei denen durch einen "Druckfehler" die führende Ziffer fehlt. Darauf angesprochen (meine Liebste sagte: Wir nehmen dann zwei von den 38 Fuß Schiffen) , wurde fröhlich erklärt, dass es sich um einen Druckfehler handele und die Finanzierungsgesellschaft für den Fehler verantwortlich sei. Lässt den Aufsteller aber stehen...
Ich hoffe, die sind genauer bei der Konstruktion ihrer Schiffe.


Damit ich richtig verstanden werde: Da ich dort mein Boot richtig ausrüsten will, ist mir das alles egal. Ich finde schon meine Sachen. Aber mit diesem bocklosen Gesamtauftritt der Messe werden aus keiner der Sehleute mal Seeleute.

Ich kann die Aussteller übrigens voll verstehen.
Heute habe ich gehört, die Messegesellschaft hat erst alle Buchungen der Aussteller angenommen und erst danach die Einstellung der Messe bekannt gegeben. Einige haben och extra neue Messestände angefertigt.
Und es ist wirklich wahr, dass die Aussteller zunächst mehr für die Freikarten für Ihre Gäste hätten zahlen müssen als der reguläre Eintrittspreis von drei Euro.

Ich wünsche den Ausstellern, dass die jetzt angekündigte kleinere selbst organisierte Ausrüstermesse ein Erfolg wird. Denn eine Hanseboot in der jetzigen Konzeption ist ein echter Totengräber für den Segelsport.
kuckstu hier:

Paikea.eu

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6

Sonntag, 29. Oktober 2017, 08:00

Die Messegesellschaft kann ich auch nicht verstehen.
Die Hallen, egal ob Hamburg oder Berlin, sind sicher alle lange bezahlt.
Aber für die Messestände werden Preise aufgerufen, da wird einem schwindlig.

Anstatt die Preise zu senken und mehr Aussteller anzuziehen, werden die immer weniger Aussteller
ausgeglichen durch die Erhöhung der Preise. Das das nach hinten losgeht sieht man nun in HH.

7

Sonntag, 29. Oktober 2017, 08:32

Genau das versteh ich auch nicht.

Ich verstehe aber auch die Aussteller nicht. Die leben davon, dass ihre Kundschaft sich selbst motiviert zu Kundschaft zu werden.
Ich habe versucht, das Treiben mit den Augen eines 20 Jährigen zu sehen. Und bis auf die Surf- und Kitesportabteilung gibt es nichts, was einen irgendwie bewegt.

Bei einigen Ständen musst Du Dir selbst erschließen, was sie denn verkaufen.

Und da frage ich mich: Wenn Sie die hohen Standgebühren bezahlen, warum machen Sie dann nichts draus?

Es kann doch nicht sein, dass Bente und Raymarine die einzigen sind, die für ihre Kundschaft auch sichtbar da sind.
kuckstu hier:

Paikea.eu

8

Sonntag, 29. Oktober 2017, 09:15

Moin,


gestern habe ich an der Trauerfeier der Internationalen Bootsmesse Hamburg oder Hanseboot teilgenommen.


Der gigantische Kassenbereich weckte zunächst doch tatsächlich Hoffnungen, jedoch folgte dem das Grauen. Solch ein verzweifelter Versuch einer Messe wird mir nicht fehlen und ich kann den seglerischen Nachwuchs in seinem Fernbleiben bestens verstehen. Eine Messe mit einer handvoll Segelyachten, plus Gründl Hausmesse, wenigen Alibiständen, Leerflächen und kaum BesucherInnen. Den Zeiten des Gedrängels in der Ernst-Merck-Halle möchte ich hier nicht nachtrauern, aber dieses Projekt der Messegesellschaft gehört wirklich zu Grabe getragen.

Ruhe in Frieden Hanseboot!
handbreit

dolphin24

Offizier

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9

Sonntag, 29. Oktober 2017, 09:37

Nachdem ich mein Boot noch rechtzeitig vor dem Sturm ins Winterlager verabschiedet habe, war ich gestern mit meinem Schwager in Hamburg um noch einen Abschied zu feiern, der aber ein entgültiger ist.
Die Stimmung dort wie auf einem Kehraus. Die verbliebenen Austeller eher lustlos, kaum Publikum.
Gut dass es vorbei ist, denn was - auch in den letzten Jahren - geboten war, ist eher Antiwerbung für den Bootssport.

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10

Sonntag, 29. Oktober 2017, 09:58

Guten Morgen,

scheinbar muss man ja nicht noch einmal hin. Ich finde es interessant - und eigentlich traurig - da es im Norden scheinbar keinen Markt (?) oder doch eher kein Konzept (?) für eine Bootsmesse gibt. Ich war schon in den letzten Jahren zunehmend enttäuscht. Das Internet kann nicht der alleinige Grnd dafür sein.

Gruß
Jürgen

x-segler

Matrose

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11

Sonntag, 29. Oktober 2017, 10:05

Eigentlich wollte ich ja heute noch einmal nach langer Abstinenz zur Hanseboot,
aber wenn ich das hier so lese lass ich das wohl lieber.

2 Tage Düsseldorf ist schon geplant :)

Gruß

Michael

12

Sonntag, 29. Oktober 2017, 10:45

so unattraktiv scheint es für die Austeller gar nicht zu sein:
http://www.dbsv.de/de/blog/dbsv-plant-20…tsmesse-hamburg

Ich werde jedenfalls hingehen, weil es mir Spaß macht :-)
Das Leben ist zu kurz, um nur Motorboot zu fahren...deswegen segel ich lieber :-)

13

Sonntag, 29. Oktober 2017, 10:53

Eigentlich wollte ich ja heute noch einmal nach langer Abstinenz zur Hanseboot,
aber wenn ich das hier so lese lass ich das wohl lieber.



Könnte man, also soziale Medien im Allgemeinen, auch ein wenig zum Niedergang beigetragen haben...?

Es ist wie bei Bewertungen überall:
Wirklich ZÄHLEN tun nur die negativen.

Wie war das in der Vergangenheit? Rekapituliert mal...
Da waren schon immer die, die meinten, SIE bräuchten das Ganze ja nicht....
Der Weg ist das Ziel.
Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt.
Jeder Alkoholismus mit einem ersten Glas.
Jede Sucht mit einem ersten Mal.

Jeden Abend ´nen Bier - Ganze Leben Alkoholiker

Möge keiner sagen, er hätte es nicht gewußt...

jensstark

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14

Sonntag, 29. Oktober 2017, 11:03

Auf der Neuigkeiteninsel ist das Auffälligste, der auf dem Teppich befindliche Torf eines umgekippten Blumenkübels. Ansonsten wird dort eine Sicherheitseinrichtung, zwei Buchneuerscheinungen und eine neue Rettungsweste kommentarlos hingelegt, bzw gestellt.

Die Neuigkeitenecke war entweder geplante Ironie (aber so viel Humor haben die da nicht) oder ein Symbol für die Messe als solche.

AWN wirbt auf dem Messeprospekt: "Besuchen sie uns vor oder nach der Messe, Lagerverkauf, Frühstück, Eintrittskartenerstattung oder Freikarten für die Hanseboot".
Haben die heute auf? Keine Ahnung. Bewerben sie es im Netz? Nein...

Eine Trennung der Messe wäre ja nicht das dümmste. Die Hersteller fahren ihre Vorführboote in den Hafen bei der Elbphilharmonie, Interessenten können schauen, gut.
Die Ausrüster veranstalten auf einem der Messegelände in Hamburg (es gibt ja noch das Modezentrum usw. usf.) eine Ausrüstermesse, auf der sich alles tummelt, was Ausrüstung sucht.
Ausstellerseits werden die sicher keine Segelschulen, Charterfirmen oder wen auch immer abweisen.

Ansonsten: Bei den Bootspreisen gab es auch weitere, großartige Angebote! "Sparen Sie 25%,34.000€, auf das Ausstattungspaket."
Na danke! :D

Ein hochwertiger Aussteller aus dem süddeutschen Raum hatte eine Neuerung, wenn man danach fragte. "Haben wir leider nicht auf dem Stand, ist aber wenigstens im Katalog."

Ein beliebter lokaler Aussteller für (im Schwerpunkt) Elektrik und Elektronik hat Batterien, die, wenn sie halten, was sie versprechen, beim nächsten Tausch in die engere Wahl kommen.

Ein Polsterer hat pfiffige Lösungen für Sonderfälle, gibt einem ein Muster mit.

Aber es gibt auch Schlangenölverkäufer, Anbieter von Wein, Pflastern, Lederbekleidung (perfekt bei schwerer See im Cockpit...) und so weiter. Vorwerk steht anscheinend auf jeder Messe, auf die man die Leute läßt...

Aber zurück zu den Neuigkeiten auf der Sonderfläche.
Das Rettungsmittel hat einen Vergleichstest der YACHT gewonnen. Heißt das was?
Buchneuvorstellungen? Okay, das kann wirklich was neues sein.
Rettungsweste? Kein großes Schild mit "das hier ist neu, das hier ist anders und daher kann die Weste jetzt..."

Im Wasserbecken eine Schauvorführung "Hindernisse im Wasser". Leute in bunten Anzügen, die Sürfbretter ohne Mast mit langen Paddeln fortbewegen. Nicht wirklich mein Markt...

Vorträge? Bei der Vortragsecke in der Nähe der Boote (Da wo die Motorenhersteller usw. stehen) läuft immer, wenn ich vorbeilaufe, der gleiche Vortrag über Segeltrimm.

Es gab Innovationen, logisch. Aber die großen, wie Umrüstung auf LED oder damals GPS, gibt's halt nicht jedes Jahr. Der Begriff "Pseudoinnovation" existiert ja nicht zu Unrecht. Wie in der Unterhaltungselektronik. "Curved screen"? "3D mit Brille"? Setzt sich nicht so richtig durch... *hüstel*. Wie damals Röhrenfernseher mit HDTV. (Okay, auch die hatten Innovationen. Farbe, Fernbedienungen, Flachbildschirme, höhere Auflösung. Aber auch nicht jedes Jahr.)

Sprich: Die größte Innovation der Hanseboot war die Neuplatzierung der Stände. Da durfte man ein wenig suchen.

15

Sonntag, 29. Oktober 2017, 11:09

Für mich eine nette Gelegenheit, meinem Segelmacher meine Segel für die Winterreparaturen zu geben, einmal durch die Hallen zu schlendern und noch ne Wurst zu essen. Insgesamt vielleicht eine Sache von zwei Stunden. Wenn ich mir z.B. neue Segel anfertigen lassen wollte, würde es mir im Traum nicht einfallen, das an einem Messestand zu beauftragen. Da will ich mit dem Segelmacher in Ruhe und alleine reden. Wer auf der Messe was kaufen will, will Schnäppchen machen bei ner Tasse spendiertem Kaffee und vom Standpersonal hofiert werden, so mein Eindruck. Und am liebsten noch die Eintrittskarte umsonst bekommen. Da muss man mit dem Finger nicht nur in Richtung Messegesellschaft und Aussteller zeigen. Wir alle tragen unseren Teil dazu bei. Früher, als es noch ein paar spannende Boote zu gucken gab, verliefen sich die Abstauber unter den Voyeuren. Heute sind fast nur noch erstere da und schimpfen über Aussteller und Veranstalter.

Grünling

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16

Sonntag, 29. Oktober 2017, 11:12

Spannend wie negativ es hier teilweise empfunden wurde. Hier hab das ganz anders gesehen...
Die letzte Hanseboot - Ein erster Eindruck
Und das sage ich als 24 Jähriger. Aber vielleicht habe ich auch einfach nicht die Erinnerung an vergangene Decaden mit denen ich die Messe vergleichen könnte...

  • »Robert M« ist der Autor dieses Themas

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17

Sonntag, 29. Oktober 2017, 11:15

Natürlich fragt man sich, ob sich ein Messebesuch lohnt, und das Ergebnis wird immer höchst individuell ausfallen. Für uns im Großraum HH ist der Aufwand minimal, und für mich hat sich der Besuch schon wegen zweier schöner Vorträge (oder besser: Vorstellungen) von Robert Eichler gelohnt.
Dann sind in Halle B5 eben auch viele Händler, und wenn man in Ruhe günstige Bekleidung sucht ist so ein Besuch schon ganz sinnvoll. Es sind auch viele Segelmacher vor Ort, was ja auch schon den Besuch auch bei längerer Anreise rechtfertigen kann.
Aber "einfach so zum Gucken" anreisen, eventuell noch mit Übernachtung? Ich tue mich da schwer mit einer Empfehlung. Für mich war doch die Endzeit-Stimmung überwiegend, und aus dieser Stimmung heraus habe ich gestern noch in der S-Bahn diesen Thread gestartet. Aber womöglich ist diese Stimmung ja für den einen oder anderen sogar besonders attraktiv?

Kaie

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18

Sonntag, 29. Oktober 2017, 11:54

Ich bin ja nu selbst Aussteller auf verschiedenen Messen. Zwar in einem völlig anderen Genre, aber das ist nicht wichtig.
Hüben wie drüben kommt es immer auf den Aussteller an, was er aus seiner Möglichkeit macht. Man hat die Chance, etwas völlig einzigartiges auszustellen; wenn auch das Produkt des einen oder anderen Herstellers/Händlers vielleicht nicht für sich selbst sprechen kann, so kann es auf einer Messe doch wenigstens der Messestand!

Bestes Beispiel vor zwei Wochen auf der INFA Hannover... als Spätanmelder bekamen wir noch einen Platz in einer völlig falschen Halle. Wir haben - scheinbar - so aufgedreht, dass unsere Standnachbarn nur noch Rücken und Hintern der Messebesucher zu sehen bekamen. Das erste Foto der Messe in der Öffentlichkeit: von unserem Stand. Die dpa als erstes: zu unserem Stand. Germanys next Top Model von irgendwann liess sich auf unserem Stand fotografieren. Jeden Tag Politprominenz, vom lokalen Häuptling bis zum Ministerobermacker, mit Interviews in bewegtem Bild und Ton von unserem Stand. In der Bildzeitung: Fotos von unserem Stand und natürlich völlig falsche Informationen (jaaa, so kennt man sie... und weil man sie kennt, kann man diese Falschinformationen in gewisser Weise sogar steuern :D ). Drei Stände von 1.470 Ausstellern wurden für die nächste Werbekampagne der Messe nächstes Jahr ausgesucht. Darunter: unser Stand.
Wie das Messeergebnis - in jeder Hinsicht, man hat auf einer Messe mehrere Ziele und Zwecke - letztendlich war, muss ich nicht erklären, oder?

BTW... das teuerste am Stand waren, neben der Platzmiete, schlicht die drei Aufhängepunkte für ein überdimensionales Banner... das eben auch viel billiger war, als diese drei Aufhängungspunkte.
Das wichtigste ist nicht das zur Verfügung stehende Messebudget, sondern einzigartige Produkte und... vor allem... überdurchschnittliche Phantasie und Einfallsreichtum, wie man diese für sich selbst sprechenden Produkte ins beste Licht setzt, ohne abzunerven. Mut zu absurden Ideen, gemischt mit Einfühlungsvermögen.

Die Aussteller der hanseboot haben/hatten "ihre" Messe in ihrer eigenen Hand. Leider ist sie deshalb zur Katzenkirmes mutiert.
Wer möchte auf einer Katzenkirmes ausstellen, sich dort Mühe geben oder gar in einen einzigartigen Stand investieren? Oder, anders gesehen, seine einzigartigen Produkte auf einer Katzenkirmes in einer unterdurchschnittlichen, phantasielosen Aneinanderreihung von ebensolchen Ständen untergehen sehen?
Sisste.
Ist doof, und fühlt sich auch doof an. Als Aussteller genauso wie als Besucher.
Diese letzte hanseboot wird nur noch zur Verbreitung des eigenen (Marken-)Namens genutzt. Alles andere ist der Mühe zuviel.

Totgeritten durch frühzeitiges Nichtbemühen und komplette Erneuerungsunwilligkeit.
Ausnahmen bestätigen die Regel.
»If a man speaks at sea where no woman can hear, is he still wrong?«

19

Sonntag, 29. Oktober 2017, 12:38

Neben der Verteilung der Schuldfrage zwischen Ausstellern, Veranstaltern und Besuchern stellt sich für mich noch die Sinnfrage einer solchen Messe im Allgemeinen. Interessante Neuigkeiten erfahre ich bereits über die Medien. Habe ich konkreten Informationsbedarf zu einzelnen Produkten, informiere ich mich online, beim Hersteller oder bei Händlern und warte nicht bis zur Messe damit. Wollte ich tatsächlich ein neues Boot kaufen, würde ich es mir vielleicht auf einer Messe intensiv anschauen. Müsste ich aber nicht. Ich wüsste auch ohne Messe, welches Boot mich interessiert und wo ich es mir bei echtem Interesse genau anschauen und probesegeln könnte.

20

Sonntag, 29. Oktober 2017, 12:51

@Kaie danke, genau meine Meinung.




Ich kann nicht erkennen, dass hier jemand die Messe schlecht redet. Oder sagt, man müsse da nicht hin. Ich tue das jedenfalls nicht. Wer weiß, was er will, bekommt es bestimmt.

Ich wundere mich nur über den Ansatz der Messegesellschaft und der Aussteller.

Es geht doch bei einer Messe um Präsentation und Verkauf. Da dürften wir uns einig sein.

Welche Qualität hat dann eine Messe, bei der die Location grenzwertig präsentiert wird und einige Aussteller weder ihre Produkte vor Ort haben noch die richtigen Preise nennen können?

Ein weiteres Beispiel:
Allein bei der Eingangsgestaltung wäre ich als Messechef oder Aussteller schon ausgeflippt. Man kommt durch einen kathedralen Eingang mit freundlichem, edel gekleidetem Personal hinein. Alles ist wirklich beeindruckend... Und dann? Geht man erstmal vier Minuten um Ecken, über Rolltreppen und sonstige Wege und taucht in ein Halbdunkel von Charterständen ein, gefolgt von dem eher kreativen Durcheinander der Surfer und rätselt erstmal, wie es weitergeht.

Das ist doch nicht logisch.

Nach so einem tollen Empfang muss es doch mit optischen Krachern weitergehen, um den Gast dann langsam zu den Ausstellern zu führen, für die das Portemonnaie ausreicht. Oder sehe ich das allein so?
kuckstu hier:

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