Sie sind nicht angemeldet.

Werbung

Boote kaufen

Windstärken

Windstärkentabelle

Hallo Besucher, willkommen im Segeln-Forum! Hier kannst Du Dich registrieren, um unser Forum in seiner vollen Pracht genießen zu können! - Weitere Infos zur Registrierung - Login für Mitglieder -

21

Montag, 12. Februar 2018, 14:51

Nun ja, man achte auf pf`s Zusatz "unter solchen Bedingungen".

1. Das Boot hat um 4 Fuß Tiefgang und weiter oben wurde eine Nachricht zitiert, wonach die gesamte Ansteuerung etwa 4-7 Fuß hat.
Die (offenbar metrischen) Tiefenangaben des Kartenauszugs oben sind nicht viel besser. Also keine oder kaum Reserven.

2. Dunkelheit und Nebel = kein Sichtkontakt zu Seezeichen und auch keine Beobachtung von Wellenbild und Wasserfärbung möglich.

3. Seegang: die Beschreibungen deuten darauf hin, dass es immerhin welchen gab.

Was wir nicht wissen: wie veränderlich die Unterwassermorphologie dort ist und welchen Einfluss Starkwind oder Stürme haben können.
Aber in allen Karten ist zu erkennen, dass die Rinne gebaggert werden muss und ansonsten versanden würde.

Der Newbie-Aspekt:
a) Karten nicht ganz aktuell und offenbar keine aktuellen Informationen eingeholt weil nicht ins Kalkül nehmend, dass die Ansteuerung tricky werden könnte
b) sich bei Nacht und Nebel darauf zu verlassen, dass die Verhältnisse noch so sind, wie auf den Charts dargestellt und auf jeglichen Sichtkontakt zu verzichten.

Gruß
Andreas

22

Montag, 12. Februar 2018, 15:14

Auf Waterway Guide steht:



Date Reported: Dec 13, 2017
Reported By: Ted Stehle
Source: CG 7th District LNM 07502017

×
FL: Johns Pass, shoaling

All vessels operating with more than a 3ft draft are advised to use extreme caution when transiting inbound and outbound of Johns Pass. Due to an encroaching shoal to the north in the vicinity of Johns Pass Buoy 3 (LLNR 25585.5)


Irgendwo anders stand, dass das Wrack nur bei Ebbe rausguckt.

23

Montag, 12. Februar 2018, 15:58

Was für ein Wrack? Das wäre neu?
Du hast jedenfalls die Warnung vor der Sandeintreibung zitiert. Die ist anlassgebend für die Vermutung, dass Hurrican Irma verantwortlich dafür sein könnte.


Gruß
Andreas

24

Montag, 12. Februar 2018, 16:04

Mit Wrack meine ich das untergegangene Schiff der Unglücksraben, dass man auf den Photos sieht.

pf

SF-Schiffsbarde

Beiträge: 4 961

Schiffsname: Boundless

Bootstyp: Deltania 27 (Viko 27DS, Navikom Werft PL)

Heimathafen: Lemmer, de Brekken

  • Nachricht senden

25

Montag, 12. Februar 2018, 16:06

Es ist nicht schlimm, wenn man etwas nicht kann und lernen will. Aber je weniger man kann und je gefährlicher etwas ist, desto mehr Respekt braucht man. Sonst ist dke Grenze zur Verantwortungslosigkeit schnell durch. Für mich -ohne jede Segelerfahrung außerhalb Ijsselmeer und Waddenzee ist die Stelle aufgrund der Tiefenverhältnisse schon bei Tag schwierig, bei Nacht niemals als erstes Mal. Ich hab mich jetzt um Strömungen nicht informiert, die Tiefen lassen aber von der Struktur eher auf Sand schließen mit der immanenten Gefahr ständiger Veränderung. Würde ich auch im Wattenmeer bei dem Verhältnis von festem (!) Tiefgang zu Kartennull nicht nachts als erstes Mal machen. Ich bin dann auch vorsichtig und motore oder segle langsam, Motor standby, um sinnvoll reagieren zu können. Dann sollte es einem normal gepflegten Boot nicht direkt den Kiel abhauen. Bei den Wassertiefen war das kaum ein unbekannter auf Grund lauernder Container.
Das fehlt hier alles. Einfach ein gesunder Respekt.
Aber sie haben ja ihren Schutzengel gehabt, ich hoffe, sie verstehen ihn auch.

Mobil gesendet mit Tapatalk
...und nur wer wagt, gewinnt das Leben...

Peter


www.sy-boundless.net

Winterfalke

Salzbuckel

Beiträge: 9 497

Wohnort: Niederösterreich

Bootstyp: gecharterte 30 - 34ft.

Heimathafen: Adria

  • Nachricht senden

26

Montag, 12. Februar 2018, 16:26

Aber jetzt mal sachte und lassen wir doch die Kirche im Dorf.
Im Artikel steht: "Im April kauften sie das fast 50 Jahre alte Segelboot in Alabama für 5000 US-Dollar."
Das ist der Gegenwert von drei Wochen Chartertörn plus den Bergungskosten. ALLES VERLOREN, VOR DEM NICHTS STEHEN und VON VORN ANFANGEN sieht für mich ganz anders aus. Ein Pechvogel des Jahres muss da aber andere Argumente auffahren. :kez_08:
Gelernt haben sie, das eine Versicherung gut gewesen wäre und für den Zeitungsartikel hat es sicher auch noch eine Gage gegeben.
Mario Falko

Glück ist kein Ziel, sondern eine Reise.
:segeln:

27

Montag, 12. Februar 2018, 17:54

Warum nur habe ich, als ich hiervon das erste Mal bei FB gelesen habe nur an diese Hühner gedacht??

Lief das so gut (monetär) "Das machen wir auch mal" - aber zur Sicherheit gleich vor einem Hafen....
Einen Hund haben sie ja auch.

zooom

Salzbuckel

Beiträge: 2 433

Schiffsname: NANA

Bootstyp: Gib Sea 312

Heimathafen: Trget

Rufzeichen: DH6616

MMSI: 211352760

Im Marktplatz: 2

  • Nachricht senden

28

Montag, 12. Februar 2018, 18:14

Also wenn ich mir die Einfahrt so ansehe, die hätte ich mich nachts nicht getraut, bei den Tiefenangaben.
Und wenn das wirklich ein $ 5.000.- Schiff gewesen ist, hält sich DER Schaden ja in Grenzen, aber ohne Versicherung stehen da noch Berge- und Verschrottungskosten an.
Gruß Thomas


Beiträge: 2 169

Wohnort: Essen-Cuxhaven-Den Oever

Bootstyp: Katamaran

Heimathafen: NL / Den Oever

  • Nachricht senden

29

Montag, 12. Februar 2018, 18:29

Zum Thema: „Nicht einlaufen, auf See bleiben.“
Das ist Florida Westküste, die fragliche Strecke durch dieses Fahrwasser beträgt gerade mal ca. 1 sm.

Zur Einordnung der Wetterbedingungen:
Die Wetterkondition in der gesamten fraglichen Woche war weitgehend ablandiger Wind und mehr als 12 kn hat die gesamte Woche nie gesehen.
Zum vermuteten Zeitpunkt (8.2. abends) war Ostwind, ergo ist er in diesem schmalen Kanal nicht gesegelt, sondern motort.
Wellen kann es damit auch keine gegeben haben.

Und ja, die Kanaltiefe wird zwischen 4 und 7 ft angegeben.
Das Boot hat gut 4 ft Tiefgang.
Aber dort gibt es ein wenig Tide (ca. 2 ft) und er ist m.E. bei Hochwasser dadurch.
Mit 60 cm unterm Kiel im Watt über ein Wantij zu fahren ist doch auch bei uns gängige Praxis.

Unverantwortlichkeiten oder mangelnde Fähigkeiten kann ich so direkt kaum erkennen.....Pech ja.
Gruß

Martin

Der Segler mit Zeit hat immer den richtigen Wind :)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Heaven Can Wait« (13. Februar 2018, 08:19)


31

Montag, 12. Februar 2018, 19:24

Läuft doch.......

unregistriert

32

Dienstag, 13. Februar 2018, 00:17

Tscha, warum sollen denn auch immer nur die Kosten für Bankenpleiten vergesellschaftet werden :D

Topspin

Offizier

  • »Topspin« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 166

Wohnort: Kewarra Beach (Cairns, Australia)

Schiffsname: Milonga

Bootstyp: MASRM 720

Heimathafen: Cairns

Rufzeichen: MO714Q

  • Nachricht senden

33

Dienstag, 13. Februar 2018, 03:17

Zum Thema: „Nicht einlaufen, auf See bleiben.“


Ankern in sicherem Abstand und am nächsten Morgen nach dem Kaffee bei Tageslicht und ohne Nebel nochmal versuchen ?

Bei einem Kaufpreis von 5000$ und Kosten für den Refit von mindestens nochmal ein paar 1000 war wohl kein Raum für einen vernünftigen Plotter mehr drin......

-Richard
... and all I ask is a merry yarn from a laughing fellow-rover .... (John Masefield)

34

Dienstag, 13. Februar 2018, 07:21

Na klar, nen vernünftiger Plotter... Der hätte geholfen :rolleyes:

Meinst Du das ernst???

pf

SF-Schiffsbarde

Beiträge: 4 961

Schiffsname: Boundless

Bootstyp: Deltania 27 (Viko 27DS, Navikom Werft PL)

Heimathafen: Lemmer, de Brekken

  • Nachricht senden

35

Dienstag, 13. Februar 2018, 07:24

Wenn man beachtet, dass sie Jahre für die Anschaffung von 5.000 US$ gearbeitet haben, einschließlich Auto verkauft, dann ist jetzt in wenigen Tagen ja echt viel erreicht. Story lohnt sich offensichtlich mehr als Arbeit. Ist nicht mehr ganz meine Welt...

Die Story ist ja jetzt auch deutlich anders als im Zeitungsartikel, so dass jetzt jeder Hauch von Selbstverschulden/Selbstkritik fehlt.

Ich stelle mir trotzdem die Frage, wie ein unbekannter Gegenstand beschaffen sein soll, der in dieser minimalen Wassertiefe lauert und dann so hart zuschlägt, dass sofort der Kiel abgerissen wird. Bei wahrscheinlich, wie oben vorgerechnet wurde, kaum Seegang und kaum Wind. Das ist Dehler auf seinen Auflauftests nicht gelungen.
Und bisher war ich dem Glauben aufgesessen, ein Kielboot ohne Kiel kentert sofort. Das muss ich wohl revidieren. Offensichtlich bleibt hier eine normale stabile Lage vorhanden, es läuft bedächtig Wasser ein und nach 20 Minuten ist das Boot erst weg gesunken.

Sorry, aber da ist nicht viel Glaubwürdiges vorzufinden. Immerhin haben sie die Nummer von der Küstenwacht/Rettungsgesellschaft auf dem Handy direkt parat gehabt, wo unsereiner eher instinktiv zur Funke greift.

Aber so sieht man einmal mehr den Nutzen von Internet, hier für schnelles Geld statt Arbeit. Bergungskosten (waren ja mit maximal 10.000 US$ angegeben, kann also auch deutlich weniger sein) und 5.000 US$ für neues Boot sollten damit gesichert sein.
...und nur wer wagt, gewinnt das Leben...

Peter


www.sy-boundless.net

Winterfalke

Salzbuckel

Beiträge: 9 497

Wohnort: Niederösterreich

Bootstyp: gecharterte 30 - 34ft.

Heimathafen: Adria

  • Nachricht senden

36

Dienstag, 13. Februar 2018, 07:54

Na klar, nen vernünftiger Plotter... Der hätte geholfen :rolleyes:
Meinst Du das ernst???

Wenn die Einzelgefahrenstelle auf der Karte hinterlegt wäre, der Plotter im Cockpit montiert wäre, der Zoom richtig eingestellt wäre und einer draufgeschaut hätte... dann vielleicht.... :kopfkratz:
Mario Falko

Glück ist kein Ziel, sondern eine Reise.
:segeln:

37

Dienstag, 13. Februar 2018, 08:54

Nee, glaube ich nicht so richtig.
Klar hilft Plotter mehr als kein Plotter. Aber ein Plotter ist doch kein "Unterwasserradar". D.h. er stellt nur dar, was in den virtuellen Karten virtuell hinterlegt ist. Wie genau ist denn das ganze System Plotter/GPS?
Ne Einzelgefahrenstelle treffen (z.B. Steinhaufen) oder dran vorbei fahren kann ein Unterschied von 1m sein...

Im Auto macht man nachts auch das Fern/Abblendlicht an, obwohl man nen Navi laufen hat... ;)

Ich fahre jedenfalls nicht bei Nacht und Nebel in eine flache unbeleuchtete Einfahrt.

meint Chris!

Beiträge: 2 169

Wohnort: Essen-Cuxhaven-Den Oever

Bootstyp: Katamaran

Heimathafen: NL / Den Oever

  • Nachricht senden

38

Dienstag, 13. Februar 2018, 08:58

Naja, wenn die etwas reißerische Berichterstattung dazu führt, das Menschen für die Beiden (Drei) spenden ist es ja gut
(Das hat mit Vergesellschaftung auch ja gar nix zu tun, das sind freiwillige Spenden, da haben die Amerikaner eben eine andere Kultur).

Ich habe mal versucht die Sichtweite - am in Frage kommenden Tag - herauszufinden (8.2.18, 20:45) und von der 18 sm entfernten Station Clearwater folgendes gefunden:

Sichtweite 16 km (!)

https://www.timeanddate.com/weather/usa/clearwater/historic

Das wird 18 sm südlich bei Madeira Beach kaum anders gewesen sein, denn wie soll bei den dortigen Wetterbedingungen 21°C (nachmittags noch 24°C), Wassertemp. 19 °C, ablandiger Ostwind 12 kn, bewölkt, abends um 20:45 Nebel aufziehen kann (von Land).
Insofern würde ich mal sagen die dramatische Zeitungsaussage „……fog rolling in…..“ war wohl eher der Legendenbildung geschuldet. SEENEBEL !! :erschrocken:
Das es dunkel war ist allerdings unzweifelhaft.

Damit reduziert sich der Fall:
• auf einen relativ unerfahrenen Segler,
• der bei kaum Welle, wenig Wind und alles unter Motor aber im Dunkeln
• mit gut 4ft Tiefgang
• in einen nur 1 sm langen, schurgeraden Zufahrtskanal mit einer Tiefe von 4-7 ft fährt,
• dies bei geringer Tide richtiger Weise ungefähr um HW-Zeit (max. +2 ft) und nun
• unglücklich mitten in der Fahrrinne aufläuft, vermutlich wg. Versandung des Fahrwasers durch Hurricane Irma.

Alles Umstände, die die Qualifikation des Skipper höchst zweifelhaft erscheinen läßt, den Besitz eines Kartenplotters erfordert hätten, alternativ auf See hätte geankert werden müssen und überhaupt dem unverantwortlichen Skipper dies alles zu Recht passiert, man diesem Luftikus die weitere Ausübung eines Wassersportes verbieten müßte und der einzig Leidtragende ohnehin nur der Hund ist.
Gruß

Martin

Der Segler mit Zeit hat immer den richtigen Wind :)

wassergenug

Salzbuckel

Beiträge: 2 559

Wohnort: Zürich

Bootstyp: Charter, mOcean

  • Nachricht senden

39

Dienstag, 13. Februar 2018, 09:00

ein Kielboot ohne Kiel kentert sofort. Das muss ich wohl revidieren. Offensichtlich bleibt hier eine normale stabile Lage vorhanden

Da gibts ja diese Geschichte mit einem Charterboot in England, der mind. eine Woche ohne Kiel herumgesegelt ist.

Gruss, Michael
Bekennende flaue Flunder :-)

dhyanesh

Proviantmeister

Beiträge: 392

Wohnort: Meinerzhagen

Schiffsname: Satori

Bootstyp: Vindö 40 mit grünem Decksaufbau

Heimathafen: Galamadammen

Rufzeichen: DG3463

MMSI: 211228060

  • Nachricht senden

40

Dienstag, 13. Februar 2018, 09:08

Wenig Wasser unterm Kiel ist für uns Nordseesegler nichts ungewöhnliches. Ich habe auch schon ein paar mal den Kiel durch den Sand gezogen.
Der Kanal war nur 1NM lang. Die Bedingungen waren imho akzeptabel. Jetzt kommt meine wilde Vermutung.
Mit Vollgas durch den Kanal. Wenn die beiden mit Schleichfahrt in den Hafen kriechen ist ein Unterwasserhindernis nicht Schiffszerstörend.
Nur meine Idee.

Handbreit
Dhyanesh
Das Leben beginnt dort wo die Furcht endet.

Zur Zeit ist neben Ihnen 1 Benutzer in diesem Thema unterwegs:

1 Besucher

Ähnliche Themen

Counter:

Gezählt seit: 4. Februar 2014, 08:39, nur eingeloggte Mitglieder
 Zugriffe:   Hits heute: 112   Hits gestern: 2 829   Hits Tagesrekord: 5 297   Hits gesamt: 4 076 496   Hits pro Tag: 2 338,92 
 Seitenaufrufe:   Klicks heute: 519   Klicks gestern: 20 907   Klicks Tagesrekord: 154 353   Klicks gesamt: 33 131 475   Klicks pro Tag: 19 009,41 

Kontrollzentrum

Helvetia